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Essen | Museum Folkwang: Keith Haring Politische Graffiti-Kunst des New Yorker Künstlers

Keith Haring, Untitled, 1983 (© Keith Haring Foundation)

Keith Haring, Untitled, 1983 (© Keith Haring Foundation)

Keith Haring (1958–1990) schuf seine Kunst im Kontext der Themen der 1980er Jahre: die AIDS-Krise, der Kalte Krieg, Rassismus, die Auswüchse des Kapitalismus und die Umweltzerstörung. Haring ist vor allem für seine farbenfrohen Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und Wandgemälde weltberühmt. Geradezu explosionsartig brach er mit seinen lebendigen, von Graffiti inspirierten Zeichnungen, die vielfach auch öffentlich zu sehen waren – wie die „Ausstrahlung“ seines berühmten „Radiant Child“ (1982) auf einer Werbetafel des Times Square – über die Kunstszene der frühen 1980er Jahre herein.

Die Keith Haring-Ausstellung umfasst etwa 70 Arbeiten und wird durch kaum bekannte Fotografien und Standfotos ergänzt. Das Museum Folkwang macht Haring nicht nur einem neuen Publikum bekannt, sondern wirft auch einen frischen Blick auf den Künstler, dessen Arbeiten weiterhin typisch für die subkulturelle und kreative Energie im New York der 1980er Jahre sind.

Beiträge zu Keith Haring

14. März 2018
Keith Haring in der Albertina 2018

Keith Haring: Werke und Leben Figuren des Pop-Art Künstlers in der Albertina

Die Albertina widmet Keith Haring (1958–1990), der 2018 60 Jahre alt geworden wäre, eine umfassende Retrospektive.
10. März 2018
Dieter Buchhart, Foto: © Mathias Kessler

Dieter Buchhart: „Keith Harings universelle Bildsprache funktioniert wie heute Emojis“ Erfinder des strahlenden Babys beweist Haltung in gesellschaftspolitischen Fragen

Die von Keith Haring Anfang der 1980er Jahre als universelle Bildsprache entwickelten Symbole – vom „Radiant Baby (Baby im Strahlenkranz)“ zum bellenden oder tanzenden Hund – fügt der New Yorker Künstler zu einer Erzählung über das Leben und den Tod zusammen. Dass sich dahinter ein konzeptueller Denker verbirgt, erzählt Dieter Buchhart, Kurator der Ausstellung „Keith Haring. The Alphabet“ in der Albertina. Erst Harings Alphabet, so Buchhart, ermöglichte ihm, seine gesellschaftspolitischen Anliegen mit einer breiten Öffentlichkeit zu teilen.
20. Oktober 2017
Keith Haring, Ignorance = Fear, Silence = Death, Fight Aids Act Up, New York, USA, 1989, Offsetlithografie, 61,1 x 109,5 cm © Keith Haring Foundation

Keith Haring: Poster für den guten Zweck! Aufklärung, Toleranz und Menschenrechte

Einprägsame, große Figuren, poppige Farben und ein moralischer Inhalt – so lassen sie nahezu alle Poster von Keith Haring (1958–1990) beschreiben. Der in den 1980er Jahren in New York arbeitende Künstler fand in legendären Subway Drawings seinen charakteristischen Stil und eine öffentlich zugängliche Kommunikationsfläche. Ort seiner Kunst ist nicht die Galerie, sondern die unterirdischen Wege; Publikum nicht eine wohlhabende Elite, sondern die breite Masse. Komplexe Themen verstand er so aufzubereiten, dass sie scheinbar einfach zu verstehen sind.

Aktuelle Ausstellungen

2. Dezember 2019
Sofonisba Anguissola, Porträt von Königin Anne von Österreich, Detail, 1573, Öl/Lw, 86 x 67,5 cm (Madrid, Museo Nacional del Prado)

Madrid | Prado: Sofonisba Anguissola und Lavinia Fontana Renaissance-Malerinnen aus Cremona und Bologna

Sofonisba Anguissola (um 1535–1625) und Lavinia Fontana (1552–1614) sind zwei der herausragendsten Malerinnen der Renaissance. Mit insgesamt 60 Werken präsentiert der Prado erstmals die wichtigsten Gemälde der beiden Spezialistinnen für Porträt und Historienmalerei.
14. November 2019
Max Pechstein, Tänzerin in einer Bar, 1923/31, Detail, Öl auf Leinwand, 90 x 90,5 cm (Privatbesitz © 2019 Pechstein – Hamburg/Tökendorf)

Tübingen | Kunsthalle Tübingen: Max Pechstein. Tanz! Bühne, Parkett und Manege im Werk Pechsteins

Tanz, Varieté und Zirkusdarstellungen im Werk von Max Pechstein werden erstmals auf ihre stilistische und inhaltliche Funktion untersucht: ausgehend von expressionistischen Tanzdarstellungen, über exotische rituelle Tänze aus Palau, Darstellungen von Gesellschaftstänzen der Goldenen 1920er Jahre, die Pechstein in Berlin erlebte, bis zu den Erinnerungen an Palau in seinem Spätwerk.
12. November 2019
El Greco, Aufnahme Mariens in den Himmel, Detail, 1577–1579, Öl/Lw, 403,2 x 211,8 cm (Chicago, The Art Institute of Chicago / Photo © Art Institute of Chicago)

Paris | Grand Palais: El Greco Spanischer Maler des Manierismus zum ersten Mal in Frankreich ausgestellt

Ziel der Ausstellung, die gemeinsam mit dem Louvre und dem Art Institute of Chicago entwickelt wird, ist, den Werdegang des Malers vorzustellen. Es lässt sich von einer beeindruckenden Wandlung des Malers an den Anfängen seiner Karriere sprechen, die ihn von der Ikone bis zu seiner künstlerischen Bindung an die venezianische und römische Renaissance-Malerei führte.