Joan Mitchell

Wer war Joan Mitchell?

Joan Mitchell (Chicago 12.2.1925–30.10.1992 Vétheuil) war eine amerikanisch-französische Malerin der Abstraktion, die dem Amerikanischen Abstrakten Expressionismus nahestand (→ Abstrakter Expressionismus | Informel). Mit ihren in Vétheuil entstandenen Abstraktionen stellte sie sich in die Tradition von Claude Monet. Die amerikanisch-französische Künstlerin verknüpfte den Aufbruch der abstrakt-gestischen Malerei mit einer ganz persönlichen, tief empfundenen Symbolik. Ihre Bilder sind gespeist von einer Welt voller Erinnerungen, Träume, Hoffnungen und Wünsche.

„Meine Malerei ist keine Allegorie, keine Geschichte; sie ist eher ein Gedicht.“

Kindheit & Ausbildung

Am 21. Februar 1926 wurde Joan Mitchell in Chicago geboren. Ihre Mutter war die Dichterin Marion Strobel, die an der legendären Zeitschrift „Poetry“ mitarbeitete und ihre Tochter früh mit der Welt der Literatur und Dichtung in Kontakt brachte. Mitchells Vater war der Dermatologe James Herbert Mitchell, der Präsident der American Dermatological Association und selbst Amateurmaler und -zeichner. Das Art Institute in Chicago wurde zu einem wichtigen Ort der Inspiration und der Auseinandersetzung mit Kunst für die junge Mitchell. Vor allem die bedeutende Sammlung des französischen Impressionismus und Neo-Impressionismus (z.B. Georges Seurats „Un dimanche aprés-midi a l‘ile de la Grande Jatte“).

Mitchell studierte zwischen 1942 und 1944 am Smith College in Northampton (Massachusetts), einem der ältesten und elitärsten Ausbildungsstätten Amerikas. Danach besuchte sie bis 1945 die School of the Art Institute of Chicago, wo Robert von Neumann und Louis Ritman zu ihren Lehrern gehörten. Bereits 1945 reiste Joan Mitchell nach Mexiko.

1947/48 lebte Joan Mitchell in Brooklyn, New York, und besuchte kurz die Columbia University New York. In den folgenden zwei Jahren war Mitchell mit einem Reisestipendium nach Frankreich gegangen. Zuerst war sie in Paris, dann in Le Lavandou, Südfrankreich, ansässig. Dort heiratete sie Barney Rosset (baute den Verlag Grove Ress auf), von dem sie sich 1952 wieder scheiden ließ.

1950 kehrte Joan Mitchell nach New York zurück und schloss im folgenden Jahr ihr Studium am Art Institute mit dem Master of Art ab. Im Jahr 1951 studierte Joan Mitchell Kunstgeschichte an der Columbia University und Französisch an der New York University. In dieser Phase bewunderte die Malerin die Arbeitsweise von Piet Mondrian. Dies wirkte sich auf ihre Kunst aus, was als Aufbrechen der kubistischen Strukturen sichtbar wird. Stattdessen weisen Mitchells Bilder skizzenhaft angelegte Farbflecke in hellen, abgedämpften Farbtönen (Grau, Braun, Beige) auf, die von einem Netzwerk gestischer Grafismen durchzogen werden. Manchmal erinnern diese Strukturen noch an Gegenständliches, an einen Baum, Laubwerk, Wasser, den City-Smog oder die Fassade eines Wolkenkratzers).
In der kraftvollen Geste und dem direkten Einsatz der Pinseltechnik wurde Mitchell als eine wichtige Malerin in der Nachfolge von de Kooning und Kline anerkannt und erhielt 1953 eine gut aufgenommene Einzelausstellung in der bekannten Stable Gallery. Vor allem Hans Hofmann würdigte ihre dort ausgestellten Werke.

Joan Mitchell und die New York School

Die Bekanntschaft mit dem Dichter Frank O’Hara führte Joan Mitchell 1952 in den Kreis von Literaten in der Cedar Bar, darunter John Ashberry und Joseph LeSueur. Die Nähe zu O’Haras Werk zeigt sich in der Ambivalenz und visuelle Kraft seiner Texte. Persönliche Gefühle und das moderne Großstadtleben vermischen sich zu konstruktiven wie destruktiven Strukturen und Inhalten.

Durch ihre Bekanntschaft mit Franz Kline und Willem de Kooning bewegte sich Mitchell im Kreis der Kunstszene um den Artist’s Club und die Cedar Bar. Sie gehörte in den Diskussionsrunden zum aktiven Kreis um Willem de Kooning, Franz Kline, Jackson Pollock und Philip Guston. Als eine der wenigen Künstlerinnen konnte sie in diesen Kreis der „wild painter-men“ vordringen und war ein eingetragenes Mitglied des Clubs. In Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen New Yorker Kunst dieser Gruppe, allen voran dem Gemälde „Excavation“ (um 1950, Art Institute of Chicago), wandte sich die Malerin der Abstraktion zu. Im Whitney Museum bewunderte sie auch die Bilder von Arshile Gorky, wobei für sie sein Stil – aber nicht seine surrealistischen Inhalte – zur Inspirationsquelle wurde. Im Bild „Cross Section of A Bridge“ (1951) verstärkte Mitchell den Staccato-Rhythmus der Formen durch den Einsatz von scharfen, gegensätzlichen grafischen Akzenten. Diese gehen zum Teil aus Wassily Kandinskys „Impressionen“ und „Improvisationen“ zurück. Die Malerin setzte Farben in einem willkürlich verteilten Bildmuster ein, um die grafischen Formen stärker zu akzentuieren, was an Gorky erinnert. Darüber hinaus bleibt die kubistische Grundstruktur der Bildes weiter spürbar, was in der Literatur u.a. mit dem Einfluss von Marcel Duchamps Werken erklärt wird. Dessen Bilder waren von 1911 bis 1913 in New York durch die Armory Show und später durch die Arensberg Collection bekannt geworden. Bereits als Kind hatte Joan Mitchell zudem die Architektur-Zeichnungen ihres Großvaters sehr bewundert, welche als Fragmente (cross-sections) im Bild wieder auftauchen. Im Jahr 1951 nahm Joan Mitchell an der Ausstellung „Ninth Street Show“ teil und stellte noch vor ihrem 30. Geburtstag regelmäßig in der Stable Gallery von Eleanor Wards aus.

Die Psychoanalytikerin Edrita Fried empfahl Mitchel den Sommer in Paris zu verbringen. Im Sommer 1955 traf Joan Mitchell in Paris Jean-Paul Riopelle, mit dem sie bis 1979 zusammenlebte. Riopelle gilt als Verbindungsglied zwischen dem frühen Informel (→ Wols) und der tachistischen Abstraktion der 50er Jahre. Der kanadische Maler spielte eine wichtige katalytische Rolle in Mitchells Leben und Werk. Auch mit Sam Francis pflegte die Künstlerin engen Kontakt.

Mitchell lebte abwechselnd in New York und Paris. Mitte der 1950er Jahre änderte Joan Mitchell ihre Stil: Sie nutzte intensiver leuchtende Farbtöne. Sie löste sich fast gänzlich von der kubistischen Struktur. Die grafischen Elemente wurden unter die Farbgebung subsummiert. Für diese Bilder ist charakteristisch, dass die Farbe frei fließt. Die nur partiell bedeckten weiße Leinwände tragen lange Rinnsale, die ihrerseits eine Art Binnengliederung und Bildrhythmus. Sowohl die Energie und Dynamik der Großstadt New York als auch Mitchells Naturempfinden waren gleichermaßen Inspiration für die Malerin:

„Ich bin sehr von der Natur […] beeinflusst. Ich unterscheide sie aber nicht unbedingt von der ‚von Menschenhand gemachten‘ Natur – eine Stadt ist genauso anregend wie ein Baum. Meine Bilder werden nach Fertigstellung betitelt. Ich male Landschaften nach meinen Erinnerungen, und erinnerten Gefühlen, die natürlich im Bild umgewandelt werden. Natur könnte ich nie direkt wiedergeben. Ich male lieber das, was die Natur an Gefühlen in mir auslöst.
Alle Kunst ist subjektiv, oder nicht? Ich schaue vor dem Malen zunächst gerne aus dem Fenster oder mache einen Spaziergang in der Natur. Dann male ich, was bedeutet, dass ich so etwas wie ein ‚Objekt‘ und eine ziemlich ‚objektive‘ Aktivität schaffe.“1 (Joan Mitchell)

Der Einfluss der Natur auf das Werk von Joan Mitchell ist unbestritten. Gleichzeitig unterstrich die Malerin aber auch den autonomen Malakt und stellte sich in den Diskurs zur „reinen Malerei“:

„Was mich in erster Linie veranlasst Farbe aus der Tube zu drücken und den Pinsel herauszuholen, ist eine Erinnerung, etwa von einem toten Hunde, von einem See. Aber sobald ich anfange zu malen, male ich nur noch das Bild.“

Daneben ließ sich Mitchell auch von Literatur und Poesie anregen.

Mitchell und das Informel

Im Frühjahr 1959 zog Joan Mitchell nach Paris, wo sie bis zu ihrem Lebensende im Jahr 1992 lebte und sehr erfolgreich als Malerin tätig war. Mitchells Atelier war in der Rue Frémicourt im 15. Arrondissement gelegen. Hier arbeitete die US-Künstlerin in den folgenden neun Jahren.

In New York zählte Mitchell zur zweiten Generation des Amerikanischen Abstrakten Expressionismus, der Anfang der 1960er Jahre von der Pop Art als neue Avantgarde abgelöst wurde. In Frankreich schuf Joan Mitchell während der 1960er Jahre Bilder, die nur zum Teil dem Tachismus und dem Informel zugeschrieben werden können. Wichtig für ihre Werke ist die Spannung zwischen lyrischen und explosiver Spannung. Assoziative Titel verbinden Bilder mit der Umwelt und autobiografischen Details. So verweist „Skyes“ (1960/61) einerseits auf Wolkeneffekte und ihren geliebten Skye Terrier gleichermaßen. Den Premio Lissone, Mailand, erhielt Joan Mitchell 1961.

Mitte der 1960er Jahre befand sich Joan Mitchell in einer Phase persönlicher Krisen, da ihr Vater verstarb und ihre Mutter an Krebs erkrankte. In ihrem Werk zeigt sich eine neue Nachdenklichkeit, in dunkelblauen bzw. grünen Farbmassen sowie kalligrafischen Elementen. Weiters setzte sich Mitchell mit Werken von Paul Cézanne und Rainer Maria Rilkes Briefe zu Cézanne. Der österreichische Dichter bewunderte vor allem den Einsatz der Farbe Blau.

Joan Mitchell in Vétheuil

Im Jahr 1967, nachdem ihre Mutter verstorben war und die Künstlerin das Erbe ihres Großvaters antreten konnte, kauft Joan Mitchell ein Haus in Vétheuil, 69 km nördlich von Paris. Dort verbrachte sie den Sommer.

Im folgenden Jahr ließ sich die Malerin dauerhaft in Vétheuil nieder. Ihr Haus lag auf einem Hügel über dem Gartenhaus, in dem Claude Monet von 1878 bis 1881 lebte. Die Malerin bestritt allerdings dessen Einfluss auf ihr eigenes Werk, auch wenn sie ihre Zimmer mit Abbildungen von Monets Werken schmückte. Häufig wird eine Nähe zwischen den beiden Künstlern angenommen. Vor allem Monets Spätwerk, seine zwischen 1890 und 1926 entstandenen Arbeiten, spielt in diesen Überlegungen eine wichtige Rolle.2 Erstmals interpretierte Louis Finkelstein im März 1956 in „New Look: Abstract Impressionism“3 Joan Mitchells Kunst als eine auf Optik und den Farbe konzentrierte Kunst.4 Um sich von dem schier übermächtigen Impressionisten abzusetzen, behauptete Joan Mitchell in Interviews, dass sie Monet nie besonders mochte oder gar, dass er „kein guter Kolorist“ gewesen wäre.5

Wie schon das Werk von Monet ist auch jenes von Mitchell häufig mit dem Motiv Wasser verbunden. Die Künstlerin fühlte sich lebenslang mit dem nassen Element und seinem Mythos verbunden. Die naheliegende Seine, vor allem die Bilder der Jahre 1967 und 1968, zeigt sich in großen, locker gemalten Farbflecken auf weißem Grund. In Véteuil hellte sie ihre Palette zu kräftigen Buntwerten auf. Expressive Striche und Farbrinnen verbinden die Farbschollen. Die Anregungen aus der Natur bzw. Mitchells Erinnerungen und Gefühle geraten im Arbeitsprozess zu rein-malerischen Geste.

In den 1970er Jahren feierte Joan Mitchell ihre größten Erfolge: Die Miami University, Oxford (Ohio), verlieht Mitchell 1971 die Ehrendoktorwürde. Zwei Jahre später erhielt sie die Brandeis University Creative Arts Awards Citation für Malerei (1973) und 1987 die Ehrendoktorwürde der School of the Art Institue of Chicago. Das Everson Museum of Art in Syracuse, New York, organisierte ihre erste Einzelausstellung. Das Werk der 70er ist geprägt vom freien Umgang mit unterschiedlichsten Techniken wie der Spritztechnik, dem Impasto, Dripping, Staining und Scumbling (Trockenpinseltechnik). Die Malerin betonte die Flächigkeit ihrer Werke und stellte sich damit gegen die erste Generation der Abstrakten Expressionisten wie Hans Hofmann, der mit dem Wechsel von kalten und warmen Farben illusionistische Tiefe evozieren wusste. Sie bevorzugte blau-grüne Tonwerte und starke Verdünnung der Farbmaterie. Zudem vergrößerte Joan Mitchell das Format ihrer Bilder, indem sie drei- oder gar mehrteilige Strukturen verwendete. Die einzelnen Bildfelder sind durch die vertikalen „Trennlinien“ mitstrukturiert und gegliedert. Die Formate des Diptychons (2-teilig) und Triptychon (3-teilig) überhöhen an sich die Abstraktionen und nutzen ein pathetisches All-over.

Späte Werke

Während der 1980er Jahre veränderte Joan Mitchell ihre Malerei, indem sie pastose, dichte Farbfelder zunehmend mit nervösen Pinselstrichen überlagerte. Zunehmend löste die Malerin ihre Kompositionen in einen Wirbel kleinteiliger, meist vertikal gesetzter Fakturen auf. Darüber hinaus setzte Mitchell horizontale Lagen ein und baute ihre Bilder mit drei oder vier horizontalen Bändern auf.

Nachdem Jean-Paul Riopelle 1979 ihre Beziehung beendet hatte und 1981 ihre langjährige Freundin Edrita Fried sowie 1982 ihre Schwester Sally Perry verstorben waren, dominierten im folgenden Jahrzehnt Themen des Todes und der Vergänglichkeit Mitchells Kunst.

In der Serie „La Grande Vallée” (1983) – auf einen realen Ort in der Bretagne Bezug nehmend – zeigt die Synthese von Endlichkeit und Hoffnung. Auslöser war der Satz eines sterbenden 28-jährigen, ein Cousin eines Jugendfreundes von Mitchell: „Wenn wir noch einmal zur Grande Vallée gehen könnten.“ Der sehnsuchtsvolle Satz inspirierte Mitchell zu einer Bilderserie voller grüner und blauer Farben. In ihrer Vorstellung konstruierte sie eine paradiesischen Ort für ihre Lieben. Die Bilder vereinen Blau-, Grün-, Gelb- und Orangetöne in einer überlagernden, pastosen, kurzen Pinselstrichen. Joan Mitchell bewegte sich mit diesen Bildern und dem All-Over in der Nähe des Abstrakten Expressionismus, als dessen bedeutendste Vertreterin in Frankreich sie in Frankreich anerkannt ist.6 1988 reiste ihre Retrospektive nach Ithaca, New York, San Francisco, Buffalo (New York) und La Jolia (Kalifornien).

Anfang der 1990er Jahre wählte Mitchel auch das Tondo-Format. Eines ihrer letzten Bilder, „Sunflowers“ (1990/91), ist eine Hommage an Vincent van Gogh. Pinselduktus und Farbschollen treten vehement auf, dazwischen blitzt das Weiß der Leinwand durch.

Tod

Joan Mitchell starb am 30. Oktober 1992 in Vétheuil.

Literatur zu Joan Mitchell

  • Pilipp Bouchet, Deux Américaines à Paris: Joan Mitchell, Shirley Jaffe, in: Femmes, années 50 au fil de l’abstraction, peinture et sculpture, hg. v. Benoît Decron und Daniel Segala (Ausst.-Kat. Musée Soulages, Rodez, 14.12.2019–10.5.2020), Paris 2019, S. 26–31.
  • Joan Mitchell – I carry my landscapes around with me, New York 2019.
  • Mary Gabriel, Ninth Street women. Lee Krasner, Elaine de Kooning, Grace Hartigan, Joan Mitchell, and Helen Frankenthaler: five painters and the movement that changed modern art, New York 2018.
  • Mitchell, Ropelle. Nothing in moderation, hg. v. Catherine Morency (Ausst.-Kat. Musée national des beaux-arts du Québec, Québec, 12.10.2017–7.1.2018; Musée des Beaux-Arts de l’Ontario, Toronto, 17.2.2018–12.5.2018; Fonds Hélène & Edouard Leclerc, Landerneau, 9.12.2018–10.3.2019), Mailand 2017.
  • Joan Mitchell retrospective – her life and paintings, hg. v. Yilmaz Dziewior (Ausst.-Kat. Kunsthaus Bregenz, 18.7.–25.10.2015; Museum Ludwig, Köln, 14.11.2015–21.2.2016), Köln 2015.
  • Monet und die Moderne, hg. v. Karin Sagner-Düchting (Ausst.-Kat. Hypo-Kunsthalle München, 2001–2002), München 2001.
  • Joan Mitchell (Ausst.-Kat. Galerie Nationale du Jeu de Paume), Paris 1994.
  • Judith E. Bernstock, Joan Mitchell (Ausst.-Kat. Herbert F. Johnson Museum of Art, Cornell University), New York 1988.
  • Nature in Abstraction: The Relation of Abstract Painting in Sculpture to Nature in Twentieth-Century American Art, New York 1958, S. 75: Brief von Joan Mitchell an John I. H. Baur

Beiträge zu Joan Mitchell

29. September 2021
Mark Rothko, Untitled (Blue, Yellow, Green on Red), 1954 (Museum Barberini, Potsdam)

Wien | Albertina modern: Die Form der Freiheit. Internationale Abstraktion nach 1945 Abstrakter Expressionismus vs. Informel

Die Ausstellung untersucht das kreative Wechselspiel zwischen Abstraktem Expressionismus und informeller Malerei im transatlantischen Austausch und Dialog von Mitte der 1940er Jahre bis zum Ende des Kalten Kriegs.
20. Juni 2021
Mark Rothko, Untitled (Blue, Yellow, Green on Red), 1954 (Museum Barberini, Potsdam)

Potsdam | Museum Barberini: Die Form der Freiheit. Internationale Abstraktion nach 1945 Abstrakter Expressionismus vs. Informel

Die Ausstellung untersucht das kreative Wechselspiel zwischen Abstraktem Expressionismus und informeller Malerei im transatlantischen Austausch und Dialog von Mitte der 1940er Jahre bis zum Ende des Kalten Kriegs.
21. Juni 2020
Helen Frankenthaler, Spring Bank, Februar 1974, Acryl/Leinwand, 273,5 x 269,5 cm (Centre Pompidou, Paris)

Paris | Centre Pompidou: Künstlerinnen der Abstraktion

Die Ausstellung zeichnet die Kunstgeschichte der Abstraktion des 20. und 21. Jahrhunderts nach – mit einigen Abstechern ins 19. Jahrhundert – und konzentriert sich auf den Beitrag von Künstlerinnen. Mit Werken von Hilma af Klingt, Sonia Delaunay-Terk, Georgia O'Keeffe, Helen Frankenthaler oder Louise Bourgeois, Gunta Stölzl, Germaine Dulac oder Zilia Sánchez u.v.m.
15. April 2017
María Freire, Untitled, 1954, Öl/Lw, 92 × 122 cm (The Museum of Modern Art, New York. Promised gift of Patricia Phelps de Cisneros through the Latin American and Caribbean Fund in honor of Gabriel Pérez-Barreiro, 2016)

New York | MoMA: Künstlerinnen und die Abstraktion der Nachkriegszeit Weibliches Kunstschaffen von 1945 bis 1968

Einige der berühmtesten Künstlerinnen der Nachkriegszeit und der Abstrakten Kunst aus der Sammlung des MoMA!
15. November 2015
Joan Mitchell, Un jardin pour Audrey, 1975, Öl auf Leinwand, Diptychon, 252,4 x 360,1 cm (© Estate of Joan Mitchell, Privatsammlung, Frankreich, Foto: Günter König)

Köln | Museum Ludwig: Joan Mitchell Malerin der Abstraktion wiederentdeckt!

Joan Mitchell im Museum Ludwig, Köln, legt den Fokus der Schau ihrer Malerei – angefangen bei frühen Arbeiten aus den 1950er Jahren bis hin zum Spätwerk ihrer letzten Lebensjahre.
  1. Joan Mitchell in einem Brief an John I. H. Baur, Nature in Abstraction: The Relation of Abstract Painting in Sculpture to Nature in Twentieth-Century American Art, New York 1958, S. 75.
  2. Claude Monet und die Moderne, hg. v. Karin Sagner-Düchting (Ausst.-Kat. Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, München, 2001), München 2001.
  3. Louis Finkelstein, New Look: Abstract-Impressionism, in: Art News (März 1956).
  4. Wiederaufgenommen von Michael Plante, Paris’s Verdict: American Art in France 1946 to 1958.
  5. Zit. n. Judith Bernstock, Joan Mitchell (Ausst.-Kat. Herbert E. Johnson Museum of Art, Cornell University, New York), New York 1988, S. 76.
  6. Siehe: Joan Mitchell (Ausst.-Kat. Galerie Nationale du Jeu de Paume), Paris 1994.