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Paris | Musée Jacquemart-André: Paul Signac Farbige Harmonien des „Apostels“ des Neoimpressionismus

Paul Signac, Saint-Tropez. Fontaine des Lices, 1895, Öl auf Leinwand, 65 x 81 cm (Privatsammlung)

Paul Signac, Saint-Tropez. Fontaine des Lices, 1895, Öl auf Leinwand, 65 x 81 cm (Privatsammlung) © photo Maurice Aeschimann

Paul Signac im Musée Jacquemart-André gibt einen aufschlussreichen Überblick zum Werk des französischen Malers, Aquarellisten und Tuschezeichners. Der Pionier des Pointillismus und „Hl. Petrus des Neoimpressionismus“ prägte die Avantgarde der 1880er und 1890er Jahre mit leuchtenden Landschaften und Seestücken. Rasch ließ er das Figurenbild hinter sich, um Claude Monet in den Süden zu folgen und sich ganz der Verbindung von Meer, Küste, Pinien und Wolken hinzugeben. Die Auseinandersetzung mit den „nebeligen“ Kompositionen William Turners bestärkte ihn, farbige Harmonien zu erschaffen. Mit großem Erfolg vertrat Paul Signac um 1900 den Neo-Impressionismus, sodass er viele Künstler – darunter Camille Pissarro, Maximilien Luce, Théo van Rysselberghe, Achille Laugé – als seine Mitstreitern gewinnen konnte. Die Befreiung der Farbe von ihrer beschreibenden Funktion zugunsten einer Farbharmonie zählt zweifellos zu den bedeutenden Überzeugungen, die seine Bilder vermitteln.

Post-Impressionismus – Signac und die neue Bewegung

Nach dem Besuch von Claude Monets erster Einzelausstellung beschloss Paul Signac 1880, Maler zu werden. Die Bewunderung, die er für seinen berühmten Vorgänger empfand, ist entscheidend für den jungen Autodidakten, der seine Karriere mit impressionistischen Skizzen und Bildern begann. Seine ersten Werke, darunter „Palette“, „Jardin public“ und „Saint-Briac. Le Béchet“, überzeugen bereits mit leuchtenden Farben.

1884 beteiligte sich Paul Signac an der Gründung der Société d‘Art Independents, vereint durch den Wunsch einen jährlichen Salon „ohne Jury oder Auszeichnung“ auszuloben. Bei dieser Gelegenheit freundete er sich mit Georges Seurat an, mit dem er sich gemeinsam für die Arbeit des Chemikers Eugène Chevreul zur Wahrnehmung von Farben interessierte. Im Winter 1885/86 nutzte Seurat als erster das Prinzip der Farbteilung, indem er kleine Farbtupfer auf seine Leinwand setzte. Er überließ es dem Auge des Betrachters, die optische Mischung von Tönen zu bewerkstelligen.

Paul Signac synthetisierte die Linien der Landschaft in seinen Leinwänden und übernahm diese neue Technik wie Camille Pissarro. Im Musée Jacquemart-André sind aus dieser Phase „Avant du Tub“ und „Saint-Briac. Die Leuchtfeuer. Opus 210“ zu sehen. Pissarro lernte er 1885 kennen; der Impressionist öffnete 1886 den jungen Künstlern die Türen der „Achten Impressionisten Ausstellung“. Im letzten Raum zusammengefasst, sorgten sie mit ihren Gemälden für den Bruch mit dem Impressionismus. Das Adjektiv „Neoimpressionist“ taucht im September 1886 aus der Feder des Kritikers Félix Fénéon auf. Das Prinzip der Teilung von Farbtönen verbreitet sich rasch – denn viele Maler konnten für den Stilwechsel gewonnen werden: Maximilien Luce, Henri-Edmond Cross, aber auch Théo van Rysselberghe, der einer der Hauptvertreter des Neoimpressionismus in Belgien wurde.

Signac, das Erblühen eines Stils

An den Ufern der Seine schuf Paul Signac eine erste Serie neoimpressionistischer Landschaften, darunter „Les Andelys. Untergehende Sonne“. Die pointillistische Farbteilungstechnik eignet sich jedoch kaum zum Üben im Freien, da mehrere Schritte erforderlich sind, um ein Vermischen der Pigmente zu vermeiden. Der Künstler, der sich die impressionistische Sensibilität seiner Anfänge bewahrt hat, musste daher nach dem Naturstudium mehr tun, bevor er die endgültige Komposition im Atelier entwickelte. Diese vorbereitenden Arbeiten für Landschaften (Concarneau) oder Szenen aus dem zeitgenössischen Leben („La Salle à manger “) zeigen einen freien und direkten Ansatz, welcher der Entwicklung überlegterer Kompositionen im Atelier vorausgeht.

Nachdem er die bretonische Küste und die Ufer der Seine ausgiebig erkundet hatte, entdeckte Paul Signac 1892 den Hafen von Saint-Tropez. Für den Maler bedeutete dies eine Offenbarung, wie die chromatische Skala des Sonnenuntergangs über der Stadt zeigt (Studie). In den folgenden fünf Jahren widmete Signac seine Arbeit ausschließlich Saint-Tropez mit unterschiedlichen Gesichtspunkten und Effekten.
1893 begann Signac eine ehrgeizige dekorative und philosophische Komposition, um sein Leben am Mittelmeer zu feiern: „Au temps d´harmonie“ Zu dieser Zeit entwickelte er seine Technik weiter und bemühte sich, der Farbe immer mehr Wirkung zu verleihen, darunter „Saint-Tropez. Après l’orage“ und „Saint-Tropez. Fontaine des Lices“

1897 nahm Signac seine Reisen wieder auf und widmete dem Mont-Saint-Michel eine Reihe von Gemälden. Obwohl die Komposition im Wesentlichen gleichbleibt, variiert der Farbbereich von Leinwand zu Leinwand in Abhängigkeit von den in Mont-Saint-Michel beobachteten Lichteffekten. So erscheint in „Mont-Saint-Michel. Brume et soleil“ die berühmte Insel in einem zarten rosa Monochrom.

Avantgardist mit vielen Facetten

Neben seiner künstlerischen Praxis setzte sich Paul Signac erfolgreich für die Verbreitung der neuartigen Maltechnik und die Farbteilung ein. Thadée Natanson, Gründer der „Revue Blanche“, verlieh ihm deshalb den Spitznamen „Hl. Paulus des Neoimpressionismus“. Als Ausstellungsleiter, insbesondere im „Salon des Artistes Indépendants“, der bald zur Plattform der Bewegung wurde, übte Signac einen entscheidenden Einfluss auf die Pariser Kunstszene aus. Mit enthusiastischem Temperament teilt er bereitwillig sein Wissen über die Grundlagen der Farbteilung und des Farbkontrasts.

Die erste Generation neoimpressionistischer Maler umfasste Künstler mit manchmal unterschiedlichen Zielen. Camille Pissarro war der erste, der in seinen Landschaftsbildern wie „La Briqueterie Delafolie“ oder „Le Troupeau de Moutons à Éragny“ den Farbauftrag von Georges Seurat aufnahm. Aber er war auch der erste, der ihn um 1890 wieder aufgab, wahrscheinlich unter dem Druck seines Händlers Paul Durand-Ruel, Verfechter des Impressionismus.

Über diesen harten Kern hinaus schlossen sich andere Künstler der neoimpressionistischen Bewegung an. Louis Hayet bot seine eigenen chromatischen Atlanten an, die dem Grau im „Au-Café“ einen Ehrenplatz einräumten. Achille Laugé, der in seiner Heimatregion im Südwesten Frankreichs isoliert lebte, entwickelte ebenfalls eine persönliche Interpretation, deren Farbteilung in „L’Arbre en fleur“ ein lebendiges Beispiel ist.

Künstler in Aufruhr

Im März 1887 kaufte Paul Signac, der auch Sammler war, ein Gemälde von Maximilien Luce im „Salon des Indépendants“. Es war der Beginn einer tiefen Freundschaft, und Signac führte Luce in die Gesetze der Farbteilung ein. Ihre Komplizenschaft war aber nicht nur eine künstlerische, sondern auch eine politische: Beide Maler teilten die gleichen anarchistischen Überzeugungen. Sie waren treue Leser der Zeitung „La Révolte“, in der Signac 1891 einen Text veröffentlichte. Darin argumentierte Signac, dass die revolutionärsten Künstler diejenigen wären, welche eine neue Sprache erfinden würden.

Maximilien Luce widmete sich vor allem Szenen aus dem Alltag der „kleinen“ Pariser wie im „Café Le“. Während seiner Aufenthalte in Belgien entdeckte er fasziniert das Universum der Eisen- und Stahlindustrie und schuf außergewöhnliche Gemälde wie „L’Aciérie“. Eine Inspirationsquelle für Luce in Belgien war die Heimat von Georges Lemmen. Als Mitglied der Gruppe „Les XX“, eines 1883 in Brüssel gegründeten Avantgarde-Kreises, stellte er gleichzeitig bei den „Indépendents“ in Paris aus und wurde einer der belgischen Anhänger von Seurats Theorien. „La Promenade au bord de la mer [Die Promenade au bord de la mer]“ ist eines seiner bemerkenswerten frühen Werke, bevor er sich um 1895 der Kunst des Nabis annäherte.

Georges Lacombe erprobte ebenfalls kurz die neoimpressionistische Technik, ohne jedoch die wissenschaftlichen Regeln der Farbteilung einzuhalten. Wie die „Baie de Saint-Jean-de-Luz [Bucht von Saint-Jean-de-Luz]“ zeigt, behielt er besonders die nebeneinander angeordneten Farben bei. Der Neoimpressionismus war für ihn auch eine vorübergehende Erfahrung, die den Weg für eine persönliche Erforschung der Ressourcen der Farbe ebnete.

Künstlerfreundschaften

Angetrieben von einem großen Gefühl der Freundschaft umgab sich Paul Signac mit Künstlern, mit denen er feste Kameradschaften entwickelte. So begrüßte er ab 1892 seinen Freund Luce in Saint-Tropez, den der kleine Hafen der Var wiederum überzeugte. Der Kantor der Arbeiterwelt schöpfte daraus Kompositionen, die ebenso leuchtend wie harmonisch sind und von populären Charakteren bewohnt werden. Als er Mitte der 1890er Jahre zu einem traditionelleren Stil zurückkehrte, wurde seine Freundschaft mit Signac nicht beeinträchtigt.

Henri-Edmond Cross von 1891 bis zu seinem Tod im Jahr 1910 am Neoimpressionismus fest. Er wurde ein Vertrauter von Signac und nahm in gewisser Weise den Platz ein, der nach dem Tod von Seurat im März 1891 leer geblieben war. Cross entwickelte sich zu einer der Hauptfiguren der Bewegung. Der Austausch zwischen den beiden Künstlern war entscheidend für die Ausarbeitung von „D‘Eugène Delacroix au néo-impressionnisme [Von Eugène Delacroix zum Neoimpressionismus]“ von 1899, der theoretischen Abhandlung Signacs. Cross war sehr inspiriert durch die Landschaften des Südens, wo er sich 1891 niederließ. Henri Edmond Cross verwendete in seinen Leinwänden reine Farben, die er mit großem Gespür für Nuancen positionierte.

Théo van Rysselberghe führte den gemeinsamen Kampf mit Signac in den „Salons des XX“ und dann in „La Libre Esthétique“. Van Rysselberghe, der vor allem für sein Talent als Porträtmaler bekannt ist, zeichnet sich auch durch Landschaften aus und zeigte bemerkenswerte Möglichkeiten zu Synthese, die oft vom Japonismus geprägt war. Belgien gilt aufgrund seines bestimmenden Einflusses als zweite Heimat des Neoimpressionismus.

Signac und die Verführung des Aquarells

Als Paul Signac 1892 Saint-Tropez entdeckte, malte er seine ersten Aquarelle. Diese Technik nahm in seiner Arbeit einen immer größeren Platz ein. Das Aquarell ermöglichte ihm, Dokumentationen über das Motiv zu entwickeln, die ihm dann im Atelier nützlich wurden. Signac, der die Natur besonders liebte, erhielt mit der Wasserfarbe neuerlich die Möglichkeiten, Landschaftsmotive zu überprüfen. Er produziert daher unabhängige Aquarelle von seltener Meisterschaft und Zartheit und betrachtete sie als vollendete Werke, die er als solche auch ausstellte. Signac variierte die Formate und Papiere. Er bemalte gerne raffinierte Fächer in schillernden oder extravaganten Farben.

Paul Signac erstellte einen eigenen Katalog, in dem er „Porträts“ seiner Gemälde festhielt, begleitet von Titel, Datum und Ort. Er reproduzierte seine Kompositionen in Aquarell, bevor er sie in Tinte wieder aufnahm.

Signac, auf der Suche nach neuen Mustern

Um die Jahrhundertwende wurde Signac eine bedeutende Persönlichkeit der Pariser Kunstszene. Mehrere Galerien widmeten ihm 1902, 1904 und 1907 Einzelausstellungen. Signac feierte auch internationale Erfolge und seine Werke werden regelmäßig in Brüssel, Wien, Deutschland und Indien präsentiert.

Da er schon immer viel gereist war, setzte Paul Signac seine Suche nach neuen Motiven fort. Als Maler von Wasser, Farbe und Licht besuchte er die großen europäischen Häfen. In erster Linie inspirierte ihn Venedig, wo er sich 1904 und 1908 aufhielt. Die Serenissima hielt er in polychromen Kompositionen fest, einschließlich der Blendung, der Regenbögen, wo die Farben des Prismas wie in prächtigen Blumensträußen organisiert sind.

Gleichzeitig bereicherte Paul Signac seine grafische Arbeit, wobei der Künstler seine Ansätze und Techniken variierte. Ab 1907 produzierte er große chinesische Tusche wie „Le Pont Royal. Inondations [Le Pont Royal. Überschwemmungen]“. Echte vorbereitende Kartons, die nach der Tradition der klassischen Malerei ausgeführt wurden, waren ein Auftakt für die Entwicklung seiner Gemälde. Paul Signac war einerseits ein Verfechter der Farbe und schätzt andererseits den Kontrast von Schwarz und Weiß.

Wenn er an dem Motiv arbeitete, bevorzugte der Künstler Aquarell, was er seit 1892 gewissenhaft praktizierte und die einen wachsenden Platz in seiner Arbeit einnahm. Paul Signacs letztes großes Projekt ist die Serie „Ports de France [Häfen von Frankreich]“, in der er mehr als 200 Aquarelle aus 100 Häfen zusammenfasste. Dank dieses faszinierenden Berichts von 1929 bis 1931 können wir ihm auch heute noch Tag für Tag an die Ufer folgen, von Sète bis Menton und von Dünkirchen bis Concarneau.

Signac, die Befreiung der Farbe

Ab 1895 entwickelte Signac seine Kunst in Richtung einer Farbfreisetzung, die sich immer deutlicher aus dem beobachteten Motiv ergab. Inspiriert durch das Beispiel von William Turner, dessen Werke er 1898 während einer Reise nach London entdeckte, setzte der Künstler seine Suche fort:

„Man muss frei von jeglicher Vorstellung von Nachahmung und Nachahmung sein, und […] Man muss Farben kreieren“, notiert er in sein Tagebuch.

Der Künstler entfernte sich daher allmählich vom Naturalismus und verfolgte stattdessen zwei komplementäre Ansätze bei der Komposition seiner Werke. Die erste besteht darin, eine dominante Farbe zu wählen, um die Leinwand zu strukturieren und die in einer Vielzahl von Farben erhalten ist. Die Arbeiten, die Paul Signac mit dieser Technik ausführte, sind wie „Antibes“ eher monochrom. Das Musée Jacquemart—André versammelt im letzten Raum der Ausstellung „Morgen“, „Marseille. Der alte Hafen“ und „Avignon. Morgen“, die von einer rosa Harmonie bestimmt wird, die an Morgenlicht erinnert.

Umgekehrt malte Signac gerne andere Leinwände in gewagter Farbzusammenstellung. In diesen Werken befreite der Maler die Farbe von der Realität. Die Vorstellungskraft des Malers und die Organisation der Formen unterliegen einem strengen Gleichgewicht, das von der klassischen Landschaft inspiriert ist. Die Komposition von „Sainte-Anne (Saint-Tropez)“ und „Juan-les-Pins. Soir“ (erste Version) erfüllen somit die gleichen Symmetrieanforderungen.

Der Erste Weltkrieg brachte diese Dynamik abrupt zum Erliegen. Als überzeugter Pazifist war Signac von den Ereignissen zutiefst deprimiert und seine Produktion verlangsamt sich drastisch. Nach dem Krieg nahm der Künstler seine Aktivitäten im „Salon des Indépendants“ wieder auf und durchquerte Frankreich am Steuer seines Automobils auf der ständigen Suche nach neuen Motiven.

Paul Signac im Musée Jacquemart-André: Bilder

  • Paul Signac, Palette. Park, Öl auf Palette des Künstlers, 1882/83, 32 x 23,5 cm (Privatsammlung)
  • Paul Signac, Avant du Tub. Opus 176, 1888, Öl/Lw, 45 x 65 cm (Privatsammlung)
  • Paul Signac, Les Andelys. Soleil couchant, 1886, Öl/Lw, 32,8 x 46,1 cm (Privatsammlung)
  • Paul Signac, Saint-Tropez. Après l’orage, 1895, Öl/Lw, 65 x 81 cm (Privatsammlung)
  • Paul Signac, Antibes, 1910, Aquarell, Tusche, 32 x 44,2 cm (Privatsammlung)
  • Paul Signac, Avignon. Morgen (Papstpalast), 1909, Aquarell, Tusche, 21 x 26 cm (Privatsammlung)
  • Paul Signac, Avignon. Morgen, 1909, Öl-Lw, 73,5 x 92 cm (Privatsammlung)
  • Paul Signac, Regenbogen, Venedig, 1905, Öl-Lw, 73,7 x 92,3 cm (Privatsammlung)
  • Paul Signac, Nizza, 2. Mai 1931, Aquarell, Kohle, 27,3 x 43,2 cm (Privatsammlung)
  • Paul Signac, Juan-les-Pins. Soir, 1914, Tusche, 72,3 x 90,1 cm (Privatsammlung)
  • Paul Signac, Juan-les-Pins. Soir (erste Version),1914, Huile sur toile, 73,5 x 92,5 cm (Privatsammlung)
  • Camille Pissarro, La Briqueterie Delafolie à Éragny, 1886–1888, Öl-Lw, 55 x 72 cm (Privatsammlung)
  • Achille Laugé, L’Arbre en fleur [Blühender Baum], 1893, Öl-Lw, 59,4 x 49,2 cm (Privatsammlung)
  • Georges Lacombe, Bucht von Saint-Jean de Luz (Küste von Sainte-Barbe), 1902–1904, Öl-Lw, 50 x 61 cm (Privatsammlung)
  • Maximilien Luce, L’Aciérie, 1899, Öl-Lw, 92 x 73,3 cm (Privatsammlung)
  • Henri-Edmond Cross, Plätscherndes Meer [La Mer clapotante], um 1902–1905, Öl-Lw, 59 x 82 cm (Privatsammlung)
  • Henri-Edmond Cross, Landschaft mit dem Cap Nègre, Juni-November 1906, Öl-Lw, 90,3 x 116,9 cm (Privatsammlung)
  • Théo van Rysselberghe, Die Mühle von Kalf in Knokke, 1894, Öl-Lw, 80 x 68,5 cm (Privatsammlung)
  • Signac an Bord der Olympia, 1895 © Archiv Signac, Paris

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