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London | Royal Academy of Arts: Marina Abramović After Life

Marina Abramovic, 2019

Marina Abramovic, 2019

Marina Abramović ist im Herbst 2021 in die Royal Academy, London, für eine Einzelausstellung eingeladen – und arbeitet schon seit 2018 mit der spanischen Firma Factum Arte für dieses Ereignis zusammen. In früheren Gesprächen gab die Künstlerin bekannt, dass Elektrizität, Glastränen und ihr eigenes Blut große Rollen spielen werden. Ob diese bereits für den Herbst 2020 geplante Performance auch noch inmitten der Corona-Pandemie eine solch zentrale Rolle spielen wird, ist noch nicht bekannt.

Für 2020 kündigte die Royal Academy einen gläsernen Brunnen der Künstlerin an, der mit ihrem Blut gefüllt sein wird. Der rote Körpersaft soll ihr aus allen Körperöffnungen strömen – Nase, Mund, Augen, Brüsten, Fingerspitzen. Ein anderes Werk besteht aus einem Tisch, der mit 10.000 Glastränen bedeckt ist sowie einer Statue der Künstlerin, die sich selbst isst.

Zu den aufsehenerregendsten Kunstwerken wird eine Performance zählen, für die sich Marina Abramović unter Strom stellen lässt. Die Künstlerin soll dann nur durch das Hinzeigen eine Kerze auslöschen können. Wenn mehr als eine Million Volt durch den Körper jagen, kann man es, richtig gemacht, durch die Finger wieder austreten lassen. Die Spannungsentladung könnte eine Kerze in ein Meter Entfernung zum Erlöschen bringen. Wenn das Experiment schiefläuft, dürfte es die Künstlerin allerdings nicht überleben.

Für ihre erste umfassende Ausstellung in Großbritannien plant Abramović einen Überblick über ihr 50-jähriges Schaffen zu geben. Zudem lädt die Künstlerin zu einem Nachdenken über Performance als konservierbare Kunstform ein, wenn die Schau historische Fotografien, Videos, Installationen und Reenactments durch jüngere Performerinnen und Performer zusammenbringt.

Aktuelle Ausstellungen in Großbritannien

2. November 2021
William Hogarth, A Scene from ‘The Beggar’s Opera’ VI, 1731 (Tate, London)

London | Tate Britain: Hogarth und Europa

Zum ersten Mal wird diese Ausstellung Hogarths wichtigste Werke mit denen seiner Kollegen auf dem gesamten Kontinent zusammenbringen – darunter Francesco Guardi in Venedig, Chardin in Paris und Cornelis Troost in Amsterdam –, um die grenzüberschreitenden Strömungen, Parallelen und Sympathien aufzuzeigen.
1. Oktober 2021
Nicolas Poussin, Eine bacchanalische Feier vor einer Herme, Detail, 1632/33, Öl/Lw, 98 x 142.8 cm (© The National Gallery, London)

London | National Gallery: Poussin und der Tanz Freudvolle Bilder des "ernsthaften" Barockmalers

Für Herbst 2021 plant die National Gallery of Art eine wegweisende Ausstellung zu Nicolas Poussin (1594–1665). Erstmals konzentrieren sich die Kuratoren auf Bilder von Tänzer*innen und Feiernden.
30. September 2021
Isamu Noguchi, 4.7.1947, Foto: Arnold Newman (© Arnold Newman Collection / Getty Images / INFGM / ARS – DACS)

London | Barbican: Isamu Noguchi Skulpturen, Möbel, Lichtobjekte und Land Art-Projekte des amerikanischen Modernisten

Erste Retrospektive mit mehr als 150 Werken des japanisch-amerikanischen Künstlers Isamu Noguchi, der Skulptur, Design und Land-Art miteinander verband.
21. September 2021
Frans Hals, Der lachende Kavalier, Detail, 1624 (The Trustees of the Wallace Collection, London)

London | Wallace Collection: Frans Hals. Das Männerporträt Der lachende Kavalier in Begleitung

Mit stuppender Maltechnik und befreiten Posen revolutionierte Frans Hals zwischen den 1630ern und seinem Tod 1666 das Genre des Männerporträts. Erstmals versammelt die Wallace Collection eine Reihe dieser Werke um seinen eigenen „Lachenden Kavalier“.
15. September 2021
Helen Frankenthaler, Madame Butterfly, 2000, Holzschnitt in 102 Farben (© 2020 Helen Frankenthaler Foundation, Inc. / DACS / Tyler Graphic Ltd., Mount Kisco, NY)

London | Dulwich Picture Gallery: Helen Frankenthaler. Radical Beauty Farbholzschnitte der amerikanischen Malerin

Erste große Ausstellung der beeindruckenden Farbholzschnitte der führenden Abstrakten Expressionistin Helen Frankenthaler (1928–2011) in Großbritannien.
10. August 2021
Bernardo Bellotto, Festung Königstein: Hof mit Brunnenhaus, Detail, 1756–1758, Öl/Lw, 133.9 × 238 cm (Manchester Art Gallery © Manchester Art Gallery, UK / Bridgeman Images)

London | National Gallery: Bellotto. Festung Königstein

Erstmals seit 250 Jahren sind fünf Ansichten der Festung Königstein von Bernardo Bellotto (1722–1780) wiedervereint.