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Kopenhagen | Nationalgalerie: Anna Ancher

Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 21. August 2020
Anna Ancher, Kleines Mädchen mit Blumen, Detail, 1885 (Skagens Kunstmuseer)

Anna Ancher, Kleines Mädchen mit Blumen, Detail, 1885 (Skagens Kunstmuseer)

Die dänische Nationalgalerie in Kopenhagen (SMK) plant die größte Überblicksausstellung zur Malerin Anna Ancher. Ziel ist, Anchers Beitrag zur Erneuerung der dänischen Kunst zu würdigen.

Anna Ancher

Dänemark | Kopenhagen: Nationalgalerie
4.11.2020 – 31.1.2021

Wer war Anna Ancher?

Anna Kristine Ancher, geborene Brøndum, stammte als einzige Malerin der Skagener Künstlerkolonie direkt aus dem Ort. Sie erhielt von Künstlern auf Sommerfrische erste Anleitungen im Malen, bevor sie von 1875 bis 1878 bei Vilhelm Kyhn an einer privaten Zeichenschule für Frauen lernte. Als 21-jährige Künstlerin debütierte sie auf der Jahresausstellung der Kunstakademie. Ihr Mann Michael Ancher (1849–1927) gehörte zu den ersten Malern, die 1874 nach Skagen reisten. Dort malte er großformatige Bilder mit vielen Figuren, die meist das Leben der einfachen Fischer thematisieren. Nach ihrer Heirat reisten das Malerehepaar in den 1880er Jahren nach Wien, Holland, Belgien und Paris. Künstlerische Vorbilder fand Anna Ancher in der Malerei des niederländischen „Goldenen Zeitalters“, wie ihre Interieurs belegen. 1889 nahm Ancher bei Pierre Puvis de Chavannes Unterricht.

 

Anna Ancher, Kleines Mädchen mit Blumen, 1885 (Skagens Kunstmuseer)
Anna Ancher, Kleines Mädchen mit Blumen, 1885 (Skagens Kunstmuseer)
Anna Ancher, Studie der Näherin, Kopf, 1890 (The Art Museums of Skagen)
Anna Ancher, Studie der Näherin, Kopf, 1890 (The Art Museums of Skagen)

 

Wieder nach Sakgen zurückgekehrt, widmete sich die bekannte Malerin dem Leben ihrer Mitmenschen vor Ort. Ancher porträtierte meist Einzelpersonen: Arbeitende in ihren Stuben, eine Blinde, ihre alte Mutter. Dabei entwickelte sie sich zu einer bedeutenden Koloristin. In Vorstudien lotete sie Licht und Farbe ihrer Kompositionen aus. Die Zeichenkunst spielte für ihr Werk eine untergeordnete Rolle. So war es der freie Umgang mit der Farbe, der Anna Ancher zu einer bedeutenden Malerin der dänischen Kunst machte.

Das Porträt der schwangeren Anna Anchers, ausgeführt von Michael Ancher im Jahr 1884, provozierte das zeitgenössische Publikum. Es zeigt die Malerin im Profil vor einer geöffneten Tür, mit Hut, Schirm, Handschuh und einem erwartungsvoll blickenden Jagdhund im Türrahmen. Ob es die angedeutete Schwangerschaft oder das Verlassen des Hauses der Schwangeren war, das die heftige Reaktion vor allem der Betrachterinnen hervorrief, bleibt offen.

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit den Kunstmuseen in Skagen.
Quelle: Nationalgalerie, Kopenhagen

 

Anna Ancher, Studie einer Näherin in Blau (Skagens Kunstmuseer)
Anna Ancher, Studie einer Näherin in Blau (Skagens Kunstmuseer)

 

Anna Ancher: Bilder

  • Anna Ancher, Studie der Näherin, Kopf, 1890 (The Art Museums of Skagen)
  • Anna Ancher, Studie einer Näherin in Blau (Skagens Kunstmuseer)
  • Anna Ancher, Kleines Mädchen mit Blumen, 1885 (Skagens Kunstmuseer)

Beiträge zur Kunst von Frauen

23. Oktober 2026
Élisabeth Louise Vigée-Le Brun, Selbstporträt und Angelika Kauffmann, Selbstporträt als Muse der Malerei, Detail (c) ARTinWORDS
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 23. Oktober 2026

Neapel | Gallerie d’Italia: Angelika Kauffmann und Elisabeth Vigée-Le Brun Die beiden berühmtesten Malerinnen des Klassizismus | 2026/27

Die Gallerie d'Italia in Neapel stellen erstmals das Leben, das Werk und die außergewöhnlichen Karrieren von Angelika Kauffmann (1741–1807) und Élisabeth Louise Vigée Le Brun (1755–1842) in einen Dialog. Die zwei Malerinnen zählen aufgrund der Qualität ihres Schaffens aber auch wegen ihrer historischen Bedeutung als erfolgreiche Frauen im internationalen Kunstmarkt von 1800 zu den größten Malerinnen aller Zeiten.
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23. Oktober 2026
Natalja Gontscharowa, Badende, Detail, um 1910, Öl auf Leinwand, 94,5 x 114,5 cm (Museum Wiesbaden, erworben mit Unterstützung der Hessischen Kulturstiftung, Verein zur Förderung der bildenden Kunst in Wiesbaden e.V. sowie der Landeshauptstadt Wiesbaden)
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 23. Oktober 2026

Wiesbaden | Wiesbaden Museum: Die Blauen Reiterinnen

Erstmals zeigt das Museum Wiesbaden die Künstlerinnen des "Blauen Reiter"! Mit Gabriele Münter, Marianne von Werefkin, Erma Bossi, Maria Marc, Elisabeth Erdmann-Macke, Sonia Delaunay-Terk, Emmi Dresler, Elisabeth Epstein, Natalja Gontscharowa, Else Lasker-Schüler und die fast unbekannten Olga Meerson sowie Carla Pohle.
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22. Oktober 2026
Leonor Fini, Dans la tour [Im Turm (Selbstporträt mit Constantin Jelenski)], Detail, 1952, 91 x 64,3 cm (Palazzo Reale, Mailand)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 22. Oktober 2026

Frankfurt | Schirn: Leonor Fini

Im Winter 2026/2027 zeigt die Schirn Kunsthalle Frankfurt die erste große Ausstellung zu Leonor Fini in Deutschland. Rund 150 Werke, darunter Gemälde, Zeichnungen, Fotografien und Objekte, geben einen umfassenden Einblick in das faszinierende Œuvre der Künstlerin.
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21. Oktober 2026
Artemisia Gentileschi, Judith enthauptet Holofernes, Detail, um 1612–1613, Öl/Lw, 158.8 × 125.5 cm (Neapol, Museo e Real Bosco di Capodimonte (Q378) © ph. Luciano Romano / Museo e Real Bosco di Capodimonte 2016)
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 21. Oktober 2026

Florenz | Museo degli Innocenti: Artemisia Gentileschi in Florenz

Das Museo degli Innocenti widmet Artemisia Gentileschi ihren prägenden Florentiner Jahren (1612/13–1620): Hier wurde sie 1616 als erste Frau in die Accademia del Disegno aufgenommen und knüpfte Kontakte zum Medici-Hof.
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18. Oktober 2026
Porträt der japanisch-amerikanischen Künstlerin Ruth Asawa, wie sie inmitten mehrerer ihrer aus Drahtschlingen gefertigten Skulpturen auf dem Boden kniet, November 1954, Detail, Foto: Nat Farbman/The LIFE Picture Collection/Shutterstock, Artwork © 2025 Ruth Asawa Lanier, Inc., Courtesy David Zwirner
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 18. Oktober 2026

Riehen b. Basel | Fondation Beyeler: Ruth Asawa

Im Herbst 2026 widmet die Fondation Beyeler Ruth Asawa (1926–2013) eine erste Retrospektive in Europa. Die US-amerikanische Künstlerin mit japanischen Wurzeln verwandelte einfachste Materialien in faszinierende Objekte und hob dabei die Grenzen zwischen Abstraktion und Figuration, Kunst und Kunsthandwerk, Aktion und Kontemplation auf. Das vielseitige Werk Asawas umfasst Draht- und Bronzeskulpturen, Zeichnungen, Druckgrafiken, Gemälde sowie Arbeiten im öffentlichen Raum.
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16. Oktober 2026
Sofonisba Anguissola, Bianca Ponzoni Anguissola, 1557 (Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie /Jörg P. Anders) & Eugen Spiro, Die Gattin des Künstlers, 1929 (Staatliche Museen zu Berlin, Neue Nationalgalerie © VG Bild-Kunst, Bonn, 2021)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 16. Oktober 2026

Berlin | Gemäldegalerie: Porträts! Überraschende Begegnungen von Botticelli bis Lempicka

Mit der großen Sonderausstellung „Porträts! Überraschende Begegnungen von Botticelli bis Lempicka“ lädt die Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin im Herbst/Winter 2026/2027 zu einer faszinierenden Reise durch die Geschichte des Bildnisses ein. Ungewöhnliche Gegenüberstellungen von Werken aus fünf Jahrhunderten offenbaren verblüffende Gemeinsamkeiten, lassen die Werke auf neue Weise lebendig werden und bieten die Möglichkeit, über Fremd- und Selbstdarstellung, Inszenierung, Rolle und Charakter nachzudenken.
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