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Banksy: Game Changer feiert Pflegepersonal Britischer Graffiti-Künstler schenkt NHS neues Bild

Banksy, Game Changer, Detail, 2020 (c) Banksy, Instagram

Ein kleiner Junge hockt am Boden und lässt eine Puppe fliegen. Nicht irgendeine, sondern eine als Krankenschwester erkennbare Puppe. Sie ist an die Stelle von Batman und Spiderman getreten, die im Mülleimer gelandet sind. Dass die Krankenschwester Kräfte wie Superman (oder Superwoman) hat, beweist sie flugs mit wehendem Cape, OP-Maske und ausgestrecktem Arm. Das fotorealistisch gezeichnete Bild ist dabei in Schwarz-Weiß gehalten, einzig das Logo des Roten Kreuzes an der Brust der Pflegerin leuchtet in Rot. Die englische Presse erkennt darin eine NHS Krankenschwester, die stellvertretend für das Pflegepersonal geehrt wird.

Dank inmitten der Coronavirus-Gesundheitskrise

Mit diesem Bild bedankte sich der bekannte britische Graffiti-Künstler Banksy bei den Mitarbeiter*innen des General Hospital in Southampton. Über Nacht hängte er das neue Kunstwerk in der Nähe der Notaufnahme des Krankenhauses auf. Ein beigelegter Zettel klärt die Situation auf:

„Danke für alles, was ihr tut. Ich hoffe, dass dies den Ort ein wenig aufhellt, auch wenn es nur Schwarz und Weiß ist.“

Banksy hinterließ das mit „Game Changer“ betitelte Werk als Geschenk an Mitarbeiter des britischen Gesundheitswesens NHS. „Game Changer“ kann man mit Veränderung der Spielregeln aber auch mit Wende, Neuanfang übersetzen. Auf das Bild übertragen, kann man schlussfolgern, dass eine Heldin die männlichen Superhelden des 20. Jahrhunderts abgelöst hat. Wie lange der Paradigmenwechsel anhält, werden wir sehen. Die BBC berichtet jedenfalls, dass das ein Quadratmeter große Bild im Foyer des Southampton General Hospital aufgehängt wurde. Im Herbst soll es zugunsten der NHS versteigert werden.

Medienwirksam teilte Banksy ein Foto von „Game Changer“ am 6. Mai 2020 auch auf seinem Instagram-Account, wo es seither neben den neun Ratten, die sein Badezimmer verwüsten („My wife hates it when I work from home“), den Lock-Down, die Gesundheitskrise und die Corona-Pandemie versinnbildlicht.

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Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.