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Sebastiano del Piombo Venezianischer Maler in Rom

Sebastiano del Piombo, Das Urteil des Solomon, um 1506–1509, Tempera und Öl auf Leinwand, Spuren von Vergoldung, 208 x 318 cm (Kingston Lacy, The Bankes Collection (National Trust) (1257074, KLA/P/33) © National Trust Images / Derrick E. Witty

Sebastiano del Piombo, Das Urteil des Solomon, um 1506–1509, Tempera und Öl auf Leinwand, Spuren von Vergoldung, 208 x 318 cm (Kingston Lacy, The Bankes Collection (National Trust) (1257074, KLA/P/33) © National Trust Images / Derrick E. Witty

Sebastiano del Piombo (um 1458–1547) war ein Maler der Hochrenaissance und des beginnenden Manierismus in Venedig und Rom. In seinen frühen Jahren feierte er in Venedig Erfolge als Lautenspieler, ließ sich jedoch gleichzeitig von Giovanni Bellini und Giorgione zum Maler ausbilden. Als Mitarbeiter des früh verstorbenen Giorgione wurde Sebastiano mit der venezianischen Schule und der Bedeutung der Farbe vertraut, was er ab 1511 in Rom mit den monumentalen Formen Michelangelos geschickt zu verbinden wusste. Nach der Rückkehr Michelangelos nach Florenz (1516) und dem Tod von Raffael (1520) war Sebastiano del Piombo der führende Maler Roms und Vertrauter von Papst Clemens VII. Heute ist er als Porträtist und religiöser Historienmaler bekannt, der von der Hochrenaissance zum Manierismus wechselte. Seine bedeutendsten Werke schuf er in Konkurrenz zu und Auseinandersetzung mit Raffael: Sein „Polyphem“ wurde von Raffaels „Galatea“ übertrumpft. Seine „Erweckung des Lazarus“ entstand als Pendant zu Raffaels „Transfiguration“ und in der Borgherini-Kapelle nahm er das Thema der Verklärung wieder auf.

Der Künstlername „del Piombo“ bezieht sich auf die Tätigkeit des Malers als Hüter des päpstlichen Siegels („il piombatore“). Sebastiano über das Amt ab 1531 aus. Von Freunden wie Michelangelo und Ariost wurde der geborene Sebastiano Luciani „Fra Bastiano“ gerufen. Trotz seines Status als Bruder hatte Sebastiano del Piombo eine Frau und zwei Kinder. Da sich die politischen Ereignisse ab 1527 überschlugen, und Sebastiano den Papst auf dessen Reisen zu begleiten hatte, sankt dessen Produktivität ab den späten 1520er Jahren deutlich. Über die Frage mit welcher Technik – Öl auf Gips oder Fresko – das „Jüngste Gericht“ von Michelangelo ausgeführt werden sollte, zerstritten sich die beiden Freunde 1534.

 

Ausbildung in Venedig

Wo Sebastiano del Piombo geboren wurde, ist genauso wenig bekannt wie sein Geburtsjahr. Da Giorgio Vasari in seinen „Viten“ das Alter des Künstlers bei seinem Tod im Jahr 1547 mit 62 Jahren angab, dürfte der Maler um 1458 wahrscheinlich in Venedig zur Welt gekommen sein. Um 1503 bis 1505 dürfte der als Lautenspieler und Sänger bekannt gewordene Sebastiano eine Ausbildung zum Maler in der Werkstatt von Giovanni Bellini begonnen haben, die er vermutlich bei Giorgione (um 1477–1510) vollendete. Das lässt sich aufgrund der Einflüsse beider Künstler auf das Frühwerk des Malers ableiten. Da Sebastiano nicht signierte, herrscht über so manche Zuschreibung des frühen Werks Uneinigkeit. So berichtete Marcantonio Michiel, dass Sebastiano del Piombo „Die drei Philosophen“ nach dem Ableben Giorgiones vollendet haben soll. Ein Mädchenporträt in Budapest (um 1505) gilt als das früheste bedeutende Werk, das dem Venezianer zugeschrieben wird.

 

 

„Das Urteil des Salomo“ (1506–1509, Kingston Lacey) wurde lange Giorgione zugeschrieben und gilt heute als Werk von Sebastiano del Piombo. Das 2 x 3 Meter große Werk dürfte ursprünglich links um 49 cm länger gewesen sein und zeigt nach der Restaurierung in den 1980ern verschiedene Kompositionen übereinander. Die Veränderbarkeit der Farben (Ablehnung von Lokalfarben!), die spontane Erfindungsgabe und die Betonung von atmosphärischen und lyrischen Qualitäten weisen Sebastiano als Nachfolger Giorgiones aus. Sowohl der architektonische Hintergrund (Basilika) wie auch die nackten Vordergrundfiguren (Henker und Baby) sind von klassischen Vorbildern abgeleitet bzw. zitieren diese.

Auch die Figur des hl. Sebastian von den Orgeltüren der Kirche San Bartolomeo a Rialto in Venedig zeigt die Auseinandersetzung des venezianischen Malers mit dem klassischen Erbe1: Die Heiligen in ihren Nischen gehen auf Bellinis „San Giobbe Altar“ zurück, die einheitliche Lichtquelle geht über den venezianischen Meister hinaus. Die künstlerische Handschrift del Piombos zeigt sich in dessen frühen Versuchen, massive, meist überlebensgroße Figuren mit lebhaftem Kolorit zu verbinden. So auch in der 1510 ausgeführten „Salome“ oder „Judith“ (The National Gallery, London, NG2493, datiert!) oder in seinem zweiten großen Altar, dem knapp vor seiner Abreise nach Rom ausgeführten Altar des hl. Johannes Chrysostomos für die gleichnamige Kirche.

 

 

Sebastiano in Rom

Der päpstliche Bankier Agostino Chigi war im Jahr 1511 der reichste Mann von Rom und ein großzügiger Förderer der Künste. Papst Julius II. schickte den Sienesen Anfang des Jahres 1511 nach Venedig, um die Lagunenstadt zur Unterstützung in der Liga von Cambrai zu überzeugen (finanziell). Als Chigi nach sechsmonatigem Aufenthalt nach Rom zurückkehrte, hatte er Sebastiano del Piombo in seiner Entourage. Dieser war nach dem frühen Tod von Giorgione zum führenden Maler in Venedig aufgesteigen (noch vor dem jüngeren Tizian). Bis zu seinem Lebensende sollte der Maler in der Ewigen Stadt bleiben und erst 1528/29 seine Heimat besuchen.

 

Villa Farnesina, Sala di Galatea

Der erste Auftrag in Rom galt auch seinem Gönner Chigi: In der Sala di Galatea in der Villa Farnesina (1505–1511) führte Sebastiano del Piombo die Lünetten mit mythologischen Fresken aus. Die Decke war gerade von Baldassare Peruzzi (1481–1536) vollendet worden. Sebastiano ließ sich sogleich von Michelangelos Fresken in der Sixtinischen Kapelle beeinflussen, die gerade vollendet worden waren. Der große „Polyphem“ wurde vielleicht im folgenden Jahr ergänzt; Sebastiano wandelte für diese Figur einen Ignudo der Sixtinischen Kapelle des Michelangelo Buonarroti ab. Vermutlich war für die Ausstattung der Sala ein weiterer Freskenzyklus vorgesehen, dessen Ausführung jedoch aus unbekannten Gründen eingestellt wurde. Daraufhin wechselte der Auftraggeber zu Raffael, der „Galatea“ im Jahr 1514 ergänzte und mit der spektakulären Figur nicht auf den schon vorhandenen Polyphem reagierte. Beispielsweise ist die Horizontlinie von Raffael völlig anders angelegt. Vielleicht befindet sich dessen Fresko über einer Darstellung von Sebastiano?

 

 

Der frühesten römischen Ölgemälde von Sebastiano del Piombo zeigen, wie sehr sich der Venezianer mit dem Werk Michelangelos auseinandersetzte. Ein „Tod des Adonis“ (um 1512/13, Uffizien) belegt die Verbindung zwischen der venezianischen und römischen Schule, d. h. seine Figuren wurden massiver und voluminöser, wobei er sie weiterhin idealisierte. Bis Anfang der 1520er Jahre hatte Sebastiano in Auseinandersetzung mit den Werken Michelangelos, Raffaels und der römischen Schule einen blockhaften Stil mit einem helleren und einfacheren Kolorit entwickelt, wobei er die Landschaften noch immer atmosphärisch auffasste.

 

 

Freundschaft mit Michelangelo

Wenn auch Sebastiano del Piombo Michelangelo schon bald nach seiner Ankunft in Rom kennengelernt haben dürfte, so schlossen die beiden in den folgenden Jahren eine intensive Arbeitsgemeinschaft und persönliche Freundschaft. Spätestens um 1515 hatte der Florentiner Maler und Bildhauer beschlossen, Sebastiano zum wichtigsten Maler in Rom zu machen – und Raffael damit aus dem Feld zu schlagen. Er selbst war zum Grabmal Julius II. und 1516 nach Florenz zurückgekehrt.

Die „Pietà“ in Viterbo gehört zu den ersten und wichtigsten Gemälden, die von dieser Zusammenarbeit profitierten. Michelangelo hatte 1498/99 eine „Pietà“ in Marmor geschaffen, die hier nicht vorbildhaft wurde. Sebastiano positionierte den toten Körper Christi zu Füßen der Madonna am unteren Bildrand. Maria blickt zum Himmel, die beiden Protagonisten berühren einander nicht einmal. Diese einfache Dramatik wird Michelangelo zugeschrieben, da sich auf der Rückseite der Leinwand große Kohleskizzen von beiden Künstlern erhalten haben. Die 1516 ausgeführte „Beweinung“ (Eremitage, St. Petersburg) führt diese extreme Komposition mit der Gruppenbildung Raffaels zusammen. Der tote Christus führt von der rechten unteren Bildecke schräg nach links und in den Raum, darüber in Gegenbewegung liegt die ohnmächtige Madonna. Eine männliche Figur weist erneut nach rechts, wo bereits Helfer den Deckel des Grabes lockern.

 

Borgherini-Kapelle

Diese Weiterentwicklung in Sebastianos Werk veranlasste Pierfrancesco Borgherini, einen Florentiner Freund und Bankier von Michelangelo, Sebastiano mit der Freskierung der Borgherini-Kapelle in San Pietro in Montorio in Rom (1516-1524) zu beauftragen. Vermutlich hoffte er auf eine neuerliche Zusammenarbeit der beiden Künstler. Es existiert wirklich eine Zeichnung für die „Geißelung“ von Michelangelo aus dem Jahr 1516 (British Museum) und weitere Skizzen; die endgültige Komposition von Michelangelo ist nur in einer Kopie von Giulio Clovio erhalten (Royal Collection).

Sebastiano del Piombo vollendete die Ausmalung erst 1524, wobei er für die „Geißelung“ Ölmalerei auf Gips verwendete. Diese Technik war von Domenico Veneziano erstmals eingesetzt worden und führte bei vielen Künstlern zu schwarzer Verfärbung der Malerei. Einzig Sebastiano del Piombo beherrschte – so Vasari – diese Technik, über deren Einsatz 1534 die Freundschaft zum zehn Jahre älteren Michelangelo zerbrach.

 

 

Die Ausmalung der Kapelle umfasst folgende Themen und Figuren:

  • Die Geißelung
  • Apostel Petrus
  • Hl. Franz von Assisi
  • Verklärung Christi (Transfiguration) in der Apsiskalotte
  • Die Propheten Jesajas und Matthias auf dem Außenbogen

Als Sebastiano del Piombo in den frühen 1520er Jahren die Borgherini-Kapelle mit einer „Transfiguration“ in der Apsiskalotte über der „Geißelung“ vollendete, war er offensichtlich von der „Apocalisis Nova“ beeinflusst. Der Text prophezeit das Kommen eines „engelsgleichen Hirten“, der ein neues Zeitalter des Friedens einläuten würde. Die Geißelung würde demnach den zeitgenössischen, korrupten Zustand der Christenheit symbolisieren, während die „Transfiguration“ darüber auf die Zukunft vorausweist. Michelangelo lieferte Anfang 1518 Zeichnungen für de „Christus an der Geißelsäule“, vielleicht hat er auch Vorstudien für die Transfiguration gemacht.

 

 

Erweckung des Lazarus

Das letzte große Werk dieser Phase ist die „Erweckung des Lazarus“ (National Gallery, London), die Kardinal Giulio de Medici, Erzbischof von Narbonne und zukünftiger Papst Clemens VII., 1516 in Auftrag gab. Der Mäzen zettelte einen Künstler-Wettstreit an, indem er bei Raffael die „Transfiguration“ in der selben Größe bestellte. Beide Gemälde sollten für die Kathedrale von Narbonne bestimmt sein. Michelangelo lieferte seinem Freund zumindest Zeichnungen für die Figur des Lazarus und die beiden ihn stützenden Männer (British Museum). Da er sich nur kurz in Rom aufgehalten hat, dürfte Michelangelo an der Ausführung des Gemäldes nicht beteiligt gewesen sein. Kurz nach Raffaels Tod 1520 wurden beide Gemälde im Vatikan aufgehängt und gelobt. Raffaels Werk erreicht bis heute größeren Ruhm, während Sebastiano del Piombo erstmals 2008 in einer Ausstellung in Rom und Berlin wieder größere Aufmerksamkeit geschenkt wurde.

Im 18. Jahrhundert wurde das Gemälde aus der Kathedrale entfernt und erhielt 1824 eine der zentralen Werke in der National Gallery (Inventarnummer „NG1“). Jüngste naturwissenschaftliche Untersuchungen (Infrarotreflektografie) an dem Gemälde haben gezeigt, dass der Beitrag Sebastianos wichtiger und unabhängiger ist als bislang angenommen. Michelangelo griff erst in einem relativ späten Zustand in die Entwicklung des Gemäldes ein. Er überarbeitete in Zeichnungen die Figur des wiederbelebten Lazarus, den Sebastiano bereits gemalt hatte.

 

 

Führender Maler Roms: Sebastiano als Porträtist

Nach dem Tod Raffaels 1520 war Sebastiano del Piombo als der führende Maler zurückgeblieben. Wie seine Briefe belegen, wollte er sich die „Sala die Ponefici“ sichern. Das Projekt hätte Raffaels nächster großer Wurf werden sollen. Doch Sebastiano war von der Werkstatt seines Vorgängers frustriert, mit den Zeichnungen bewaffnet und durfte nicht mit Michelangelo zusammenarbeiten. So ist es nicht verwunderlich, dass der Maler in den kommenden Jahren Großaufträge für Kirchen vermied und sich auf Porträts und religiöse Historien konzentrierte. Seine „Visitatio“ (1518/19, Louvre) und seine „Madonna di velo“ (um 1525) zeigen ihn als Hochrenaissancemaler und die Madonna als Adepten von Raffaels „Madonna di Loreto“.

Die 1520er Jahre sind jedoch von politischen Ereignissen und gesellschaftlichen Verpflichtungen geprägt: Nachdem 1522 die Pest in Rom grassiert hatte, wurde 1523 Giulio de Medici als Papst Clemens VII. auf den Heiligen Stuhl gewählt. Der Maler wurde Höfling und scheint 1527 mit dem Papst vier Wochen lang in der Engelsburg eingesperrt gewesen zu sein und ist vor den Plünderungen der Stadt (Sacco di Roma) nach Orvieto geflohen. In den folgenden beiden Jahren dürfte er vermutlich erstmals seit 1511 nach Venedig zurückgekehrt sein. Als Folge dieser Umstürze und Veränderungen verlor Rom seine führende Rolle, und der Manierismus (Spätrenaissance) drückte diese Verunsicherungen aus. Obschon sich Sebastiano von der Freskomalerei und somit Monumentalmalerei fernhielt, gelang es ihm als Porträtist große Beachtung und Zuspruch zu erlangen: Er verewigte den Condottiere „Andrea Doria“ (1526), „Papst Clemens VII.“ (1526) und den mit ihm befreundeten Schriftsteller Pietro Aretino (1528/29).

 

 

Sebstiano, „il piombatore“

Als 1531 der lukrative Posten des päpstlichen Siegelbewahrers, „il piombatore“, vakant wurde, gelang es Sebastiano diesen von Papst Clemens VII. zu erbitten. Er musste 300 der jährlich verdienten 800 Scudi an den Maler Giovanni da Udine (ehemals in der Raffael-Werkstatt) bezahlen und trotz Ehefrau und zweier Kinder einen Schwur als (Laien)Bruder leisten. Danach signierte er seine Gemälde mit „F(rater) Sebastianus Ven(etus)“. Wenn auch Vasari berichtet, dass sich nach der Erlangung des Hofamtes die Produktivität Sebastianos als Maler deutlich reduziert hätte, muss dies nicht zwangsläufig etwas miteinander zu tun haben. Die politischen Ereignisse überschlugen sich ab 1527 im Kirchenstaat, Sebastiano schrieb an seinen Freund, dass er sich nicht mehr wie der alte „Bastiano“ fühlte. Michelangelo half seinem Freund zum letzten Mal mit Zeichnungen für eine „Pietà“ für Spanien.

„Ich fühle mich noch immer nicht wie der gleiche Bastiano, der ich von dem Sacco di Roma war.“2 (Sebastiano del Piombo an Michelangelo am Freitag, den 24. Februar 1531)

 

 

Ende einer Freundschaft

Die Freundschaft zwischen Michelangelo und Sebastiano del Piombo fand ein Ende, als letzterer dem Florentiner die Wand für dessen „Jüngstes Gericht“ in der Sixtina vorbereitete. Sebastiano überzeugte den Papst, dass das Gemälde in Öl auf Gips wunderbar wirken würde. Die gigantische Wand wurde demnach für diese von Sebastiano vervollkommnete Technik vorbereitet. Vielleicht kursierte auch die Idee, dass Sebastiano del Piombo die Komposition nach Entwürfen von Michelangelo ausführen könnte; vielleicht wollte Michelangelo sich aber auch in dieser Technik probieren. Jedenfalls musste einige Monate danach die gesamte Wand für Freskomalerei mit einem rauen Putz („arriccio“) neu aufbereitet werden (1536). Bei dieser Gelegenheit verlautbarte Michelangelo, dass Ölmalerei „eine Kunst für Frauen und für gemächliche und faule Leute wie Fra Sebastiano“ wäre.

 

Unvollendete Spätwerke

Aber auch zwei späte Kirchenprojekte finalisierte Sebastiano nie: Ein großes Altargemälde mit der „Geburt der Madonna“ (Santa Maria del Popolo, Rom) wurde in den späten 1530ern begonnen und nach seinem Tod von Francesco Salviati vollendet. Das größte Fragment eines Spätwerks ist die „Visitatio“ (Alnwick Castle) aus den 1540er Jahren, die der Testamentsvollstrecker von Agostino Chigi für Santa Maria della Pace in Rom 1541 bestellt hatte. Als Sebastiano del Piombo nach kurzer Krankheit am 14. Juni 1547 verstarb, war das Gemälde nur halbvollendet. Das Fragment in Alnwick Castle zeigt überlebensgroße Figuren, die mit einer beeindruckenden Einfachheit und geometrischer Abstraktion ausformuliert wurden.

Sebastiano del Piombos Einfluss auf die römische Schule war, trotz vieler unvollendet gebliebener Aufträge, immens und tritt vor allem in der Kunst Caravaggios einmal mehr zutage. Wie auch Michelangelo war Sebastiano von der Reform der Katholischen Kirche überzeugt und trug doch so viel zur Malerei der Gegenreformation bei. In Spanien wird sein Einfluss bis zur Malerei von Francisco de Zurbarán verfolgt, über die späten Werke von Poussin gelangte er auch in die französische Malerei.

 

 

Biografie von Sebastiano del Piombo (1485–1547)

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  • 1485

    Ser später Sebastiano del Piombo genannte Maler wurde in Venedig als Sebastiano Lucini in eine Mittelklassen-Familie geboren. Vasari berichtet über den Maler, dass seine erste Liebe der Musik galt und er talentiert die Laute spielte.
  • 1506–1509

    „Urteil Salomonis“ (unvollendet); Zusammenarbeit mit Giorgione (um 1477–1510), von dem er Improvisation, farbige Veränderungen, Betonung der atmosphärischen Qualitäten und lyrische Elemente lernte. Die Orgelflügel aus San Bartolomeo (um 1508/09; Galleria dell’Accademia, Venedig) wurden zur gleichen Zeit ausgeführt wie Giorgiones Fresken für die Fondaco die Tedeschi (verloren) und als Albrecht Dürer seine „Rosenkranzmadonna“ (1506) malte. Vor allem die Darstellung des hl. Sebastian verrät die Kenntnis klassischer Skulptur.
  • 1510/11

    Altar für San Giovanni Crisostomo in Venedig, für den sich Sebastiano del Piombo vielleicht vom Florentiner Maler Fra Bartolommeo beeinflussen ließ (1508 in Venedig). Die Komposition war so innovativ, dass sie später von Venezianischen Malern wie Tizian kopiert wurde.
  • 1511

    Nach dem frühen Tod von Giorgione war Sebastiano del Piombo der führende Maler in Venedig (noch vor seinem jüngeren Zeitgenossen Tizian gereiht). Ende August kam Sebastiano del Piombo als Mitglied der Entourage des Sieneser Bankiers Agostino Chigi (1466–1520) nach Rom.
  • 1512–1517

    Fünftes Lateranisches Konzil; Krieg gegen Ludwig XII., der seine Armee von der italienischen Halbinsel zurückziehen musste.
  • 1519

    Im Dezember Geburt seines ersten Sohnes Luciano, Michelangelo war dessen Taufpate.
  • 1520

    Tod von Raffael, Sebastiano del Piombo galt als führender Maler Roms.
  • 1521

    Als Michelangelos „Auferstandener Christus“ aufgestellt wurde, fungierte Sebastiano del Piombo als dessen Mittelsmann. Tod von Leo X. (Ende Dezember).
  • 1522

    Pest in Rom, viele verließen die Stadt.
  • 1523

    Kardinal Giulio Medici wurde als Papst Clemens VII. auf den päpstlichen Stuhl gewählt (November). Sebastiano del Piombo war dem Papst sehr eng verbunden.
  • 1524

    Abschluss der Borgherini-Kapelle.
  • 1525

    Porträt von Antonfrancesco degli Albizzi (Frühjahr); Altargemälde der „Geißelung“ für Giovanni Botonti für Santa Maria del Paradiso in Viterbo. Papst Clemens VII. verbündete sich mit Franz I. von Frankreich in der Liga von Cognac gegen die spanischen und kaiserlichen Truppen (Mai).
  • 1527

    Rom fiel am 6. Mai 1527 den deutschen, spanischen und kaiserlichen Truppen unter der Führung von Charles de Bourbon (1490–1527). Da der General während des Angriffs getötet wurde, waren die Truppen führerlos und plünderten die Stadt. Der Papst floh auf die Engelsburg, wo er sieben Monate belagert wurde. Während des Sacco di Roma hielt sich Sebastiano in der Nähe des Papstes auf – genauso wie der Goldschmied Benvenuto Cellini (1500–1571). Als fünf Kardinäle als Geiseln akzeptiert wurden, floh der verkleidete Papst nach Orvieto, wo er für sechs Monate einen Exil-Hofstaat errichtete.
  • 1528 und 1529

    Erste Aufenthalte des Malers in Venedig. Rückkehr des Papstes nach Rom (Oktober 1528)
  • 1529

    Rückkehr Sebastiano del Piombos nach Rom (März). Friedensschluss mit Frankreich (August).
  • 1530

    Vertrag über zwei Chigi-Kapellen in Santa Maria della Pace (Sommer).
  • 1531

    In einem Brief an Michelangelo beklagte Sebastiano, was er erlebt hatte und dass er sich nicht mehr als die selbst Person fühlte (24.2.). Sebastiano erhielt das Amt des „Piombatore“, für das er trotz einer Ehefrau und zweier Kinder in den Laien-Bruderstand versetzt wurde (November). Der Maler erhielt dafür 800 Dukaten Jahresgehalt.
  • 1533

    Clemens VII. verheiratete seine 24jährige Nichte Catharina de’Medici an Henri, den zweiten Sohn von Franz I.
  • 1536

    Die Gips-Grundierung, die Sebastiano del Piombo für die Altarwand der Sixtina vorgeschlagen hat, wurde neun Monate nach Beginn des Projekts wieder entfernt (25.1.).
  • 1539

    Fertigstellung einer „Pietà“ für Francisco de los Cobos, dem mächtigen Sekretär von Kaiser Karl V.
  • 1541

    Auftrag vom Testamentsvollstrecker Chigis für eine „Visitatio“ (unvollendet, 1540er)
  • 1547

    Am 21. Juni 1547 verstarb Sebastiano del Piombo nach kurzem Fieber im Alter von 62 Jahren. In seinem Testament verlangte er ein sehr einfaches Begräbnis in Santa Maria del Popolo. Die Differenz der Kosten zu einem aufwändigen Begräbnis sollte an Bedürftige verteilt werden.
  • 1561

    Sebastiano del Piombos Gebeine wurden auf Wunsch von Daniele da Volterra exhumiert. Er ließ seinen Amtsvorgänger in der Accademia di San Luca (gegr. 1577) bestatten.

Sebastiano del Piombo: Bilder

  • Sebastiano del Piombo, Das Urteil des Solomon, um 1506–1509, Tempera und Öl auf Leinwand, Spuren von Vergoldung, 208 x 318 cm (Kingston Lacy, The Bankes Collection (National Trust) (1257074, KLA/P/33) © National Trust Images / Derrick E. Witty)
  • Sebastiano del Piombo, Judith (oder Salome), 1510, Öl auf Holz, 54.9 x 44.5 cm (© The National Gallery, London, NG2493)
  • Sebastiano del Piombo, Porträt einer jungen Frau als eine Kluge Jungfrau, um 1510, Öl auf Holzplatte, 54.7 x 47.5 cm (77.5 x 69.4 x 7.3 cm gerahmt) (Washington, The National Gallery of Art, Samuel H. Kress Collection, 1952.2.9)
  • Sebastiano del Piombo zg., Madonna und Kind mit Heiligen und Stiftern, Öl auf Holz, 67.3 x 102.9 cm (Metropolitan Museum, New York, Bequest of Josephine Bieber, in memory of her husband, Siegfried Bieber, 1970, 1973.155.5)
  • Sebastiano del Piombo, Tod des Adonis, 1511/12, Öl auf Leinwand, 189 x 285 cm (Galleria degli Uffizi, Florenz)
  • Sebastiano del Piombo und Raffael, Einblick in die Sala di Galatea, Villa Farnesina, Rom, 1511–1514.
  • Sebastiano del Piombo, Christus trägt das Kreuz, um 1513/14, Öl auf Leinwand, 121 × 100 cm (© Museo Nacional del Prado, Madrid (P00345)
  • Sebastiano del Piombo, Studie für den kreuztragenden Christus, um 1513/14, schwarze Kreide und weiße Gouache auf blauem Papier, 16.9 x 12 cm (Privatsammlung © Photo courtesy of the owner)
  • Sebastiano del Piombo, nach teilweisem Entwurf von Michelangelo, Beweinung Christi (Pietà), um 1512–1516, Öl auf Pappel, 248 × 190 cm (Museo Civico, Viterbo © Comune di Viterbo)
  • Sebastiano del Piombo, Studie für den toten Christus, um 1515/16, schwarze und weiße Kreide über Quadratur auf blau-grauem Papier, 21.5 × 31.6 cm (Veneranda Biblioteca Ambrosiana, Pinacoteca – Milan (F.290 Inf. n. 18) © Veneranda Biblioteca Ambrosiana - Milano/De Agostini Picture Library)
  • Sebastiano del Piombo, Kardinal Bandinello Sauli, sein Sekretär und zwei Geografen, 1516, Öl auf Holz, 121.8 x 150.4 cm (153.7 x 181.6 x 10.2 cm gerahmt) (Washington, National Gallery of Art, Samuel H. Kress Collection, 1961.9.37)
  • Sebastiano del Piombo, Abstieg in die Vorhölle, 1516, Öl auf Leinwand, 226 × 114 cm (© Museo Nacional del Prado, Madrid (P00346)
  • Sebastiano del Piombo, Beweinung Christi, 1516, Öl auf Leinwand, Transfer von Holz, 260 × 193 cm (Eremitage, St Petersburg (GE-18) Photograph © The State Hermitage Museum /Vladimir Terebenin)
  • Sebastiano del Piombo, Abstieg in die Vorhölle (Prado), Beweinung Christi (Eremitage), Ribalta, Christus und die Apostel (Kopie nach Sebastiano), Zusammenstellung ARTinWORDS.
  • Sebastiano del Piombo, Porträt eines Mannes (Pierfrancesco Borgherini), um 1516/17, Öl auf Holz, 71.1 × 54.6 cm (San Diego Museum of Art, Gift of Anne R. and Amy Putnam (1950.107) © San Diego Museum of Art / Bridgeman Images
  • Sebastiano del Piombo, Madonna und Kind, um 1517, Öl auf Pappel, 68.5 cm dm (The Syndics of the Fitzwilliam Museum, University of Cambridge. Acquired with grants from the National Lottery through the Heritage Lottery Fund and the Art Fund with contributions from the Friends of the Fitzwilliam Museum, the Gow, Percival and University Purchase funds and the Perrins Bequest (PD.55-1997) © Fitzwilliam Museum, Cambridge
  • Sebastiano del Piombo, Madonna und Kind mit hl. Joseph, hl. Johannes dem Täufer und Stifter, 1517, Öl auf Holz, 97.8 x 106.7 cm (© The National Gallery, London, NG1450)
  • Sebastiano del Piombo, Kopf einer Frau (recto), um 1517/18, schwarze Kreide und weiße Gouache auf blauem Papier, 23.2 x 17.7 cm (© Musée du Mont-de-Piété, Bergues (2011.0.209.209)
  • Sebastiano del Piombo, Studien eines Männertorso und einer knienden Figur (verso), um 1517/18, schwarze Kreide und weiße Gouache auf blauem Papier, 17.7 × 23.2 cm (© Musée du Mont-de-Piété - Ville de Bergues (2011.0.209.209)
  • Sebastiano del Piombo, Studie für Martha und andere Figuren, um 1518, schwarzes Material (Kohle?) mit weißer Gouache, Feder und schwarze Tinte über Stylus Eindrücken auf graublauem Papier, 28.2 x 22.7 cm (Städel Museum, Frankfurt am Main (399) © Städel Museum - U. Edelmann/ARTOTHEK)
  • Sebastiano del Piombo, mit Entwürfen von Michelangelo, Die Erweckung des Lazarus, 1517–1519, Öl auf synthetischem Grund, Transfer von Holz, 381 x 289.6 cm, reproduzierter Rahmen, die Predella basiert auf Teilen des originalen Rahmens und antikem Gesims (© The National Gallery, London, NG1)
  • Sebastiano del Piombo, Studie für den Kopf des hl Franziskus, Handstudie, um 1517–1519, schwarze Kreide auf Papier, 17.2 × 12.2 cm (Gabinetto dei Disegni e delle Stampe, Gallerie degli Uffizi, Florenz (1787 F) © Soprintendenza Speciale per il Polo Museale Fiorentino, Gabinetto Fotografico, Ministero per i Beni e le Attività Culturali)
  • Sebastiano del Piombo, Die Visitation, 1518/19, Öl auf Leinwand, Transfer von Holz, 168 × 132 cm (Musée du Louvre, Département des Peintures, Paris (357) © RMN-Grand Palais (Musée du Louvre) / Hervé Lewandowski)
  • Sebastiano del Piombo, Maria und Elisabeth (Die Visitatio), um 1518/19, Öl auf Papier auf Leinwand, 42 x 57 cm (Collection Roberto Sgarbossa © Foto courtesy of the owner)
  • Sebastiano del Piombo zg, Portrait Michelangelos, um 1518–1520, Öl auf Holz, 88.5 × 74 cm (Galerie Hans, Hamburg © Foto Archivio Opificio delle Pietre Dure, Florence)
  • Sebastiano del Piombo, Karton für den Kopf des hl. Johannes, um 1519/20, schwarze und weiße Kreide auf zwei Blättern, 30.2 × 30.5 cm (The J. Paul Getty Museum, Los Angeles, California (82.GB.107)
  • Sebastiano del Piombo, Studie für den Propheten Ezechiel, um 1517, schwarze Kreide, graue und braune Lavierung und weiße Gouache über vier Stylusbögen am unteren Rand rechts, quadriert mit roter Kreide auf blauem Papier, 32 × 25 cm (National Gallery of Art, Washington, DC, Gift of Robert H. and Clarice Smith, 1985 (1985.40.1)
  • Sebastiano del Piombo, Porträt eines Mannes, vielleicht Christopher Columbus, 1519, Öl auf Leinwand, 106.7 x 88.3 cm (Metropolitan Museums, New York, Gift of J. Pierpont Morgan, 1900, 00.18.2)
  • Sebastiano del Piombo, Studie einer gehenden Figur (verso), um 1516–1520, schwarze Kreide und weiße Gouache auf blauem Papier, 38 × 24.7 cm (The British Museum, London (1895,0915.812) © The Trustees of The British Museum)
  • Sebastiano del Piombo, Kopf eines Mannes (recto), 1516–1520, schwarze Kreide und weiße Gouache, Stylus und rote Kreide auf blauem Papier, 38 × 24.7 cm (The British Museum, London (1895,0915.812) © The Trustees of The British Museum)
  • Sebastiano del Piombo, Porträt eines Humanisten, um 1520, Öl auf Holz, 134.7 x 101 x 3.5 cm (171.8 x 139.4 x 10.2 cm) (Washington, National Gallery of Art, Samuel H. Kress Collection, 1961.9.38)
  • Sebastiano del Piombo, Studie für Christus trägt das Kreuz (recto), um 1520–1525, Schwarze Kreide mit weißer Gouache auf Papier, mit blau-grauem Grund, 22 × 17 cm (Musée du Louvre, Département des Arts graphiques, Paris (5053) Photo © RMN-Grand Palais (musée du Louvre) / Thierry Le Mage
  • Sebastiano del Piombo, Gottvater teilt Licht von Dunkelheit, um 1525, schwarze Kreide auf Papier, 30.7 × 22.3 cm (Musée du Louvre, Département des Arts graphiques, Paris (34504) Photo © RMN-Grand Palais (Musée du Louvre) / Thierry Le Mage
  • Sebastiano del Piombo, Hl Familie mit hl Johannes Baptist (La Madonna del Velo), um 1525, Öl auf Pappel, 120.5 × 92.5 cm (Erzbischof von Olmüz - Archdiocesan Museum Olomouc (1076) © Archdiocesan Museum Olomouc/ photo Markéta Ondrusková)
  • Sebastiano del Piombo, Porträt von Clemens VII, 1525/26, Öl auf Leinwand, 145 × 110 cm (Museo di Capodimonte, Neapel (Q147) © Soprintendenza Speciale per il Polo Museale di Napoli)
  • Sebastiano del Piombo, Studie für den Kopf der Madonna, um 1530, schwarze Kreide und weiße Gouache auf blauem Papier, 9.2 × 8.4 cm (© By permission of the Governing Body of Christ Church, Oxford (1160)
  • Sebastiano del Piombo, Christus als Kind (verso), um 1530, schwarze Kreide auf blaugrauem Papier; 26.7 x 21.9 cm (Royal Collection Trust / © Her Majesty Queen Elizabeth II 2017 (RCIN 904813)
  • Sebastiano del Piombo, Heilige Familie mit einem Stifter (Papst Clemens VII) (recto), um 1530, schwarze Kreide und weiße Gouache auf Papier, 26.7 × 21.9 cm (Royal Collection Trust / © Her Majesty Queen Elizabeth II 2017 (RCIN 904813)
  • Sebastiano del Piombo, Clemens VII, um 1531, Öl auf Schiefer, 105,4 x 87,6 cm (Getty Center, Los Angeles)
  • Sebastiano del Piombo, Gottvater, um 1532/33, schwarze Kreide und weiße Gouache auf Papier, 30.1 × 23.7 cm (Royal Collection Trust / © Her Majesty Queen Elizabeth II 2017 (RCIN 904815)
  • Sebastiano del Piombo, Studie für die Visitation, um 1533, schwarze Kreide und weiße Gouache auf festem Papier, 37.6 × 23.2 cm (Musée du Louvre, Département des Arts graphiques, Paris (5051) Photo © RMN-Grand Palais (Musée du Louvre) / Jean-Gilles Berizzi
  • Sebastiano del Piombo, Das Treffen zwischen der Madonna und Elisabeth (Die Visitatio), um 1533–1536, Öl auf Mörtel, transferiert auf Leinwand, 141.5 × 192 x 4.6 cm (© Duke of Northumberland, Alnwick Castle)
  • Sebastiano del Piombo, Studie für vier stehende Frauen, um 1533–1536, schwarze und weiße Kreide, Spuren von Quadratur in schwarzer Kreide auf blauem Papier, 32.8 × 15.9 cm (The British Museum, London (1935,0713.2) © The Trustees of The British Museum)
  • Sebastiano del Piombo, Drei weibliche Figuren (Die Visitatio), um 1533–1536, Öl auf Mörtel, transferiert auf Leinwand, 144 × 121 x 4.4 cm (© Duke of Northumberland, Alnwick Castle)
  • Sebastiano del Piombo, Portät von Kardinal Reginald Pole, 1540-1547, Öl auf Leinwand, 112 x 94,5 cm (Eremitage, St. Petersburg)
  • Francisco Ribalta nach Sebastiano del Piombo, Christus erscheint den Apostel, um 1612–1616, Öl auf Leinwand, 201.5 x 100.4 cm (© Museo de Bellas Artes de Valencia)

 

Briefe von Sebastiano del Piombo an Michelangelo

  • Sebastiano del Piombo., Brief von Sebastiano del Piombo in Rom an Michelangelo in Florenz, 2. Juli 1518 © Casa Buonarroti, Florence (IX, 468)
  • Brief von Sebastiano del Piombo in Rom an Michelangelo in Florenz, 12. April 1520 (© Casa Buonarroti, Florence (IX, 471)
  • Brief von Sebastiano del Piombo in Rom an Michelangelo in Florenz, 15. Oktober 1520 (© Casa Buonarroti, Florence (IX, 467)
  • Brief von Sebastiano del Piombo in Rom an Michelangelo in Florenz, 6. September 1521 (© Casa Buonarroti, Florence (IX, 478)
  • Brief von Sebastiano del Piombo in Rom an Michelangelo in Florenz, 24. Februar 1531 (© Casa Buonarroti, Florence (IX, 481)

 

Literatur

  • Matthias Wivel, Michelangelo & Sebastiano (Ausst.-Kat. National Gallery, London), London 2017.
  • Bruce Cole, Titian and Venetian Painting, 1450–1590, Oxford 1999.

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  1. Im Übrigen befindet sich die Kirche in der Nähe der Fondaco die Tedeschi mit den Fresken Giorgiones und Dürers „Rosenkranzmadonna“ (1505) befand sich ebenfalls in der Kirche der Deutschen in Venedig.
  2. „I still don’t feel I am the same Bastinao that I was before the Sack of Rome in 1527: I still don’t feel in my right mind.“ Zitiert nach Michelangelo – Sebastiano (Ausst.-Kat. The National Gallery, London), London 2017, S. 234.
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.