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London | Royal Academy of Arts: Marina Abramović Künstlerin setzt sich für Performance unter Strom

Marina Abramovic, 2019

Marina Abramovic, 2019

Marina Abramović ist 2020 in die Royal Academy, London, für eine Einzelausstellung eingeladen – und arbeitet schon seit 2018 mit der spanischen Firma Factum Arte für dieses Ereignis zusammen. In früheren Gesprächen gab die Künstlerin bekannt, dass Elektrizität, Glastränen und ihr eigenes Blut große Rollen spielen werden.

Zu den angekündigten Kunstwerken gehört ein gläserner Brunnen der Künstlerin, der mit ihrem Blut gefüllt sein wird. Der rote Körpersaft soll ihr aus allen Körperöffnungen strömen – Nase, Mund, Augen, Brüsten, Fingerspitzen. Ein anderes Werk besteht aus einem Tisch, der mit 10.000 Glastränen bedeckt ist sowie einer Statue der Künstlerin, die sich selbst isst.

Zu den aufsehenerregendsten Kunstwerken wird eine Performance zählen, für die sich Marina Abramović unter Strom stellen lässt. Die Künstlerin soll dann nur durch das Hinzeigen eine Kerze auslöschen können. Wenn mehr als eine Million Volt durch den Körper jagen, kann man es, richtig gemacht, durch die Finger wieder austreten lassen. Die Spannungsentladung könnte eine Kerze in ein Meter Entfernung zum Erlöschen bringen. Wenn das Experiment schiefläuft, dürfte es die Künstlerin allerdings nicht überleben.

Aktuelle Ausstellungen in Großbritannien

28. September 2019
Elizabeth Peyton, The Age of Innocence, Detail, 2007 (Courtesy The Brant Foundation, Greenwich, CT. USA © Elizabeth Peyton. Courtesy the artist and Gladstone Gallery, New York and Brussels)

London | National Portrait Gallery: Elizabeth Peyton Überblick zu den Porträts und historische Nachbarschaften

Die Ausstellung „Elizabeth Peyton. Porträts“ entsteht in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin und untersucht die Entwicklung von Peytons Porträts von den 1990er Jahren bis in die Gegenwart.
15. Juli 2019
Olafur Eliasson, Stardust particle, 2014, Ø 1760 mm (Tate, Foto: Jens Ziehe, 2017)

London | Tate Modern: Olafur Eliasson Retrospektive zu Natur, Wissenschaft und Teilhabe unter dem Titel „In real life“

Der dänisch-isländische Künstler Olafur Eliasson (* 1967) war bereits 2003 für seine Installation „The weater project“ in der Tate Modern international gewürdigt worden. Im Juli 2019 kehrt er für eine großangelegte Ausstellung und ein Kunstwerk im öffentlichen Raum nach London zurück.
28. Juni 2019
Antony Gormley, Clearing V, 2009, ca. 11 km von 12.7 mm Aluminiumröhre, Installationsansicht Kunsthaus Bregenz, Österreich © the Artist. Photo: Markus Tretter

London | Royal Academy of Arts: Antony Gormley Körper-Raum-Erfahrungen des britischen Objektkünstlers

Der Bildhauer Antony Gormley (* 1950) zählt seit über einem Jahrzehnt zu den bedeutendsten Künstlern in Großbritannien. Die Ausstellung in der Royal Academy of Arts vereint für diesen Anlass sowohl bestehende als auch dafür konzipierte neue Arbeiten, von Zeichnungen und Skulpturen bis hin zu experimentellen Environments.
23. April 2019
William Blake, Albion Rose, Detail, um 1793, Farbiger Kupferstich, 25 x 21,1 cm (Courtesy of the Huntington Art Collections)

Tate Britain: William Blake Romantischer Visionär in Zeiten der Revolution

Der populäre britische Künstler William Blake steht im Herbst im Zentrum der Aufmerksamkeit in der Tate Britain. Lässt sich Blakes romantisch-düsteres Werk neu interpretieren? Wie wirkten sich Krieg, Revolution und Unterdrückung auf seine Bildwelten aus? Welche Bedeutung hat seine Ehefrau, Catherine Blake, im Werkprozess?
17. März 2019
Paul Gauguin, Selbstporträt mit gelbem Christus, Detail, 1890/91, Öl/Lw, 38 × 46 cm (Musée d’Orsay, Paris, acquired by the Musée nationaux mit der Beteiligung von Philippe Meyer und japanischem Sponsoring coordinated by the newspaper Nikkei, (RF1994-2). Photo: René-Gabriel Ojeda. © RMN-Grand Palais / Art Resource, NY)

Paul Gauguin: Porträts Erste Ausstellung zu den Bildnissen des Franzosen

Die erste Ausstellung zu Paul Gauguins Porträts umfasst die Zeit von Mitte der 1880er Jahre bis zu seinem Lebensende im Jahr 1903. Hierbei steht eine Frage im Zentrum der kuratorischen Arbeit: Wie entwickelte sich der Künstler vom Impressionismus zum Symbolismus?
25. Oktober 2018
Helene Schjerfbeck, Selbestporträt, schwarzer Hintergrund, Detail, 1919 (Finnish National Gallery/Ateneum Art Museum, The Hallonblad Collection. Photo: Finnish National Gallery/Hannu Aaltonen)

Helene Schjerfbeck: Werke und Leben Finnische Malerin zwischen Naturalismus und Moderne

Die lange und produktive Karriere der finnischen Künstlerin Helene Schjerfbeck (1862–1946) wird in einem umfassenden Überblick in der Royal Academy of Arts in London vorgestellt.
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.