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Chemnitz | Museum Gunzenhauser: Max Peiffer Watenphul Vom Bauhaus nach Italien

Max Peiffer Watenphul, Venedig – S. Marco (Sammlung Gunzenhauser, Chemnitz)

Max Peiffer Watenphul, Venedig – S. Marco (Sammlung Gunzenhauser, Chemnitz)

Promovierter Jurist, Schüler am Bauhaus, Lehrer an der Folkwangschule in Essen und vernarrt in Italien: Das Museum Gunzenhauser widmet einem besonderen Künstler aus der Sammlung eine retrospektive Ausstellung: Max Peiffer Watenphul. Er entdeckt seine Liebe zur Malerei in der Auseinandersetzung mit den Valori Plastici und mit Paul Klee, dem er ans Bauhaus folgt. Hier arbeitet er in allen Werkstätten und entwickelt eine ganz eigenwillige Malerei. In seinen ausgefeilten Kompositionen führt er die Vereinfachung der Darstellung mit sachlicher Nüchternheit zusammen. Dabei trifft ein strenger Realismus immer wieder auf irritierende Momente, verzerrte Proportionen und multiperspektivische Formen.

Nach mehreren Reisen in die unterschiedlichsten Länder wie Mexiko, Kroatien und Südfrankreich emigriert er 1937 auf politischen Druck in sein Sehnsuchtsland Italien und beginnt, sich intensiv in südliche Landschaften und die venezianische Architektur zu vertiefen. In diesen Bildern wirkt seine Ausbildung deutlich nach. Immer wieder widmet er sich den gleichen Motiven und versucht, ihnen Neues zu entlocken.

Max Pfeiffer Watenphul in Chemnitz

Die Ausstellung präsentiert einen retrospektiven Überblick über das außergewöhnliche Schaffen Max Peiffer Watenphuls. Sie spürt dem Fortbestehen der Bauhaus-Ideen in seinem gesamten Werk nach, stellt aber auch Fragen nach der Bildfindung, dem kontemplativen Vertiefen in einzelne Motive und dem Experiment mit Bildausschnitt, Licht und Farbe. Neben seinem eindrucksvollen Œuvre sind darüber hinaus auch seine vielfältigen Kontakte zu Künstlern, Literaten und Intellektuellen dieser Zeit hervorzuheben. Dementsprechend erzählt die Ausstellung auch vom Austausch und der gegenseitigen Beeinflussung mit etwa Helmut Kolle, Otto Dix oder Alexej von Jawlensky.

Max Pfeiffer Watenphul: Bilder

  • Max Peiffer Watenphul, Venedig – S. Marco, Detail (Sammlung Gunzenhauser, Chemnitz)

Ausstellungen zur Kunst des Expressionismus

9. November 2021
Franz Marc, Fuchs, Detail, 1911 (Von der Heydt-Museum Wuppertal)

Chemnitz | Kunstsammlungen am Theaterplatz: Brücke und Blauer Reiter

Hauptwerke der beiden Gruppierungen aus den bedeutenden Sammlungen des Buchheim Museum, des Von der Heydt-Museum und der Kunstsammlungen Chemnitz, die durch wichtige Exponate von nationalen und internationalen Leihgebern ergänzt werden, vereinen sich zu einer intensiven dialogischen Schau.
16. Oktober 2021
Emil Nolde, Herr und Dame (im roten Saal), Detail, 1911, Öl/Leinwand, 73 x 88 cm (Hamburger Kunsthalle, Dauerleihgabe der Stiftung Hamburger Kunstsammlungen © Nolde Stiftung Seebüll, Foto Elke Walford)

Hamburg | Kunsthalle: Emil Noldes Maltechnik „Meistens grundiere ich mit Kreide“ analysiert elf Gemälde

Präsentation der Ergebnisse eines interdisziplinären Forschungsprojekts zu dem Expressionisten Emil Nolde (1867–1956), an dem die Hamburger Kunsthalle zusammen mit dem Doerner Institut der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München und der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde seit Herbst 2018 arbeitet.
15. Oktober 2021
Ernst Ludwig Kirchner, Akte im Strandwald, Detail, 1913, Öl auf Leinwand, 124 x 90 cm (Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) © Foto: Punctum/Bertram Kober)

Aschaffenburg | KirchnerHAUS: Kirchners Badende Neuschöpfung und Erinnerung

Ausgehend von den Badeszenen in den Dresdner Ateliers und den gemeinsamen Badefreuden der Brücke-Künstler an den Moritzburger Seen und der Ostseeinsel Fehmarn sowie von Kirchners Schweizer Jahren an den Bergbächen von Davos, zeichnet der Band dieses Thema anhand von Gemälden, Aquarellen und druckgraphischen Arbeiten nach - incl. der Rekonstruktion der Wandgemälde, die Kirchner 1916 im Sanatorium in Königstein schuf.