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London | Tate Britain: Britische Künstlerinnen 1520–1920 Erfolgreiche Frauen im britischen Kunstbetrieb | 2024

Angelika Kauffmann, Farbe – Colouring, ab 1778/vor Mai 1780, Öl/Lw, queroval, 130 x 149,5 cm (Royal Academy of Arts, London © Royal Academy of Arts, London/ Foto: John Hammond)

Angelika Kauffmann, Farbe – Colouring, ab 1778/vor Mai 1780, Öl/Lw, queroval, 130 x 149,5 cm (Royal Academy of Arts, London © Royal Academy of Arts, London/ Foto: John Hammond)

Über 400 Jahre Künstlerinnengeschichte Großbritanniens! Diese Ausstellung im Sommer 2024 begleitet Frauen auf ihrem Weg zur professionellen Künstlerin. Von der Tudor-Zeit im 16. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg ebneten Künstlerinnen wie Mary Beale, Angelika Kauffmann, Elizabeth Butler und Laura Knight Generationen von Frauen den Weg zum Künstlertum. Sie hinterfragten, was es damals bedeutete, eine berufstätige Frau zu sein, indem sie sich den Erwartungen der Gesellschaft widersetzten. Deutlich mehr Künstlerinnen als gemeinhin bekannt, war es möglich, eine kommerzielle Karriere anzustreben und an öffentlichen Ausstellungen teilzunehmen (→ Berühmte Künstlerinnen).

Künstlerinnen in der Tate Britain von 1520 bis 1920

Mit über 150 Werken räumt die Ausstellung mit Stereotypen über Künstlerinnen in der Kunstgeschichte auf. Denn allzu oft galten sie „nur“ als Amateurinnen. Entschlossen zum Erfolg, weigerten sie sich, sich in eine Schublade stecken zu lassen. Künstlerinnen malten Motive, die als Themen für männliche Künstler galten: Historienbilder, Kampfszenen und sogar Akte.

Die Ausstellung in der Tate Britain beleuchtet, wie diese Künstlerinnen sich für den gleichberechtigten Zugang zu Kunstausbildung und Akademiemitgliedschaft einsetzten, Grenzen durchbrachen und viele Hindernisse überwanden, um die Frau in der Kunstwelt zu etablieren.

Quelle: Tate Britain

Bilder

  • Angelika Kauffman, Farben, 1778–1780 (© Royal Academy of Arts, London, Foto John Hammond)

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Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.