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Essen | Folkwang Museum: Ausstellungen 2020 Welche Ausstellungen zeigt das Folkwang Museum 2020?

Essen, Folkwang Museum, Ausstellungen 2020

Essen, Folkwang Museum, Ausstellungen 2020

Das Folkwang Museum in Essen beginnt das Ausstellungsjahr 2020 mit einer Einzelpräsentation der deutschen Fotografin „Aenne Biermann. Vertrautheit mit den Dingen“ (ab 21.2.) und einer Videoinstallation des jungen Dresdners Mario Pfeifer (ab 13.3.).

Die wichtigste Ausstellung des Folkwang Museums 2020 ist dem US-amerikanischen Künstler Keith Haring gewidmet (ab 29.5.). Zum politischen Engagement des Malers und Grafikers passend, zeigt „Rettet die Liebe! Internationale Plakate gegen AIDS“ (ab 8.5).

Der Herbst 2020 im Folkwang wird bunt: Mit „Und so etwas steht in Gelsenkirchen …“ werden Kulturbauten im Ruhrgebiet nach 1950 einer kritischen Prüfung unterzogen (ab 11.9.). Ab 23. Oktober steht Federico Fellini im Zentrum der Aufmerksamkeit. Im Spätherbst kehrt Martin Kippenbergers Großinstallation „The Happy End of Franz Kafka’s 'Amerika'“ (1992–1994) nach Essen zurück (ab 20.11.)

Noch laufende Ausstellungen:

  • Bis 12.1.2020: Bauhaus am Folkwang. László Moholy-Nagy
  • Bis 12.1.2020: 6 ½ Wochen. Pablo Arrázola. Childhood Heroes
  • Bis 12.1.2020: Shin Matsunaga. Made in Japan – Plakate
  • Bis 15.3.2020: Der montierte Mensch → Essen | Museum Folkwang: Der montierte Mensch
  • Bis 15.3.2020: I was a Robot. Science Fiction und Popkultur

Welche Ausstellungen zeigt das Folkwang Museum 2020?

Aenne Biermann. Vertrautheit mit den Dingen (21.2.–1.6.2020)

Aenne Biermann (1898–1933) zählt zu den festen Größen der Fotografie der 1920er und 1930er Jahre. In nur sieben Jahren wird aus der Autodidaktin eine bekannte Vertreterin der deutschen Avantgardefotografie, die an allen wichtigen Ausstellungen ihrer Zeit teilnimmt. Mit rund 130 Fotografien wird die gesamte Bandbreite ihrer Motivik gezeigt. Der zentrale Bestand der Sammlung des Museum Folkwang wird durch wichtige externe Leihgaben ergänzt.

In Kooperation mit der Stiftung Ann und Jürgen Wilde und der Pinakothek der Moderne, München

Mario Pfeifer (13.3.–24.5.2020)

Der Dresdener Künstler Mario Pfeifer (* 1981) setzt sich in seinen Videoarbeiten mit sozialkritischen und politischen Themen auseinander. Im Museum Folkwang zeigt er eine neu produzierte Videoinstallation, die er im Kontext des VISIT Artist in Residence Stipendiums der innogy Stiftung zum Thema Cyberkriminalität und Datensicherheit entwickelt.

Rettet die Liebe! Internationale Plakate gegen AIDS (8.5.–16.8.2020)

AIDS ist bis heute eine globale Gefahr. Seit Anfang der 1980er Jahre gibt es weltweit Informations- und Aufklärungskampagnen – dabei spielt das Medium Plakat eine wichtige Rolle. Die Ausstellung zeigt beispielhaft an rund 300 Plakaten von allen Kontinenten, wie verschieden die Ansprache in den unterschiedlichen Kulturen ausgeprägt ist: mal witzig, solidarisch, erzählerisch, mal informativ, aufklärend oder ermahnend.

Keith Haring (29.5.–20.9.2020)

Essen | Museum Folkwang: Keith Haring

Das Museum Folkwang präsentiert eine umfassende Ausstellung des US-amerikanischen Künstlers Keith Haring. Mehr als 85 Werke, darunter großformatige Gemälde und Zeichnungen, Plakate, Fotografien und Videos, vermitteln ein breites Spektrum seines Œuvres.

„Und so etwas steht in Gelsenkirchen …“ Kulturbauten im Ruhrgebiet nach 1950 (11.9.2020–10.1.2021)

Anhand von Wettbewerbsplänen, Modellen und originalen Skizzen werden die „Biografien“ von einigen der wichtigsten Kulturbauten des Ruhrgebiets zwischen 1950 und 2020 nachgezeichnet. Damit eröffnet die Ausstellung zugleich einen Zugang zu den Beständen des Baukunstarchivs NRW und seinen „verborgenen Schätzen“, die hier zum ersten Mal in einer exemplarischen Auswahl für ein allgemeines Publikum zugänglich gemacht werden.

In Kooperation mit der TU Dortmund und dem Baukunstarchiv NRW

Federico Fellini. Von der Zeichnung zum Film (23.10.2020–9.2.2021)

Federico Fellini (1920–1993) war einer der wichtigsten Filmemacher des 20. Jahrhunderts. Tatsächlich ging seiner Karriere im Film jedoch eine Tätigkeit als Karikaturist voraus. Auch um die Figuren und Szenen seiner Filme zu entwerfen, zeichnete er regelmäßig. Im Zusammenspiel mit Filmstills, Aufnahmen vom Set und Filmausschnitten macht die Ausstellung die Bedeutung seiner Zeichnungen im Schaffensprozess nachvollziehbar.

Martin Kippenberger. The Happy End of Franz Kafka’s 'Amerika' (20.11.2020–14.2.2021)

Martin Kippenberger, der in Essen als Sohn des Bergwerkdirektors der Zeche Katharina aufwuchs, ist der bedeutendste Nachkriegskünstler der Stadt und wurde in seiner Jugend durch zahlreiche Besuche des Museum Folkwang mit seinem Vater zur Kunst inspiriert. Sein spätes Hauptwerk „The Happy End of Franz Kafka’s 'Amerika'“ – eine Großinstallation mit den Ausmaßen eines Sportplatzes – kehrt nun seit vielen Jahren zum ersten Mal wieder nach Deutschland und in Kippenbergers Heimatstadt zurück. In der großen Ausstellungshalle des Museum Folkwang kann das Opus Magnum Kippenbergers, für das er in den Jahren 1992 bis 1994 mit zahlreichen Künstlerinnen und Künstlern zusammengearbeitet hat, in seiner beeindruckenden Dimension präsentiert werden.

Quelle. Folkwang Museum, Essen