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Wien | Albertina: Bruegel und seine Zeit Niederländische Renaissance | 2023

Pieter Bruegel d. Ä., Maler und Kenner, Detail, um 1566, Feder in Braun, 25,5 × 21,5 cm (Wien, Albertina © Albertina, Wien)

Pieter Bruegel d. Ä., Maler und Kenner, Detail, um 1566, Feder in Braun, 25,5 × 21,5 cm (Wien, Albertina © Albertina, Wien)

Sensible Helldunkelzeichnungen, kritische Moralsatiren, Porträts, oder weite Landschaften – kaum eine Epoche der europäischen Kunstgeschichte sah eine so erstaunliche Vielfalt der Zeichenkunst wie die Niederlande des 16. Jahrhunderts. Mit größter technischer Virtuosität und außerordentlichem Erfindungsreichtum schufen die Künstler der Zeit Bilder einer sich radikal verändernden Lebenswelt.

Die Reformation, das Aufblühen des Kolonialhandels sowie die zunehmende Urbanisierung führten zu einer Neudiskussion gesellschaftlicher Normen. In Scheibenrissen für die Fenster von mächtigen Kathedralen und privaten Residenzen, in Entwürfen für kostbare Luxusobjekte, Gemälde oder Druckgrafiken fand die Zeichnung ein breites Feld der praktischen Anwendung. Darüber hinaus wurde das Medium aber auch zu einem eigenständigen Mittel des künstlerischen Ausdrucks, dem unter den finanzstarken Eliten eine neue Aufmerksamkeit als Sammelobjekt zukam.

Bruegel und seine Zeit in der Albertina 2023

Die Ausstellung der Albertina präsentiert eine Auswahl von rund 90 Werken aus eigenem Bestand, die diese unvergleichliche Blüte der Zeichnung veranschaulicht. Neben berühmten Meisterwerken von Jan de Beer, Pieter Bruegel der Ältere oder Hendrick Goltzius werden auch Blätter gezeigt, die nach erstmaliger Bearbeitung nun einer größeren Öffentlichkeit präsentiert werden. Das Projekt entsteht mit großzügiger Unterstützung der Regierung Flanderns.

Quelle: Albertina, Wien