Biennalen | documenta

Das Who is Who der zeitgenössischen Kunst findet man kompakt in großangelegten Biennalen und der documenta in Kassel präsentiert. Als 1895 mit der „L’Esposizione Internazionale d’Arte, La Biennale di Venezia” die erste Biennale von Venedig eröffnet wurde, beerbte sie die jährlichen Salon-Ausstellungen in Paris und die Weltausstellungen gleichermaßen. Das Konzept, internationale zeitgenössische Kunst an einem Ort zu präsentieren, hat in den letzten Jahren einen weltweiten Boom erfahren. Inzwischen werden etwa 200 Biennalen weltweit organisiert.

ARTinWORDS berichtet seit einigen Jahren über die – aus deutscher und österreichischer Perspektive – wichtigsten Events für zeitgenössische Kunst: der Biennale von Venedig, der documenta, der europäischen Biennale Manifesta, den Skulptur Projekten Münster, dem Monat der Fotografie (Standort Wien) und der jungen Vienna Biennale.

 

Biennale von Venedig (Biennale di Venezia)

Biennale von Venedig

Hier findest du die aktuellsten Beiträge, für ältere Texte folge dem Link.

11. Mai 2017
Brigitte Kowanz & Erwin Wurm | Biennale 2017

Brigitte Kowanz & Erwin Wurm | Biennale 2017 Licht und Körper in Venedig

Bereits im Vorfeld warf die Entscheidung von Christa Steinle, Brigitte Kowanz und Erwin Wurm gemeinsam für die Biennale 2017 zu nominieren, Fragen auf. Zu unterschiedlich – ästhetisch wie inhaltlich – wären die beiden Positionen. Schwierig zu realisieren im ohnedies für ein Display herausfordernden Österreich Pavillon.
10. Februar 2017
Biennale von Venedig 2017

Biennale von Venedig 2017: Künstlerinnen und Künstler ARTE VIVA ARTE

Künstlerinnen und Künstler von ARTE VIVA ARTE, der von Christine Macel kuratierten Ausstellung der 57. Biennale von Venedig: ein Konzept mit neun "Transnationalen Pavillons" viel Mystik, Schamanismus, Büchern und - hoffentlich - Lebensfreude!
24. Januar 2016
Christine Macel © Biennale von Venedig.

Christine Macel künstlerische Leiterin der Biennale von Venedig 2017

Die 57. Biennale von Venedig wird vom 13. Mai bis zum 26. November 2017 stattfinden. Zur künstlerischen Leiterin wurde jüngst die Französin Christine Macel (* 1969) gewählt. Die seit 2000 als Chefkuratorin am Musée national d’art moderne – Centre Pompidou tätige Pariserin hat in den vergangenen Jahren den belgischen (2007) und den französischen (2013) Pavillon auf der Biennale ausgerichtet.
7. Juli 2015
Okwui Enwezor

56. Biennale von Venedig All the World’s Future: Künstler & Künstlerinnen Liste und wichtige Werke

Goldener Löwe für das Lebenswerk geht an El Anatsui (* 1944 Anyako/Ghana; Bildhauer) Alle 139 Teilnehmende Künstler_innen aus 53 Ländern.
7. Juli 2015
Okwui Enwezor

Venedig 2015 All the World’s Future – Die Nationenpavillons

ALBANIEN: Albanian Trilogy: A Series of Devious Stratagems – Armando Lulaj (Arsenale) ANDORRA: Inner Landscapes – Roqué, Joan Xandri (Spiazzi, Castello 3865) ANGOLA: On Ways of Travelling – António Ole, Binelde Hyrcan, Délio Jasse, Francisco Vidal, Nelo Teixeira (Conservatorio Benedetto Marcello - Palazzo Pisani, San Marco 2810)
5. Juli 2013
Maria Lassnig (* 1919), Mutter Natur, 1999, Installationsfoto: Alexandra Matzner.

Maria Lassnig & Marisa Merz – Goldene Löwen 2013 55. Biennale von Venedig

Maria Lassnig (* 1919) und Marisa Merz (* 1931) wurden heuer mit den „Goldenen Löwen“ für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Damit ehrt Massimiliano Gioni zwei Grandes Dames der österreichischen und italienischen Nachkriegskunst, die beide erst spät in ihren Karrieren internationale Aufmerksamkeit geschenkt bekommen haben. Beide Künstlerinnen sind in der Schau „Il Palazzo Enciclopedico“ im Zentralen Pavillon in den Giardini in einem gemeinsamen Saal ausgestellt.

documenta

Documenta

9. Juni 2012
Janet Cardiff & George Bures Miller, Alter Bahnhof - Video Walk, 2012, dOCUMENTA (13) 2012, Foto: Alexandra Matzner.

dOCUMENTA (13): „Realität“ und ihre mediale Vermittlung Das war die dOCUMENTA (13) in 12 Kapiteln: Teil 12

Was bedeutet es, etwas zu wissen, es aber nicht körperlich wahrnehmen zu können? Spielt das Wissen dann überhaupt eine Rolle? Eigentlich sind diese beiden Fragen im Begleitbuch darauf gemünzt, dass es den meisten Besucher_innen der dOCUMENTA (13) nicht möglich sein wird, die Ausstellungen in Kabul oder in Alexandria zu besuchen bzw. an der Klausur der Kuratorin mit einigen Künstlern in Baff teilzunehmen. Man könnte sie aber auch zwei Werken auf der dOCUMENTA als Motto mitgeben. Dementsprechend zwei Arbeiten zum Schluss, die zu den besten der diesjährigen dOCUMENTA gezählt werden können: William Kentridge`s neueste Filmarbeit und Janet Cardiffs & George Bures Millers Videowalk durch den Hauptbahnhof.
9. Juni 2012
Apichatpong Weerasethakul, The Importance of Telepathy, Detail, 2012, dOCUMENTA (13) 2012, Foto: Alexandra Matzner.

dOCUMENTA (13): Künstler und Schamanismus Das war die dOCUMENTA (13) in 12 Kapiteln - Teil 11

Bereits zur Eröffnung der dOCUMENTA (13) brachte CCB Tiere ins Spiel, forderte das Wahlrecht für Erdbeeren und plante auch einen Spielplatz für Hunde in die Ausstellung ein. Dass das Tier, die Beschwörung von Geistern und Natur im Allgemeinen einen hohen Stellenwert für die Auswahl hatte, konnte bereits in Teil 10 unter dem Stichwort „Ökologie“ gezeigt werden. Drei Künstler_innen – Fiona Hall, Apichatpong Weerasethakul und Issa Samb – gehen darüber noch hinaus und inszenieren eigentümliche Orte einer urtümlich kultischen Verbindung vom Menschen und seiner Umwelt.
9. Juni 2012
Song Dong, Doing Nothing Garden, dOCUMENTA (13) in der Karlsaue, Foto: Alexandra Matzner.

dOCUMENTA (13): Kunst und Ökologie Das war die dOCUMENTA (13) in 12 Kapiteln - Teil 10

CCB ließ bereits vor Eröffnung der dOCUMENTA (13) damit aufhorchen, dass sie der Umwelt einen großen Stellenwert einräumte. So manche Arbeit auf der von ihr kuratierten Großausstellung beschäftigt sich auch mit Fragen des Umweltschutzes, des biologischen Anbaus, der Artenvielfalt, dem Umgangs mit Ausrangiertem oder der Aktivierung von Un-Orten.
9. Juni 2012
Thomas Bayrle, Flugzeug, 1984, dOCUMENTA (13) 2012, Installationsfoto: Alexandra Matzner.

dOCUMENTA (13): Aktuelle Malerei – gegen Medienspezifität Das war die dOCUMENTA (13) in 12 Kapiteln - Teil 9

Dass aktuelle Malerei sich nicht mehr nur mit den Materialien Farbe und Leinwand begnügt, zeigt CCB in der dOCUMENTA-Halle. Im Zentrum dieser Präsentation stehen Zeichnungen und Gemälde von Gustav Metzger, der durch seine Abwendung vom „Tafelbild“ Ende der 50er zu einer „Gründerfigur“ aktueller Tendenzen wurde. Metzgers Arbeiten werden als wichtige junge Position Julie Mehretus (* 1970) riesige Formate gegenübergestellt. Die in New York und Berlin lebende Künstlerin arbeitet in Schichten, zeichnet präzise Architekturen im Hintergrund und überarbeitet diese mit abstrakten Zeichen, mal gestisch-expressiv mal konkret-geometrisch. ...
9. Juni 2012
Anri Sala, Clocked Perspective, Installation in der Karlsaue, Fernblick, Foto: Alexandra Matzner.

dOCUMENTA (13) Kunst und Naturwissenschaft Das war die dOCUMENTA (13) in 12 Kapiteln - Teil 8

Als einziger Österreicher vertritt der Quantenphysiker Anton Zeilinger (* 1945) die Alpenrepublik mit Versuchsanordnungen zur „Teleportation“ einzelner Photonen. Grund für die Einladung an den Naturwissenschaftler dürfte sein, dass seine Überlegungen und Experimente zu Lichtteilchen die zukünftige Definition, was Realität sein könnte, beeinflussen werden.
9. Juni 2012
Fabio Mauri, Non era nuovo, dOCUMENTA (13) 2012, Installationsfoto: Alexandra Matzner.

dOCUMENTA (13): Historische Wurzeln aktueller Kunst Das war die dOCUMENTA (13) in 12 Kapiteln - Teil 7: Giorgio Morandi, Gustav Metzger, Mauri, Salvador Dalí und Emily Carr

Bereits am Beginn der dOCUMENTA (13) wird einem der Hauptvertreter der italienischen Pittura Metafisica, Giorgio Morandi (1890-1964), Tribut gezollt. Seine Überzeugung, dass nichts abstrakter sei als die Wirklichkeit, führte zu einer Reduktion, die bereits eine Grundlage für Minimalismus und konzeptuelle Malerei darstellt.

Manifesta

Manifesta

5. April 2016
Christian Jankowski, Kurator Manifesta 11 anlässlich der Pressekonferenz am 29.9.2015 im Seebad Enge, Zürich Foto (c) Baumgartner

Künstlerliste der Manifesta 11 What People Do for Money: Some Joint Ventures

Die Künstler_innen-Liste der Manifesta 11 in Zürich ist veröffentlicht! Christian Jankowski lud 30 Künstler_innen ein, ihre Neuproduktionen gemeinsam mit Schweizer_innen unterschiedlichster Berufe zu entwickeln. In der historischen Ausstellung widmet er sich gemeinsam mit Francesca Gavin der Darstellung der Arbeitswelt und ihrer radikalen Veränderung in den letzten Jahren bzw. verspricht einen Einblick in die Kunstindustrie. Für Spannung ist gesorgt!
28. Juni 2014
Ann Veronika Janssens, Purple - Turquoise, 2014, Foto: Alexandra Matzner.

Manifesta 10 Die europäische Biennale in St. Petersburg

Die Kuratoren der 10. Manifesta in St. Petersburg (RU) haben endlich die Liste der ausstellenden Künstler_innen bekanntgegeben.In die ehrenwerten Hallen der Eremitage ziehen zwischen 28. Juni und 31. Oktober ca. 50 internationale Künstler_innen ein, die aufgefordert wurden, sich mit der Sammlung zu beschäftigen, politische und soziale Statements abzugeben oder über Aspekte der künstlerischen Entwicklung zu arbeiten. Zwei Drittel der Manifesta 10 werden im renovierten Gebäude des Generalstabs und ein Drittel im Winterpalast zu sehen sein. Teil des Konzepts ist es, alte und neue Kunst nebeneinander zu präsentieren: So übersiedelt die berühmte Matisse-Sammlung beispielsweise in das Gebäude des Generalstabs, um Marlene Dumas, Nicole Eisenman und Maria Lassnig in den sog. Matisse-Räumen im Winterpalais Platz zu machen.

Skulptur Projekte Münster

Skulptur Projekte Münster

22. Februar 2017
Skulptur Projekte Münster 2017 (Logo)

Skulptur Projekte Münster 2017: Künstlerinnen und Künstler Projekte im öffentlichen Raum zwischen Bildhauerei und performativer Kunst

Die fünfte Auflage der Skulpturen Projekte Münster 2017, kuratiert von Kaspar König, Britta Peters und Marianne Wagner, hat 35 Künstlerinnen, Künstler, Duos und Gruppen eingeladen, Kunstwerke im öffentlichen Raum zu entwickeln. Im Jahr 2017 prägen für dreineinhalb Monate 35 neue Projekte zwischen Bildhauerei und performativer Kunst das Stadtbild.

Monat der Fotografie (European Month of Photography | EMOP)

European Month of Photography (EMOP)

25. Oktober 2016
Hans-Peter Feldmann, 9/11, 2001, Detail 4, Ausstellungsansicht MUSA 2016, Foto: Alexandra Matzner.

Fotografie und Politik seit 9/11

Was haben Hans-Peter Feldmanns „9/11“ (2001) und Panos Tsagaris „Golden Newspaper“ (seit 2011), Anna Jermolaewas „120 m“ (2015/16) und Florian Rainers „Fluchtwege“ (2015) gemeinsam? Sie nutzen Fotografie als Dokumentations- und Kommunikationsmittel, dekonstruieren die Verwendung von Fotografie in Massenmedien und stellt Lebensbedingungen vieler seit 9/11 vor. Kuratorin Gunda Achleitner stellte gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen vom EMOP eine Gruppenausstellung zusammen, deren dramatischer Beginn mit dem Fall der Türme, der Wirtschaftskrise in Griechenland bis zur Flüchtlingsbewegung von 2015 reicht.
28. Oktober 2014

Fotografie – Geschichte – Erinnerung Ausstellung "Memory Lab" im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie 2014/15

„Im Versuchslabor der Erinnerung. Fotografie fordert die Geschichte heraus“ – so oder ähnlich könnte man Titel und Untertitel der Schau übersetzen. Die Herausforderung liegt aber vielleicht weniger im Medium selbst begründet als bei den Produzent_innen der Fotografien, die noch bis 21. März 2015 im MUSA ausgestellt sind. Entgegen der landläufigen Meinung, Fotografie wäre ein dokumentarisches Medium, das mit unbestechlichem Auge die Etappen der Geschichte aufzeichnet, strotzen die Fotografien, Videos und Installationen im MUSA nur so von subjektiven Blicken, persönlichen Zugängen und individuellen Recherchen zu historischen Ereignissen.
29. Oktober 2012
Dionisio Gonzalez, Comercial Santo Amaro, 160 x 450 cm, Installationsansicht, Foto: Alexandra Matzner

distURBANces Monat der Fotografie 2012

Gunda Achleitner, Kuratorin der Ausstellung „distURBANces“ im MUSA, präsentiert die wichtigsten künstlerischen Positionen der Schau. Sie haben gemeinsam, dass sie das fotografische Bild nutzen, um Parallelwelten abzulichten. Entweder sind diese wie Funparks von Menschenhand bereits realisiert, (noch) virtuelle Welten in Form von Computerspielen oder aber auch Miniaturmodellen. Sie alle spiegeln das menschliche Bedürfnis wider, in die Realität einzugreifen, sie den eigenen Vorstellungen gemäß zu überformen. Wo läuft überhaupt die Grenze zwischen Realität und Fiktion?
29. Oktober 2012
Peter Bialobrzeski, Paradise Now, #18, 2009, C-Print, 60 x 75 cm, © Peter Bialobrzeski, Courtesy: L.A. Galerie – Lothar Albrecht, Frankfurt

Wo findet sich die Realität? Interview mit Berthold Ecker und Gunda Achleitner

Berthold Ecker und Gunda Achleitner im Gespräch mit Alexandra Matzner über den Stellenwert der Fotografie, die Geschichte des Europäischen Monats der Fotografie, die Herausforderung einer internationalen Zusammenarbeit und die kommende Ausstellung „distURBANces“ im MUSA

Vienna Biennale

27. September 2017
Nilbar Güreş, Escaping Cactus, Ausstellungsansicht „ich weiß nicht. Wie die Beziehungen zwischen den Dingen wachsen“ im MAK, 2017, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS.

Marlies Wirth: „Ohne Dinge sind wir quasi nackt“ Kuratorin für Digitale Kultur am MAK über ihre Ausstellung „ich weiß nicht“

Marlies Wirth, Kuratorin Digitale Kultur sowie Kustodin Sammlung Design am MAK, erarbeitete gemeinsam mit Janina Falkner im Rahmen der Vienna Biennale 2017 die Ausstellung „ich weiß nicht. Wie die Beziehungen zwischen den Dingen wachsen“. Dafür versammelten die beiden Kuratorinnen Werke von internationalen Künstlerinnen und Künstlern einer jüngeren Generation, die das Verhältnis der Menschen zu den von ihnen geschaffenen Dingen beleuchtet. Was haben ein eingeschneites Auto, ein Papagei und Produktionsweisen der Zukunft miteinander zu tun?
30. März 2017
Vincent Fournier, Reem B #7 [Pal], Barcelona, Spain, 2010; Tintenstrahl-Fotodruck, 100 x 130 cm © Vincent Fournier, 2016

Vienna Biennale 2017. Roboter. Arbeit. Unsere Zukunft Ausstellungen und Projekte zu Robotik und kreativen Konzepten zur Arbeit der Zukunft

Viennale Biennale 2017 thematisiert grenzenlose Kommunikation zwischen Menschheit, Internet, Dingen – und macht sich Gedanken, wie diese Entwicklung die Arbeit der Zukunft verändern wird. Von Robotik fernab „herumlaufender Blechbüchsen“ (Thun-Hohenstein) bis Zukunft der Arbeit, von Klimawandel bis zur Vernetzung, aber auch Balance zwischen eigenen Ansprüchen und jenen der Gesellschaft (Ressourcenverbrauch) legt die Vienna Biennale „den Finger offensiv auf jenen Bereich, der unsere Zukunft entscheidend verändern wird“ (Gerald Bast).