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Paris | Centre Pompidou: Paris Noir Künstlerischer Austausch und antikoloniale Kämpfe 1950-2000 | 2025

Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 21. Juni 2025

Von der Gründung der Zeitschrift „Présence africaine“ bis zur „Revue noire“ zeichnet die Ausstellung „Paris noir“ im Centre Pompidou die Präsenz und den Einfluss schwarzer Künstler:innen in Frankreich zwischen den 1950er und 2000er Jahren nach. Es werden 150 Künstler:innen aus Afrika, Amerika und der Karibik vorgestellt, deren Werke in Frankreich selten gezeigt wurden.

Paris Noir

Frankreich | Paris: Centre Pompidou, Galerie 1, Ebene 6
19.3. – 30.6.2025

Paris Noir im Centre Pompidou 2025

„Paris Noir“ bietet einen lebendigen Einblick in ein kosmopolitisches Paris, einen Ort des Widerstands und der Schöpfung, der eine große Bandbreite an Praktiken hervorgebracht hat, die von der Identitätswahrnehmung bis hin zur Suche nach transkulturellen plastischen Sprachen reichen. Von internationalen Abstraktionen bis hin zu afroatlantischen Abstraktionen, über Surrealismus und freie Figuration, offenbart diese historische Reise die Bedeutung afrikanischer Künstler:innen bei der Neudefinition der Modernität und Postmoderne. Die Ausstellung analysiert die Verbreitung, Netzwerke und Freundschaftsbande dunkelhäutigre Kunstschaffender und präsentiert sich in Form einer lebendigen und oftmals unveröffentlichten Kartografie von Paris.

Fünf speziell für die Ausstellung von Valérie John, Nathalie Leroy Fiévee, Jay Ramier und Shuck One geschaffene Installationen unterstreichen den Parcour, indem sie einen zeitgenössischen Blick auf diese Erinnerung werfen. Im Zentrum der Ausstellung greift eine kreisrunde Matrix das Motiv des schwarzen Atlantiks auf, eines zur Scheibe gewordenen Ozeans, einer Metonymie der Karibik und der „Ganzen Welt“, nach der Formel des martinikanischen Dichters Édouard Glissant als Metapher für den Pariser Raum.

Artikelserie zur Ausstellung "Paris Noir"

Gerard Sekoto, Selbstporträt, 1947 (The Kilbourn Collection - © Estate of Gerard Sekoto/Adagp, Paris, 2025 - Photo © Jacopo Salvi)

Paris Noir 1: „Paris wird schwarz – Eine andere Geschichte der Moderne“


Warum will Alicia Knock, Kuratorin der bahnbrechenden Ausstellung „Paris Noir. Circulations artistiques et luttes anticoloniales. 1950–2000“, eine andere Geschichte der Moderne erzählen?
Presence Africaine

Paris Noir 2: Eine Buchhandlung verändert die Welt – Présence Africaine und der Aufbruch der Négritude


Eine Buchhandlung als Zentrum von Paris Noir: Die Bedeutung von Présence Africaine kann nicht überschätzt werden!

Paris Noir 5: Ein Sprung ins Abstrakte – Licht, Jazz und Collagen


In den späten 1950er und 1960er Jahren formierte sich in Paris eine neue Sprache der Abstraktion – und afro-diasporische Künstler:innen prägten diese entscheidend mit.

Paris Noir 4: Totems, Träume und Tropen – Afro-atlantischer Surrealismus in Paris


Afro-atlantischer Surrealismus - und besonders Wifredo Lam!

Paris Noir 6: Revolutionäre Allianzen – Paris und die Welt in Bewegung


Weltweite Unabhängigkeitsbewegungen der 1960er und ihren Einfluss auf die Paris Noir.
Ausstellung "Paris Noir" im Centre Pompidou, 2025

Paris Noir 3: Poetische Weiten – Édouard Glissants Atlantik und das Tout-Monde


Philosophie von Édouard Glissant (1928–2011): Atlantique noir, Tout-Monde & La créolisation du monde

Paris Noir 7: Basslines der Befreiung – Schwarze Musik als Pariser Soundtrack


Schwarze Musik als Rückgrat Schwarzer Kultur in der französischen Hauptstadt, incl. Soundtrack-Empfehlung!

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