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Prado: Sofonisba Anguissola und Lavinia Fontana Renaissance-Malerinnen aus Cremona und Bologna

Sofonisba Anguissola, Porträt von Königin Anne von Österreich, Detail, 1573, Öl/Lw, 86 x 67,5 cm (Madrid, Museo Nacional del Prado)

Sofonisba Anguissola, Porträt von Königin Anne von Österreich, Detail, 1573, Öl/Lw, 86 x 67,5 cm (Madrid, Museo Nacional del Prado)

Sofonisba Anguissola (um 1535–1625) und Lavinia Fontana (1552–1614) sind zwei der herausragendsten Malerinnen der Renaissance. Mit insgesamt 60 Werken präsentiert der Prado erstmals die wichtigsten Gemälde von Sofonisba Anguissola und Lavinia Fontana. Beide konnten sich von den vorherrschenden Stereotypen der Frauen in Bezug auf die künstlerische Praxis und der tief verwurzelten Skepsis gegenüber den kreativen und künstlerischen Fähigkeiten von Frauen lösen. Für und trotz ihres Status als Frauen erreichten beide Künstlerinnen Anerkennung und Bekanntheit bei ihren Zeitgenossen.

Der Prado zeigt Werke von Anguissola und Fontana, deren künstlerische Arbeit in den letzten dreißig Jahren erneut das Interesse von Fachleuten und der breiten Öffentlichkeit geweckt haben.

Kuratiert von Leticia Ruiz, Abteilungsleiterin Spanische Renaissancemalerei am Museo del Prado.

 

 

Prado. Sofonisba Anguissola und Lavinia Fontana: Bilder

  • Sofonisba Anguissola, Porträt von Königin Anne von Österreich, 1573, Öl/Lw, 86 x 67,5 cm (Madrid, Museo Nacional del Prado)

Beiträge zur Renaissance-Kunst

10. Mai 2019
Jan van Eyck, Der Genter Altar, Außentafeln: Verkündigung, Verkündigungsengel, Detail, um 1430–1431 (©www.lukasweb.be - Art in Flanders vzw, foto Hugo Maertens)

Gent: Jan van Eyck. Eine optische Revolution Pionier der Renaissance in Burgund

Gent bereitet 2020 die größte Ausstellung zu Jan van Eyck (um 1390-1441) vor. Van Eycks unvergleichliche Technik und Beobachtungsgabe revolutionierten die Ölmalerei, die einer optischen Revolution gleichkam. Rund um die Restaurierung der Außentafeln des Genter Altars - „Der Anbetung des Lamm Gottes“ - werden Werke seiner begabtesten Zeitgenossen aus Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien gezeigt.
4. Mai 2019
Greco, Aufnahme Mariens in den Himmel, Detail, 1577–1579, Öl/Lw, 403,2 x 211,8 cm (Chicago, The Art Institute of Chicago / Photo © Art Institute of Chicago)

Paris | Grand Palais: El Greco Spanischer Maler des Manierismus zum ersten Mal in Frankreich ausgestellt

Ziel der Ausstellung, die gemeinsam mit dem Louvre und dem Art Institute of Chicago entwickelt wird, ist, den Werdegang des Malers vorzustellen. Es lässt sich von einer beeindruckenden Wandlung des Malers an den Anfängen seiner Karriere sprechen, die ihn von der Ikone bis zu seiner künstlerischen Bindung an die venezianische und römische Renaissance-Malerei führte.
4. Mai 2019
Hans Baldung Grien, Zwei Hexen, Detail, 1523 (© Städel Museum – ARTOTHEK)

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe: Hans Baldung Grien Große Landesausstellung Baden-Württemberg zeigt den Maler als „heilig | unheilig“

Hans Baldung, genannt Grien (1484/85–1545), war einer der außergewöhnlichsten Maler des frühen 16. Jahrhunderts. Er arbeitete in der Werkstatt von Albrecht Dürer, schuf den Marienaltar i Freiburger Münster und lebte in Straßburg. Die Große Landesausstellung Baden-Württemberg zeigt den Renaissance-Maler als „heilig | unheilig“, als Schöpfer religiöser Altarbilder aber auch freizügiger Akte und Hexendarstellungen.

Aktuelle Ausstellungen

24. Mai 2019
Richard Anuszkiewicz, Untitled, 1961

mumok: Vertigo. Op Art und eine Geschichte des Schwindels 1520–1970 Die Welt als Labyrinth von Manierismus bis Neoavantgarde

Unter den bahnbrechenden Kunstströmungen der 1960er Jahre wurden der Op Art und der kinetischen Kunst bislang die geringste Aufmerksamkeit zuteil. Häufig wurden sie als zu spektakulär und daher oberflächlich deklassiert. Zu Unrecht, denn Op Art und kinetische Kunst schärfen das Bewusstsein für die Ambivalenz der Wirklichkeit. Sie führen buchstäblich vor Augen, dass die Wahrnehmung nicht objektiv, sondern von volatilen Parametern wie Kontext und Betrachter_in abhängig ist – mit allen erkenntnistheoretischen Konsequenzen.
20. Mai 2019
Edmund Kalb, Selbstbildnis, Detail, 1930 (© Privatbesitz Foto: Archiv Sagmeister, © Rudolf Sagmeister/Kunsthaus Bregenz)

Wien | Leopold Museum: Edmund Kalb Selbstporträts sind Gedankenbilder

Edmund Kalb (1900–1952) studierte an der Kunstakademie München, kehrte dann nach Dornbirn (Vorarlberg) zurück und schuf über 1.000 Selbstporträts!
16. Mai 2019
Hermann Nitsch, Schüttbild, Detail, 2011, Acryl auf Jute © Hermann Nitsch

Hermann Nitsch in der Albertina Ausstellung „Räume aus Farbe“ zeigt Nitschs Schüttbilder von den 1960ern bis heute

Hermann Nitsch (* 1938) zählt zu den umstrittensten Künstlern Österreichs und den wichtigen Wiener Aktionisten. Die Albertina zeigt erstmals einen Überblick über Nitsch's Schüttbilder seit den 60ern.
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.