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Linz | LENTOS: Wolfgang Gurlitt. Zauberprinz Kunsthändler, Kunstsammler, Museumsgründer

Oskar Kokaschka, Wolfgang Gurlitt als Zauberprinz, Detail, 1922, © Fondation Oskar Kokoschka

Oskar Kokaschka, Wolfgang Gurlitt als Zauberprinz, Detail, 1922, © Fondation Oskar Kokoschka

Erstmals wird das bisher wenig erforschte Leben und Wirken von Wolfgang Gurlitt (1888–1965), dem Cousin von Hildebrand Gurlitt, im LENTOS eine Ausstellung gewidmet. Gurlitts internationale Tätigkeit als Kunsthändler in Berlin, Würzburg, Linz, Bad Aussee und später München, seine spannende Biografie sowie seine Verbindungen mit Museen und Sammlerinnen wie Sammlern werden erstmals aufgezeigt. Freundschaften zu Künstlerinnen und Künstlern werden ebenso beleuchtet, wie die schwierigen Anfänge des LENTOS Kunstmuseum, das mit der Sammlung Gurlitt ein zugleich glanzvolles wie problematisches Erbe verwaltet.

1953 erwarb die Stadt Linz den Grundstock des LENTOS – 84 Gemälde, 33 Zeichnungen und eine Kubin-Sammlung – vom Kunsthändler und leidenschaftlichen Sammler Wolfgang Gurlitt. Darunter wertvolle Klassiker, die vom nationalsozialistischen Regime als „entartet“ verfemt, aus Museen beschlagnahmt oder in Auktionshäusern versteigert wurden. Zu den gezeigten Werken zählen ein Porträt Gurlitts von Lovis Corinth, das Gemälde „Die blinde Mutter“ von Egon Schiele. Der Ausstellungstitel wurde von einer Zeichnung Oskar Kokoschkas aus dem Jahr 1922 inspiriert, die Wolfgang Gurlitt als „Zauberprinz“ zeigt.

Kuratiert von Elisabeth Nowak-Thaller.
Quelle: Pressetext

Wolfgang Gurlitt. Zauberprinz: Bilder

  • Lovis Corinth, Wolfgang Gurlitt, 1917 (LENTOS Kunstmuseum Linz)
  • Egon Schiele, Blinde Mutter, 1914 (Leopold Museum, Wien)
  • Oskar Kokaschka, Wolfgang Gurlitt als Zauberprinz, Detail, 1922, © Fondation Oskar Kokoschka
  • Wolfgang Gurlitt vor einem Bildnis des Bundespräsidenten Theodor Heuss (gemalt von Prof. Kallmann), 1957 (Fotoarchiv LENTOS Kunstmuseum Linz)

Aktuelle Ausstellungen

15. Juni 2021
René Magritte, La préméditation [Vorsatz], Detail, 1943, Öl/Lw, 55 x 46 cm, unten rechts signiert „Magritte“ (Privatsammlung © Photothèque R. Magritte / Adagp Images, Paris, 2021)

Paris | Musée de l’Orangerie: Magrittes Renoir-Periode „Surrealismus in vollem Sonnenlicht“ als künstlerischer Befreiungsschlag

René Magritte gehört heute zu den berühmtesten Künstlern des Surrealismus. Doch die so genannt „Renoir Periode” zählt zu den unbekannten Seiten des belgischen Malers. Zwischen 1943 und 1947 arbeitete der sonst so fast altmeisterlicher Technik malende Künstler im Stilidiom des Impressionismus unter Einbezug einer Farbharmonie, für die Pierre-Auguste Renoir berühmt geworden ist.
6. Juni 2021
James Ensor, Der tote Hahn, 1894 (Kunsthalle Mannheim)

Mannheim | Kunsthalle Mannheim: James Ensor

James Ensor in der Kunsthalle Mannheim 2021 zu den Motivkreisen Selbstbildnis – Maske – Tod – Stillleben, incl. Grafikmappe „La Gamme d'Amour“ & 93 Einzelblättern.
2. Juni 2021
Paul Signac, Saint-Tropez. Fontaine des Lices, 1895, Öl auf Leinwand, 65 x 81 cm (Privatsammlung)

Paris | Musée Jacquemart-André: Paul Signac Farbige Harmonien des „Apostels“ des Neoimpressionismus

Paul Signac im Musée Jacquemart-André gibt einen aufschlussreichen Überblick zum Werk des französischen Malers, Aquarellisten und Tuschezeichners.
2. Juni 2021
Paul Signac, Konstantinopel: Yeni Djami, Detail, 1909, Öl auf Leinwand (Dauerleihgabe, Stiftung Kunst im Landesbesitz, Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln)

Köln | Wallraf-Richartz-Museum: Paul Signac „Eine impressionistische Reise durch die eigene Sammlung“

Im Herbst/Winter 2020/21 steht Signacs pointilistisches Hafengemälde „Konstantinopel: Yeni Djami“ (1909) in Köln im Mittelpunkt der Sonderausstellung „Bon Voyage, Signac!“. Rund 60 Gemälde französischer Impressionisten und Postimpressionisten laden zur Reise durch Frankreich (Normandie, Bregtagne, Südfrankreich) - und darübr hinaus - ein.
1. Juni 2021
Joseph Beuys, Richtkräfte einer neuen Gesellschaft, 1974–1977 (erworben 1976 durch das Land Berlin, © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Mathias Völzke, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020)

Berlin | Hamburger Bahnhof: Joseph Beuys zum 100. Geburtstag Sprache als Ausgangspunkt von Beuys‘ Kunst

Zu Beuys‘ 100. Geburtstag rückt der Hamburger Bahnhof die Sprache in den Mittelpunkt einer Ausstellung, die Skulpturen, Zeichnungen, Installationen, Filme, Plakate und Dokumente – darunter der Zyklus „The secret block for a secret person in Ireland“ und die Installation „Das Kapital Raum 1970–1977“ – aus den Beständen der Nationalgalerie, der Sammlung Marx, des Kupferstichkabinetts und der Kunstbibliothek umfasst.
26. Mai 2021
Nobuyoshi Araki, Sentimental Journey, 1971, Gelatin silver print (© Nobuyoshi Araki)

Wien | Albertina modern: ARAKI Frühwerk des japanischen Fotografen

Die Ausstellung der Albertina konzentriert sich auf das Frühwerk des Künstlers, womit er – von den Avantgardebewegungen Tokios geprägt – die klassische Dokumentarfotografie ab den 1960er Jahren radikal erneuerte.