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Vincent Fournier, Reem B #7 [Pal], Barcelona, Spain, 2010; Tintenstrahl-Fotodruck, 100 x 130 cm © Vincent Fournier, 2016

Vienna Biennale 2017. Roboter. Arbeit. Unsere Zukunft

Ausstellungen und Projekte zu Robotik und kreativen Konzepten zur Arbeit der Zukunft

Viennale Biennale 2017 thematisiert grenzenlose Kommunikation zwischen Menschheit, Internet, Dingen – und macht sich Gedanken, wie diese Entwicklung die Arbeit der Zukunft verändern wird. Von Robotik fernab „herumlaufender Blechbüchsen“ (Thun-Hohenstein) bis Zukunft der Arbeit, von Klimawandel bis zur Vernetzung, aber auch Balance zwischen eigenen Ansprüchen und jenen der Gesellschaft (Ressourcenverbrauch) legt die Vienna Biennale „den Finger offensiv auf jenen Bereich, der unsere Zukunft entscheidend verändern wird“ (Gerald Bast).

Skulptur Projekte Münster 2017 (Logo)

Skulptur Projekte Münster 2017: Künstlerinnen und Künstler

Projekte im öffentlichen Raum zwischen Bildhauerei und performativer Kunst

Die fünfte Auflage der Skulpturen Projekte Münster 2017, kuratiert von Kaspar König, Britta Peters und Marianne Wagner, hat 35 Künstlerinnen, Künstler, Duos und Gruppen eingeladen, Kunstwerke im öffentlichen Raum zu entwickeln. Im Jahr 2017 prägen für dreineinhalb Monate 35 neue Projekte zwischen Bildhauerei und performativer Kunst das Stadtbild.

Christine Macel © Biennale von Venedig.

Biennale von Venedig 2017: Künstlerinnen und Künstler

ARTE VIVA ARTE

Künstlerinnen und Künstler von ARTE VIVA ARTE, der von Christine Macel kuratierten Ausstellung der 57. Biennale von Venedig: ein Konzept mit neun „Transnationalen Pavillons“ viel Mystik, Schamanismus, Büchern und – hoffentlich – Lebensfreude!

Christian Jankowski, Kurator Manifesta 11 anlässlich der Pressekonferenz am 29.9.2015 im Seebad Enge, Zürich Foto (c) Baumgartner

Künstlerliste der Manifesta 11

What People Do for Money: Some Joint Ventures

Die Künstler_innen-Liste der Manifesta 11 in Zürich ist veröffentlicht! Christian Jankowski lud 30 Künstler_innen ein, ihre Neuproduktionen gemeinsam mit Schweizer_innen unterschiedlichster Berufe zu entwickeln. In der historischen Ausstellung widmet er sich gemeinsam mit Francesca Gavin der Darstellung der Arbeitswelt und ihrer radikalen Veränderung in den letzten Jahren bzw. verspricht einen Einblick in die Kunstindustrie. Für Spannung ist gesorgt!

Christine Macel © Biennale von Venedig.

Christine Macel künstlerische Leiterin der Biennale von Venedig 2017

Die 57. Biennale von Venedig wird vom 13. Mai bis zum 26. November 2017 stattfinden. Zur künstlerischen Leiterin wurde jüngst die Französin Christine Macel (* 1969) gewählt. Die seit 2000 als Chefkuratorin am Musée national d’art moderne – Centre Pompidou tätige Pariserin hat in den vergangenen Jahren den belgischen (2007) und den französischen (2013) Pavillon auf der Biennale ausgerichtet.

Enwezor

56. Biennale von Venedig All the World’s Future: Künstler_innen

Liste und wichtige Werke

Goldener Löwe für das Lebenswerk geht an El Anatsui (* 1944 Anyako/Ghana; Bildhauer)
Alle 139 Teilnehmende Künstler_innen aus 53 Ländern.

Enwezor

Venedig 2015 All the World’s Future – Die Nationenpavillons

ALBANIEN: Albanian Trilogy: A Series of Devious Stratagems – Armando Lulaj (Arsenale)
ANDORRA: Inner Landscapes – Roqué, Joan Xandri (Spiazzi, Castello 3865)
ANGOLA: On Ways of Travelling – António Ole, Binelde Hyrcan, Délio Jasse, Francisco Vidal, Nelo Teixeira (Conservatorio Benedetto Marcello – Palazzo Pisani, San Marco 2810)

Ann Veronika Janssens, Purple - Turquoise, 2014, Foto: Alexandra Matzner.

Manifesta 10

Die europäische Biennale in St. Petersburg

Die Kuratoren der 10. Manifesta in St. Petersburg (RU) haben endlich die Liste der ausstellenden Künstler_innen bekanntgegeben.

In die ehrenwerten Hallen der Eremitage ziehen zwischen 28. Juni und 31. Oktober ca. 50 internationale Künstler_innen ein, die aufgefordert wurden, sich mit der Sammlung zu beschäftigen, politische und soziale Statements abzugeben oder über Aspekte der künstlerischen Entwicklung zu arbeiten. Zwei Drittel der Manifesta 10 werden im renovierten Gebäude des Generalstabs und ein Drittel im Winterpalast zu sehen sein. Teil des Konzepts ist es, alte und neue Kunst nebeneinander zu präsentieren: So übersiedelt die berühmte Matisse-Sammlung beispielsweise in das Gebäude des Generalstabs, um Marlene Dumas, Nicole Eisenman und Maria Lassnig in den sog. Matisse-Räumen im Winterpalais Platz zu machen.

Ars Electronica Festival 2013, HR Giger, Gebärmaschine (1967), credit: HR Giger, 2013.

Ars Electronica 2013: Total Recall

Die totale Erinnerung: Wunschbild oder Horrorvorstellung?

Das Ars Electronica Festival 2013 ist „TOTAL RECALL“ gewidmet – der totalen Erinnerung zwischen DNA-Speicherung und steigenden Erkrankungen an Demenz. Das fünftägige Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft lotet technische Möglichkeiten und Funktionen des Erinnerns aus, immer auch mit dem Hintergedanken verbunden, dass Vergessen in Zukunft möglicherweise ein Menschenrecht wird.

Maria Lassnig (* 1919), Mutter Natur, 1999, Installationsfoto: Alexandra Matzner.

Maria Lassnig & Marisa Merz – Goldene Löwen 2013

55. Biennale von Venedig

Maria Lassnig (* 1919) und Marisa Merz (* 1931) wurden heuer mit den „Goldenen Löwen“ für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Damit ehrt Massimiliano Gioni zwei Grandes Dames der österreichischen und italienischen Nachkriegskunst, die beide erst spät in ihren Karrieren internationale Aufmerksamkeit geschenkt bekommen haben. Beide Künstlerinnen sind in der Schau „Il Palazzo Enciclopedico“ im Zentralen Pavillon in den Giardini in einem gemeinsamen Saal ausgestellt.

Marino Auriti (1891-1980), Museums des Weltwissens, 1950er, American Folk Art Museum, New York, Installationsfoto: Alexandra Matzner.

Il Palazzo Enciclopedico: Die historischen Wurzeln

55. Biennale von Venedig – Teil 1

Die zentrale Ausstellung der diesjährigen Biennale von Venedig findet unter dem Titel „Il Palazzo Enciclopedico (The Encyclopedic Palace)“ statt. Sie wurde von Massimiliano Gioni zusammengestellt und umfasst 150 Künstler aus 37 Ländern. Erstaunlich viele davon sind bereits verstorben, Autodidakten oder Outsider Artists, die nie im Kunstbetrieb Fuß gefasst haben, ihre künstlerische Tätigkeit nicht als Kunstmachen verstanden haben.

Carl Gustav Jung (1875-1961), Das rote Buch, 1913-1929, Foundation of the Works of C.G. Jung, Zürich, Installationsfoto: Alexandra Matzner.

Carl Gustav Jungs „Rotes Buch“ und seine Nachfolger

55. Biennale von Venedig – Teil 2

Den Ausstellungsrundgang durch die „Kunst- und Wunderkammer“ beginnt im Zentralen Pavillon in den Giardini, hier befindet sich in der Kuppelhalle nach dem Eingang Carl Gustav Jungs sagenumwobenes „Rotes Buch“. Im Jahr 2009 wurde es nach Jahrzehnten von der Familie zur Veröffentlichung freigegeben und erstmals in New York ausgestellt, 2011 folgte eine Präsentation im Züricher Museum Rietberg. Schon in seiner Entstehungszeit wurde es von dem ehemaligen Freud Schüler als bahnbrechend für seine spätere Entwicklung empfunden. Insgesamt 16 Jahre hat der Schweizer Psychoanalytiker vom Dezember 1913 bis 1929 an dem Text in gotischer Schrift und den fast an mittelalterliche Miniaturen erinnernden Bildern auf Pergament gearbeitet.

Hilma af Klint (1862-1944), The Dove, Nr. 13, 1915, Installationsfoto Biennale: Alexandra Matzner.

Mystiker, Outsider und anerkannte Künstler_innen

55. Biennale von Venedig – Teil 3

Links neben dem Eingang befinden sich die 387 Architekturmodelle des österreichischen Postbeamten Peter Fritz (1916-2008) aus den 50er und 60er Jahren, die von Oliver Croy und Oliver Elser (* 1970/* 1972) im Wien Museum entdeckt worden sind. Diese Typologie des Hausbaues der frühen Nachkriegszeit wird an den Wänden von der Serie „Himmelsfarben“ (1969, 1976) von KP Brehmer (1938-1997) sowie utopische Architekturzeichnungen des Amerikaners Achilles G. Rizzoli (1896-1981) gerahmt.

Anna Zemánková (1908-1986), Biennale von Venedig, Installationsfoto: Alexandra Matzner.

Kunst und Spiritualität, Mythen oder einfach nur private Obsessionen

55. Biennale von Venedig – Teil 4

Im Zentralen Pavillon findet sich noch eine Reihe von weiteren Positionen, die weder innerhalb des Kunstzirkels geschaffen wurden noch für diesen bestimmt waren. Anonyme tantrische Malereien treffen auf Zeichnungen aus der ethnologischen Sammlung des Wiener Fotografen und Volkskundlers Hugo A. Bernatzik (1897-1953) und Shaker Gift Drawings aus den USA (19.Jahrhundert). Morton Bartlett (1909-1992) hyperrealistische Puppen entstanden genauso im Geheimen wie die Fotografien von Kohei Yoshiyuki (* 1946), aber nicht die von Nikolay Bakharev (* 1946). Die Tarotkarten-Entwürfe von Frieda Harris (1877-1962) für Aleister Crowley (1875-1947) verweisen auf private Mythologien und Götterhimmel, während Guo Fengyi (1942-2010) sich als Medium empfand. Anna Zemánková (1908-1986) arbeitete nur für sich selbst, ließ Blumen erblühen und bekämpfte ihre Depression.

Peter Fischli/David Weiss (* 1952/1946-2012), Plötzlich diese Übersicht/Suddenly This Overview, 1981-2012, Learning from Las Vegas, Installationsfoto: Alexandra Matzner.

Der spielende, sammelnde und staunende Mensch

55. Biennale von Venedig: Il Palazzo Enciclopedico – Teil 5

Der unterhaltsamste Raum im Zentralen Pavillon ist jener von Dorothea Tanning (1910-2012) sowie Peter Fischli und David Weiss (* 1952/1946-2012), die in der Ton-Figuren-Serie „Plötzlich diese Übersicht/Suddenly This Overview“ (1981-2012) einen humorvollen Blick auf die Welt geben: Dorothea Tanning zeigt sich in einem „Selbstporträt“ (1944) als kleine Figur vor der gigantischen Bergkulisse von Arizona, wohin sie gemeinsam mit Max Ernst ein Jahr zuvor, aus New York kommend, übersiedelt war. Tanning hat in ihrer Position durchaus einen gewissen Überblick, wenn auch der Eindruck vorherrscht, sie wäre durch die Natur mehr eingeschüchtert und nicht, als würde sie sie beherrschen.

Cathy Wilkes (* 1966), Untiteled, 2013, Installationsfoto: Alexandra Matzner.

Imaginierte und organisierte Welten

55. Biennale von Venedig: Il Palazzo Enciclopedico – Teil 6

Zu den Erbauern von imaginierten Welten und organisierten Bibliotheken gehören Gianfranco Baruchello (* 1924) mit „La Grande Biblioteca“ (1976/86) im selben Raum mit Christiana Soulou (* 1961), die nach den Bestiarien von Jorge Louis Borges arbeitet, weiter der kolumbianische Zeichner José Antonio Suárez Londono (* 1955), der Imaginationen in Bilder umsetz.

Ellen Altfest (* 1970), Torso, 2011, Installationsfoto: Alexandra Matzner.

Varietäten von Malerei

55. Biennale von Venedig: Il Palazzo Enciclopedico – Teil 7

Viel Figuration – wenig Abstraktion – wobei die figurative Malerei zwischen Hyperrealismus und sensitiver Phantastik changieren.

Thierry De Cordier (* 1954) und Richard Serra (* 1939), Pasolini, 1985, Installationsfoto: Alexandra Matzner.

Automatisches Schreiben, Assemblieren und die Aura

55. Biennale von Venedig: Il Palazzo Enciclopedico – Teil 8

Harry Smith (1923-1991) in seinem collageartig aufbereiteten Stop-Motion-Film mit dem Titel „Film No. 12 (Heaven and Earth Magic)“ (1959-61) wird die surreale Geschichte einer Heldin erzählt – wie sie nach dem Verlust einer sehr wertvollen Wassermelone Zahnweh bekommt, ihre Behandlung, ihr Aufstieg in den Himmel und ihre Rückkehr auf die Erde.

Jasper Sharp (Hg.), Österreich und die Biennale Venedig 1895–2013 / Austria and the Venice Biennale 1895–2013, Verlag für moderne Kunst, Nürnberg 2013.

Österreich und die Biennale Venedig 1895–2013

von Jasper Sharp (Hg.)

Gespräch mit Jasper Sharp über seine Publikation zu den Österreich-Beiträgen auf der Biennale, den Kuratoren-Dynastien und seinen Zugang zur wichtigsten Kunstausstellung auf der Welt. Als Kommissär zeichnet er nicht nur für die Berufung von Mathias Poledna 2013 verantwortlich, sondern begann auch ein zentrales Archiv über die Beteiligungen Österreichs anzulegen. Ein erster Überblick ist nun in Buchform erschienen: Auf 530 Seiten wird an 489 Künstler_innen und deren Werken gedacht, werden die 53 Biennale-Teilnahmen über Dokumente, Installationsfotografien und Werkabbildungen dargestellt und erstmals eine vollständige Chronologie aufgeführt. Der „Ziegel“ entpuppt sich somit als wichtige Quellensammlung für die Selbstdarstellung der Kunstnation Österreich. Gibt es so etwas wie eine „österreichische Linie“ für den Pavillon auf der Biennale von Venedig?

Dionisio Gonzalez, Comercial Santo Amaro, 160 x 450 cm, Installationsansicht, Foto: Alexandra Matzner

distURBANces

Monat der Fotografie 2012

Gunda Achleitner, Kuratorin der Ausstellung „distURBANces“ im MUSA, präsentiert die wichtigsten künstlerischen Positionen der Schau. Sie haben gemeinsam, dass sie das fotografische Bild nutzen, um Parallelwelten abzulichten. Entweder sind diese wie Funparks von Menschenhand bereits realisiert, (noch) virtuelle Welten in Form von Computerspielen oder aber auch Miniaturmodellen. Sie alle spiegeln das menschliche Bedürfnis wider, in die Realität einzugreifen, sie den eigenen Vorstellungen gemäß zu überformen. Wo läuft überhaupt die Grenze zwischen Realität und Fiktion?

Peter Bialobrzeski, Paradise Now, #18, 2009, C-Print, 60 x 75 cm, © Peter Bialobrzeski, Courtesy: L.A. Galerie – Lothar Albrecht, Frankfurt

Wo findet sich die Realität?

Interview mit Berthold Ecker und Gunda Achleitner

Berthold Ecker und Gunda Achleitner im Gespräch mit Alexandra Matzner über den Stellenwert der Fotografie, die Geschichte des Europäischen Monats der Fotografie, die Herausforderung einer internationalen Zusammenarbeit und die kommende Ausstellung „distURBANces“ im MUSA

Janet Cardiff & George Bures Miller, Alter Bahnhof - Video Walk, 2012, dOCUMENTA (13) 2012, Foto: Alexandra Matzner.

dOCUMENTA (13): „Realität“ und ihre mediale Vermittlung

Das war die dOCUMENTA (13) in 12 Kapiteln: Teil 12

Was bedeutet es, etwas zu wissen, es aber nicht körperlich wahrnehmen zu können? Spielt das Wissen dann überhaupt eine Rolle? Eigentlich sind diese beiden Fragen im Begleitbuch darauf gemünzt, dass es den meisten Besucher_innen der dOCUMENTA (13) nicht möglich sein wird, die Ausstellungen in Kabul oder in Alexandria zu besuchen bzw. an der Klausur der Kuratorin mit einigen Künstlern in Baff teilzunehmen. Man könnte sie aber auch zwei Werken auf der dOCUMENTA als Motto mitgeben. Dementsprechend zwei Arbeiten zum Schluss, die zu den besten der diesjährigen dOCUMENTA gezählt werden können: William Kentridge`s neueste Filmarbeit und Janet Cardiffs & George Bures Millers Videowalk durch den Hauptbahnhof.

Apichatpong Weerasethakul, The Importance of Telepathy, Detail, 2012, dOCUMENTA (13) 2012, Foto: Alexandra Matzner.

dOCUMENTA (13): Künstler und Schamanismus

Das war die dOCUMENTA (13) in 12 Kapiteln – Teil 11

Bereits zur Eröffnung der dOCUMENTA (13) brachte CCB Tiere ins Spiel, forderte das Wahlrecht für Erdbeeren und plante auch einen Spielplatz für Hunde in die Ausstellung ein. Dass das Tier, die Beschwörung von Geistern und Natur im Allgemeinen einen hohen Stellenwert für die Auswahl hatte, konnte bereits in Teil 10 unter dem Stichwort „Ökologie“ gezeigt werden. Drei Künstler_innen – Fiona Hall, Apichatpong Weerasethakul und Issa Samb – gehen darüber noch hinaus und inszenieren eigentümliche Orte einer urtümlich kultischen Verbindung vom Menschen und seiner Umwelt.

Song Dong, Doing Nothing Garden, dOCUMENTA (13) in der Karlsaue, Foto: Alexandra Matzner.

dOCUMENTA (13): Kunst und Ökologie

CCB ließ bereits vor Eröffnung der dOCUMENTA (13) damit aufhorchen, dass sie der Umwelt einen großen Stellenwert einräumte. So manche Arbeit auf der von ihr kuratierten Großausstellung beschäftigt sich auch mit Fragen des Umweltschutzes, des biologischen Anbaus, der Artenvielfalt, dem Umgangs mit Ausrangiertem oder der Aktivierung von Un-Orten.

Thomas Bayrle, Flugzeug, 1984, dOCUMENTA (13) 2012, Installationsfoto: Alexandra Matzner.

dOCUMENTA (13): Aktuelle Malerei – gegen Medienspezifität

Das war die dOCUMENTA (13) in 12 Kapiteln – Teil 9

Dass aktuelle Malerei sich nicht mehr nur mit den Materialien Farbe und Leinwand begnügt, zeigt CCB in der dOCUMENTA-Halle. Im Zentrum dieser Präsentation stehen Zeichnungen und Gemälde von Gustav Metzger, der durch seine Abwendung vom „Tafelbild“ Ende der 50er zu einer „Gründerfigur“ aktueller Tendenzen wurde. Metzgers Arbeiten werden als wichtige junge Position Julie Mehretus (* 1970) riesige Formate gegenübergestellt. Die in New York und Berlin lebende Künstlerin arbeitet in Schichten, zeichnet präzise Architekturen im Hintergrund und überarbeitet diese mit abstrakten Zeichen, mal gestisch-expressiv mal konkret-geometrisch. …

Anri Sala, Clocked Perspective, Installation in der Karlsaue, Fernblick, Foto: Alexandra Matzner.

dOCUMENTA (13) Kunst und Naturwissenschaft

Das war die dOCUMENTA (13) in 12 Kapiteln – Teil 8

Als einziger Österreicher vertritt der Quantenphysiker Anton Zeilinger (* 1945) die Alpenrepublik mit Versuchsanordnungen zur „Teleportation“ einzelner Photonen. Grund für die Einladung an den Naturwissenschaftler dürfte sein, dass seine Überlegungen und Experimente zu Lichtteilchen die zukünftige Definition, was Realität sein könnte, beeinflussen werden.

Fabio Mauri, Non era nuovo, dOCUMENTA (13) 2012, Installationsfoto: Alexandra Matzner.

dOCUMENTA (13): Historische Wurzeln aktueller Kunst

Das war die dOCUMENTA (13) in 12 Kapiteln – Teil 7: Giorgio Morandi, Gustav Metzger, Mauri, Salvador Dalí und Emily Carr

Bereits am Beginn der dOCUMENTA (13) wird einem der Hauptvertreter der italienischen Pittura Metafisica, Giorgio Morandi (1890-1964), Tribut gezollt. Seine Überzeugung, dass nichts abstrakter sei als die Wirklichkeit, führte zu einer Reduktion, die bereits eine Grundlage für Minimalismus und konzeptuelle Malerei darstellt.

Doreen Reid Nakamarra, Detail, dOCUMENTA (13) 2012, Installationsfoto: Alexandra Matzner.

dOCUMENTA (13): Kassel und Australien

Das war die dOCUMENTA (13) in 12 Kapiteln – Teil 6

Da der Lebenslauf von CCB u.a. die Leitung der 16. Biennale von Sydney beinhaltet, verwundert wenig, dass australische Künstler_innen neben asiatischen auf der dOCUMENTA (13) eine besondere Rolle spielen. Warlimpirrnga Tjapaltarri (* 1958) und Doreen Reid Nakamarra (1950-2009) stehen für eine moderne Interpretation der Aborigines-Kunst, Margaret Preston (1875-1963) für die erstmalige Anerkennung der Aborigines-Kunst als solche und Gordon Bennett (* 1955) zitiert postmodern sowohl die Aborigines als auch Preston.

Goshka Macuga, Of what is, that it is; of what is not, that is not, Kassel, dOCUMENTA (13) 2012, Installationsfoto: Alexandra Matzner.

dOCUMENTA (13): Kassel und Afghanistan

Das war die dOCUMENTA (13) in 12 Kapiteln – Teil 5

Zu den ersten wichtigen künstlerischen Beschäftigungen eines westlichen Künstlers mit Afghanistan im 20. Jahrhundert dürfte die 1971 gewebte „Mappa“ von Alighiero e Boetti (1940-1994) gehören. „Mappa“ (ital. für Landkarte) ist ein in Afghanistan von Frauen in traditioneller Handwerkskunst gefertigter Wandteppich, der auf einer aufgeklappten Weltkarte die nationalen Territorien mit deren jeweiligen Flaggen gefüllt zeigt. Der Ostblock erscheint in der Darstellung der Welt von 1971 als riesige, einheitlich rot gefärbte Fläche. …

Geoffrey Farmer, Leaves of Grass (2012), Detail (Nudeln), Foto: Alexandra Matzner

dOCUMENTA (13): Kunst und der Umgang mit Geschichte

dOCUMENTA (13) in 12 Kapiteln – Teil 4

Immer wieder finden sich am gesamten Ausstellungsgelände der dOCUMENTA (13) Arbeiten, die an historischen Ereignissen andocken. So geht Sanja Iveković (* 1949) für ihre Installation „The Disobedient (The Revolutionaries)“ von einer gefundenen Fotografie aus der NS-Zeit aus. Darauf ist ein Esel hinter einem Stacheldrahtzaun zu erkennen, ein SS-Offizier und eine große Menschenmenge.

Kader Attia, The Repair, 2012, Diaprojektion und originale Artefakte aus Afrika, Maße variabel, Ausstellungsansicht dOCUMENTA (13) 2012, Foto: Alexandra Matzner

dOCUMENTA (13): Kunst und ihre politische Verantwortung

dOCUMENTA (13) in 12 Kapiteln – Teil 3

Der Mensch als „zoon politicon“, als politisches Wesen, kann nicht unpolitisch sein. CCB interessieren, scheint es, außergewöhnlich offensichtlich politisch motivierte Kunstwerke. So findet sich unter den beiden letzten Eichenbäumen vor dem Fridericianum eine Occupy-Zeltstadt. Im Fridericianum hängt einer Serie von Zeichnungen, die einfach „nur“ Äpfel – meist zwei Stück – vor neutralem Hintergrund zeigen. Korbinian Aigner (1885-1966), Pfarrer im Widerstand, züchtete ausgerechnet im KZ vier neu Apfelsorten, von denen eine heute noch im Handel ist und ausnehmend gut schmeckt.

Giuseppe Penone „Idee di pietra“ (2003/2008/2010) in der Karlsaue 2012, Foto: Alexandra Matzner

dOCUMENTA (13): Themenfelder

Das war die dOCUMENTA (13) in 12 Kapiteln – Teil 2

Die Rotunde des Fridericianums ist als Assoziationsraum eingerichtet, der in nuce bereits die Interessensgebiete von CCB thematisiert – oder wie Lawrence Weiner (* 1942) es in einer Textarbeit an der Glaswand formulierte: „THE MIDDLE OF – THE MIDDLE OF – THE MIDDLE OF“ als ein konzentrisches Kreisen um, ein Nachdenken über, das keinen Abschluss finden wird. Nachdem man von Ryan Genders (* 1976) permanenten „Brise“, einem kühlenden Windhauch, durch das Erdgeschoss getragen wurde, schließt eben jene Glaswand den halbrunden Bereich im hinteren Gebäudeteil ab.

ARTinWORDS auf der dOCUMENTA 13

dOCUMENTA (13): Raumfragen

Das war die dOCUMENTA (13) in 12 Kapiteln – Teil 1

CCB, alias Carolyn Christov-Bakargiev, versteht es Ausstellungseröffnungen zu inszenieren. Beginnend mit der absoluten Geheimhaltung der Künstler_innen-Liste bis zum Eklat über die „Gegenveranstaltung“ der Katholischen Kirche, dem Wahlrecht für Erdbeeren und dem „Kunstplatz“ für Hunde, sind Aussagen der amerikanischen Hauptkuratorin der dOCUMENTA (13) bereits vor Eröffnung der wichtigsten Weltkunstausstellung des Jahres heftig diskutiert worden. Nichtsdestotrotz hat sich die Kunstszene danach bald wieder beruhigt, und sogar Stephan Balkenhols Männerfigur auf goldener Kugel durfte am Kirchturm bleiben.
Die dOCUMENTA (13) in 12 Kapiteln nacherzählt…

Markus Schinwald, Installation im Österreich-Pavillon auf der Biennale von Venedig 2011; Foto: Alexandra Matzner.

Markus Schinwald auf der 54. Biennale von Venedig

Dekonstruierte Körper, verhüllter Raum

Fotokünstlerin Eva Schlegel hat als Kuratorin des Österreich-Beitrags für die 54. Biennale von Venedig Markus Schinwald (* 1973) gewählt, der den Eingang des Pavillons nahezu verschloss und das Innere mit einem schwebenden, weißen Labyrinth füllte. Der white cube Hoffmanns wird so zu einer doppelten Bühne – für die Arbeiten Schinwalds wie für die Betrachter.

Eingang der Giardini, Biennale 2011; Foto: Alexandra Matzner

Tintoretto und die zeitgenössische Kunst

Teil 3 der 54. Biennale von Venedig: ILLUMInazioni

Für die 54. Biennale wählte Kuratorin Bice Curiger den Titel “ILLUMInazioni” – ein Wortspiel aus “illuminazione” und “nazioni”. Es geht der Schweizerin darum, die Biennale, deren primäre Funktion die „Erhellung“ internationaler Kunstentwicklung sei, also diese Mutter aller Biennalen in Venedig mit ihren Nationenpavillons innerhalb eines weltumspannenden Kunstnetzes zu verstehen.

Franz West, Eidos, 2009, aufgestellt im Giardino delle Vergini des Arsenale, Biennale von Venedig 2011; Foto: Alexandra Matzner.

Österreicher auf der 54. Biennale von Venedig

Teil 2 der 54. Biennale von Venedig: ILLUMInazioni

Franz West, Erwin Wurm und Gelatin/Gelitin sind ebenfalls auf der 54. Biennale vertreten. West erhielt den Goldenen Löwen für sein Lebenswerk. Wurm ist mit dem gestauchten Haus bei Glass stress zu sehen. Ja, und Gelatin/Gelitin produzieren im hinteren Teil des Arsenale-Geländes Glas in einer Form von Happening.

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