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Hilma af Klint Pionierin der Abstraktion

Hilma af Klint. Eine Pionierin der Abstraktion, Hrsg. Iris Müller-Westermann, Moderna Museet, Stockholm, Hatje Cantz.

Hilma af Klint. Eine Pionierin der Abstraktion, Hrsg. Iris Müller-Westermann, Moderna Museet, Stockholm, Hatje Cantz.

Hilma af Klint (1862–1944), eine Pionierin der Abstraktion, schuf bereits 1906 erste nichtfigurative Kompositionen, zeigte diese jedoch zu Lebzeiten nur auserwählten Eingeweihten. Sie verfügte in ihrem Testament, dass diese Bilder erst 20 Jahre nach ihrem Tod ausgestellt werden dürfen, da sie vermutete, dass ihre Zeitgenossen sie nicht verstünden. Die Komplexität ihrer Symbolsprache macht es auch heute nicht leicht, Hilma af Klints Werk zu begreifen, ist sie doch in hohem Maße den esoterischen Strömungen ihrer Zeit geschuldet. Dennoch strahlen ihre Bilder eine Ruhe und Ausgewogenheit aus, durch die die Künstlerin nachweisbar das „Wissen von der Einheit allen Seins“ vermitteln wollte.

 

Vom Atom bis zum Kosmos

Hilma af Klint interessierte sich bereits seit ihrer Jugend für das Unsichtbare, okkulte Phänomene, den Spiritismus und suchte - wie viele andere im späten 19. Jahrhundert - den Kontakt mit dem Jenseits in Séancen. Durch den Tod ihrer Schwester noch verstärkt, sollte die Beschäftigung der akademisch ausgebildeten Künstlerin noch weiter steigen. Gemeinsam mit vier Freundinnen begann af Klint 1896 selbst Séancen durchzuführen, aufzuzeichnen und die Ergebnisse zu interpretieren. In den folgenden zehn Jahren erarbeitete sich Hilma af Klint jenes Vokabular an dekorativen Formen, das sie ab 1906 für ihre mediumistischen Gemälde verwenden sollte. Ihre innovativen Kompositionen leben zudem von einer subtilen und matten Farbenvielfalt, von Spiegelsymmetrien, von Textelementen, von einem Spiel mit Größenverhältnissen. Makro- und Mikrokosmos treffen auf den Bildflächen abrupt aufeinander.

 

 

Hilma af Klint als Medium

Hilma af Klint war der Überzeugung, dass ihr diese Bilder von Geistwesen diktiert worden wären. Dennoch entwickelte sie ein Formenvokabular, das nicht aus ihrem Inneren erzählt, sondern als  „Wissen von der Einheit allen Seins“ interpretiert werden möchte. In der ersten Phase der „Gemälde zum Tempel“ sind diese von pantheistischen Motiven wie Lotusblumen und Mandala-Ornamentik bestimmt, was nach 1912 zugunsten einer stärker christlich geprägten Bildsprache zurückgedrängt wurde. Die Spirale, das zentrale Motiv im Werk von Hilma af Klint, steht für das Wachsen, Menschenpaare und das Androgyne für die perfekte Harmonie zwischen den Geschlechtern, Farben und Buchstaben werden Bedeutungen zugeschrieben. Der Künstlerin, die das Malen als Offenbarung verstand, ging es um die Überwindung der Trennung zwischen Körper und Geist, zwischen materieller und spiritueller Welt. Eine Rückkehr zur selbstgenügsamen Wiedergabe der sichtbaren Welt war der Schwedin nach 1910, dem Jahr, in dem ihr letztes naturalistisches Porträt entstand, unmöglich, wenn sie sich auch ab 1919 der realistischen Darstellung von Pflanzen widmete. Wenn sie auch ab Ende der 1910er Jahre keine geometrisch-abstrakten Gemälde mehr schaffen sollte, so ging sie bei ihren Pflanzen-Aquarellen vom Sichtbaren aus, um diesmal mit anderen Mitteln das Unsichtbare verstehen zu lernen.

 

 

Die Wiederentdeckung

Das erstaunliche Werk der schwedischen Künstlerin Hilma af Klint wurde erstmals 1986 in den USA gezeigt, als Maurice Tuchman am Los Angeles County Museum of Art die spirituellen Wurzeln der Abstraktion vorstellte. Die Ausstellung stand der formalistischen Interpretation der Abstraktion diametral entgegen und fasste das wachsende Wissen über okkulte und spiritistische Einflüsse zusammen, wobei Hilma af Klint von der Kritik nicht mit Samthandschuhen angefasst wurde.1 Inzwischen hat sich die Akzeptanz dieses Zugangs und der Künstlerin erhöht: Rudolf Steiner und Hilma af Klint werden 2013 auf der 55. Biennale von Venedig gewürdigt und damit als wichtige Impulsgeber auch für aktuelles Kunstschaffen erkannt (→ Mystiker, Outsider und anerkannte Künstler_innen). Zu dieser Neubewertung v.a. von af Klints Rolle trug wesentlich die große Ausstellungstour bei, die das Stockholmer Moderna Museet in den letzten Jahren akribisch vorbereitet hat. Der begleitende Katalog fasst die Forschungsergebnisse mit 230 wunderbaren Reproduktionen der subtilen Gemälde und Aquarelle zusammen und gehört in jede gut sortierte Bibliothek zum Thema Abstraktion!

 

Hilma af Klint. Eine Pionierin der Abstraktion

Nachdem im Katalog Iris Müller-Westermann in ihrem Beitrag „Bilder für die Zukunft. Hilma af Klint. Eine Pionierin der Abstraktion im Verborgenen“ biografische Daten genannt und eine stilistische Einordnung gegeben hat, schließt ein Gespräch zwischen der Kuratorin und dem Religionswissenschaftler Helmut Zander an. Zanders Ausführungen über die Werke af Klints erhellen deren philosophische Grundlagen zwischen Spiritismus, Theosophie, esoterisches Christentum und Anthroposophie enorm. Hier wird schnell das schwierige Verhältnis der Künstlerin zu Rudolf Steiner offengelegt, der durch seine Kritik am mediumistischen Malen immerhin für die zwei Schaffenskrisen der Künstlerin von 1908 bis 1912 und in den 1920ern zumindest mitverantwortlich zeichnete. Sowohl die Vertreter der Theosophie als auch der Anthroposophie unterstützten das selbständige Denken, um zu höherer Erkenntnis zu gelangen, demzufolge lehnten beide Richtungen das von einem Führer angeleitete Malen kategorisch ab. Vielleicht lässt sich die künstlerische Entwicklung af Klints auch damit untermauern. Helmut Zander lässt keinen Zweifel an der Selbständigkeit der Künstlerin, auch wenn sich diese immer wieder in Selbstzweifel verstrickte und jede Phase in ihrem Werk von neuerlichem Studium begleitet war. Anfangs, so eine conclusio des Gesprächs, sind ihre Gemälde stark spiritistisch (1906-08), dann christlich (1912-15) und zum Schluss u.a. religionstheoretisch (1920er) geprägt.

 

Die versteckte Bedeutung, oder wie abstrakt ist Klints abstrakte Kunst?

Der Aufsatz von Pascal Roussel über die Funktionen von Mediumismus und automatischem Schreiben für die Antizipation der Abstraktion durch Hilma af Klint stellt auch die Frage nach deren Geschlechterdarstellung. Getragen vom biologischen Determinismus, waren Frauen um 1900 als Künstlerinnen deutlich benachteiligt aber als Medien bevorzugt. Roussel interpretiert die mediumistisch entstandenen Gemälde als „Möglichkeit [af Klints], ihren persönlichen inneren Konflikten zu begegnen“ (S. 167), das Ich der Künstlerin spiele beim automatischen Schreiben oder beim mediumistischen Malen nur eine performative Rolle (S. 169). So ließen sich auch Träume von perfekten, harmonischen Beziehungen zwischen den Geschlechtern aber auch Erotik visuell formulieren, ohne sich sogleich als Feministin zu outen. Dem Sublimieren der Materie (der Körper) durch den Geist steht auf geschlechtlicher Ebene das Androgyne, in dem die Verschiedenheit von Männlichem und Weiblichem aufgehoben ist, gegenüber. Roussel plädiert dafür, Hilma af Klints Gemälde als „Vorwegnahme eines abstrakten Vokabulars vor der Abstraktion“ (S. 173) zu deuten.

David Lomas macht sich Gedanken zu den „botanischen Wurzeln der Abstraktion im Werk von Hilma af Kint“ und schlägt als Vergleich Alois Riegls „Stilfragen“ (1893) vor. Darin hatte der Wiener Kunsthistoriker festgelegt, dass die geometrische Form nicht die von der Natur abstrahierte, sondern die ursprünglichere sei. Die Formen würden einfach übergeordneten Gesetzen wie Symmetrie und Rhythmus folgen. Den Dualismus von organischen und geometrisch-kristallinen Formen fixierte auch Wilhelm Worringer in „Abstraktion und Einfühlung“ (1907). Die wichtigen Hinweise auf die Einflüsse von Diagrammen und die Symbolsprache der dargestellten Blumen führt der Autor leider nicht näher aus. In den Werken af Klints stellt Lomas eine „spirituelle und emotionale Nähe zur Natur“ (S. 237) fest, die einerseits in der Empfindsamkeit des späten 18. Jhs und andererseits in der „diffusen Spiritualität“ von Odilon Redons Blumenbildern Vorläufer hätte (S. 233-237). Letzterer wurde im Jahr 1936 von Alfred Barr als wichtiger Vorläufer des Expressionismus und damit der nichtgeometrischen abstrakten Kunst eingereiht, wie die Aufnahme Hilma af Klints Werk in diesem kunsthistorischen Kanon jenen verändern wird, bliebe noch abzuwarten.

 

 

Biografie von Hilma af Klint (1862–1944)

Hilma af Klint wurde am 26. Oktober 1862 geboren.
1879-1882 Teilnahme an spiritistischen Sitzungen.
1880 Tod der Schwester, der af Klints Interesse an Religion und Spiritismus verstärkt.
Ab 1880 Studium an der Technischen Schule in Stockholm, lernt Porträtmalen bei Kerstin Cardon
1882-1887 Studium an der Kunstakademie in Stockholm.
1887-1908 Hilma af Klint arbeitet in einem Atelier der Akademie in der Hamngatan 5. Sie lebt von ihrer Kunst, Landschaften und Porträts im naturalistischen Stil sowie 1900 als Zeichnerin am Veterinärinstitut. Ihre Beobachtungsgabe zeigt sich vor allem in genauen botanischen Aquarellstudien.
Ab 1896 trifft sich Hilma af Klints regelmäßig mit vier Freundinnen. Die Gruppe, bestehend aus Anna Cassel, Sigrid Hedman, Cornelia Caderberg, Mathilde N., nennt sich „Die Fünf“ („De Fem“), veranstaltet Séancen und af Kint beschäftigt sich mit der Technik der écriture automatique.
1904 beauftragt sie das Geistwesen Amaliel während einer Séance Gemälde auf der Astralebene zu schaffen. Diese sollen die unvergänglichen Aspekte des Menschen darstellen.
Ab 1906 entsteht das abstrakte Werk, das sie nie in der Öffentlichkeit zeigt.
1906-1915 entsteht die Serie „Die Gemälde zum Tempel“, die aus 193 Gemälden in verschiedenen Serien und Formaten besteht.
Von November 1906 bis April 1908 malt Hilma af Klint die ersten 111 Gemälde.
Die erste Gruppe trägt den Titel „Urchaos“ und besteht aus 26 relativ kleinen Bildern.
Ab Oktober 1907 „Die zehn Größten“, die die „vier Menschenalter“ darstellen sollen.
1908 drei weitere Serien: „Der Siebenstern“.
Hilma af Klint begegnet Rudolf Steiner, den sie in ihr Atelier einlädt. Nachdem er sich kritisch zu den abstrakt-symbolistischen Gemälden und ihrer mediumistischen Entstehung geäußert hatte, stellt af Klingt ihre Versuche für vier Jahre ein.
1908 bis 1912 kümmert sich Hilma af Klint um ihre erblindete Mutter, gibt dafür das Atelier in der Hamngatan auf und zieht nach Brahegatan.
1910 entsteht ein naturalistisches Porträt.
Zwischen 1912 und 1915 entstehen weitere 82 Bilder zu „Die Gemälde zum Tempel“, darunter die Serien „Der Schwan“ und „Die Taube“. Wiederum steht die Künstlerin unter Einfluss von höheren Wesen, gestaltet jedoch ihre Arbeiten wesentlich selbständiger als zuvor. 1915 schließt sie den Zyklus mit den drei großen „Altarbildern“ ab.
1916 Serie „Parzifal“: 144 Aquarelle
1917 Serie „Das Atom“. Diktiert 1240 maschingeschriebene Seiten über das Seelenleben.
1918 übersiedelt mit ihrer Mutter nach Furuheim.
1920 Tod der Mutter. Serie zu den „Weltreligionen“. Umzug nach Helsingborg und Beitritt der Anthroposophischen Gesellschaft, Reise im Herbst nach Dornach (Schweiz), wo sie erneut auf Rudolf Steiner trifft. Hilma af Klint stellt daraufhin das Malen für ein ganzes Jahr ein.
1922 „Über die Wahrnehmung von Blumen und Bäumen“: Hilma af Klint gibt die Abstraktion auf, malt vorwiegend Aquarelle und lässt das Motiv aus der Farbe entstehen. In den folgenden Jahren bis 1930 hält sie sich immer wieder in Dornach auf, um Steiners Vorträge zu hören und Anthroposophie zu studieren. Keine Gemälde oder Aufzeichnungen aus der Zeit zwischen 1925 und 1930.
In den 1930ern zieht sie immer wieder um, malt 1932 zwei visionäre Karten von Großbritannien und der Iberischen Halbinsel, die Kriegshandlungen vorwegnehmen.
Am 21.10.1944 ist HIlma af Klint an den Folgen eines Unfalls verstorben. Das künstlerische Werk umfasst 1000 Gemälde und Zeichnungen sowie 125 Notizbücher mit ca. 26.000 Seiten.

 

Hilma af Klint: Ausstellung und Ausstellungskatalog

Nach Stockholm ist der Hamburger Bahnhof in Berlin die zweite Station der beeindruckenden Hilma af Klint-Schau. Der anlässlich dieser Ausstellung erschienene Katalog würdigt erstmals das außergewöhnliche Werk der Schwedin im deutschsprachigen Raum. Die nunmehr als Pionierin der Abstraktion anerkannte und auf der 55. Biennale von Venedig gewürdigte Künstlerin hatte bereits 1906 erste nichtfigurative Kompositionen geschaffen, diese jedoch zu Lebzeiten nur auserwählten Eingeweihten gezeigt. Sie verfügte in ihrem Testament, dass diese Bilder erst 20 Jahre nach ihrem Tod ausgestellt werden dürfen, da sie vermutete, dass ihre Zeitgenossen sie nicht verstünden. Die Komplexität ihrer Symbolsprache macht es auch heute nicht leicht, Hilma af Klints Werk zu begreifen, ist sie doch in hohem Maße den esoterischen Strömungen ihrer Zeit geschuldet. Dennoch strahlen ihre Bilder eine Ruhe und Ausgewogenheit aus, durch die die Künstlerin nachweisbar das „Wissen von der Einheit allen Seins“ vermitteln wollte.

I. Müller-Westermann, Moderna Museet, Stockholm, J. Widoff (Hg.)
mit Texten von D. Lomas, I. Müller-Westermann
P. Rousseau, H. Zander
2013, 296 Seiten, 272 farbige Abb.
21,70 x 28,00 cm, Broschur
ISBN 978-3-7757-3488-2 (dt)
Hatje Cantz

 

Hilma af Klint: Bilder

  • Hilma af Klint, Die zehn Größten, Nr. 2, Kindheit, Gruppe IV, 1907, Öl und Tempera auf Papier, auf Pappe montiert, 328 x 240 cm © Stiftelsen Hilma af Klints Verk / Albin Dahlström.
  • Hilma af Klint, The First Big Series, 1907/08, Installationsfoto Biennale: Alexandra Matzner.
  • Hilma af Klint, Die Evolution, Nr. 15, Gruppe VI, Serie, WUS / Der Siebenstern, 1908 © Stiftelsen Hilma af Klints Verk / Albin Dahlström.
  • Hilma af Klint, Der Schwan, Nr. 17, Gruppe IX, Serie SUW, 1914/15, Öl auf Leinwand, 155 x 152 cm © Stiftelsen Hilma af Klints Verk / Albin Dahlström.
  • Hilma af Klint, The Dove, Nr. 13, 1915, Installationsfoto Biennale : Alexandra Matzner.
  • Hilma af Klint, The Dove Nr. 13 und Nr. 2, Installationsfoto Biennale: Alexandra Matzner.
  • Hilma af Klint, Altarbild Nr. 1, Gruppe X, 1915, Öl, Tempera und Gold auf Leinwand, 185 x 152 cm © Stiftelsen Hilma af Klints Verk / Albin Dahlström.
  • Hilma af Klint, Standpunkt Buddhas auf der Erde, Serie II, Nr. 3a, 1920, Öl auf Leinwand, 36 x 27 cm © Stiftelsen Hilma af Klints Verk / Albin Dahlström.
  • Hilma af Klint im Atelier, ca. 1895, Hilma af Klint's archives © Stiftelsen Hilma af Klints Verk.

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  1. Siehe die Rezension von Hilton Kramer: On the „Spiritual Art“ in Los Angeles, April 1987: URL: http://www.newcriterion.com/articles.cfm/On-the--Spiritual-in-Art--in-Los-Angeles-6163 (letzter Aufruf 23.6.2013).
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.