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Stockholm | Moderna Museet: Giacometti. Face to Face

Alberto Giacometti, La Clairière, 1950 (Fondation Giacometti, Paris © Estate of Alberto Giacometti / VGB 2020)

Alberto Giacometti, La Clairière, 1950 (Fondation Giacometti, Paris © Estate of Alberto Giacometti / VGB 2020)

Alberto Giacometti (1901–1966) beschritt einen einzigartigen Weg innerhalb der europäischen Moderne und suchte beständig nach einer neuen Sprache für die Skulptur als „Doppel der Realität“. Die Ausstellung in Stockholm zeigt anhand von rund 100 Skulpturen und Gemälden die Entwicklung von Giacomettis Zugang – vom Nachkubismus über den Surrealismus zum Nachkriegsrealismus, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf seiner surrealistischen Zeit liegt.

Alberto Giacometti unterhielt sich zeitlebens mit einigen der einflussreichsten Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung beleuchtet drei Schriftsteller – Georges Bataille, Jean Genet und Samuel Beckett, mit denen der Künstler dauerhafte Freundschaften einging – und untersucht, wie diese Dialoge in Giacomettis Oeuvre nachvollzogen werden können.

Kuratiert von Jo Widoff, Moderna Museet, und Christian Alandete, Fondation Giacometti.

Alberto Giacometti. Face to Face in Stückholm: ausgestellte Werke

  • Alberto Giacometti, Femme cuillère, 1927, Gips (Fondation Giacometti Paris © Estate of Alberto Giacometti)
  • Alberto Giacometti, Cage [Käfig], 1930–1931 (Moderna Museet © Estate of Alberto Giacometti)
  • Alberto Giacometti, Objet désagréable, 1931 (Fondation Giacometti, Paris © Estate of Alberto Giacometti)
  • Alberto Giacometti, Le palais à 4 heures du matin, 1932 (Fondation Giacometti, Paris © Estate of Alberto Giacometti)
  • Alberto Giacometti, Le Nez [Die Nase], 1947–1949 (Fondation Giacometti, Paris © Estate of Alberto Giacometti)
  • Alberto Giacometti, La Clairière, 1950 (Fondation Giacometti, Paris © Estate of Alberto Giacometti)
  • Alberto Giacometti, Caroline en larmes, 1962 (Fondation Giacometti, Paris © Estate of Alberto Giacometti)
  • Henri Cartier-Bresson, Alberto Giacometti, 1961 (Henri Cartier-Bresson © / Magnum Photos © Estate of Alberto Giacometti)

Beiträge zu Alberto Giacometti

7. Juni 2018
Alberto Giacometti und Francis Bacon, 1965, Silbergelatineabzug, Foto: © Graham Keen

Bacon – Giacometti in der Fondation Beyeler Freundschaft und Konkurrenz

Alberto Giacometti (1901–1966) und Francis Bacon (1909–1992): Freunde und Rivalen gleichermaßen, die viel verband, darunter auch die englische Malerin Isabel Rawsthorne.
18. Mai 2018
Ferdinand Hodler, Blick ins Unendliche, 1913–1916, Öl auf Leinwand, 138 x 245 cm (Kunst Museum Winterthur, Geschenk des Galerievereins 1923)

Ferdinand Hodler – Alberto Giacometti Schweizer Heroen der Moderne im Dialog

Erstmals begegnen sich die beiden Großen der Schweizer Kunst des 20. Jahrhunderts in einer Ausstellung: Ferdinand Hodler (1853–1918) und Alberto Giacometti (1901–1966). 2018 jährt sich der 100. Todestag Hodlers: ein Grund, das Schaffen des herausragenden Schweizer Malers zu Beginn der Moderne zu würdigen und sich ihm mit einem radikal neuen Blick anzunähern.
16. April 2018
Alberto Giacometti. Pionier der Moderne (Cover des Ausstellungskatalogs), 2014

Alberto Giacometti: Biografie Lebenslauf des schweiz-französischen Bildhauers

Alberto Giacometti (1901–1966) wird heute als einer der wichtigsten Bildhauer gerühmt: Sohn eines Malers, Ausbildung, Surrealismus, wichtige Ausstellungen.
9. Mai 2017
Anish Kapoor, White Dark VIII, 2000, Fiberglas und Farbe, 160 x 160 x 64 cm (Privatbesitz), Foto: Anna-Maria Matzner, ARTinWORDS.

Intuition im Palazzo Fortuny Kuratiert von Axel Vervoordt und Daniela Ferretti (2017)

Intuition in der Kunst – über Kulturen, Zeiten und Regionen hinweg. Axel Vervoordt stellt einmal mehr für den Palazzo Fortuny eine atmosphärische Schau über das Unbewusste in der Kunst zusammen.
15. Februar 2017
Henrion, Selbstporträt als Pierrot, Öl auf Holz (Sammlung Klewan)

Sammlung Klewan Ausstellung im Belvedere

Helmut Klewan (* 1943) betrieb seit 1970 eine Galerie, in der er zeitgenössische Kunst der Wiener Aktionisten, Arnulf Rainer und Maria Lassnig vertrat. Das Desinteresse der heimischen Sammler ließ Klewan 1978 eine Zweigstelle in München eröffnen. Im Jahr 1973 stellte er erstmals Herman Nitsch aus und presste dessen erste Langspielplatte „Hermann Nitsch, Akustisches Abreaktionsspiel“. Als Wiener in München präsentierte er österreichische Künstlerinnen und Künstler (z.B. die erste Maria­Lassnig­Ausstellung 1981) in Süddeutschland. Helmut Klewan schloss die Wiener Galerie im Jahr 1986, die Münchner 1999. Seither ist Klewan als Sammler aktiv und beleiht viele Museen und Ausstellungen mit Werken seiner Sammlung. Sowohl als Sammler wie auch zuvor bereits als Galerist gestaltete er – vor allem durch Erstpräsentationen damals noch wenig bekannter Künstler – die Rezeptionsgeschichte der Kunst mit.
4. November 2016
Alberto Giacometti, Homme qui marche [Schreitender Mann], 1960, Bronze, 190 × 112,5 × 28 cm (Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk, Donation: The New Carlsberg Foundation), Ausstellungsansicht Schirn 2016, Foto: Alexandra Matzner.

Giacometti – Nauman Konfrontation in der Schirn

Gleißendes Licht von Bruce Naumans „Lighted Center Piece“ (1967/68) empfängt die Besucherinnen und Besucher in der Schau „Giacometti–Nauman“ in Frankfurt. Das Licht und seine Reflexion sind so hell, dass die Augen schmerzen. Gegenüber, wenn auch in sicherer Entfernung, steht Giacomettis „L’objet invisible (Mains tenant le vide)“ (1934/35). Das titelgebende Objekt, das die Figur Giacomettis hält, ist unsichtbar und wird nur durch die Handhaltung erahnbar. Dieses genaue Betrachten möchte Kuratorin Esther Schlicht herausfordern – sogar wenn es weh tut, sogar wenn es unmöglich scheint. Genau hinzustehen, befähigt, die beiden so bekannten Künstler in neuem Licht zu sehen. Dabei geht es in der Schirn weniger um das Wie ihrer Arbeitsweisen, sondern das Was! Ein überraschender Vergleich, ausgehend von Leitbegriffen, der rundum gelungen ist!