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München | Lenbachhaus: Sheela Gowda Maria-Lassnig-Preisträgerin 2019 im Kunstbau

Sheela Gowda, Making of And ..., 2007 © Sheela Gowda

Sheela Gowda, Making of And ..., 2007 © Sheela Gowda

Die Maria-Lassnig-Preisträgerin 2019 Sheela Gowda (* 1957 in Bhadravati, Indien) lebt und arbeitet in Bangalore. Sie studierte Malerei in Bangalore und London. Für ihre Arbeiten verwendet die Künstlerin landesspezifische Materialien, die aufgrund ihrer Beschaffenheit, ihrer Farbe oder ihres Geruchs eine narrative Atmosphäre erzeugen und zugleich metaphorische Kraft entfalten. Der künstlerische Einsatz von Kuhdung, Kumkum-Pulver, Weihrauch, Kokosfasern, aber auch Haaren, Nadeln oder Fäden verbindet Konnotationen von Alltagsgebrauch mit einer poetischen Aufladung und bezieht sich für die Künstlerin auf das städtische wie ländliche Leben in Indien.

Bevor Sheela Gowda sich in den 1990er Jahren Skulptur und Installationen in minimalistischer Formensprache zuwandte, arbeitete sie mit Ölmalerei, in der ihre späteren Themen bereits angelegt waren. Das Alltagsleben der indischen Mittelschicht, Konflikte von Frauen im Arbeits- wie Privatleben sowie über die Medien vermittelte Bilder politischer und sozialer Spannungen wurden schon früh Gegenstand ihrer gesellschaftskritischen Beschäftigung.

 

 

Sheela Gowda war bei der Kochi Muziris Biennale 2012, der Venedig Biennale 2009, der documenta 12 und der Lyon Biennale, beide 2007, vertreten. Einzelausstellungen fanden u.a. in Birmingham, Hongkong, Berlin, Dublin, Vassivière, Lund, Eindhoven und Oslo statt, sowie 2019 in Mailand und Valencia. Beteiligungen an Gruppenausstellungen waren u.a. in Mönchengladbach, Beijing, Lyon, Neu-Delhi, London, Bern und Minneapolis. 2014 war sie Finalistin des Hugo Boss Award.

Die Ausstellung findet anlässlich der Verleihung des Maria-Lassnig-Preises 2019 an Sheela Gowda statt. Der Preis wird alle zwei Jahre von der Maria-Lassnig-Stiftung vergeben, um die Leistungen von Künstlerinnen und Künstlern in der Mitte ihrer Karriere zu würdigen.
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.

Kuratiert von Eva Huttenlauch
Quelle: Pressetext

 

Sheela Gowda: Bilder

  • Sheela Gowda, Kagebangara, 2008, Artes Mundi 5, 2012, Ausstellungsansicht, Courtesy Sheela Gowda © Wales News Service
  • Sheela Gowda, What Yet Remains, 2017, Ikon Gallery, Birmingham, 2017, Ausstellungsansicht, Courtesy Sheela Gowda und / and Ikon Gallery, Birmingham © Stuart Whipps
  • Sheela Gowda, Making of And ..., 2007 © Sheela Gowda

Aktuelle Ausstellungen in Deutschland

14. November 2019
Max Pechstein, Tänzerin in einer Bar, 1923/31, Detail, Öl auf Leinwand, 90 x 90,5 cm (Privatbesitz © 2019 Pechstein – Hamburg/Tökendorf)

Tübingen | Kunsthalle Tübingen: Max Pechstein. Tanz! Bühne, Parkett und Manege im Werk Pechsteins

Tanz, Varieté und Zirkusdarstellungen im Werk von Max Pechstein werden erstmals auf ihre stilistische und inhaltliche Funktion untersucht: ausgehend von expressionistischen Tanzdarstellungen, über exotische rituelle Tänze aus Palau, Darstellungen von Gesellschaftstänzen der Goldenen 1920er Jahre, die Pechstein in Berlin erlebte, bis zu den Erinnerungen an Palau in seinem Spätwerk.
5. November 2019
William Turner, Peace - Burial at Sea, Detail, Exhibited 1842 (© Tate: Accepted by the nation as part of the Turner Bequest 1856. Foto © Tate, London 2018)

William Turner in Münster: erhabene Berge, pittoreskes Italien und das Meer Große Turner-Ausstellung 2019 in Deutschland

Nach 20 Jahren zeigt das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster 2019 eine große Turner-Ausstellung in Deutschland. Der Romantiker veränderte das Landschaftsbild seiner Eopche radikal und beeinflusste damit maßgeblich die sich formierenden Impressionisten. Erhabene Berge, das pittoreske Italien und das Meer sind die Leitthemen der Schau.
25. Oktober 2019
Vincent van Gogh, Stillleben mit Zwiebel, Detail, 1889, Öl/Lw (Kröller-Müller Museum, Otterlo)

Museum Barberini: Van Gogh. Stillleben Reflexionen über den Alltag: Schuhe, Blumen und Theos Briefe

Von seinem ersten Gemälde bis zu den farbstarken Blumenbildern der späten Jahre hat Vincent van Gogh (1853–1890) immer wieder Stillleben gemalt. In diesem Genre konnte er malerische Mittel und Möglichkeiten erproben: von der Erfassung des Raums mit Licht und Schatten bis zum Experimentieren mit Farbe. Die erste Ausstellung zu diesem Thema analysiert anhand von über 20 Gemälden die entscheidenden Etappen im Werk und Leben van Goghs.
21. Oktober 2019
Vincent van Gogh, Selbstbildnis, Detail, 1887, Öl auf Malpappe, montiert auf parkettierter Holztafel, 44 x 32,5, cm (The Art Institute of Chicago, Joseph Winterbotham Collection)

Frankfurt | Städel: Vincent van Gogh „Making Van Gogh“ beleuchtet Rezeption von Van Goghs Kunst in Deutschland

Vincent van Gogh (1853–1890) verkaufte während seines kurzen Künstlerlebens nur ein einziges Bild. Doch 15 Jahre nach seiner Selbsttötung hatten die Kunstwelt und erste Sammler den immensen Wert seines Schaffens erkannt. Das Städel Museum in Frankfurt a.M. zeigt erstmals in einer Ausstellung, welche Rolle die deutschen Galeristen, Sammler, Kritiker und Museen für die Erfolgsgeschichte seiner Malerei spielten.
20. Oktober 2019
Lee Krasner, Combat, 1965 (National Gallery of Victoria, Melbourne, Felton Bequest, 1992 (IC1-1992). © The Pollock-Krasner Foundation/ ARS, New York. Licensed by Copyright Agency, 2018)

Frankfurt | Schirn Kunsthalle: Lee Krasner Erste Retrospektive zur Amerikanischen Expressionistin seit 50 Jahren

Lee Krasner (1908–1984), Pionierin des Abstrakten Expressionismus, in einer großen Retrospektive in der Schirn Kunsthalle (ab Oktober 2019)
17. Oktober 2019
Werner Scholz, Am Bülowbogen, Detail, um 1930, Farblithographie (© Berlinische Galerie – Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur. Leihgabe aus Privatbesitz, Hamburg)

Köln | Käthe Kollwitz Museum: Berliner Realismus Von Käthe Kollwitz bis Otto Dix. Sozialkritik – Satire – Revolution

Rau, ruppig und politisch unbequem: Die Berliner Kunst zur Kaiserzeit besitzt Sprengkraft! „Von Käthe Kollwitz bis Otto Dix“ zeigt politisch engagierte Kunst zwischen Realismus und Verismus.