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„Antoine Watteau erneuerte die Natur der Anmut.[…] Die Anmut Watteaus ist die Anmut per se. Es ist dieser undefinierbare Hauch, der den Frauen den Charme, eine Koketterie und eine Schönheit verleiht, die mehr sind als die bloße körperliche Schönheit. Es ist dieser Unterschied, der gleichsam das Lächeln der Kontur, die Seele der Form, das geistige Antlitz der Substanz ist.“[1]Zitiert nach Hermann Bauer, Hans Sedlmayr, Rokoko. Struktur und Wesen einer europäischen Epoche, Köln 1991, S. 12–13. (Edmond und Jules de Goncourt, L´art du XVIIIe siécle, Paris 1874-1874)

 

Antoine Watteau (1684-1721) war der bedeutendste französische Künstler des beginnenden Rokoko und wurde bereits zu Lebzeiten gefeiert. Durch sein Werk, seine Sujets und seinen Personalstil prägte Watteau die europäische Malerei über seine kurze, nur 36 Jahre währende Lebenszeit hinaus. Er inszenierte als erster Maler des beginnenden 18. Jahrhunderts Feste und Begegnungen in der Natur auf anmutige Weise. Er erschuf arkadische Idylle, um die Herren als Kavaliere auftreten zu lassen und die Damen in elegante Verzückung zu versetzen. Das Motiv der galanten Liebe fand durch Watteau eine Wiederbelebung; der Begriff der fête galante beschreibt seither diese Idyllen ohne Erzählung im klassischen Sinn. Die Akteure seiner Szenerien kleidete er in die zeitgemäße Mode, wodurch er den Bezug zur Gegenwart, den Regierungszeiten von König Ludwig XIV. (1638–1715) und noch mehr des Duc d’Orléans (reg. 1715–1723), herstellte. Er hinterließ Bilder von Sehnsuchtsorten, die seine Zeitgenossen faszinierten, während der französischen Revolution als Synonym für die Dekadenz des Ancien Régime galten und im 19. Jahrhundert durch Literaten wie Maler – allen voran dem Impressionisten Pierre-Auguste Renoir (1841–1919) – erneut gepriesen wurden. So umfangreich sich Watteaus Werk beschreiben lässt, so gering ist bis heute die Zahl glaubwürdiger und authentischer Nachrichten über sein Leben. Er selbst hinterließ keinerlei Einblicke in seine Gedankenwelt, auch sein Œuvre ist schwer in eine Chronologie zu ordnen, da kaum gesicherte Datierungen vorliegen. Antoine Watteau bleibt bis heute ein geheimnisvoller Künstler von herausragendem Talent, der einen verzauberten Eindruck der Welt des frühen Rokoko hinterließ.

 

 

Die Lebenswelt des Antoine Watteau: Ausbildung, Freunde und Mäzene

 

„[…] unruhig und wechselhaft […], voller Willenskraft, ein Freigeist, aber bedacht im Benehmen, ungeduldig, zurückhaltend […], immer unzufrieden mit sich selbst und den anderen.“[2]Zitiert nach Pierre Champion, Notes critiques sur les vies anciennes D´Antoine Watteau, Paris 1921, S. 64. (Edme-François Gersaint über Antoine Watteau)

 

Über das Leben von Antoine Watteau liegen nur wenige Dokumente vor. Es überwiegen anekdotische Erzählungen, die bereits Zeit seines Lebens und kurz nach seinem Tod verfasst worden sind. Unter den einander widersprechenden Autoren befanden sich Freunde Watteaus, wie der Sammler, Grafiker und Kupferstecher Comte de Caylus[3]Siehe das Digitalisat zu dessen einflussreicher Schrift „Nouveaux sujets de peinture et de sculpture“ (Paris 1755). (1692–1765), der Kunsthändler Edme-François Gersaint (1694–1750) und Jean de Jullienne (1686–1766). Sie schilderten den Maler als einzelgängerisch und misanthropisch, ebenso wie als liebenswürdig und zärtlich, wodurch ein uneinheitlicher Eindruck von der Persönlichkeit des Malers entstand.

Antoine Watteau wurde in Valenciennes geboren, sein Vater war Dachdecker, und er trat als Zehnjähriger in die Werkstatt eines dort ansässigen Malers ein. Über seine Ausbildung liegen keine weiteren Informationen vor, doch hielt er sich ab 1702 in Paris auf. Watteau soll in den folgenden Jahren niederländische Gemälde für Kunsthändler kopiert haben und wurde zunächst Schüler bei Claude Gillot (1673–1722) und in der Folge bei Claude Audran III (1658–1734), dem Konservator im Palais du Luxembourg. Hier konnte Watteau den Medici-Zyklus von Peter Paul Rubens studieren, der ihn genauso wie Rubens‘ dreifarbige Zeichnungen nachhaltig beeinflusste. Gillot, dessen Motive des Theaterlebens den königlichen Hof mit Sarkasmus und Ironie wiedergaben, und Audran, der als Dekorationsmaler tätig war, führten Watteau zu besonderen Bildmotiven. Die Welt der Commedia dell´Arte und die duftig-lieblich gestalteten Szenen auf den Boiserien der Interieurs entwickelten sich zu Themen, derer sich der Künstler weiter bedienen sollte.

 

 

Claude Audran III und der Bankier und Sammler Pierre Crozat (1665–1740) boten Watteau die Möglichkeit, seinen Blick an Werken der Alten Meister zu schulen. Audran, einer der Hofmaler von König Ludwig XIV., fungierte als Concierge [Konservator] für die im Palais du Luxembourg verwahrten Gemälde. Crozat beauftragte Watteau einerseits für die Ausstattung seines Hauses in der Rue de Richelieu in Paris und ließ ihn andererseits die Gemälde und Zeichnungen seiner Sammlung studieren (→ Barocke Gemäldegalerien und ihre Kataloge). So konnte der Maler die Werke von Peter Paul Rubens und Anthonis van Dyck erleben und die Zeichnungen der venezianischen Meister Tizian, Paolo Veronese und Domenico Campagnola studieren. In der Folge ließ sich Watteau nicht nur durch die Darstellungen der Landschaft und die Bildmotive der Gesellschaften im Freien inspirieren, sondern auch der Einsatz von zwei bis drei unterschiedlichen Kreidefarben scheint auf das genaue Studium der Zeichentechnik von Peter Paul Rubens zurückzugehen (→ Antoine Watteau. Der Zeichner).

 

 

Obwohl Watteau in der Wahl seiner Bildthemen nicht mit den Idealen der „Académie Royale de Peinture et de Sculpture“ konform ging, indem er intime, idyllische Szenen den mythologischen Heldenepen vorzog, hatte er ab 1709 Kontakt zu der bedeutenden Institution. Im Wettbewerb um den Rom-Preis errang er 1709 den zweiten Platz, hatte aber nie die Möglichkeit nach Italien zu reisen. Zunächst blieb seine Bewerbung erfolglos, doch wurde er schließlich mit Unterstützung durch Charles de La Fosse (1636–1716) im Jahr 1712 als agrée [vorläufiges Mitglied] angenommen und die Wahl des Sujets des Aufnahmestückes ihm überlassen. Erst 1717, im Alter von 33 Jahren, wurde Watteau, nach wiederholten Aufforderungen, sein Werk endlich vorzulegen, mit der „Pilgerfahrt auf die Insel Kythera“ (1717, Louvre) als Maler von fêtes galantes in die Akademie aufgenommen.

 

 

Erneut war es Pierre Crozat, der ihn in diesen Jahren förderte: Durch ihn wurde Watteau dem damals in Paris weilenden Maler Sebastiano Ricci (1659–1734) vorgestellt. Außerdem erwähnte Crozat sein Protegé in Briefen gegenüber der Künstlerin Rosalba Carriera (1675–1757), die ihn 1720 in Paris persönlich kennenlernte. Von dieser Begegnung zeugen das Pastellporträt aus der Hand der Malerin und eine Zeichnung Watteaus, mit der der die Malerin sitzend an ihrem Toilettetisch festhielt.

 

 

In den Biographien über Watteau wurde häufig sein fragiler Gesundheitszustand geschildert, der sich während eines Aufenthaltes in London 1719/1720 verschlechterte und den Edme-François Gersaint als Schwindsucht bezeichnete. Am 18. Juli 1721 verstarb Watteau. Wenige Jahr später ließ der Tuchfabrikant Jean de Jullienne in einem beispiellosen Akt nicht nur die von ihm gesammelten Zeichnungen, sondern auch die Gemälde Watteaus in mehreren Bänden stechen und publizieren: Die vier Bände des „Recueil Jullienne“ erschienen zwischen 1726 und 1728 die Kupferstiche nach Zeichnungen und im Jahr 1735 jene nach den Gemälden.[4]Antoine Watteau et l’art de l’estampe: recueils Jullienne (Ausstellung im Louvre 2010) Als Titelblatt wurde von dem Kupferstecher Nicolas-Henri Tardieu ein Doppelporträt der Freunde entworfen, das Watteau mit seinen Malutensilien und Jullienne mit einem Cello, in der Lichtung eines Waldes darstellt. Im Hintergrund ist die Rückenansicht einer weiblichen Skulptur zu sehen, die jenen gleicht, die Watteau für seine fêtes galantes verwendet hatte. Mittels der Gestaltung der Landschaft und des Details der Statue zitierte Tardieu die Motive Watteaus, dessen Œuvre bereits einige Jahre nach seinem Tod durch die Edition des „Recueil Jullienne“ gewürdigt und auf vorbildhafte Weise verbreitete wurde.

 

 

Die Einschiffung nach Kythera

Mehrere Male hatte Watteau die Einreichung seines Aufnahmestückes in der Akademie hinausgezögert. Am 28. August 1717 vermerkte der Sekretär der Akademie die Aufnahme des Malers in die Institution:

„Sieur Antoine Watteau, Maler von Valenciennes […] hat das genannte Bild gebracht, das bei ihm bestellt worden ist und le pélerinage à Lisle de Citere darstellt […] “[5]Zitiert nach Jutta Held, Einschiffung nach Kythera. Versöhnung von Leidenschaft und Vernunft, Frankfurt 1985, S. 12. (Auf dem Dokument findet sich der Titel des Gemäldes durchgestrichen und ersetzt durch die Worte „une fête galante“.)

 

Watteau, der das Thema des Aufnahmestückes selbst wählen konnte, widmete sich der sagenumwobenen Insel der Venus nicht das erste Mal. Bereits um 1710 beschäftigte er sich mit der Insel der Venus, Kythera (franz. Cythère). Dieses Gemälde „Die Einschiffung nach Kythera“ (um 1709–1712, Städel) stellt eine Gesellschaft von Damen und Herren in einer Landschaft dar. Die Gruppe hat sich am Ufer eines Gewässers eingefunden, um mittels eines von Putti begleiteten Bootes auf das Eiland der Liebesgöttin zu gelangen. Ebendieser Moment wurde von Watteau auch für das Aufnahmestück, das sich heute in Paris befindet, gewählt, wobei er in der späteren Fassung die Figuren bewegter darstellte. Die dritte Version, die vermutlich um 1719 für Jean de Jullienne geschaffen und 1763 von Friedrich II. im Rahmen einer Versteigerung in Den Haag erworben wurde, ist heute in Berlin zu sehen. In dieser Version steigerte Watteau die Bewegung der Figuren und Gewänder und setzte den Pinselstrich duftig und weich.

 

 

Mit der Darstellung der pilgernden Liebespaare auf der Reise zu dem Heiligtum der Göttin Venus streifte Watteau das Thema der Mythologie und inszenierte gleichzeitig einen zeitgemäßen Sehnsuchtsort: Elegante Erscheinungen vermitteln subtil die innere Bewegung und zart werden die gegenseitigen Zuwendungen angedeutet. Die Darstellung der Liebe fand bei Watteau ihre Begleitung durch die Zärtlichkeit.

 

Von der Insel der Venus zur fête galante

Die Epoche des Rokoko gilt als Zeitalter der Schönheit, der Weiblichkeit und der Galanterien. Der Verwendung dieses Begriffes durch den Sekretär der Akademie setzt voraus, dass eine „galante Feier“ – „une feste galante“ – ein bekannter Terminus war und eine besondere Gegebenheit beschrieb. Im Fall des Gemäldes von Watteau war dies die Darstellung einer anmutigen und eleganten Gesellschaft in der Natur unter der Schirmherrschaft der Liebesgöttin. Bereits im Mittelalter und in der Renaissance waren die Minne, die Huldigung und die Verehrung der Frauen bedeutende Themen der Literatur und der Kunst. Auch war die Sehnsucht nach dem „Pays du Tendre“, nach einem arkadischen und idyllischen Ort in der Natur, der unbeschwert aufgesucht werden konnte, ein Leitmotiv der Poesie und der Malerei. Die Begegnungen von Dame und Kavalier sollten in Höflichkeit und Anstand – „politesse et civilité“ – stattfinden. Watteau waren diese Motive bekannt, nicht nur sein Freundeskreis spiegelte die Hinwendung zum Schönen durch die Leidenschaft für die Kunst wider. Er kopierte die Werke der Leidener Feinmaler wie Gerard Dou (1613–1675), betrachtete die Werke des flämischen Barock von Peter Paul Rubens und studierte die Zeichnungen der venezianischen Meister der Renaissance. Ausgehend von einem feinen Sensorium für Stimmungen gelang es Watteau, das Gesehene vergangener Epochen zu empfindsamen Szenerien seiner Zeit zu wandeln. Hatte bereits Rubens die Liebespaare seiner Kompositionen ungezwungen bewegt in die Natur eingebettet und Tizian sein ländliches Konzert durch rätselhafte Kontraste inszeniert, so erschuf Watteau nach seinen Vorstellungen eine Welt zärtlicher Zwischenmenschlichkeit.

 

 

In seinen galanten Gemälden erzielte er besondere Effekte durch einen sinnlich-weichen Pinselstrich, in den vorbereitenden Zeichnungen setzte er die Kreide modellierend ein: Das Sujet der Darstellungen ging mit der technischen Umsetzung Hand in Hand. Watteaus fêtes galantes waren von charmanten Inhalten und wurden ebenso feinfühlig auf die Leinwand und das Papier gebracht. Das unbeschwerte Vergnügen auf dem Lande, fernab des Alltäglichen, erwies sich als überaus beliebtes Sujet. Durch die Zeichnungen der Reisenden der persischen Gesandtschaft, die sich 1715 in Paris aufhielten, die Soldatenszenen und die Studien der armen Bevölkerungsschichten, der Savoyarden, wird deutlich, dass sich Watteau auch für diese Motive interessierte.

 

 

Theater und Komödianten – Antoine Watteau und die Welt des Theaters

 

„Alles ist Spiel, gespielt von Schauspielern, geworden. […] Nicht mehr ein Welttheater, sondern eine Theaterwelt ist Grund der Kunst…“[6]Hermann Bauer, Rocaille. Zur Herkunft und zum Wesen eines Ornament-Motivs, Berlin 1962, S. 75.

 

Die Versailler Gartenfeste, die ab den 1660er Jahren stattfanden und unter Ludwig XIV. einen bedeutenden Teil der höfischen Feierlichkeiten darstellten, waren über die Landesgrenzen Frankreichs berühmt. Die Theateraufführungen und das Musizieren waren wesentliche Elemente dieser Feste.

 

 

Zeichneten die Galanterien Watteaus jene Szenerien nach, die der Vorstellung von sinnlichen und zärtlichen Begegnungen entsprachen, so erweiterte er diese in einer Gruppe von Werken durch Figuren der Theaterwelt. Bereits in der Werkstatt seines ersten Lehrers, Claude Gillot, erlebte er die Charaktere der Commedia dell´Arte als Möglichkeit, um humorvoll und spielerisch Kritik an der höfischen Gesellschaft zu üben. Das Hofleben glich den Inszenierungen und das Theater war eine wesentliche Form der Unterhaltung, nicht ausschließlich für den König und die Höflinge, sondern auch für die Bevölkerung, die sich auf den Märkten an dem Spiel erfreuten.

Watteau ließ diese Inspirationen in sein Werk einfließen, indem er die verkleideten Komödianten in seine Kompositionen integrierte, ohne dabei den Sarkasmus und die Ironie seines Lehrers einzubringen. Seine Schauspieler fungierten als ruhige, musizierende oder tanzende Figuren, die durch ihre Kleidung und Instrumente die galanten Gesellschaften bereicherten. Sie wurden durch Watteau zu charmanten und dekorativen Bereicherungen der Kompositionen. Galt die französische Komödie als dem höfischen Zeremoniell entsprechend, so wurde das italienische Theater, die „Commedia dell´Arte“ als natürlich und volkstümlich bezeichnet. Diese Truppe musste 1697 Paris verlassen, da sie Madame de Montespan, die damalige Geliebte von Ludwig XIV. beleidigt hatte und kehrte erst nach dem Tod des Königs zurück. Sie hatte ihren Ursprung in Venedig, spielte Stegreif und die Aufführungen fanden auf Jahrmärkten statt. Bereits Jacques Callot (1592–1635) hatte Stiche mit Motiven des Theaters angefertigt, die sich großer Beliebtheit erfreuten. Watteau setzte sich mit beiden Stilen der Theaterkunst in seinen Gemälden auseinander wobei er sich der Figur des Pierrot besonders widmete. 1712 schuf er das Gemälde „Ley Jaloux“, das durch einen Stich im „Recueil Jullienne“ überliefert blieb und führte darin den Pierrot als Motiv in die fête galante ein.

In den beiden Gemälden „Die französische Komödie“ und „Die italienische Komödie“ wurden die Varianten der Schauspielkunst sorgfältig inszeniert, dem Pierrot widmete Watteau schließlich ein lebensgroßes Gemälde, „Gille“.

 

 

Das Ladenschild des Kunsthändlers Gersaint

 

„Der Erfolg des Gemäldes ist bekannt, das Ganze war nach dem Leben gemacht; die Posen […] waren so wahrheitsgetreu und so natürlich; die Anordnung so ungezwungen…[…]“[7]Zitiert aus dem Ausstellungskatalog Antoine Watteau 1984, S. 447. (Edme-François Gersaint)

 

Neben Watteaus „Gille“ war ein weiteres Gemälde hinsichtlich der Größe des Formats (166 x 366 cm) eine Ausnahme: „L´Enseigne“, auf Deutsch das „Ladenschild des Kunsthändlers Gersaint“, für den Bereich über dem Eingang des Geschäfts seines Freundes Edme-François Gersaint auf dem Pont Notre-Dame aus dem Jahr 1721. Die Umstände der Entstehung wurden von diesem ebenso überliefert, wie die Tatsache, dass das in Paris sehr bewunderte Werk lediglich zwei Wochen an Ort und Stelle zu sehen war. Das Gemälde wechselte kurz danach die Besitzer, wurde schließlich 1744 von Friedrich dem Großen angekauft, weshalb es sich heute in Berlin befindet. Friedrich der Große hatte eine besondere Vorliebe für französische Rokoko-Malerei im Allgemeinen und die Kunst Watteaus im Besonderen und konnte über zwanzig Gemälde erwerben.[8]Auch Gemälde der Künstler Nicolas Lancret und Jean-Baptiste Pater befinden sich bis heute in der ehemals königlichen Sammlung.

 

 

Das „Ladenschild“ überlieferte den Einblick in die Verkaufsräume des Kunsthändlers und war damit eine der wenigen tagesaktuellen Szenen, die Watteau hinterließ. Er hielt das Auspacken, Arrangieren und Begutachten der Gemälde in Gersaints Laden fest, gruppierte potentielle Käufer, Verkäufer und Diener vor den Wänden eines offenen Raumes, die völlig mit Bildern bedeckt waren. Watteau zeigt hier marchand merciers [Kunstexperten in Form von Händler-Sammlern], die mit ihrer Kundschaft über die angebotene Ware zu konversieren verstanden. Eine weibliche Rückenfigur, die die Stufe vom Gehsteig in das Geschäftslokal nimmt, führt den Blick des Betrachters in das Geschehen ein. Das Motiv und auch die Tatsache, dass das Gemälde aus unerfindlichen Gründen in zwei Hälften geschnitten wurde, regte die Forschung zu verschiedenen Mutmaßungen an. Auch zu diesem Gemälde, einem der letzten von Watteau geschaffenen Werke, hinterließ der Künstler keine Erklärung. Als Ladenschild gibt es jedoch nicht nur einen Blick in den Verkaufsraum frei, sondern zeigt auch den angemessenen, weil „kultivierten“ Umgang mit Kunst.[9]Malcolm Baker, Räume für Kunst, in: Dumont Geschichte der Kunst, Oxford 2000, S. 289.

 

 

Biographie von Antoine Watteau (1684–1721)

Am 10. Oktober 1684 wurde Jean-Antoine Watteau in Valenciennes getauft. Sein Vater Jean Philippe Watteau (1660-1720) war Dachdecker und mit Michèle Lardenois (1653–1727) verehelicht. Antoine Watteau war weder verheiratet, noch hatte er Kinder.
1694/1695 Watteau trat vermutlich bei dem Maler Jacques-Albert Gérin in die Werkstatt ein.
1702 Watteau kam in Paris an, die Umstände des Umzuges sind bislang unbekannt. Er kopierte im Auftrag von Kunsthändlern niederländische und holländische Gemälde, darunter auch Werke mit religiösen Motiven.
Um 1703/1705 Watteau trat in die Werkstatt des Malers Claude Gillot (1673–1722) ein.
Um 1707/1708 Watteau wechselte in das Atelier von Claude III Audran (1658–1734), der als Ausstatter und Dekorateur tätig war. Als Kurator (Concierge) der königlichen Gemäldesammlung wohnte und arbeitete er im Palais du Luxembourg. Audran ermöglichte Watteau, die in der Galerie des Palais befindlichen Werke, unter anderem den von Peter Paul Rubens (1577–1640) geschaffenen Zyklus über das Leben der Maria de Medici (1575–1642), Gemahlin des französischen Königs Heinrich IV. (1589–1610) zu studieren.
1709 Watteau wurde zu einem Wettbewerb der „Académie Royale de Peinture et de Sculpture“ zugelassen und gewann den 2. Preis.
1710 In der Folge ging er zurück nach Valenciennes, das zu dieser Zeit Schauplatz des Spanischen Erbfolgekrieges (1710–1714) war. Er lernte den Kunsthändler Pierre Sirois (1665–1726) kennen, der von Watteau ein Gemälde mit Soldatenszenen erwarb und schuf für diesen ein weiteres Werk dieses Sujets.
1711/1712 Watteau kehrte nach Paris zurück und bewarb sich um die Aufnahme in die Akademie, indem er einige seiner Gemälde vorlegte. Darunter befand sich des Werk „Les Jaloux“, das nur mehr durch Stiche überliefert ist. Watteaus Kunst fand Interesse, er wurde als „Agrée“ aufgenommen und aufgefordert, ein Aufnahmestück („Morceau de Réception“) zu malen, dessen Thema er selbst wählen konnte.
1715 wurde Watteau von der Akademie aufgefordert, das Aufnahmestück einzureichen. Er wurde in seiner Wohnung am Quai de Conti von dem schwedischen Diplomaten Carl Gustav Graf Tessin (1695–1770) besucht und erhielt von ihm leihweise eine Zeichnung von Anthonis van Dyck, die er kopierte.
1715/1716 Watteau lernte den Bankier und Sammler Pierre Crozat (1661/65–1740) kennen und wurde von ihm mit Gemälden beauftragt. Crozat ermöglichte Watteau die Bekanntschaft mit dem venezianischen Maler Sebastiano Ricci (1659–1734), der zu dieser Zeit in Paris weilte.
1716 Watteau erhielt den Auftrag von Pierre Crozat, vier Gemälde mit den Jahreszeiten für sein Pariser Wohnhaus zu malen.
1717 Watteau wurde mit dem Gemälde „Die Pilgerfahrt zur Insel Kythera“ offiziell in die Akademie aufgenommen. Das Motiv des Gemäldes wurde von dem Sekretär im Protokoll als „Fête Galante“ bezeichnet. Watteau war im Haus von Pierre Crozat wohnhaft, später, 1718, wohnte er gemeinsam mit dem Maler Nicolas Vleughels (1668–1737).
1719 Watteau reiste nach London, der Grund dafür ist bislang nicht bekannt. Er erkrankte an Schwindsucht. Für den Londoner Arzt Dr. Richard Mead (1673–1754) schuf er zwei Gemälde, darunter die „Italienischen Komödianten“.
1720/1721 Watteau reiste nach Paris zurück und machte über Pierre Crozat die Bekanntschaft mit der venezianischen Malerin Rosalba Carriera (1675–1757), die bei diesem wohnte. Carriera fertigte ein Porträt von Watteau an. Für den Kunsthändler Edme-François Gersaint (1694–1750) schuf Watteau ein Firmenschild für seinen Verkaufsladen auf dem Pont Notre-Dame und nahm Logis bei ihm.
1721 Pierre Crozat beauftragte Watteau, Zeichnungen nach Gemälden in den Sammlungen des Regenten, Philippe II. Duc d´Orléans (1674–1723), anzufertigen.
Watteau zog im Frühling nach Nogent-sur-Marne bei Paris zurück und nahm Jean-Baptiste Pater (1695–1736) als Schüler auf. Am 18. Juli dieses Jahres verstarb Antoine Watteau im Alter von 37 Jahren.
1726/1728 Der Tuchfabrikant und Kunstsammler Jean de Julienne (1686–1766) gab zwei Bände der „Figure de différents caractères“ heraus. 350 Radierungen führten die Zeichenkunst von Watteau vor Augen, etwa 100 davon schuf François Boucher (1703–1770).
1735 Zwei weitere Bände des „Recueil Jullienne“ erschienen mit Reproduktionen nach 270 Gemälden von Watteau.

 

 

Antoine Watteau: Bilder

  • Antoine Watteau, Jahrmarkt mit Komödianten, um 1708, Öl auf Leinwand, 64,7 x 91,3 cm (Potsdam, Schloss Sanssouci)
  • Antoine Watteau, Ländlicher Tanz, um 1706–1710, Öl auf Leinwand, 50 x 60 cm (Museum of Art, Indianapolis)
  • Antoine Watteau, Der Biwak, 1710, Öl auf Leinwand, 32 x 45 cm (Moskau, Puschkin Museum)
  • Antoine Watteau, Die Rast, um 1710, Öl auf Leinwand, 32 x 42 cm (oval) (Madrid, Sammlung Thyssen-Bornemisza)
  • Antoine Watteau, Der Marsch, um 1710, Öl auf Leinwand, 32,3 x 30,6 cm (New York, City Art Gallery)
  • Antoine Watteau, Die Wahrsagerin, um 1710, Öl auf Holz, 37 x 28 cm (San Francisco, Museum of Fine Arts, Roscoe and Margaret Oakes Collection, Inv.-Nr. 68.4)
  • Antoine Watteau, L’Embarquement pour Cythère [Die Einschiffung nach Kythera], um 1709–1712, Öl auf Leinwand, 43,1 x 53,3 cm (Frankfurt am Main, Städel)
  • Antoine Watteau, Der Brautzug, um 1712, Öl auf Leinwand, 65 x 92 cm (Potsdam, Schloss Sanssouci)
  • Antoine Watteau, Strapazen des Krieges, um 1713, Öl auf Kupfer, 21,5 x 33 cm (St. Petersburg, Staatliche Eremitage)
  • Antoine Watteau, Zerstreuungen des Krieges, um 1713, Öl auf Kupfer, 21,5 x 33 cm (St. Petersburg, Staatliche Eremitage)
  • Antoine Watteau, Partie zu Viert, um 1713, Öl auf Leinwand, 49,5 x 63 cm (San Francisco, Museum of Fine Arts, Museum purchase, Mildred Anna Williams Collection)
  • Antoine Watteau, Der Heiratsvertrag, um 1713, Öl auf Leinwand, 47 x 55 cm (Madrid, Museo del Prado)
  • Antoine Watteau, Die Träumerin, um 1714, Öl auf Holz, 23,2 x 17 cm (Chicago, The Art Institute of Chicago, Mr. and Mrs. Lewis Larned Coburn Memorial Collection, 1960.305)
  • Antoine Watteau, Versammlung beim Neptunbrunnen, um 1714, Öl auf Leinwand, 48 x 56 cm (Madrid, Museo del Prado)
  • Antoine Watteau, Die französische Komödie, um 1714, Öl auf Leinwand, 37 x 48 cm (Berlin, Gemäldegalerie)
  • Antoine Watteau, Ländliche Freuden, um 1715, Öl auf Holz, 31 x 44 cm (Chantilly, Musée Condé)
  • Antoine Watteau, Ein beschämender Vorschlag, um 1715/16, Öl, 65 x 84,5 cm (St. Petersburg, Staatliche Eremitage)
  • Antoine Watteau, Der Liebesunterricht, um 1716, Öl auf Holz, 43,8 x 60,9 cm (Stockholm, Nationalmuseum)
  • Antoine Watteau, Das Konzert, um 1716, Öl auf Leinwand, 66 x 91 cm (Potsdam, Schloss Sansscouci)
  • Antoine Watteau, Der Indiskrete, um 1716, Öl auf Leinwand, 55 x 66 cm (Rotterdam, Museum Boijmans van Beunigen)
  • Antoine Watteau, Flusslandschaft, um 1716, Öl auf Leinwand, 70 x 106 cm (St. Petersburg, Eremitage)
  • Antoine Watteau, Das Liebeslied, um 1717, Öl auf Leinwand, 51,3 x 59,4 cm (London, The National Gallery of Art)
  • Antoine Watteau, Landschaft mit Ziege, um 1717, Öl auf Holz, 26,5 x 18,5 cm (Paris, Musée du Louvre)
  • Antoine Watteau, Ballfreuden, um 1717, Öl auf Leinwand, 52,6 x 65,4 cm (London, Dulwich Picture Gallery)
  • Antoine Watteau, Der Sommer (Ceres), um 1717, Öl auf Leinwand, 142 x 115,7 cm (oval) (Washington, National Gallery of Art, Samuel H. Kress Collection, 1961.9.50)
  • Antoine Watteau, Die italienische Komödie, um 1717, Öl auf Leinwand, 37 x 48 cm (Berlin, Gemäldegalerie)
  • Antoine Watteau, Der Serenadenspieler, um 1717, Öl auf Leinwand, 24 x 17 cm (Chantilly, Musée Condé)
  • Antoine Watteau, Der Gleichgültige, um 1717, Öl auf Eichenholz, 25,5 x 18,7 cm (Paris, Musée du Louvre)
  • Antoine Watteau, Die Schlaue, um 1717, Öl auf Eichenholz, 25,3 x 18,9 cm (Paris, Musée du Louvre)
  • Antoine Watteau, Pilgerzug zur Insel Kythera, 1717, Öl auf Leinwand, 129 x 194 cm (Paris, Musée du Louvre)
  • Antoine Watteau, Die italienische Serenade, um 1718, Öl auf Kastanienholz, 33,5 x 27 cm (Stockholm, Nationalmuseum)
  • Antoine Watteau, Die Koketten, um 1718, Öl auf Holz, 20,2 x 25 cm (St. Petersburg, Staatliche Eremitage)
  • Antoine Watteau, Pierrot, genannt Gilles, um 1718, Öl auf Leinwand, 184,5 x 149,5 cm (Paris, Musée du Louvre)
  • Antoine Watteau, Die Toilette, um 1718, Öl auf Leinwand, 44 x 37 cm (oval) (London, The Wallace Collection)
  • Antoine Watteau, Die Freuden des Lebens, um 1718, Öl auf Leinwand, 65 x 93 cm (London, The Wallace Collection)
  • Antoine Watteau, Die venezianischen Feste, um 1718, Öl auf Leinwand, 56 x 46 cm (Edinburgh, National Gallery of Scotland)
  • Antoine Watteau, Gesellschaft in einem Park, um 1718, Öl auf Walnussholz, 32,4 x 46,4 cm (Paris, Musée du Louvre)
  • Antoine Watteau, Die Perspektive, um 1718, Öl auf Leinwand, 46,7 x 55,3 cm (Boston, Museum of Fine Arts)
  • Antoine Watteau, Die Liebe auf dem Lande, um 1718, Öl auf Leinwand, 56 x 81 cm (Berlin, Schloss Charlottenburg)
  • Antoine Watteau, Glückliches Alter, goldenes Alter, um 1718, Öl auf Holz, 20,7 x 23,7 cm (Fort Worth, Kimbell Art Museum)
  • Antoine Watteau, Sous un habit de Mezetin [Im Gewand des Mezzetin], um 1717–1719, Öl auf Holz, 27,7 x 21 cm (London, The Wallace Collection)
  • Antoine Watteau, Quadrille, 1716–1719, Öl auf Leinwand, 44.5 x 54.6 cm (San Francisco, Museum of Fine Arts, Gift of Mrs. Clarence Sterling Postley)
  • Antoine Watteau, La Surprise [Die Überraschung. Ein sich umarmendes Paar und ein Gitarre spielender Mezzetin], 1718/19, Öl auf Holz, 36.3 x 28.2 cm (Privatsammlung)
  • Antoine Watteau, Die Musikstunde, um 1719, Öl auf Holz, 18 x 13 cm (London, The Wallace Collection)
  • Antoine Watteau, Der Fehltritt, um 1719, Öl auf Leinwand, 40 x 31,5 cm (Paris, Musée du Louvre)
  • Antoine Watteau, Das Liebesfest, um 1719, Öl auf Leinwand, 61 x 75 cm (Dresden, Gemäldegalerie Alter Meister)
  • Antoine Watteau, Gesellige Unterhaltung im Freien, um 1719, Öl auf Leinwand, 60 x 75 cm (Dresden, Gemäldegalerie Alter Meister)
  • Antoine Watteau, Die Elysischen Gefilde, um 1719, Öl auf Leinwand, 33 x 43 cm, London (The Wallace Collection)
  • Antoine Watteau, Jupiter und Antiope, um 1719, Öl auf Leinwand, 73 x 107,5 cm (oval) (Paris, Musée du Louvre)
  • Antoine Watteau, Die Einschiffung nach Kythera, um 1719, 129 x 194 cm (Berlin, Schloss Charlottenburg)
  • Antoine Watteau, Die Hirten, um 1719, Öl auf Leinwand, 56 x 81 cm (Berlin, Schloss Charlottenburg)
  • Antoine Watteau, Die Schmollende, um 1719, Öl auf Leinwand, 42 x 34 cm (St. Petersburg, Eremitage)
  • Antoine Watteau, Der ängstliche Liebhaber, um 1719, Öl auf Leinwand, 41 x 32 cm (Madrid, Palacio Real)
  • Antoine Watteau, Gilles, um 1718–1720, Öl auf Leinwand, 184,5 x 149,5 cm (Musée du Louvre, Paris)
  • Antoine Watteau, Der Tanz, um 1719/20, Öl auf Leinwand, 97 x 116 cm (Berlin, Gemäldegalerie)
  • Antoine Watteau, Französische Komödianten, um 1720, Öl auf Leinwand, 57,2 x 73 cm (New York, The Metropolitan Museum of Art, The Jules Bache Collection, 1949)
  • Antoine Watteau, Im Mezzetin-Kostüm, um 1720/21, Öl auf Holz, 28 x 21 cm (London, The Wallace Collection)
  • Antoine Watteau, Treffpunkt bei der Jagd, um 1720, 124 x 187 cm (London, The Wallace Collection)
  • Antoine Watteau, Italienische Komödianten, um 1720, Öl auf Leinwand, 63,8 x 76,2 cm (Washington, National Gallery, Samuel H. Kress Collection, 1946.7.9)
  • Antoine Watteau, Ländliche Vergnügungen, um 1720, Öl auf Leinwand, 125 x 188 cm (London, The Wallace Collection)
  • Antoine Watteau, Savoyarde mit Murmeltier, um 1720, Öl auf Leinwand, 40,5 x 32,5 cm (St. Petersburg, Eremitage)
  • Antoine Watteau, Mezzetin, um 1720, Öl auf Leinwand, 55,2 x 43,2 cm (New York, The Metropolitan Museum of Art, Munsey Fund, 1934)
  • Antoine Watteau, Belustigung im Freien, 1720/21, Öl auf Leinwand, 78,5 x 95,5 cm (Potsdam, Schloss Sanssouci)
  • Antoine Watteau, Urteil des Paris, um 1720/21, Öl auf Eichenholz, 47 x 30,7 cm (Paris, Musée du Louvre)
  • Antoine Watteau und Jean-Baptiste Pater, Fête champêtre, 1718/21, Öl auf Holz, 48.6 x 64.5 cm (The Art Institute of Chicago, Max and Leola Epstein Collection, 1954.295)
  • Antoine Watteau, Diana im Bad, um 1721, Öl auf Leinwand, 80 x 101 cm (Paris, Musée du Louvre)
  • Antoine Watteau, Gesellschaft im Freien, um 1721, Öl auf Leinwand, 111 x 163 cm (Berlin, Gemäldegalerie, Foto Jörg P. Anders)
  • Antoine Watteau, Ruhe auf der Flucht nach Ägypten, um 1721, Öl auf Leinwand, 129 x 97,2 cm (St. Petersburg, Eremitage)
  • Antoine Watteau, Das Ladenschild des Kunsthändlers Gersaint, 1721, Öl auf Leinwand, 166 x 306 cm (Berlin, Schloss Charlottenburg)
  • Rosalba Carriera, Porträt Antoine Watteau, 1721, Pastell auf Papier, 55 × 43 cm (Museo Civico Luigi Bailo, Treviso)
  • Pierre Alexandre Aveline nach Antoine Watteau, Das Ladenschild des Kunsthändlers Gersaint, um 1732, Radierung, 58,7 x 86,5 cm (St. Petersburg, Eremitage)
  • Nicolas Henry Tardieu nach Antoine Watteau, Porträts von Jullienne und Watteau im Garten, Violoncello spielend, 1731, Radierung mit Kupferstich, 43 × 31.1 cm (New York, The Metropolitan Museum of Art, Gift of Georgiana W. Sargent, in memory of John Osborne Sargent, 1924)

 

Literatur zu Watteau (Auswahl)

  • Michiel Plomp, Martin Sonnabend (Hg.), Watteau. Der Zeichner (Ausst.-kat. Städel Museum, Frankfurt 19. Oktober 2016 bis 15. Jänner 2017 und Teylers Museum, Haarlem 1. Februar bis 14. Mai 2017), München 2016.
  • Louis-Antoine Prat, Pierre Rosenberg (Hg.), Watteau – the drawings (Ausst.-kat. London, Royal Academy of Arts, 12. März 2011 – 5. Juni 2011), London 2011.
  • Mary D. Sheriff (Hg.), Antoine Watteau, Perspectives on the Artist and the Culture of his time, Newark, Del. 2006.
  • Louis-Antoine Prat, Pierre Rosenberg (Hg.), Jean-Antoine Watteau 1684–1721. Catalogue raisonné des dessins (3 Bände), Paris 1996.
  • Hermann Bauer, Hans Sedlmayr, Rokoko. Struktur und Wesen einer europäischen Epoche, Köln 1991.
  • Jutta Held, Antoine Watteau. Einschiffung nach Kythera – Versöhnung von Leidenschaft und Vernunft, Frankfurt 1985.
  • Margaret Morgan Grasselli, Pierre Rosenberg (Hg.), Watteau 1684-1721 (Ausst.-kat. National Gallery of Art, Washington 17. Juni – 23. September 1984, Galeries nationales du Grand Palais, Paris 23. Oktober 1984 – 28. Januar 1985 und Schloss Charlottenburg, Berlin 23. Februar 1985 – 27. Mai 1985), Berlin 1985.
  • Hildegard Bauereisen (Hg.), Jean Antoine Watteau. Einschiffung nach Cythera (Ausst.-kat. Städtische Galerie im Städelschen Kunstinstitut, Frankfurt am Main, 4. September – 10. Oktober 1982), Frankfurt 1982.
  • Peter Hirschfeld, Die Gesellschaft und Watteau. Das Ladenschild für Edme-François Gersaint, in: Peter Hirschfeld, Mäzene. Die Rolle des Auftraggebers in der Kunst, München 1968, S. 204–214.
  • René Huyghe, Watteau und seine Welt, Paris 1968.
  • Mussia Eisenstadt, Watteaus Fêtes Galantes und ihre Ursprünge, Berlin 1930.

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1. Zitiert nach Hermann Bauer, Hans Sedlmayr, Rokoko. Struktur und Wesen einer europäischen Epoche, Köln 1991, S. 12–13.
2. Zitiert nach Pierre Champion, Notes critiques sur les vies anciennes D´Antoine Watteau, Paris 1921, S. 64.
3. Siehe das Digitalisat zu dessen einflussreicher Schrift „Nouveaux sujets de peinture et de sculpture“ (Paris 1755).
4. Antoine Watteau et l’art de l’estampe: recueils Jullienne (Ausstellung im Louvre 2010)
5. Zitiert nach Jutta Held, Einschiffung nach Kythera. Versöhnung von Leidenschaft und Vernunft, Frankfurt 1985, S. 12.
6. Hermann Bauer, Rocaille. Zur Herkunft und zum Wesen eines Ornament-Motivs, Berlin 1962, S. 75.
7. Zitiert aus dem Ausstellungskatalog Antoine Watteau 1984, S. 447.
8. Auch Gemälde der Künstler Nicolas Lancret und Jean-Baptiste Pater befinden sich bis heute in der ehemals königlichen Sammlung.
9. Malcolm Baker, Räume für Kunst, in: Dumont Geschichte der Kunst, Oxford 2000, S. 289.