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Essen | Folkwang Museum: Helen Frankenthaler Malerische Konstellationen der Pionierin des Abstraken Expressionismus

Helen Frankenthaler, Grotto Azura, 1963 (© 2021 Helen Frankenthaler Foundation, Inc. / VG Bild-Kunst, Bonn)

Helen Frankenthaler, Grotto Azura, 1963 (© 2021 Helen Frankenthaler Foundation, Inc. / VG Bild-Kunst, Bonn)

Das Museum Folkwang präsentiert erstmals seit mehr als zwanzig Jahren wieder das farbgewaltige Werk Helen Frankenthalers (1928–2011) in Deutschland. Die US-amerikanische Künstlerin ist bekannt für ihre Rolle als Vorreiterin am Übergang vom Abstrakten Expressionismus zum Colour Field Painting (Farbfeldmalerei → Abstrakter Expressionismus | Informel).

Ausgehend von Materialexperimenten auf Papier revolutioniert Frankenthaler Anfang der 1950er Jahre mit der von ihr erfundenen soak stain-Technik, dem Durchtränken des Malgrundes mit Farbe, die abstrakte Kunst. „Paper is painting“ – Papier ist Malerei, so beschreibt Frankenthaler die Bedeutung des Mediums, das bei ihr den Gebrauch der Leinwand zeitweise vollkommen ersetzt.

Helen Frankenthaler in Essen

In Gegenüberstellung mit einer Auswahl an Gemälden zeigt das Museum Folkwang 75 großformatige Arbeiten auf Papier aus der Zeit zwischen 1949 und 2002. Sie verdeutlichen, wie Frankenthaler ihr Werk zu Lebzeiten jenseits aller vorherigen malerischen und gesellschaftlichen Konventionen konsequent weiterentwickelt.

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit der Kunsthalle Krems und The Helen Frankenthaler Foundation.

Helen Frankrenthaler im Folkwang: Bilder

  • Helen Frankenthaler, Grotto Azura, 1963 (Helen Frankenthaler Foundation, Inc.)

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Baselitz selbst traf die Auswahl der Werke – etwa 80 Arbeiten aus dem eigenen Schaffen, 40 aus der Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums –, wobei er sich vollkommen auf den Akt konzentrierte.