Edgar Degas Leben und Werk

Edgar Degas, Tänzerinnen im Probensaal, 1895/96, Öl auf Leinwand, 70,5, x 100,5 cm (Von der Heydt-Museum Wuppertal Foto: Medienzentrum/Antje Zeis-Loi)

Edgar Degas, Tänzerinnen im Probensaal, 1895/96, Öl auf Leinwand, 70,5, x 100,5 cm (Von der Heydt-Museum Wuppertal Foto: Medienzentrum/Antje Zeis-Loi)

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Edgar Degas beyond Impressionism

England / London: National Gallery
22.5. – 26.8.1996

Inhaltsverzeichnis

Der aus einer wohlhabenden und musischen Bankiersfamilie stammende Edgar Degas (1834–1917) ist der Realist unter den Impressionisten. Seine frühe Hinwendung zur klassizistischen Malerei von Ingres und der italienischen Renaissancemalerei, ergänzt durch die Orientierung an der Malerei von Eugène Delacroix, prägte Degas‘ Gruppenporträts seiner Familie der 1860er und frühen 1870er Jahre. Etwa Mitte des Jahrzehnts wandte er sich Themen des modernen Lebens zu (Rennplätze, Wäscherinnen und Büglerinnen, Balletttänzerinnen). Degas empfand sich zwar lebenslang nicht als Impressionist teilte mit den Landschaftsmalern jedoch die Begeisterung für das spontan Wirkende, für Licht und Farben, für von Bildrändern überschnittene Figuren, ausgefallene Perspektiven und große, leere Flächen. Als er auf der sechsten Impressionisten-Ausstellung 1881 zum ersten und letzten Mal eine Skulptur ausstellte, provozierte er mit „Die kleine Tänzerin von 14 Jahren“ einen Kunstskandal. In den folgenden Jahrzehnten entstanden neben seinen Gemälden, Pastellen und revolutionären Monotypien insgesamt 72 Wachs- und Tonplastiken, die erst nach dem Tod des Künstlers 1917 in dessen Atelier entdeckt wurden.

 

„Ein Bild ist eine eigentümliche Verbindung von Linien und Farbtönen, die sich wechselseitig zur Geltung bringen.“[[Zitiert nach Bernd Growe, Edgar Degas, Köln 2002, S. 364.]] (Edgar Degas)

 

 

Ausbildung und Kopien nach Alten Meister

Neben seinem Jura-Studium an der Sorbonne kopierte Edgar Degas ab 1853 Gemälde der Alten Meister im Louvre. Heute sind an die 700 Kopien nach älteren und jüngeren Vorbildern erhalten, vor allem die italienische Renaissancemalerei begeisterte ihn (→ Edgar Degas. Klassik und Experiment). Edouard Valpinçon, ein Kunstsammler und Freund des Vaters, stellte ihm 1855 den 75jährigen Ingres vor. Im selben Jahr wurde Degas zum Studium an der Académie des Beaux-Arts zugelassen, wo er die Klasse von Louis Lamothe besuchte. Vielleicht waren es die Empfehlungen von Ingres, immer nach der Erinnerung und den Stichen der Alten Meister zu zeichnen, die Degas bereits 1856 nach Italien aufbrechen ließen. Er besuchte Verwandte in Florenz und Neapel, in Rom arbeitete er in der Villa Medici und kopierte in der Sixtinischen Kapelle, der Galleria Doria Pamphilij und dem Kapitolinischen Museum. Besonders intensiv beschäftigte er sich mit der Kunst der Renaissance, den Fresken von Luca Signorelli und Benozzo Gozzoli im Dom von Orvieto, den Werken Lorenzo di Credis, den Skulpturen Michelangelos und Luca della Robbias. Im Winter 1859/60 hielt sich Edgar Degas kurz in Paris auf, um im Frühling sofort wieder für knapp zwei Jahre nach Italien abzureisen.

 

 

Die Familie Bellelli (1858–1867)

Während dieses Aufenthalts in Florenz begann er die Arbeit an seinem größten Familienbildnis „Die Familie Bellelli“ (1858–1867, Musée d‘Orsay), das der Öffentlichkeit erst nach dem Tod des Künstlers wirklich bekannt wurde. Eigentlich hatte der aufstrebende Maler es im Herbst 1858 in Florenz begonnen, weil er mit dem Großformat am Pariser Salon reüssieren wollte. Erst 1867 stellte er es fertig und am Salon aus, ohne den gewünschten Erfolg zu bringen. Bis heute gilt das Familienporträt als eindringliche psychologische Studie einer Familie im Exil; Gennaro Bellelli, seine Frau und ihre beiden Töchter hatten wegen seiner aktiven Teilnahme an der Revolution Neapel im Mai 1849 verlassen müssen. Laura Gennaro und ihre beiden Töchter folgen noch den Regeln klassischer Porträtkunst, während der Vater, Gennaro Bellelli, rechts im Hintergrund überrascht durch seine höchst zurückgenommene Position. Die Familie befand sich aufgrund ihrer Flucht in einer ökonomischen Krise, die bei Laura zu depressiven Phasen und ihrem Mann zur erzwungenen Untätigkeit führte. Die zappelnde Nervosität von Giulia vermittelt zwischen den beiden Eltern, Giovanni links scheint betreten und schüchtern zu sein. Auch wenn sich Degas nicht als Porträtist empfand (und vermutlich auch nie Geld für seine Leistungen nahm, im Gegenteil scheint er Bildnisse von Freuden diesen geschenkt zu haben), so machen doch Porträts etwa 20% seiner Kunstproduktion aus.

 

 

Degas und Manet

Nach diesem intensiven Selbststudium der italienischen Malerei traf Edgar Degas 1862 im Louvre Edouard Manet, wo beide dasselbe Bild, Velásquez‘ „Infanta Margarita“ (→ Diego Velázquez. Portaits und Rokeby-Venus) kopierten. Aus dieser Begegnung entstand eine lange, wenn auch komplexe Freundschaft zwischen Degas und Manet. Der ebenfalls aus wohlhabenden Kreisen stammende Realist Manet war es wohl auch, der Degas zu den legendären Abenden im Café Guerbois mitnahm: Hier traf der aufstrebende Maler James Abbott McNeill Whistler, Henri Fantin-Latour, Pierre-Auguste Renoir, Claude Monet, Camille Pissarro, Nadar, Alfred Stevens, Frédéric Bazille sowie zeitweilig die Kritiker Emile Zola und Duranty. In intensiven „Wortgefechten“ (Claude Monet) schärften sie ihre Konzepte und erörterten die Grundlagen für die moderne Kunst, die ab 1874 als Impressionismus bezeichnet werden würde. Eines ihrer Vorbilder war der Romantiker Eugène Delacoirx (→ Delacroix und die Malerei der Moderne). Edgar Degas wurde von seinen Kollegen und Freunden (wie Duranty) als analytischer Beobachter und scharfzüngiger Kommentator beschrieben. Die Wertschätzung, die Degas seinem etwas älteren Künstlerkollegen Manet entgegenbrachte, zeigt sich weniger in seinen häufig kritischen Äußerungen als in der Serie von Porträts, die Degas 1864/65 Edouard Manet widmete. Er beobachtet Manet in eleganter Kleidung auf einem Stuhl sitzend. Wie auch das Doppelporträt des lauschenden Künstlers und dessen Klavier spielender Frau entstanden diese Zeichnungen und Druckgrafiken in einer Phase der Selbstfindung, sie zeigen den Künstler als Mitglied des Großbürgertums und nicht als Maler oder gar als Vorkämpfer stilistischer Freiheit auf dem Pariser Salon (→ Edouard Manet, der Salon und der doppelte Blick).

 

„Ich male; ich fange gerade damit an, und mein Vater, der ein Mann mit gutem Geschmack und Liebhaber der Kunst ist, meint, mein Fall sei nicht ganz hoffnungslos …“, worauf Ingres antwortete: „Ziehen Sie Linien, […] viele Linien, sei es aus der Erinnerung, sei es nach der Natur.“[[Zitiert nach Degas – Rodin (Ausst.-Kat. Van der Heydt-Museum, Wuppertal), Wuppertal 2016, S. 16.]] (Paul Valéry in „Degas Danse Dessin“ (Paris 1938) über einen Besuch Degas‘ bei Ingres)

 

 

Historienmalerei und Porträts

In der ersten Hälfte der 1860er Jahre beschäftigte sich Degas mit großformatigen Historienbildern, –wie „Die Tochter Jephtas“, „Mittelalterliche Kriegsszene“ (1863–1865, Musée d‘Orsay), „Semiramis erbaut Babylon“ (1861, Musée d’Orsay) oder „Junge Spartanerinnen fordern die jungen Männer heraus“ (um 1860, National Gallery, London). Seine erste Zulassung zum Salon erfolgte 1865 mit dem Bild „Kriegsszenen aus dem Mittelalter“ (1865, Musée d’Orsay); allerdings wurde das Gemälde schlecht aufgenommen. Vielleicht wechselte Degas deshalb von der Historie zum Porträt und den aktuellen Themen.

 


 

Dass sich Degas mit diesen Sujets bzw. seinen Porträts durchaus im Rahmen der akademischen und offiziell anerkannten Malerei bewegte, zeigen seine Ausstellungsbeteiligungen in den Jahren 1867, 1869 und 1870, wo er „Die Familie Bellelli“ (Musée d’Orsay) und „Giovanna und Giulia Bellelli“ (Los Angeles), 1869 das „Porträt Mme. Gaujelin“ (Boston) und 1870 das „Porträt Mme Camus“ (Washington National Gallery) sowie „Mme Gobillard“ (Metropolitan Museum New York) präsentieren konnte. Zwischen 1855 und 1875 sowie ab den 1890er Jahren nahm die Porträtmalerei einen wichtigen Stellenwert in Degas‘ Schaffen ein. Ob Verwandte (Bellelli) oder Freunde (Familie Valpinçon, Ludovic Halévy und Henri Rouart, Édouard Manet, Mary Cassat, Diego Martelli und Edmond Duranty), einzeln oder in Doppelporträts, Degas gelang es meisterhaft, Fragen der Porträtkunst – Verhältnis von Menschen zum Raum, emotionale Beziehungen, Accessoires – aufzuwerfen.

 

 

Rennplätze

Bereits Mitte der 1860er Jahre wandte sich Edgar Degas – wie auch Edouard Manet – dem Thema des Rennplatzes zu. Nervöse Rennpferde vor dem Start, Jockeys in bunten Trikots, die morgentlich nebelige Atmosphäre, das Grün des Turfs und die elegante Gesellschaft, die sich an dem mondänen, aus England importierten Pferdesport ergötzt sind die wichtigsten Bestandteile dieser Bilder. Ihre Modernität erhielten sie aber nicht nur durch die Aktualität ihres Bildgegenstandes, sondern auch durch die ungewöhnlichen Kompositionen. Edgar Degas‘ Personen und Pferde werden vom Bildrand angeschnitten, die Haltungen der Tiere wirken wie in einer Momentaufnahme eingefroren (und dadurch manchmal unvorteilhaft). Der Blick des Flaneurs wird in diesen Bildern bereits wichtiger als die repräsentative und summarische Darstellung des Themas. „Die Kutsche beim Rennen“ (1869) verbindet das moderne Thema mit einem Familienporträt der Valpinçon. Degas zeigt seinen Jugendfreund Paul und dessen Familie weniger repräsentativ als mobil in einem zweispännigen Tilbury auf der Rückkehr von einem Pferderennen in Argentan. Alle Augen sind dabei auf den Säugling Henri gerichtet.

 

 

Einen wichtigen Bruch in der politischen, sozialen und kunsthistorischen Debatte markierte der Deutsch-Französische Krieg und der anschließende Kommune-Aufstand in Paris (1870/71), der das die Regentschaft von Kaiser Napoleon und Eugènie und das Zweite Kaiserreich beendete. Degas meldete sich freiwillig und diente unter dem Kommando seines alten Schulfreundes, Capitaine Henri Rouart, in einer Artilleriedivision der Nationalgarde. Auch Edouard Manet und Frédéric Bazille entschlossen sich zu kämpfen, während Claude Monet und Camille Pissarro nach London ins Exil gingen. Erste Anzeichen einer Augenkrankheit – vermutlich eine Makuladegeneration, die ihn zunehmend erblinden ließ – hatten sich schon zu Beginn des Krieges bemerkbar gemacht.

 

Das Baumwollkontor in New Orleans (1873)

 

 „Was für eine Wohltat ist doch eine Familie…Den ganzen Tag bin ich unter den lieben Verwandten, malend und zeichnend entstehen Familienporträts“[[Zitiert nach Degas – Rodin, S. 19.]] (Degas in einem Brief)

„Nichts ist schwieriger als Familienporträts zu machen. Eine Cousine dazu zu bringen, für einen zu sitzen, wenn sie gerade ihr zwei Monate altes Kerlchen füttert, ist ziemlich harte Arbeit… Es ist wirklich gut, verheiratet zu sein, gute Kinder zu haben, frei von der Notwendigkeit, galant zu sein. Mein Gott, es ist wirklich Zeit, darüber nachzudenken“[[Zitiert nach Degas – Rodin, S. 19.]] (Edgar Degas an James Tissot)

 

Von Oktober 1872 bis Februar 1873 hielt sich Edgar Degas bei den Verwandten seiner Mutter in Louisiana (New Orleans/USA) auf. Hier besaß sein Onkel Michel Musson ein Baumwollkontor, sein Bruder René hatte sich als Weinimporteur niedergelassen und seine Cousine Estelle geehelicht. Dort entstanden zwei wichtige Gruppenbildnisse, die seine Onkel und Cousins bei der Arbeit zeigen: „Portraits dans un bureau [Das Baumwollkontor in New Orleans (Porträts in einem Büro, New Orleans)]“ (1873, Pau) ist das größte und bedeutendste Gruppenporträt Degas‘ in dieser Phase. Das 73 x 92 cm große Bild zeigt das geschäftige Treiben seiner Verwandten in der Neuen Welt. Degas versuchte offensichtlich möglichst viele unterschiedliche Tätigkeiten in dem Werk zu vereinen: Sein Bruder René De Gas liest im Zentrum eine Tageszeitung. Onkel Michel Musson zerzupft eine Baumwollprobe im Bildvordergrund. Sein Geschäftspartner James Prestidge sitzt in beiger Jacke hinter René De Gas auf einem Hocker. Auf der Tischkante sitzt William Bell. Ganz links lehnt Achille, ein weiterer Bruder von Edgar Degas, an der Wand. Außen rechts ist der Buchhalter John Livaudais vom Bildrand überschnitten. Obschon Degas damit spekulierte, dass ein Baumwollhändler das Gruppenporträt kaufen könnte, ist es das einzige Gemälde, das noch zu Lebzeiten des Künstlers von einer öffentlichen Sammlung erworben wurde.

 

 

Ballett

Mitte des Jahres 1871 begann Degas an der Pariser Oper mit Studien zu Balletttänzerinnen, die von da an seine wichtigsten Motive darstellten. Da Degas‘ Vater verstarb, wurden die Familienfinanzen neu geregelt und der Maler immer abhängiger von Bildverkäufen. Paul Durand Ruel, der in den folgenden Jahren der wichtigste Kunsthändler der Impressionisten werden wurde, erwarb bereits im Jänner 1872 drei Werke direkt von Degas und präsentierte ihn auf der „Fourth Exhibtion of the Society of French Artists“ in London. Degas war mit „Der Fehlstart“ und „Das Ballett aus „Robert le Diable““ vertreten. Diese frühen Ballett-Bilder aus der Perspektive des Zuschauerraumes entstanden im Umkreis seiner Orchester- und Musikerporträts. Degas war mit den Ballettmeistern Louis François Mérante sowie Jules Perrot befreundet, die er beide in seinen Werken festhielt. Und vielleicht weil die große Zeit des romantischen Ballett in Paris abgelaufen war, ging es Degas weniger um die tanzenden Bühnenstars als um das Corps de ballet, die mühsamen Trainingseinheiten, den Kampf um die perfekte Pose, das Richten der Schuhe, das Dehnen des Körpers. Männliche Tänzer sucht man in Degas Ballettbildern vergeblich. Aber auch technische Perfektion und absolute Körperbeherrschung sind nicht die Themen seiner Werke. Zu häufig sind die Beine nicht weit genug ausgedreht, die Arabesken schief und die Balance in Gefahr. Sonst geht es um noch nie gesehen Einblicke in Probelräume, hinter und in die Kulissen. Die bunten Schleifen, die die Tänzerinnen um ihre Taillen tragen, erlauben es Degas, farbige Tupfen zu verteilen. Als Degas sich um 1874 erstmals in der Pastellmalerei erprobte, fand er in der Ballett-Welt das ideale Thema für die von ihm höchst komplex angewandte Technik.

 

 

Die ersten Ballettszenen zeigen „Die Tanzklasse“ (um 1871), „Die Ballettprobe“ (1874), „Die Tanzklasse des Monsieur Perrot“ (1873–1875). Mit „Tänzerin mit Blumenstrauß, sich verbeugend“ (um 1877), „Musiker im Orchester“ (1870–1876), „Pas seul [Der Star]“ (1876/77, zweite Fassung: 1879–1881) geht es endlich auf die Bühne. Sich streckende, sich ausruhende, sich kratzende Tänzerinnen folgten vor allem in den unzähligen Pastellen. Den Kontrast zu den weiß gekleideten Tänzerinnen bilden die Bewunderer der Damen in ihren schwarzen Fracks und Zylindern, die auf der Hinterbühne stehen. Das sind „Abonnés“, Subskribenten und Finanziers der Oper, die ihre Macht auch auf den Spielplan und die Mädchen ausweiten konnten.

 

 

Der deutsche Impressionist Max Liebermann verehrte die Malerei von Edgar Degas und erwarb den „Tänzerinnenfries“ (um 1893–1895, Cleveland Museum of Art). Zudem verfasste er 1899 eine erste Publikation über den Pariser Kollegen. Das Gemälde mit seinem ungewöhnlichen Format hat Vorläufer seit den späten 1870er Jahren. Circa 70 Ballettfriese vereinen im Cinema Scope-Format ornamenthaft verteilte, probende Tänzerinnen in unterschiedlichen Posen. Der Figurenaufbau ist meist komplex, Tiefenraum spielt eine große Rolle, Leere zwischen den Personen ebenso. Die seit den 1870er Jahren immer wieder beobachtbaren schonungslosen Anschnitte kappen so manche Tänzerin ab.

 

 

In den Pastellen, die ab der Mitte der 1890er Jahre entstanden, konzentrierte sich Degas hingegen auf nahsichtig wiedergegebene Tänzerinnen in immer gleichen Posen. Wiederholung und Variation könnte der Untertitel von vielen diese farbig spektakulären Bilder sein. Meist zeigt Degas die Oberkörper und Arme der Damen, die sich von den stark farbigen Trikots abheben. Vervielfachung der Figuren und Vereinfachung der räumlichen Struktur ergeben stark verkürzt zusammengefasst jenen Grad an Abstrahierung, der für Degas‘ Spätwerk so typisch ist.

 

„Ich bin ein Kolorist mit der Linie.“[[Zitiert nach Lillian Schacherl, Edgar Degas. Ballett und Boudoir, München 1997, S. 64.]] (Edgar Degas)

 

Degas auf den acht Impressionisten-Ausstellungen

Degas nahm mit Ausnahme der 7. Impressionisten-Ausstellung an allen acht Gruppenausstellungen teil. Nachdem Ende der 1870er Jahre Pierre-Auguste Renoir, Alfred Sisley und schlussendlich auch Claude Monet der Gruppenausstellung fernblieben, um erneut am Salon bzw. in den Pariser Galerien in Form von Einzelausstellungen zu reüssieren, übernahm Edgar Degas – sehr zum Missfallen von Gustave Caillebotte – die Führerschaft unter einer Gruppe von „realistischen“ Impressionisten. Er lud u. a. Mary Cassatt, Berthe Morisot, Marie Bracquemond, Raffaëlli, Jean-Louis Forain ein, sich an den Gruppenausstellungen zu beteiligen.

 

„Keine Kunst ist weniger spontan als die meine. Inspiration, Spontaneität, Temperament sind mir unbekannt. […] Nichts in der Kunst darf dem Zufall gleichen“[[Zitiert nach Wilhelm Schmid (Hg),  Wege zu Edgar Degas, München 1988, S. 362.]] (Edgar Degas)

 

Für die vierte Impressionisten-Ausstellung 1879 stellte Degas eine Mini-Retrospektive seines Werkes der 1870er Jahre zusammen: „Miss Lala au Cirque Fernando“ (1879), die beiden Schriftsteller-Porträts von Edmond Duranty (Skizze am 23. März vollendet, Porträt innerhalb von 18 Tagen bis zum 10. April ausgeführt) und Diego Martelli sollten, ergänzt durch Fächer, Pastelle, Monotypien und Druckgrafiken, das technische Spektrum und vor allem die Neuartigkeit seiner Kunst unterstreichen. Auf der sechsten Impressionisten-Ausstellung 1881 stellte Edgar Degas zum ersten und letzten Mal eine Skulptur aus: „Die kleine Tänzerin von 14 Jahren“.

 

 

Die kleine Tänzerin von 14 Jahren (1879–1881)

Edgar Degas zeigte in der sechsten Impressionisten-Ausstellung 1881 die fast einen Meter hohe Plastik einer „kleinen Tänzerin von 14 Jahren“ in Wachs. Zum ersten und letzten Mal in seinem Leben präsentierte sich der Maler als Plastiker. Das Mädchen war täuschend naturalistisch modelliert und mit einem Zopf aus menschlichem Haar, den ein Seidenbändel zusammenhielt, einem Oberteil aus gerippter Seide, leinenen Tanzschuhen und einem aus Tarlatan, d. h. aus einem gazeartigen Stof bestehenden Rock, dem Tutu, ausstaffiert.[[Für die Rekonstruktion des Tutu siehe: Lukas Gloor, Das Tutu der Kleinen 14jährigen Tänzerin von Edgar Degas – ein flüchtiges Gewebe, in: Degas – Rodin (Ausst.-Kat. Van der Heydt Museum, Wuppertal), Wuppertal 2016, S. 301–307.]] Doch nicht nur der Material-Mix, sondern auch Haltung und Gesichtsausdruck, sorgten für einen Skandal. Die Kritik warf Degas vor, er habe keine Plastik geschaffen, sondern ein Mädchen aus den untersten Gesellschaftsschichten abmodelliert, einen Abguss von der kleinen Tänzerin genommen und ausgestellt. Besonderen Anstoß nahm die Kritik an der vorgeblich „schrecklich hässlichen“ Physiognomie des Mädchens, die sich in der fliehenden Stirn und seinen Lippen äußern würden. Paul Mantz, Kritiker von ‚Le Temps“ erklärte: „Ich bete zum Himmel, dass meine Tochter sich nicht in diese Figur verwandelt, in eine gefallene Frau.“. Die junge Ballerina mit dem keck vorgeschobenen Kinn hieß Marie van Goethen und diente Degas noch bis in die Mitte der 1880er Jahre als Modell. Ihre Mutter war Wäscherin, und ihr Vater war Schneider.

Jüngst wird verstärkt darauf hingewiesen, dass Degas gleichzeitig auch zwei Porträtzeichnungen in Pastell ausstellte, die berüchtigte und leicht wiedererkennbare Mörder zeigten: Abadie und Gille. Degas beschäftigte sich zu dieser Zeit u.a. mit den „Physiognomischen Fragmenten“ (1775–1778) von Lavater und zeigte sich auch von Konzepten Charles Darwins, Bénédict-Augustin Morel und den kriminologischen Arbeiten von Lambroso beeindruckt. Durch die Nähe der Pastelle zur revolutionär realistischen Plastik der kleinen Tänzerin steuerte Degas selbst zum Skandal bei. Die Kritik sah in dem Mädchen „eine Blume der frühreifen Verderbnis“.

 

 

Als Folge dieses Skandals zeigte Degas keine einzige seiner rund 150 Kleinplastiken aus Wachs der Ton öffentlich. Allenfalls die wenigen Freunde, denen er in sein Atelier Einlass gewährte, sahen seine Wachsplastiken von Tänzerinnen, sich pflegenden Frauen, Pferden und Reitern. Renoir bezeichnete Degas als den „größten Bildhauer“ seiner Zeit und stellte ihn damit noch über Auguste Rodin (→ Degas & Rodin). Erst posthum wurden 74 der Plastiken in kleiner Auflage in Bronze gegossen, wobei die Wachsform verloren ging. Erst seit 1921 befinden sich diese späten Güsse auf dem Kunstmarkt.

„Petite danseuse de quatorze ans [Kleine 14jährige Tänzerin]“, die einzige große Plastik von Degas, wurde 1921 durch den Giesser Adrien-Aurélien Hébrard in Paris gegossen, da die New Yorker Sammlerin Louise Havemeyer im Jahr zuvor die Preisvorstellungen der Erben für das Einzelstück nicht erfüllen wollte. Die Erben von Edgar Degas autorisierten die Produktion einer Aufage von 12 Exemplaren (10 für den Verkauf und je eine für die Erben und den Giesser) in Bronze, wobei die Entscheidung fiel, dass die assemblierten Details – Haare, Oberteil, Schuhe – in Bronze gegossen werden sollten. Wie die Kleinbronzen erhielten auch diese Bronzeskulpturen eingestanze Buchstaben von A bis J und P für die gesamte Serie, die der Louvre 1931 erwarb. Obwohl im Vertrag von 1918 der Guß von nur noch weiter zehn Exemplaren erlaubt wurde, stellte die ießerei zwischen 1932 und 1936 eine zweite Auflage unbekannter Größe her, die auch nicht konsequent durchnummeriert wurde. Das Original besitzt heute die National Gallery of Art in Washington (Schenkung Paul Mellon).

 

 

Büglerinnen und Modistinnen

Frauen bei der Arbeit ist zweifellos auch das Thema der tanzenden, sich streckenden Balletttänzerinnen der Pariser Oper. Viel deutlicher stellte es Edgar Degas jedoch in seinen Bildern von Büglerinnen und Wäscherinnen dar. Die früheste Fassung von 1869 hat sich in der Zwischenzeit als Porträt seines damaligen Lieblingsmodells Emma Dobigny entpuppt. Die Versionen der 1880er Jahre gelten als eindringlichste und genaueste Beschreibungen der kräfteraubenden Arbeit hinter den Bügeltischen. Degas scheint die Büglerinnen in ihren Wäschereien studiert zu haben, um zu solch realistischen Darstellungen zu kommen. Wie auch schon in seinen Ballett-Bildern zeigt der Maler arbeitende, wartende, sinnierende, sich streckende, gähnende Frauen, die wie durch das Schlüsselloch beobachtet werden. Die Damen scheinen nicht zu wissen, dass sie sich in unklassischen (und daher durchaus als unschönen) Posen präsentieren. Degas gelangt es dennoch die Würde der Frauen aus der Arbeiterklasse zu erhalten, indem er sie zu Typen stilisiert und ihr Rollenverhalten studiert.

Neben dem Beruf der Büglerin begeisterte sich Degas auch für Modistinnen, die für die dekorative Verschönerung von Hüten zuständig waren. In zwanzig Variationen hielt er den Besuch von Damen der Gesellschaft – wie seiner Freundin Mary Cassatt und Madame Strauss (geb. Halévy) – fest. Hier trafen zwei Gesellschaftsschichten aufeinander, hier fand er bunte Hüte und ausgefallene Posen für seine revolutionären, impressionistischen Bildlösungen.

 

 

Badende

Badende, aus der Wanne steigende, sich abtrocknende, sich frisieren lassende Frauen gehören ab 1877 zum weiteren Repertoire des Malers, was er allerdings mit Künstlern wie Renoir, Cézanne u.v.m. teilte. Als Schüler von Ingres war Degas seit seiner Jugend mit Aktdarstellungen konfrontiert und sah in der Linie wie dem Aktstudium die Grundlagen der Malerei. Doch erst ab den späten 1870er Jahren begann er sich mit dem Thema der Badenden zu beschäftigen. Vor allem im Bereich der Grafik – Monotypie (Schwarzgrundmonotypien) und Pastell, auch in Kombination beider Techniken – wurde Degas von der Experimentierlust getrieben und fand zu unzähligen Variationen des immer gleichen Themas – ohne Erzählung, ohne Konventionen. Außergewöhnlich an ihnen sind ihre Posen, die so „natürlich“ und ungezwungen erscheinen, dass man meinen könnte, man würde die sich pflegenden Frauen unbemerkt beobachten. Anstelle von liegenden Akten und Venus-Darstellungen setzte Edgar Degas die alltägliche Frau. Diese widmet sich mit Sorgfalt der Körperpflege, meist drehen sie den Betrachterinnen und Betrachtern ihre Rücken zu.

Sogar ein verständnisvoller Kunstkritiker wie Felix Fénéon sah sich angesichts dieser Darstellungena, die erstmals auf der achten Impressionsiten-Ausstellung in der Öffentlichkeit vorgestellt wurden, mit seinen eigenen Vorurteilen konfrontiert und schrieb von „diesen stark patinierten Körpern, diese durch Vermählung, durch Wochenbett und Krankheiten lädierten Körper, die sich abwetzen oder die Form verlieren.“[[Zitiert nach Anne Mitzen, Intimität und Distanz. Die Badenden im Werk von Degas, in: Degas – Rodin (Ausst.-Kat. Van der Heydt-Museum, Wuppertal), Wuppertal 2016, S. 347–363.]] Dennoch handelt es sich nich um bloßes Zurschaustellen weiblicher Körper, sondern um komplexe Verstrickungen von Körper und Raum, Körperhaltungen, abrupte Bildausschnitte und außergewöhnliche Perspektiven. Er brachte dafür häufig die Formen von Körpern und Möbeln in harmonische Beziehungen. Degas changiert zwischen Bildern voller Intimität und Distanz, zwischen Betonung der (für Zeitgenossen „vulgären“) Körperlichkeit und Verbergen der Gesichter, zwischen Anonymität und Voyeurismus, zwischen Zwischenmenschlichem und einer Metadiskussion über die Möglichkeiten der bildenden Kunst an sich. Zeitgenossen dachten bei den Frauen aus dem Volk nicht an Körperpflege, sondern an das Beseitigen von (moralischem) Schmutz, waren doch Prostituierte gesetzlich zur Hygiene verpflichtet worden.

 

 

Degas und die Druckgrafik

Die Kaltnadelradierung „Mary Cassatt im Louvre“ (1879/80) gehört zu den bekanntesten Druckgrafiken im Werk Edgar Degas‘. In ihr kombinierte er einen fotografischen Blick mit einem künstlerischen Bild als Medium seines Reflektierens über Realität. Die Grafik durchließ eine große Anzahl von Zuständen, was typisch für den experimentellen Charakter von Degas‘ Drucken ist. Immer aber zeigt er seine Künstlerfreundin Mary Cassatt als Rückenfigur vor einem Kunstwerk stehend, während ihre Schwester in den Katalog vertieft die Texte studiert. Wer hat wohl den richtigeren Zugang zur Kunst?

Mehr noch als Radierungen, die Edgar Degas seit Mitte der 1850er Jahre pflegte, spielen Monotypien eine große Rolle in seiner Kunstproduktion. Technisch stehen sie zwischen einer originalen Handzeichnung und einem Druck, wird die Druckerplatte doch mit Farbe bestrichen und diese Farbschicht dann direkt – von Degas auch mit seinen Fingern – bearbeitet. Dieses Motiv wird nur ein Mal abgezogen, der zweite Druck ist nur noch hell zu sehen. Edgar Degas begeisterte sich während der 1890er Jahre für schwarz-weiße Darstellungen. In den folgenden Jahren überarbeitete er jedoch viele dieser Blätter mit Pastellkreide und schuf so einige der exquisitesten Kompositionen seines Werks.

 

 

Degas‘ Landschaften

Eine Sonderstellung nehmen Landschaftsdarstellungen im Werk von Degas ein. Er selbst nannte seine wenigen Naturausschnitte „paysages imaginaires“. Diese sind aufgrund ihres mitunter hohen Abstraktionsgrades Abkehr vom Gesehenen und Hinwendung zur Verinnerlichung. Man könnte hier an die alte Freundschaft von Degas und dem Symbolisten Moreau denken bzw. die wöchentlichen Zusammenkünfte mit Stephane Mallarmé bei Berthe Morrisot. Damit inspirierte der immer mehr an Erblindung leidende Künstler kommende Generationen wie Paul Gauguin, der diese visionäre Sicht auf die Umwelt bis in den Pazifik mitnahm.

Degas‘ Landschaften entstanden vor allem Ende der 1850er Jahre in Italien, 1869 bei einem Aufenthalt in der Normandie und während der 1890er Jahre. Im Jahr 1892 präsentierte er auf einer Ausstellung ausschließlich Landschaftsmonotypien. Obschon diese Landschaften sich an Reiseimpressionen entzündeten, ließ Degas in ihnen auch den Zufälligkeiten der Techniken und seiner Vorstellung freien Lauf – so manche Küstenzone erinnert beispielsweise rudimentär an die Formen weiblicher Körper. In dieser Hinsicht können Degas‘ Landschaften als bewusster Gegenentwurf zur impressionistischen Prämisse des unmittelbaren Augeneindrucks, so wie es vor allem Claude Monet während der 1870er Jahre vertrat, gewertet werden.

 

Spätwerk

„Es ist unabänderlich, meine liebe Louise, aber Du musst mich für heute Abend entlassen und – ich will es Dir ganz unumwunden sagen – gilt dies auch für die nächste Zeit. […] Ich bin nur eine Last für Eure jungen Gäste, die ihrerseits für mich unerträglich geworden sind. Lass mich allein in meiner Wohnung, wo ich glücklich bin. Es gibt viele schöne Momente, an die wir uns erinnern können. […] Dein langjähriger Freund, Degas.“[[Zitiert nach Nicole Hartje-Grave, Rodin und Degas – Artistes engagés? Zwei Künstler im Spannungsfeld von Politik und Gesellschaft, in: Degas – Rodin (Ausst.-Kat. Van der Heydt Museum, Wuppertal), Wuppertal 2016, S. 73–113, hier S. 111.]] (Degas an)

 

Die letzten zwanzig Jahre des Werks von Edgar Degas sind gekennzeichnet von dessem völligen Rückzug in die Privatheit nach der Dreyfus-Affäre. Die politischen Diskussionen der 1890er Jahre rund um den jüdischen Hauptmann Alfred Dreyfus spaltete nicht nur die Nation, sondern auch die Künstlerschaft der Avantgarde. Rund um Zola als Verteidiger scharten sich Claude Monet, Camille Pissarro, Mary Cassatt, Paul Signac, Félix Vallotton, die Kunstkritiker Mirbeau und Fénéon. Als Anti-Dreyfusarden betätigten sich hingegen Cézanne, Renoir und besonders lautstark Edgar Degas. Diese unerbittliche Haltung, die sich als Antisemitismus zeigte, ließ Degas viele seiner sozialen Kontakte und Freundschaften aufgeben. Er lehnte in aller Öffentlichkeit das Werk des  Juden Camille Pissarro ab, zerstritt sich mit seiner langjährigen Kollegin Mary Cassatt und nahm nicht mehr an den wöchentlichen Essen der Familie Halévy teil.

 

 

Degas und die Fotografie

Die Bedeutung der Fotografe für die Kunst von Degas ist trotz faktischer Belege nicht unumstritten.[[Die folgenden Ausführungen basieren auf Ulrich Pohlmann Degas und die Fotografie, in: Gerhard Finckh (Hg.), Degas – Rodin (Ausst.-Kat. Van der Heydt-Museum, Wuppertal), Wuppertal 2016, S. 155–169.]] Interessanterweise wurden bei der posthumen Auktion von Degas‘ Vermächtnis in der Galerie Durand-Ruel, die nach dessen Tod 1918 noch während des Ersten Weltkrieges durchgeführt wurde, keine Fotografien angeboten. Posthum haben mehrere Freunde des Künstlers wie Ernest Rouart, Paul Valéry, Ludovic Halévy und Jacques-Émile Blanche Degas‘ großes Interesse an der Fotografe bezeugt. Konkret ist der Einfluss der Fotografie auf Degas‘ Bildauffassung nur für wenige Werke nachweisbar wie dem Selbstporträt „Degas grüßend“ (1863, Calouste Gulbenkian Museum, Lissabon) oder dem „Porträt der Fürstin Pauline von Metternich“ (1865, The National Gallery London), die auf Visitenkarten-Aufnahmen aufbauen. Ob und, wenn ja, wie sich Degas vielleicht auch von Momentfotografien (so genannten vues instantanées) der 1860er Jahre beeinflussen ließ, ist nicht dokumentiert. Zumindest scheinen angeschnittene Personen, deren ungewöhnliche, weil dezentralisierte Positionierungen im Bildfeld, außergewöhnliche Perspektiven nicht nur von japanischen Farbholzschnitten abhängig gewesen zu sein, sondern auch von der aufkommenden Straßen- und Momentfotografie.

Inwiefern Eadweard Muybridges (1830–1904) fotografische Untersuchungen von tierischen und menschlichen Bewegungen („The Horse in Motion“ um 1886, „The attitudes of animals in motion“ 1881, „Animal Locomotion, an Electro-Photographic investigation of consecutive phases of animal movement“ 1887, „The Human Figure in Motion“ 1901) sich auf Degas‘ Produktion auswirkte, ist strittig. Ab 1888 passte er seine Darstellungen von Pferden dem neuen Wissen an. Mindestens sechs der dynamischen Pferdeskulpturen sind ebenfalls davon inspiriert.

Edgar Degas beschäftigte sich ab den frühen 1880er Jahren selbst mit der Fotografie und im Jahr 1895/96 intensiv mit dem Fotografieren. Während eines Kuraufenthaltes in Puy-de-Dôme in der Auvergne im Sommer 1895 begann er sich mit dieser Technik auseinanderzusetzen. Die heute erhaltenen 44 Originalabzüge und -negative sind nur ein Bruchteil der ursprünglich angerfertigten Aufnahmen des Künstlers. Die Motive der Fotografien zeigen einige Landschaften und weibliche Akte, Degas‘ Künstlerfreunde, ihm nahestehende Familien und gelegentlich auch sich selbst in seinem Atelier und in Wohnungen. Da der Maler diese Aufnahmen nie als Bildquellen für seine Porträts verwendete, darf man wohl annehmen, dass das Fotografieren an sich die künstlerische Betätigung für ihn darstellte. Die größten Übereinstimmungen finden sich in den Zeichnungen des Künstlers.

 

„Warum ich nie geheiratet habe? Nun, ich fürchtete immer, meine Frau könnte eines meiner Bilder ansehen und sagen: ‚Mmm, das ist hübsch…’ Da ist die Liebe und da die Malerei und wir haben doch nur ein Herz!“ (Edgar Degas)

 

Nachlassauktionen

1911 fand im Fogg Art Museum der Harvard Universität in Cambridge die erste Degas gewidmete Museumsausstellung statt. Edgar Degas starb am 27. September 1917, im selben Jahr wie Auguste Rodin. Obwohl Degas mitten in den Wirren des Ersten Weltkriegs verschied, organisierten seine Nachkommen gemeinsam mit den beiden Kunsthändlern Paul Durand-Ruel und Ambroise Vollard erstaunlich schnell Nachlassauktionen. Während Paris umkämpft wurde, fanden drei Versteigerungen der Kunstsammlung Degas‘ (am 26./27.3.1918 die erste) und fünf Versteigerungen seiner eigenen Werke in seinem Atelier (die erste im Mai 1918) statt. In der ersten Auktion von Degas‘ Werk wurden 113 Ölgemälde, 196 Pastelle und 27 Zeichnungen versteigert. Darunter befand sich auch das Gemälde „Die Familie Bellelli“ (1858–1867), das der französische Staat für die hohe Summe von 500.000 Francs schon vor der Auktion erworben hatte.

 

Biografie von Edgar Degas (1834–1917)

Am 19. Juli 1834 wurde Edgar Degas (Hillaire Germain Edgar De Gas) als Sohn des Bankiers Laurent Pierre Augustin Hyacinthe De Gas und dessen Frau Marie Célestine Musson (verheiratet seit dem 14. Juli 1832), einer aus New Orleans stammenden Kreolin, in der Nr. 8 Rue Saint-Georges, im damals aufstrebenden 9. Arrondissement in Paris geboren. Der Vater hatte den Namen „Degas“ in „De Gas“ geändert. Edgar Degas kehrte in den 1860er Jahren zur alten Schreibweise zurück.
1838 Geburt seines Bruders Achille De Gas (16.11.) in Paris.
1840 Geburt seiner ersten Schwester Thérese De Gas (8.4.) in Neapel.
1842 Geburt seiner Schwester Marguerite De Gas in Passy (2.7.). Seine Tante Laura De Gas heiratete Baron Gennaro Bellelli in Neapel (31. August).
1845 Geburt seines Bruders René De Gas (6.5.) in Paris.
1846–1853 Degas besuchte ab dem 5. Oktober das Lycée Louis-le-Grand. Seine wichtigsten Freunde lernte er in der Schule kennen: Alfred Niaudet (bis 1852, machte ihn mit den Familien Bréguet und Halévy bekannt), Paul Valpinçon und Ludovic Halévy. Edgar Degas zeichnete gern und besuchte häufig die Museen.
1847 Tod seiner Mutter (5.9.).
1848 Während der Revolution in Neapel wurde sein Cousin Gustavo Morbilli getötet.
1849 Im Mai musste Gennaro Bellelli Neapel wegen seiner aktiven Teilnahme an der Revolution verlassen. Er ging nach Marseilles, London, Paris und Florenz.
1852 Degas erhielt das certificat d’aptitude für das Baccalaureat. Besuchte ab Oktober Logik und Kunst Klassen am Louis-le-Grand.
1853 Erhielt den Abschluss am 23. März und am 7. April die Erlaubnis, im Louvre zu kopieren (Karte Nr. 611, Lehrer Barrias) und am 9. April für das Kupferstichkabinett an der Bibliothèque Nationale. Am 12. November schrieb er sich für die Rechtsfakultät das erste und letzte Mal ein. Erste datierte Zeichnung, ein Porträt seines Bruders Achille, vom 11. Dezember `53.
1854 Begann Ende Oktober Raffaels „Porträt eines jungen Mannes“ (heute Franciabigio zg., Louvre).
1855 Édouard Valpinçon (1807–1881), der Vater seines Freundes Paul und ein bekannter Sammler, nahm Degas zu einem Besuch bei Jean-Auguste-Dominique Ingres (1780–1867) mit. Im März Aufnahmetests und im Sommersemester Aufnahme an der École des Beaux-Arts als Student der Malerei-Bildhauerei-Sektion. Er wurde als einziger Student von Louis Lamothe (1822–1869) vorgestellt, seine Kommilitonen Henri Fantin-Latour, Léon Tourny, Ottin und Régamey arbeiteten unter Lecoq de Boisbaudran, Hippolyte Flandrin (1809–1864), Cogniet, Picot und Gleyre. Besuch der Weltausstellung, wo er u. a. Werke von Ingres kopierte. Zeichnete Adélaïde Ristori als Schillers Mary Stuart. Besuchte Lyons, wo Flandrin, unterstützt durch Lamothe, an den Fresken der Kirche Saint-Martin-d’Ainay arbeitete. Reisen nach Arles, Sète, Nîmes und Avignon. Im Musée Calvet kopierte er David’s „Tod des Bara“.
1856 Der Grafiker Grégoire Soutzo, ein Freund von Degas‘ Vater, wurde zum wichtigen Inspirator, da er „die Natur mutig mit der Umrisslinie“ definiert. Kopierte nach Soutzo und Serret. Sah Adélaïde Ristori in ihrer zweiten Rolle in Paris: Medea von Legouvé, im Kostüm von Ary Scheffer. Reise nach Neapel, wo er im Nationalmuseum kopierte, ein Porträt seiner Cousine Giovanna Bellelli und eine „Ansicht von Neapel“ schuf. Am 7. Oktober Weiterreise nach Civitavecchia und Rom, wo er bis Ende Juli 1857 bliebt.
1857 Nahm an den abendlichen Akten in der Akademie in der Villa Medici teil, kopierte in Kirchen und den Vatikanischen Museen, zeichnete Straßenszenen und die Gärten der Villa Borghese. Von 1. August bis Ende Oktober hielt sich Degas bei seinem Großvater in einer Villa bei San Rocco di Capodimonte auf.
Vom 22. Oktober 1857 bis zum Juni 1858 hielt sich Gustave Moreau (1826–1898) in Rom auf und traf die Maler Édouard Brandon (späterer Freund von Degas und wichtiger Sammler seiner Kunst) sowie Émile Lévy. Ende Oktober kehrte Degas nach Rom zurück und kopierte in der Sixtinischen Kapelle, der Galleria Doria Pamphilij und dem Kapitolinischen Museum. Er studierte Claude Lorrains Kupferstiche in der Corsini Galerie und zeichnete das Castel Sant‘Angelo.
1858 Im Januar vermutlich erstes Zusammentreffen mit Moreau in der Villa Medici. Von Februar bis Mai Kopien nach Giulio Romano, Correggio, Raffael und Veronese in der Galleria Borghese und der Accademia di San Luca. Im Juli Reise nach Florenz, über Viterbo, Orvieto, Perugia, Assisi, Spello, Arezzo (u. a. Signorelli Fresken), wo er am 4. August ankam. Seine Tante Laura Bellelli lud ihn ein, bei ihr zu wohnen. Er blieb bis März 1859 und kopierte in den Uffizien und im Kloster Santa Annunziata. Seine Porträts von Familienmitgliedern werden verschieden aufgenommen. Sein Vater Auguste De Gas unterstützte ihn moralisch.
1859 Anfang März Besuch von Siena und Pisa gemeinsam mit Moreau. Sie kopierten Benozzo Gozzolis Fresken im Campo Santo. Ende des Monats Rückkehr nach Paris über Livorno, Genua (sah die van Dycks im Palazzo Rosso), Turin, Mont-Cenis, Saint-Jean-de-Maurienne, Lac du Bourget und Mâcon. Anfang April Ankunft in Paris, wo Degas bei seinem Vater wohnte. Anfang Oktober bezog Degas sein erstes eigenes Atelier in der Rue de Laval 13, im 8. Arrondissement.
1860 Kopierte Delacroix‘ Gemälde „Christus am See Genezaret“ und „Mirabeau und Dreux-Bréze“. Am 21. März kam Degas in Neapel an und fuhr am 2. April zu den Bellellis nach Florenz weiter. Wohl schon im Mai Rückkehr nach Paris, mit einer Porträtzeichnung von Gennaro, die er im Familienbildnis einbaute. Aufgrund des Marschs der 1000 von Garibaldi und der Gründung des Königreichs Italien konnte Gennaro Bellelli wieder nach Neapel zurückkehren, wo er 1861 zum Senator gewählt wurde.
1861 Rückkehr nach Paris, kopierte erneut im Louvre.
1862 Erste Begegnung mit Édouard Manet (1832–1883), als dieser ihn störte, als er Velazquez‘ Infantin Margarita auf Kupferplatte kopierte (→ Diego Velázquez. Portaits und Rokeby-Venus). Am 21. November schrieb sein Vater in einem Brief an seinen Schwager Michel Musson: „Unser Raffael ist am Arbeiten, aber hat noch nichts produziert, dass wirklich fertig ist, uns die Jahre ziehen ins Land.“
1864 Degas besuchte Ingres, der in seinem Atelier eine kleine Ausstellung organisiert hatte. Dort sah er „Homer und sein Führer“ (Brüssel), das „Porträt von Mme Moitessier“ (London, The National Gallery) und eine runde Version des „Türkischen Bades“ (1863, Paris, Louvre). Im Salon stellte Moreau „Oedipus und die Sphinx“ aus, das von Prinz Napoleon erworben wurde. Hier dürfte Degas Meissoniers „Napoleon III. in der Schlacht von Solferino“ kopiert haben.
1865 Degas‘ Werk „Mittelalterliche Kiegsszene“ wurde am Salon ausgestellt. Manet präsentierte sein Gemälde „Olympia“ zusammen mit der „Verspottung Christi“ (Chicago, The Art Institute of Chicago) aus.
1866 Im Salon ist sein „Szene aus einem Hindernisrennen. Der gestürzte Jockey“ (Washington D. C., National Gallery of Art)“ zu sehen.
1867 Ingres starb, Courbet organisierte seinen Pavillon du Réalisme, und Manet stellte seine Werke ebenfalls in einem eigenen Pavillon aus. Degas besuchte die Weltausstellung einige Male. Hier schien er sich besonders für die englische Malerei interessiert zu haben. Bei Alfred Stevens traf Degas den deutschen Maler Adolf Menzel. Degas reichte am Salon das Gruppenportrat „Die Familie Bellelli“ und das Doppelbildnis seiner Cousinen Giovanna und Giulia Bellelli ein.
1868 Im Frühling begann Degas das Café Guerbois in der Grande Rue des Batignolles 11 (heute Avenue de Clichy 9) zu besuchen. Ließ sich das letzte Mal als Kopist im Louvre eintragen. Am Salon zeigte er „Mlle Fiocre im Ballett „La Source““.
1869 Erfolg in Brüssel. Der Bruder von Alfred Stevens bot Degas einen Jahresvertrag von 12.000 Francs an, den der Künstler ausschlug. Im Salon stellte er „Madame Gaujelin“ aus. Im Juli und August besuchte Degas Étretat und Villers-sur-Mer. In Boulogne-sur-Mer besuchte er Manet. An der Normandy-Küste malte er einige Landschaften in Pastel.
1870 Am 12. April publiziert Paris-Journal einen Brief von Degas an den Salon, dem er einige Vorschläge machte, die Präsentation der Werke zu verbessern: nur zwei Reihen von Gemälden und ein Abstand von zumindest 20 oder 30 Zentimeter, eine Mischung aus Zeichnungen und Ölgemälden sowie das Recht eines jeden Ausstellenden, sein Werk nach wenigen Tagen zurückzuziehen. Er stellte zwei Porträts „Mme Camus in Rot“ und „Mme Théodore Gobillard“ aus, die von Théodore Duret und Duranty kommentiert wurden. Am 19. Juli erklärte Frankreich Preußen den Krieg, und Degas diente im September freiwillig in der Nationalgarde. Sein Freund, der Bildhauer Joseph Cuvelier, starb in Malmaison und wurde sterbend noch von Tissot gezeichnet. Gemeinsam mit Édouard Manet diente Degas bei der Artillerie.
1871 Ende September informierte Degas Tissot brieflich, dass er eine Reise nach London plane und „Das Orchester der Opéra“ ausgestellt hatte. Im Oktober hielt sich Degas endlich in London auf, wo er vielleicht die „Second Anual Exhibition of the Society of French Artists“ in der 168 New Bond Street sah, die von Paul Durand-Ruel organisiert worden ist.
1872 Im Januar kaufte Durand-Ruel zum ersten Mal drei Werke direkt von Degas. Auf der „Fourth Exhibtion of the Society of French Artists“ war er mit „Der Fehlstart“ und „Das Ballett aus „Robert le Diable““ vertreten. Edgar und Rene reisten im Herbst nach New Orleans, wo die beiden bei ihrem Onkel, dem Baumwollhandler Henri Musson, und dessen Familie bleiben. Es entstanden zahlreiche Porträts der Familie Musson, darunter auch das Gruppenbildnis „Das Baumwollkontor in New Orleans“.
1873 Rückkehr nach Paris im Frühling. Im Dezember erste Treffen zur Organisation der neuen Künstlervereinigung im Atelier von Pierre-Auguste Renoir.
1874 Erste Gruppenausstellung der Societe anonyme des artistes peintres, sculpteurs, graveurs etc. im ehemaligen Atelier des Fotografen Nadar (1820–1910), die als die erste Impressionisten-Ausstellung 1874 in die Kunstgeschichte einging. Degas stellte zehn Werke aus, darunter zwei Darstellungen von Ballettklassen, „Beim Rennen auf dem Land“ (Boston, Museum of Fine Arts) und das Pastell „Die Büglerin“.
1875 Nach dem Tod des Onkels Achille Degas in Neapel werden die Hinterlassenschaft sowie das Bankunternehmen unter den Familienmitgliedern aufgeteilt. Degas muss in den kommenden Jahren allein für die Schulden der Bank aufkommen, die 1878 aufgelöst wurde. Daher war Degas erstmals auf den Verkauf seiner Werke angewiesen.
1876 Zweite Gruppenausstellung der Societe anonyme des artistes in der Galerie von Durand-Ruel (→ Zweite Impressionisten-Ausstellung 1876). Degas ist mit 22 Werken vertreten. Der Kunstkritiker Edmond Duranty (1833–1880) verteidigte die neue Malerei und hob die Bedeutung von Degas her.
1877 In der dritten Impressionisten-Ausstellung 1877 war Degas mit über 23 Gemälden, Pastelle und Monotypien vertreten. Zog im Herbst auf den Montmartre um.
1878 Erster Ankauf durch ein Museum: Das Musée des Beaux-Arts im südfranzösischen Pau erwarb „Das Baumwollkontor in New Orleans“. Louisine Elder, spätere Havemeyer, kaufte Werke von Degas für ihre Sammlung.
1879 Vierte Impressionisten-Ausstellung 1879, Degas präsentierte neben Gemälden sowie Pastellen auch auf Seide gemalte Fächer. Einladung an Mary Cassatt.
1880 Fünfte Impressionisten-Ausstellung 1880.
1881 Degas‘ Skulptur „Kleine vierzehnjährige Tänzerin“ wurde zwei Wochen nach Eröffnung der Sechsten Impressionisten-Ausstellung 1881 gezeigt und verursachte einen Kunstskandal.
1882 Keine Teilnahme an der Siebten Impressionisten-Ausstellung 1882. Stattdessen liess er Durand-Ruel mehrere seiner Werke in der Londoner White‘s Gallery ausstellen.
1883 Tod von Édouard Manet. Reiste in die Normandie und Dieppe.
1885 Umfassende Retrospektive zu Eugéne Delacroix in der École des Beaux-Arts. Beschäftigte sich mit Fotografie.
1886 Auf der achten Impressionisten-Ausstellung 1886 zeigte Degas Pastelle mit Frauen bei der Toilette.
1889 Gemeinsam mit dem italienischen Maler Giovanni Boldini (1842–1931) Reise nach Madrid und Tanger (Marokko).
1890 Umzug in ein Atelier in der Rue Victor Masse 37, wo er die kommenden 22 Jahre verbrachte. Gemeinsam mit dem Bildhauer Albert Bartholome (1848 – 1928) Reise nach Dienay im Burgund. Aufbau einer eigenen Sammlung mit Werke von Zeitgenossen und Alten Meistern.
1892 Erste Einzelausstellung (von zwei) in der Pariser Galerie von Durand-Ruel.
1895 Degas nahm Fotografien auf, die in der Pariser Galerie Tasset et Lhote ausgestellt wurden.
1898 Degas wandte sich als „Anti-Dreyfusard“ von vielen seiner jüdischen Freunde ab, darunter auch von der Familie Halevy.
Ab 1900 war Degas fast vollkommen erblindet und verließ seine Wohnung kaum noch. Er vereinsamte.
1911 Zweite Einzelausstellung im Fogg Art Museum in Cambridge, Massachusetts. Das Städel Museum in Frankfurt am Main erwarb Degas‘ Gemälde „Musiker im Orchester“ von Durand-Ruel.
1912 Da das Wohnhaus in der Rue Victor Masse abgerissen werden sollte, war Degas zu einem letzten Umzug gezwungen. Degas zog in eine Wohnung auf dem Boulevard de Clichy.
1917 Degas starb am 27. September in Paris und wurde am Folgetag in der Familiengruft auf dem Friedhof des Montmartre beigesetzt.
1918/19 Nach Degas‘ Tod erstellte Durand-Ruel die Bestandsliste des Nachlasses. Sie diente als Grundlage für vier Versteigerungen mit fast 2.000 Werken von Degas und knapp 250 Arbeiten aus seiner Sammlung. Die erste Auktion fand noch während des Ersten Weltkrieges statt.

 

Edgar Degas: Bilder

  • Edgar Degas, Selbstbildnis / Bildnissstudie nach Parmigianino (recto/verso), 1854, Bleistift, 33 x 23,8 cm (Privatsammlung)
  • Edgar Degas, Der sterbende Sklave (nach Michelangelo), um 1855, Bleistift, 33 x 25 cm (Privatsammlung)
  • Edgar Degas, Reiter (Kopie nach dem Parthenon-Fries), 1855, Bleistift, 23,5 x 30,2 cm (Kunsthalle Bremen – Kupferstichkabinett –  Der Kunstverein in Bremen)
  • Edgar Degas, E. Degas, par lui-même / Selbstporträt, 1855, Radierung auf Bütten (Coninx Sammlung, Zürich)
  • Edgar Degas, Zwei Pferde im Profil, 1855/56, Bleistift, 25,7 x 37,5 cm (Musée du Louvre, Département des Arts Graphiques, Fonds du Musée d’Orsay, Paris)
  • Edgar Degas, Figurenstudien nach den Seligen in Michelangelos Jüngstem Gericht in der Sixtinischen Kapelle, um 1856/57, Bleistift, 28,4 x 23,5 cm (Kunsthalle Bremen – Kupferstichkabinett  – Der Kunstverein in Bremen)
  • Edgar Degas, Zwei sitzende Frauenakte, sich in die Haare fassend, o. J., Bleistift auf rosa Papier, 28,8 x 32,1 cm (Kunsthalle Bremen – Kupferstichkabinett  – Der Kunstverein in Bremen)
  • Edgar Degas, Selbstporträt mit weichem Hut, 1857/58, Öl auf Papier auf Leinwand, 26 x 19 cm (Sterling and Francine Clark Art Institute, Williamstown MA)
  • Edgar Degas, Schwebende Engel nach Luca Signorelli, 1858, Schwarze Kreide, Bleistift, Feder in Braun, Pinsel, laviert, Rötelspuren, 31,6 x 23 cm (Albertina, Wien)
  • Edgar Degas, Porträt Madame Ducros, 1858, Öl auf Leinwand, 33 x 24 cm (Musée Marmottan Monet, Paris)
  • Edgar Degas, Ruhende Pferde und Reiter in römischer Landschaft, um 1858, Öl auf Leinwand, 54 x 65 cm (Kunstmuseum Bern, Schenkung Justin K. Thannhauser, Bern)
  • Edgar Degas, Venus (Kopie nach Botticelli), 1858/59, Bleistift, 33 x 22,5 cm (Privatsammlung)
  • Edgar Degas, Die Schlacht von San Romano (Kopie nach Ucello), 1859, Bleistift, 24,5 x 39,2 cm (Privatsammlung)
  • Edgar Degas, Sitzende junge Frau, o. J., Kohle, 30,5 x 24 cm (Stephen Ongpin Fine Art, London)
  • Edgar Degas, Aktstudie, um 1858/60, Leinwand, 53 x 62,5 cm (Von der Heydt-Museum Wuppertal)
  • Edgar Degas, Einzug der Kreuzritter in Konstantinopel. Kopie nach Delacroix, um 1860, Öl auf Karton, 35 x 38 cm (Kunsthaus Zürich, Schenkung René Wehrli, 2005)
  • Edgar Degas, Junge Spartanerinnen fordern Knaben zum Wettkampf heraus, um 1860, Öl auf Leinwand, 97,4 × 140 cm, Chicago, The Art Institute of Chicago, Charles H. and Mary F. S. Worcester Fund, Inv. Nr. 1961.334, Lemoisne 71 g)
  • Edgar Degas, Junge Spartanerinnen fordern die jungen Männer heraus, um 1860, Öl auf Leinwand, 109.2 x 154.3 cm (The National Gallery, London)
  • Edgar Degas, Der Triumph der Flora (Kopie nach Poussin), um 1860, Feder und Pinsel in Braun, laviert, 23,5 x 32 cm (Privatsammlung)
  • Edgar Degas, Christus am Kreuz nach Andrea Mantegna, um 1853–1861, Bleistift, weiß gehöht, 30,5 x 23,6 cm (Sammlung Klüser, München)
  • Edgar Degas, Die Tochter Jephtas, 1859–1861, Öl auf Leinwand, 195,6 x 298 cm (Smith College Museum of Art, Northampton, Massachusetts)
  • Edgar Degas, Der Kalvarienberg (Kopie nach Mantegna), 1861 (Musée des Beaux-Arts de Tours)
  • Edgar Degas, Semiramis erbaut Babylon, 1860–1862, Öl auf Leinwand, 151 x 258 cm (Musée d’Orsay, Paris)
  • Edgar Degas, Der Raub der Sabinerinnen (Kopie nach Poussin), 1861/62, Öl auf Leinwand, 149,9 x 207 cm (The Norton Simon Museum, Pasadena)
  • Edgar Degas, Herrenreiter vor dem Start, 1862 (1882 überarbeitet), Öl auf Leinwand, 48,5 x 61,5 cm (Paris, Musée d’Orsay)
  • Edgar Degas, Selbstporträt mit erhobenem Hut, um 1863, Öl auf Leinwand, 92,5 x 66,5 cm (© Calouste Gulbenkian Foundation, Lisbon M.C.G.)
  • Edgar Degas, Kriegsszenen aus dem Mittelalter, 1865, Öl und Essence auf Papier, auf Leinwand aufgezogen, 83,5 x 148,5 cm (Musée d’Orsay, Paris)
  • Edgar Degas, Pauline Fürstin von Metternich, 1865, Öl auf Leinwand, 40 x 28,8 cm (The National Gallery London)
  • Edgar Degas, Die Bellelli Familie, 1858–1867, Öl auf Leinwand, 200 x 250 cm (Musée d’Orsay, Paris)
  • Edgar Degas, Edmondo und Therese Morbilli, um 1865, Öl auf Leinwand, 116,5 × 88,3 cm (Boston, Museum of Fine Arts, Gift of Robert Treat Paine II, Inv. Nr. 31.33, Lemoisne 164)
  • Edgar Degas, Mme Gobillard (Metropolitan Museum, New York)
  • Edgar Degas, Edouard Manet, sitzend, 1864/65, Bleistift auf Papier, 33,1 x 23 cm (The Metropolitan  Museum of Art, New York)
  • Edgar Degas, Pferde vor dem Start, 1866–1868, Öl auf Papier, auf Leinwand geklebt, 46 x 61 cm (Paris, Musée d’Orsay, bequeathed by Count Isaac de Camondo, 1911, RF 1981)
  • Edgar Degas, Portrait de Mlle…E[ugénie] F[iocre], um 1867/68, Öl auf Leinwand, 130,8 x 145,1 cm (Brooklyn Museum of Art, New York)
  • Edgar Degas, Intérieur. Die Vergewaltigung, 1868/69, Öl auf Leinwand, 81,3 x 114,3 cm (Philadelphia Museum of Art)
  • Edgar Degas, Monsieur und Madame Manet, 1868/69, Öl auf Leinwand, 65 × 71 cm (Kitakyūshū Municipal Museum of Art, Kitakyūshū, Präfektur Fukuoka)
  • Edgar Degas, Thérèse de Gas Morbilli, 1869, Pastell auf Papier (Privatsammlung)
  • Edgar Degas, Berg am Wasser, 1869, Kohle und Pastell auf braunem Papier, 31,5 x 48,2 cm (Von der Heydt-Museum Wuppertal)
  • Edgar Degas, Bouderie [Schmollen/Missgestimmt], um 1869/70, Öl auf Leinwand, 32,4 × 46,4 cm, Bez. u. r.: „E. Degas“, New York, The Metropolitan Museum of Art, H. O. Havemeyer Collection. Bequest of Mrs. H. O. Havemeyer, 1929, Inv. Nr. 29.100.43, Lemoisne 335)
  • Edgar Degas, Portrait, le soir [Madame Camus], 1869/70, Öl auf Leinwand, 72,7 x 92,1 cm (National Gallery of Art, Washington, Chester Dale Collection)
  • Edgar Degas, Die Orchestermusiker, um 1870, Öl auf Leinwand, 56,6 x 46 cm (Musée d’Orsay, Paris)
  • Edgar Degas, Classe de danse [Tanzklasse], um 1870, Öl auf Leinwand, 19.7 x 27 cm (Metropolitan Museum, New York, H. O. Havemeyer Collection, Bequest of Mrs. H. O. Havemeyer, 1929)
  • Edgar Degas, Jeantaud, Linet und Lainé, 1871, Öl auf Leinwand, 38 x 46 cm (Musée d’Orsay, Paris)
  • Edgar Degas Eine Bäuerin (junge Frau mit weißer Kopfbedeckung), 1871, Öl auf Leinwand, 40 x 32 cm (The Hugh Lane Municipal Gallery of Modern Art, Dublin)
  • Edgar Degas, Porträt Henri Rouart (1833–1912), 1871, Öl auf Leinwand, 27 x 22 cm (Musée Marmottan Monet, Paris)
  • Edgar Degas, Die Tanzklasse, um 1871, Öl auf Leinwand, Öl auf Holz, 19,7 x 27 cm (Metropolitan Museum of Art, New York)
  • Edgar Degas, Pferde auf der Weide, 1871, Öl auf Leinwand, 31,8 x 40 cm (National Gallery of Art, Washington, Chester Dale Fund, 1995.11.1)
  • Edgar Degas, Die Orchestermusiker, 1872, Öl auf Leinwand, 69 x 49 cm (Städel Museum, Frankfurt am Main)
  • Edgar Degas, Die Tanzklasse, 1872, Öl auf Leinwand, 32 x 46 cm (Musée d’Orsay, Paris)
  • Edgar Degas, Das Baumwollkontor in New Orleans (Porträts in einem Büro, New Orleans), 1873, Öl auf Leinwand, 73 × 92 cm, Bez. u. r.: „Degas / Nlle Orleans / 1873“ (Pau, Musée des Beaux-Arts de Pau, Inv. Nr. 878.1.2, Lemoisne 320)
  • Edgar Degas, Die Gesangsprobe, um 1872/73, Öl auf Leinwand, 81 × 65 cm, Washington D. C., Dumbarton Oaks, House Collection, Gift of Mildred and Robert Woods Bliss, Inv. Nr. HC.P.1918.02 (O), Lemoisne 331)
  • Edgar Degas, Im Café (Der Absinth), 1873, Öl auf Leinwand, 92 x 68 cm (Musée d’Orsay, Paris)
  • Edgar Degas, Ecole de danse [Ballettschule], 1873, Öl auf Leinwand, 48.3 x 62.5 cm (Corcoran Gallery of Art, Washington, D.C., William A. Clark Bequest, 1926.26.73)
  • Edgar Degas, Tanzunterricht, 1871–1874, Öl auf Leinwand, 85 x 75 cm (Paris, Musée d’Orsay, Vermächtnis des Comte Isaac de Camondo, 1911)
  • Edgar Degas, Aux Courses en province [Bei den Rennen am Land], 1871/1874, Öl auf Leinwand, 34 x 41.9 cm (Museum of Fine Arts, Boston, S. A. Denio Collection—Sylvanus Adams Denio Fund and General Income)
  • Edgar Degas, Répétition de ballet [Ballettprobe], um 1874, Öl auf Leinwand, 54.3 x 73 cm (Metropolitan Museum of Art, New York, H. O. Havemeyer Collection, Gift of Horace Havemeyer, 1929)
  • Edgar Degas, Examen de danse, 1874, Öl auf Leinwand, 83.5 x 77.2 cm (Metropolitan Museum of Art, New York, Bequest of Mrs. Harry Payne Bingham, 1986)
  • Edgar Degas, Blanchisseuse (Silhouette) [Bügelnde Frau (Silhouette)], um 1874 (vielleicht: Öl auf Leinwand, 54.3 x 39.4 cm, The Metropolitan Museum of Art, New York, H. O. Havemeyer Collection, Bequest of Mrs. H. O. Havemeyer, 1929)
  • Edgar Degas, Die Tanzklasse des Monsieur Perrot, 1873–1875, Öl auf Leinwand, 85 x 75 cm (Musée d‘Orsay)
  • Edgar Degas, Henri Rouart vor seiner Fabrik, um 1875, Öl auf Leinwand, 65,1 x 50,2 cm (Carnegie Museum of Art, Pittsburgh)
  • Edgar Degas, Auf der Hinterbühne, um 1875, Öl auf Leinwand, 24,2 x 28,8 cm (National Gallery of Art, Ailsa Melon Bruce Collection, Washington)
  • Edgar Degas, Musiker im Orchester, 1870–1876, Öl auf Leinwand, 69 x 49 cm (Städel Museum, Frankfurt)
  • Edgar Degas, Place de la Concorde, Victomte Lepic und seine Töchter, 1876, Öl auf Leinwand, 79 x 118 cm (Eremitage St. Petersburg)
  • Edgar Degas, das Ballett auf „Robert le Diable“, 1876, Öl auf Leinwand, 66,6 x 81 cm (Victoria and Albert Museum, London)
  • Edgar Degas, Danseuses à la barre [Tänzerinnen an der Stange], 1876/77, Öl auf Leinwand, 75.6 x 81.3 cm (H. O. Havemeyer Collection, Bequest of Mrs. H. O. Havemeyer, 1929)
  • Edgar Degas, Danseuses à la barre [Tänzerinnen an der Stange], 1877, Mischtechnik auf Leinwand, 75,6 x 81,3 cm (The Metropolitan Museum of Art, New York)
  • Edgar Degas, Frau vor dem Spiegel, um 1877, Öl auf Leinwand, 39,4 x 31,7 cm (The Norton Simon Museum of Art, Passadena)
  • Edgar Degas, Aux Ambassadeurs / Im Ambassadeurs, um 1877/78, Aquatinta, Weichgrundätzung, Radierung und Kaltnadel auf Japan (Coninx Sammlung, Zürich)
  • Edgar Degas, Tänzerin mit Blumenstrauß, 1878, Pastell über Monotypie, 40,3 x 50,5 cm (The RISD Museum, Providence, Rhode Island)
  • Edgar Degas, Jockeys vor dem Start, 1878/79, Öl, Essence und Pastell auf Papier, 107 × 73 cm, Bez. u. r.: „Degas“ (Birmingham, The Barber Institute of Fine Arts, University of Birmingham, Lemoisne 649)
  • Edgar Degas, Ludovic Halévy und Albert Boulanger-Cavé zwischen Kulissen der Oper, 1878/79, Pastell, 79 x 55 cm (Paris, Musée du Louvre, D.A.G)
  • Edgar Degas, An der Börse, 1878/79, Öl auf Leinwand, 100 x 82 cm (Musée d’Orsay, Paris)
  • Edgar Degas, Porträt Edmond Duranty, 1879, Tempera, Wasserfarbe und Pastell auf Leinen, 100,9 x 100,3 cm (The Burrell Collection, Glasgow)
  • Edgar Degas, Porträt Diego Martelli, 1879, Öl auf Leinwand, 110 x 99,8 cm (National Gallery of Scotland, Edinburgh)
  • Edgar Degas, Chantreuse de café [Sängerin mit Handschuh], um 1879, Pastell auf Leinwand (Harvard Art Museums/Fogg Museum, Bequest from the Collection of Maurice Wertheim, Class of 1906)
  • Edgar Degas, Portrait de danseuse, á la leçon [Die Tanzstunde], um 1879, Pastell und Kohle auf Papier, 64.5 x 56.2 cm (Metropolitan Museum of Art, New York, H. O. Havemeyer Collection)
  • Edgar Degas, Die Tanzstunde, um 1879, Öl auf Leinwand, 38 x 88 cm (National Gallery of Art, Washington, Collection of Mr. and Mrs. Paul Mellon)
  • Edgar Degas, Eventail [Fächer (Ballett)], um 1877–1879, Aquarell, Silber und Gold auf Seide, 15,6 x 54 cm (The Metropolitan Museum of Art, New York, H. O. Havemeyer Collection, Bequest of Mrs. H. O. Havemeyer, 1929)
  • Edgar Degas, Eventail [Fächer (Ballettmädchen)], 1879, Aquarell, Tusche und Gold auf Seide, 19.1 x 57.8 cm (The Metropolitan Museum of Art, New York, H. O. Havemeyer Collection, Bequest of Mrs. H. O. Havemeyer, 1929)
  • Edgar Degas, Die Balletttänzerinnen, 1878–1880, Monotypie, 35,6 x 48,5 cm (Sterling and Francine Clark Institute, Williamstown, Massachusets)
  • Edgar Degas, Ballettunterricht, 1878–1880, Öl auf Leinwand, 81,6 x 76,5 cm (Philadelphia Museum of Art, W.P. Wilstach Collection)
  • Edgar Degas, Mary Cassatt im Louvre, 1879/80, Radierung, 30,6 x 12,7 cm (Paris, Bibliothèque de l‘INHA, collections Jacques Doucet)
  • Edgar Degas, Der Vorhang, um 1880, Pastell über Kohle und Monotypie, 29 x 33,3 cm (National Gallery of Art, Washington, Collection of Mr. and Mrs. Paul Mellon)
  • Edgar Degas, Sängerin in einem Pariser Gartencafé, 1880 (© Staatliche Kunsthalle Karlsruhe)
  • Edgar Degas, Examen de danse [Tanzprüfung], um 1880, Pastell und Kohle auf Papier, 63.4 x 48.2 cm (Denver Art Museum, Anonymus gift)
  • Edgar Degas, Pas seul [Der Star], 1879–1881, Pastell auf Papier, 69,2 x 55,2 cm (The Art Institute of Chicago, Vermächtnis von Mrs. Diego Suarez)
  • Edgar Degas, Scène de Steeplechase, Der abgeworfene Jockey, 1866 und 1880/81, Öl auf Leinwand, 180 x 152 cm (National Gallery of Art, Washington, Collection of Mr. and Mrs. Paul Mellon)
  • Edgar Degas, Aktstudien für die „Kleine vierzehnjährige Tänzerin“, um 1878/80 (Privatsammlung)
  • Edgar Degas, Studie zur „Kleinen vierzehnjährige Tänzerin“, um 1880, Bronze, 71,8 cm (Edinburgh, National Gallery of Scotland)
  • Edgar Degas, Studie für den Akt der „Kleinen Tänzerin im Alter von 14 Jahren“, um 1878–1881, rotes Wachs und Plastilin, 69.5 x 29.3 x 30.3 cm (ohne Sockel) (The National Gallery of Art, Washington, Collection of Mr. and Mrs. Paul Mellon, Inv.-Nr. 1985.64.46)
  • Edgar Degas, Kleine Tänzerin im Alter von 14 Jahren, um 1878–1881, rotes Bienenwachs, Ton, Metallarmatur, Seil, Pinsel, menschliches Haar, Seide und Leinenband, Trikot aus Leinen, Baumwolle und Seidentutu, Leinenschuhe, Holzsockel, 98.9 x 34.7 x 35.2 cm (ohne Sockel), Gewicht: 22.226 kg (The National Gallery of Art, Washington, Collection of Mr. and Mrs. Paul Mellon, Inv.-Nr. 1999.80.28)
  • Edgar Degas, Petite danseuse de quatroze ans [Kleine vierzehnjährige Tänzerin], Original aus Wachs 1880/81, Abguss um 1932/36, Bronze, teilweise bemalt, Baumwoll-Tutu und Seidenband, 98 cm (Stiftung Sammlung E. G. Bührle, Zürich)
  • Edgar Degas, Ballettunterricht, 1881, Öl auf Leinwand, 81,6 x 76,5 cm (Philadelphia Museum of Art)
  • Edgar Degas, Männerkopf (Emile Abadie), 1881, Pastell auf Papier (National Museum, Belgrad)
  • Edgar Degas, Abadie und Gille, 1881, Pastell auf Papier (Privatsammlung)
  • Edgar Degas, Stehendes Pferd, um 1881/82, gegossen 1921, Bronze, 29 x 38 x 18 cm (Rotterdam, Museum Boijmans Van Beuningen; Leihgabe der Foundation Willem van der Vorm)
  • Edgar Degas, Herrenreiter vor dem Start, 1862, überarbeitet um 1882, Öl auf Leinwand, 48,5 x 61,5 cm (Musée d’Orsay, Paris)
  • Edgar Degas, Bei der Modistin, 1882, Pastell auf grauem Papier, 75,6 x 85,7 cm (The Metropolitan Museum of Art, New York)
  • Edgar Degas, Mary Cassatt sitzend, mit Spielkarten, um 1884, Öl auf Leinwand, 71,5 x 58,7 cm (National Portrait Gallery, Smithsonian Institution, Washington)
  • Edgar Degas, Bei der Modistin, 1876–1886, Öl auf Leinwand, 100 x 110,7 cm (The Art Institute of Chicago, Mr. and Mrs. Lewis Larned Coburn Memorial Collection, 1933.428)
  • Edgar Degas, Büglerinnen, 1884–1886, Öl auf Leinwand, 81,5 x 76 cm (Musée d’Orsay, Paris)
  • Edgar Degas, Bildnis einer jungen Frau, um 1886, Papier, 55 x 53 cm (Von der Heydt-Museum Wuppertal)
  • Edgar Degas, Hélène Rouart in der Sammlung ihres Vaters, um 1886, Öl auf Leinwand, 162,5 x 121 cm (The National Gallery, London)
  • Edgar Degas, Le tub [Die Wanne], 1886, Pastell, 60 x 83 cm (Musée d’Orsay, Paris)
  • Edgar Degas Die Rennbahn, Amateurreiter, 1876–1887, Öl auf Leinwand, 66 x 81 cm (Musée d’Orsay, Paris)
  • Edgar Degas, Vor dem Rennen, um 1888, Öl auf Holz, 33,5 x 42,5 cm (Kunstmuseum Bern, Legat Georges F. Keller 1981)
  • Edgar Degas, Kleine Tänzerin, 1888, Bronze, 42,5 cm (Städel Museum, Frankfurt am Main)
  • Edgar Degas, Nach rechts sitzender Jockey, o. J., Kohle, leicht verwischt, mit einigen unverbundenen Linien in blauem Bleistift, auf grauem Papier, 48 x 31 cm (Ashmolean Museum, Oxford. Vermächtnis John N. Bryson, 1977)
  • Edgar Degas, Tänzelndes Pferd, um 1890, Bronze, 25,5 x 27,5 x 13 cm (Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie)
  • Edgar Degas, Balletttänzerin, 1891, Öl auf Mahagoni, 22 x 15,87 cm (Hamburger Kunsthalle)
  • Edgar Degas, Landschaft, Weizenfeld mit Baumreihe, um 1890–1892, Pastell über farbiger Monotypie, in Ölfarben auf geripptem Bütten, 25 x 34 cm (Privatbesitz)
  • Edgar Degas, Frau sich frisierend, der Brief, 1882–1892, Pastell und Kohle auf angestücktem Papier, 49,7 x 58,8 cm (Privatsammlung)
  • Edgar Degas, Vor dem Ballett, 1890/1892, Öl auf Leinwand, 40 x 88,9 cm (National Gallery of Art, Widener Collection)
  • Edgar Degas, Billardzimmer, 1892, Öl auf Leinwand, 65 x 81 cm (Staatsgalerie Stuttgart)
  • Edgar Degas, Rennpferde in einer Landschaft, 1894, Pastell auf Pappe, 47,9 × 62,9 cm, Bez. u. l.: „Degas / 94“ (Madrid, Sammlung Carmen Thyssen-Bornemisza, Leihgabe im Museum Thyssen-Bornemisza, Inv. Nr. CTB 1981.11, Lemoisne 1145)
  • Edgar Degas, Badende, um 1890–1895, Pastell und Kohle auf Pauspapier, 108,9 x 111,1 cm (Dallas Museum of Art)
  • Edgar Degas, Grande Arabesque zweite Position, 1882–1895, Bronze, 43 x 28 x 61 cm (Hamburger Kunsthalle)
  • Edgar Degas, Tänzerin in Ruhestellung, 1882–1895, Bronze, 45,5 x 14 x 23 cm (Von der Heydt-Museum Wuppertal)
  • Edgar Degas, Ziehendes Pferd, 1889–1895, Bronze, 10,5 x 5,5 x 19 cm (Von der Heydt-Museum Wuppertal)
  • Edgar Degas, Tänzerinnenfries, um 1893–1895, Öl auf Leinwand, 38 x 88 cm (Sammlung Mr. und Mrs. Paul Mellon, Upperville, Virginia)
  • Edgar Degas, Nach dem Bad (Sich abtrocknende Frau), um 1895 (© Jean-Luc Baroni Ltd.)
  • Edgar Degas, Tänzerinnen im Probensaal, um 1895/96, Leinwand, 70,5 x 100,5 cm (Von der Heydt-Museum Wuppertal)
  • Edgar Degas, Minerva vertreibt die Laster aus dem Garten der Tugend (Kopie nach Mantegna), 1897, Pastell auf Leinwand, 66 x 81 cm (Musée d‘Orsay, Paris)
  • Edgar Degas, Sitzender Rückenakt beim Kämmen, um 1897, Pastell mit Kohle auf Karton 70,5 x 70,5 cm (Kunsthaus Zürich)
  • Edgar Degas, Verletzter Jockey, um 1896/1898, Öl auf Leinwand, 180,6 x 150,9 cm (Kunstmuseum Basel)
  • Edgar Degas, La classe de ballet [Ballettunterricht], 1880–1900, Öl auf Leinwand, 62 x 50,5 cm (Privatsammlung)
  • Edgar Degas, Rennpferde in einer Landschaft, 1894 (© Museo Thyssen-Bornemisza. Madrid)
  • Edgar Degas, Studie einer Frau in einer Badewanne, um 1895–1900, Kohle, 35,9 x 29,8 cm (Rotterdam, Museum Boijmans Van Beuningen, Inv. Nr. F II 132 (Koenigs Sammlung))
  • Edgar Degas, Zwei Tänzerinnen, um 1900, Pastell auf Papier, 70 x 51 cm (Von der Heydt-Museum Wuppertal)
  • Edgar Degas, Blau gekleidete Tänzerin mit Kontrabässen, o. J., Öl auf Holz, 21,6 x 15,8 cm (Privatbesitz)
  • Edgar Degas, Drei Tänzerinnen (blaue Röcke, rote Mieder), um 1903, Pastell auf Papier auf Karton, 94 x 81 cm (Fondation Beyeler, Riehen/Basel, Sammlung Beyeler)
  • Edgar Degas, Trabendes Pferd, o. J., Bronze, 25,5 x 21,5 cm (Privatsammlung)
  • Edgar Degas, Tänzerin, ihre rechte Fußsohle betrachtend, um 1900/1910, Bronze, 53,2 cm (Städel Museum, Frankfurt am Main)
  • Edgar Degas, Große Tänzerin, um 1900/1910 (Guss nach 1918), Bronze, 47,5 x 24,5 x 22 cm (Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie)
  • Edgar Degas, Überraschte Frau, 1896–1911, Guss 1921, Bronze, 40 x 28,5 x 20 cm (Kunstsammlungen Chemnitz, Inv.-Nr. KH-PI 54)
  • Edgar Degas, Selbstporträt in seiner Bibliothek, 1895, Silberabzug, 18 x 20 cm (Musée d‘Orsay, Paris)
  • Walter Barnes/Edgar Degas, Degas‘ Apotheose (nach Ingres), 1885 (Bibliothèque Nationale de France, Paris)
  • Edgar Degas, Mme Louise Halévy und ihr Sohn Daniel, um 1895, Fotografie, 9 x 12 cm (Musée d‘Orsay, Paris)
  • Edgar Degas, Guillaume Charles Tasset Selbstporträt mit Frau, die über Bartholomeus weint, 1895, Silberabzug, 28,5 x 39,2 cm (Musée d‘Orsay, Paris)
  • Edgar Degas, Louise Halévy liest Degas ein Buch oder aus einer Zeitung vor, 1895, Silberabzug, 7,9 x 9,3 cm (Bibliothèque Nationale de France, Paris)
  • Erste Ausstellung der Bronzen von Degas, Durand-Ruel Gallery, New York, 1922

 

Literatur

  • Degas – Rodin (Ausst.-Kat. Van der Heydt-Museum, Wuppertal, 2016/17), Wuppertal 2016.
  • Lillian Schacherl, Edgar Degas. Ballett und Boudoir, München 1997.
  • Richard Kendall (Hg.), Degas beyond Impressionism (Ausst.-Kat. TheNational Gallery, London, 1996; The Art Institute of Chicago 1996/97), London 1996.
  • Felix Baumann, Marianne Karabelnik (Hg.), Degas. Die Porträts (Ausst.-Kat. Kunsthalle Zürich 1994/95; Kunsthalle Tübingen 1995), Zürich 1994.

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