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Bremen | Paula Modersohn-Becker Museum: Maria Lassnig „Körper.Gefühl – Maria Lassnig aus der Sammlung Klewan“ trifft auf Paula

Maria Lassnig, Brettl vorm Kopf, Detail, 1967, Öl/Lw (Sammlung Klewan, © VG Bild-Kunst, Bonn, 2019_ Maria Lassnig Stiftung)

Maria Lassnig, Brettl vorm Kopf, Detail, 1967, Öl/Lw (Sammlung Klewan, © VG Bild-Kunst, Bonn, 2019_ Maria Lassnig Stiftung)

Die österreichische Künstlerin Maria Lassnig fand erst in ihrer zweiten Lebenshälfte die Anerkennung, die ihr schon viel früher zugestanden hätte. Sie hinterließ ein mehr als 60 Jahre umfassendes Werk von internationalem Renommee, in dem sie sich vor allem mit dem eigenen Körper, dem Ausloten dessen Grenzen und dem menschlichen Bewusstsein auseinandergesetzt hat.

Körper.Gefühl – Maria Lassnig aus der Sammlung Klewan

Deutschland | Bremen: Paula Modersohn-Becker Museum
22.2.–7.6.2020

Der Münchner Galerist und Sammler Helmut Klewan kannte und schätzte die Künstlerin schon lange vor ihrem Ruhm. Die Museen Böttcherstraße präsentieren nun seine umfassende Maria Lassnig-Sammlung in einer eigenen Ausstellung. Über die langjährige Verbindung zwischen Künstlerin und Sammler eröffnet sich in der Präsentation ein persönlicher Einblick in die außergewöhnliche Kunst- und Körperwelt von Maria Lassnig, die vor allem durch ihre Radikalität bei gleichzeitigem Humor besticht.

„Ein Körpergefühl in plastische oder grafische Sprache zu übersetzen, ist nicht leicht, seine Ausbreitung auf bestimmte Grenzen und Formen beschränken zu wollen, ist ein Willkürakt, der seine Berechtigung nur in seiner jeweiligen Intensität, Originalität und Auswahl hat.“1 (Maria Lassnig, 1994)

Quelle: Museen Böttcherstraße

Maria Lassnig in Bremen: Bilder

  • Maria Lassnig, Wildwestselbstporträt, 1983, Zeichnung (Sammlung Klewan)
  • Maria Lassnig, Der Diktator, 1962, Öl/Lw (Sammlung Klewan)
  • Maria Lassnig, Sesselselbstporträt I, 1963, Öl/Lw (Sammlung Klewan)
  • Maria Lassnig, Fruchtbarkeit, 1964, Öl/Lw (Sammlung Klewan)
  • Maria Lassnig, Brettl vorm Kopf, 1967, Öl/Lw (Sammlung Klewan)
  • Maria Lassnig, Selbstporträt mit Ordenskette, Öl/Lw (Sammlung Klewan)
  • Maria Lassnig, Herzselbstportät im grünen Zimmer, 1968, Öl/Lw (Sammlung Klewan)
  • Maria Lassnig, Sesselselbstporträt, 1968, Öl/Lw (Sammlung Klewan)
  • Maria Lassnig, Die Verankerung, 1971, Zeichnung (Sammlung Klewan)
  • Maria Lassnig, Selbstporträt hinter Gitter, 1976, Bleistift, Buntstift (Sammlung Klewan)
  • Maria Lassnig, Sanfter Schlaf, 1983, Aquarell (Sammlung Klewan)
  • Maria Lassnig, Si tacuisses, 1998, Kohle und Aquarell (Sammlung Klewan)

Beiträge zu Maria Lassnig

5. September 2019
Maria Lassnig, Mit einem Tiger schlafen, Detail, 1975, Öl/Lw (Albertina, Wien – Dauerleihgabe der Österreichischen Nationalbank © Maria Lassnig Privatstiftung)

Maria Lassnig in der Albertina Überblicksschau zum 100. Geburtstag der österreichischen Malerin

Zum 100. Geburtstag von Maria Lassnig wirdmet die Albertina 2019 der bedeutenden österreichischen Malerin eine umfassende Retrospektive.
27. November 2018
Maria Lassnig, Selbstporträt mit Stab, Detail, 1971, Öl und Kohle auf Leinwand, 193 x 129 cm (Maria Lassnig Stiftung, © Maria Lassnig Stiftung)

Stedelijk Museum: Maria Lassnig. Du oder Ich Erste Werkschau der österreichischen Malerin in den Niederlanden

Die Österreicherin Maria Lassnig ist eine führenden Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts – allerdings in den Niederlanden kaum bekannt. Lassnig wurde für Körperbewusstseinsbilder bekannt, in denen sie die eigenen Körpererfahrungen beschrieb und so ihre Beziehung zu ihrer Umwelt mitbestimmte. Neben Gemälden und Zeichnungen wird die Ausstellung im Stedelijk Museum, Amsterdam, viele Filme und Skulpturen präsentieren. Zu den Höhepunkten der Schau gehört auch, dass einige Werke zuvor noch nie der Öffentlichkeit gezeigt wurden.
15. Dezember 2017
Maria Lassnig, Selbstportrait als Blondine, Detail, 1981, Öl auf Karton (© Universität für angewandte Kunst Wien, Kunstsammlung und Archiv)

Maria Lassnig, Selbstportrait als Blondine Rollenvorbild trifft auf Erwartungshaltung?

Mit überaus ehrlichen Selbstporträts, die mehr Selbstanalysen sind, wurde die Künstlerin aus Kärnten bekannt. In diesem Selbstporträt geht es jedoch weniger um das Verhältnis der Künstlerin zu ihrer Leiblichkeit, als vielmehr um das Verhältnis der Frau zur Gesellschaft.

Aktuelle Ausstellungen

31. Januar 2020
Jan van Eyck, Der Genter Altar, Außentafeln: Verkündigung, Verkündigungsengel, Detail, um 1430–1431 (©www.lukasweb.be - Art in Flanders vzw, foto Hugo Maertens)

Gent: Jan van Eyck. Eine optische Revolution Pionier der Renaissance in Burgund

Gent bereitet 2020 die größte Ausstellung zu Jan van Eyck (um 1390-1441) vor. Van Eycks unvergleichliche Technik und Beobachtungsgabe revolutionierten die Ölmalerei, die einer optischen Revolution gleichkam. Rund um die Restaurierung der Außentafeln des Genter Altars - „Der Anbetung des Lamm Gottes“ - werden Werke seiner begabtesten Zeitgenossen aus Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien gezeigt.
28. Januar 2020
Angelika Kauffmann, Selbstporträt der Künstlerin am Scheideweg zwischen Musik und Malerei, Detail, Rom 1794, Öl/Lw, 147,3 x 215,9 cm (Nostell Priory, West Yorshire © National Trust Images/John Hammond)

Düsseldorf | Museum Kunstpalast: Angelika Kauffmann Bedeutendste Künstlerin Europas um 1800

Angelika Kauffmann (1741–1807) vertritt exemplarisch den neuen Typus einer europaweit vernetzten und weltgewandten Künstlerin. Ihr breitgefächertes Œuvre repräsentiert wesentliche Aspekte des internationalen Klassizismus im Zeitalter der Aufklärung und Empfindsamkeit.
28. Januar 2020
David Hockney, My Parents, Detail, 1977 (Tate, London, © David Hockney, © Foto: Tate, London 2019)

Hamburg | Bucerius Kunst Forum: David Hockney Retrospektive Überblicksausstellung des britischen Malers und Grafikers

Retrospektive Ausstellung im Bucerius Kunstforum, Hamburg, zeigt David Hockneys Werk von den 1960ern, zu den Bild-Ikonen aus Südkalifornien und der Neuerfindung des kubistischen Raumes von den 1980ern bis heute
  1. Zit. n. Wolfgang Drechsler, Ihre Kunst ist ichbezogen. Maria Lassnig vom 26. März bis 24. Mai 1999 im 20er Haus), In: Neues Museum, Nr. 3-4, Wien 1999, S. 33–36, hier S. 34.