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Hamburg | Bucerius Kunst Forum: David Hockney Retrospektive Überblicksausstellung des britischen Malers und Grafikers

David Hockney, My Parents, Detail, 1977 (Tate, London, © David Hockney, © Foto: Tate, London 2019)

David Hockney, My Parents, Detail, 1977 (Tate, London, © David Hockney, © Foto: Tate, London 2019)

Mit David Hockney (* 1937) präsentiert das Bucerius Kunst Forum einen der bedeutendsten Gegenwartskünstler Großbritanniens. Seine Ausstellungen sind Publikumsmagnete und jüngst löste er Jeff Koons als teuersten noch lebenden Künstler ab. Doch was steckt hinter dem Phänomen Hockney? Welche Themen treiben den britischen Maler seit je her an?

David Hockney und die Tate in Hamburg

Aus dem Bestand von mehr als 100 Arbeiten in der Tate konnte das Bucerius Kunst Forum in Hamburg eine repräsentative Überblicksausstellung zu einem der beliebtesten Künstler der Gegenwart zusammenstellen1: „David Hockney. Die Tate zu Gast“ erzählt vom Werdegang des offen homosexuellen Malers, der seit den frühen 1960ern aus seiner Orientierung nie einen Hehl machte, sie künstlerisch verarbeitete, einen intensiven Blick auf die Kunstgeschichte wagte und diese mit einer gehörigen Portion britischem Humor neu durchdenken wusste. Malerei, Druckgrafik, Zeichnung und Fotografie geben einen Einblick in das vielfältige Schaffen des unermüdlich nach formalen und inhaltlichen Lösungen suchenden Briten. Seine Experimente führten ihn von geformten Leinwänden zur Radierung, von Anleihen bei der kalifornischen Pop Art zum Fotorealismus der frühen 1970er Jahre, von Raum-Zeit-Forschung und Picasso-Verehrung zur digitalen Fotografie, Abstraktion und jüngst zu digital gesampelten Bildern.

Wenn auch Hockneys berühmtes Gemälde „A Bigger Splash“ nicht den Weg in die Hansestadt gefunden hat, so konnte das Bucerius Kunst Forum mit „Mr and Mrs Clark and Percy“ eine zentrale Arbeit der realistischen Phase nach Deutschland holen. Der gelungene Überblick führt einmal mehr die Spannbreite von Hockneys Schaffens vor Augen. Zudem lässt er erahnen, welche Bedeutung der Künstler für die Entwicklung der westlichen Kunst hatte und noch immer hat.

Hockney beschäftigt sich intensiv mit der Geschichte der Kunst. Zu diesem Zweck hat er die Galerien der Tate seit 1958 immer wieder besucht. An der Bradford School of Art hatte er in den Jahren 1953 bis 1957 eine traditionelle Kunstausbildung absolviert, die auf Aktzeichnen und genauer Beobachtung der Außenwelt beruhte. Danach besuchte er das Royal College of Art in London.

„Ich gehörte zu den Letzten, die in der alten Tradition ausgebildet wurden. Das bedeutete viel genaues Zeichnen […], eines der wenigen Dinge, die eine Kunstschule überhaupt lehren kann.“2 (David Hockney über seine Ausbildung)

Im Bestreben, ein „moderner“ Künstler zu werden, wandte sich Hockney vom sozialen Realismus ab und experimentierte mit der Bildsprache des Abstrakten Expressionismus, angeregt durch den amerikanischen Maler Jackson Pollock (1912–1956), dessen Werk seit der Ausstellung „New American Painting“ 1959 in der Tate Gallery in der Londoner Kunstszene den Ton angab. Das Frühwerk von David Hockney ist gekennzeichnet von der Verschmelzung aus Malerei und Graffiti. Zudem wählte er Sujets, die sich zunehmend um seine zu jener Zeit noch strafbare Homosexualität drehten. Dieser neue, selbstreferenzielle Ansatz trat 1960 in „Doll Boy“ und „The Third Love Painting“ erstmals zutage. Neben der Abkehr von der als dominant empfundenen Abstraktion ist Hockneys Entscheidung, sich für keinen Stil zu entscheiden, revolutionär und zukunftsweisend. 1960 besuchte er die Picasso-Ausstellung in der Tate acht Mal (!), machte ihm der Spanier doch vor, dass Stilvielfalt statt -einheit ein genauso gangbarer Weg war wie die Suche nach dem persönlichen Stil.

Demonstration of Versatility 1962

In allen Hockney-Biografien wird seine zweite Teilnahme an der Ausstellung „Young Contemporaries“ in der Londoner RBA Galleries 1962 als entscheidender Moment in seiner frühen Karriere angesehen. Unter dem Titel „Demonstration of Versatility“, also „Demonstrationen der Vielseitigkeit“, stellte Hockney 1962 vier Gemälde aus: „Tea Painting in an Illusionistic Style“, „A Grand Procession of Dignitaries in the Semi-Egyptian Style“, „Swiss Landscape in a Scenic Style” (1961, Kunstpalast Düsseldorf), umbenannt in „Flight into Italy – Swiss Landscape”, und „Figure in a Flat Style” (Privatsammlung). Das Bucerius Kunst Forum zeigt davon „Tea Painting in an Illusionistic Style“, das aufgrund der Kombination von geformter Leinwand (eine geöffnete Teeschachtel imitierend) und flächiger Malerei bereits einen ikonischen Status hat. Hockney verband verschiedene Techniken und stilistische Verfahren, um diese experimentell auszuloten und nebeneinander anzuwenden. Dass er das innerhalb einer einzigen Bildfläche und/oder in Form einer Parodie machte, zählt zu den unerwarteten, jedoch für Hockney charakteristischen Entscheidungen. Thematisch kreiste der junge Maler um sein Leben, Identität, Homosexualität (versteckt in Form von Codes, Zahlen und Zeichen, literarische Zitate.

In dieser Phase malte David Hockney so viel, dass er sich das Material seiner Ölgemälde manchmal nicht mehr leisten konnte. Aus diesem Grund entdeckte Hockney 1961 die Radierung als ein probates und günstiges Medium, stellte das RCA doch die Materialien kostenlos zur Verfügung. Mit Preisgeldern und dem Lohn eines Dekorationsauftrags konnte sich der britische Künstler eine erste Reise nach New York leisten. Dort verkaufte er erste Druckgrafiken an den MoMA-Kurator William S. Lieberman. Im Pratt Institute in Brooklyn arbeitete er an „My Bonnie Lies Over the Ocean“. Mit dieser Radierung „schuf Hockney ein erstes Werk in den USA. Der Titel bezieht sich auf ein bekanntes schottisches Volkslied, während der Künstler die amerikanische Fahne und eine weitere Figur den Union Jack schwenken, während sie auf dem Dach eines New Yorker Wolkenkratzers stehen. Wieder zurück in London, begann Hockney mit der Arbeit an einem berühmten Zyklus „A Rake’s Progress“.

A Rake’s Progress

In dem vollständig in Hamburg gezeigten Zyklus „A Rake’s Progress“ verarbeitete David Hockney Erlebnisse und Begegnungen in New York. Formale Inspiration bot ihm William Hogarth‘ über den Werdegang eines Wüstlings. In acht Gemälden (1732/33) und acht Kupferstichen (1735) entwickelte Hogarth ein Sittenbild als moralisches Lehrstück. Blatt 3 aus Hockneys Serie trägt den Titel „Start of the Spending Spree and the Door Opening for a Blonde“. Man sieht Hockneys Oberkörper mit einer Flasche Lady Clairol auf dem Kopf. Das Haarfärbemittel wurde mit dem Slogan – „Is it true … blondes have more fun?“ – beworben. Daraufhin färbte sich David Hockney in New York zum ersten Mal die Haare blond und hatte damit sein öffentliches Bild gefunden. 1964 feierte der Maler einen ersten ökonomischen Erfolg mit dem Zyklus „A Rake’s Progress“ und konnte sich den Aufenthalt in den USA leisten.

„Hogarth […] war der Erste, der in seinen Bildern derart starke Geschichten gestaltete […]. Er blickte eindeutig gerne auf das Leben und hatte keine Angst zu zeigen, was er sah“, erklärte Hockney. „Bedeutend ist er für mich auch als ein Mann, der glaubte, dass Kunst in der Breite wahrgenommen werden sollte […]. Dafür zu sorgen, dass möglichst viele Menschen Kunst sehen, ist etwas, woran auch ich leidenschaftlich glaube – weshalb ich nahezu jedes Medium aus­probiert habe: Fax, Druckgrafik, Oper, Malerei, Fotografie.“3 (David Hockney)

Hockney in Kalifornien

Hockney träumte von Kalifornien noch bevor er einen Fuß in den Sonnenstaat gesetzt hatte. Magazine vermittelten ihm ein Bild des westlichen Bundesstaats, das von Sonne, Strand und sich ständig duschenden Menschen und athletischen Männern angeblich nur so strotzte. Das erste in Kalifornien entstandene Gemälde Hockneys ist „Building, Pershing Square, Los Angeles“ (1964, Privatsammlung). Hockney malte das Gebäude der Versicherungsgesellschaft am Pershing Square, weil dieser Platz ein Zentrum des homosexuellen Lebens in Los Angeles war. Das grelle Sonnenlicht, das auf die weiße Hausfassade fällt, und die künstlichen Palmen bestimmen neben der Architektur Inhalt und Bildaufbau. Neben der Landschaft blieben weiterhin biografisch motivierte Motive ein wichtiger Auslöser für seine malerischen und formalen Überlegungen. Immer wieder gestand er sich ein, lösten Bildideen (wie etwa das Verhältnis zwischen zwei Personen darstellen zu wollen) formale Fragestellungen aus, wodurch Stilwahl und Inhalt aufs engste miteinander verbunden sind.

Zu den berühmtesten Werken David Hockneys aus den 1960er Jahren gehören Bilder von duschenden, nackt schwimmenden oder vom Beckenrand in den Pool springenden Männern. Die Darstellung von bewegtem Wasser, Wellen, Lichtbrechungen und das strahlende Blau reizten den Maler, wie er nicht müde wird zu betonen. Seine Faszination an der Darstellung gegossenen und bewegten Wassers erklärt der Maler selbst mit dessen beinahe abstrakter Anmutung:

„Der Gedanke, bewegtes Wasser in einer sehr langsamen und sorgfältigen Manier zu malen, war (und ist noch immer) sehr reizvoll für mich“, sagte Hockney. „Es ist ein interessantes formales Problem, Wasser darzustellen, Wasser zu beschreiben, denn es kann alles sein – es kann jede Farbe haben, es ist beweglich, es gibt keine festgesetzte visuelle Beschreibung davon.“4

Neuer Realismus

1970 hatte David Hockney die erste Retrospektive seiner jungen Karriere in der Whitechapel Gallery. Der Maler wählte selbst die Werke aus: 45 Gemälde, 47 Zeichnungen und sein gesamtes druckgrafisches Œuvre. Als er die Ausstellung zum ersten Mal sah, er hatte sich nicht in ihre Hängung eingemischt, traf er auf seine „Entwicklung“ und konnte sie aus der historischen Distanz „objektiv“ beurteilen. Dieser Moment führt häufig zu Veränderungen und Neubewertungen innerhalb eines künstlerischen Werks, so auch bei David Hockney. Er arbeitete gerade an dem Doppelporträt von Peter Schlesinger und Ossie Clark, genannt „Le Parc des Sources, Vichy“ (1970, Privatsammlung – nicht in der Ausstellung). Die beiden Männer und der leere Stuhl von Hockney blicken in Richtung zweier Alleen, die im flachen Winkel aufeinander zulaufen, um eine größere Tiefenerstreckung zu illusionieren. Der gleiche Ossie Clark ist der Protagonist des großformatigen Doppelporträts „Mr and Mrs Clark and Percy“ (1970–März 1971), bis heute als das beliebteste Werk der Tate. Das Gemälde durchlief einen komplexen Entstehungsprozess. Sechzehn Mal, so der Künstler, veränderte er den Kopf seines Freundes. Doch am schwierigsten stellte sich die Beschreibung des Lichts heraus:

„Dieses Gemälde kommt dem Naturalismus am nächsten; ich verwende den Begriff Naturalismus im Gegensatz zu Realismus. Die Figuren sind fast lebensgroß; es ist schwierig, Figuren so zu malen, und es war ein richtiger Kampf. Sie saßen viele Stunden Modell. Ossie habe ich sehr, sehr oft gemalt, allein den Kopf wahrscheinlich zwölf Mal […] Das einzig große technische Problem dabei ist das Gegenlicht; die Lichtquelle befindet sich in der Bildmitte, und das schafft Probleme […] Die Lichtquelle muss das luftigste des ganzen Bildes sein, und das erschwert die Farbabstufung […] Alle technischen Probleme haben ihre Ursache darin, dass ich mir vorgenommen hatte, die Beziehung dieses Paares darzustellen.“5

Die äußerst kurze Phase ging mit dem unvollendeten Doppelporträt „George Lawson and Wayne Sleep“ (1972–1975) zu Ende. Nur noch das Doppelbildnis seiner Eltern, „My Parents“ von 1977, ist in diesem Stil gehalten. Das Großformat entstand nicht im Haus seiner Eltern, wie man meinen könnte, sondern in Hockneys Atelier. Die Reflexion zwischen Hockneys Eltern ist nicht nur ein Verweis auf Jan van Eycks berühmts „Arnolfini-Hochzeit“ in der National Gallery, London, sondern enthält auch die Projektion eines eigenen Werks und der „Taufe Christi“ von Piero della Francesca. Auch die Kunstbände weisen auf den Entstehungsort hin. Dass Hockneys Vater mehr mit den Büchern als mit seiner Frau beschäftigt ist, interpretierte der Maler als Zeichen für das stillschweigende und tiefe Verständnis zwischen den beiden.

Bewegter Fokus

„Es gibt in der chinesischen Malerei ein Prinzip, das ‚bewegter Fokus‘ genannt wird. Es trägt den Augen- und Körperbewegungen der Betrachtenden Rechnung. […] Die meisten dieser Druckgrafiken versuchen diese Idee in irgendeiner Form zu nutzen. Wenn der Körper in Bewegung wahrgenommen wird, verändert sich die Raumabbildung von einem statischen ‚Aushöhlen‘ zu einer eher dynamischen, rastlosen […], die, meine ich, unserem Erleben näherkommt.“6 (David Hockney in „Moving Focus“, 1986)

Wieviel David Hockney seinem Vorbild Pablo Picasso verdankt, macht das Kapitel „Moving Focus“ deutlich. Besonders nach dem Tod Picassos 1973 setzte sich der Brite intensiv mit dem Kubismus, der post-kubistischen Zersplitterung der Figur und Picassos Frauenporträts auseinander, was tiefe Spuren in seinem Werk hinterließ. Das Bucerius Kunst Forum bringt Skizzen und leuchtend bunte Druckgrafiken, von denen vor allem die Darstellungen des Innenhofs des Hotels Acatlán sowie Porträts von Freunden und seiner Mutter aber auch von Stühlen auffallen. Indem der Künstler die klassische Fluchtpunktperspektive umdrehte und extrem breite Formate nutzte, entsteht ein sich weitender Blick auf die Umwelt. Auf der Basis von Anschauung und kunsthistorischen Zitaten (Edvard Munch, Picasso, Dubuffet, Frank Stella, Jasper Johns) löste sich Hockney von der westlichen Perspektive und umarmte den wandernden Blick aus den asiatischen Rollbildern. Im Katalog weist ausdrücklich auf die Beschäftigung Hockneys mit Bühnenbild und Fotografie hin, um diesen Perspektivwechsel einzuordnen und zu „begründen“.

Sehr neue Gemälde

Seit Ende der 1980er Jahre experimentiert David Hockney mit neuen Medien wie Computergrafikprogrammen, Fotokopierern und Faxgeräten. In seiner Malerei fühlte er sich offenbar gleichzeitig von Fragen der Repräsentation befreit und wandte sich der Abstraktion zu. Oder handelt es sich um figurative Bilder von abstrakten Kunstwerken? Dieses produktive Missverständnis lässt der Brite offen. Zu den letzten Bildern in der Hamburger Hockney-Ausstellung gehört „In the Studio, December 2017“. Der inzwischen über 80-jährige Künstler steht in diesem digital re-konstruierten Bild inmitten seines Ateliers, umgeben von Gemälden. Landschaften, die an Hobbema erinnern, eine Verkündigung in einem Raum, der Fra Angelico glücklich machen würde, der Grand Canyon und surreale Stiegen im Geiste von M. C. Escher. Noch immer „bedient“ sich der Maler der Kunstgeschichte, noch immer lässt er sich nicht auf einen Stil reduzieren (Betonung auf einen oder Stil?), noch immer versucht er, sein Publikum zu überraschen. Und das gelingt ihm in dieser Ausstellung glänzend!

Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit Tate London.

Hockney in Hamburg: Ausstellungskatalog

Kathrin Baumstark (Hg.)
mit Beiträge von K. Baumstark, H. Little, G. Salter, L. Schepers, U. M. Schneede
216 Seiten, 120 Abbildungen in Farbe
22,5 × 28,5 cm, gebunden
ISBN 978-3-7774-3537-4
HIRMER VERLAG

Bucerius Kunstforum. David Hockney: Bild

  • David Hockney, The Third Love Painting, 1960 (Tate, © David Hockney, Foto: Tate)
  • David Hockney, Tea Painting in an Illusionistic Style, 1961 (Tate, © David Hockney, Foto: Tate)
  • David Hockney, The First Marriage (A Marriage of Styles I), 1962 (Tate, © David Hockney, Foto: Tate)
  • David Hockney, Man in Shower in Beverly Hills, 1964 (Tate, © David Hockney, Foto: Tate)
  • David Hockney, Mr and Mrs Clark and Percy, 1970/71 (Tate, © David Hockney, Foto: Tate)
  • David Hockney, George Lawson and Wayne Sleep, 1972–1975 (Tate, © David Hockney, Foto: Tate)
  • David Hockney, My Parents, 1977 (Tate, London, © David Hockney, © Foto: Tate, London 2019)
  • David Hockney, Tea Painting in an Illusionistic Style, 1961, Tate, Ausstellungsansicht Bucerius Kunst Forum, Hamburg
  • David Hockney, A Closer Grand Canyon, 1998, Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk/Dänemark, Ausstellungsansicht Bucerius Kunst Forum, Hamburg

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Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.