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Wien aus der Luft

Hermann Kosel, Blick auf Wien von der Höhenstraße, 1936 © Wien Museum

Hermann Kosel, Blick auf Wien von der Höhenstraße, 1936 © Wien Museum

Wien aus der Luft zeigt die wachsende Stadt. Seit dem 15. Jahrhundert denken sich Menschen in die Vogelperspektive oder erheben sich über den Boden, um einen Überblick zu bekommen. Pläne, Vogelschauen, Pläne vermitteln das Bild der Stadt, wie es sich vor der Popularisierung des Flugzeugs nur Wenigen eröffnete. Kartografie – nicht nur Wiens – ist aber auch ein mächtiges Kontrollinstrument. Was wird gezeigt und was versteckt? Wie vollständig ist das Bild der Stadt aus großer Entfernung? Wozu dienen die schematisierten Darstellungen aus der Luft? Folgen sie einem Modell, sind sie wahrhaftige Bilder oder gar Projektionen auf die Stadt?

Beginnend mit dem Albertinischen Plan von Wien aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, zeigt das Wien Museum den Versuch, der Stadt wissenschaftlich und künstlerisch „beizukommen“. Zur Ballonfahrt des 18. Jahrhunderts gesellten sich im frühen 20. Jahrhundert Hochhäuser und Aussichtsplattformen, die den Perspektivwechsel von der Straße in der Stadt zum Blick auf die Stadt ermöglichen und gleichzeitig wieder kontrollieren.

 

Wien von Oben: Bilder

  • Albertinischer Plan von Wien, 2. Hälfte 15. Jahrhundert © Wien Museum
  • Jakob Alt, Ballonfahrt über Wien, 1847 © Wien Museum
  • Blick vom Hochhaus in der Herrengasse, um 1935/UNGERundKLEIN GesmbH, Wien © Scherl/SZPhoto
  • Hermann Kosel, Blick auf Wien von der Höhenstraße, 1936 © Wien Museum
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.