0

Metz | Centre Pompidou-Metz: Schreiben ist Zeichnen Worte und Zeichen | 2021/22

Etel Adnan, Rihla ila Jabal Tamalpais [Voyage au Mont Tamalpais], 2008, Aquarell und Tusche auf japanischem Notizbuch, 30 x 10,5 cm x 54, Seite 30 x 567 cm (Donation Claude & France Lemand. Musée, Institut du monde arabe, Paris. © Etel Adnan. Courtesy Galerie Claude Lemand, Paris)

Etel Adnan, Rihla ila Jabal Tamalpais [Voyage au Mont Tamalpais], 2008, Aquarell und Tusche auf japanischem Notizbuch, 30 x 10,5 cm x 54, Seite 30 x 567 cm (Donation Claude & France Lemand. Musée, Institut du monde arabe, Paris. © Etel Adnan. Courtesy Galerie Claude Lemand, Paris)

Diese Ausstellung, die nach einem Gespräch mit der Dichterin und Künstlerin Etel Adnan entstand, erkundet unsere Faszination für den Reichtum der Sprachen und ihrer Schriften. Adnan selbst hat sich biografisch wie künstlerisch Zeit ihres Lebens zwischen Kulturen und Sprachen bewegt.

Das Schreiben und seine Nähe zum Zeichnen haben sie schon immer interessiert und bilden die Grundlage ihrer Arbeit an den Leporellos, den Akkordeonbüchern, die sie seit den 1960er Jahren bemalt und beschriftet, um Dichter aus aller Welt zu ehren. Mit der Veröffentlichung von „L'Apocalypse arabe [Arabische Apokalypse]“ im Jahr 1980 (dt. Übersetzung 2012) stellte sich Etel Adnan sogar eine neue Art des Gedichteschreibens vor: ein Zusammenleben von Wörtern und Zeichen.

Schreiben ist Zeichnen in Metz

Die Ausstellung vereint kostbare alte Manuskripte, die in drei Kabinetten untergebracht sind, mit Werken zeitgenössischer Künstler:innen und Schriftsteller:innen, vor allem aus der Grafikabteilung des Centre Pompidou. Das geschriebene Wort vermischt sich mit dem Bild und manchmal verschwindet es sogar ganz. Diese Reise durch Inschriften, die von der ursprünglichen Verflechtung von Schrift und Zeichnung zeugen, offenbart eine universelle Lebensenergie. Diese Energie zirkuliert durch Gesten und Spuren, fragile Schmelztiegel der Geschichte, der Überzeugungen und der menschlichen Gefühle.

Etel Adnan träumt davon, dass eine einfache Schrift „wie ein Gemälde in einem Museum“ bewundert wird, unabhängig von Sprache und Schriftart.

Eine Ausstellung nach einer Idee von Etel Adnan.
Jean-Marie Gallais, Leiter der Programmplanung, Centre Pompidou-Metz.
Quelle: Centre Pompidou-Metz

Bilder

  • Etel Adnan, Rihla ila Jabal Tamalpais [Voyage au Mont Tamalpais], 2008, Aquarell und Tusche auf japanischem Notizbuch, 30 x 10,5 cm x 54, Seite 30 x 567 cm (Donation Claude & France Lemand. Musée, Institut du monde arabe, Paris. © Etel Adnan. Courtesy Galerie Claude Lemand, Paris)

Weitere Beiträge zu Etel Adnan

7. Februar 2022
Etel Adnan, Arbres [Bäume], 2015, Wolle, 165 x 220 cm (Sharjah Art Foundation Collection © Etel Adnan)

Hamburg | Halle für Aktuelle Kunst: In The Heart Of Another Country Kunst des Nahen und Mittleren Ostens | 2022/23

Die zeitgenössische Kunst des Nahen und Mittleren Ostens seit den 1960er Jahren steht im Fokus der von Omar Kholeif konzipierten Ausstellung.
30. Dezember 2021
Etel Adnan, Untitled, 2010, Öl/Lw, 24 x 30 cm (Collection Mudam Luxemburg, Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean. © Photo: Rémi Villaggi / Mudam Luxembourg)

Amsterdam | Van Gogh Museum: Etel Adnan. Colour as Language Adnan und Van Gogh | 2022

Etel Adnan verbindet mit Vincent van Gogh, dass beide versuchten, die Kraft der Natur auf der Leinwand mit einer eigenen Farbpalette und einem ganz eigenen Malstil zu vermitteln.
8. Dezember 2021
Etel Adnan, Persian, 1963/64 (Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf © Rechtsnachfolge Etel Adnan / Legal Successors to Etel Adnan, Foto Achim Kukulies

Etel Adnan: Biografie

Alle wichtigen Stationen im Leben von Etel Adnan (Beirut 24.2.1925–14.11.2021 Paris).

Aktuelle Ausstellungen

16. Mai 2022
Bertha Schrader, Das Innere einer Kirche, Detail, o. J., MdbK

Leipzig | Museum der bildenden Künste Leipzig: Künstlerinnen in Leipzig um 1900 Unterschätzte Künstlerinnen auf der STIGA 1897 | 2022

Zum 125-jährigen Jubiläum der STIGA widmet das MdbK den damals ausgestellten – heute nahezu vergessenen – Künstlerinnen neue Aufmerksamkeit: Marianne Fiedler, Emilie Mediz-Pelikan, Philippine Wolff-Arndt, Ella Hagen, Bertha Schrader und viele mehr.
15. Mai 2022
Paul Cézanne, Stillleben mit Äpfeln, 1893–94 (The J. Paul Getty Museum, Los Angeles)

Chicago | Art Institute: Cézanne Maltechnik und Modernität | 2022

Neues Licht darauf, wie Paul Cézanne (1839–1906) seine Bilder malte, sondern auch, warum seine Kunst bis heute so wichtig ist. Der französische Maler und „Vater“ der Moderne ging fast sein ganzes Leben lang zwei Fragen nach: Kann ein Maler immer wieder Kunstwerke nach Sinneseindrücken schaffen? Und wenn ja, wären auf diese Weise entstandene Bilder irgendwie lebensechter als solche, die auf andere Weise entstanden sind?
15. Mai 2022
Julio Le Parc, Lumière en mouvement, 1962–1999, Metall, Licht, Holz, 53 × 153 x 15 cm, Installationsansicht Palais de Tokyo 2013, Paris (© VG Bild-Kunst, Bonn 2021 / Foto: A. Amorin)

Krefeld | Haus Esters: Julio Le Parc Licht und Bewegung | 2022

Erste große institutionelle Einzelausstellung in Deutschland seit 1972 würdigt den Mitbegründer der G.R.A.V.-Künstlergruppe Julio Le Parc.