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Kopenhagen | Nationalgalerie: Anna Ancher

Anna Ancher, Kleines Mädchen mit Blumen, Detail, 1885 (Skagens Kunstmuseer)

Anna Ancher, Kleines Mädchen mit Blumen, Detail, 1885 (Skagens Kunstmuseer)

Die dänische Nationalgalerie in Kopenhagen (SMK) plant die größte Überblicksausstellung zur Malerin Anna Ancher. Ziel ist, Anchers Beitrag zur Erneuerung der dänischen Kunst zu würdigen.

Wer war Anna Ancher?

Anna Kristine Ancher, geborene Brøndum, stammte als einzige Malerin der Skagener Künstlerkolonie direkt aus dem Ort. Sie erhielt von Künstlern auf Sommerfrische erste Anleitungen im Malen, bevor sie von 1875 bis 1878 bei Vilhelm Kyhn an einer privaten Zeichenschule für Frauen lernte. Als 21-jährige Künstlerin debütierte sie auf der Jahresausstellung der Kunstakademie. Ihr Mann Michael Peter Ancher (1849–1927) gehörte zu den ersten Malern, die 1874 nach Skagen reisten. Dort malte er großformatige Bilder mit vielen Figuren, die meist das Leben der einfachen Fischer thematisieren. Nach ihrer Heirat reisten das Malerehepaar in den 1880er Jahren nach Wien, Holland, Belgien und Paris. Künstlerische Vorbilder fand Anna Ancher in der Malerei des niederländischen „Goldenen Zeitalters“, wie ihre Interieurs belegen. 1889 nahm Ancher bei Pierre Puvis de Chavannes Unterricht.

Wieder nach Sakgen zurückgekehrt, widmete sich die bekannte Malerin dem Leben ihrer Mitmenschen vor Ort. Ancher porträtierte meist Einzelpersonen: Arbeitende in ihren Stuben, eine Blinde, ihre alte Mutter. Dabei entwickelte sie sich zu einer bedeutenden Koloristin. In Vorstudien lotete sie Licht und Farbe ihrer Kompositionen aus. Die Zeichenkunst spielte für ihr Werk eine untergeordnete Rolle. So war es der freie Umgang mit der Farbe, der Anna Ancher zu einer bedeutenden Malerin der dänischen Kunst machte.

Das Porträt der schwangeren Anna Anchers, ausgeführt von Michael Ancher im Jahr1884, provozierte das zeitgenössische Publikum. Es zeigt die Malerin im Profil vor einer geöffneten Tür, mit Hut, Schirm, Handschuh und einem erwartungsvoll blickenden Jagdhund im Türrahmen. Ob es die angedeutete Schwangerschaft oder das Verlassen des Hauses der Schwangeren war, das die heftige Reaktion vor allem der Betrachterinnen hervorrief, bleibt offen.

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit den Kunstmuseen in Skagen.
Quelle: Nationalgalerie, Kopenhagen

Anna Ancher: Bilder

  • Anna Ancher, Studie der Näherin, Kopf, 1890 (The Art Museums of Skagen)
  • Anna Ancher, Studie einer Näherin in Blau (Skagens Kunstmuseer)
  • Anna Ancher, Kleines Mädchen mit Blumen, 1885 (Skagens Kunstmuseer)

Beiträge zur Kunst von Frauen

10. Januar 2021
Marcelle Cahn, Spacial Mobile, Detail, 1967–1969, bemaltes Holz, 68,6 x 42,5 x 15,7 cm (Courtesy Galerie Lahumière)

Stuttgart | Kunstmuseum: Konkrete Künstlerinnen

Konkreter Künstlerinnen von den 1920er bis zu den 1970er Jahren: Ausbildungs- und Präsentationsbedingungen für Frauen zu dieser Zeit sowie die Netzwerke, innerhalb derer die Künstlerinnen agieren konnten.
31. Dezember 2020
Ginevra Cantofoli, Junge Frau in orientalischer Kleidung,detail, 2. Hälfte 17. Jhdt, Öl/Lw, 65 x 50 cm (Padova, Museo d'arte Medioevale e moderna, legato del Conte Leonardo Emo Capodilista, 1864)

Mailand | Palazzo Reale: Italienische Malerinnen des 16. und 17. Jahrhunderts Weibliches Kunstschaffen von Manierismus bis Barock

150 Werke von 34 Künstlerinnen, die zwischen 1500 und 1600 in Italien lebten, sind 2021 im Palazzo Reale in Mailand ausgestellt: mit Bildern von Artemisia Gentileschi, Sofonisba Angissola, Lavinia Fontana, Elisabetta Sirani, Giovanna Garzone und Fede Galizia uvm.
23. Dezember 2020
Erika und Rolf Hoffmann, Berlin, 1997

Bonn | Bundeskunsthalle: Sammlung Hoffmann

22. Dezember 2020
Alicja Kwade, ParaPivot. Ausstellungsansicht, The Metropolitan Museum of Art, 2019 (© Courtesy of the artist; 303 Gallery, New York; KONIG GALERIE, Berlin/London; and kamel mennour, Paris/London. Foto: The Met)

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22. Dezember 2020
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Berlin | Gropius Bau: Yayoi Kusama Yayoi Kusama in Berlin zeigt einen Überblick über 70 Jahre Kunst

Yayoi Kusama zählt zu den bedeutendsten Künstlerinnen der Gegenwart – nicht nur in Japan. Der Gropius Bau widmet im Herbst 2020 Kusama die erste umfassende Retrospektive in Deutschland, die einen Überblick über sämtliche Schaffensperioden der letzten siebzig Jahre bietet und neben aktuellen Gemälden einen neuen Infinity Mirrored Room und Installation der Künstlerin umfasst.
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