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Frankfurt | Schirn: Künstlerinnen des Surrealismus Fantastische Frauen von Frida Kahlo bis Dorothea Tanning

Frida Kahlo, The little Deer, Detail, 1946, Öl/Masonit, 22.5 x 30.3 cm (Privatbesitz © Banco de México Diego Rivera Frida Kahlo Museum Trust / VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Foto: Nathan Keay, © MCA Chicago)

Frida Kahlo, The little Deer, Detail, 1946, Öl/Masonit, 22.5 x 30.3 cm (Privatbesitz © Banco de México Diego Rivera Frida Kahlo Museum Trust / VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Foto: Nathan Keay, © MCA Chicago)

Göttin, Teufelin, Puppe, Fetisch, Kindfrau oder wunderbares Traumwesen – die Frau war das zentrale Thema surrealistischer Männerfantasien (→ Surrealismus). Künstlerinnen gelang es oftmals nur als Partnerin oder Modell, in den Kreis rund um den Gründer der Gruppe der Surrealisten André Breton einzudringen. Allerdings zeigt sich bei genauerer Betrachtung, dass die Beteiligung von Künstlerinnen an der Bewegung wesentlich größer war als allgemein bekannt und dargestellt.

Fantastische Frauen
Künstlerinnen des Surrealismus von Frida Kahlo bis Dorothea Tanning

Deutschland / Frankfurt a. M.: Schirn Kunsthalle
13.2. – 24.5.2020

Künstlerinnen des Surrealismus: Frida Kahlo war nur eine von ihnen

Zwischen 1930 und den 1960er Jahren trugen weit mehr Künstlerinnen als bisher angenommen zur surrealistischen Bewegung bei. Von den männlichen Surrealisten rund um André Breton meist nur als Partnerin oder Modell wahrgenommen, zeigt die Ausstellung, wie viel mehr die Künstlerinnen zu bieten hatten. Die Frau als Göttin, Teufelin, Puppe, Fetisch, Kindfrau oder Traumwesen war das vorherrschende Thema der männlichen Surrealisten.

Die Künstlerinnen des Surrealismus hingegen waren auf der Suche nach einer neuen weiblichen Identität und entdeckten so ihre eigene Formensprache. Die SCHIRN Kunsthalle betont erst­mals in einer großen Themenausstellung den weiblichen Beitrag zum Surrealismus. Was die Künstlerinnen von ihren männlichen Kollegen vor allem unter­scheidet, ist die Umkehr der Perspektive: Oft durch Befragung des eigenen Spiegelbilds oder das Einnehmen unterschiedlicher Rollen sind sie auf der Suche nach einem neuen weiblichen Identitätsmodell. Auch mit dem politischen Zeitgeschehen, der Literatur sowie außereuropäischen Mythen und Religionen setzten sich die Surrealistinnen in ihren Werken auseinander. Malerei, Zeichnung, Objekte, Fotografien und Filme ergänzen sich zu einem Gesamtbild des surrealen und fantastischen Schaffens von avantgardistischen Künstlerinnen aus aller Welt.

Mit rund 260 beeindruckenden Gemälden, Papierarbeiten, Skulpturen, Fotografien und Filmen von 30 internationalen Künstlerinnen bildet die Ausstellung ein vielfältiges stilistisches und inhaltliches Spektrum ab. Neben berühmten Frauen wie Louise BourgeoisFrida Kahlo oder Meret Oppenheim sind zahlreiche unbekannte, aufregende Persönlichkeiten wie Alice Rahon oder Kay Sage, Toyan, Dora Maar, Leonore Carrington aus mehr als drei Jahrzehnten surrealistischer Kunst zu entdecken.

Im Anschluss ist die Ausstellung im Louisiana Museum of Modern Art, Dänemark, zu sehen.
Quelle: Pressetext
Kuratiert von Ingrid Pfeiffer.

 

 

Fantastische Frauen - surreale Welten von Meret Oppenheim bis Frida Kahlo: Ausstellungskatalog

Ingrid Pfeiffer (Hg.)
mit Beiträgen von P. Allmer, T. Arcq, K. Degel, H. Eipeldauer, A. Görgen -Lammers, R. Herlemann, K. Hille, S. Levy, A. Mahon, C. Meyer-Thoss, L. Neve, I. Pfeiffer, G. Weisz Carrington
Deutsche & englische Ausgabe
420 Seiten, 350 Abbildungen in Farbe
24 × 29 cm, gebunden
ISBN 978-3-7774-3413-1 (dt.)
ISBN 978-3-7774-3414-8 (engl.)
HIRMER VERLAG

 

 

Schirn. Künstlerinnen des Surrealismus: Bilder

  • Frida Kahlo, The little Deer, 1946, Öl/Masonit, 22.5 x 30.3 cm (Privatbesitz)
  • Leonora Carrington, Portrait of the late Mrs. Partridge [Porträt der verstorbenen Mrs Partridge], 1947, Öl/Holz, 100.3 x 69.9 cm (Privatbesitz)

Beiträge zum Surrealismus

27. Dezember 2019
Frida Kahlo, Selbstbildnis mit einem Affen, Detail, 1945, Öl auf Leinwand auf Holzfaserplatte (Museo Dolores Olmedo, Mexiko-Stadt)

Assen | Drents Museum: Frida Kahlo Viva la Frida! zeigt Leben und Werk der berühmten mexikanischen Künstlerin

Die wichtigste Ausstellung zu Frida Kahlo 2020 in Europa findet im niederländischen Assen (in der Nähe von Groningen) statt. Zu sehen sind Gemälde aus dem Museo Dolores Olmedo und persönliche Objekte aus dem Blauen Haus.
24. April 2019
Salvador Dalí, Versuchung des hl. Antonius, 1946, Öl/Lw, 89,7 x 119,5 cm (Musée d’Art Moderne, Brüssel)

Brüssel | Magritte Museum: Dalí und Magritte Zwei Ikonen des Surrealismus im Dialog

Was verbindet Salvador Dalí mit René Magritte? Beide Künstler gehören zum Surrealismus, wenn auch beide ihre Differenzen mit André Breton hatten. Wichtiger als diese Zuordnung zu einer bestimmten Gruppe von Pariser Künstlern ist jedoch, ihre Überzeugung, dass sie mit ihren Gemälden das enthüllen könnten, was hinter der einfachen Erscheinung eines gemalten Bildes liegt.
7. Dezember 2018
Wolfgang Paalen, Paysage médusé, Detail, 1938 (© Seccession Paalen, The Wolfgang Paalen Society e.V.)

Belvedere: Wolfgang Paalen Österreichischer Surrealist in Paris und Mexiko

Wolfgang Paalen (1905–1959). Österreichischer Surrealist in Paris und Mexiko: Das Belvedere zeigt erstmals „Fumage“- und „Spaciales“-Bilder. Hier mehr!

Aktuelle Ausstellungen

2. Dezember 2019
Sofonisba Anguissola, Porträt von Königin Anne von Österreich, Detail, 1573, Öl/Lw, 86 x 67,5 cm (Madrid, Museo Nacional del Prado)

Madrid | Prado: Sofonisba Anguissola und Lavinia Fontana Renaissance-Malerinnen aus Cremona und Bologna

Sofonisba Anguissola (um 1535–1625) und Lavinia Fontana (1552–1614) sind zwei der herausragendsten Malerinnen der Renaissance. Mit insgesamt 60 Werken präsentiert der Prado erstmals die wichtigsten Gemälde der beiden Spezialistinnen für Porträt und Historienmalerei.
14. November 2019
Max Pechstein, Tänzerin in einer Bar, 1923/31, Detail, Öl auf Leinwand, 90 x 90,5 cm (Privatbesitz © 2019 Pechstein – Hamburg/Tökendorf)

Tübingen | Kunsthalle Tübingen: Max Pechstein. Tanz! Bühne, Parkett und Manege im Werk Pechsteins

Tanz, Varieté und Zirkusdarstellungen im Werk von Max Pechstein werden erstmals auf ihre stilistische und inhaltliche Funktion untersucht: ausgehend von expressionistischen Tanzdarstellungen, über exotische rituelle Tänze aus Palau, Darstellungen von Gesellschaftstänzen der Goldenen 1920er Jahre, die Pechstein in Berlin erlebte, bis zu den Erinnerungen an Palau in seinem Spätwerk.
12. November 2019
El Greco, Aufnahme Mariens in den Himmel, Detail, 1577–1579, Öl/Lw, 403,2 x 211,8 cm (Chicago, The Art Institute of Chicago / Photo © Art Institute of Chicago)

Paris | Grand Palais: El Greco Spanischer Maler des Manierismus zum ersten Mal in Frankreich ausgestellt

Ziel der Ausstellung, die gemeinsam mit dem Louvre und dem Art Institute of Chicago entwickelt wird, ist, den Werdegang des Malers vorzustellen. Es lässt sich von einer beeindruckenden Wandlung des Malers an den Anfängen seiner Karriere sprechen, die ihn von der Ikone bis zu seiner künstlerischen Bindung an die venezianische und römische Renaissance-Malerei führte.

Göttin, Teufelin, Puppe, Fetisch, Kindfrau oder wunderbares Traumwesen – die Frau war das zentrale Thema surrealistischer Männerfantasien (→ Surrealismus). Künstlerinnen gelang es oftmals nur als Partnerin oder Modell, in den Kreis rund um den Gründer der Gruppe der Surrealisten André Breton einzudringen. Allerdings zeigt sich bei genauerer Betrachtung, dass die Beteiligung von Künstlerinnen an der Bewegung wesentlich größer war als allgemein bekannt und dargestellt.

Fantastische Frauen
Künstlerinnen des Surrealismus von Frida Kahlo bis Dorothea Tanning

Deutschland / Frankfurt a. M.: Schirn Kunsthalle
13.2. – 24.5.2020

Künstlerinnen des Surrealismus: Frida Kahlo war nur eine von ihnen

Zwischen 1930 und den 1960er Jahren trugen weit mehr Künstlerinnen als bisher angenommen zur surrealistischen Bewegung bei. Von den männlichen Surrealisten rund um André Breton meist nur als Partnerin oder Modell wahrgenommen, zeigt die Ausstellung, wie viel mehr die Künstlerinnen zu bieten hatten. Die Frau als Göttin, Teufelin, Puppe, Fetisch, Kindfrau oder Traumwesen war das vorherrschende Thema der männlichen Surrealisten.

Die Künstlerinnen des Surrealismus hingegen waren auf der Suche nach einer neuen weiblichen Identität und entdeckten so ihre eigene Formensprache. Die SCHIRN Kunsthalle betont erst­mals in einer großen Themenausstellung den weiblichen Beitrag zum Surrealismus. Was die Künstlerinnen von ihren männlichen Kollegen vor allem unter­scheidet, ist die Umkehr der Perspektive: Oft durch Befragung des eigenen Spiegelbilds oder das Einnehmen unterschiedlicher Rollen sind sie auf der Suche nach einem neuen weiblichen Identitätsmodell. Auch mit dem politischen Zeitgeschehen, der Literatur sowie außereuropäischen Mythen und Religionen setzten sich die Surrealistinnen in ihren Werken auseinander. Malerei, Zeichnung, Objekte, Fotografien und Filme ergänzen sich zu einem Gesamtbild des surrealen und fantastischen Schaffens von avantgardistischen Künstlerinnen aus aller Welt.

Mit rund 260 beeindruckenden Gemälden, Papierarbeiten, Skulpturen, Fotografien und Filmen von 30 internationalen Künstlerinnen bildet die Ausstellung ein vielfältiges stilistisches und inhaltliches Spektrum ab. Neben berühmten Frauen wie Louise BourgeoisFrida Kahlo oder Meret Oppenheim sind zahlreiche unbekannte, aufregende Persönlichkeiten wie Alice Rahon oder Kay Sage, Toyan, Dora Maar, Leonore Carrington aus mehr als drei Jahrzehnten surrealistischer Kunst zu entdecken.

Im Anschluss ist die Ausstellung im Louisiana Museum of Modern Art, Dänemark, zu sehen.
Quelle: Pressetext
Kuratiert von Ingrid Pfeiffer.

 

 

Fantastische Frauen – surreale Welten von Meret Oppenheim bis Frida Kahlo: Ausstellungskatalog

Ingrid Pfeiffer (Hg.)
mit Beiträgen von P. Allmer, T. Arcq, K. Degel, H. Eipeldauer, A. Görgen -Lammers, R. Herlemann, K. Hille, S. Levy, A. Mahon, C. Meyer-Thoss, L. Neve, I. Pfeiffer, G. Weisz Carrington
Deutsche & englische Ausgabe
420 Seiten, 350 Abbildungen in Farbe
24 × 29 cm, gebunden
ISBN 978-3-7774-3413-1 (dt.)
ISBN 978-3-7774-3414-8 (engl.)
HIRMER VERLAG

 

 

Schirn. Künstlerinnen des Surrealismus: Bilder

  • Frida Kahlo, The little Deer, 1946, Öl/Masonit, 22.5 x 30.3 cm (Privatbesitz)
  • Leonora Carrington, Portrait of the late Mrs. Partridge [Porträt der verstorbenen Mrs Partridge], 1947, Öl/Holz, 100.3 x 69.9 cm (Privatbesitz)