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München | Haus der Kunst: Immersive Environments von Künstlerinnen 1956–1976 Other Spaces | 2023/24

Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 8. September 2023
Yamazaki, Tsuruko, Red (work) (Shape of Mosquito Net), 1956, Installation at Gutai Outdoor Art Exhibition, 1956, Ashiya, Japan © Estate of Tsuruko Yamazaki, Courtesy of LAD

Yamazaki, Tsuruko, Red (work) (Shape of Mosquito Net), 1956, Installation at Gutai Outdoor Art Exhibition, 1956, Ashiya, Japan © Estate of Tsuruko Yamazaki, Courtesy of LAD

Als raumgreifende, oft begehbare Kunstwerke laden „Environments“ zur Partizipation und Interaktion ein. Sie verändern Orte und ermöglichen an der Schnittstelle von Kunst, Architektur und Design einzigartige immersive Erfahrungen. Aus der internationalen Kunstwelt sind sie spätestens seit den 1950er Jahren nicht mehr wegzudenken. Der westliche Kunstkanon konzentriert sich bisher jedoch vor allem auf Arbeiten männlicher Kunstschaffender aus den USA und Europa.

Other Spaces. Immersive Environments
von Künstlerinnen 1956–1976

Deutschland | München: Haus der Kunst
8.9.2023–10.3.2024

Immersive Environments von Künstlerinnen 1956–1976

Mit „Other Spaces“ will das Haus der Kunst in München den Blick weiten und die Rezeptionsgeschichte der Environments auf globaler Ebene und aus Perspektive von Künstlerinnen neu erzählen. Die Ausstellung soll den fundamentalen Beitrag von Frauen zu diesem Genre verdeutlichen: 14 Künstlerinnen dreier Generationen aus Asien, Europa, Nord- und Südamerika werden präsentiert. Dabei fokussiert die Schau nicht ohne Grund die Zeitspanne von Mitte der 1950er bis 70er Jahre: 1956 schuf Tsuroka Yamakazi als erste Künstlerin das Environment „Red“, 1976 gelang mit der Ausstellung „Ambiente / Arte dal Futursimo alla Body Art“ auf der „37. Biennale von Venedig“ die erste historische Würdigung dieser Kunstdisziplin.

Die meisten Environments aus dieser Zeit wurden direkt nach ihrer Ausstellung dekonstruiert oder zerstört. Die detailgenaue Rekonstruktion soll eine neue Sichtbarkeit für verloren gegangene Arbeiten schaffen, erfordert allerdings eine intensive Archivforschung und die Auseinandersetzung mit sehr unterschiedlichen Quellen – von Fotografien und Bauplänen über Rezensionen bis hin zu Materiallisten und Rechnungen.

Die Ausstellung umfasst maßstabsgetreue Rekonstruktionen und die Dokumentation von zwölf Schlüsselwerken der Künstlerinnen Judy Chicagos Feather Room (2023) (*1939), Lygia Clarks A casa é o corpo: penetração, ovulação, germinação, expulsão [Das Haus ist der Körper] (1968) (1920–1988), Laura Grisi (1939–2017), Aleksandra Kasuba (1923–2019), Lea Lublin (1929–1999), Marta Minujíns Revuélquese y viva! [Dreh dich um und lebe!] (1964) (*1943), Tania Mourauds We used to know (1970) (*1942), Maria Nordman (*1943), Nanda Vigo (1936–2020), Faith Wildings Crocheted Environment (1972) (*1943) and Tsuruko Yamazaki (1925–2019).

Kuratiert von Marina Pugliese und Andrea Lissoni mit Anne Pfautsch.
Für das Vorhaben kooperiert das Haus der Kunst daher mit zahlreichen internationalen Partnern, darunter das Museo de Arte Moderno de Buenos Aires, Galeria de Arte Nacional in Caracas, Fondation Luis Vuitton in Paris, Los Angeles County Museum of Art und dem Hyōgo Prefectural Museum of Art in Kōbe.

 

Künstlerinnen

Carla Accardi, Lygia Clark, Gego, Laura Grisi, Aleksandra Kasuba, Yayoi Kusama, Lea Lublin, Marta Minujin, Tania Mouraud, Maria Nordmann u.a.

Kuratiert von Andrea Lissoni und Marina Pugliese

Aktuelle Ausstellungen

24. Oktober 2026
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 24. Oktober 2026

Washington | The Philipps Collection: Avery, Gottlieb, Rothko: Am Meer

Drei Freunde - Milton Avery, Adolph Gottlieb ud Mark Rothko - verbrachten den Sommer immer auf Cape Ann. Im Herbst 2026 erzählt die Philipps Collection die Geschichte wechselseitiger Inspiration.
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23. Oktober 2026
Rembrandt van Rijn, Hl. Hieronymus lesend in einer italienischen Landschaft, Detail, um 1653, Kupferstich und Kaltnadel, auf Japanpapier, 25,9 x 21 cm (erworben von der J. Pierpont Morgan 1905, The Morgan Library & Museum (RvR 165)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 23. Oktober 2026

New York | The Morgan: Rembrandts Löwen. Kunst und Exil in den Niederlanden

2026/27 vereint The Morgan & Museum zum ersten Mal eine Sammlung von Zeichnungen, Radierungen und Gemälden, um die oft übersehene, aber prägende Präsenz von Migrant:innen, Einwander:innen, Exilant:innen und Flüchtlingen in Rembrandts Welt und Werk hervorzuheben.
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23. Oktober 2026
Oskar Kokoschka, Olda Palkovskà, Detail, 1937, Öl auf Leinwand, 90 × 67 cm (Fondation Oskar Kokoschka, Vevey, Inv.-Nr. 70) © Fondation Oskar Kokoschka / Bildrecht, Wien 2026
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 23. Oktober 2026

Salzburg | Museum der Moderne Altstadt (Rupertinum): Kokoschkas Hintergründe

Oskar Kokoschka gesataltete den Hintergrund seiner Gemälde zunehmend komplexer. Erstmals widmet das Museum der Moderne in Salzburg diesem Thema eine eigene Ausstellung (2026/2027).
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23. Oktober 2026
Natalja Gontscharowa, Badende, Detail, um 1910, Öl auf Leinwand, 94,5 x 114,5 cm (Museum Wiesbaden, erworben mit Unterstützung der Hessischen Kulturstiftung, Verein zur Förderung der bildenden Kunst in Wiesbaden e.V. sowie der Landeshauptstadt Wiesbaden)
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 23. Oktober 2026

Wiesbaden | Wiesbaden Museum: Die Blauen Reiterinnen

Erstmals zeigt das Museum Wiesbaden die Künstlerinnen des "Blauen Reiter"! Mit Gabriele Münter, Marianne von Werefkin, Erma Bossi, Maria Marc, Elisabeth Erdmann-Macke, Sonia Delaunay-Terk, Emmi Dresler, Elisabeth Epstein, Natalja Gontscharowa, Else Lasker-Schüler und die fast unbekannten Olga Meerson sowie Carla Pohle.
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23. Oktober 2026
Ramon Casas, La Sargantain, Kopf, 1907 (Círculo del Liceo, Barcelona)
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 23. Oktober 2026

München | Kunsthalle: Barcelona moderna. Von Gaudí bis Picasso

Die Kunsthalle München zeigt im Herbst/Winter 2026/2027 eine Gruppenausstellung der wichtigsten Künstler Barcelonas um 1900, mit Gaudí & dem jungen Picasso.
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22. Oktober 2026
Leonor Fini, Dans la tour [Im Turm (Selbstporträt mit Constantin Jelenski)], Detail, 1952, 91 x 64,3 cm (Palazzo Reale, Mailand)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 22. Oktober 2026

Frankfurt | Schirn: Leonor Fini

Im Winter 2026/2027 zeigt die Schirn Kunsthalle Frankfurt die erste große Ausstellung zu Leonor Fini in Deutschland. Rund 150 Werke, darunter Gemälde, Zeichnungen, Fotografien und Objekte, geben einen umfassenden Einblick in das faszinierende Œuvre der Künstlerin.
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