Die Sammlung Maria Sibylla Merians

Deutschland, Wiesbaden, Museum Wiesbaden
13.1. – 9.7.2017

Maria Sibylla Merian und die Tradition des Blumenbildes

Deutschland / Berlin: Kulturforum, Kupferstichkabinett
7.4. – 2.7.2017

Deutschland / Frankfurt: Städel Museum
11.10.2017 – 14.1.2018

Maria Sibylla Merian (1674–1717) war Künstlerin und Naturforscherin in der Epoche der Aufklärung. Wie die Malerinnen Rachel Ruysch (1664–1750) und Maria van Oosterwijck (1630–1693) schuf sie Blumenstillleben, gleichzeitig widmete sie ihr ganzes Leben der Erforschung von Schmetterlingen und Käfern. Bereits als Kind interessierte sich die in Frankfurt geborene Maria Sibylla Merian für Insekten und deren Entwicklung. Von 1699 bis 1701 reiste Merian nach Surinam in Südamerika, was sie in ihrer Publikation über die Metamorphose der dort heimischen Insekten verarbeitete: „Metamorphosis insectorum Surinamensium“ erschien zwischen 1702 und 1705. Außerdem brachte die Naturforscherin Tierpräparate mit, die, folgend den Interessen der Aufklärung, einen traditionellen Bestandteil in naturwissenschaftlichen Sammlungen bildeten.

Bis heute geht die Forschung der Frage nach, ob Maria Sibylla Merian als Künstlerin oder Naturwissenschaftlerin zu bezeichnen sei.[1]Katharina Schmidt-Loske befasste sich in ihrer Dissertation ausführlich mit der Frage nach der Bewertung von Merian als „entomophile Malerin“, siehe dazu Katharina Schmidt-Loske, Die Tierwelt der Maria Sibylla Merian (1647–1717). Arten, Beschreibungen und Illustrationen, Marburg/Lahn, 2007, S. 12. Anlässlich der 300. Wiederkehr ihres Todesjahres 2017 werden Maria Sibylla Merians Persönlichkeit und Werk in zahlreichen Ausstellungen und Publikationen gewürdigt.

 

 

Herkunft und Ausbildung

Maria Sibylla Merian wurde am 2. April 1647 in der Freien Reichsstadt Frankfurt am Main geboren. Sie war Tochter von Matthäus Merian dem Älteren (1593–1650), einem Kupferstecher, Verleger und topographischen Künstler, der in erster Ehe mit Maria Magdalena de Bry verheiratet gewesen war. Matthäus Merian hatte nach dem Tod seines Schwiegervaters Johann Theodor de Bry (1561–1623) dessen Verlagshaus übernommen, führte dieses erfolgreich und war für seine topografischen Ansichten von Städten berühmt und als Universalgelehrter anerkannt. Mit Hilfe von Editionen des Verlagshauses machte er das Wissen und wissenschaftlichen Erkenntnisse seiner Zeit allgemein zugänglich. Im Jahr 1646 heiratete er Johanna Sibylla Heim (1620), die Mutter von Maria Sibylla Merian. Als ihr Vater 1650 starb, war Maria Sibylla drei Jahre alt; ihre Stiefbrüder, der Maler Matthäus Merian der Jüngere und der Kupferstecher Caspar Merian, führten das Verlagshaus weiter. Maria Sibylla Merians Mutter heiratete 1651 den holländischen Blumenmaler Jacob Marrel (1614–1681), der besonders für seine Tulpenstillleben geschätzt wurde.

Maria Sibylla Merian wuchs Mitte des 17. Jahrhunderts in einer gebildeten Familie auf, ihre Umgebung war geprägt durch Kunst und das Interesse an den Erscheinungen der Natur. In Frankfurt konnte sie im elterlichen Garten die Besonderheiten der Flora und Fauna beobachten. Der Seidenhandel war in dieser Zeit von großer Bedeutung; die Züchtung der Seidenraupen faszinierte Maria Sibylla Merian und gab den Anlass, sich mit den Entwicklungsstadien dieser Lebewesen intensiv auseinanderzusetzen. Zeit ihres Lebens führte sie Studienbücher, um die Geschehnisse zu beschreiben und in Zeichnungen festzuhalten. Zeichnen und Malen lernte das junge Mädchen wohl informell von ihrem Stiefvater, Jacob Marrel.

 

 „Ich habe mich von Jugend an mit der Untersuchung der Insekten beschäftigt. Zunächst begann ich mit Seidenraupen in meiner Geburtsstadt Frankfurt am Main. Danach bemerkte ich, dass sich aus anderen Raupen viel schönere Tag- und Nachtschmetterlinge entwickelten, als aus den Seidenraupen.“[2]Zitiert nach Maria Sibylla Merian aus der Vorrede zu „Metamorphosis Insectorum Surinamensium, Helmut Deckert (Hg.), Maria Sibylla Merian, Metamorphosis insetorum Surinamensium. Das Insektenbuch, Frankfurt 1991, S. 7–9.

 

Bereits in jungen Jahren zeigte Maria Sybilla Merian großes Interesse an Fliegen, Spinnen und Raupen, der so genannten Entomologie, der Lehre der Insektenkunde. Die Künstlerin und Naturforscherin war fasziniert von der Verwandlung der Schmetterlinge von der Raupe in den Falter und hatte durch das Verlagshaus ihres Vaters Einblick in die zeitgenössischen naturwissenschaftlichen Editionen erhalten, die sie später eigenständig fortführen sollte.[3]Bereits vor Maria Sibylla Merians Publikationen wurden Insekten wissenschaftlich erforscht: Im Jahr 1602 verfasste Ulisse Aldrovandi „De animalibus insectis“, und Maria Sybilla Merian bezog sich in ihrer Einleitung zur „Metamorphosis“ auf Insektenforscher des 17. Jahrhunderts. Siehe dazu Helmut Deckert (Hg.), Maria Sibylla Merian, Metamorphosis insetorum Surinamensium. Das Insektenbuch, Frankfurt 1991, S. 7–9.

 

 

Blumenbücher und Stickvorlagen

Die 18jährige Maria Sibylla Merian heiratete 1665 Johann Andreas Graff (1636–1701), der neben dem berühmteren Abraham Mignon (1640–1679) ebenfalls von ihrem Stiefvater ausgebildet worden war. Im Jahr 1670 zog das Paar in die Heimatstadt Graffs um: Nürnberg. Maria Sybilla Merian lebte bis 1681 in Nürnberg. Im Jahr 1670 erschien ihr erstes Buch „Florum fasciulius primus“, das durch einen zweiten Band 1677 und einen dritten Band 1680 ergänzt wurde. Die drei Ausgaben zusammengefasst erschienen 1680 als „Das neue Blumenbuch“, verlegt von Merians Mann. Die Bände waren Musterbücher, denn die Illustrationen dienten als Stickvorlagen. Merian nutzte ihre Bücher auf besondere Weise, indem sie eine Stick- und Malschule für junge Frauen aus oberen Gesellschaftsschichten gründete, die so genannte „Jungfern-Companie“.

Damit sorgte sie für ein Einkommen, darüber hinaus bemalte sie Stoffe, stellte Farben aus Pflanzen her und betrieb auch Handel mit Farben. Gleichzeitig arbeitete sie an dem „Raupenbuch“ – „Der Raupen wunderbare Verwandelung und sonderbare Blumennahrung“. Der erste Teil erschien 1679, 1683 sowie 1717 gefolgt von dem zweiten dem dritten Teil. Jeder der Teile präsentierte auf 50 Tafeln Raupen, Puppen, Tag- und Nachtfalter, die mit den für sich wichtigen Blumen abgebildet wurden.[4]Merian hatte zunächst eine eigene Terminologie, sie nannte die Raupe den „Wurm“, die Puppe „Dattelkern“ und den Falter „Sommervogel“. Katharina Schmidt-Loske, Die Tierwelt der Maria Sibylla Merian (1647–1717). Arten, Beschreibungen und Illustrationen, Marburg/Lahn, 2007, S. 20. Während die beiden niederländischen Blumenstilllebenmalerinnen Rachel Ruysch und Maria van Oosterwyck Insekten, Schmetterlinge und Pflanzen zu ästhetischen Kompositionen arrangierten, studierte und beschrieb Merian diese möglichst getreu und hielt deren Entwicklung fest. Sie sammelte und erforschte Blumen und Insekten, was im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert die Grundlage für die Botanik legte.

 

 

Schloss Waltha und die Anregungen durch die Labadisten

Im Jahr 1681 verstarb Merians Stiefvater Jacob Marrel. In der Folge besuchte Maria Sybilla Merian häufig ihre Mutter in Frankfurt, sie trennte sich von ihrem Ehemann und die Künstlerin und Publizistin nahm wieder ihren Mädchennamen an. Ihre beiden Töchter Johanna Helena (* 1668) und Dorothea Maria (* 1678) bildete sie im Kupferstechen und Malen aus. Gemeinsam mit ihrer Familie übersiedelte Merian auf Schloss Waltha, nahe dem Dorf Wieuwerd in Westfriesland. Dort lebte die Gemeinschaft der Labadisten, eine christliche Glaubensgemeinschaft an „Auserwählten“ (Sekte/Kommune), die materielle Werte ablehnte und gleichzeitig naturwissenschaftliche Forschungen förderte. Benannt wurde die Gemeinschaft nach den Lehren des Jean de Labadie (1610–1674), einem ehemaligen Jesuiten und französisch-protestantischen Reformer. In dem Vorwort des 1679 erschienenen Raupenbuches beschrieb Merian den Glauben als Anregung für ihre Forschungen.[5]Kurt Wettengl, Maria Sibylla Merian, (1647–1717) in: Kerstin Merkel (Hg.), Deutsche Frauen der frühen Neuzeit, Darmstadt 2000, S. 107–122. Schloss Waltha war in Besitz von Cornelis von Aerssen van Sommelsdijk, dem Gouverneur von Surinam, die Labadisten wiederum hatten Missionen an der Nordküste von Südamerika und Plantage in Surinam. Während der Zeit auf Schloss Waltha entstanden zahlreiche Aquarellzeichnungen, die als Grundlage für später entstandene Stiche dienten. Gleichzeitig ordnete sie in diesen fünf Jahren ihre Notizen und beschrieb die Verwandlung der Raupe über den „Dattelkern“ bis zur „Mottengestalt“.  Nach dem Tod ihrer Mutter verließ Maria Sibylla Merian 1690 die christliche Gemeinde auf Schloss Waltha und übersiedelte 1691 nach Amsterdam.

 

 

Amsterdam und die naturwissenschaftlichen Kabinette

Maria Sibylla Merian zog gemeinsam mit ihren Töchtern nach Amsterdam, einem der bedeutendsten Handelszentren des Nordens, das auch zahlreiche wissenschaftliche Sammlungen, deren Objekte aus den niederländischen Kolonien stammten, beherbergte.[6]Kurt Wettengl, Von der Naturgeschichte zur Naturwissenschaft. Maria Sibylla Merian und die Frankfurter Naturalienkabinette des 18. Jahrhunderts, Stuttgart 2003. Hier hatte Merian Zugang zu den Kabinetten von Dr. Niclaas Witsen (1641–1717), dem Bürgermeister von Amsterdam und Vorstandsmitglied der Niederländischen Ostindien-Kompanie. Er sammelte Antiquitäten, Naturalien, ethnographische Objekte und Zeichnungen von Tieren und Pflanzen. Ein weiteres herausragendes Kabinett war in Besitz von Frederick Ruysch (1638–1731), dem Vater der Blumenstilllebenmalerin Rachel Ruysch (1664–1750), Professor für Anatomie und anerkannten Botaniker. Ebenso bedeutend war die naturkundliche Sammlung von Levinus Vincent (1658–1727), die öffentlich zugänglich war, und die präparierte und konservierte Tiere enthielt. Naturalienkabinette spielten in der Tradition des Sammelns eine immer bedeutendere Rolle. Die Beispiele aus der Natur (naturalia) sollten als Teil einer Sammlung von Kunstwerken (artificialia) und Objekten der Geschichte (antiquitas) aufbewahrt und zu dem Spiegelbild der Welt vereint werden.

Amsterdam als blühendes Handelszentrum war Umschlagplatz für viele exotische Pflanzen und Tiere, Maria Sibylla Merian war somit in der Lage, ihr Studium der Pflanzen nicht nur weiter zu pflegen, sondern auch auszubauen. Für ihren Lebensunterhalt sorgte sie durch den Handel mit Farben und präparierten Insekten, zudem unterrichtete sie auch als Malerin.[7]160 Aquarelle europäischer Insekten dieser Zeit befinden sich heute im British Museum in London. Im Jahr 1692 heiratete Johanna Helena, die ältere der beiden Töchter, den Kaufmann Jacob Hendrik Herolt, der Handelsbeziehungen zu Surinam hatte. Diese Tatsache und die Auseinandersetzung mit den naturwissenschaftlichen Sammlungen in Amsterdam trugen dazu bei, dass sich Maria Sibylla Merian für die Teilnahme an einer Expedition nach Südamerika interessierte.

 

 

Reise nach Surinam

Im Jahr 1699, im Alter von 52 Jahren, brach Maria Sibylla Merian gemeinsam mit jüngerer Tochter Dorothea Maria auf einem Handelsschiff nach Surinam auf, um Flora und Fauna des Regenwaldes, vor allem aber die von Merian so bewunderten Schmetterlinge, zu studieren. Für die Kosten der Expedition kam Merian selbst auf, sie hatte weder einen Vertrag mit einem Verlag für eine zukünftige Publikation noch anderweitige finanzielle Unterstützung. Surinam, genannt Niederländisch-Guyana, war seit 1667 eine niederländische Kolonie und bis auf Zuckerrohrplantagen wenig erschlossen. Die Überfahrt von den Niederlanden nach Surinam dauerte zwei bis drei Monate.

 

„Ich fand in jenem Land nicht die passende Gelegenheit, um die Beobachtungen der Insekten vorzunehmen, die ich mir vorgestellt hatte, da das Klima des Landes sehr heiß ist. Die Hitze bekam mir nicht gut, und ich sah mich deshalb gezwungen, früher nach Hause zurückzukehren, als ich gedacht hatte.“[8]Maria Sibylla Merian, zitiert nach der Vorrede in den Metamorphosis, siehe Helmut Deckert (Hg.), Maria Sibylla Merian, Metamorphosis insetorum Surinamensium. Das Insektenbuch, Frankfurt 1991, S. 7–9.

 

Die Einleitung des Buches über die Verwandlung der Insekten Surinams ist eine bedeutende Quelle für Erfahrungen und Eindrücke Merians in der Kolonie. Darin hielt sie Beobachtungen fest und beschrieb mühevolle Ausflüge in den kaum zugänglichen Regenwald. Während dieser Zeit führte sie ein „Studienbuch“, in dem sie detailreiche Zeichnungen, teilweise aquarelliert, mit Notizen versah.[9]Ein Teil dieser Notizen befindet sich heute in der Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg. Siehe dazu Helga Ullmann, Maria Sibylla Merian. Zeit, Leben und künstlerisches Schaffen, in: Ernst Ullmann (Hg.), Maria Sibylla Merian, Leningrader Aquarelle (2 Bände), Leipzig / Luzern 1972, S.15–72. 95 Aquarelle auf Pergament, die in Zusammenhang mit den „Metamorphosis Insectorum Surinamensium“ von 1705 stehen (60 Blätter), sowie Stillleben mit Früchten, Vögeln, Blumen und Insekten befinden sich in der Royal Library. Sie wurden 1755 durch späteren König Georg III aus der Sammlung des Dr. Richard Meads (1673–1754) erworben. Neben diesem Studienbuch existieren heute noch 18 Briefe von Maria Sibylla Merian, die über ihre Eindrücke und Erfahrungen Aufschluss geben.[10]Die erwähnten Briefe sind wiedergeben bei Kurt Wettengl (Hg.), Maria Sibylla Merian. Künstlerin und Naturforscherin (1647–1717) zwischen Frankfurt und Surinam (Ausst.-Katalog, Historisches Museum, Frankfurt am Main, 18.12.–1.3.1998), Ostfildern-Ruit/Stuttgart 1997, S. 262–269.

 

„Metamorphosis Insectorum Surinamensium“ (1705)

Im Jahr 1701 kehrte Maria Sibylla Merian nach Amsterdam zurück. Sie brachte zahlreiche Studien, Beschreibungen und Tierpräparaten (getrocknet und in Branntwein eingelegt) nach Europa mit. Aus diesem Material fertigte sie Serien von Blättern, darunter die 1705 edierten „Metamorphosis“. Wenn sich auch der Titel auf den Lebenszyklus der Falter bezieht, so zeigen die Abbildungen auch jene Pflanzen, auf denen die Tiere leben, dazu noch Reptilien und Amphibien. Merian setzte zarte Radierungen für die Insekten ein, verwendete Wasserfarbe auf Pergament und malte Blätter und Blüten ohne Vorzeichnung.[11]Zur Technik siehe Kurt Wettengl, Von der Naturgeschichte zur Naturwissenschaft. Maria Sibylla Merian und die Frankfurter Naturalienkabinette des 18. Jahrhunderts, Stuttgart 2003, S. 21. Im Vorwort der „Metamorphosis“ nannte Merian die vier Entomologen Thomas Mouffet (1553–1604), Johannes Godaert (1617–1668), Jan Swammerdam (1637–1680) und Stephen Blankaart, mit deren Forschungen sie sich eingehend beschäftigt hatte, und verwendete ab diesem Zeitpunkt die Terminologie zeitgenössischer Naturwissenschaftler.[12]Das Vorwort zu dem Buch findet sich wiedergegeben bei Helmut Deckert (Hg.), Maria Sibylla Merian, Metamorphosis insetorum Surinamensium. Das Insektenbuch, Frankfurt 1991, S. 7-9.

Am 13. Jänner 1717 verstarb Maria Sibylla Merian, verarmt, jedoch sehr bekannt. Ihre Tochter Dorothea Maria gab posthum den dritten Band des Raupenbuches heraus. Merians Pionierleistungen in Forschung und Kunst erregten die Aufmerksamkeit von Sammlern. Zar Peter der Große (1673–1740) beauftragte seinen Hausarzt Robert Areskin mit dem Ankauf von Aquarellen, die sich heute in der Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg befinden.[13]Diese wurden in den 1970er Jahre wiederentdeckt und in der Folge publiziert, siehe dazu Wolf-Dietrich Beer (Hg.), Schmetterlinge, Käfer und andere Insekten. Leningrader Studienbuch, Leipzig 1976 und Helga Ullmann, Maria Sibylla Merian. Zeit, Leben und künstlerisches Schaffen, in: Ernst Ullmann (Hg.), Maria Sibylla Merian, Leningrader Aquarelle (2 Bände), Leipzig / Luzern 1972.

Die herausragende Leistung Maria Sibylla Merians liegt in der ersten Beschreibung der Insekten in deren Lebensraum. Sie zeichnete und aquarellierte Pflanzen in intensiver Farbigkeit, um die von ihr studierten Wesen in einer ästhetischen Inszenierung einzufangen. Damit verband sie die Tradition der naturwissenschaftlichen Forschungen und deren Visualisierungsstrategien auf und führte diese in ein künstlerisches Erscheinungsbild über.

 

 

„Maria Sybilla Merian“ in Wiesbaden

Auch das Naturhistorische Museum in Wiesbaden profitierte von den Sammlern des 18. Jahrhunderts: Der Händler und Bankier Johann Christian Gerning (1745–1802) und dessen Sohn, Johann Isaak von Gerning (1767–1837), konnten über 40.000 Exemplare von wirbellosen Tieren vereinen. Einige der Präparate aus dem Museumsbestand können seit einem mehrjährigen Forschungsprojekt[14]Karin Müller und Joos van de Plas bearbeiteten die Exponate restauratorisch und wissenscahftlich. Eine Publikation aus dem Jahr 2012 gibt darüber Aufschluss. Maria Sybilla Merian zugeordnet und erstmals präsentiert werden. Dazu schufen die Präparatoren Malte Seehausen und Felix Richter neun Dioramen, in denen die fragilen Objekte zu sehen sind.

 

 

Publikationen von Maria Sibylla Merian

Maria Sibylla Merian, Florum Fasciculus Primus [Erstes Blumenbuch, erster Teil mit zwölf Platten], Nürnberg 1675.

Maria Sibylla Merian, Florum Fasciculus Alter [Erstes Blumenbuch, zweiter Teil mit zwölf Platten], Nürnberg 1677.

Maria Sibylla Merian, Der Raupen wunderbare Verwandelung und sonderbare Blumennahrung […]. Nürnberg, Johann Andreas Graff; Frankfurt/M & Leipzig, 1679. Das ist der erste Band des so genannten „Raupen-Buchs“. Es enthält 50 Platten mit Illustrationen von Blumen und Insekten. Der deutsche Text erhielt die gleiche Stellung wie die Abbildungen. Maria Sibylla Merian schrieb zu jedem Insekt die Metamorphose auf einer Pflanze, die als Futterquelle der jeweiligen Raupte bekannt war. Es gibt farbige und schwarz/weiße Versionen des „Rauben-Buchs“.

Maria Sibylla Merian, Florum Fasciculus Tertius [Erstes Blumenbuch, dritter Teil, zwölf Platten], Nürnberg 1680. Hierbei handelt es sich um die zweite Ausgabe des „Blumenbuchs“, die alle drei Bände miteinander vereint.

Maria Sibylla Merian, Neues Blumenbuch. Allen Kunstverstandigen Liebhabern zu Lust, Nutz und Dienst, mit fleiss verfertigt […]. Nürnberg, Johann Andreas Graff, 1680

Maria Sibylla Merian, Der Raupen wunderbare Verwandelung und sonderbare Blumennahrung […]. Andrer Theil, Frankfurt/M und Leipzig, David Funken, 1683. Der zweite Teil des „Raupen-Buchs“ enthält wiederum 50 Platten, auf denen die Metamorphose von Insekten und detaillierte Beschreibungen zu finden sind. Wenn auch das Buch in Nürnberg gedruckt wurde, so verkaufte Maria Sibylla Merian die farbigen oder schwarz/weiß Bücher in Frankfurt.

Maria Sibylla Merian, Metamorphosis Insectorum Surinamensium [Verwandlung der surinamischen Insekten], Amsterdam 1705. Von diesem Buch gibt es eine lateinische und eiune holländische Fassung mit je 60 Abbildungsseiten. Eigentlich plante die umtriebige Autorin die Herausgabe zweier weiterer Bände über Reptilien und Amphibien, as aufgrund fehelender Subskriptionen jedoch scheiterte. Im Februar 1711 besuchte der Frankfurter Patrizier Conrad Zacharias Uffenbach Merian in Amsterdam und hinterließ eine farbige Beschreibugn der geschäftstüchtigen Frau. Zumindest besaß Maria Sibylla Merian auch noch sechs Jahre nach der Erstveröffentlichung von „Verwandlung der surinamischen Insekten“ noch Bände besaß.

Maria Sibylla Merian, Der Raupen wunderbare Verwandelung, und sonderbare Blumen-nahrung : worinnen, durch eine gantz-neue Erfindung, Der Raupen, Würmer, Sommer-vögelein, Motten, Fliegen, und anderer dergleichen Thierlein, Ursprung, Speisen, und Veränderungen, samt ihrer Zeit, Ort und Eigenschaften. Den Naturkündigern, Kunstmahlern, und Gartenliebhabern zu Dienst, fleissig untersucht, kürtzlich beschrieben, nach dem Leben abgemahlt, ins Kupfer gestochen, und selbst verlegt, von Maria Sibylla Gräffinn, Matthaei Merians, des Eltern, Seel. Tochter, Nürnberg, Frankfurt, Leipzig, 1679, 1683, 1717 (3 Bände): Maria Sibylla Merian begann bereits während ihres Aufenthalts in der Kommune der Labadisten mit dem dritten Band des „Raupen-Buchs“ (1685 oder 1686 bis 1691). Ihre jüngere Tochter Dorothea Maria besorgte die Herausgabe im Todesjahr ihrer Mutter. Vielleicht waren beide Töchter mit der Anfertigung der Kupferstiche involviert. Auch der dritte Band enthält 50 Abbildungstafeln mit Beschreibungen der Verwandlungen der Insekten.

 

Biographie von Maria Sibylla Merian (1647-1717)

Am 2. April 1647 wurde Maria Sibylla Merian als Tochter des Verlegers und Künstlers Matthäus Merian d. Ä. und Johanna Sibylla Heim in Frankfurt am Main geboren.
1650 Tod des Vaters Matthäus Merian d. Ä. während einer Kur in Bad Schwalbach (19.6.).
1651 Maria Sibylla Merians Mutter heiratete den Maler Jacob Marrel (5.8.).
1659 Beginn Maria Sibylla Merians Ausbildung im Zeichnen, Malen und Kupferstechen.
1660 Maria Sibylla Merian studierte erstmals die Raupen des Seidenspinners.
1665 Hochzeit mit dem Maler Johann Andreas Graff, einen Schüler ihres Stiefvaters, Jacob Marrel.
1668 Geburt der ersten Tochter, Johanna Helena.
1675 erschienen die ersten Blumendarstellungen, die als Stick- und Malvorlagen verwendet wurden. Joachim van Sandrart erwähnte Maria Sibylla Merian und ihren Mann, Johann Andreas Graff, in seiner „Teutschen Academie der Edlen Bau-, Bild- und Mahlerey-Künste“.
1678 Geburt der zweiten Tochter, Dorothea Maria.
1679 Erster Teil des Raupenbuches „Der Raupen wunderbare Verwandelung und sonderbare Blumennahrung“ erschien.
1680 „Neue Blumenbuch“
1681 Tod von Maria Sibylla Merians Stiefvater Jacob Marell, sie zog mit ihren Töchtern zu ihrer Mutter nach Franfurt.
1683 Zweiter Teil des Raupenbuches „Der Raupen wunderbare Verwandelung und sonderbare Blumennahrung“ erschienen.
1685 Umzug von Maria Sibylla Merian mit ihrer Mutter und ihren Kindern auf Schloss Waltha nahe dem Dorf Wieuwerd in Westfriesland. Die Botanikerin und Künstlerin trat in die Gemeinde der Labadisten ein. Merian trennte sich von ihrem Ehemann.
1691 Maria Sibylla Merian verließ die Gemeinde der Labadisten und zog mit ihren Töchtern nach Amsterdam. Hier hatte sie Zugang zu den Naturalienkabinetten der Gelehrten.
1699 reiste Maria Sibylla Merian gemeinsam mit ihrer Tochter Dorothea Maria nach Surinam in Südamerika.
1701 Maria Sibylla Merian kehrte nach Amsterdam zurück und brachte Tierpräparate, Aufzeichnungen und Skizzen mit.
1705 „Metamorphosis Insectorum Surinamensium“ in holländischer und lateinischer Sprache erschienen. Zudem wurde das Buch „D´Amboinsche Rariteikamer“ veröffentlicht, das die Sammlung von Georg Eberhard Rumphius beschrieb, die unter anderem Objekte aus Indonesien enthielt.
Am 13. Jänner 1717 verstarb Maria Sibylla Merian in Amsterdam. Ihre Tochter Dorothea Maria veröffentlichte den dritten Teil des Raupenbuches.

 

Maria Sibylla Merian: Bilder (Auswahl)

Frankfurt 1647–1670

  • Maria Sibylla Merian, Raupen und andere kleine Insekten, Deckfarben auf Pergament, 121 x 165 mm (Berlin, Staatliche Museen, Kupferstichkabinett)
  • Maria Sibylla Merian, Raupen und andere kleine Insekten, Deckfarben auf Pergament, 98 x 132 mm (Frankfurt/Main, Senckenbergische Bibliothek)
  • Maria Sibylla Merian, Narzissen, Vergißmeinnicht und Schmetterling, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 372 x 299 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)

Nürnberg 1670–1681

  • Maria Sibylla Merian, Buschrose mit Miniermotte, Larve und Puppe, 1679, Aquarell auf Pergament (Städel Museum, Frankfurt am Main)
  • Maria Sibylla Merian, Stillleben mit Früchten Kirschblütenzweig und Schmetterling, Deckfarben auf Pergament, 184 x 265 mm (Berlin, Staatliche Museen, Kupferstichkabinett)
  • Maria Sibylla Merian, Drei Tulpen, Stift und Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 330 x 264 mm (Haarlem, Teylers Museum)
  • Maria Sibylla Merian, Schwertlilie, Stift und Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 370 x 279 mm (Cambridge, Fitzwilliam Museum)
  • Maria Sibylla Merian, Albumblatt mit einer Rose, Aquarellfarben auf Papier, 85 x 137 mm (Bamberg, Staatsbibliothek)
  • Maria Sibylla Merian, Albumblatt mit einer Rose, Aquarell auf Papier, 155 x 90 mm (Wolfenbüttel, Herzog-August-Bibliothek)
  • Maria Sibylla Merian, Maulbeerbaum, Seidenspinner, Fliege, unbestimmter Käfer und unbestimmbare Zünslerartige, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 258 x 193 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Gartenhyazinthe, Brauner Bär und Schlupfwespen, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 260 x 190 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Löwenzahn und Mondfleckbürstenspinner, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 258 x 193 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Wilder Hahnenfuß und Gestreifter Grasbär (?), Stift und Aquarell- und Deckfarben auf Papier, 165 x 130 mm (Privatbesitz)
  • Maria Sibylla Merian, Kupferglocke und ihre Stände, Deckfarben auf Pergament, 193 x 159 mm (Frankfurt/Main, Städelsches Kunstinstitut)
  • Maria Sibylla Merian, Süßkirsche, Kleines Nachtpfauenauge und Johannisbeer-Breitwickler, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 258 x 193 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Rose mit Falter in verschiedenen Ständen, Stift, Aquarell, Deckfarben und Gold auf Pergament, 187 x 146 mm (Frankfurt/Main, Städelsches Kunstinstitut)
  • Maria Sibylla Merian, Große Brennessel mit Tagpfauenauge und seinen Ständen, Deckfarben auf Pergament, 170 x 125 mm (Wien, Albertina)
  • Maria Sibylla Merian, Lorbeerweide mit zwei roten Blattkäfern, Deckfarben auf Pergament, 201 x 134 mm (Frankfurt/Main, Städelsches Kunstinstitut)
  • Maria Sibylla Merian, Geflammte Gartenrose, Rosenwickler, Zünsler und Raupenfliege, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 260 x 193 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Pappelglucke, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 255 x 193 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Wegerich und Eulenfalter, Deckfarben auf Pergament, 186 x 149 mm (Frankfurt/Main, Städelsches Kunstinstitut)
  • Maria Sibylla Merian, Gartenfenchel und Schwalbenschwanz, Aquarell- und Deckfarben auf Papier, 164 x 128 mm (Privatbesitz)
  • Maria Sibylla Merian, Feldrittersporn und Rittersporneule, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 260 x 190 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Der kleine Fuchs, Raupe, Puppe, Raupenfliege und Erzwespe auf Brennessel, Deckfarben auf Pergament, 168 x 126 mm (Wien, Albertina)
  • Maria Sibylla Merian, Pflaume und Streckfuß, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 164 x 125 mm (Privatbesitz)
  • Maria Sibylla Merian, Eichenzweig mit Raupen, Puppe und Eulenfalter, Deckfarben auf Pergament, 187 x 148 mm (Frankfurt/Main, Städelsches Kunstinstitut)
  • Maria Sibylla Merian, Sechs Anemonen, Stift, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 304 x 233 mm (Weimar, Kunstsammlungen zu Weimar)
  • Maria Sibylla Merian, Nelken, Stift, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 325 x 272 mm, (Haarlem, Teylers Museum)
  • Maria Sibylla Merian, Gartentulpe mit Marienkäfer und blühende Geranie mit Kohlweißling, Aquarellfarben auf Papier, 362 x 234 mm (Basel, Öffentliche Kunstsammlung, Kupferstichkabinett)
  • Maria Sibylla Merian, Gartenaurikel mit Raupe und Harlekinschmetterling, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 250 x 169 mm (Basel, Öffentliche Kunstsammlung, Kupferstichkabinett)
  • Maria Sibylla Merian, Gartenaurikel und Nonne, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 378 x 310 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Vier tote Bergfinken, Deckfarben auf Pergament, 176 x 235 mm (Wien, Albertina)
  • Maria Sibylla Merian, Chinesische Vase mit Rosen, Mohn und Nelken, Deckfarbenmalerei auf Pergament, um 1670–1680 (Kupferstichkabinett – Staatliche Museen zu Berlin)
  • Maria Sibylla Merian, Der Raupen wunderbare Verwandelung, und sonderbare Blumen-nahrung. [1] worinnen, durch eine gantz-neue Erfindung, Der Raupen, Würmer, Sommer-vögelein, Motten, Fliegen, und anderer dergleichen Thierlein, Ursprung, Speisen, und Veränderungen, samt ihrer Zeit, Ort und Eigenschaften, … fleissig untersucht, kürtzlich beschrieben, nach dem Leben abgemahlt, ins Kupfer gestochen, und selbst verlegt, Nürnberg: Graff, 1679 (Universitätsbibliothek Erlangen)
  • Maria Sibylla Merian, Neues Blumenbuch. Allen Kunstverstandigen Liebhabern zu Lust, Nutz und Dienst, mit fleiss verfertigt […]. Nürnberg: Johann Andreas Graff, 1680 (Universitätsbibliothek, Dresden)

Frankfurt 1681–1685

  • Maria Sibylla Merian, Birne, Großer Fuchs, Obstbaumgespinstmotte und Erzwespe, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 265 x 195 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Kornähre und Kornrade mit Insekten, Deckfarben auf Pergament, 190 x 151 mm (Frankfurt/Main, Städelsches Kunstinstitut)
  • Maria Sibylla Merian, Gelber Steinklee mit brauner Tageule, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 265 x 195 mm (Darmstadt, Hessisches Landesmuseum)
  • Maria Sibylla Merian, Gelbe Levkoje mit Schmetterlingen, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 201 x 135 mm (Frankfurt/Main, Städelsches Kunstinstitut)
  • Maria Sibylla Merian, Schlehe, Baumweißling, Braunafter und Raupenpflege, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 263 x 198 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Kronenwindröschen, Brennessel-Höckereulen und Raupenpflege, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 260 x 195 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Nickende Distel, Schwebfliege, Grabwespe, Blattlaus und unbestimmter Käfer, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 260 x 200 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Blumenkranz, Deckfarben auf Pergament, 203 x 152 mm (Frankfurt/Main, Historisches Museum)
  • Maria Sibylla Merian, Wegwarte, Rote Johannisbeere, Studentenblume und Blattwespe, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 384 x 302 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Rainfarn, Kornrade, Pfirsichblättrige Glockenblume, Eulenraupe und Schlupfwespe, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 381 x 304 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Giersch, Larve einer Blattwespe und Schlupfwespe, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 383 x 305 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Blüte einer Rosskastanie und Nachtfalter, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 377 x 258 mm (Basel, Öffentliche Kunstsammlung, Kupferstichkabinett)
  • Maria Sibylla Merian, Große Klette und Nachtfalter, Aquarell- und Deckfarben, Gold auf Pergament, 370 x 279 mm (Cambridge, Fitzwilliam Museum)
  • Maria Sibylla Merian, Studienbuch, Aquarellfarben auf Pergament, 320 x 225 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Zwei Schmetterlinge, Aquarellfarben und Deckweiß auf Pergament, 90 x 145 mm (Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum)

Amsterdam 1691–1699

  • Maria Sibylla Merian, Blumen in chinesischer Vase, Deckfarben auf grundiertem Pergament, 400 x 300 mm (Privatbesitz)
  • Maria Sibylla Merian, Pflanze, Schnecke und Bockkäfer, Rote Tusche, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 360 x 300 mm (Cambridge, Fitzwilliam Museum)
  • Maria Sibylla Merian, Gelbe Aster und Schmetterling, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 223 x 204 mm (Amsterdam, Rijksprentenkabinett)
  • Maria Sibylla Merian, Grasschwertlilie mit exotischem Schmetterling, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 374 x 264 mm (Cambridge, Fitzwilliam Museum)
  • Maria Sibylla Merian, Brugmansia mit Bläulingen, Stift, Deckfarben auf präpariertem Pergament, 387 x 276 mm (Cambridge, Fitzwilliam Museum)
  • Maria Sibylla Merian, Pechnelke mit Admiral, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 327 x 220 mm (Frankfurt/Main, Städelsches Kunstinstitut)
  • Maria Sibylla Merian, Verschiedenfarbige Anemonen und Wickler, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 392 x 306 mm (Wien, Albertina)
  • Maria Sibylla Merian, Schlehdorn mit Rostbär und anderen Insekten, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 295 x 374 mm (Amsterdam, Universität, Artis-Bibliotheek)
  • Maria Sibylla Merian, Weißdorn mit Schwan, Braunafter und anderen Insekten, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 285 x 364 mm (Amsterdam, Universität, Artis-Bibliotheek)
  • Maria Sibylla Merian, Kleiner Eisvogel, Aquarellfarben auf Pergament, 89 x 146 mm (Basel, Öffentliche Kunstsammlung, Kupferstichkabinett)

Amsterdam 1701–1717

  • Maria Sibylla Merian, Maniok, Jathropa-Edelfalter, Jacruarú, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 405 x 305 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Maniok, Schwärmer, Buckelzirpe und Riesenschlange, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 415 x 304mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Korallenbaum und Augenspinner, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 400 x 305 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Gelbe Mombinpflaume und Blaufee, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 385 x 300 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Guajavebaum, verschiedene Insekten und ein Kolobri, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 409 x 316 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Vogelspinne und Skorpion, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 380 x 310 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Kleiner Calogofalter, Tagfalter, unbestimmnare Raupe und Puppe, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 380 x 305 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Verschiedene Käfer und Harlekinbock, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 390 x 308 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Wunderbaum, Wunderpapilon, unbestimmbare Raupe und Großer Sackträger, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 430 x 310 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Baumwollblatt-Jatropha, Mimikryfalter und Antaeusschwärmer, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 412 x 295 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Tabrouba-Baum mit Hirschbock, Palmbohrer und anderen Insekten, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 397 x 298 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Riesenbock und Herkuleskäfer, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 380 x 305 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Verschiedene Käfer und Riesenholzwespe, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 380 x 305 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Laternenträger, Aquarell- und Deckweiß auf Pergament, 80 x 127 mm (Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum)
  • Maria Sibylla Merian, Dämmerungsfalter, Schwärmer mit Puppe und Raupe und andere Insekten, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 380 x 305 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Acanthacee, Falrer und Puppe eines Caligofalters und andere Insekten, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 370 x 270 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Korallenotter, Baumschlange und Mussurana, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 380 x 310 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Kielschwanz, Taubleguan, Surinam-Ameive und Gekko, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 376×306 mm, St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften
  • Maria Sibylla Merian, Feldheuschrecke, verschiedene Käfer und Flugdrache, Aquarell- und Deckfarben, leichter Goldauftrag auf Pergament, 377 x 310 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Leguan und zwei Schlangen, Aquarell-, Deckfarben und Gold auf Pergament, 409 x 299 mm (Frankfurt/Main, Städelsches Kunstinstitut)
  • Maria Sibylla Merian, Heuschrecke, Laufendes Blatt und Käfer, Aquarellfarben auf Pergament, 90 x 206 mm (Basel, Öffentliche Kunstsammlung, Kupferstichkabinett)
  • Maria Sibylla Merian, Roter Ibis, Deckfarben auf Pergament, 415 x 303 mm (Amsterdam, Rijksprentenkabinett)
  • Maria Sibylla Merian, Nachtkerzenverwandte (?) aus Surinam (?), Deckfarben auf Papier, 289 x 191 mm (Basel, Öffentliche Kunstsammlung, Kupferstichkabinett)
  • Maria Sibylla Merian, Schwarzkümme, Erlenzahnspinner und Zweipunkt-Marienkäfer, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 255 x 195 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Mandelweide und Weidenbohrer, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 264 x 195 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Weiße Cyklamen, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 364 x 289 mm (Frankfurt/Main, Städelsches Kunstinstitut)
  • Maria Sibylla Merian, Gartentulpen, Stachelbeere und Gelbe Stachelbeerwespe, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 378 x 305 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Strohblume und Castniide, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 375 x 300 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Glöckchen, Rundblättrige Glockenblume und Ritterfalter, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 373 x 300 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Kreiselschnecken, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 376 x 276 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Schwimmkrabben und Strandkrabbe, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 385 x 276 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Armreifen aus Glas und Minerale, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 375 x 275 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Dendrite aus Eisen- und Manganoxiden auf Spaltflächen von Gesteinen, Aquarell- und Deckfarben auf Pergament, 370 x 270 mm (St. Petersburg, Archiv der Akademie der Wissenschaften)
  • Maria Sibylla Merian, Banane – Blüte und Fruchtstand, Kupferstich, aus „Metamorphosis insectorum Surinamensium; Ofte verandering der surinaamsche insecten“, Amsterdam 1705 (Sächsische Landesbibliothek zu Dresden, Leipzig)
  • Maria Sibylla Merian, Raupen und Insekten, im Queroval, mit einer goldenen Linie eingefasst, miniaturartig fein ausgeführt, Zeichnung / Aquarell und Deckfarben auf Pergament, Einfassung mit Goldfarbe (Kupferstichkabinett – Staatliche Museen zu Berlin)
  • Maria Sibylla Merian, Weiße Cyclamen, Aquarell und Gouache, vorwiegend in grün, rot, orange und weiß auf Pergament (Städel Museum, Frankfurt am Main)

 

Maria Sibylla Merian: Literatur (Auswahl)

  • Boris Friedewald, Maria Sibylla Merians Reise zu den Schmetterlingen, München 2015.
  • Katharina Schubert, Maria Sybilla Merian. Reise nach Surinam, München 2010.
  • Gudrun Fischer (Hg.), Darwins Schwestern, Berlin 2009, S. 16–29.
  • David Attenborough, Wunderbare seltene Dinge, München 2008, S. 140–175.
  • Katharina Schmidt-Loske, Die Tierwelt der Maria Sibylla Merian (1647–1717). Arten, Beschreibungen und Illustrationen, Marburg/Lahn, 2007.
  • Gertrud Lehnert, Frauen, die man kennen muss: Von Maria Sibylla Merian bis Anna Freud, Berlin 2006, S. 28–51.
  • Kurt Wettengl, Von der Naturgeschichte zur Naturwissenschaft. Maria Sibylla Merian und die Frankfurter Naturalienkabinette des 18. Jahrhunderts, Stuttgart 2003.
  • Helmut Deckert (Nachwort), in: Maria Sibylla Merian, Das Insektenbuch, Frankfurt am Main 2002.
  • Dieter Kühn, Frau Merian! Eine Lebensgeschichte, Frankfurt 2002.
  • Kurt Wettengl, Maria Sibylla Merian, (1647–1717) in: Kerstin Merkel (Hg.), Deutsche Frauen der frühen Neuzeit, Darmstadt 2000, S. 107–122.
  • Helmut Kaiser, Maria Sibylla Merian. Eine Biographie, München Zürich 1999.
  • Kurt Wettengl (Hg.), Maria Sibylla Merian. Künstlerin und Naturforscherin (1647–1717) zwischen Frankfurt und Surinam (Ausst.-Kat. Historisches Museum, Frankfurt am Main, 18.12.–1.3.1998), Ostfildern-Ruit/Stuttgart 1997.
  • Helmut Deckert (Hg.), Maria Sibylla Merian, Metamorphosis insetorum Surinamensium. Das Insektenbuch, Frankfurt 1991.
  • Charlotte Kerner, Seidenraupe, Dschungelblüte: die Lebensgeschichte der Maria Sibylla Merian, Weinheim 1988.
  • Elisabeth Rücker, William T. Stearn (Hg.), Maria Sibylla Merian in Surinam: Kommentar zur Faksimile-Ausgabe der Metamorphosis Insectorum Surinamensium (Amsterdam 1705) nach den Aquarellen in der Royal Library, Windsor Castle, London 1982.
  • Wolf-Dietrich Beer (Hg.), Schmetterlinge, Käfer und andere Insekten. Leningrader Studienbuch, Leipzig 1976.
  • Helga Ullmann, Maria Sibylla Merian. Zeit, Leben und künstlerisches Schaffen, in: Ernst Ullmann (Hg.), Maria Sibylla Merian, Leningrader Aquarelle (2 Bände), Leipzig Luzern 1972, S.15–72.

 

Links

Wiesbaden – Maria Sybilla Merian

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1. Katharina Schmidt-Loske befasste sich in ihrer Dissertation ausführlich mit der Frage nach der Bewertung von Merian als „entomophile Malerin“, siehe dazu Katharina Schmidt-Loske, Die Tierwelt der Maria Sibylla Merian (1647–1717). Arten, Beschreibungen und Illustrationen, Marburg/Lahn, 2007, S. 12.
2. Zitiert nach Maria Sibylla Merian aus der Vorrede zu „Metamorphosis Insectorum Surinamensium, Helmut Deckert (Hg.), Maria Sibylla Merian, Metamorphosis insetorum Surinamensium. Das Insektenbuch, Frankfurt 1991, S. 7–9.
3. Bereits vor Maria Sibylla Merians Publikationen wurden Insekten wissenschaftlich erforscht: Im Jahr 1602 verfasste Ulisse Aldrovandi „De animalibus insectis“, und Maria Sybilla Merian bezog sich in ihrer Einleitung zur „Metamorphosis“ auf Insektenforscher des 17. Jahrhunderts. Siehe dazu Helmut Deckert (Hg.), Maria Sibylla Merian, Metamorphosis insetorum Surinamensium. Das Insektenbuch, Frankfurt 1991, S. 7–9.
4. Merian hatte zunächst eine eigene Terminologie, sie nannte die Raupe den „Wurm“, die Puppe „Dattelkern“ und den Falter „Sommervogel“. Katharina Schmidt-Loske, Die Tierwelt der Maria Sibylla Merian (1647–1717). Arten, Beschreibungen und Illustrationen, Marburg/Lahn, 2007, S. 20.
5. Kurt Wettengl, Maria Sibylla Merian, (1647–1717) in: Kerstin Merkel (Hg.), Deutsche Frauen der frühen Neuzeit, Darmstadt 2000, S. 107–122.
6. Kurt Wettengl, Von der Naturgeschichte zur Naturwissenschaft. Maria Sibylla Merian und die Frankfurter Naturalienkabinette des 18. Jahrhunderts, Stuttgart 2003.
7. 160 Aquarelle europäischer Insekten dieser Zeit befinden sich heute im British Museum in London.
8. Maria Sibylla Merian, zitiert nach der Vorrede in den Metamorphosis, siehe Helmut Deckert (Hg.), Maria Sibylla Merian, Metamorphosis insetorum Surinamensium. Das Insektenbuch, Frankfurt 1991, S. 7–9.
9. Ein Teil dieser Notizen befindet sich heute in der Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg. Siehe dazu Helga Ullmann, Maria Sibylla Merian. Zeit, Leben und künstlerisches Schaffen, in: Ernst Ullmann (Hg.), Maria Sibylla Merian, Leningrader Aquarelle (2 Bände), Leipzig / Luzern 1972, S.15–72. 95 Aquarelle auf Pergament, die in Zusammenhang mit den „Metamorphosis Insectorum Surinamensium“ von 1705 stehen (60 Blätter), sowie Stillleben mit Früchten, Vögeln, Blumen und Insekten befinden sich in der Royal Library. Sie wurden 1755 durch späteren König Georg III aus der Sammlung des Dr. Richard Meads (1673–1754) erworben.
10. Die erwähnten Briefe sind wiedergeben bei Kurt Wettengl (Hg.), Maria Sibylla Merian. Künstlerin und Naturforscherin (1647–1717) zwischen Frankfurt und Surinam (Ausst.-Katalog, Historisches Museum, Frankfurt am Main, 18.12.–1.3.1998), Ostfildern-Ruit/Stuttgart 1997, S. 262–269.
11. Zur Technik siehe Kurt Wettengl, Von der Naturgeschichte zur Naturwissenschaft. Maria Sibylla Merian und die Frankfurter Naturalienkabinette des 18. Jahrhunderts, Stuttgart 2003, S. 21.
12. Das Vorwort zu dem Buch findet sich wiedergegeben bei Helmut Deckert (Hg.), Maria Sibylla Merian, Metamorphosis insetorum Surinamensium. Das Insektenbuch, Frankfurt 1991, S. 7-9.
13. Diese wurden in den 1970er Jahre wiederentdeckt und in der Folge publiziert, siehe dazu Wolf-Dietrich Beer (Hg.), Schmetterlinge, Käfer und andere Insekten. Leningrader Studienbuch, Leipzig 1976 und Helga Ullmann, Maria Sibylla Merian. Zeit, Leben und künstlerisches Schaffen, in: Ernst Ullmann (Hg.), Maria Sibylla Merian, Leningrader Aquarelle (2 Bände), Leipzig / Luzern 1972.
14. Karin Müller und Joos van de Plas bearbeiteten die Exponate restauratorisch und wissenscahftlich. Eine Publikation aus dem Jahr 2012 gibt darüber Aufschluss.