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London | National Gallery of Art: Artemisia Gentileschi Selbstporträts der italienischen Barockmalerin

Artemisia Gentileschi, Selbstporträt als hl. Katherina von Alexandria, Detail, um 1615–1617, Öl/Lw, 71.5 x 71 cm (© The National Gallery, London)

Artemisia Gentileschi, Selbstporträt als hl. Katherina von Alexandria, Detail, um 1615–1617, Öl/Lw, 71.5 x 71 cm (© The National Gallery, London)

Im Zentrum der Ausstellung „Artemisia“ steht das jüngst erworbene „Selbstporträt als Heilige Katharina von Alexandria“. Erstmals wird diese Entdeckung des Jahres 2017 neben eng verwandten Werken von Artemisia Gentileschi ausgestellt.

Artemisia Gentileschi gilt als eine der versiertesten Nachfolgerinnen von Caravaggio, den sie durch ihren Vater Orazio Gentileschi persönlich gekannt haben musste. In einer Zeit, in der es Künstlerinnen nicht leicht hatten, war sie das erste weibliche Mitglied der Accademia delle Arti del Disegno in Florenz. Ihre Karriere dauerte mehr als vierzig Jahre und war äußerst erfolgreich.

Artemisia in der National Gallery in London

Die Ausstellung „Artemisia“ vereint rund 35 Gemälde der italienischen Barockkünstlerin aus öffentlichen und privaten Sammlungen aus der ganzen Welt. Die Ausstellung bietet einen äußerst selektiven Überblick über Artemisias Werdegang - von ihrer Ausbildung in Rom, wo sie unter Anleitung ihres Vaters das Malen erlernte, über ihre prägenden Jahre in Florenz bis zu ihrer Rückkehr nach Rom einige Jahre später. Die Ausstellung endet mit Artemisias kurzer Reise nach London zu ihrem sterbenden Vater und der Eröffnung ihres Ateliers in Neapel, in dem sie die letzten 25 Jahre ihres Lebens lebte.

Zu den wichtigsten Leihgaben gehört Artemisia Gentileschis „Selbstporträt als Lautenspielerin“ (um 1615–1618) aus dem Wadsworth Atheneum Art Museum in Hartford, Connecticut, das ungefähr zur selben Zeit wie das Gemälde der National Gallery entstand.

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