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Camille Henrot, Tuesday, 2017, (Filmstill 5) Image Research, Courtesy die Künstlerin, König Galerie, Berlin; kamel mennour, Paris/London und Metro Pictures, New York

Camille Henrot. If Wishes Were Horses

Ausstellung der französischen Medienkünstlerin in der Kunsthalle Wien, Karlsplatz

Camille Henrot (* 1978) wurde mit Videos und Animationsfilmen bekannt, in denen sie kulturell und sexuell geprägte Bilder, Objekte und Symbole aus allen Zeiten und Orten der Welt einander überlagerte. Ihr Methodenrepertoire reicht von anthropologisch-wissenschaftlicher Forschung bis zur eigenen Intuition, wenn sie Mythen, Ökonomie, Wissenschaft und Tradition miteinander in Beziehung setzt. Die entstehenden Werke sind vieldeutig, ja widersprüchlich, und berühren Fragestellungen zu Politik, Wirtschaft und gesellschaftlichem Zusammenleben.

Edward Burtynsky, Salinas #3, Càdiz, Spanien 2013 © Edward Burtynsky, courtesy Admira, Milano / Galerie Springer Berlin.

Edward Burtynsky – Wasser

Ausstellung über die Zerstörung der Wasserressourcen im KUNST HAUS WIEN

Der Ressource Wasser, dem blauen Planeten und der Nachhaltigkeit widmet Edward Burtynsky (* 1955) seit über 30 Jahren sein Werk. Der kanadische Fotograf wurde mit großformatigen Aufnahmen von veränderten und zerstörten Landschaften bekannt und zeigt im KUNST HAUS WIEN die jüngste Werkserie, für die er fünf Kontinente bereist hat: „Wasser“.

Yulia Tikhomirova, Baltica, 2003–2016 © Yulia Tikhomirova

I dreamed we were alive

Ausstellung mit Arbeiten von Ekaterina Anokhina, Lena Rosa Händle, Hanna Putz, Yulia Tikhomirova, Borjana Ventzislavova im KUNST HAUS WIEN

Die Austellung „I dreamed we were alive“ versammelt Arbeiten von fünf zeitgenössischen Fotokünstlerinnen, die um persönliche Erinnerungen kreisen. Ekaterina Anokhina (*1983, Moskau), Lena Rosa Händle (*1978, Berlin), Hanna Putz (* 1987, Wien), Yulia Tikhmirova (* 1981, St. Petersburg) und Borjana Ventzislavova (* 1976, Sofia) zeigen intim wirkende Einblicke in ihre Leben, ihre Beziehungen, ihre sozialen Kontakte. Neben der Ausstellung erarbeiteten die Fünf Fotobücher als zweites Vermittlungsformat.

Pınar Öğrenci, A Gentle Breeze, Leaving Istanbul (3)

Pınar Öğrenci – A Gentle Breeze Passed Over Us

Ausstellung im KUNST HAUS WIEN, Garage

Pınar Öğrenci (* 1973, Van, Türkei), Künstlerin, Aktivistin, Autorin, thematisiert in „A Gentle Breeze Passed Over Us“ (2017) Krieg, Migration und Asyl – und wählte für ihre Erzählung das Schicksal des in Wien lebenden Irakers Ahmed Obaid Shaqaqi. In der Vier-Kanal-Videoinstallation sieht man den jungen Iraker, dessen Vater als Intellektueller und Journalist in die Flucht gedrängt wurde. Über Istanbul und einen Schlepper kam der ehemalige Musikstudent nach Wien. Nicht einmal seine Oud, eine Kurzhalslaute, ist ihm geblieben. Und dennoch versuchte er jetzt in Wien, mit Hilfe der Musik ein neues Leben aufzubauen.

Gabriele Rothemann, Vierundzwanzig Vogelkäfige, Rauminstallation, 2009

Gabriele Rothemann. Quire. Vierundzwanzig Vogelkäfige

Ausstellung im MUSA, Wien

Gabriele Rothemann (* 1960) stellt im MUSA unter dem Titel „Quire“ erstmals eine installative Version ihrer „Vierundzwanzig Vogelkäfige“ vor. Der altenglische Begriff für Chor lässt phonetisch an „choire“ denken, welchen die vierundzwanzig Singvögel in ihren Käfigen bilden. Von „quiet“ kann keine Rede sein!

Installationsansicht: Marcel Odenbach. Beweis zu nichts, Kunsthalle Wien 2017, Foto: Stephan Wyckoff: Beweis zu nichts, 2016, © Marcel Odenbach & BILDRECHT GmbH, 2017, Courtesy Galerie Gisela Capitain, Köln und Anton Kern Gallery, New York

Marcel Odenbach. Beweis zu nichts

Ausstellung des deutschen Medienkünstlers in der Kunsthalle Wien

Marcel Odenbach (* 1953) ist bekannt für Filme und komplexe Bild-Collagen, in denen er die deutsche Geschichte, Kolonialismus und das Medium Film reflektiert. Für die Kunsthalle Wien realisierte er den Film „Beweis zu nichts“ über das Mahnmal im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald.

Bruno Munari, Supplemento al dizionario italiano – I Gesti, 1963 (© Bruno Munari, All rights reserved to Maurizio Corraini s.r.l.)

Mehr als nur Worte

Poetischen (Sprach)Bilder sind das Ziel von Luca Lo Pinto und Vanessa Joan Müller in der Kunsthalle Wien. Ausgehend von dem Konzept der poetischen Sprache des Linguisten und Semiotikers Roman Jakobson (1896–1982) – „Poesie ist Sprache in ihrer ästhetischen Funktion“ – gruppieren sie Kunstwerke „jenseits semantischer Eindeutigkeit“ (Müller).

Peter Kner et al., Super-resolution video microscopy of live cells by structured illumination, Ausschnitt, 2009 © Macmillan Publishers Ltd: Nature Methods, 2009

Hannah Black. Small Room

Geformte Körper und analysierte Zelle im mumok

Hannah Black stellt im mumok einmal mehr die Frage, was es bedeutet einen Körper zu haben. Die in Manchester geborene Videokünstlerin untersucht, wie Kategorien von Geschlecht, Identität, Rasse, Gewalt Körper formen. Von „einem Körper“ zu sprechen erscheint ihr absurd, unterscheiden sich die Körpererfahrungen unterschiedlicher Menschen doch grundlegend. Was aber würde passieren, wenn diese Konzepte, die sich so sehr in Körper einschreiben, eines Tages überwunden wären?

Franz West, Sitzskulptur, 2004, Aluminium lackiert, 87 x 175 x 163 cm (Foto: Archiv des Künstlers © Verein Archiv Franz West, Albertina, Wien: Sammlung Essl)

Sammlung Essl in der ALBERTINA

Privatsammlung in Wien bald wieder zugänglich!

Klaus Albrecht Schröder, Karlheinz Essl und Hans Peter Haselsteiner geben heute die Übergabe der Sammlung Essl an die ALBERTINA bekannt. Für 27 Jahre wird die Albertina die Dauerleihgabe für die konservatorische Verwahrung, wissenschaftliche Aufarbeitung und öffentliche Präsentation übernehmen. Der Bund fördert die digitale Aufarbeitung der Sammlung Essl mit einer Million Euro.

Elger Esser, Pointe du Percho, Frankreich, 2006, C-Print, DiaSec Face

Elger Esser – Aetas

Ausstellung zu Proust, Frankreich und Nicht-Zeit in Linz

Elger Esser (* 1967) stellt für das Landesmuseum Linz seine erste museale Präsentation zusammen. Der Titel „Aetas“ (lat. Zeitalter) beschreibt die Faszination des Fotokünstlers für die Zeit, die in seinen Aufnahmen mehrfach stehengeblieben zu sein scheint. Zum einen konstruiert er in seiner jüngsten, für Esser charakteristischer Weise in über zehn Jahren entstandenen, jüngsten Serie „Combray“ eine Stadt, die nur zwischen zwei Buchdeckeln existiert.

Hans-Peter Feldmann, 9/11, 2001, Detail 4, Ausstellungsansicht MUSA 2016, Foto: Alexandra Matzner.

Fotografie und Politik seit 9/11

Was haben Hans-Peter Feldmanns „9/11“ (2001) und Panos Tsagaris „Golden Newspaper“ (seit 2011), Anna Jermolaewas „120 m“ (2015/16) und Florian Rainers „Fluchtwege“ (2015) gemeinsam? Sie nutzen Fotografie als Dokumentations- und Kommunikationsmittel, dekonstruieren die Verwendung von Fotografie in Massenmedien und stellt Lebensbedingungen vieler seit 9/11 vor. Kuratorin Gunda Achleitner stellte gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen vom EMOP eine Gruppenausstellung zusammen, deren dramatischer Beginn mit dem Fall der Türme, der Wirtschaftskrise in Griechenland bis zur Flüchtlingsbewegung von 2015 reicht.

Johann Victor Krämer, Modellstudie vor dem unvollendeten Gemälde „Nymphentanz“, um 1898, Albumin © Belvedere.

Fotografie inspirierte Makart bis Klimt

Warum die Angst der Maler vor dem technischen Bild erst um 1900 eintrat

Wie reagierten Künstler auf die Erfindung der Fotografie? Oder vielleicht doch besser: Hatten sie Angst vor der Fotografie? Monika Faber fragt gemeinsam mit dem Belvedere im Sommer 2016 nach den Reaktionen von Malern auf die neue Technologie. Fürchteten sich Maler wirklich vor dem neuen Medium, und wie gingen sie mit ihm um?

Zelko Wiener, PHANTASMA TITANinnEN, 2006, Kunst im öffentlichen Raum Ars Electronica Center Fassade, Detail, Großbilddruck, Acryl auf Gitternetzplane © MUSA.

Zelko Wiener – mit digitaler Kunst ins WWW

Zwischen 0 und 1 | Kunst im digitalen Umbruch

Zelko Wiener (1953–2006) gilt als Pionier der Medienkunst in Wien. Das MUSA widmet dem frühverstorbenen Künstler mit Wurzeln im heutigen Serbien zehn Jahre nach seinem Tod eine erste Retrospektive.

Elma Choung, Berthold Ecker, Dieter Ronte (Hg.), Eva Choung-Fux. Continuing Connections

Eva Choung-Fux

Nach dem Ende der Welt. Eine Retrospektive im MUSA

Eva Choung-Fux (* 1935), geborene Wienerin und seit 2006 dauerhaft auf Mallorca sesshaft, war eine der wichtigen Lehrenden an der Angewandten und wird im MUSA erstmals in einer umfassenden Einzelpräsentation institutionell gewürdigt.

Gustav Klimt – Emilie Flöge, Ausstellung im Gustav Klimt Zentrum am Attersee 2016, Installationsansicht: Alexandra Matzner.

Gustav Klimt – Emilie Flöge

Reform der Mode, Inspiration in der Kunst

Gustav Klimt (1862–1918) und Emilie Flöge (1874–1952) waren ein kreatives Power-Paar, das sich gegenseitig künstlerisch antrieb und unterstützte. Trotz akribischer Spurensuche bleibt jedoch Emilie Flöge die große Unbekannte an der Seite des österreichischen Malers.

Fiona Tan, Nellie (schreibend), 2013, Videoinstallation, Farbe, Stereosound, 3 min 9 sec, geloopt, Safety master, video projector, media player, amplifer, stereo speakers Dimensions variable Courtesy the artist and Frith Street Gallery, London © Foto: Fiona Tan.

Fiona Tan. Geografie der Zeit

Erinnerung auf Film gebannt

Fiona Tan vertrat 2009 die Niederlande auf der 53. Biennale von Venedig. Das Nationalmuseum in Oslo organisierte nun gemeinsam mit dem MUDAM in Luxemburg, dem MMK Museum für Moderne Kunst in Frankfurt und dem Tel Aviv Museum of Art eine international angelegte Ausstellungstournee und einen viersprachigen Ausstellungskatalog.

Anselm Kiefer, Himmelspaläste, Cover (Schirmer/Mosel).

Anselm Kiefer: Himmelspaläste

Der Skulpturenzyklus in Höpfingen

Der genauso bedeutende wie umstrittene Künstler suchte aus Fundstücken und Fragmenten das darzustellen, was eigentlich unvorstellbar und daher auch undarstellbar ist: Die Kabbala berichtet in Gleichnissen und Metaphern von den Geheimnissen des Himmels und der Erlösung des Menschen, Mythen übersetzen menschliche Erfahrungen exemplarisch in Geschichten.

Ai Weiwei with one of his photographs from Dropping a Han Dynasty Urn, Royal Academy of Arts, 2015. Photo courtesy of Royal Academy of Arts, London. Photography © Dave Parry.

Ai Weiwei in der Royal Academy

Einführung in das Werk des chinesischen Konzeptkünstlers

Der chinesische Konzeptkünstler Ai Weiwei (* 1957) wird in der Royal Academy of Arts mit einer umfassenden Werkschau geehrt, die Adrian Locke und Tim Marlow gemeinsam mit dem Künstler kuratierten. Der seit 26. Mai 2011 als Ehrenmitglied aufgenommene Politrebell überzeugt in London durch präzise konzipierte Installationen. Seine Würdigung der chinesischen Kunsttradition, die in perfekt umgesetzten Möbel-Objekten und Skulpturen bzw. seinem kreativen Umgang mit historischen Materialien ihren Ausdruck findet, seine kritische Haltung der chinesischen Führung gegenüber, seine Unbeugsamkeit trotz schwierigster Bedingungen, sein Kampf für freie Meinungsäußerung ließen ihn mit Recht zu einem der bekanntesten Künstler der Welt werden.

Ron Mueck, Mother and Child, 2001–2003, Mischtechnik, 24 x 36 x 89 cm (Courtesy the artist und Hauser & Wirth), Installationsansicht "Rabenmütter": Alexandra Matzner.

Mütterbilder von 1900 bis heute

Rabenmütter – Zwischen Kraft und Krise

Kinder profitieren von „Rabenmüttern“!? Damit, wenn auch verkürzt, ließ eine Harvard Studie jüngst aufhorchen. Nur, was auf Deutsch als „Rabenmutter“ wie eine Grimm’sche Märchenfigur betitelt und seit dem 19. Jahrhundert das Gegenteil zur innig liebenden, fürsorglichen Mutter bezeichnet wird, heißt auf Englisch „working mother“ oder in der Linzer Ausstellung „Mom of the Year“. Die Kuratorinnen aus Linz – Stella Rollig, Elisabeth Nowak-Thaller und Sabine Fellner – stellen sich angesichts aktueller Entwicklungen und Diskussionen der brennenden Frage nach den Veränderungen des Mutterbildes seit 1900.

Toulouse-Lautrec und die Photographie, HIRMER (Cover)

Toulouse-Lautrec und die Fotografie

Selbstinszenierung und Dokumentation

Bislang war hinlänglich bekannt, dass sich Henri de Toulouse-Lautrec für seine lebensnahen Gemälde, Plakate und Grafiken ins Nachtleben des Montmartre stürzte und seine Eindrücke in Skizzen in Blei- oder Farbstift festhielt (→ Toulouse-Lautrec: Leben und Werk). Dass er sich darüber hinaus auch mit Fotografie beschäftigte, war zwar präsent, ist aber bis zu dieser Ausstellung in Bern nur marginal gewürdigt worden. Der Spezialist für Vallotton und das Pariser Fin-de-Siècle Rudolf Koella hat in der Bibliothèque nationale im Musée de Montmartre in Paris, bei Privatsammlern und Verwandten des Künstlers sowie im Musée Toulouse-Lautrec in Albi noch unbekanntes Fotomaterial gefunden und sich Gedanken zum „fotografischen Blick“ Toulouse-Lautrecs gemacht.

Julia Margaret Cameron, Julia Jackson (von der Seite), 1867, 61 x 51 x 4 cm, Albumindruck von einem nassen Kollodiumnegativ © Victoria and Albert Museum, London.

Julia Margaret Cameron

Pionierin der Fotografie

„Mein Ziel ist, die Fotografie zu nobilitieren und für sie den Charakter und den Gebrauch der Hochkunst zu sichern, indem ich das Reale und das Ideale kombiniere und bei aller Hingebung zur Poesie und Schönheit nichts von der Wahrheit zu opfern.“

Axel Hütte, Furka II, Schweiz, 1995, C-Print, 125 x 155 cm, Courtesy Axel Hütte / Schirmer/Mosel, München © Axel Hütte, Foto: © Axel Hütte.

Landschaftsfotografie heute. Von Hamish Fulton bis Andreas Gursky

Ausstellung „Landscape in my Mind“

Ausgangspunkt für die Vermessung der zeitgenössischen Landschaftsfotografie bietet für Kurator Florian Steiniger das Werk von Hamish Fulton, der seit Ende der 1960er Jahre Landschaften erwandert und seine Eindrücke mit der Kamera festhält. „Walk Work“ nennt er seine Art der Natur zu begegnen und sein Erstaunen in schwarz-weiße Bilder umzuwandeln.

Tanja Boukal, Rewind: Obersalzberg, Detail, 2008/09, Fototransfer, verschiedene Größen, Foto: Alexandra Matzner. (c) Tanja Boukal.

Fotografie – Geschichte – Erinnerung

Ausstellung „Memory Lab“ im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie 2014/15

„Im Versuchslabor der Erinnerung. Fotografie fordert die Geschichte heraus“ – so oder ähnlich könnte man Titel und Untertitel der Schau übersetzen. Die Herausforderung liegt aber vielleicht weniger im Medium selbst begründet als bei den Produzent_innen der Fotografien, die noch bis 21. März 2015 im MUSA ausgestellt sind. Entgegen der landläufigen Meinung, Fotografie wäre ein dokumentarisches Medium, das mit unbestechlichem Auge die Etappen der Geschichte aufzeichnet, strotzen die Fotografien, Videos und Installationen im MUSA nur so von subjektiven Blicken, persönlichen Zugängen und individuellen Recherchen zu historischen Ereignissen.

Arnulf Rainer, Ausstellungskatalog (Cover)

Arnulf Rainer

Zum 85. Geburtstag richtet die Albertina einem der wichtigsten Künstler Österreichs eine umfassende Retrospektive aus. Von ersten surrealistisch inspirierten Zeichnungen über die bekannten Zentralisationen, unerwartete Proportionsstudien hin zu den Fotoübermalungen und Kreuzübermalungen erstreckt sich die Präsentation. Das Werk des 1929 in Baden bei Wien geborenen Künstlers zeigt sich in seiner Radikalität überraschend frisch. Die Bedeutung der Zeichnung – oder auch des Zeichnens – ist für die Genese seines Werks kaum zu überschätzen.

Candida Höfer. Foto: Ralph Müller.

Candida Höfer. Düsseldorf

Architekturfotografie vom Feinsten

Candida Höfer wurde mit menschenleeren, auratisch aufgeladenen Innenraumaufnahmen voller Licht und Detailschärfe berühmt. Dass ihren streng symmetrischen Fotografien in den Siebziger Jahren eine Phase des Experiments voranging, wird in dieser spannenden Retrospektive erstmals in Österreich gezeigt. Der Blickt auf das vierzigjährige Werk ermöglicht, von Höfers berühmten Bildern abzurücken und die Bemühungen der Fotokünstlerin auszuloten, sich ihres Stils stets zu vergewissern, indem sie sich in die verschiedensten Richtungen vortastet.

Francesca Woodman, Untitled, New York, 1979/2001, Schwarz-Weiß-Silbergelatineabzug auf Barytpapier, 14,7 × 14,8 cm / 25,3 × 20,2 cm © Courtesy George and Betty Woodman, New York / SAMMLUNG VERBUND, Wien.

Francesca Woodman

Poetische Fotografien und Selbstinszenierungen

Als erste in Österreich präsentiert die SAMMLUNG VERBUND eine Retrospektive der jung verstorbenen, amerikanischen Fotokünstlerin Francesca Woodman (1958–1981). Das fotografische Werk entstand im Dialog ihres Körpers mit leerstehenden Räumen und literarischen Vorbildern wie Marcel Proust aber auch der griechischen Mythologie. Vieler ihrer Bilder inszenieren ihren Körper als ein sich auflösendes Objekt, als ob er Teil der verfallenden Ausstattung wäre. So stellte sich Woodman der Vergänglichkeit und machte diese im Medium Fotografie spürbar. Ihre höchst atmosphärisch aufgeladene Schwarz/Weiß-Aufnahmen durchweht ein Hauch von Nostalgie und Geheimnis.

Ulla von Brandenburg, Innen ist nicht Außen, Blick auf den Vorhang, Installationsansicht Wiener Secession 2013, Foto: Alexandra Matzner.

Ulla von Brandenburg

Ulla von Brandenburg bestreitet den fünften Zyklus der 2013er Ausstellungen der Wiener Secession. Vor allem auf Ulla von Brandenburgs Installation und Filmarbeit im Hauptausstellungsraum darf man gespannt sein. Die 1974 in Karlsruhe geborene Künstlerin, die in Paris lebt, stellt ihren neuen Schwarz-Weiß Film „Die Straße“ vor. Bevor sich die Besucher_innen in den Film setzen können, müssen sie allerdings eine riesige Bühne erklimmen!

Kurt Ingerl, Struktur, 1978, Foto: Alexandra Matzner.

Die 70er Jahre: Expansion der Wiener Kunst

Feminismus, Abstraktion und erste Medienkunst

Das MUSA präsentiert im Zweijahres-Rhythmus eine Auswahl aus einem Jahrzehnt Wiener Kunstschaffens. Im Herbst/Winter 2013/2014 werden die 70er Jahre unter dem Titel „Expansion der Wiener Kunst“ aufgefächert. Bereits ein schneller Rundgang zeigt, wie viel die heutige Kunstszene diesem Jahrzehnt verdankt, und wie viele Wiener Künstler_innen von den großen Ausstellungshäusern sträflich vernachlässigt werden.

Elfie Semotan in der Kunsthalle Krems, Foto: Alexandra Matzner.

Elfie Semotan

Modefotografin und die Kunst

Der international renommierten Modefotografin Elfie Semotan (* 1941) wird in Krems die erste Österreich-Retrospektive ihrer Karriere gewidmet: Neben Modefotografien, die die außergewöhnliche Stellung der Fotografin belegen, finden sich Landschaftsbilder, Künstlerporträts aber auch jüngere, konzeptuelle Arbeiten.

Mathias Poledna, Imitation of Life, 2013 (Pal), 35mm color film, optical sound, 3:00 min, 35mm frame enlargement, Courtesy of Mathias Poledna; Galerie Meyer Kainer, Vienna; Galerie Buchholz, Cologne/Berlin; Richard Telles Fine Art, Los Angeles.

Mathias Poledna: Imitation of Life (2013)

Biennale von Venedig 2013

„Imitation of Life“, ein dreiminütiger Animationsfilm im alten Stil, schließt nahtlos an die in diesem Jahr in der Wiener Secession gezeigte Arbeit „A Village by the Sea“ an. Wie schon der schwarz-weiße Musical-Film ist auch der Animationsfilm ein Produkt der 30er Jahre, die gezeigten Märchen und Fabeln lassen das Publikum in eine andere Welt, eine künstliche flüchten. Den Pavillon gestaltete Poledna völlig um, indem er den Hof temporär für einen Kinosaal schließen ließ. Die strenge Symmetrie bleibt dadurch erhalten, die „Vorräume“ sind mit vier Serien von Wasserfall-Zeichnungen Polednas gefüllt.

Ragnar Kjartansson, The Visitors (mit Gitarre im Bad), 2012, Still, Nine channel HD video projection, Duration: 64 minutes, Courtesy of the artist, Thyssen-Bornemisza Art Contemporary.

Ragnar Kjartansson: „The Visitors“ (2012)

Melancholische Ballade bei Astor-Livingston’s

Die Nachkommen der Astor und Livingston-Familien, die heute das Gebäude besitzen und nur notdürftig auf Schuss halten, sitzen auf der überdachten Veranda und stimmen in den Chor mit ein. In der Küche findet sich der Schlagzeuger, ein Gitarrist in der Bibliothek, die Cellistin in einem Schlafzimmer wie auch der zweite Gitarrist, zwei Flügel zeugen vom Wohlstand der ehemaligen Hausbesitzer, Kjartansson selbst positioniert sich in der Badewanne und lässt auch das plätschernde Wasser Teil der Klangkulisse werden. Jede_r hat seine eigene Stimme, seine eigene Interpretation des Dargebrachten. Mehr als eine Stunde singen, swingen und grübeln die Musiker_innen und ihre Gastgeber über einige wenige Zeilen, in denen das bittere Ende (der Beziehung) aus weiblicher Sicht beschrieben wird.

Hellen van Meene, Untitled, St. Petersburg , 2008, 29 x 29 cm , Analoger C-Print © Hellen van Meene.

Hellen van Meene

Portraits

Die traditionelle Funktion von Porträts – Erinnerungsbilder und Repräsentanten gleichermaßen zu sein – erfüllen die Aufnahmen von Kindern und Jugendlichen der Holländerin Hellen van Meene nicht. Das wird auf dem ersten Blick klar! Hellen van Meene sucht nicht Charakter und Geschichte ihrer Modelle zu ergründen, macht keine lieblich-romantischen Kinderporträts, sondern interessiert sich für das Zukünftige und Mögliche des Jungseins generell. So ist es wohl auch kein Zufall, dass Köpfe und Oberkörper jene Partien des menschlichen Leibes sind, die die Künstlerin besonders fokussiert, für lange Haare kann sie sich sichtbar begeistern.

Gerhard Richter, Wolken (Fenster), 1970 (Essl Museum Klosterneuburg/Wien), Installationsansicht „Wolken“ im Leopold Museum, Foto: Alexandra Matzner.

Wolken in der Malerei

Welt des Flüchtigen

Essentiell für die Landschaftsmalerei – erstmals wissenschaftlich eingeteilt im frühen 19. Jahrhundert. Das Leopold Museum widmet sich dem wichtigen Nass zwischen Himmel und Erde.

Bernd und Hilla Becher, Gasbehälter, 1965–2001, zusammengestellt 2003, Vier S/W-Fotografien: 1. Essen-Altenessen, D, 1976, 2. Wanne-Eickel, D, 1965, 3. Neunkirchen, Saarland, D, 1975, 4. Recklinghausen, D, 1978, Je 40,5 x 31,5 cm © Bernd und Hilla Becher / SAMMLUNG VERBUND, Wien, Courtesy the artists and Sonnabend Gallery, New York.

open spaces | secret places

Werke aus der SAMMLUNG VERBUND

Vielleicht ist die Vertikale Galerie bei so manchen Museumsbesucher_innen noch ein „geheimer Platz“, wo man zwar gratis aber nur mit Führung und gegen Voranmeldung (+43-50313-50044) Einlass findet. Die VERBUND-Zentrale am Hof hat sich aber mit den vergangenen Ausstellungen etwa über Brigit Jürgenssen (2009), zum aufregenden Frühwerk von Cindy Sherman (2012) und der geplanten Schau über Francesca Woodman (Herbst/Winter 2013) bereits einen unumstößlichen Platz in der Wiener Ausstellungsszene erarbeitet.

Mathias Poledna, A Village by the Sea, 2011, Courtesy of the artist und Galerie Meyer Kainer; Galerie Buchholz, Cologne/Berlin.

Mathias Poledna: A Village by the Sea (2011)

Beziehungsdrama in der Secession

Mathias Poledna verwandelt den Hauptausstellungsraum der Secession in ein Kino der Extraklasse. Wenn man vom extrem hellen Vorraum – eine Art Korridor mit 16 Editionen einer alten Filmwerbung an der Wand und Neonröhren an der Decke – in den Saal weitergeht, brauchen die Augen einige Minuten, bis sie sich an die absolute Dunkelheit darin gewöhnt haben. Poledna inszeniert hier den idealen Projektionsraum für seinen im Loop laufenden Schwarz-Weiß-Film „A Village by the Sea“ aus dem Jahr 2011. Im Stil einer klassischen Hollywoodromanze aus der Zeit der Großen Depression gedreht, begegnet sich ein wohlhabendes Paar in seinem Wohnzimmer und träumt voneinander, ohne sich wirklich zu sehen.

Lewis Baltz, Santa Cruz (B), 1970, Albertina, Wien - Erworben mit Unterstützung der Kunstsektion des Bundes (Galerienförderung).

Lewis Baltz

Direkte Fotografie

Der amerikanische Fotograf Lewis Baltz (* 1945) verband zwischen 1967 und 1989 präzise Schwarz-Weiß Fotografie mit minimalistischem Zugang. Er stellte dem Wirtschaftsaufschwung, der Technologiegläubigkeit der „Roaring Sixties“ und der farbenfrohen Pop-Art düstere Bilder von urbanen Peripherien entgegen. Mit wenigen Ausnahmen sind sie menschenleer.

Erwin Wurm, De Profundis (Hatje Cantz)

Erwin Wurm „De profundis“

Köperbilder, Künstlerkollegen und die Gotik

Auf Einladung von Dir. Klaus-Albrecht Schröder entwickelte Erwin Wurm eine neue Werkserie, die in der Albertina erstmals präsentiert wird. Unter dem Titel „De profundis“ widmet sich der für seine One-minute-sculptures international bekannt gewordene Bildhauer dem Thema des Künstlerbildes. In 31 Selbstporträts stellt sich Wurm dem Klischee des „leidenden Künstlers“, indem er gotische Bildformeln auf sich übertrug. Diese Zeichnungen werden durch überschriebene und übermalte Fotografien von ca. 25 befreundeten Künstlerkollegen aus Wien und Umgebung ergänzt.

Karl Friedrich Schinkel, Die Zauberflöte. I. Akt, 6. Szene: Sternenhimmel, Thron der Königin der Nacht, 1819-24, Aquatinta und Radierung koloriert, Österreichisches Theatermuseum, Wien © Kunsthistorisches Museum Wien

Nacht in der Kunst. Kapitel 1: Romantik bis Symbolismus

Die Nacht im Zwielicht

Auf die Frage, welche Bewandtnis es mit der Nacht in Wien hätte, antworten die Kuratoren Brigitte Borchhardt-Birbaumer und Harald Krejci im Belvedere mit 282 Ausstellungsobjekten – 72 davon aus eigenem Bestand. Das Belvedere besitzt in seiner Gemäldesammlung eine erhebliche Anzahl von „Nachtstücken“ aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Darüber hinaus schufen Wolfgang Amadeus Mozart und Emanuel Schikaneder mit der „Königin der Nacht“ aus der „Zauberflöte“ eine bemerkenswerte Protagonistin, die dem Licht der Aufklärung die Dunkelheit der Nacht entgegensetzt (1791 in Wien uraufgeführt).

René Magritte, Der sechzehnte September, 1958

Nacht in der Kunst. Kapitel 2: Landschaften und Metaphern

Die Nacht im Zwielicht

Die „Erhabene Landschaften unter dem Mond“ in Raum vier bringt Michael Wutkys „Die Spitze des Vesuvs beim Ausbruch“ (1782-84, Belvedere), Carl Gustav Carus` „Winterlandschaft mit verfallenem Tor“ (1816-18, Dresden, Galerie Neue Meister) und Caspar David Friedrichs „Abendlichen Wolkenhimmel“ (1824, Belvedere) zusammen.

Streulicht 1 (Cover)

Streulicht

Magazin für Fotografie und Artverwandtes

Ist „Streulicht. Magazin für Fotografie und Artverwandtes“ eine Publikation über Fotografie und Theorie oder ein Fanzine, oder handelt es sich gar um ein Künstlerbuch? Hochwertige Aufmachung, cooles Design und viel künstlerischer Inhalt sprechen aber dann m.E. doch sehr für die Abteilung Künstlerbuch! Der Crossover macht Österreichs neuestes, halbjährlich und zweisprachig erscheinendes Magazin zu einem echten „Hingucker“ und ist sogar zum „Hineinschnuppern“ geeignet.

Wolfgang Tillmans, Tukan, 2010, Courtesy Galerie Buchholz, Köln/Berlin

Wolfgang Tillmans. Neue Welt

Eine Werkschau

Wolfgang Tillmans jüngste Ausstellung firmiert unter dem Titel „Neue Welt“ in der Züricher Kunsthalle. In drei separate Raumfolgen im neuen und renovierten Löwenbräukunst-Areal, wo die Kunsthalle Seite an Seite mit Galerien aktuelle Werke internationaler Künstler_innen zeigt, inszeniert Tillmans große Prints seiner jüngsten Arbeiten.

Dionisio Gonzalez, Comercial Santo Amaro, 160 x 450 cm, Installationsansicht, Foto: Alexandra Matzner

distURBANces

Monat der Fotografie 2012

Gunda Achleitner, Kuratorin der Ausstellung „distURBANces“ im MUSA, präsentiert die wichtigsten künstlerischen Positionen der Schau. Sie haben gemeinsam, dass sie das fotografische Bild nutzen, um Parallelwelten abzulichten. Entweder sind diese wie Funparks von Menschenhand bereits realisiert, (noch) virtuelle Welten in Form von Computerspielen oder aber auch Miniaturmodellen. Sie alle spiegeln das menschliche Bedürfnis wider, in die Realität einzugreifen, sie den eigenen Vorstellungen gemäß zu überformen. Wo läuft überhaupt die Grenze zwischen Realität und Fiktion?

Peter Bialobrzeski, Paradise Now, #18, 2009, C-Print, 60 x 75 cm, © Peter Bialobrzeski, Courtesy: L.A. Galerie – Lothar Albrecht, Frankfurt

Wo findet sich die Realität?

Interview mit Berthold Ecker und Gunda Achleitner

Berthold Ecker und Gunda Achleitner im Gespräch mit Alexandra Matzner über den Stellenwert der Fotografie, die Geschichte des Europäischen Monats der Fotografie, die Herausforderung einer internationalen Zusammenarbeit und die kommende Ausstellung „distURBANces“ im MUSA

Blick in die Ausstellung ANDREAS GURSKY im Museum Kunstpalast, Düsseldorf. Rimini, 2003, 298 x 207 cm, © Andreas Gursky / VG Bild-Kunst, Bonn 2012 Courtesy Sprüth Magers Berlin London. Foto: Julia Reschucha, Medienzentrum Rheinland

Andreas Gursky in Düsseldorf

Vom Rhein über Bahrain nach Bangkok und Katar

Andreas Gursky, selbst von 1981 bis 1987 Student an der Kunstakademie Düsseldorf und seit 2010 hier auch Professor, stellt im Museum Kunstpalast 60 Werke aus allen Schaffensperioden aus. Gemeinsam mit Kurator Beat Wismer entschied er sich, die Arbeiten nicht chronologisch, sondern nach thematischen Bezügen zueinander aufzuhängen.

Wiener Aktionsmus (Verlag der Buchhandlung Walther König)

Wiener Aktionismus

Kunst und Aufbruch im Wien der 1960er Jahre

Eva Badura-Triska und Hubert Klocker fächern auf 416 Seiten die Geschichte des Wiener Aktionismus auf. Ohne Übertreibung muss man dieses Buch nicht mehr und nicht weniger als die „Bibel des Wiener Aktionismus“ bezeichnen. Mit 1400 Abbildungen, acht Haupttexten und einer Reihe von vertiefenden Artikeln ist es die materialreichste Hinführung zu einer der radikalsten künstlerischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts.

Gillian Wearing, Self Portrait at 17 Years Old, 2003, C-Print, gerahmt, 115,5 x 92 cm © the artist, courtesy Maureen Paley, London, 2012, Foto © Kunstsammlung NRW.

Gillian Wearing

Fotografische Suche nach dem Selbst

Gillian Wearing (* 1963) schuf bereits am Beginn ihrer Karriere eines der ikonischen Bilder des späten 20. Jahrhunderts: Ein junger, gut gekleideter Mann hält ein Schild mit der Aufschrift „I`M DESPERATE“ vor sich. Sein leichtes Lächeln scheint sich nicht mit der offenbarten Verzweiflung auf dem Blatt Papier zu decken. Diesem Auseinanderklaffen zwischen äußerem Erscheinungsbild und Innenleben gilt das Hauptinteresse der mit Fotografie und Film arbeitenden Britin.

John Coplans, Frieze No. 6, 1994, Silbergelatinepapier (Albertina, Wien).

John Coplans: Körper als Protest

Fotografierte Körper-Selbst-Bilder der 1980er und 1990er

Rund um die zwischen 1984 und 2000 entstandenen Körper-Selbst-Bilder von John Coplans (1920 London – 2003 New York) entwickelt Walter Moser, Sammlungskurator für Fotografie an der Albertina, eine spannende Ausstellung zum Thema „Körper als Protest“. Die ca. 40 Foto- und Videoarbeiten von Vito Acconci, Miyako Ishiuchi, Robert Mapplethorpe, Bruce Nauman, Ketty La Rocca, Hannah Villiger, Hannah Wilke und John Coplans kreisen um Selbstinszenierung und Körpersprache, Alter und Krankheit, arbeiten oftmals mit Fragmentierungen. Coplans nimmt unter den acht Künstler_innen eine Sonderstellung ein, war er doch Kunsttheoretiker, Museumsdirektor und Künstler in einer Person.

William S. Burroughs, Brion Gysin, Untitled (p. 157), um 1965, Mixed media/assemblage/collage, Los Angeles County Museum.

Die Kunst des William S. Burroughs

Cut-ups, Cut-ins, Cut-outs

William S. Burroughs (1914-1997) gehört neben Jack Kerouack und Allen Ginsberg zu den wichtigsten amerikanischen Autoren der Beatgeneration. Seine Bücher – darunter das berühmte „Naked Lunch“ (1959 erstmals erschienen) – aber auch die Nutzung der Cut-up-Technik machten Burroughs zu einem Idol der Gegenkultur.

Vicki Lee Ragan, The Princess and the Frogs, 1983, Polaroid Polacolor, 20 x 24″ © Vicki Lee Ragan

Polaroid [Im]possible

The WestLicht Collection

Im Juni dieses Jahres überraschte die Wiener Galerie WestLicht mit der Pressemeldung, dass ein Teil der legendären Polaroid-Sammlung für Wien erworben werden und so in ihrer Integrität erhalten werden konnte. 2009 hatte die Versteigerung des amerikanischen Teils dieser Firmen-Sammlung in Kunstkreisen großes Aufsehen erregt. Zwei Jahre später konnte nun der europäische Teil, seit 20 Jahren in den Archiven des Schweizer Musée de l’Elysée in Lausanne verwahrt, für Wien gesichert werden.

Peter Blake, Marcel Duchamp´s World Tour: He meets the Congress of Unusual People with the Ringling Brothers and Barnum and Bailey (Combined) Circus Season – 1929, 2004-05 © Peter Blake, David Roberts Collection, London, Image Courtesy Waddington Custot Galleries, London, Foto/Photo: Prudence Cuming Associates, London.

Parallelwelt Zirkus

Clowns und Akrobatik als Inspirationsquelle für Künstler

„Herrreinspaziert, herrreinspaziert! Manege frei für Menschen, Tiere, Sensationen!“ Dass der Zirkus eine Welt der Superlative, des Geheimnisvollen und des Abenteuers ist, die die Besucher in ihren Bann zu ziehen vermag, scheint eine Plattitüde und kaum der Rede wert.

Clegg & Guttmann. Portraits and Other Cognitive Exercises

Werke von 2001 bis 2012 in der BAWAG

Die Ausstellung „Portraits and Other Cognitive Exercises 2001–2012“ bringt eine gute Auswahl an Werken des Künstlerduos Clegg & Guttmann zusammen, die deren Kunstauffassung und Interessenslagen wunderbar entschlüsseln helfen.

Andrea Gursky (Hatje Cantz).

Andreas Gursky im Louisiana

Ausstellung des deutschen Fotografen in Dänemark

Das wunderbar gelegene Museum of Modern Art Louisiana in Dänemark widmet dem wichtigen deutschen Fotokünstler Andreas Gursky (* 1955 in Leipzig) eine Einzelausstellung, die wohl so ziemlich die wichtigsten Arbeiten aus der inzwischen 25-jährigen Schaffenszeit in Humlebæk zusammenführt. Der bei Hatje Cantz erschiene zweisprachige Katalog (dt./engl.) gibt daher einen guten Überblick über die Entwicklung des Fotografen, wobei die Anordnung der Bilder nicht chronologisch erfolgt.

Michael Snow, Paris de jugement Le and or State of the Art © Secession 2012, Foto: Wolfgang Thaler.

Michael Snow „Recent Works“

in der Wiener Secession

Der kanadische Experimentalfilmer, Jazz-Musiker und Konzeptkünstler Michael Snow zeigt in der Secession eine Auswahl aus den letzten zehn Jahren seines Schaffens (geb. 1929 in Toronto).

Die andere Seite des Mondes, Cover (DuMont)

Künstlerinnen der Avantgarde

Die andere Seite des Mondes

Die Kunstsammlung NRW schreibt noch bis 15. Jänner 2012 den kunsthistorischen Kanon der 1920er und 1930er Jahre um, indem sie acht Künstlerinnen besonders in den Blickpunkt nimmt. Sophie Taeuber-Arp, Sonia Delaunay, Hannah Höch, Florence Henri, Claude Cahun, Dora Maar, Katarzyna Kobro und Germaine Dulac werden in ausführlichen Biographien im Anhang (S. 262-286) und – mit Ausnahme Dulacs – im begleitenden Katalog in spannenden Texten vorgestellt. Die AutorInnen erzählen ein Kapitel europäischer Kunstgeschichte neu und bringen damit eine vergessene Facette in Erinnerung: Die Avantgarde wurde nicht nur von Künstlern erfunden, sondern in der Diskussion mit Künstlerinnen vorangetrieben.

Paul Freiberger, Im Springturm, um 1931, Albertina, Wien.

Die Explosion der Bilderwelt

Die letzte Ausstellung von Monika Faber als Albertina-Kuratorin, wenn auch nicht ihre letzte Schau in diesem Haus, ist der Aufarbeitung der österreichischen Fotografiegeschichte gewidmet. Unter dem Titel „Die Explosion der Bilderwelt. Die Photographische Gesellschaft in Wien 1861–1945“ zeigen circa 120 Exponate Nutzung wie Sprengkraft des neuen Bildmediums.

Florian Pumhösl

Ausstellung „678“ im mumok

Florian Pumhösl (* 1971) wurde 2009 vom MUMOK eingeladen, die Sammlung der Klassischen Moderne neu zu hängen und darüber hinaus zwei Ebenen mit einer Einzelausstellung zu bespielen. Hinter dem Titel „678“ verbergen sich daher jene Stockwerke, für die der Künstler neue Konzepte, darunter „Abstrakter Raum“ für die Moderne, entwickelt hat.

Loan Nguyen, Marée Haute, 2008, Ink-jet Druck, auf Aluminium kaschiert, Ed. 1/8 © Loan Nguyen / SAMMLUNG VERBUND, Wien.

Loan Nguyen

Prinzip Zartgefühl

In der Vertikalen Galerie der VERBUND-Zentrale (Am Hof 6a, 1010 Wien) zeigt Gabriele Schor bis 30. März 2011 erstmals in Österreich eine repräsentative Auswahl von Fotografien der Schweizer Künstlerin Loan Nguyen, Jahrgang 1977. Die Sammlungsleiterin hat die Fotokünstlerin 2004 auf der Kölner Messe entdeckt und seither kontinuierlich Arbeiten angekauft. Inzwischen besitzt der Verbund 21 Arbeiten von Nguyen, deren Stärke, so Schor, in ihrer Augenblickshaftigkeit, dem Gleichgewicht zwischen Objekten, Landschaft und Menschen sowie ihrer meditativen Grundstimmung liegen. „Prinzip Zartgefühl“ beschreibt daher nicht nur die zurückhaltende Farbigkeit der Fotografien, sondern vor allem die Auswahl der Orte und die Inszenierungen Nguyens.

Lars Blunk (Hg.): Die fotografische Wirklichkeit. Inszenierung – Fiktion – Narration, transcript VERLAG, Bielefeld August 2010.

Die fotografische Wirklichkeit. Inszenierung – Fiktion – Narration

Lars Blunk (Hg.)

Lars Blunck, Gastprofessor für Kunstgeschichte an der Technischen Universität Berlin, legt mit diesem in vielerlei Hinsicht interessanten Sammelband ein wichtiges Kompendium zum derzeit so virulent geführten Diskurs über die „Wahrhaftigkeit“ der Fotografie vor. Ausgehend von einer kritischen Beurteilung von Roland Barthes Diktum, dass Fotografie notwendigerweise immer auf eine reale Sache verweise, setzt sich Blunck mit der Frage auseinander, ob ein Index (= Hinweisungszeichen) auch ein ikonisches Zeichen (= steht für etwas) sein könne.

Heinrich Kühn, Hans vor einem Schrank knieend, um 1903, brauner Gummibichromatdruck, 469 x 356mm, Kupferstich-Kabinett Dresden.

KunstFotografie

Emanzipation eines Mediums

Als Max Lehrs, der renommierte Druckgrafikexperte und Sammlungsdirektor des Dresdner Kupferstich-Kabinetts, 1899 die Qualitäten der Kunstfotografie beschrieb, urteilte er über eine Fotografie von Karl Greger: „Die Staubwolke (über der heimwärts ziehenden Schafherde) ist eminent künstlerisch aufgefasst und erreicht vollkommen die Wirkung eines Gemäldes.“ (Max Lehrs, Dresdner Anzeiger, Oktober 1899).

Ralph Goings, Airstream, 1970, Öl auf Leinwand, 152 x 214 cm, Sammlung MUMOK, Foto MUMOK © Ralph Goings.

Hyper Real

Wirklichkeit in Malerei und Fotografie

Ähnlichkeit sei ein automatisches Nebenprodukt dessen, was er tue, pflegt Chuck Close, einer der Begründer der hyper- oder fotorealistischen Malerei der 60er Jahre, über seine „Köpfe“ zu sagen. Riesig stehen sie dem Betrachter am Eingang der Ausstellung im MUMOK gegenüber, man kann sich aufgrund von Größe und Malweise ihrer Wirkung nicht entziehen. Beim Nähertreten fällt sukzessive ihre teilweise „Unschärfe“ auf und kann daraus schlussfolgern, dass eine Fotografie und nicht der lebende Mensch als Vorlage für das Gemälde gedient haben muss.

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