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Hannah Black. Small Room

Österreich / Wien: mumok
17.3. – 18.6.2017

Hannah Black stellt im mumok einmal mehr die Frage, was es bedeutet einen Körper zu haben. Die in Manchester geborene Videokünstlerin untersucht, wie Kategorien von Geschlecht, Identität, Rasse, Gewalt Körper formen. Von „einem Körper“ zu sprechen erscheint ihr absurd, unterscheiden sich die Körpererfahrungen unterschiedlicher Menschen doch grundlegend. Was aber würde passieren, wenn diese Konzepte, die sich so sehr in Körper einschreiben, eines Tages überwunden wären? In einer für das mumok konzipierten Installation setzt sich Hannah Black mit Fragen nach kollektiver Identität sowie der politischen Instrumentalisierung von Herkunft und Abstammung auseinander.

Den Titel der Ausstellung – „Small Room“ – bezieht die Künstlerin auf die menschliche Zelle bzw. der Gefängniszelle. Einerseits geht Black in der Visualisierung von Stoffwechselvorgängen in der Zelle in Form einer Fabriksproduktion aus, zum anderen zeig sie die erstaunlichen Entdeckungen der Fluoriszenzmikroskopie in lebenden Zellen. Immer aber geht es ihr um die Darstellbarkeit von Leben, um Fragen von Abstammung und in Frage zu stellenden biologischem Determinismus.

Kuratorin: Marianne Dobner

 

 

Biografie von Hannah Black

In Manchester geboren.
Wollte Tänzerin werden und verließ ihr Elternhaus mit 17 Jahren.
Studium der Englischen Literatur in Cambridge.
Filmschule nach sechs Monaten abgebrochen, um Kunst zu studieren.
2013 Studienabschluss und MFA im Fach „Art Writing“ an der Goldsmiths University.

 

Hannah Black: Werke

  • Hannah Black, Bodybuilding, 2015, Digitales Video, Farbe, Ton, 8:10 Min., in Auftrag gegeben von Yarat Contemporary Art Centre, Baku.
  • Hannah Black, My Bodies, 2014, Digitales Video, Farbe, Ton, 3:30 Min., Courtesy Hannah Black and Arcadia Missa.
  • Peter Kner et al., Super-resolution video microscopy of live cells by structured illumination, Ausschnitt, 2009 © Macmillan Publishers Ltd: Nature Methods, 2009. → „Super-resolution video microscopy of live cells by structured illumination“, in: Nature Methods 6, 339–342 (2009) (http://www.nature.com/nmeth/journal/v6/n5/abs/nmeth.1324.html, letzter Aufruf 27.2.2017)

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