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Philadelphia | Barnes Foundation: Suzanne Valadon Malerin der Moderne als Modell, Künstlerin und Rebellin

Suzanne Valadon, Akt auf einem Sofa sitzend, Detail, 1916 (The Weisman & Michel Collection)

Suzanne Valadon, Akt auf einem Sofa sitzend, Detail, 1916 (The Weisman & Michel Collection)

Die erste Ausstellung über Suzanne Valadon (geb. Marie-Clementine Valadon, 1865–1938) in den USA stellt die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Künstlerin als Künstlermodell, Malerin und Rebellin vor. Von Valadons Kindheit, die von Armut und Vernachlässigung geprägt war, bis hin zu einer Karriere als populäres Künstlermodell, die französische Künstlerin trotzte dem durch ihre Geburt vorgezeichneten Weg.

Suzanne Valadon wurde eine erfolgreiche Malerin und unterwanderte gesellschaftliche Erwartungen, um ihre Unabhängigkeit zu behaupten. Als erste Autodidaktin, die auf dem „Salon de la Nationale des Beaux-Arts“ ausstellte, forderte sie mit ihrer Kunst und ihrem Lebensstil die Vorstellung ihrer Zeit heraus und schlug neue Pfade mit ihren ungeschönten Porträts und Akten ein.

Suzanne Valadon in der Barnes Foundation

Die Ausstellung in der Barnes Foundation im Herbst/Winter 2021/22 befasst sich mit Valadons reichem Beitrag zur Kunstwelt des frühen 20. Jahrhunderts. Gleichzeitig hinterfragt sie auch die Künstlerin in ihrer Karriere, ihren Geschäftsbeziehungen und Marketingstrategien. Konfrontativ und witzig thematisieren ihre Arbeiten Themen, die bis heute provokativ bleiben: weibliches Verlangen, die Konflikte von Ehe und Mutterschaft sowie die Erfahrung einer Frau mit ihrer eigenen Körperlichkeit.

Suzanne Valadon in der Barnes Foundation: Bilder

  • Suzanne Valadon, Akt auf einem Sofa sitzend, 1916 (The Weisman & Michel Collection)

Aktuelle Ausstellungen

19. September 2021
Hermann Carl Eduard Biewend, Ich und mein Luischen, Detail, 1851, kolorierte Daguerreotypie (Private Sammlung © Collection H. G.)

Schweinfurt | Museum Georg Schäfer: Frühe Jahre der Fotografie Neue Wahrheit? Kleine Wunder!

Erste Präsentation einer britischen Privatsammlung zu Louis Daguerre, Daguerreotypien aus EU & USA, Karikaturen, Stereofotografie, Porträts und einer seltenen Ambrotypie.
19. September 2021
Berthe Morisot, Junge Frau auf dem Sofa [Jeune Femme au Divan], Detail, 1885, Öl/Lw, 61 x 50.2 cm (Tate, London; Bequeathed by the Hon. Mrs A.E. Pleydell-Bouverie through the Friends of the Tate Gallery 1968, Photo ©Tate)

Riehen b. Basel | Beyeler: Close Up. Berthe Morisot bis Elizabeth Peyton

Die Ausstellung zeigt Werke von Künstlerinnen, deren Schaffen herausragende Positionen innerhalb der Geschichte der Moderne seit 1870 bis heute darstellen. Es ist der Zeitraum, zu dessen Beginn es Künstlerinnen in Europa und Amerika erstmals möglich wurde, auf breiter Basis professionell tätig zu sein.
18. September 2021
Alicja Kwade, Selbstporträt, 2020, Courtesy of the artist; KÖNIG GALERIE, Berlin/ London/ Seoul/ Decentraland, Foto: Roman März

Berlin | Berlinische Galerie: Alicja Kwade. In Abwesenheit

Alicja Kwade (* 1979) erarbeitet 2021 eine ortsspezifische Installation in der ersten großen Ausstellungshalle der Berlinischen Galerie.