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Wiesbaden | Museum Wiesbaden: August Macke Umfassenden Retrospektive zum deutschen Expressionisten

August Macke, Stillleben mit Apfelschale und japanischem Fächer, Detail, 1911 (Kunstmuseum Bonn)

August Macke, Stillleben mit Apfelschale und japanischem Fächer, Detail, 1911 (Kunstmuseum Bonn)

August Macke, einer der bedeutendsten Künstler des deutschen Expressionismus, starb zu Beginn des Ersten Weltkriegs – Ende September 1914 im Alter von gerade einmal 27 Jahren. Nach dem Krieg organisierte seine Frau Elisabeth, um August Macke vor einem schnellen Vergessen zu bewahren, eine „August Macke Gedächtnis-Ausstellung“. Die Ausstellung aus dem Nachlass des Künstlers war mit über 160 Werken bestückt und gastierte im Herbst 1920 auch im Museum Wiesbaden. Anlässlich dieser vor exakt 100 Jahren durchgeführten umfassenden Retrospektive präsentiert das Museum Wiesbaden in enger Kooperation mit dem Kunstmuseum Bonn August Macke und dessen Werk in all seiner Vielfalt.

August Macke. Expressionist zwischen Bonn, München und Paris

In der Ausstellung „August Macke. Expressionist zwischen Bonn, München und Paris“ wird Mackes stilistische Entwicklung nachvollziehbar: Ausgehend vom impulsiven Impressionismus eines Lovis Corinth, der kurzzeitig in Berlin sein Lehrer war, trug er durch seine Begegnung mit dem Fauvismus und Futurismus in Paris (Henri MatisseRobert Delaunay) und die Zugehörigkeit zur 1911 in München gegründeten Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“ um Wassily Kandinsky und Franz Marc einen entscheidenden Beitrag zum künstlerischen Aufbruch nach der Jahrhundertwende bei.

1910 kehrt er vom Tegernsee im Umland Münchens zurück nach Bonn. In seiner Geburtsstadt Bonn entfaltete er aufgrund seiner mannigfaltigen Erfahrungen und seinem intuitiven Gespür für Farben große Wirkung auf die hiesige Kunstszene, etwa als Initiator der „Ausstellung Rheinischer Expressionismus“ im Jahr 1913. Nur ein Jahr zuvor hatte ihm die für die Entwicklung der Avantgarde bedeutende Galerie Thannhauser in München die erste Einzelausstellung ausgerichtet.

August Macke in Wiesbaden

Die Wiesbadener Ausstellung beleuchtet anhand sorgfältig ausgewählter Werke alle Schaffensphasen August Mackes. Doch Macke war in deutlich mehr Medien als „nur“ der Malerei. Ziel der Überblicksausstellung ist daher, Macke als Künstler vorzustellen, der vom Gemälde über die Zeichnung zur Druckgrafik bis hin zum atmosphärischen Aquarell viele Medien beherrschte. Die zarten Aquarelle stammen vom Thuner See in der Schweiz oder sind während der berühmten Reise mit Paul Klee und Louis Moilliet im afrikanisch-orientalischen Tunis (April 1914) entstanden.

August Mackes bildkünstlerischen Gattungen waren durch und durch klassischer Natur: Landschaft, Stillleben und Porträt. Ein besonderes Augenmerk der Werkschau liegt auf dem positivistischen Menschenbild des Künstlers, das sich nicht nur in seiner Aktkunst offenbart, sondern auch und gerade in seinen vielen Darstellungen des Menschen in der Natur oder dem modischen Flaneur, der sich in den Schaufenstern der Großstadt prismatisch gebrochen schillernd spiegelt.

Beschlossen wird die 80 Werke umfassende Retrospektive mit Beispielen seiner abstrakten Kunst und angewandten Entwürfen sowie Arbeiten der Maler, die er von Bonn aus im Rheinland – darunter etwa Heinrich Campendonk oder Heinrich Nauen – inspirierte.

Alle Werke ließen den Ausnahmekünstler August Macke letztlich, obwohl ihm lediglich zehn Jahre zur Entfaltung blieben, zu einer eigenständigen Stimme im Orchester jener Maler werden, die mit aller Macht und dennoch (hier hebt er sich von den anderen Avantgardekünstlern seiner Zeit ab) auf harmonische Art und Weise die Konventionen des ausgehenden 19. Jahrhundert überwinden wollten.

Quelle: Pressetext

August Macke in Wiesbaden: Bilder

  • August Macke, Stillleben mit Apfelschale und japanischem Fächer, 1911 (Kunstmuseum Bonn)

Beiträge zum Expressionismus

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Angelika Kauffmann (1741–1807) vertritt exemplarisch den neuen Typus einer europaweit vernetzten und weltgewandten Künstlerin. Ihr breitgefächertes Œuvre repräsentiert wesentliche Aspekte des internationalen Klassizismus im Zeitalter der Aufklärung und Empfindsamkeit.
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Peter Lindbergh war einer der einflussreichsten Modefotografen der letzten 40 Jahre. Er fotografierte Menschen so wie sie sind, natürlich und authentisch, und prägte einen völlig neuen Typus des Supermodels.
18. Juni 2020
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K. H. Hödicke, der Berliner Maler, in der Pinakothek der Moderne und in einem zweibändigen Katalog, vorgestellt als Zeichner von duftigen DIN-A4-Blättern und monumentalen malerischen Gouachen. Der Erwerb von 53 Arbeiten auf Papier durch die Staatliche Graphische Sammlung München wie eine zweijährige Zusammenarbeit ihres Direktors Michel Hering mit dem Künstler ermöglichen, Hödicke als gewitzten, sich mit der Pop-Art, Konzeptkunst und seiner Umgebung höchst innovativ beschäftigenden Maler kennenzulernen.