Raffael

Wer war Raffael?

Raffaello Sanzio da Urbino, genannt Raffael (1483–1520, auch: Raphael, Raffaello Santi, Raffaello Sanzio) gehört zu den wichtigsten Künstlern der europäischen Kunstgeschichte. Der 1483 in Urbino als Sohn eines Malers geborene Künstler, dürfte in Perugia bei Pietro Perugino ausgebildet worden sein. Er machte sich ab 1504 in Florenz einen Namen als Schöpfer von schönen Madonnen, der die ältere Generation – Leonardo, Michelangelo, Fra Bartolommeo, Donatello – beerbte. Ab der zweiten Jahreshälfte 1508 in Rom stieg Raffael schnell zum wichtigsten Künstlers des Kirchenstaates auf. Sein Fresko „Disputa“ in der Stanza della Segnatura entstand im Wettbewerb mit Michelangelos Deckenfresken der Sixtina – und wurde aufgrund seiner Farbigkeit gepriesen. Spätestens ab 1513 hatte Raffael eine alles bestimmende Position als Maler, Architekt, Kunstsachverständiger für Antiken, Denkmalpfleger inne. Gleichzeitig beschäftigte er sich mit dem Ausmalen der päpstlichen Gemächer (Stanzen und Loggia) und er freskierte für Agostino Chigi sowohl die Villa Farnesina wie auch zwei Familienkapellen in Rom (S. Maria del Popolo, S. Maria della Pace). Auch als Porträtist und immer wieder als Maler von Madonnen erarbeitete er sich internationalen Ruf. Mit nur 37 Jahren verstarb Raffael 1520 an einem Fieber. Sein letztes Gemälde, die „Transfiguration“, wurde kurz über seinem Grab im Pantheon aufgestellt.

 

 

Raffael - Leonardo und Michelangelo

Der italienische Maler, Zeichner und Architekt bildet gemeinsam mit Leonardo da Vinci (1452–1519) und Michelangelo Buonarroti (1475–1564) das Dreigestirn der mittelitalienischen Hochrenaissance. Von den beiden älteren Künstlern lernte er viel: Von Leonardo übernahm Raffael ab etwa 1504 die Dreieckskomposition, die emotionale Verlebendigung der Madonna mit Kind sowie das typische Chiaroscuro. Michelangelo lehrte ihn körperliche Figuren im Kontrapost zu entwerfen, vor allem die Zeichnungen zu den Sixtina Fresken, zu denen sich Raffael mit Hilfe von Bramante unerlaubt zutritt verschaffte, lösten eine wahre Dynamisierung seiner Figuren aus. Raffael ging über Leonardo und Michelangelo hinaus, indem er einen neuen Figurentyp schuf, dessen rundes, sanftes Gesicht zwar die wichtigsten Affekte darstellen kann, in der Regel jedoch eine sublime Perfektion und Ernsthaftigkeit ausstrahlt. Während Michelangelo als das furchterregende Genie galt, war Raffael der sozial angepasste und ansehnliche Höfling mit perfekten Manieren und vorbildlich liebenswürdigen Umgangsformen. Das bekannte „Selbstbildnis“ (1506, Uffizien) zeigt ihn mit neuem Selbstvertrauen ausgestattet. 

Immer wieder wird in der Literatur betont, dass das gute Aussehen, die soziale Anpassungsfähigkeit, die gepflegten Umgangsformen dem aus Urbino stammenden Jungstar am Papsthof im Vatikan quasi die Herzen entgegenfliegen haben lassen. Und damit wird auch schon eine Differenz zu Michelangelo aufgemacht, der zwar als „Göttlicher Michelangelo“ apostrophiert aber für seine „terribilità“ gefürchtet wurde. Der sanften Natur des Malers scheinen auch die unzähligen Madonnenbilder zu entsprechen, in denen er, in die Fußstapfen Leonardos tretend, der Mutter-Kind-Beziehung große Bedeutung zumaß. Skizzenblätter zeigen mehrere Varianten, wie Mutter und Kind zueinander positioniert werden konnten. Die Intimität und Lebhaftigkeit der Darstellung steht dabei im spannungsreichen Bezug zur theologischen Aussage einer Gottesschau.

 

Von Urbino nach Florenz

Aus der Zeit in Umbrien datiert die Predella für die Pala Oddi (1503), die Raffael für die Cappella Oddi in San Francesco in Perugia malte. Die Marienkrönung im Altarbild wird durch Verkündigung, Anbetung der Könige und Darbringung Jesu im Tempel in der Predella ergänzt. In diesen Werken ist Raffael noch so stark von Perugino beeinflusst, dass Vasari sogar eine Verwechslung der Hände für möglich gehalten hat. Erst der Umzug des Künstlers nach Florenz 1504 ermöglichte Raffael, sich an den Meistern der Hochrenaissance zu schulen und direkt von ihren Werken zu lernen.

Neben einer Kopie nach Leonardo da Vincis nicht erhaltenen „Leda“-Zeichnung von Raffael sind vor allem Zeichnungen für die berühmte „Grablegung“ (Galleria Borghese, Rom), die für Perugia bestimmt war. Das erste Blatt zeigt noch eine Beweinung, wobei Christus im Schoß von Maria liegt. Relativ rasch entschied sich Raffael jedoch, eine Grablegung darstellen zu wollen und studierte das Tragemotiv, das der Pietà eine deutlich erzählerischere Wendung gab. Die Predella der Tafel mit den Grisaille-Personifikationen von Spes, Caritas und Fides (Musei Vaticani, Vatikan) ist u.a. durch die Albertina-Zeichnung der „Caritas“ vorbereitet worden. Wo der gemalte Tondo bereits in die Verallgemeinerung geht, ist die Zeichnung noch spontan, was in der Vergangenheit dazu geführt hat, sie später zu datieren.

Im März 1608 raubten Unbekannte Raffaels frühes Altargemälde „Grablegung Christi“ (1507) und schafften die Tafel von Perugia nach Rom. Kardinal Scipione Borghese war Auftraggeber der nächtlichen Aktion und damit bemüht gleichermaßen den eigenen Glanz wie auch jenen des Kirchenstaates durch seinen Kunstbesitz zu mehren. Was in Perugia als Diebstahl galt, hatte Scipiones Onkel, niemand geringerer als Papst Paul V. (1605–1621), im Nachhinein kurzerhand für rechtens befunden. Bis heute befeindet sich das Altarblatt in der Galleria Borghese in Rom, während die Predellen nach dem Raub Napoleons in den Vatikanischen Museen in Rom verblieben.

Wirklich berühmt wird Raffael in der Florentiner Zeit für seine Madonnen-Darstellungen wie die „Heilige Familie mit dem Lamm“ (1507 datiert, Museo Nacional del Prado, Madrid), die „Madonna Esterházy“ (Szépmu˝vészeti Múzeum, Budapest), die „Madonna mit Kind“ (Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin) oder die im KHM ausgestellte „Madonna mit Kind und dem Johannesknaben“ (1506, Kunsthistorisches Museum, Wien). Varianten- und einfallsreich kombiniert Raffael das beliebte Bildthema während seiner ganzen Schaffenszeit immer wieder durch. Skizzenblätter zeigen den „realistischen“ Zugang, der während des Arbeitsprozesses einer Klärung und Idealisierung unterzogen wurde. Die unvollendete „Madonna Esterházy“ hat eine unmittelbaren Vorzeichnung, die Spuren der Übertragung auf die Tafel zeigt.

Kleinformatige „Juwelen“ des jungen Raffael sind auch seine Darstellungen des „Hl. Georg den Drachen besiegend“ (um 1504/05, Louvre) sowie „Traum des Scipio Africanus d. Ä.“ (um 1504, The National Gallery, London). Vor allem der „Hl. Georg“ ist ein Exempel für Raffaels inzwischen gewachsenes Verständnis für Dynamik und Expressivität im Bild. Damit entfernte er sich bereits deutlich von seiner künstlerischen Herkunft (Perugino) und zeigte sich als lernwilliger Schüler Leonardos.

 

Zeichnen als Nachdenkprozess

Beachtenswert ist die komplexe Arbeitsmethode Raffaels. Zeichnen bedeutete für Raffael Nachdenken und Ölgemälde bzw. Fresken vorzubereiten. Die manchmal spontan, manchmal konzise ausgeführten Blätter lassen auf einen langwierigen Entstehungsprozess der Werke rückschließen. Meist, so Gnann, begann Raffael mit einer spontanen Bildidee, die er schnell auf ein Blatt Papier warf. Dann durchlief diese Idee verschiedene Stadien, bis zum Schluss ein Karton die endgültige Komposition festlegte. Dazwischen studierte Raffael einzelne Figuren oder Figurengruppen, um Haltungen, Gebärden und das Zueinander der Figuren zu klären. Mit Hilfe von Aktstudien vergewisserte er sich der Spannung im Körper, ausgedrückt durch Muskeln und Sehnen. Draperiestudien hingegen thematisieren den Fall der Gewänder – aber vor allem das Spiel mit Licht und Schatten in den Faltentälern. Detailstudien von Händen und Köpfen (z.B. für die „Transfiguration“) können auch noch während der Arbeit am Ölgemälde entstanden sein, um einmal mehr das Minenspiel, die Beleuchtung, die Gestik durchzudeklinieren.

Raffaels Zeichnungen entstehen also in seiner Werkstattpraxis nicht als autonome Kunstwerke, sondern haben eine dienende Funktion. Damit steht der Mittelitaliener in deutlichem Kontrast zu Albrecht Dürer, dessen ausformulierte Naturstudien – etwa das „Rasenstück“ – in keinen Gemälden „Verwertung“ fanden.

 

Raffael in Rom

Die römische Phase ist vor allem von Freskomalerei geprägt. Julius II. beauftragte Raffael mit der Ausstattung der Stanzen, da er selbst die wenige Jahre zuvor von Pinturicchio ausgemalten Räume für Alexander VI. nicht goutierte. Bis zu seinem Lebensende sollte sich Raffael, anfangs für Julius II. und später für Papst Leo X., mit der Ausstattung der päpstlichen Gemächer beschäftigen. Die „Disputa“, das erste von Raffael ausgeführte Fresko in Rom, ist mit fast zwanzig Zeichnungen am besten dokumentiert. Hier lassen sich die oben beschriebenen Schritte von der ersten Idee über Detail- und Draperiestudien am eindrücklichsten nachvollziehen. Für die zweitelige Komposition ließ sich das junge Talent von Fra Bartolommeos Fresko des „Jüngsten Gerichts“ (1498/99) in Florenz inspirieren. In der Albertina sind Studien für jeweils eine Hälfte der symmetrischen Komposition chronologisch geordnet. Die Draperiestudien - einige davon erstauntlich expressiv (!) - wurden mit Hilfe von in Gips getränkten Kleindungsstücken am Ende des Entwurfsprozesses angefertigt.

 

Raffael in den Stanzen

Neben Porträts, Altarbildern und den unzähligen Madonna-mit-Kind-Variationen sind die Freskenausstattungen in Rom die bedeutendsten Werke Raffaels. Ab Ende 1508 hielt sich der in Urbino als Sohn eines Malers geborene Raffael am päpstlichen Hof auf und arbeitete in der Stanza della Segnatura, genauer am Fresko der „Disputa“. Während der Ausmalung der Stanzen konnte sich Raffael nicht nur als erfindungsreicher Entwerfer von Historienbildern und Allegorien etablieren, sondern auch als Organisator souverän einen großen Mitarbeiterstab lenken. Diese Leichtigkeit der Erfindung ist in den Zeichnungen Raffaels spürbar, die gleichzeitig eine große Ernsthaftigkeit in der Durchdringung der Figurengruppen und ein detailgenaues Arbeiten verraten. Dennoch scheint sich der hochintelligente Maler nicht von seinen Kartons einschränken lassen zu haben, denn technische Untersuchungen zeigen, dass er auch noch im Prozess des Malens Veränderungen vornahm.

Nach der Stanza della Segnatura wurde ihm die Stanza d’Eliodoro und die Stanza dell’Incendio überantwortet, gefolgt vom Auftrag, die Loggien mit 52 Szenen aus der Heiligen Schrift auszustatten. Daneben porträtierte er seine Freunde und reiche Auftraggeber, schuf Altarbilder und arbeitete für Agostino Chigi in der Villa Farnesina, dekorierte aber auch die Familienkapellen in der Kirche S. Maria della Pace sowie S. Maria del Popolo. Über vier Jahrhunderte hinweg blieb Raffael und seine Kunst vorbildhaft für Generationen von Kunstschaffenden. An den Akademien gelehrt, und vor allem im 19. Jahrhundert von Johann Wolfgang von Goethe oder Jean-Auguste-Dominique Ingres (1780–1867) propagiert, galt Raffaels Kunst als Inbegriff der „Klassik“.

Dass dieses Urteil zu kurz greift, vermittelt der Karton für den Pferdekopf für die Stanza dell’Eliodoro. Die Kraft des Pferdes, seine geblähten Nüstern, die wallende Mähne wurden dreihundert Jahre später von Eugène Delacroix (1798–1863) aufgenommen und in dessen orientalischen Phantasien weitergeführt. In ausdrucksstarken Details wie diesen oder unzähligen figure serpentinate zeigt sich der Einfluss Michelangelos (vor allem die Ignudi und Sibyllen der Sixtina-Decke), der dem „klassisch ruhigen“ Raffael eine durchaus interessante Note abringt. Steigerung und auch dramatischer Endpunkt dieses Künstlerwettstreits ist die „Transfiguration“ (The National Gallery, London). Um sich gegen den von Michelangelo unterstützten Sebastiano del Piombo durchzusetzen, entwarf Raffael ein dramatisches Nachtstück (→ Michelangelo & Sebastiano del Piombo). Indem er die Transfiguration und die Heilung des besessenen Knaben miteinander verband, konnte er eine vielfigurige Szene entwerfen. Die Reaktionen der Apostel und Frauen auf das Wunder lässt sich an mannigfaltigen Gesten und reichem Minenspiel nachverfolgen: Minutiös studierte Raffael die Affekte und wie sie sich am Körper zeigen.

 

Raffael und Dürer

Ein denkwürdiges Kuriosum ist der Fall „Salomos Urteil“: Die von Raffael für die Decke der Stanza della Segnatura um 1510 geschaffene Komposition wurde kurzerhand in einen „Kindermord“ umgedeutet und umformuliert. Vasari berichtet, dass Raffaels Begeisterung für Dürer ihn dazu angeregt hätte, an druckgrafische Reproduktionen seiner Werke zu denken. Marcantonio Raimondi (1475–1534) reichte als einzige Kupferstecher in Rom an die Dürer‘schen Qualitäten heran und begann in dieser Zeit mit Raffael zusammenzuarbeiten. Als erstes wichtiges Blatt entstand „Der Bethlehemitische Kindermord“ nach einer Zeichnung von Raffael. Vielleicht ist das Blatt aus Budapest wirklich ein abgeriebenes Original – allerdings fehlen hier die architektonischen Elemente im Hintergrund.

Die Verbindung von Raffael zu Albrecht Dürer war, wenn auch nicht gänzlich nachvollziehbar, eng. Der einzige Beleg für ihre gegenseitige Bewunderung ist das in der Albertina verwahrte Blatt Raffaels, das im Zusammenhang mit der Vorbereitung des Borgobrandes in der Stanza dell’Incendio steht. Raffael muss dem Dürer mehrere Blätter geschickt haben, von dem nur dieses erhalten geblieben ist, um seinem Kollegen zu zeigen, wie er arbeitet. So zumindest notierte es Dürer 1515 am Blatt selbst. Noch während seines Studiums, erzählt Archim Gnann, wären Zuschreibung und Beschriftung stark bezweifelt worden. Doch die vereinfachte Darstellung schließt eine Autorschaft von Raffael nicht aus, wie seit einigen Jahren wieder betont wird. Seither handelt man die Zeichnung zweier männlicher Akte wieder als authentische Werke Raffaels und erfreut sich an der schönen Geschichte eines dokumentierten Künstleraustauschs.

 

Adelige Auftraggeber

Neben dem Papst – und das wird in der Hängung deutlich – spielten noch Patrizier als Auftraggeber sowohl von Porträts wie Madonnen als auch Dekorationsaufträgen wie Agostino Chigi (1466–1520) in der Farnesina bzw. seiner Familienkapelle in Santa Maria della Pace in Rom.

Bindo Altoviti (1491–1557) gab bei Raffael ein Porträt (um 1514/15, National Gallery of Art, Washington) und die monumentale „Madonna dell’Impannata“ (1511, Palazzo Pitti, Florenz) in Auftrag. Das Gemälde wurde für die Ausstellung erstmals gereinigt und hängt nun mit den Vorzeichnungen in der Albertina. Der Titel leitet sich vom Pergament ab, mit dem Fenster abgeklebt und verschattet wurden. Die weißen Blätter im Hintergrund leuchten nun erstmals auf, die Lokalfarbigkeit und die großen Flächen der Gewänder erstrahlen, die Linienführung ist charakteristisch weich und feingliedrig. Die Identifikation der weiblichen Heiligen (Elisabeth, Anna?) ist nicht gesichert, hierbei handelt es sich mehr um typisierte Figuren (die alte und die junge Heilige). Wie in vielen Madonnendarstellungen Raffaels handelt es sich auch um ein erstauntes Erkennen, ein Entdecken, ein Schleier Heben und in diesem Fall sogar ein vorsichtiges Anstupsen des Christusknaben als göttliche Figur.

Agostino Chigi (1466–1520) beauftragte Raffael mit der Fertigstellung der Loggia seiner Villa della Farnesina in Trastevere, am Tiber gelegen, die Sebastiano del Piombo begonnen hatte. Raffael malte dort seinen berühmten „Triumph der Galatea“. In einer zweiten Ausstattungsphase 1519 gestaltete Raffael die Geschichten von Amor und Psyche in der Gartenloggia sowie Szenen aus dem Leben von Alexander dem Großen im Schlafzimmer der Villa. Hierfür haben sich hauptsächlich Zeichnungen von Mitarbeitern Raffaels erhalten. Noch 100 Jahre später war die Villa della Farnesina DAS neidbeäugte Paradebeispiel des prunkvoll ausgestatteten Landcasinos nebst Gartenanlage, dem die anderen römischen Adelsfamilien nacheiferten.

Beiträge zu Raffael

2. Oktober 2019
Raffael, Heilige Katharina von Alexandria, Detail, um 1507, Öl auf Pappel, 72.2 x 55.7 cm (© The National Gallery, London)

London | National Gallery of Art: Raffael Internationales Großprojekt zum 500. Todestag 2020

Raffael: Sein Leben war kurz, seine Arbeit produktiv und sein Erbe unsterblich. Im Herbst 2020 widmet ihm die National Gallery in London eine großangelegte Überblicksschau, ausgehend von den eigenen zehn Gemälden des bedeutenden Malers der italienischen Hochrenaissance.
28. September 2019
Raffael, Madonna Aldobrandini (auch: Madonna Garvagh), Detail, um 1510/11, Öl/Lw, 38,9 x 32,9 cm (The National Gallery, London)

Raffael und seine Freunde in Urbino Künstlerisches Netzwerk Raffaels in den Marken

Das Netzwerk Raffaels in und aus Urbino ist Thema der Raffael-Ausstellung in Urbino. Wie entwickelte er sich zu einem Hauptvertreter der Renaissance? Welche Einflüss übte er selbst mit seinen Werken in Rom auf urbinatische Künstler wie Giulio Romano aus?
8. August 2019
Raffael, Die Propheten Hosea und Jonas, Detail, um 1510, Feder, braune Tinte, Kohle, Stylus, 26,2 x 20 cm (The Armand Hammer Collection, National Gallery of Art, Washington, Inv.-Nr. 1991.217.4)

USA | Washington, National Gallery of Art: Raffael “Raffael und sein Umkreis” sowie alle fünf Gemälde 2020 zu sehen

Die Ausstellung kreist um vier authentische Zeichnungen von Raffael sowie Werke von Künstlern aus seinem Umkreis: Giulio Romano, Polidoro da Caravaggio und Perino del Vaga, Marcantonio Raimondi und seine Anhänger Agostino Veneziano und Marco Dente da Ravenna sowie Ugo da Carpi (Frühjahr 2020).
24. Juli 2019
Raffael, Platon und Aristoteles aus dem Karton der Schule von Athen (Pinacoteca Ambrosiana, Mailand © Veneranda Biblioteca Ambrosiana, Mondadori Portfolio)

Mailand | Pinacoteca Ambrosiana: Raffaels Karton der Schule von Athen Werkzeichnung des berühmten Freskos restauriert

Raffaels „Schule von Athen“ (1508–1511) gehört zu seinen berühmtesten Werken – der Karton zu dem Werk in der Stanza della Segnatura im Vatikan befindet sich seit dem Jahr 1610 in der Mailänder Pinacoteca Ambrosiana.
24. Juli 2019
Raffael, Selbstporträt, Detail, um 1506, Öl-Holz, 47,5 x 33 cm (Uffizien, Florenz)

Rom | Scuderie del Quirinale: Raffael Größte Raffael-Ausstellung 2020

Die Raffael-Ausstellung in den Scuderie in Rom wird vermutlich die wichtigste Ausstellung des Raffael-Jahrs 2020. Die Scuderie und arbeiten für die Raffael-Ausstellung mit den Gallerie degli Uffizi und dem Palazzo Pitti in Florenz zusammen.
3. Juli 2019
Raffael, Madonna mit den Nelken, Detail, 1506–1508, Öl-Eibe, 27,9 × 22,4 cm (The National Gallery, London)

Berlin | Gemäldegalerie: Raffael in Berlin. Die Madonnen „Madonna mit den Nelken“ auf Besuch bei ihren Berliner Kolleginnen

Die Gemäldegalerie Berlin vereint in einer Kabinettausstellung fünf Madonnenbilder aus ihrem Bestand mit der „Madonna mit den Nelken [Madonna die Garofani]“ (1506–1508, National Gallery, London) und Zeichnungen des Berliner Kupferstichkabinetts.
1. Juli 2019
Andrea Mantegna, Christus als Schmerzensmann, Detail, Kopenhagen

Berlin | Gemäldegalerie: 190.000 kamen zu Mantegna & Bellini weitere Ausstellungshighlights mit Raffael, deutsche Spätgotik und Hugo van der Goes

14. Dezember 2017
Anonym, Bethlehemitischer Kindermord, nach Raffael und Marcantonio Raimondi, Detail, Urbino 1535 bis 1555, Schale (MAK, Glas und Keramik, Inv.-Nr. KE 3597)

Bethlehemitischer Kindermord nach Raffael – eine Majolika-Schale aus dem MAK Raffaels erste Zusammenarbeit mit Marcantonio Raimondi als glasierte Keramik

Diese Schale mit der Darstellung des Bethlehemitischen Kindermord befindet sich in der Glas und Keramik-Sammlung des MAK. Die glasierte und mit charakteristischen Gelb- und Blautönen bemalte Keramik stammt aus der Frühzeit der italienischen Majolika, der Renaissance. Nach dem Tod von Raffael ließ Guidobaldo II. della Rovere (1514–1574), Herzog von Urbino (reg. 1538–1574), Keramiken nach Druckgrafiken des Meisters bemalen.
23. Oktober 2017
Raffael, Die Madonna mit dem Granatapfel, Detail, um 1504 (© Albertina, Wien)

Raffaels Zeichnungen zum Sprechen bringen: international besetztes Symposium in der Albertina Neue Thesen der Raffael-Forschung live erleben

Anlässlich der Raffael Ausstellung lädt die Albertina zu einem internationalen Symposium zu Zeichnungen: 24 international renommierte Spezialistinnen und Spezialisten aus Österreich, Deutschland, England, Italien und den USA stellen Thesen und Forschungsergebnisse zur Diskussion. Die Themen sind weit gespannt und reichen von Analysen einzelner Werke bzw. Themen in Raffaels Zeichnungen zur Wechselwirkung mit anderen Künstlern (v.a. Albrecht Dürer).
28. September 2017
Raffael, Selbstporträt, Detail, um 1506, Öl-Holz, 47,5 x 33 cm (Uffizien, Florenz)

Raffael: Biografie (Lebenslauf) Leben des Malerstars aus Umbrien, Studien in Florenz, Erfolg in Rom

Raffael (1483–1520) gehört zu den bedeutendsten Malern und Grafikern der italienischen Hochrenaissance: 1483 in Urbino als Sohn eines Hofmalers geboren, orientierte er sich erst an Pietro Perugino, ab 1504 an Leonardo und Raffael. Kurz nach 1500 wurde er als Porträtist sowie Maler von Altären und vor allem Madonnen zu einem äußerst geachteten Künstler. In der zweiten Jahreshälfte 1508 übersiedelte er auf Einladung von Papst Julius II. nach Rom, wo er dessen Gemächer mit Fresken ausstattete. Der frühe Tod mit nur 37 Jahren ließ den "Göttlichen" noch berühmter werden.
27. September 2017
Raffael, Porträt des Bindo Altoviti, Detail, um 1514/15 (National Gallery of Art, Washington)

Raffael in der Albertina „Doppelnatur der Zeichnung“ zwischen Reflexion, Vorbereitung und autonomem Kunstwerk

Raffael in der Albertina ist ein chronologischer Rundgang durch ein facettenreiches Werk, das in nur zwanzig Jahren entwickelt wurde. Der 1483 im Herzogtum Urbin geborene Maler absolvierte seine Lehre in der Werkstatt von Pietro Perugino und fand in Leonardo und Michelangelo seine Lehrmeister in Florenz. Der kunstsinnige Papst Julius II. (reg. 1503–1513) berief ihn Ende 1508 an seinen Hof in Rom. Hier brillierte der gerade knapp Dreißigjährige mit den Fresken der Stanza della Segnatura und stellte sogar den „göttlichen“ Michelangelo in den Schatten. Weitere Freskenausstattungen, unzählige feinfühlige Madonnenbilder und Porträts, Aufgaben wie Dombaumeister und Antikenbeauftragter folgten.
14. März 2014
Anonym, Herzog Albert von Sachsen-Teschen mit dem Plan der Schlacht von Maxen, 1777, Albertina, Wien (Dauerleihgabe des Kunsthistorischen Museums Wien, Gemäldegalerie).

Die Gründung der Albertina Zwischen Dürer und Napoleon

Herzog Albert von Sachsen-Teschen (1738–1822) stieg am Wiener Hof vom Offizier zum Ehemann von Erzherzogin Marie Christine (1742–1798), der Lieblingstochter von Maria Theresia, auf. Gemeinsam gründeten sie die Albertina mit Werken von Leonardo, Michelangelo und Raffael, Pieter Bruegel d. Ä., Rubens und Rembrandt, Füger, David und Caspar David Friedrich.