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Mantegna und Bellini Frührenaissance in Venedig und Mantua

Giovanni Bellini, Christus im Garten Gethsemane, um 1465, Tempera/Holz, 81.3 x 127 cm (© The National Gallery, London)

Giovanni Bellini, Christus im Garten Gethsemane, um 1465, Tempera/Holz, 81.3 x 127 cm (© The National Gallery, London)

Erstmals überhaupt werden in dieser Ausstellung die künstlerische wie private Beziehung zwischen den beiden Malern Giovanni Bellini (um 1435/37–1516) und Andrea Mantegna (1430/1–1506) thematisiert. Ab 1453 waren die beiden Maler miteinander verschwägert, denn der aus einfachen Verhältnissen stammende Andrea Mantegna heiratete die Halbschwester Bellinis und wurde Mitglied der Malerfamilie in Venedig. Insgesamt 94 Werke zeigen einen künstlerischen Dialog zwischen den beiden führenden Malern der frühen Renaissance in Oberitalien. Zwischen Beeinflussung und Konkurrenz, zwischen Aneignung und Übertrumpfung arbeiteten Mantegna und Bellini als „unwahrscheinliches Traumpaar der italienischen Kunstgeschichte“, so Dagmar Korbacher, neben Neville Rowley Kuratorin der Ausstellung in Berlin.

Druckgrafiken, Zeichnungen und etwa 40 Gemälde, ergänzt durch Skulpturen wie von Donatello, werden gleichwertig nebeneinander präsentiert. Die spektakulären Verkürzungen, für die Mantegna seit der Entstehung seiner Kunst so berühmt ist, entwickelte er in Zeichnungen. Auch Giovanni Bellini war in der Lage, mit wenigen Strichen „tiefes Gefühl“ zu vermitteln, worauf seine Gemälde basieren. Zudem erfolgte der kreative Austausch am Übergang von Früh- zu Hochrenaissance über verschiedene Medien. Die Skizzenbücher von Jacopo Bellini boten eine wichtige Quelle für Kompositionen, aus der Giovanni Bellini noch schöpfte. Desgleichen waren die Skulpturen Donatellos richtungsweisend in Oberitalien und prägte beide Maler in ihrer Hinwendung zur Antike samt antikem Figurenideal bis hin zur hohen Qualität der plastischen Ausarbeitung von Mantegnas Malerei. In den Werken von Andrea Mantegna und Giovanni Bellini selbst gibt es mehrfache Bezugspunkte, wie die Ausstellung in der Berliner Gemäldegalerie deutlich macht. So ließ sich Bellini zwanzig Jahr nach der Entstehung von Mantegnas „Darbringung im Tempel“ von ebendiesem Gemälde inspirieren. Zum einen wiederholte er die zentralen Figuren bis ins Detail, zum anderen erweiterte er die Komposition um zwei Figuren und veränderte so die Balance und die Bedeutung des Werks.

 

Verschwägerte Malerstars

Andrea Mantegna kam um 1430 oder 1431 in einem Dorf in der Nähe von Padua zur Welt. Der Sohn eines Tischlers wurde mit zehn Jahren Waise und in die Malerschule von Francesco Squarcione aufgenommen. Sein Adoptivvater dürfte allerdings die Leistungen des Wunderkindes für eigene Interessen leidlich ausgenutzt haben, weshalb der angehende Maler als Siebzehnjähriger die Adoption gerichtlich auflösen ließ. Wenig bekannt ist, dass er in diesen jungen Jahren bereits selbstbewusst erste Werke signierte, um seine Autorschaft zu markieren („Hl. Markus“). In den Jahren zwischen 1448 und 1452 stieg der Stern Andrea Mantegnas kometenhaft auf, wozu dessen Beitrag zur Freskoausstattung der Ovetari-Kapelle mit außergewöhnlich konsequentem Einsatz von Perspektive und Detailrealismus beitrug. In Berlin verdeutlicht die einzige Zeichnung, die mit diesen frühen Fresken Mantegnas in Zusammenhang gebracht werden kann, seinen grafischen Zeichenstil an. Klar umrissene Formen der Körper, Parallelschraffur für Schattenbildung und ein interessanter Blickpunkt, so erklärt Dagmar Korbacher, sind die Charakteristika. An diesem Blatt orientiert man sich für die Zuschreibung des zeichnerischen Oeuvres von Mantegna, der eine weniger starke Veränderung in seinem Werk durchlief als Giovanni Bellini.

Die Anerkennung von Mantegnas Leistungen durch die Malerzunft im benachbarten Venedig führte 1453zur Eheschließung mit Nicolosia Bellini (um 1429–1475/80), der Tochter von Jacopo Bellini. Vielleicht aus diesem Anlass oder zur Geburt ihres ersten Sohnes im folgenden Jahr schuf Mantegna die bekannte und oben erwähnte „Darbringung im Tempel“. Von Padua übersiedelte Andrea Mantegna mit seiner Familie 1460 nach Mantua, wo er lebenslang den Posten des Hofmalers der Gonzaga innehatte. Seine Begeisterung für die Antike zeigte sich in einer eigenen Sammlung, die er mit den Potentaten seiner Zeit diskutierte, und einer an der Antike geschulten Formfindung.

Giovanni Bellini war der uneheliche Sohn von Jacopo Bellini und wurde von seinem Vater in dessen Werkstatt ausgebildet. Sein älterer Bruder war der ebenfalls hochberühmte Gentile Bellini, der vielleicht nach dem Lehrherrn seines Vaters, Gentile da Fabriano, benannt wurde. Das frühe Werk von Giovanni Bellini ist schwierig in eine Chronologie zu bringen, ist doch das früheste datierte Gemälde eine Madonna aus dem Jahr 1487. Zeitlebens arbeitete Giovanni Bellini für venezianische Auftraggeber, für die Signoria, die Kirche, das Patriziat und Bruderschaften (scuole). Die außergewöhnlichen Leistungen Bellinis sind die Entwicklung der „Sacra conversazione“ in den großen Altarbildern, das nahsichtige Andachtsbild, die atmosphärische Landschaft im Hintergrund seiner Madonnen. In den frühen 1470er Jahre gab Giovanni Bellini zudem die Temperamalerei auf und nutzte fortan Ölfarben. Viele der Werke Giovanni Bellinis, die er für den Dogenpalast ausführte, wurden 1577 bei einem Brand zerstört, weshalb der Historienmaler Bellini nur schwer zu fassen ist. Dass er sich in seinen spätesten Werken wie dem „Götterfest“ und der „Trunkenheit des Noah“ noch der Mythologie und der einfühlsamen Schilderung der menschlichen Fehlbarkeit zuwandte, mag man als letzte Referenz an den bereits 1506 verstorbenen Schwager deuten.

 

 

Voneinander lernen: zwei Darbringungen und zwei Ölbergszenen

Die Ausstellung spitzt die Werkschau „Mantegna und Bellini“ auf die Gegenüberstellung von Motivgruppen zu. Besonders augenfällig ist die gegenseitige Bezugnahme in den beiden Darstellungen der „Darbringung im Tempel“, mit der die Ausstellungsmacher das Publikum abholen. Mantegnas Version aus der Gemäldegalerie Berlin trifft auf Bellinis Neuinterpretation der Komposition aus der Fondazione Querini Stampalia in Venedig. Während man Bellinis Bild im venezianischen Palast sonst immer nur aus der Entfernung betrachten kann, ist in Berlin das Studium des Gemäldes aus der Nähe möglich – und zudem durch die Konfrontation mit seinem „Vorbild“ gesteigert. Mantegna drechselt gleichsam jedes Haar im Bart des Simeon, während Bellini eine weichere Modellierung bevorzugte. Damit führen die Kuratoren das Publikum direkt auf die verschiedenen Stilqualitäten der beiden Renaissance-Maler zu.

Ähnliches lässt sich – bei aller Abhängigkeit auch von der ikonografischen Tradition – auch vom „Gebet Christi im Garten Gethsemane“ behaupten. Diese beiden Gemälde hängen seit dem späten 19. Jahrhundert in der National Gallery London nebeneinander und sind Prototypen im Stilvergleich zwischen den beiden Künstlern. Bellini steht in Bezug auf Verkürzung und Raumkonstruktion deutlich in der Abhängigkeit von Mantegna. Doch das radikal Neue seines Werks findet sich in einem kleinen Detail am oberen Bildrand – in Berlin leider durch den intensiven Schlagschatten des Rahmens abgeschnitten. Der Engel, der Christus den Becher reicht, wird von Giovanni Bellini als weiße Lichterscheinung vorgestellt. Andrea Mantegnas wenige Jahre zuvor gemalte Ölbergszene zeigt eine Engelsschar als haptische Puttigruppe mit Vortragekreuz – die Cantoria von Donatello im Dom von Florenz könnte hierfür Modell gestanden haben.

Beide Arbeiten entstanden nach der Hochzeit Mantegnas mit Bellinis Halbschwester Nicolosia. Zu jenem Zeitpunkt müssen sich die beiden Künstler bereits gut gekannt haben. Wenn auch der eine in Mantua lebte (dennoch aber für oberitalienische Auftraggeber arbeitete) und Bellini seine gesamte Laufbahn in der Republik Venedig verbrachte, so legen die Werke beider doch einen lebenslangen Austausch nahe.

 

 

Madonna mit Kind und Pietà

Zu den „Verkaufsschlagern“ müssen wohl die halbfigurigen Darstellungen der Madonna mit Christuskind gehört haben: Nachsichtig entweder in der Pose des Anbetens oder gar als emotional packende Mutter-und-Kind-Szene (Mantegna), mit Landschaft im Hintergrund (Bellini) oder auch rotem Ehrentuch wenden sich die Bilder an ein betuchtes und vermutlich auch gläubiges Klientel. Neben den monumentalen Altarbildern aus der Werkstatt Giovanni Bellinis und Andrea Mantegnas, die sich noch in Oberitalien befinden, arbeitete vor allem Bellini in Venedig an Staffeleibildern mit dem beliebten Motiv. Einige der Bilder deuten die Passion Christi an, wie die außergewöhnlich ruhige „Madonna auf der Wiese“ (1500–1505) aus der National Gallery in London. Im Hintergrund treffen Pelikan und Schlange kämpferisch aufeinander, was als Hinweis auf das Opfer und die Überwindung der Erbsünde zu deuten ist. Sowohl Mutter wie auch Kind haben ihre Augen geschlossen und ähneln bereits einer Pietà. Wie groß die Produktion in der – numerisch nicht fassbaren – Werkstatt von Giovanni Bellini gewesen sein muss, lässt die große Reihe an Abwandlungen des Themas vermuten, desgleichen auch die stilistischen und qualitativen Unterschiede. Unter der „CI“ von Giovanni Bellini sind wohl mehrere Hände und viele Gehilfen zusammengefasst.

 

 

Die National Gallery in London trennte sich für die Ausstellungdauer von ihrer monumentalen „Madonna und Kind mit den Heiligen Magdalena und Johannes dem Täufer“ (um 1490–1505), die eine „Scara Conversazione“ vorführt. Madonna und Kind werden unter einem roten Baldachin ausgezeichnet, während die Heiligen in leichter Untersicht gegeben und damit in ihrer Größe noch gesteigert werden. Wie so häufig im Werk von Andrea Mantegna lässt sich hier sein Einsatz von Farbtönen in Form einer Lokalfarbigkeit bei starker Betonung des Volumens beobachten.  Marco Zoppos auf 1471 datierter Pesaro-Altar aus der Gemäldegalerie in Berlin steht zwischen den beiden Protagonisten der Ausstellung. Ebenfalls in der Werkstatt von Squarcione ausgebildet, vereitelte eine Hochzeit seines Meisters und die Geburt eines Erben dessen Ambitionen. Zoppo übersiedelte nach Venedig, wo er sich dem Malstil von Giovanni Bellini annäherte. Wenn auch die Figuren im Pesaro-Altar die statuarische Qualität Mantegnas versprühen, so ist die Landschaft bereits von Bellinis Licht erhellt.

 

Körper, Raum und die Frage einer Kopie

Das große Thema des Renaissance-Akts lässt sich an vielen christologischen Themen aber auch an der Darstellung des hl. Sebastian nachvollziehen. Andrea Mantegna muss es geliebt haben, die Draperien an die Körper gleichsam zu kleben. Er nutzte Quetschfalten, die die Umrisse der Figuren in Bewegung versetzen. Zugleich organisierte er die Kompositionen nicht ausschließlich auf die vierte Wand, d.h. den Blickpunkt der Betrachtenden hin, sondern als stimmige, raumhältige Bewegungen. Dabei nahm er auch unschöne Ansichten in Kauf, worauf die Komposition „Der Abstieg Christi in der Vorhölle“ schließen lässt. Mehrere Zeichnungen und ein Kupferstich vermitteln Mantegnas Komposition eines nicht erhaltenen Bildes für den Markgraf Ludovico III. Gonzaga: Christus ist von hinten gesehen. Unter dem Stoff drücken sich Oberschenkel und Gesäß durch, der Kopf verschwindet nahezu hinter den Schultern. Den aus Scham sich bedeckenden Ureltern, von Teufeln gepeinigten Sünder und der Geologie des Höllenschlundes (samt Eingangsportal) scheint der Künstler größere Aufmerksamkeit zu schenken als dem Protagonisten der Szene.

Von Giovanni Bellini existiert eine äußerst ähnliche Fassung des Themas in Öl in Bristol aus den Jahren 1475 bis 1480. Handelt es sich hierbei um eine Kopie, eine Nachahmung des venezianischen Meisters? Mitnichten. Mantegnas Konzeption des „Abstiegs Christi in die Vorhölle“ fand wohl so viel Gefallen, dass ein unbekannter Auftraggeber Giovanni Bellini mit einer Zeichnung aus dessen Werkstatt versorgte und ihn beauftragte über dem Pergament-Blatt ein Ölgemälde auszuführen. Der Schwager tat, wie ihm geheißen wurde, hielt sich respektvoll an die Vorgabe und brachte nur an den Stellen seine Fantasie ein, wo die Vorlage ausließ. Die Reihe von Zeichnungen, Kupferstich und Ölbildern gibt eine Andeutung, wie komplex die Geschichte von Nehmen und Geben, von Abhängigkeit und produktiver Neuinterpretation sein konnte. Dass man sich in diesem spannenden Kontext vom Originalitätsbegriff des 19. und 20. Jahrhunderts verabschieden sollte, ist nur eine Konsequenz daraus.

 

 

Landschaften, verfärbter Himmel und ein Wolken-Reiter

Zweifellos gehört Giovanni Bellini der Thron, wenn es um Landschaftsdarstellungen geht. Seine komponierten Naturausschnitte überzeugen als atmosphärische, stimmige Konstrukte. Seine Wolken türmen sich zu Bergen, hinten denen die abendliche Sonne den Himmel rosarot färbt. Das ist die Qualität, die Tizian wenige Jahrzehnte später zu wahren Farborgien einer „venezianischen“ Hochrenaissance ermutigen wird. Mantegnas Landschaften sind mehr als Weltlandschaften konzipiert, die den Blick weit in die Tiefe gleiten lassen. Das helle Licht umreißt die Formen klar, Wege führen überzeugend in den Bildgrund und doch wirkt alles wie ein Komposit, das ein wenig an ein horror vacui und die altniederländische Malerei etwa eines Hugo van der Goes erinnert.

Giovanni Bellini bedient sich ab den 1470er Jahren der Ölfarbe als Medium, die er in mehreren Farbschichten übereinander auftrug und mit der er komplexe Farbübergänge gestalten konnte. Diese Art des Malens lässt die Bilder aus der Entfernung wirken und offenbart den Pinselduktus (vor allem bei Wolken) in der Nähe. Obwohl er für seine wohlhabenden Kunden die teuersten Pigmente Venedigs verwenden konnte, reduzierte Bellini die Leuchtkraft der Farbtöne, indem er sie sehr dünn auftrug und noch abtupfte. Allzu intensives Rot, Grün oder Blau findet sich erst nach 1500 bei seinen Schülern (vgl. Sebastiano del Piombo oder Cima da Conegliano).

Wie sehr Andrea Mantegna seine Figuren dem Skulpturalen annähern wollte, zeigt der Wiener „Hl. Sebastian“. An einen verfallenen antiken Triumphbogen gekettet, leidet der von Pfeilen durchbohrte Heilige sichtlich im antikischen Kontrapost und zeigt athletisch geformte Muskeln. In der linken oberen Bildecke fügt Mategna eine Wolke ein, die wie ein Reiter geformt ist. Ein Spiel mit Wahrnehmung wird angedeutet, eine anthropomorphe Form imaginiert, Steininkrustation – auch im Kopenhagener „Christus zwischen zwei Engeln“ in Form eine Porphyrsarkophags – genial vorgeführt.

 

 

Zu den Höhepunkten der Ausstellung „Mantegna und Bellini“ gehören zweifellos Bellinis Grisaille „Scipio lässt einem Gefangenen gegenüber Milde walten“ (um 1506–1508, The National Gallery of Art, Washington, D.C.) neben Mantegnas „Die Einführung des Kybele-Kults in Rom“ (1505/06, The National Gallery, London), ergänzt durch Bellinis geheimnisvolle, weil in seiner Funktion gänzlich ungeklärte „Beweinung Christi“ (um 1490) aus den Uffizien. Die Bildnisse des Dogen Loredan von Bellini und des Kardinal Trevisan von Mantegna hängen Seite an Seite. Drei der monumentalen Darstellungen aus dem Triumphzug Caesars aus der Sammlung der englischen Königin Elizabeth II. (seit 1629 von König Karl II. angekauft) vermitteln am Ende doch das Antikenstudium Mantegnas, das in dieser ausgeprägten Form Bellini offenbar fremd war. Am Ende der Schau treffen noch zwei der außergewöhnlichsten Historien aufeinander: Bellinis spätes „Götterfest“, das von Tizian verändert wurde (um sie seinen eigenen Gemälden anzupassen), und Mantegnas „Sieg der Tugend über die Laster (Minerva vertreibt die Laster aus dem Garten der Tugend)“ (um 1500–1502, Musée du Louvre, Paris). Letzteres ist ein moralisches Lehrstück und eine Versammlung von Personifikationen der Untugenden, Mischwesen und Absonderlichkeiten. Der Fantasie – und der normativen Kraft der Bilder – scheint in diesem Werk keine Grenze gesetzt zu sein. Der Renaissancegarten wird zu einem Hort der Perfektion, der Selbstkontrolle und des Wissens, während alles Dionysische der zornigen Göttin weichen muss. Im Vergleich erzielen die Picknick machenden Götter Bellinis mehr Sympathiepunkte!

Das Ausstellungsprojekt ist eine Kooperation zwischen der National Gallery in London, dem British Museum und der Gemäldegalerie in Berlin.
Kuratiert von Caroline Campbell, Dagmar Korbacher, Neville Rowley und Sarah Vowles (British Museum).

 

 

Mantegna und Bellini: Bilder

  • Giovanni Bellini, Doge Leonardo Loredan, 1501–1502, Öl/Pappel, 61.6 x 45.1 cm (© The National Gallery, London)
  • Giovanni Bellini, Christus im Garten Gethsemane, um 1465, Tempera/Holz, 81.3 x 127 cm (© The National Gallery, London)
  • Giovanni Bellini, Toter Christus, 1475-80, Öl/Pappel, 82.9 x 66.9 cm (Gemäldegalerie, Berlin, © Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz)
  • Giovanni Bellini, Auferstehung Christi, 1475-79, Öl/Pappel, übertragen auf Lw, 148 x 128 cm (Gemäldegalerie, Berlin © Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin)
  • Andrea Mantegna, Kardinal Lodovico Trevisano, 1459–1560, Öl/Pappel, 45.5 x 34.8 cm (Gemäldegalerie, Berlin © Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz)
  • Andrea Mantegna, Christus im Garten Gethsemane, um 1458–1460, Tempera on wood, 62.9 x 80 cm (© The National Gallery, London)
  • Andrea Mantegna, Die Einführung des Kultes der Kybele in Rom, 1505–6, Kleisterfarbe auf Leinen, 76.5 x 273 cm (© The National Gallery, London)
  • Andrea Mantegna, Darbringung im Tempel, 1465–1466, Öl/Lw, auf Holz, 77.1 x 94.4 cm (Gemäldegalerie, Berlin © Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz)

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Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.