0

London | Tate Britain: William Turner und die modern Welt Industrialisierung, politische Ereignisse und ein moderner Malstil

William Turner, Regen, Dampf und Geschwindigkeit – die Great Western Railway [Rain, Steam and Speed - the Great Western Railway], Detail, ausgestellt 1844 (The National Gallery, London © The National Gallery, London)

William Turner, Regen, Dampf und Geschwindigkeit – die Great Western Railway [Rain, Steam and Speed - the Great Western Railway], Detail, ausgestellt 1844 (The National Gallery, London © The National Gallery, London)

William Turner lebte und arbeitete am Höhepunkt der Industriellen Revolution: Dampf ersetzte Segel, Maschinenkraft ersetzte Arbeitskräfte, politische und soziale Reformen haben die Gesellschaft grundlegend verändert. Viele Künstler dieser Zeit ignorierten die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritte, Turner jedoch stellte sich diesen neuen Herausforderungen. Die Ausstellung in der Tate Britain zeigt, wie er seine Malweise veränderte, um diese neue Welt besser einzufangen.

Ab den 1790er Jahren, als Turner erstmals die Auswirkungen des modernen Lebens beobachtete, folgt die Ausstellung seiner Faszination für neue Industrie und Technologie bis hin zu seinen berühmten Gemälden von Dampfbooten und Eisenbahnmotoren der 1840er Jahre (→ William Turner: Biografie). Turner befasste sich mit dem Napoleonischen Krieg und den anderen wichtigen politischen Ereignissen seines Lebens, einschließlich des Reformgesetzes von 1832 und der Kampagne gegen die Sklaverei.

Die Turner-Ausstellung in der Tate Britain vereint bedeutende Werke von Turner aus der ganzen Welt, darunter „The Fighting Temeraire“ von 1839 und „Rain, Steam and Speed“ von 1844. Sie untersucht, was es bedeutete, zu seinen Lebzeiten ein moderner Künstler zu sein, und bietet eine aufregende neue Perspektive auf seine Arbeit und Leben.

Die Ausstellung wird organisiert von der Tate Britain in Zusammenarbeit mit dem Kimbell Art Museum und dem Museum of Fine Arts, Boston.

William Turner und die modern Welt in der Tate Britain: Bilder

  • Joseph Mallord William Turner, The Fighting Temeraire [Die Kämpfende Temeraire wird zu ihrem letzten Liegeplatz geschleppt, um abgewrackt zu werden, 1838], 1838/39 (© National Gallery, London)

Weitere Beiträge zu William Turner

28. September 2020
Guido van der Werve, Nummer acht, everything is going to be alright, 2007, Golf of Bothnia FI, 2007, 16mm to HD Edition of 7 and 2 artist's proofs Duration: 10:10 minutes

Wien | Kunsthistorisches Museum: Beethoven „Beethoven bewegt” als Hommage an den Komponisten

Ludwig van Beethoven prägte Populärkultur, politische Propaganda, Marketing und Bildkünste gleichermaßen. Das KHM widmet ihm im Frühjahr 2020 eine außergewöhnliche Hommage.
10. Januar 2020
Joshua Reynolds, The Hon. Miss Monckton, Detail, 1777/78, Öl/Lw, 240 x 147,3 cm (Tate Britain, London)

Von Reynolds bis Turner. Das Goldene Zeitalter der englischen Malerei Hauptwerke der Tate Britain im Musée du Luxembourg

Die 1760er Jahre sind ein Wendepunkt für die britische Kunst. Kurz nach Mitte des 18. Jahrhunderts begann der Siegeszug von Joshua Reynolds (1723–1792) und Thomas Gainsborough (1727–1788). Das Musée du Luxembourg in Paris zeigt ab Herbst 2019 Hauptwerke aus der Tate Britain.
5. November 2019
William Turner, Peace - Burial at Sea, Detail, Exhibited 1842 (© Tate: Accepted by the nation as part of the Turner Bequest 1856. Foto © Tate, London 2018)

William Turner in Münster: erhabene Berge, pittoreskes Italien und das Meer Große Turner-Ausstellung 2019 in Deutschland

Nach 20 Jahren zeigt das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster 2019 eine große Turner-Ausstellung in Deutschland. Der Romantiker veränderte das Landschaftsbild seiner Eopche radikal und beeinflusste damit maßgeblich die sich formierenden Impressionisten. Erhabene Berge, das pittoreske Italien und das Meer sind die Leitthemen der Schau.

Aktuelle Ausstellungen

6. November 2020
William Kentridge, Espagne Ancienne (Porter with Dividers), 2005, Tapestry © William Kentridge

Hamburg | Deichtorhallen: William Kentridge Why Should I Hesitate: Putting Drawings To Work

Die Ausstellung „Why Should I Hesitate: Putting Drawings To Work“ bietet einen umfassenden Überblick über das Werk Kentridges. Gezeigt werden Werke aus über 40 Jahren künstlerischer Produktion.
31. Oktober 2020
Rembrandt und Werkstatt, Mann in orientalischer Tracht, Detail, um 1635, Öl/Lw, 98.5 x 74.5 cm (National Gallery of Art, Washington, Andrew W. Mellon Collection, Inv.-Nr. 1940.1.13)

Basel | Kunstmuseum: Rembrandts Orient Orientalisch-exotisch Motive in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts

Rembrandts Vorstellung vom Orient und seine Orientbilder im Kontext der niederländischen Malerei, Ausstellung im Kunstmuseum Basel 2020/21
30. Oktober 2020
Franz Gertsch, Medici, Detail, 1971/72 (Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen, Leihgabe der Peter und Irene Ludwig Stiftung © Franz Gertsch, Foto: Dominique Uldry, Bern)

Linz | LENTOS: Franz Gertsch. Die Siebziger

Franz Gertsch erlebte 1972 an der documenta 5 in Kassel (D) seinen internationalen Durchbruch als der Schweizer Vertreter des Fotorealismus. Im Jahr 2020 begeht der international gefeierte Schweizer Künstler seinen 90. Geburtstag mit einer Ausstellung seiner Gemälde in Linz.