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Frankfurt | Städel Museum: Ottilie W. Roederstein

Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 20. Juli 2022
Ottilie W. Roederstein, Selbstbildnis mit weißem Hut, Detail, 1904, Öl/Lw, 55,3 × 46,1 cm (Städel Museum, Frankfurt am Main, Foto: Städel Museum)

Ottilie W. Roederstein, Selbstbildnis mit weißem Hut, Detail, 1904, Öl/Lw, 55,3 × 46,1 cm (Städel Museum, Frankfurt am Main, Foto: Städel Museum)

Ottilie W. Roederstein (1859–1937) widmete ihr ganzes Leben der Kunst. Als freischaffende Porträtmalerin gehörte sie zu den erfolgreichsten Künstlerinnen ihrer Zeit. Durch ihr Schaffen erreichte sie finanzielle Unabhängigkeit und eroberte sich gesellschaftliche Freiräume, die den meisten ihrer Zeitgenossinnen verwehrt waren. Ihre Gemälde wurden in Ausstellungen in Deutschland, Frankreich, England, den USA sowie der Schweiz gezeigt und erlangten internationale Beachtung.

FREI. SCHAFFEND.
Die Malerin Ottilie W. Roederstein

Deutschland | Frankfurt a. M.: Städel Museum
20.7. – 16.10.2022

1891 ließ sich Roederstein mit ihrer Lebensgefährtin, Elisabeth Winterhalter, der ersten deutschen Chirurgin, in Frankfurt nieder. Winterhalter setzte sich für die Gründung eines Mädchengymnasiums ein und unterstützte die Frankfurter Frauenrechtsbewegung. 1902 erwarb das Städel als erstes Werk einer zeitgenössischen Künstlerin: Roedersteins Gemälde „Lesende alte Frau“. Heute ist die Malerin trotz ihrer regen Ausstellungstätigkeit und ihres einstigen Renommees einem größeren Publikum nahezu unbekannt.

 

Ottilie W. Roederstein, Selbstbildnis mit weißem Hut, 1904, Öl/Lw, 55,3 × 46,1 cm (Städel Museum, Frankfurt am Main, Foto: Städel Museum)
Ottilie W. Roederstein, Selbstbildnis mit weißem Hut, 1904, Öl/Lw, 55,3 × 46,1 cm (Städel Museum, Frankfurt am Main, Foto: Städel Museum)
Ottilie W. Roederstein, Bildnis eines Malers in einem Pariser Atelier, 1887, Öl/Lw, 86,1 × 49,5 cm (Städel Museum, Frankfurt am Main, Foto: Städel Museum)
Ottilie W. Roederstein, Bildnis eines Malers in einem Pariser Atelier, 1887, Öl/Lw, 86,1 × 49,5 cm (Städel Museum, Frankfurt am Main, Foto: Städel Museum)

 

Ottilie W. Roederstein in Frankfurt a. M.

Das Städel Museum widmet Ottilie W. Roederstein 2021 eine Sonderausstellung. Nach mehr als 20 Jahre ist das ihre erste Werkschau in Deutschland. Mit etwa 75 Gemälden und Zeichnungen gibt sie einen konzentrierten Überblick über die künstlerische Entwicklung der stilistisch äußert wandelbaren Malerin. Grundlage bildet die Sammlung des Städel Museums, die mit 28 Werken neben dem Kunsthaus Zürich und der Städtischen Kunstsammlung Hofheim am Taunus über einen der bedeutendsten Bestände der Künstlerin weltweit verfügt.

Der Fokus der Ausstellung liegt auf Ottilie W. Roedersteins spezifischer Malweise, doch werden auch ihre Rolle und Wirkung als Netzwerkerin und Künstlerin sowie ihre enge Verbundenheit mit Frankfurt und der Region deutlich. Dies zeigt sich eindrücklich anhand einer Fülle historischer Dokumente, Fotografien und Briefe aus dem Nachlass der Künstlerin, die dem Städel Museum 2019 von den Erben ihres Biografen Hermann Jughenn übereignet wurden. Die Aufarbeitung des Roederstein-Jughenn-Archivs brachte bisher nicht publizierte Informationen zutage, die in die Ausstellung und den begleitenden Katalog einfließen.

Die Ausstellung entsteht für das Kunsthaus Zürich in Zusammenarbeit mit dem Städel Museum, Frankfurt am Main.
Kuratiert von Dr. Alexander Eiling (Sammlungsleiter Kunst der Moderne, Städel Museum), Eva-Maria Höllerer (Wissenschaftliche Mitarbeiterin Sammlung Kunst der Moderne, Städel Museum), Sandra Gianfreda (Kunsthaus Zürich)
Archiv: Dr. Iris Schmeisser (Leiterin Provenienzforschung und historisches Archiv, Städel Museum)

 

Ottilie W. Roederstein, Lebensweisheit oder Drei weltabgewandte Frauen, 1926, Tempera auf Leinwand, 46,0 × 73,0 cm (Stadtmuseum Hofheim am Taunus, Foto: Städel Museum, Frankfurt am Main)
Ottilie W. Roederstein, Lebensweisheit oder Drei weltabgewandte Frauen, 1926, Tempera auf Leinwand, 46,0 × 73,0 cm (Stadtmuseum Hofheim am Taunus, Foto: Städel Museum, Frankfurt am Main)

 

Ottilie W. Roederstein: Bilder

  • Ottilie W. Roederstein im Atelier der Städelschen Kunstschule, um 1894, Fotografie (Roederstein-Jughenn-Archiv im Städel Museum, Frankfurt am Main)
  • Ottilie W. Roederstein, Bildnis eines Malers in einem Pariser Atelier, 1887, Öl/Lw, 86,1 × 49,5 cm (Städel Museum, Frankfurt am Main)
  • Ottilie W. Roederstein, Selbstbildnis mit weißem Hut, 1904, Öl/Lw, 55,3 × 46,1 cm (Städel Museum, Frankfurt am Main)
  • Ottilie W. Roederstein, Lebensweisheit oder Drei weltabgewandte Frauen, 1926, Tempera auf Leinwand, 46,0 × 73,0 cm (Stadtmuseum Hofheim am Taunus)

Kunst von Frauen

27. September 2026
Alexandra Exter, Skizze für das Theaterstück "Salome", Detail, 1917, 52 × 35 cm, Gouache auf Papier (ALBERTINA, Wien – Privatsammlung)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 27. September 2026

Wien | Albertina: Künstlerinnen der ALBERTINA HER STORY | 2026/27

Schon im Besitz von Herzog Albert und Erzherzogin Marie Christine befanden sich zahlreiche Werke von Zeichnerinnen und Druckgrafikerinnen. 2026 zeigt die ALBERTINA Werke ihrer Künstlerinnen - epochenübergreifend und thematisch spannend aufgearbeitet.
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18. September 2026
Remedios Varo, Die Erforschung der Quellen des Orinoco, Detail, 1959, Öl auf Hartfaserplatte, 45,7 x 40 cm (Privatsammlung)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 18. September 2026

Humlebæk | Louisiana: Remedios Varo

Im Herbst 2027 zeigt das Louisiana ca. 60 Werke der spanisch-mexikanischen Malerin Remedios Varo - von frühen Bildern aus Barcelona & Paris bis zu ihren reifen surrealistischen Arbeiten der 50er und 60er Jahre in Mexiko.
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17. September 2026
Artemisia Gentileschi, Büßende Maria Magdalena, Detail, 1625–1626, Öl auf Leinwand, 108,8 x 93 cm (Kimbell Art Museum, Kahn Building, South Gallery, Fort Worth, Texas)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 17. September 2026

Frankfurt | Städel Museum: Maria Magdalena

Im Herbst/Winter 2026/2027 analysiert das Städel Museum gemeinsam mit dem Liebieghaus die Figur der Maria Magdalena. Der weibliche Blick auf die Sünderin (Gentileschi, Fontana, Sirani, Laserstein, Dumas) wird durch Interpretationen von Künstlern kontrastiert.
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17. September 2026
Erika Giovanna Klien, Diving Bird, 1939, Öl/Lw, 111 × 96 cm (Österreichische Galerie Belvedere, Wien)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 17. September 2026

Wien | Belvedere: Erika Giovanna Klien

Im Herbst 2026 würdigt das Belvedere die österreichisch-amerikanische Künstlerin und Kunstpädagogin Erika Giovanna Klien (1900–1957) mit einer umfangreichen Einzelausstellung. Die herausragende Vertreterin des Wiener Kinetismus erlangte früh internationale Bekanntheit. Ihre Leidenschaft für Theater und Tanz führte zu innovativen Bühnenbildentwürfen und komplexen Darstellungen bewegter Körper. Ab 1929 lebte Klien in New York, was sich in einer verstärkten Auseinandersetzung mit urbanen Räumen und sozialen Fragen manifestiert.
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15. September 2026
Eva Gonzalès, Erwachendes Mädchen, Detail, um 1877/78, 81,1 x 100,1 cm (Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 15. September 2026

Paris | Petit Palais: Eva Gonzales

Erste große Einzelausstellung zu Eva Gonzales in Paris. | 2026
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10. September 2026
Niki de Saint Phalle, I am the Nana Dream House, 1967, Druck © Niki Charitable Art Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2025
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 10. September 2026

Düsseldorf | Kunstpalast: Niki de Saint Phalle. Dream Machine

Niki de Saint Phalles Werk wird 2026/2027 in Düsseldorf im Dialog mit ihren Künstlerfreund:innen gezeigt: Tinguely, Johns, Rauschenberg, Kusama und Iannone lassen Niki de Saint Phalles Haltung sowie ihren künstlerischen Einfluss umso deutlicher hervortreten.
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