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München | Alte Pinakothek: Jacobus Vrel Seltene niederländische Interieurs eines geheimnisvollen Malers

Jacobus Vrel, Frau am Fenster, Detail, 1654 datiert, Eichenholz, 66,5 × 47,4 cm (Kunsthistorisches Museum, Wien)

Jacobus Vrel, Frau am Fenster, Detail, 1654 datiert, Eichenholz, 66,5 × 47,4 cm (Kunsthistorisches Museum, Wien)

Eigentümlich wirken seine Bilder, verschroben seine Figuren und bühnenhaft seine Straßenszenen. Jacobus Vrel (tätig um 1654–1662) gibt vermeintlich das Alltagsleben holländischer Kleinstädte des 17. Jahrhunderts wieder und erschafft zugleich ganz eigene, geheimnisvolle Welten. Verwechselt wurden seine Werke mit denen berühmterer Meister wie Jan Vermeer und Pieter de Hooch. So zählen sie heute zum Bestand der weltweit bekanntesten Museen und sind zugleich begehrte Raritäten unter Sammlern. Und dennoch ist der Maler nahezu unbekannt. Lassen Sie sich faszinieren von einem Vorboten der Moderne, einem Maler, der sein Geheimnis erst auf den zweiten Blick offenbart.

Partner: Fondation Custodia, Paris und das Mauritshuis, Den Haag
Kuratiert von Bernd Ebert.
Quelle: Pressetext

 

 

Jacobus Vrel: Bilder

  • Jacobus Vrel, Frau am Fenster, einem Mädchen zuwinkend, Holz, 45,7 x 39,2 cm (Fondation Custodia/Collection Frits Lugt, Paris, Inv. 174)
  • Jacobus Vrel, Stadtansicht, Öl/Holz, 36 x 27,5 cm (Rijksmuseum, Amsterdam)
  • Jacobus Vrel, Frau am Fenster, 1654 datiert, Eichenholz, 66,5 × 47,4 cm (Kunsthistorisches Museum, Wien)
  • Jacobus Vrel, Junge Frau in einem Interieur, um 1660, Öl/Holz, 55.7 × 41.3 cm (National Gallery of Art, Washington, Geschenk von June de H. und Henry H. Weldon, Inv.-Nr. 2012.106.1)

Beiträge zur Kunst des Barock

18. August 2019
Gerard ter Borch, Galante Konversation, Detail (© Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie / Christoph Schmidt)

Berlin | Gemäldegalerie: Gerard ter Borchs „Galante Konversation“ Ein Meisterwerk und seine virtuosen Varianten

Gerard ter Borch d. J. (1617–1681) schuf mindestens zwei nahezu identische Versionen von „Galanter Konversation“, auch bekannt als „Väterliche Ermahnung“. Eines der erhaltenen Gemälde befindet sich in der Berliner Gemäldegalerie und das andere im Amsterdamer Rijksmuseum. Eine Sonderpräsentation in der Gemäldegalerie wird die beiden Bilder nach über 350 Jahren erstmals wieder zusammenführen und im direkten Vergleich nebeneinander zeigen.
23. Juli 2019
Rembrandt, Die Blendung Simsons, 1636, Öl/Lw, 206 x 276 (Städel Museum, Inv.-Nr. 1383)

Frankfurt | Städel: Rembrandt

Einschließlich der Druckgrafiken besitzt das Städel Museum 35 Werke in seinen Sammlungen. Mit der „Blendung Simsons“ von 1636 nennt es ein Hauptwerk der 1630er Jahre sein Eigen.
8. Juni 2019
Artemisia Gentileschi, Selbstporträt als hl. Katherina von Alexandria, Detail, um 1615–1617, Öl/Lw, 71.5 x 71 cm (© The National Gallery, London)

London | National Gallery of Art: Artemisia Gentileschi Selbstporträts der italienischen Barockmalerin

Im Zentrum der Ausstellung „Artemisia“ steht das jüngst erworbene „Selbstporträt als Heilige Katharina von Alexandria“. Erstmals wird diese Entdeckung des Jahres 2017 neben eng verwandten Werken von Artemisia Gentileschi ausgestellt.

Aktuelle Ausstellungen

30. August 2019
William Blair Bruce, Landschaft mit Mohnblumen, Detail, 1887, 27,3 × 33,8 cm, Öl auf Leinwand (© Art Gallery of Ontario, Ankauf mit Unterstützung von Wintario, 1977, Foto: Art Gallery of Ontario 77/42)

München | Kunsthalle München: Impressionismus in Kanada „In einem neuen Licht“ beleuchtet die Frage: Gibt es einen kanadischen Impressionismus?

Anhand von rund 120 teils noch nie öffentlich gezeigten Gemälden des Impressionismus, vor allem aus kanadischen Museen und privaten Sammlungen, stellt die Ausstellung 36 Künstlerinnen und Künstler vor, die hierzulande – ganz zu unrecht – nahezu unbekannt sind.
27. August 2019
Henri Matisse, Nu de dos (I–II), 1908–1909, Bronze, 190 x 118 x 19 cm / 190 x 118 x 19 cm (Kunsthaus Zürich © Succession Henri Matisse / 2018 ProLitteris, Zürich)

Henri Matisse. Der Plastiker Kunsthaus Zürich zeigt „Matisse – Metamorphosen“

Henri Matisse, ein Plastiker? Neben seiner Arbeit als Maler wollte Henri Matisse auch als Bildhauer Anerkennung finden. Gleich einer Metamorphose wandeln sich seine Bronzen von einer Naturform zu einer Kunstform. Das Kunsthaus Zürich zeigt 2019 Fotografien, Skulpturen, Vorbilder.
23. August 2019
Edouard Manet, Erschießung Kaiser Maximilians, Detail, 1868/69, Öl/Lw (Foto: Kunsthalle Mannheim/ Cem Yücetas)

Kunsthalle Mannheim: Manet „Die Erschießung Kaiser Maximilians“ Mutiger Ankauf durch Gründungsdirektor Fritz Wichert

„Die Erschießung Kaiser Maximilians“ (1868/69) von Edouard Manet (1832–1883) bildet das Herzstück der Mannheimer Sammlung. 1910 erwarb es Gründungsdirektor Fritz Wichert; Max Liebermann lieh es für eine Ausstellung in der Berliner Secession.
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.