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Claude Monet, Die Seine bei Lavacourt, 1880, Öl auf Leinwand, 100 x 150 cm (Dallas Museum of Art)

Claude Monet und Daubigny

Flusslandschaften und Atelier-Boote

Schon 1859 bewunderte Claude Monet die Landschaften Daubignys am Salon und beschrieb sie in einem Brief an Boudin. In den folgenden Jahren erwies sich der Landschaftsmaler als wichtiges Vorbild und Unterstützer im Kampf um Anerkennung und die Durchsetzung des neuen, realistischen Landschaftsbegriffs. Claude Monet übernahm von Daubigny nicht nur eine skizzenhafte Ausführung und eine auf Lichteffekten basierende Farbwahl, sondern auch das Arbeiten auf einem Atelier-Boot. Zwischen 1873 und 1897 entstanden atemberaubende Flusslandschaften in der Nachfolge Daubignys, die in der Landschaftsmalerei des Impressionismus eine herausragende Stellung einnehmen.

Vincent van Gogh : Paul Gauguin, Cover

Vincent van Gogh : Paul Gauguin in Arles

Ein 63 Tage dauernder Traum von der Künstlerkolonie „Atelier des Südens“

Im Jahr 1888 lud Vincent van Gogh (1853–1890) seinen Malerkollegen Paul Gauguin (1848–1903) ein, zu ihm nach Arles in sein „Atelier des Südens“ zu kommen. Diese nur neun Wochen dauernde Zusammenarbeit wirkte sich auf beide Maler aus – künstlerisch wie emotional. Neben kameradschaftlicher Unterstützung war die Phase in Südfrankreich von Rivalität, Bewunderung und Eifersucht, Hoffnung und Enttäuschung geprägt. Vor allem Vincent van Goghs Hoffnung, eine Künstlerkolonie in Arles zu gründen, musste sich aufgrund unterschiedlicher Auffassungen als undurchführbar erweisen. Neun Wochen gemeinsames Arbeiten brachte die beiden Maler zwar menschlich nicht näher, dennoch beeinflussten sie einander künstlerisch. Das Experiment „Atelier des Südens“ endete mit Vincent van Goghs Nervenzusammenbruch und der panischen Flucht Paul Gauguins vor der Selbstverletzung Vincents.

Alberto Giacometti, Homme qui marche [Schreitender Mann], 1960, Bronze, 190 × 112,5 × 28 cm (Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk, Donation: The New Carlsberg Foundation), Ausstellungsansicht Schirn 2016, Foto: Alexandra Matzner.

Giacometti – Nauman

Gleißendes Licht von Bruce Naumans „Lighted Center Piece“ (1967/68) empfängt die Besucherinnen und Besucher in der Schau „Giacometti–Nauman“ in Frankfurt. Das Licht und seine Reflexion sind so hell, dass die Augen schmerzen. Gegenüber, wenn auch in sicherer Entfernung, steht Giacomettis „L’objet invisible (Mains tenant le vide)“ (1934/35). Das titelgebende Objekt, das die Figur Giacomettis hält, ist unsichtbar und wird nur durch die Handhaltung erahnbar. Dieses genaue Betrachten möchte Kuratorin Esther Schlicht herausfordern – sogar wenn es weh tut, sogar wenn es unmöglich scheint. Genau hinzustehen, befähigt, die beiden so bekannten Künstler in neuem Licht zu sehen. Dabei geht es in der Schirn weniger um das Wie ihrer Arbeitsweisen, sondern das Was! Ein überraschender Vergleich, ausgehend von Leitbegriffen, der rundum gelungen ist!

Bruce Nauman, Wall-Floor Positions, 1968, Film Still, Courtesy Electronic Arts Intermix (EAI), New York © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Bruce Nauman

Videos, Korridore und Körperfragmente

Der amerikanische Medien- und Objektkünstler Bruce Nauman (* 1941) ist einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart und zweifacher Preisträger des Goldenen Löwen der Biennale von Venedig. Die Schau in der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof in Berlin führt anhand der Sammlung von Christian Flick in Leben und Werk des US-Künstlers ein.

Alberto Giacometti. Material und Vision. Die Meisterwerke in Gips, Stein, Ton und Bronze (Verlag Scheidegger & Spiess AG)

Alberto Giacometti. Material und Vision

Die Meisterwerke in Gips, Stein, Ton und Bronze

Anlässlich des 50. Todestags von Alberto Giacometti sowie des Abschlusses von aufwändigen Restaurierungen unter der Leitung von Hanspeter Marty präsentiert das Kunsthaus Zürich erstmals 75 fragile Originalgipse, zwei Arbeiten in Plastilin und eine Steinskulptur, die 2006 als Schenkung von Bruno (1907– 2012) und Odette Giacometti an die Giacometti-Stiftung an das Kunsthaus Zürich gekommen sind. Darunter befinden sich manche nie in Bronze gegossene Meisterwerke, die bislang unbekannte Aspekte von Giacomettis Arbeitsweise beleuchten.

Hans-Peter Feldmann, 9/11, 2001, Detail 4, Ausstellungsansicht MUSA 2016, Foto: Alexandra Matzner.

Fotografie und Politik seit 9/11

Was haben Hans-Peter Feldmanns „9/11“ (2001) und Panos Tsagaris „Golden Newspaper“ (seit 2011), Anna Jermolaewas „120 m“ (2015/16) und Florian Rainers „Fluchtwege“ (2015) gemeinsam? Sie nutzen Fotografie als Dokumentations- und Kommunikationsmittel, dekonstruieren die Verwendung von Fotografie in Massenmedien und stellt Lebensbedingungen vieler seit 9/11 vor. Kuratorin Gunda Achleitner stellte gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen vom EMOP eine Gruppenausstellung zusammen, deren dramatischer Beginn mit dem Fall der Türme, der Wirtschaftskrise in Griechenland bis zur Flüchtlingsbewegung von 2015 reicht.

József Borsos, Der Emir vom Libanon (Porträt von Edmund Graf Zichy), 1843, Öl auf Leinwand 154 × 119 cm (© Szépművészeti Múzeum/ Museum of Fine Arts, Budapest, 2016, Foto: © Tibor Mester)

Ist das Biedermeier?

Zwischen Romantik und Naturalismus: Amerling, Waldmüller und mehr im Belvedere

Die Frage „Ist das Biedermeier?“ muss in der aktuellen Ausstellung im Unteren Belvedere derzeit individuell beantwortet werden. Kuratorin Sabine Grabner zeigt Malerei von 1830 und 1860 aus den Ländern der ehemaligen Habsburgermonarchie, mit Hilfe derer sie gegen die sprichwörtliche Häuslichkeit des Biedermeier und die Vorstellung eines von Spießbürgern geprägte Epoche ankämpft.

Francis Bacon, Triptychon inspiriert von T.S Elliot's Gedicht Sweeney Agonistes, 1967, Öl auf Leinwand (Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, Smithsonian Institution, Washington DC, gift of the Joseph H. Hirshhorn Foundation, 1972).

Francis Bacon – Unsichtbare Räume

Käfige, Körper, kein Entrinnen

Wie kaum ein anderer Künstler des 20. Jahrhunderts schafft Francis Bacon (1909–1992) es, in seinen großformatigen Gemälden und Triptychen das Animalische im Menschen, seine Verletzlichkeit und seine Affekte hervorzukehren. Deformierte, sich auflösende Körper, wohin man schaut. Die Staatsgalerie Stuttgart widmet dem britischen Maler eine Schau zu dessen Raumkäfigen.

Dalí, Ernst, Miró, Magritte… Surreale Begegnungen aus den Sammlungen Edward James, Roland Penrose, Gabrielle Keiller, Ulla und Heiner Pietzsch (HIRMER Verlag)

Surreale Begegnungen: Dalí, Ernst, Miró, Magritte…

Surrealismus-Sammlungen von James, Penrose, Keiller und Pietzsch in Hamburg

Wurden die Surrealistinnen und Surrealisten bislang hauptsächlich als radikale Erneuerer der Kunst und der Surrealismus als höchst subjektive und individualistische Kunstrichtung präsentiert, so öffnet sich der spannende Blick in Hamburg auf die Zusammenarbeit zwischen den Künstlern und ihren beiden zeitgenössischen Sammlern Edward James und Roland Penrose. Ergänzt werden die beiden zeitgenössischen Kollekionen durch die seit den 1960er Jahren zusammengetragenen Sammlungen von Gabrielle Keiller und dem Ehepaar Pietzsch.

William Turner (1775–1851), Venedig, die Seufzerbrücke (Venice, the Bridge of Sighs), 1840 ausgestellt, Öl auf Leinwand, 68,6 x 91,4 cm (Tate, London: Accepted by the nation as part of the Turner Bequest 1856 Inv.-Nr. N00527)

Venedig. Stadt der Künstler

Das Bild der Lagunenstadt in Malerei und Fotografie von 1600 bis heute

„Man kann aus Venedig nicht abreisen, ohne sofort wiederkommen zu wollen!“ Mit diesem Satz von Claude Monet kann sich wohl so ziemlich jeder Venedig-Reisende identifizieren. Nicht mehr als 13 Quadratkilometer ist Venedig groß, doch seine Anziehungskraft bewegt bis heute Massen. Die Ausstellung im Bucerius Kunstforum widmet sich dem Blick der Künstler auf Venedig vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart – und ermöglicht einen ausgezeichneten Einstieg in das Thema.

Franz Xaver Winterhalter, Kaiserin Eugenie mit ihren Hofdamen, Detail, 1855, Öl auf Leinwand, 295 x 420 cm (Compiègne, Musées nationaux du Palais de Compiègne, dépôt du Musée national du Château de Malmaison, Photo © Rmn-Grand Palais (domaine de Compiègne) / Droits réservés)

Franz Xaver Winterhalter

Höfische Porträts zwischen Status und Prunk

Franz Xaver Winterhalter (1805–1873) war seit Ende der 1830er Jahre einer der führenden Porträtisten Europas. Seine hohe Malkultur, sein Sinn für Mode und seine Fähigkeit, milchweiße Haut wie Porzellan schimmern zu lassen, wurde von den Damen des Hochadels und der Finanzwelt überaus geschätzt. Die gekrönten Häupter Europas ließen sich in Standes- und Familienporträts verewigen. Den Anfang machte das französische Königshaus, gefolgt von Queen Victoria, Kaiserin Eugénie und Tout-Paris.

Charles-François Daubigny, Landschaft in Mondlicht, um 1875, Öl auf Holz, 35 x 57.3 cm (Hannema-de Stuers Foundation, Heino/Niederlande)

Charles-François Daubigny: Wegbereiter des Impressionismus

Charles-François Daubigny (1817–1878) gehört zu den wichtigsten Malern Frankreichs in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Noch zu seinen Lebzeiten wurden Daubignys stimmungsvolle Landschaften in den Kanon der Kunstgeschichte aufgenommen und hochpreisig gehandelt. Gemeinsam mit Gustave Courbet, Camille Corot, Théodore Rousseau und Jean-François Millet führte er die Landschaftsmalerei in Richtung Naturalismus und erreichte deren Anerkennung am Salon. Durch seine direkte Auseinandersetzung mit der Natur in Form von Plein-air Malerei wurde Charles-François Daubigny zum Wegbereiter des Impressionismus, er antizipierte allen voran die Landschaftsmalerei von Claude Monet (1840–1926).

Angelika Krinzinger, 2016 © Courtesy Galerie Krinzinger, Foto: Alexandra Matzner.

viennacontemporary 2016

Auf der hochspannenden viennacontemporary 2016 zeigen noch bis zum 25. September 112 Galerien aus 28 Ländern aktuelle Kunst. Zweifellos ein MUSS für alle Kunst-Affictionados!
Die diesjährigen Programmschwerpunkte: „Solo Expanded“, die von Severin Dünser interessant zusammengestellte ZONE1, „Nordic Highlights“ mit teils urromantischen Natur- und Landschaftsbildern, „Focus: Ex-Yugoslavia and Albania“ und „Cinema“ für Film- und Videokunst. Meinungsaustausch wird ganz groß geschrieben in den Diskussionsveranstaltungen von „Keys to Contemporary Art“ und vom „Collectors Forum“.

Pablo Picasso, Frau mit gefalteten Händen, 1907, Musée national Picasso – Paris (links); Mutter mit Kind, 1907, Musée national Picasso – Paris (rechts), Ausstellungsansicht „Fremde Götter. Faszination Afrika und Ozeanien“ im Leopold Museum 2016/17, Foto: Alexandra Matzner © Bildrecht.

Picasso war ein Afrikaner!

Afrikanische Kunst und der Primitivismus in der Moderne

Drei Erzählstränge führen in der Schau „Fremde Götter. Faszination Afrika und Ozeanien“ die Besucherinnen und Besucher zur Frage: Was bedeutet(e) die Entdeckung der afrikanischen Kunst und etwas später der ozeanischen Kunst für die Entwicklung der Moderne in Europa? Die brüske Antwort Picassos lautete 1923: „Afrikanische Kunst? Die kenne ich nicht!“ Dass diese harsche Abwehr mitnichten des Pudels Kern beschreibt, ist in den letzten Jahren auch durch Ausstellungsprojekte vielfach herausgearbeitet worden. Der hohe Grad an Stilisierung und Abstraktion, der allerdings nicht als Zeichen für fehlenden Realismus in der afrikanischen Kunst gedeutet werden darf, irritierte und begeisterte das europäische Publikum. Dass die Radikalität der künstlerischen Produktion im frühen 20. Jahrhundert, ihre Brüche mit den Traditionen und ihre Formfindungen nicht ohne die Auseinandersetzung mit der als „primitiv“, d. h. nicht von der europäischen Zivilisation verbildeten, gesammelten und wertgeschätzten Kunst entstehen hätte können, muss nach diesem Museumsbesuch zweifelsfrei anerkannt werden.

Francis Picabia: Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Hatje Cantz)

Francis Picabia: Unser Kopf ist rund

… damit das Denken die Richtung wechseln kann

Wenige Künstler des 20. Jahrhunderts sind so schwierig einzuordnen wie Francis Picabia (1879–1951). Der Franzose mit spanischen Wurzeln war Künstler, Dichter und Provokateur, Herausgeber des Kunstmagazins „391“, schrieb für Theater und Film, gestaltete Feste und Abendgalas der High Society in Cannes. Flankiert wird diese Aufzählung durch seinen selbst geschaffenen Ruf als Playboy, Gigolo und Womanizer. Die Stile seiner Malerei reichen von impressionistischen Anfängen über Kubismus und Abstraktion hin zu Dada (1917–1924), mechanomorphen Bildern und fotorealistischen, durchwegs kitschigen Bildern der 1940er Jahre wieder zurück in die Abstraktion.

Paul Signac, Venedig, die rosa Wolke (Ankerplatz bei der Giudecca), 1909, Öl auf Leinwand, 73 × 92 cm (Albertina, Wien - Sammlung Batliner)

Seurat, Signac, Van Gogh – Wege des Pointillismus

Kein Punkt ist gleich!

Ein Punkt, ist ein Punkt, ist ein Punkt? So einfach ist es wohl nicht, wie mir Albertina-Kurator Heinz Widauer in der Pointillismus-Ausstellung erklärt. Er zeigt diesen Herbst die „Mutation des Punktes“ von Georges Seurat (1859–1891) und Paul Signac bis Théo van Rysselberghe, Vincent van Gogh, Paul Klee und Piet Mondrian. Die Schau demonstriert die Entwicklung der Punktmalerei von Mitte der 1880er bis in die 1930er Jahre. Farbenprächtige Landschaften, lichterfüllte, helle Kompositionen, paradiesische Küstenschilderungen in Spektralfarben, aber auch repräsentative Porträts, intime Interieurs und mystisch-dekorative Visionen locken in den kommenden Wintermonaten sicher nicht nur Kunst-Enthusiasten in das Wiener Haus.

Paul Signac, L’arc (Der Regenbogen, Venedig), 1905, Öl auf Leinwand, 73 x 92 (Privatsammlung)

Paul Signac

Retter des Neo-Impressionismus

Paul Signac (1863–1935), der „Heilige Paul des Neo-Impressionismus“ (Thadée Natanson), war Maler und wichtigster Apologet der neoimpressionistischen Malerei. Van Gogh sprach vom feurigen Temperament, während Henri-Edmond Cross ihn als „kalten und methodischen Denker und Träumer“ charakterisierte. Signac arbeitete nicht nur als Maler, wie ein Apostel. Mit Georges Seurat und Camille Pissarro war er einer der ersten, der die Technik des divisionistischen Farbauftrags im Winter 1885/86 einsetzte.

Yto Barrada: The Sample Book (1), Ausstellungsansicht Wiener Secession, Fotos: Alexandra Matzner.

Thea Djordjadze – Yto Barrada

in der Wiener Secession

Thea Djordjadze „To be in an upright position on the feet (studio visit)“ und Yto Barrada „The Sample Book“ in der Wiener Secession – ein Atelier und marokkanische Expeditionen…

Martin Kippenberger, Nous n’avons pas de problemes avec les depressions, tant qu’elles ne se mettent pas à être en vogue, 1986, Öl Lack auf Leinwand, 180 x 150 cm, Courtesy Skarstedt, New York © Estate of Martin Kippenberger, Galerie Gisela Capitain, Cologne, Foto: Alexandra Matzner, Wien

Martin Kippenberger: XYZ

Sprache und das Ende des Alphabets

Mit einem gekreuzigten, blaumetallic schillernden Frosch schockierte Martin Kippenberger 1990 das Wiener Publikum. Die Ausstellung im Bank Austria Kunstforum begnügt sich Gott sei Dank nicht mit solchen Kalauern. Als Neuer Wilder entdeckte Kippenberger gemeinsam mit Albert Oehlen die Malerei und den Duktus wieder. Ein medien- und gattungsübergreifendes Werk mit Musik, Text, Selbstdarstellung folgte.

Georges Seurat, Un dimarche à la Île de la Grande Jatte (Ein Sonntagnachmittag auf der Île de la Grande Jatte), 1884–1886, Öl auf Leinwand, 205,7 x 305,8 cm (The Art Institute of Chicago, Helen Birch Bartlett Collection)

Georges Seurat, Erfinder des Pointillismus

Georges Seurat (1869–1891) hat zwar ein quantitativ überschaubares Werk hinterlassen, dennoch ist es von höchster Bedeutung für die Entwicklung der Malerei im ausgehenden 19. Jahrhundert. Das Frühwerk von Seurat, der 1878/79 im Atelier von Henri Lehmann studierte und sein Studium nach dem Besuch der vierten Impressionisten-Ausstellung 1879 abbrach, ist tief geprägt vom Impressionismus…

Johann Victor Krämer, Modellstudie vor dem unvollendeten Gemälde „Nymphentanz“, um 1898, Albumin © Belvedere.

Fotografie inspirierte Makart bis Klimt

Warum die Angst der Maler vor dem technischen Bild erst um 1900 eintrat

Wie reagierten Künstler auf die Erfindung der Fotografie? Oder vielleicht doch besser: Hatten sie Angst vor der Fotografie? Monika Faber fragt gemeinsam mit dem Belvedere im Sommer 2016 nach den Reaktionen von Malern auf die neue Technologie. Fürchteten sich Maler wirklich vor dem neuen Medium, und wie gingen sie mit ihm um?

Jean Siméon Chardin, Marillen im Glas, Detail, 1756, Öl auf Leinwand, 57 x 51 cm (oval) (Art Gallery of Ontario, Toronto, Purchase, 1962)

Jean Siméon Chardin

Pariser Meister des Stilllebens und der Genremalerei

Jean Siméon Chardin (auch: Jean-Baptiste-Siméon Chardin) wurde 1728 als Genre- und Stilllebenmaler in die Académie de peinture aufgenommen. Innerhalb des akademischen Systems, vor allem aber über die Salonausstellungen in Paris, etablierte sich der Lieblingsmaler von Denis Diderot in den folgenden Jahren als „Meister der Harmonie“. Höhepunkt seiner Karriere war die Anerkennung durch den Hof, die Chardin ab 1752 regelmäßige Zahlungen einbrachte, und 1770 in seiner Berufung zum Ersten Maler des Königs gipfelte. Heute zählt Chardin mit seinen stillen Gemälden voller selbstversunkener Protagonistinnen und Protagonisten zu den bekanntesten Malern der französischen Kunst des 18. Jahrhunderts.

Constantin Luser: Musik zähmt die Bestie (Cover, Vfmk)

Constantin Luser: Musik zähmt die Bestie

Mit Zeichnung, Körper und Musik im Kunsthaus Graz

„MEHR MU TZ UMZ EI CH NEN“ Verstanden? Seit Jahren schon steht im Regal gegenüber von meinem Schreibtisch ein Katalog der Wiener Secession: James Turrells „Perceptual Cells“, die der amerikanische Lichtkünstler 1992 in Wien präsentierte.

Tancredi Parmeggiani (Feltre 1927–Rome 1964), Composition, 1955, Öl and Tempera auf Leinwand, 129.5 x 181 cm (Venedig, Peggy Guggenheim Collection, 76.2553)

Peggy Guggenheim

Bereits im Februar 1949 hatte Peggy Guggenheim (1898–1979) im Palazzo Strozzi ihre Sammlung erstmals der italienischen Öffentlichkeit präsentiert, um sie danach im Palazzo dei Leoni in Venedig dauerhaft aufzustellen. 25 Werke, die in den damals frisch renovierten Kellern der Strozzina zu sehen waren, sind für diese Ausstellung nach Florenz zurückgekehrt.

Yayoi Kusama, Dot Obsession, 2015, Installation, Spiegelglas, Ballons, Malerei, Punkte, ca. 103,3 x 123 cm.

Yayoi Kusama

In Infinity

Punkte, Kürbisse und Louis Vuitton Handtaschen – dafür ist die Japanerin Yayoi Kusama weltberühmt. Was verbirgt sich hinter diesen Werken? Die 1929 geborene Künstlerin ist ein Super-Star, eine Königin der Polka Dots, deren gepunktete Rauminstallationen genauso Verwirrung stiften wie sie erstaunen.

Wassily Kandinsky (Moskau 1866–Neuilly-sur-Seine 1944), Dominant Curve (Courbe dominante), April 1936, Öl auf Leinwand, 129.2 x 194.3 cm (New York, Solomon R. Guggenheim Museum. Solomon R. Guggenheim Founding Collection, Inv.-Nr. 45.989)

Guggenheim Museum: Solomon R. Guggenheim & ungegenständliche Kunst

Mehr als 100 Werke der europäischen und amerikanischen Kunst aus den Guggenheim Sammlungen stehen im Palazzo Strozzi stellvertretend für die beiden Gründerfiguren des wichtigen Museumskomplexes mit New Yorker Wurzeln: Solomon Robert Guggenheim (1861–1949) und seine Nichte Peggy Guggenheim (1898–1979). Unterstützt durch Hilla Rebay, sammelte Solomon R. Guggenheim Gemälde der ungegenständlichen Abstraktion und etablierte sie durch seine Museumsgründung im Kanon der Kunstgeschichte. Das ikonische Guggenheim Museum von Frank Lloyd Wright in New York erfuhr durch seinen ersten Direktor James Johnson Sweeney eine markante Erweiterung durch zeitgenössische europäische und amerikanische Maler und Bildhauer.

Félix Vallotton, Die Weiße und die Schwarze, 1913, Öl auf Leinwand, 114 x 147 cm (Hahnloser/Jaeggli Stiftung, Winterthur, Schenkung Geschwister Jäggli, 1981)

Villa Flora: Meisterwerke des Postimpressionismus

Die Sammlung von Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler

Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler trugen zwischen 1905 und 1936 eine der prestiegeträchtigsten Schweizer Privatsammlungen zusammen: Die derzeit im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) ausgestellten Werke von den Nabis und Fauvisten stehen aber auch für die Freundschaften des Sammlerehepaares, für das die so häufig genutzte Formel „Leben für die Kunst“ wahrhaftig zutraf.

Edouard Manet, Nana, 1877, Öl auf Leinwand, 154 x 115 cm (Hamburger Kunsthalle © bpk Hamburger Kunsthalle, Foto: Elke Walford)

Edouard Manet, der Salon und der doppelte Blick

Rund um Manets „Nana“ entwickelte das Team der Hamburger Kunsthalle eine hochkarätige Schau um Manets Salonbeiträge. Edouard Manet, der umstrittene „Vater der Moderne“, der „letzte Alte Meister“ und „Revolutionär wider Willen“ galt den Zeitgenossen als „Anführer der Schule von Batignolles“ – und kämpfte dennoch am Salon um Ruhm und Anerkennung.

„La femme au miroir“ in Jena, Cover des Ausstellungskatalogs

Französische Druckgrafik von Manet bis Picasso

Eine interessante Auswahl französischer Druckgrafik aus der Coninx-Stiftung Zürich – von Werken der Impressionisten bis Pablo Picasso – ist derzeit in der Kunstsammlung Jena zu sehen. Gezeigt werden 77 Druckgrafiken von den Impressionisten, Nabis und der Schule von Paris sowie 46 Werke von Pablo Picasso.

Sterling Ruby, Pelvic Mirror / Peace Head Version, 2007 Bronze mit Silbernitratpatina, 118,1 × 79,1 × 76,2 cm, dahinter: FLAG (PINK SPACE), 2016, 426,7 × 538,5 cm & DEEP FLAG (5936), 2016, 391,2 × 792,5 cm, beide: gebleichter Jeansstoff, gebleichtes Fleece und Gummizug, Installationsansicht im Winterpalais/Wien, Foto: Alexandra Matzner.

Sterling Ruby

Der Superstar aus den USA im Winterpalais des Belvedere

Ehrlichgestanden hat mich der Pressetext des Belvedere, den „umstrittensten und unberechenbarsten Künstler seiner Genration“ zu zeigen, eher ermüdet als inspiriert, die Ausstellung von Sterling Ruby zu besuchen. Zu sehr Klischee, zu sehr Markt, zu sehr Superlativ! Doch dann entpuppte sich der 1972 auf einem amerikanischen Luftwaffenstützpunkt im deutschen Bitburg geborene „Liebling der Modewelt“ als zurückhaltender, reflektierter Kreativer, der ohne Starallüren auf kriegerische Konflikte, US-Traditionen und auf Materialästhetik hinweist.

Franz von Stuck, Haupt der Medusa, um 1892, Pastell auf Papier, 26,5 x 32,5 cm (Privatsammlung), Foto: Alexandra Matzner.

Franz von Stuck. Sünde und Secession

Wilde Blicke von Luzifer, Salome und der Medusa verhexen, mystische Landschaften, spielende Eroten und sinnesfreudige Kentauren erfreuen Wien

Eine Amazone mit wütendem Blick, bereit ihren Speer in Richtung Besucher_innen abzufeuern, ist das erste monumentale Werk der gelungenen Stuck-Ausstellung im Unteren Belvedere. Der Münchner Grafiker, Maler, Bildhauer faszinierte die Wiener schon knapp vor der Jahrhundertwende mit Illustrationen für den Verleger Gerlach & Schenk, erotisch aufgeladenen Frauendarstellungen und verspielten Mythologien fern einer buchstäblichen Lesart der alten Geschichten.

Hieronymus Bosch, Die Versuchung des hl. Antonius, Mitteltafel, um 1500–1505, Öl auf Holz, 131.5 x 111.9 cm (Museu Nacional de Arte Antiga, Lissabon)

Hieronymus Bosch. Leben und Bilder

Das vollständige Werk des niederländischen Renaissancemalers

Merken

Hieronymus Bosch. Visionen eines Genies

Niederlande / s’Hertogenbosch: Het Noordbrabants Museum
13.2. – 8.5.2016

Inhaltsverzeichnis

Das Werk des niederländischen Renaissancemalers Hieronymus Bosch ist quantitativ überschaubar: 25 Gemälde und 25 Zeichnungen gelten heute als authentisch. Über seine Bilder und deren Rezeption schweigen die zeitgenössischen Quellen, erst etwa 50 Jahre nach seinem Tod († 1516) wird er als berühmter Maler bezeichnet. Die inhaltliche Deutung hat daher von den Werken selbst auszugehen. Indem er sich von ikonografischen Traditionen freispielte, eröffnete er der Kunst neue Möglichkeiten der Poesie und des Dämonischen. Seine Höllendarstellungen voller Monster sind legendär und ließen ihn früh zum „Teufelmacher“ werden.

Hieronymus Bosch: Garten der Lüste & Versuchung
Bosch, Bruegel und die Druckgrafik

Eine Unzahl von Kopien, druckgrafischen Reproduktionen (auch von verlorenen Bildern) aber auch Fälschungen des 16. Jahrhunderts und danach geben Einblicke in seinen Status als Künstler.

 

Biografie von Hieronymus Bosch, eigentlich Jheronimus van Aken (um 1450–1516)

1450 Hieronymus Bosch wurde als Jheronimus van Aken in der Vughterstraat im niederländischen ’s Hertogenbosch (Bois-le-Duc, Nordbrabant, heute: Holland) im Haus seines Großvaters und Malers Jan geboren. Es wohnten Jheronimus’ Vater und seine Onkel in dem Haus, das sie gemeinsam als Familienatelier nutzten. Jheronimus, der damals auch Jeroen oder Joen genannt wurde, hatte zwei Brüder: Jan und Goessen, und zwei Schwestern: Herbertke und Kathrien. Vermutlich ging Hieronymus auf die Lateinschule.
1462 Als er zwölf Jahre alt war, kauften seine Eltern ein Haus am Markt (Nummer 29, jetzt unter dem Namen „Kleine Winst“). Dort erhielten Hieronymus, Jan und Goessen ihre Ausbildung zum Maler.
1480 oder 1481 heiratete Hieronymus Aleid, eine Tochter aus der wohlhabenden und kultivierten Familie Van de Meervenne. Sie zogen in Aleids Haus an der gehobenen Nordseite des Marktes (Nummer 61, in dem sich jetzt das Geschäft „Invito“ befindet), gegenüber dem Malatelier der Familie Van Aken. Die Bekanntheit von Hieronymus als Maler wächst im Laufe der Jahre ununterbrochen, sowohl inner- als auch außerhalb der Stadt.
1488 wurde er ein „geschworenes Mitglied“ der religiösen Bruderschaft „Unserer Lieben Frau“. Die Mitgliedschaft von Hieronymus in dieser elitären Gemeinschaft bestätigt seinen vornehmen Status. Für ihre Zusammenkünfte besaß die Bruderschaft „Unsere Liebe Frau“ das Haus „Schwanenbrüderhaus“ und eine eigene Kapelle (heute: die Sakramentskapelle) in der St. Johannes-Kathedrale. Für den neuen Altaraufsatz in dieser Kapelle bemalte Hieronymus die beiden Flügel mit den Heiligen Johannes der Täufer und dem Evangelisten Johannes, die beide als Patrone der Kirche verehrt werden. Spätestens in diesem Jahr begann Hieronymus, seine Gemälde mit seinem Künstlernamen zu signieren: „Hieronymus Bosch“, nach der Stadt ’s-Hertogenbosch, in der er geboren wurde, arbeitete und auch begraben wurde. Hieronymus kam zu Wohlstand, aber außergewöhnlich reich wurde er nicht.
1504 Philipp der Schöne, Herzog von Burgund, bestellte bei Hieronymus Bosch ein Gemälde vom Jüngsten Gericht.
Am 9. August 1516 wurde Hieronymus im Anschluss an eine Totenmesse, die in der St. Johannes-Kathedrale stattfand, beerdigt. Den Quellen zufolge war seine Witwe seine Erbin, Kinder wurden nicht erwähnt. Die Todesursache ist unbekannt. Die skurrilen Wesen auf den Gemälden von Hieronymus Bosch ließen ihn zum berühmtesten spätmittelalterlichen Maler der Niederlande werden.

1520 Albrecht Dürer (→ Albrecht Dürer. Kunst – Künstler – Kontext) muss den „Garten der Lüste“ auf seiner niederländischen Reise gesehen haben, erwähnt das Werk jedoch nicht. Vielleicht handelt es sich hierbei um ein bewusstes Verschweigen, da Bosch keine klassischen Proportionen und Themen verwendete.
1521 Ein Chronist erwähnt drei Bilder Boschs im Besitz des venezianischen Kardinals Grimani.
Nach 1523 Der portugiesische Diplomat Damiano de Goes verkaufte drei religiöse Werke Boschs auf dem Kunstmarkt. Der Niederländer wurde bereits gefälscht.
Um 1560 Der spanische Humanist Felipe de Guevara schrieb in seinen „Kommentaren zur Malerei“, dass Boschs Monstren viel nachgeahmt und gefälscht wurden.

2007 Erste Sitzungen zur Vorbereitung des Bosch Research and Conservation Project (BRCP) und der Bosch-Ausstellung 2016.
2016 Der größte Teil von Hieroymus Boschs Gesamtwerks kehrt zurück nach ’s-Hertogenbosch. Der Prado organisiert ebenfalls eine Ausstellung zum 500. Todestag.

 

 

Hieronymus (Jheronimus) Bosch: Bilder

Da man sich in der Forschung bislang noch auf keine verbindliche Chronologie einigen konnte, sind die folgenden Werke in der Reihenfolge des aktuellen Werkverzeichnisses[1]Bosch Research and Conservation Project (Hg.), Hieronymus Bosch, Maler und Zeichner. Catalogue raisonné, Brüssel 2016. gelistet.

Hieonymus Bosch: Gemälde

Hieronymus Bosch, Hl. Hieronymus im Gebet, um 1485–1495, Öl auf Eichenholz, 80 x 60.7 cm (Museum voor Schone Kunsten, Gent/Belgien)

Hieronymus Bosch, Eremiten-Triptychon, um 1495–1505, Öl auf Eichenholz, linker Flügel 85,4 x 29,2 cm; Mitteltafel 85,7 x 60 cm; rechter Flügel 85,7 x 28,9 cm (Gallerie dell’Accademia, Venedig)

Hieronymus Bosch, Die Versuchung des hl. Antonius, Fragmet, um 1500–1510, Öl auf Eichenholz, 38.6 x 25.1 cm (The Nelson-Atkins Museum of Art, Purchase: William Rockhill Nelson Trust, Kansas City, Inv.-Nr. 35-22)

Hieronymus Bosch, Die Versuchung des hl. Antonius, Triptychon, um 1500–1510, Öl auf Eichenholz, 131.5 x 111.9 cm (Mitteltafel); 131.5 x 53 cm (linker und rechter Flügel) (Museu Nacional de Arte Antiga, Lissabon)

Hieronymus Bosch, Johannes der Täufer in der Wüste, 1490–1495, Öl auf Eichenholz, 48,5 x 40,5 cm (Fundación Lázaro Galdiano, Madrid)

Hieronymus Bosch, Johannes Evangelista auf Patmos / Die Passion Christi, 1490–1495, Öl auf Eichenholz, 63 x 43.2 cm (Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie, Berlin)

Hieronymus Bosch, Hl. Christophorus trägt das Christuskind, um 1490–1500, Öl auf Eichenholz, 113.7 x 71.6 cm (Museum Boijmans Van Beuningen/Koenigs Collection, Rotterdam)

Hieronymus Bosch, Sankt-Wilgefortis-Triptychon, um 1495–1505, Öl auf Holz, 105.2 x 62.7 cm (Mitteltafel); 105.2 x 27.5 cm (linke Tafel); 104.7 x 27.9 cm (rechte Tafel), um 1495–1505 (Gallerie dell’Accademia, Venedig)

Hieronymus Bosch, Die Anbetung der Könige, Triptychon, 1490–1500, Öl auf Eichenholz, 138 x 72 cm (Mitteltafel); je: 138 x 33 cm (linker und rechter Flügel) (Museo Nacional del Prado, Madrid)

Hieronymus Bosch, Die Anbetung der Könige, um 1470–1480, Öl und Gold auf Eichenholz, 71.1 x 56.7 cm (Metropolitan Museum, John Stewart Kennedy Fund, 1913, New York, Inv.-Nr. 13.26)

Hieronymus Bosch, Ecce Homo, um 1475–1485, Öl auf Eichenholz, 71,4 x 61 cm (Städel Museum, Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e.V., 1577, Frankfurt am Main)

Hieronymus Bosch, Die Kreuztragung Christi / Christuskind, um 1490–1510, Öl auf Eichenholz, 59,7 x 32 cm (Kunsthistorisches Museum, Gemäldegalerie, gg-6429, Wien)

Hieronymus Bosch, Kreuztragung, um 1495–1505, Öl auf Eichenholz, 142.8 x 104.3 cm (Colecciones Reales. Patrimonio Nacional, Real Monasterio de San Lorenzo del Escorial, Inv.-Nr. 10014739)

Hieronymus Bosch, Verspottung Christi (Die Dornenkrönung), um 1490–1500, Öl auf Eichenholz, 73.8 x 59 cm (The National Gallery, gekauft 1934, London, Inv.-Nr. 4744)

Hieronymus Bosch, Das Jüngste Gericht, Triptychon, um 1495–1505, Öl auf Eichenholz, 99.2 x 60.5 cm (Mitteltafel); 99.5 x 28.8 cm (linke Flügel); 99.5 x 28.6 cm (rechter Flügel) (Groeningemuseum, Brügge)

Hieronymus Bosch, Kalvarienberg mit Stifter, um 1490–1500, Öl auf Eichenholz, 74,8 x 61 cm (Musées royaux des Beaux-Arts de Belgique, Brüssel, Inv.-Nr. 6639)

Hieronymus Bosch mit Werkstatt, Das Jüngste Gericht, Triptychon, um 1500–1505 Öl auf Eichenholz, linker Flügel 163 x 60 cm; Mitteltafel 163 x 127 cm; rechter Flügel 163 x 60 cm (Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste, Wien, Inv.-Nr. gg-579–gg-581) → Hieronymus Bosch: Weltgerichtstriptychon

Hieronymus Bosch, Visionen des Jenseits – Der Weg zum Himmel: Das irdische Paradies | Die Aufnahme der Seligen in den Himmel, 1505–1515, 88.8 x 39.9 cm (Gallerie dell’Accademia, Venedig)

Hieronymus Bosch, Visionen des Jenseits – der Weg zur Hölle: Der Fall der Verdammten | Der Fluss zur Hölle, 1505–15, 88.8 x 39.6 cm (Gallerie dell’Accademia, Venedig)

Hieronymus Bosch, Landstreicher-Triptychon:

Hieronymus Bosch, Der Landstreicher, Öl auf Eichenholz, 71,3 x 70,7 cm (Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam, Inv.-Nr. 1079)

Hieronymus Bosch, Das Narrenschiff, Öl auf Holz, 58.1 x 32.8 cm (Paris, Musée du Louvre, département des Peintures. Don de Camille Benoit, 1918)

Hieronymus Bosch, Völlerei und Lust (Fragment von Das Narrenschiff), Öl auf Eichenholz, 34,9 x 30,6 cm (Yale University Art Gallery, Gift of Hannah D. and Louis M. Rabinovitz, New Haven, Inv.-Nr. 1959.15.22)

Hieronymus Bosch, Der Tod und der Geizhals, Öl auf Holz, 94.3 x 32.4 cm (Washington, D.C., National Gallery of Art, Samuel H. Kress Collection)

Hieronymus Bosch, Der Heuwagen, Triptychon, 1510–1516, Öl auf Eichenholz, 133 x 100 cm (Mitteltafel); 136.1 x 47.7 cm (linker Flügel); 136.1 x 47.6 cm (rechter Flügel) (Museo Nacional del Prado, Madrid, Inv.-Nr. p2052)

Hieronymus Bosch, Der Garten der Lüste, Triptychon, um 1495–1505, Öl auf Eichenholz, 185.8 x 172.5 cm (Mitteltafel); 185.8 x 76.5 cm (linker und rechter Flügel) (Museo Nacional del Prado. Depósito de Patrimonio Nacional, Madrid, Inv.-Nr. 2823 / Leihgabe Patrimonio Nacional)

 

Hieronymus Bosch: Zeichnungen

 

Hieronymus Bosch, Baummann, um 1500–1510, Feder und braune Tusche auf Papier, Konturen an verschiedenen Stellen mit grauer Tusche akzentuiert, 27,7 x 21,1 cm (Albertina, Wien, INv.-Nr. 7876)

Hieronymus Bosch, Das Eulennest, 1505–1515, Feder und braune Tusche auf Papier, 14 x 19,6 cm (Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam, INv.-Nr. n 175)

Hieronymus Bosch, Das Feld hat Augen und der Wald hat Ohren / Studie eines Bettlers und Werkstattskizzen, Feder und braune Tusche und schwarze Kreide auf Papier, 20,5 x 13/12,7 cm (SMPK, Kupferstichkabinett, Berlin, Inv.-Nr. KdZ 549)

Hieronymus Bosch, Zwei Monster / Zwei Monster, Feder in brauner Tusche auf Papier, 16,3 x 11,6 cm (SMPK, Kupferstichkabinett, Berlin, Inv.-Nr. KdZ 547 recto)

Hieronymus Bosch, Vorlagenblatt mit „Hexen“, Feder und braune Tusche über schwarze Kreide auf Papier, 20,4 x 26,4 cm (Musée du Louvre, Département des Arts graphiques, Paris, Inv.-Nr. 19721)

Hieronymus Bosch, Zwei alte Frauen / Fuchs und Hahn, Feder und braune und graubraune Tusche auf Papier, 12 x 8,5 cm (Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam, INv.-Nr. n 190)

Hieronymus Bosch, Vögel und Säugetiere machen sich auf zum Kampf, Feder und braune Tusche auf Papier, 19,5 x 28,4 cm (SMPK, Kupferstichkabinett, Berlin, Inv.-Nr. KdZ 13136)

Hieronymus Bosch, Kampf zwischen Vögeln und Säugetieren, Feder mit brauner Tusche auf Papier, 20,3 x 29 cm (SMPK, Kupferstichkabinett, Berlin, Inv.-Nr. KdZ 14715)

Hieronymus Bosch, Die Versuchung des heiligen Antonius [Werkstatt] / Konzert in einem Ei und zwei Skizzen von Monstern [Bosch und Werkstatt], Feder und braune Tusche auf Papier, 17,9 x 25,8 cm (SMPK, Kupferstichkabinett, Berlin, Inv.-Nr. KdZ 71)

Hieronymus Bosch, Höllenlandschaft, Feder mit brauner Tusche auf Papier; rote Tusche im rechten Auge des Monsters mit dem Helm, 25,9 x 19,7 cm (Privatsammlung)

Hieronymus Bosch, Höllenschiff, Pinsel mit graubrauner Tusche auf Papier, 17,5 x 15,4 cm (Akademie der bildenden Künste, Kupferstichkabinett, Wien, Inv.-Nr. 2554)

Hieronymus Bosch, Mann in einem Tragekorb, eine alte Frau mit Zange und Kindern / Skizze eines Mannes in einem Tragekorb und eines Kopfüßlers, Feder und braune und braungraue Tusche auf Papier, 19,2 x 27 cm (Albertina, Wien, Inv.-Nr. 7797)

Hieronymus Bosch, Gaukler / Burleskes Konzert und Helmstudie, drei Köpfe und ein Pflug [Nachfolger], Feder und braune Tusche, 27,6/27,9 x 20,3/20,7 cm (Musée du Louvre, Département des Arts graphiques, Paris, Inv.-Nr. 19197)

Hieronymus Bosch, Kreuztragung und Bettler [Nachfolger] / Gaukler, Feder und braune Tusche auf Papier, 28,3 x 20,8 cm (Cabinet des Estampes et des Dessins de la Ville de Liège, Album d’Arenberg, Lüttich, Inv.-Nr. Nr. 534)

Hieronymus Bosch, Zehn Zuschauer, Feder mit brauner Tusche auf Papier, 12,4 x 12,6 cm (The Pierpont Morgan Library, New York, Inv.-Nr. I, 112)

Hieronymus Bosch, Zwei Männer / Die Verführung Evas, Feder mit graubraune Tusche auf Papier, 13,7 x 10,3 cm (Privatsammlung)

Hieronymus Bosch, Zwei Monster / Ein Kopfüßler und ein Monster, Feder und braune Tusche auf orange präpariertem Papier, 8,5 x 18,2 cm (SMPK, Kupferstichkabinett, Berlin, INv.-Nr. KdZ 550 recto)

Hieronymus Bosch, Studien des heiligen Antonius / Skizzenblatt mit Monstern, Feder und braune Tusche auf Papier, 20,6 x 26,3 cm (Musée du Louvre, Département des Arts graphiques, Paris, Inv.-Nr. 20871)

Hieronymus Bosch, Höllenszenerie mit Amboss und Monstern / Skizzenblatt mit Monstern, Feder und braune Tusche auf Papier, 15,6 x 17/17,6 cm (SMPK, Kupferstichkabinett, Berlin, Inv.-Nr. KdZ 548)

Hieronymus Bosch, Die Grablegung Christi, Feder und Pinsel in grauer und schwarzer Tusche über Spuren von schwarzer Kreide auf Papier, 25,2 x 30,4 cm (The British Museum, Department of Prints & Drawings, London, Inv.-Nr. 1952.4.5.9)

Hieronymus Bosch?, Zwei orientalische Männer, Feder und Pinsel und graubraune Tusche, schwarze Kreide, weiß gehöht, auf Papier, 13,8 x 10,8 cm (SMPK, Kupferstichkabinett, Berlin, Inv.-Nr. KdZ 5210)

 

Hieronymus-Bosch-Werkstatt: Gemälde

Hieronymus-Bosch-Werkstatt, Sintfluttafeln: Nach der Sintflut | Nach dem Jüngsten Gericht, um 1510–1520, 70 x 39,2 cm (Nach der Sintflut), 70,5 x 37,4 cm (Nach dem Jüngsten Gericht) (Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam, Inv.-Nr. St. 27 und St. 28)

Hieronymus-Bosch-Werkstatt, Hiob-Triptychon, um 1510–1520, Öl auf Eichenholz, linker Flügel 98,1 x 30,5 cm; Mitteltafel 98,3 x 72,1 cm; rechter Flügel 97,8 x 30,2 cm (Stadt Brügge, Groeningemuseum, Brügge, INv.-Nr. 0.209 / langfristige Leihgabe Sint-Jacob-de-Meerderekerk in Hoeke, Damme)

Hieronymus Bosch-Werkstatt, Ecce Homo, um 1495–1500, Öl auf Eichenholz, 73,4 x 58.4 cm (Museum of Fine Arts, William K. Richardson Fund, William Francis Warden Fund, and Juliana Cheney Edwards Collection, Boston, Inv.-Nr. 53.2027)

Hieronymus Bosch-Werkstatt, Ecce Franco van Langhel und seine Söhne mit dem hl. Johannes Evangelista (linke Flügelaußenseite), Mitte 1503, Öl auf Eichenholz, 69,3 x 26 cm (Museum of Fine Arts, William K. Richardson Fund, William Francis Warden Fund, and Juliana Cheney Edwards Collection, Boston, Inv.-Nr. 56.171.1a–b)

Hieronymus Bosch-Werkstatt, Peter van Os mit hl. Petrus (linke Flügelinnenseite), um 1500, Öl auf Eichenholz, 69,3 x 26 cm (Museum of Fine Arts, Gift of Arthur Kauffmann, Boston, Inv.-Nr. 56.171.1a-b)

Hieronymus Bosch-Werkstatt, Heilwich van der Rullen und ihre Töchter mit hl. Marie Magdalena (rechte Flügelaußenseite), Öl auf Eichenholz, 69,2 x 26 cm (Museum of Fine Arts, Gift of Arthur Kauffmann, Boston, Inv.-Nr. 56.171.2a–b)

Hieronymus Bosch-Werkstatt, Hendrixke van Langhel und ihr verstorbenes Kind mit hl. Katharina (linke Flügelinnenseite), um 1500, Öl auf Eichenholz, 69,2 x 26 cm (Museum of Fine Arts, Gift of Arthur Kauffmann, Boston, Inv.-Nr. 56.171.2a-b)

Hieronymus-Bosch-Werkstatt, Die Anbetung der Könige, um 1495–1520, Öl auf Eichenholz, 77,5 x 55,9 cm (Philadelphia Museum of Art, John G. Johnson Collection, 1917, Philadelphia, Inv.-Nr. Inv. 1321)

Werkstatt oder Nachfolger Hieronimus Bosch, Das Steinschneiden, um 1500–1520, Öl auf Eichenholz, 48,8 x 34,6 cm Aufschrift: Meester snijt die keye ras/ Myne name Is lubbert das (Museo Nacional del Prado, Madrid, Inv.-Nr. p2056)

Werkstatt oder Nachfolger Hieronimus Bosch, Die sieben Hauptsünden und die vier letzten Dinge, um 1510–1520, Öl auf Pappelholz, 120 x 150 cm, Signiert unten Mitte: jheronimus bosch (Museo Nacional del Prado, Madrid, Inv.-Nr. 2822 / Leihgabe des Patrimonio Nacional)

 

Hieronymus-Bosch-Werkstatt: Zeichnungen

Hieronymus-Bosch-Werkstatt, Das Narrenschiff, Paris

Hieronymus-Bosch-Werkstatt, Der Tod und der Geizhals / Studien von einem Helm und Schild, Paris

Hieronymus-Bosch-Werkstatt, Höllenszenerie mit Baummensch / Stehender orientalischer Mann (Prophet?), Dresden

 

Nachfolger des Hieronymus Bosch

 

Nachfolger des Hieronymus Bosch, Fragmente einer Anbetung der Könige, Triptychon: Zwei Hirten | Gefolge der drei Könige, Öl auf Eichenholz, 36,5 x 22,8 cm (Hirten) | 36,5 x 21,8 cm (Gefolge) (Philadelphia Museum of Art, John G. Johnson Collection, Inv.-Nr. 1275 und 1276) | Die Anbetung der Könige, um 1515–1535, Öl auf Eichenholz, 70,8 x 55,6 cm (Privatsammlung, Paris)

Nachfolger des Hieronymus Bosch, Die Dornenkrönung Christi, um 1530–1540, Öl auf Eichenholz, 157,5 x 195,8 cm (San Lorenzo de El Escorial, Monasterio de San Lorenzo de El Escorial / Patrimonio Nacional, Inv.-Nr. 10014743)

Nachfolger des Hieronymus Bosch, Die Gefangennahme, Dornenkrönung und Geißelung Christi, um 1530–1540 (Mitteltafel) und um 1540–1550 (Flügel), Öl auf Eichenholz, linker Flügel 152,2 x 85,6 cm; rechter Flügel 152,4 x 84,5 cm; Mitteltafel 139,7 x 170,2 cm (Museu de Belles Arts de València, Valencia, Inv.-Nr. 264–26)

Nachfolger des Hieronymus Bosch, Die Kreuztragung Christi, um 1530–1540, Öl auf Holz, 76,8 x 83,1 cm (Museum voor Schone Kunsten, Gent, 1902–h)

Nachfolger des Hieronymus Bosch, Das Jüngste Gericht (Fragment), um 1530–1540, Öl auf Eichenholz, 59,6 x 113 cm (Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek, München, Inv.-Nr. 5752)

Nachfolger des Hieronymus Bosch, Die Versuchung des heiligen Antonius, um 1530–1540, Öl auf Eichenholz, 73 x 52,5 cm (Museo Nacional del Prado, Madrid, Inv.-Nr. p2049)

Nachfolger des Hieronymus Bosch, Der Gaukler, nach | um 1525, Öl auf Eichenholz, 53,6 x 65,3 cm (Musée municipal de Saint- Germain-en-Laye, Saint-Germain-en-Laye, Inv.-Nr. 872.1.87)

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1. Bosch Research and Conservation Project (Hg.), Hieronymus Bosch, Maler und Zeichner. Catalogue raisonné, Brüssel 2016.
Ai Weiwei, Circle of Animals/Zodiac Heads, 2010: Affe vor dem Oberen Belvedere, Private Sammlung, Foto: © Alexandra Matzner.

Ai Weiwei im 21er Haus

Ein Tempel im Schwanzer-Bau

Konzeptkünstler, Dokumentarist, Aktivist und Künstler Ai Weiwei stellt für das Belvedere eine vielschichtige Schau zusammen, die auf aktuelle politische Probleme genauso reagiert wie auf Architektur und Umfeld der barocken Anlage und des modernen Ausstellungsbaus von Karl Schwanzer.

Zelko Wiener, PHANTASMA TITANinnEN, 2006, Kunst im öffentlichen Raum Ars Electronica Center Fassade, Detail, Großbilddruck, Acryl auf Gitternetzplane © MUSA.

Zelko Wiener – mit digitaler Kunst ins WWW

Zwischen 0 und 1 | Kunst im digitalen Umbruch

Zelko Wiener (1953–2006) gilt als Pionier der Medienkunst in Wien. Das MUSA widmet dem frühverstorbenen Künstler mit Wurzeln im heutigen Serbien zehn Jahre nach seinem Tod eine erste Retrospektive.

Jan Mandyn (1502–um 1560), Die Verspottung des Hiob, 16. Jahrhundert (Privatsammlung, Niederlande, by courtesy of Hoogsteder & Hoogsteder, Den Haag)

Bosch, Bruegel und die Druckgrafik

Teufel, Dämonen und Mischwesen

Die von Hieronymus Bosch geschaffenen Kunstwerke mit ihren absonderlichen Mischwesen, Dämonen und Teufeln übten bereits auf seine Zeitgenossen eine große Faszination aus. Um die Nachfrage nach seinen Werken zu stillen, ließen sich Nachfolger von seinen Dämonen und Mischwesen inspirieren. Der wichtigste, weil eigenständigste war zweifellos Pieter Bruegel d. Ä.

Vincet Fecteau im Sommer 2016 in Wien, Installationsansicht in der Secession: © Alexandra Matzner.

Fecteau – de Boer – Adami

in der Wiener Secession 2016

Drei höchst unterschiedliche Künstler bespielen im Sommer 2016 die Wiener Secession: Vincent Fecteau – Manon de Boer – Valerio Adami.

Diego Rodríguez de Silva y Velázquez, Der ruhende Mars, um 1638, Öl auf Leinwand, 179 × 95 cm (Museo Nacional del Prado. Madrid, Inv.-Nr. P 1208)

Die Ära Velázquez

Spaniens Malerei und Skulptur des 17. Jahrhunderts in Berlin und München

Der Begriff „El Siglo de Oro“ – das „Goldene Zeitalter“ – beschreibt die Blüte des Kulturschaffens Spaniens von ca. 1590 bis 1700. Die Berliner Gemäldegalerie und die Kunsthalle München widmen sich in einer spektakulären Schau der Vielfalt von Malerei, Skulptur und Zeichnung auf der Iberischen Halbinsel.

Werner Telesko & Stefan Schmidl, Der verklärte Herrscher. Leben, Tod und Nachleben Kaiser Franz Josephs I. in seinen Repräsentationen (Praesens Verlag)

Kaiser Franz Joseph I., der verklärte Herrscher

Die Präsenz des Monarchen in Musik und Bildender Kunst

Kaiser Franz Josef (1830–1916) regierte 68 Jahre und gilt damit als einer der am längsten dienenden Herrscher der Geschichte überhaupt. Während die Monarchie in dieser Zeit einen gewaltigen kulturellen Aufschwung nahm, was in vielen Publikationen und Ausstellungen bereits eingehend beleuchtet wurde, fand die Präsenz der Persönlichkeit Franz Josephs in Kunst und Musik bisher wenig Beachtung. Werner Telesko und Stefan Schmidl analysieren audio-visuelle Repräsentationen des Kaisers: Diese reichen von Auftragsporträts über Huldigungsadressen, Liszts „Krönungsmesse“ und Strauß‘ „Kaiserwalzer“ bis zu den legendären „Sissy“-Filmen.

(?) Troyen nach Raffael, Hl. Margarethe, 1660, in: David Teniers d. J., Theatrum pictorium, Brüssel 1660 (Privatsammlung), Installationsansicht: Alexandra Matzner.

Barocke Gemäldegalerien und ihre Kataloge

Galeriewerke, die Erfindung des Kunstbuchs und der Kunstwissenschaft

Unter dem Titel „Fürstenglanz. Die Macht der Pracht“ zeigt das Belvedere im Winterpalais des bedeutenden Sammlers und Mäzens Prinz Eugen von Savoyen die Entwicklung des so genannten Galeriewerks. Darunter versteht man die Publikation einer Gemäldesammlung.

Jim Dine. I never look away in der Albertina 2016, Installationsfoto mit „Selbstporträt in Vermont (Frühling), 1979, Kohle und Pastell auf Papier, 127,6 x 96,5 cm, Albertina, Wien, Foto: Alexandra Matzner.

Jim Dine: Selbstbildnisse

Hinsehen, obwohl es weh tut

Jim Dine (* 1935), berühmt für seine Herzen und fälschlicherweise der Pop-Art zugerechnet, stellt 60 Selbstbildnisse in der Albertina aus. Der 80-jährige Amerikaner schenkte der Institution 232 Werke auf Papier, um sie gut untergebracht zu wissen. Eine beeindruckende Auswahl präsentiert in den Tietze-Galleries die lebensbegleitende Selbstbefragung des Künstlers: schonungslos, mit frontalem Blick (in den Spiegel), gekonnter Wischtechnik, gestischem Farbauftrag oder als fotografische Selbstinszenierungen, immer aber mit einer Konzentration auf den Kopf.

Ausstellung „Sculpture on the Move 1946-2016“, Kunstmuseum Basel | Neubau, Erdgeschoss, Felix Gonzalez-Torres, "Untitled" (USA Today), 1990, The Museum of Modern Art, New York, Geschenk der Dannheisser Foundation, Jeff Koons, Rabbit, 1986, Museum of Contemporary Art Chicago, Teilschenkung von Stefan T. Edlis und H. Gael Neeson, 2000.21; Charles Ray, Male Mannequin, 1990, The Broad Art Foundation, Robert Gober, Playpen, 1986, Daros Collection, Schweiz, Katharina Fritsch, Warengestell mit Gehirnen, 1989/1997, Emanuel Hoffmann-Stiftung, Depositum in der Öffentlichen Kunstsammlung Basel 1997, Kunstmuseum Basel, Foto: Gina Folly

Skulptur seit 1946

Revolutionen im bildhauerischen Denken

Die Skulptur, so wird oft behauptet, hat wie kaum ein anderes Medium während des 20. Jahrhunderts grundlegende Veränderungen durchgemacht. Das Kunstmuseum Basel widmet sich anlässlich der Eröffnung des Erweiterungsbaues von Christ & Gantenbein der Bildhauerei vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis heute.

Hieronymus Bosch mit Werkstatt, Das Jüngste Gericht, Weltgerichtstriptychon, um 1500–1505 Öl auf Eichenholz, linker Flügel 163 x 60 cm; Mitteltafel 163 x 127 cm; rechter Flügel 163 x 60 cm (Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste, Wien, Inv.-Nr. gg-579–gg-581)

Hieronymus Bosch: Weltgerichtstriptychon

in der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien

Hieronymus Bosch’s Weltgerichtstriptychon in Wien ist nach dem „Garten der Lüste“ im Prado das größte Werk des Niederländers aus ’s-Hertogenbosch und seiner Werkstatt.

Luisa Kasalicky, Installation in der Kunsthalle Krems, Ausstellungsansicht: Alexandra Matzner.

Kunst zwischen Fläche und Raum

Raumillusionierend, raumgreifend, raumerzeugend – all das kann (flächige) Malerei sein. Vor allem in der abstrakt geometrischen Ausprägung scheinen die ehemaligen Grenzen zu Skulptur und Installation schon seit ihrer Erfindung aufgebrochen. Die Verbindungen zu anderen Kunstgattungen sind eng, die in Krems ausstellenden Künstler_innen zeigen in den ihnen zugewiesenen Räumen mitunter hybride Malerei-Objekte.

Elma Choung, Berthold Ecker, Dieter Ronte (Hg.), Eva Choung-Fux. Continuing Connections

Eva Choung-Fux

Nach dem Ende der Welt. Eine Retrospektive im MUSA

Eva Choung-Fux (* 1935), geborene Wienerin und seit 2006 dauerhaft auf Mallorca sesshaft, war eine der wichtigen Lehrenden an der Angewandten und wird im MUSA erstmals in einer umfassenden Einzelpräsentation institutionell gewürdigt.

Gustav Klimt – Emilie Flöge, Ausstellung im Gustav Klimt Zentrum am Attersee 2016, Installationsansicht: Alexandra Matzner.

Gustav Klimt – Emilie Flöge

Reform der Mode, Inspiration in der Kunst

Gustav Klimt (1862–1918) und Emilie Flöge (1874–1952) waren ein kreatives Power-Paar, das sich gegenseitig künstlerisch antrieb und unterstützte. Trotz akribischer Spurensuche bleibt jedoch Emilie Flöge die große Unbekannte an der Seite des österreichischen Malers.

Anselm Kiefer, Für Jean Genet, 1969, Seiten 4–5, Fotograf: Charles Duprat, Paris © Anselm Kiefer.

Anselm Kiefer. Künstlerbücher

Wenn Anselm Kiefer gesteht, „ich denke in Bildern“, dann müsste er noch ergänzen, dass Texte wichtige Quellen seiner Kunst sind. Der vorliegende Katalog gibt einen Überblick über Kiefers Malerbücher und Buchobjekte seit den späten 1960er Jahren. Die Texte von Heiner Bastian, Aeneas Bastian und Hans Werner Schmidt zeugen von hoher Einfühlungskraft. Das erstmals auf Deutsch abgedruckte Gespräch zwischen Anselm Kiefer und Christoph Ransmayr erlaubt einen Einblick in beider Gedanken zu Buch und Wissen.

Georges de La Tour, Die reumütige Maria Magdalena, Detail, Öl auf Leinwand, 113 x 92.7 cm (National Gallery of Art, Washington. Alisa Mellon Bruce Fund, Washington D. C.)

Georges de La Tour

Der lothringische Barockmaler und seine Falschspieler, blinden Musiker, eine Wahrsagerin und mystischen Heiligen

Georges de La Tour (1593–1652) bleibt als Person ein Geheimnis, prominent sind hingegen seine mystischen Heiligendarstellungen und unterhaltsamen Genrebilder. Mit größter Akribie setzte sie der lothringische Barockmaler mit nächtlichen Räumen oder farbenfrohen Gewändern um. Da nur vier Werke datiert und 18 signiert sind, herrscht in der Forschung noch Uneinigkeit über die künstlerische Entwicklung La Tours. Der Prado schaffte es, mit 31 Gemälden zwei Drittel des Gesamtwerks nach Madrid zu holen!

Hieronymus Bosch, Der Garten der Lüste, um 1490–1500, Mitteltafel: Lebensbrunnen (Madrid, Museo Nacional del Prado. Depósito de Patrimonio Nacional)

Hieronymus Bosch: Garten der Lüste & Versuchung

Die Ausstellung des Prado zum 500. Todestag des Meisters

Der Prado besitzt die größte und laut Selbstdefinition „beste“ Sammlung von Werken des Hieronymus Bosch, darunter das Triptychon „Der Garten der Lüste“, den „Heuwagen“ und die „Anbetung der Könige“.

Erwin Bohatsch, Ohne Titel, 2014, Acryl und Öl auf Leinwand, 200 x 250 cm (Albertina, Wien)

Erwin Bohatsch

Kleinformatige Zeichnungen, Monotypien und Aquarelle, meist Hochformate und zirka 63 x 44 Zentimeter groß, stehen im Zentrum der retrospektiv angelegten Überblicksschau von Erwin Bohatsch (* 1951). Hierbei handelt es sich um eine zweimalige Premiere, sowohl was die Erstpräsentation der Arbeiten auf Papier anlangt wie auch den retrospektiven Charakter der Ausstellung.

Aristide Maillol, Der Fluss, 1938–1943, Blei, 136,5 x 228,6 cm (Museum of Modern Art, New York)

Aristide Maillol

Moderner Bildhauer in klassischer Tradition

Aristide Maillols (1861–1944) Ruhm als Bildhauer basiert auf dessen radikaler Absage an die erzählerische, dekorative Plastik des späten 19. Jahrhunderts. Der Bildhauerei wandte sich der Franzose erst mit etwa 40 Jahren zu, davor war er in Paris zum Maler ausgebildet worden und hatte sich zehn Jahre als Kunsthandwerker betätigt.

Amedeo Modigliani, Akt auf einem blauen Kissen, 1917, Öl auf Leinwand, 65,4 x 100,9 cm (Chester Dale Collection, Washington National Gallery of Art, Washington, 1963.10.46)

Amedeo Modigliani

Der Maler und sein Umfeld in Paris

Amedeo Modigliani (1884─1920) gilt als künstlerischer Einzelgänger am Montmartre, wenn er auch in Cézanne seinen Leitstern erkannt und im Frühwerk künstlerische Berührungen mit Pablo Picasso und Constantin Brâncuşi hatte. Der Avantgardist liebte darüber hinaus die Malerei der italienischen, vor allem Florentiner Renaissance, woraus er Inspirationen für den Frauentypus mit „Schwanenhals und Mandelaugen“ ziehen konnte. Wenn Modigliani heute hauptsächlich für seine Frauenakte berühmt ist, so schuf er unzählige Porträts, 25 Skulpturen und vier Landschaften.

Theodor von Hörmann, Esparsettenfeld V, um 1893, Öl auf Leinwand, 38 × 53 cm (Privatbesitz, Schweiz; Courtesy Kunsthandel Giese & Schweiger, Wien)

Theodor von Hörmann. Impressionist aus Österreich

Von Paris zur Secession

Theodor von Hörmann (1840–1895) ist bekannt für farbenfrohe, atmosphärische Landschaftsbilder, Straßenszenen und Gartenansichten. Das Leopold Museum widmet dem „ersten Impressionisten nach französischem Vorbild in der österreichischen Kunst“ (Marianne Hussl-Hörmann) eine umfassende Retrospektive, in der sein Weg vom Realisten zum Impressionisten nachgezeichnet wird.

Alexander Kanoldt, Stilleben II/27,1927, Öl auf Leinwand, 61 × 50 cm, Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Philipps-Universität Marburg, Foto: © Bildarchiv Foto Marburg

Wie deutsch ist die Neue Sachlichkeit?

Agnes Tieze, Direktorin des Kunstforums Ostdeutsche Galerie Regensburg und Kuratorin von „Messerscharf und detailverliebt“, stellt 2015/16 weder Fragen nach stilistischen Gruppierungen noch Themenkreisen der Neuen Sachlichkeit, sondern möchte den Blick von den zentralen Kunstorten Berlin und Dresden weg und in den Osten der Weimarer Republik (heute: Polen), nach Österreich und in die Tschechoslowakei richten. Neben Dresden, wo Otto Dix an der Akademie unterrichtete, wird ein besonderes Augenmerk auf die Akademie in Breslau (heute: Wroclaw, Polen) gelegt, ergänzt durch österreichische und tschechoslowakische Künstlerinnen und Künstler.

Fiona Tan, Nellie (schreibend), 2013, Videoinstallation, Farbe, Stereosound, 3 min 9 sec, geloopt, Safety master, video projector, media player, amplifer, stereo speakers Dimensions variable Courtesy the artist and Frith Street Gallery, London © Foto: Fiona Tan.

Fiona Tan. Geografie der Zeit

Erinnerung auf Film gebannt

Fiona Tan vertrat 2009 die Niederlande auf der 53. Biennale von Venedig. Das Nationalmuseum in Oslo organisierte nun gemeinsam mit dem MUDAM in Luxemburg, dem MMK Museum für Moderne Kunst in Frankfurt und dem Tel Aviv Museum of Art eine international angelegte Ausstellungstournee und einen viersprachigen Ausstellungskatalog.

Ron Mueck, Man in a Boat, Detail von vorne (2000-2002), Ausstellungsansicht Theseustempel, Wien 2016, Installationsfoto: Alexandra Matzner.

Ron Mueck „Man in a Boat“ im Theseustempel

Ein Mann im Boot als Metapher für Leben und Tod

Ron Mueck ist weltberühmt für hyperrealistische Skulpturen, in denen er Ängste, ja „Archetypen“ (Anthony d’Offay) ausdrückt. Leicht unterlebensgroß sitzt ab nun ein nackter Mann in riesigem Boot im Theseustempel. Was mag er wohl sehen?

Wilhelm Lehmbruck, Kniende, 1911, Kneeling Woman, Bronze, 174,5 × 67,7 × 140 cm Privatbesitz.

Wilhelm Lehmbruck. Werk und Leben

Mit überlängten Proportionen und Vergeistigung zur expressionistischen Skulptur

Wilhelm Lehmbruck (1881–1919) wurde mit überschlanken, vergeistigten Figuren in strenger architektonischer Bauweise berühmt. Als erster europäischer Bildhauer ignorierte er die menschliche Proportion, um von einer idealisierten Bildhauerei zum affektgeladenen Leib zu gelangen. Damit eröffnete er dem Menschenbild in der Skulptur völlig neue Darstellungsmöglichkeiten. Gemeinsam mit dem Lehmbruck Museum in Duisburg stellt das Leopold Museum den Bildhauer in einer umfassenden Gesamtschau vor – und Hans-Peter Wipplinger bringt ihn erstmals in Beziehung zu Egon Schiele (1890–1918).

Christian Jankowski, Kurator Manifesta 11 anlässlich der Pressekonferenz am 29.9.2015 im Seebad Enge, Zürich Foto (c) Baumgartner

Künstlerliste der Manifesta 11

What People Do for Money: Some Joint Ventures

Die Künstler_innen-Liste der Manifesta 11 in Zürich ist veröffentlicht! Christian Jankowski lud 30 Künstler_innen ein, ihre Neuproduktionen gemeinsam mit Schweizer_innen unterschiedlichster Berufe zu entwickeln. In der historischen Ausstellung widmet er sich gemeinsam mit Francesca Gavin der Darstellung der Arbeitswelt und ihrer radikalen Veränderung in den letzten Jahren bzw. verspricht einen Einblick in die Kunstindustrie. Für Spannung ist gesorgt!

Berlinde De Bruyckere, Hommage to Zurbarán, 2016, Courtesy die Künstlerin und/the artist and Hauser & Wirth, Foto/Photo: Mirjam Devriendt.

Berlinde De Bruyckere über Missverständnisse, Körperarbeit und Material

im Gespräch mit Alexandra Matzner anlässlich ihrer Ausstellung im Leopold Museum

Alexandra Matzner: Ihre Ausstellung im Leopold Museum wird als Überblicksschau konzipiert und zeigt Werke der letzten zwanzig Jahre. Sie haben in älteren Interwies immer darauf verwiesen, dass Sie auf die Orte, wo ihre Arbeiten gezeigt werden, reagieren möchten. Geht diese Retrospektive im White-Cube des Museums mit Ihrer Idee zusammen?

Berlinde De Bruyckere: Es ist hier sogar noch komplexer, da ich die Einladung sehr spät erhalten habe. Wenn ich eingeladen werde, suche ich normalerweise die Räume auf und entwickle eigens dafür neue Arbeiten. Das Leopold Museum hat schöne, hohe Säle, die aber auch nicht die Struktur meiner Arbeiten stören. Ich möchte sie so belassen, wie sie sind. …

Anselm Kiefer, Margarethe, 1981, Öl, Acryl, Emulsion und Stroh auf Leinwand, 280 x 400 cm (The Doris and Donald Fisher Collection at the San Francisco Museum of Modern Art) © Anselm Kiefer / Foto: Ian Reeves.

Anselm Kiefer Retrospektive im Centre Pompidou

Von der NS-Vergangenheit zur Mystik

Anselm Kiefer (* März 1945) gehört zu den bekanntesten Künstlern der zeitgenössischen Kunstszene. Er beeindruck mit riesen Formaten, gigantischen Projekten wie das Gesamtkunstwerk in Barjac, der Künstler als Demiurge, als Schöpfer nicht nur seiner Welt.

Anselm Kiefer, Der unbekannte Maler, 1982–2013, Holzschnitt, Öl, Emulsion, Acryl und Schellack auf Papier, Collage auf Leinwand, 374 x 380 cm; Maginot, 1982–2013, Holzschnitt, Öl, Acryl und Schellack auf Papier, Collage auf Leinwand, 374 x 280 cm; Atlantik-Wall, 1982–2013, Holzschnitt, Öl, Emulsion, Acryl und Schellack auf Papier, Collage auf Leinwand, 374 x 330 cm (alle drei Privatsammlung), Installationsansicht „Anselm Kiefer. Die Holzschnitte“ in der Albertina 2016, Foto: Alexandra Matzner.

Anselm Kiefer. Die Holzschnitte

Monumentale Druckgrafiken in der Albertina

Erste Ausstellung mit Anselm Kiefers Holzschnitten, mehr übermalte Holzschnitt-Collagen in Riesenformaten. Die vielfach überarbeiteten Drucke zeigen alle wichtigen Themen aus Kiefers Werk: den Rhein, deutsche Geistesgrößen, nordische Mythologie, Sonnenblumen, die Verbindung des Einzelnen mit dem Universum. Zwei Holzschnitt-Bücher führen die Landschaften in gefaltete Panoramen über.