5. Dezember 2022
Yves Klein, Relief éponge bleu (Kleine Nachtmusik), 1960, Städel Museum, Frankfurt am Main, © The Estate of Yves Klein / VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Frankfurt | Städel Museum: Das Relief von Rodin bis Picasso Herausragend! | 2023

Die Möglichkeiten des Reliefs von 1800 bis in die 1960er Jahre, von Thorvaldsen bis Bontecou.
29. November 2022
Antico, Büste des Marc Aurel, Detail, um 1500, Bronze, vergoldet, 72,5 x 60,0 cm (LIECHTENSTEIN. The Princely Collections, Vaduz–Vienna, Inv.-Nr. SK 1630)

Wien | Gartenpalais Liechtenstein: Bronzen der Fürsten von Liechtenstein Gegossen für die Ewigkeit | 2023

Die Fürstlichen Sammlungen beherbergen einige der kostbarsten Bronzeplastiken vom 15. bis zum 19. Jahrhundert. Im März 2023 werden sie mit hochkarätigen Leihgaben aus den weltweit bedeutendsten Bronzesammlungen ergänzt.
26. November 2022
Barbara Hepworth, Stringed Figure (Curlew), Version II, Detail, 1956, Edition 1959 (© Bowness. Photo © Kirstin Prisk)

St. Ives | Tate St Ives: Barbara Hepworth Kunst und Leben der Bildhauerin in Cornwall

Die Ausstellung in der Tate St Ives wird gemeinsam mit dem Hepworth Wakefield Museum organisiert. Sie wird einen Fokus auf Hepworths Leben in Cornwall legen und viele ihrer wichtigsten Werke zusammenbringen.
24. November 2022
Yamazaki, Tsuruko, Red (work) (Shape of Mosquito Net), 1956, Installation at Gutai Outdoor Art Exhibition, 1956, Ashiya, Japan © Estate of Tsuruko Yamazaki, Courtesy of LAD

München | Haus der Kunst: Immersive Environments von Künstlerinnen 1956–1976 Other Spaces | 2023/24

14 Künstlerinnen, aus 3 Generationen & 3 Kontinenten: Geschichte des Environments vom Ursprung bis zu seiner Würdigung 1976 und seine Protagonistinnen. Erstmals fokussiert das Haus der Kunst auf die Künstlerinnen des Environments.
18. November 2022
Norbert Kricke, Raumplastik, 1959 © Nachlass Norbert Kricke, Foto: Octavian Beldiman

Duisburg | Lehmbruck Museum: Norbert Kricke Zum 100. Geburtstag des informellen Bildhauers | 2022/23

Seinen 100. Geburtstag nimmt das Lehmbruck Museum zum Anlass für eine Studioausstellung, die sich dem facettenreichen Werk des Rheinländers zuwendet.
16. November 2022
Magdalena Abakanowicz, Abakan Red 1969 (Tate. © Magdalena Abakanowicz Foundation)

London | Tate modern: Magdalena Abakanowicz Abakans - zwischen Textil und Skulptur | 2022/23

Ziel der Ausstellung ist, die Phase der Veränderung genauer unter die Lupe zu nehmen, als Abakanowicz ihre künstlerische Praxis radikal neu definierte: als sie ihre gewebten Formen von der Wand löste und sie in den Raum übertrug.
31. Oktober 2022
Germaine Richier in ihrem Atelier, um 1955, von Agnes Verda

Paris | Centre Pompidou: Germaine Richier

Die Hauptthemen der Richier-Ausstellung erschließen sich aus ihrer bildhauerischen Praxis: Menschen, Tiere, Mythen usw. Es wird zu zeigen sein, wie Germaine Richier eine Neubelebung der Figur anstieß und nach dem zweiten Weltkrieg neue Männer- und Frauenbilder entwarf.
29. Oktober 2022
Walter De Maria, The Arch, 1964 (The Menil Collection, Houston. © The Estate of Walter De Maria. Foto Paul Hester)

Houston | The Menil Collection: Walter De Maria Boxes for Meaningless Work | 2022/23

Erste museale Präsentation zur mehr als 50-jährigen Karriere Walter De Marias in den USA - mit Neuerwerbungen, mit manchmal humorvolle Handlungen und spielerische Gesten ohne produktiven Ausgang und der Auseinandersetzung des Künstlers mit Wahrnehmung, Raum, Naturgewalten und dem Konzept des Erhabenen.
19. Oktober 2022
Johann Gottfried Schadow, sog. Prinzessinnengruppe, Detail, 1797, Marmor (© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Andres Kilger)

Berlin | Alte Nationalgalerie: Johann Gottfried Schadow Neue Erkenntnisse zum Berliner Bildhauer der Klassizismus

Viele neue Erkenntnisse sind seit der letzten Retrospektive zu Johann Gottfried Schadow, seinem Werk aber auch Werkstattbetrieb und seinen Arbeitsmethoden bekannt geworden – Zeit für eine neue Retrospektive!
15. Oktober 2022
Phyllida Barlow

Hannover | Sprengel Museum: Phyllida Barlow Kurt-Schwitters-Preis | 2022

Phyllida Barlow ist Preisträgerin des von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung vergebenen Kurt-Schwitters-Preises und wird mit einer Ausstellung geehrt.
14. Oktober 2022
Borchgrave x Kahlo

Brüssel | Königliche Kunstmuseen: Isabelle de Borchgrave X Frida Kahlo Miradas de Mujeres | 2022/23

Die Casa Azul und Frida Kahlos Liebe zum Textil inspiriereten Isabelle de Borchgrave zu einer begehbaren Installation.
14. Oktober 2022
Franz von Stuck, Tilla Durieux als Circe in dem gleichnamigen Stück von Pedro Calderón de la Barca, 1912 (Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie/ Leihgabe der Bundesrepublik Deutschland, Foto: bpk/Nationalgalerie, SMB, Leihgabe der Bundesrepublik Deutschland/Jörg P. Anders)

Wien | Leopold Museum: Tilla Durieux Eine Jahrhundertzeugin und ihre Rollen | 2022/23

In einer umfassend angelegten Schau geht das Leopold Museum erstmals der Faszination, die Tilla Durieux bereits bei ihren Zeitgenoss:innen auslöste, auf den Grund. Anhand von Bildnissen quer durch alle Medien folgt sie den Spuren dieser schillernden Persönlichkeit.
10. Oktober 2022
Louise Bourgeois, FALLEN WOMAN (FEMME MAISON), Detail, 1946/47, Foto Christopher Burke, © The Easton Foundation / Bildrecht, Vienna

Wien | Belvedere: Louise Bourgeois Frühe Ölgemälde | 2023/24

Die Schau in den barocken Räumlichkeiten des Unteren Belvedere setzt Bourgeois’ Gemälde der 1940er–Jahre mit späteren Skulpturen, Rauminstallationen und Grafiken in dialogischen Bezug.
7. Oktober 2022
Aristide Maillol, La Montagne, 1937 (Musée d'Orsay, déposé à Lyon, Musée des Beaux-Arts, Foto © RMN-Grand Palais (musée d'Orsay) / René-Gabriel Ojeda)

Zürich | Kunsthaus: Aristide Maillol

Die Ausstellung vereinigt über 150 Werke, die das Schaffen Maillols in all seinen Facetten beleuchten.
23. September 2022
Isamu Noguchi, Lunar Infant, 1944, Magnesit, Holz, elektronische Komponenten, 55,9 x 40,6 x 40,6 cm (The Isamu Noguchi Foundation and Garden Museum, New York, Estate of the artist, 1988)

Bern | Zentrum Paul Klee: Isamu Noguchi

Die umfangreiche Ausstellung erkundet Noguchi als Weltenbürger, der zwischen den USA, Japan und Italien pendelte und in seinem unvergleichlichen Œuvre verschiedene kulturelle Traditionen und Techniken verschmolz.
21. September 2022
Maria Bartuszová, Untitled 1985 (Tate, Presented by the Estate of Maria Bartuszová and Alison Jacques, London, 2018 © The Archive of Maria Bartuszová, Košice. Courtesy of The Estate of Maria Bartuszová, Košice, and Alison Jacques, London)

London | Tate Modern: Maria Bartuszová Delikate Gipsskulpturen mit Naturbezug | 2022

Fragile Skulpturen, Zeichnungen und Fotografien der slowakischen Künstlerin Maria Bartuszová geben einen Überblick über ihr Werk seit den 1960er Jahren.
19. September 2022
Blick vom Oberen Belvedere auf den Schlosspark, Wien

Wien | Belvedere-Garten: Zeitgenössische Kunst im Belvedere-Garten Public Matters | 2023

17. September 2022
Aenne Biermann, Kaktus, Detail, um 1929, Gelatinesilberpapier, 17,1 x 12,1 cm (Museum Ludwig, Köln, Foto: Rheinisches Bildarchiv, Köln)

Köln | Museum Ludwig: Grüne Moderne Die neue Sicht auf Pflanzen | 2022/23

Die Ausstellung „Grüne Moderne. Die neue Sicht auf Pflanzen“ führt uns zurück ins frühe 20. Jahrhundert und wie die Künste Pflanzen betrachteten — nicht die Natur im großen Maßstab, sondern einzelne Pflanzen.
15. September 2022
Mona Hatoum in ihrem Londoner Atelier, 2018, Foto: Gabby Laurent

Berlin | Georg Kolbe Museum: Mona Hatoum Macht – Politik – Körper | 2022

Mona Hatoum (*1952) zum 70. Geburtstag: Installationen zur Erforschung prekärer Zustände in einer globalisierten Welt.
2. September 2022
Donatello, Madonna mit Kind (Madonna Pazzi), Detail, um 1420–1425 (Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst. Foto Antje Voigt)

Berlin | Gemäldegalerie: Donatello Erfinder der Renaissance | 2022

Im Fokus der Ausstellung „Donatello. Erfinder der Renaissance“ in der Gemäldegalerie steht neben der Vielschichtigkeit seines Werkes vor allem dessen Einfluss auf die Entwicklung der gesamten Renaissancekunst, nicht zuletzt auch auf die Malerei.
27. August 2022
Ai Weiwei, La Commedia Umana, 2017–2021, schwarzes Murano Glas, 240 x ø 185 cm, Foto courtesy of Francesco Allegretto and Berengo Studio, Venice

Venedig | Abbazia di San Giorgio Maggiore: Ai Weiwei. La Commedia Umana Memento Mori | 2022

„La Commedia Umana“ ist eine riesige, hängende Skulptur, die aus über 2.000 schwarzen Glasstücken besteht, handgefertigt von den Meistern des Berengo Studios in Murano.
13. August 2022
Anish Kapoor, Sectional Body preparing for Monadic Singularity, 2015, außen © Anish Kapoor

Wuppertal | Skulpturenpark Waldfrieden: Anish Kapoor Körper und Nicht-Körper | 2023

Im Skulpturenpark präsentiert Anish Kapoor neben einer Auswahl aktueller Werke auch seine begehbare Großskulptur „Sectional Body preparing for Monadic Singularity“ von 2015.
22. Juli 2022
Louise Bourgeois, The Good Mother, Detail, 2003 (© The Easton Foundation/VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Christopher Burke)

Berlin | Gropius Bau: Louise Bourgeois: The Woven Child The Woven Child | 2022

„The Woven Child“ ist die erste große Ausstellung, die sich ausschließlich mit dem textilen Werk von Louise Bourgeois beschäftigt.
19. Juli 2022
Richard Serra, Four Rounds: Equal Weight, Unequal Measure, 2017, geschmiedeter Stahl (© 2022 Richard Serra / Artists Rights Society (ARS), New York, Foto: Cristiano Mascaro, Courtesy David Zwirner, New York/London)

Potomac | Glenstone Museum: Richard Serra Four Rounds: Equal Weight, Unequal Measure

Neues Gebäude für Richard Serras „Four Rounds: Equal Weight, Unequal Measure“ von Thomas Phifer von Thomas Phifer and Partners.
10. Juli 2022
Richard Serra, Zeichnungen, Installationsansicht David Zwirner 2022 © Richard Serra & David Zwirner

New York | David Zwirner: Richard Serra Sculpture & Drawings | 2022

Serras neue Skulptur „2022“ (2020–2022) aus geschmiedetem Stahl wird in den Galerien im zweiten Stock mit einer neuen Serie von Zeichnungen des Künstlers präsentiert.
9. Juli 2022
Yayoi Kusama, INFINITY MIRRORED ROOM - DANCING LIGHTS THAT FLEW UP TO THE UNIVERSE, 2019, verspiegeltes Glas, Holz, LED Lichtsystem, Metall und Acryl (Courtesy of David Zwirner)

Montreal | PHI Foundation: Yayoi Kusama Dancing Lights That Flew Up To The Universe | 2022

Zur Feier ihres 15-jährigen Bestehens präsentiert die PHI Foundation for Contemporary Art zwei beeindruckende „Infinity Mirrored Rooms“ von Kusama | 2022
7. Juli 2022
Tony Cragg, Deep Early Form, 2003, Bronze patiniert (ALBERTINA, Wien – Familiensammlung Haselsteiner © Bildrecht, Wien, 2021)

Wien | Albertina: Tony Cragg Skulpturen und Zeichnungen des Bildhauers | 2022

Erste Ausstellung des 1949 in Liverpool geborenen und in Wuppertal und Berlin lebenden Bildhauers Tony Cragg in der Albertina Wien.
3. Juli 2022
Berlinde De Bruyckere, Foot, 2008 (© Berlinde De Bruyckere, Private Collection, London, Foto: Mirjam Devriendt)

Remagen | Arp Museum: Berlinde De Bruyckere PEL / Becoming the figure | 2022

Die faszinierenden und zugleich aufwühlenden Skulpturen Berlinde De Bruyckeres gehen den Betrach­ter:innen sprichwörtlich „unter die Haut“. 34 Werke, darunter 10 neue Zeichnungen, nehmen das Leiden, den Schmerz und die Versöhnung auf.
11. Juni 2022
Marina Abramovic, 2019

London | Royal Academy of Arts: Marina Abramović After Life | 2023

Marina Abramović ist 2020 in die Royal Academy, London, für eine Einzelausstellung eingeladen. In früheren Gesprächen gab die Künstlerin bekannt, dass Elektrizität, Glastränen und ihr eigenes Blut große Rollen spielen werden.
7. Juni 2022
Leonardo Bezzola, Niki de Saint Phalle, Luzern, 1969 (Kunsthaus Zürich, Foto © Nachlass Leonardo Bezzola, Werk © Niki Charitable Art Foundation / 2021, ProLitteris, Zürich)

Frankfurt | Schirn: Niki de Saint Phalle Facettenreiches Werk einer Außenseiterin | 2023

Im Frühjahr 2023 würdigt die Schirn eine der berühmtesten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts: Niki de Saint Phalle, wobei das gesellschaftskritische Potenzial ihrer Kunst im Zentrum steht.
4. Juni 2022
Hepworth mit dem Gipsmodell von „Single Form (Memorial)“, Palais de Danse, St. Ives, März 1962. Fotostudio St. Ives

Amsterdam | Rijksmuseum Gardens: Barbara Hepworth Überblick über Hepworths Nachkriegswerk

Wichtige öffentliche Werke der britischen Modernistin mit einem Schwerpunkt auf den 1960er und frühen 1970er Jahren.
20. Mai 2022
Franz Hagenauer, Paar, 1936 (Sammlung Breinsberg, Foto: Christian Schindler, Pixelstorm © Caja Hagenauer, Wien)

Wien | Leopold Museum: Franz Hagenauer Bildhauerei und gediegenes Design | 2022

Alle Schaffensperioden des Künstlers in dieser Personale vorgestellt.
10. Mai 2022
Johann Ulrich Hurdter, Ringende Nymphen, ca. 1670, Kunsthistorisches Museum Wien

Ulm | Museum Ulm: Barock in Ulm! Geschichte, Kunst und Kultur im 17. Jahrhundert | 2022

Erstmals nimmt das Museum Ulm das 17. Jahrhundert und die Kunst des Barock in den Blick. Das Zeitalter der Extreme sah den Dreißigjährigen Krieg, gelehrte Debatten aber auch kunstvolle Schnitzrereien von David Heschler und Johann Ulrich Hurdter.
6. Mai 2022
Anish Kapoor, Atelier, 2020 ©Anish Kapoor. All rights reserved SIAE, 2021

Venedig | Gallerie dell’Accademia: Anish Kapoor An den Grenzen der Sichtbarkeit | 2022

Große Retrospektive von Anish Kapoor in zwei Ausstellungsorten: Meditationen über Farbe, Sichtbarkeit und Falten. Mit neuen, ortsspezifischen Installation „Mount Moriah at the Gate of the Ghetto“ (2022) im Palazzo Manfrin.
30. April 2022
Nina Canell, Installationsansicht, Biennale 2017

Berlin | Berlinische Galerie: Nina Canell

Für die Berlinische Galerie konzipiert die Künstlerin eine ortsspezifische Installation sowie ein Künstler*innenbuch.
29. April 2022
Brigitte Kowanz

Linz | Schlossmuseum: Brigitte Kowanz ISTR (I seem to recall) | 2022

Mit Brigitte Kowanz (1957–2022) wird im Schlossmuseum Linz eine der renommiertesten und wichtigsten Künstler:innen Österreichs ausgestellt.
23. April 2022
Heinz Mack vor einer Chromatischen Konstellation, Dezember 2021 (Foto / courtesy Archiv Atelier Mack)

Venedig | Biblioteca Nazionale Marciana: Heinz Mack Vibrierendes Licht | 2022

Imposante Werkschau von Heinz Mack gibt Überblick seines 60-jährigen Schaffens und vermittelt die Erkenntnis, wie essentiell Licht für die Existenz und den Fortbestand von Leben auf der Erde ist.
12. April 2022
Aristide Maillol, Méditerranée oder La Pensée [Das Mittelmeer oder Der Gedanke], Detail, 1923–1927 (Musée d'Orsay, 1977 ©RMN-Grand Palais (Musée d’Orsay) / Thierry Ollivier)

Paris | Musée d’Orsay: Aristide Maillol Die Suche nach Harmonie | 2022

Beide Fassungen der „Méditerranée“ (Oskar Reinhardt und Musée d'Orsay) stehn einander Aug' in Aug' gegenüber.
6. April 2022
Jean Tinguely

Paris | Grande Halle de La Villette: Jean Tinguely 2022 erste große Einzelausstellung seit 35 Jahren

„Jean Tinguely. Le mouvement, le geste, le bruit“ ist die erste Retrospektive zum Werk des Künstlers in Paris seit 1988. Die großangelegte Ausstellung ermöglicht mit filmischem Archivmaterial, den Hauptwerken Tinguelys in der Fertigung, im Betrieb und oft auch in der Zerstörung nahezukommen.
26. März 2022
Isamu Noguchi, 4.7.1947, Foto: Arnold Newman (© Arnold Newman Collection / Getty Images / INFGM / ARS – DACS)

Köln | Museum Ludwig: Isamu Noguchi Retrospektive zwischen Objektkunst und Design

Erste Retrospektive zu Leben und Werk von Isamu Noguchi zeigt erstmalig mit 150 Arbeiten aller Schaffensphasen und bringt einen experimentierfreudigen und politisch engagierten Künstler zum Vorschein.
19. März 2022
Donatello, Madonna mit Kind (Madonna Pazzi), Detail, um 1420–1425 (Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst. Foto Antje Voigt)

Florenz | Palazzo Strozzi – Bargello: Donatello Jahrhundertausstellung | 2022

Donatellos Werke treten in einen Dialog mit Meisterwerken von Künstlern wie Brunelleschi, Masaccio, Andrea Mantegna, Giovanni Bellini, Raffael und Michelangelo Buonarroti.
16. März 2022
Ai Weiwei, Dropping a Han Dynasty Urn, Detail, 1995, Schwarz-weiß Fotografien (Triptychon) (Images courtesy of the artist, Privatsammlung)

Wien | Albertina modern: Ai Weiwei. In Search of Humanity Überblick über 40 Jahre Schaffen

Die Albertina modern widmet Ai Weiwei – einer herausragenden künstlerischen Stimme unserer Zeit, einem unermüdlichen Aktivisten, stolzem Kritiker autoritärer Systeme und wahrhaftigem Dichter - die erste umfassende Museumsausstellung in Wien.
6. März 2022
Franz Marc, Der Panther, 1908, Bronze (posthumer Guss, wohl 1928), 9,5 x 12,2 x 10,3 cm (mit Sockel) (Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), Foto: Punctum/Bertram Kober)

Halle (Saale) | Kunstmuseum Moritzburg: Franz Marc Skulptur und Plastik | 2022

Die Kabinettausstellung konzentriert sich erstmalig auf das plastische Werk von Franz Marc und beleuchtet seine Bedeutung für das Schaffen des Künstlers. Besonders die drei Plastiken „Der Panther“ (1908), „Zwei Pferde“ (1908/09) und „Zwei Bären“ (1910), die zum Sammlungsbestand des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) gehören, gaben ihm klärende und richtungsweisende Impulse zu seinem von ihm selbst als „Animalisierung der Kunst“ formulierten Bestreben.
24. Februar 2022
Marc Quinn X Messerschmidt

Wien | Belvedere: Marc Quinn meets Franz Xaver Messerschmidt Face to Face | 2022

Von Angesicht zu Angesicht: Mit seiner achtteiligen Werkserie „Emotional Detox“ tritt der britische Künstler Marc Quinn den berühmten „Charakterköpfen“ des barocken Bildhauers Franz Xaver Messerschmidt gegenüber.
18. Februar 2022
Gego in ihrem Atelier, Caracas um 1978

Stuttgart | Kunstmuseum Stuttgart: Gego Die Architektur einer Künstlerin

Die Ausstellung im Frühjahr 2022 beschäftigt sich neben der Studienzeit von Gego in Stuttgart auch mit dem fortdauernden und engen Verhältnis ihres Werkes zur Architektur.
18. Februar 2022
Louise Bourgeois, GARMENT FROM PERFORMANCE “SHE LOST IT", Detail, 1992, white bloomers with red embroidery, 38.1 x 43.2 cm (© The Easton Foundation/2021, ProLitteris, Zürich and VAGA at Artists Rights Society (ARS), NY)

Basel | Kunstmuseum: Louise Bourgeois X Jenny Holzer The Violence of Handwriting Across a Page | 2022

Mit „Louise Bourgeois X Jenny Holzer“ zeigt das Kunstmuseum Basel die beispiellose Begegnung zweier außergewöhnlicher Persönlichkeiten der amerikanischen Kunst. Holzer wählte Werke aus sämtlichen Schaffensphasen von Bourgeois und gruppiert sie theamtisch im Neubau.
29. Januar 2022
Bernar Venet, Effondrement of Arcs, 2019, Cortenstahl, Ortsspezifische Abmessungen, Ausstellung: Lieu d’Art et Action Contemporaine (LAAC), Dünkirchen, Frankreich © Bernar Venet und VG Bild-Kunst, Bonn 2022, Foto: Vincent Bijan, LAAC Dünkirchen.

Berlin | Kunsthalle Berlin: Bernar Venet 60 Jahre Performance, Bilder und Skulpturen | 2022

Dem französischen Künstler Bernar Venet (*1941) wird die bisher größte und umfangreichste Retrospektive weltweit gewidmet.
2. Januar 2022
Tony Cragg – Drawing as Continuum, Installationsansicht Haus am Waldsee 2021, Foto: Roman März, © VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Berlin | Haus am Waldsee: Tony Cragg. Drawing as Continuum Arbeiten auf Papier von den 1980ern bis heute | 2021

6. Dezember 2021
Margaret und Christine Wertheim sowe das Institute For Figuring, Entwurf für das Baden-Baden Satellite Reef (2)

Baden-Baden | Museum Frieder Burda: Margaret und Christine Wertheim Wert und Wandel der Korallen | 2022

Basierend auf diesem zentralen Projekt „The Hyperbolic Crochet Coral Reef“ wird nun erstmals in Deutschland ihr Gesamtwerk im Rahmen einer umfassenden Ausstellung gewürdigt - mit einem neuen „Satellite Reef“ in Baden-Baden.
6. Dezember 2021
Tobias Rehberger, No..., 2019

Stuttgart | Kunstmuseum Stuttgart: Tobias Rehberger „I do if I donʼt“ lädt 2022 zur Partizipation ein

Im Innen- und Außenbereich des Kunstmuseum Stuttgart werden im Frühjahr 2022 alle zur Interaktion mit Rehbergers Arbeiten eingeladen & dürfen sich gestaltend einbringen.
14. November 2021
Antonio Canova, Adam und Eva beweinen den toten Abel, um 1818–1822, gebrannter Ton (Museo Gipsotheca Antonio Canova, Possagno, Italy. Foto © Tony Sigel)

Washington D.C. | National Gallery of Art: Canova. Tonmodelle Schnelle Skizzen | 2023

Etwa 40 der etwa 60 erhaltenen Tonmodelle zeigen den außergewöhnlichen Arbeitsprozess Canovas – ein Prozess, der zur Entstehung einiger der ikonischsten Werke in der Geschichte der Bildhauerei führte.
31. Oktober 2021
Anselm Kiefer und Chris Dercon

Paris | Grand Palais Éphémère: Anselm Kiefer. Pour Paul Celan

Anselm Kiefer entwirf als erster plastischer Künstler eine neue Installation für das Grand Palais Ephemère, in der die wechselvolle deutsch-französische Geschichte im Zentrum steht.
13. Oktober 2021
Ettore Sottsass, Maquette spatiale, 1947 (© Adagp, Paris. Foto: Centre Pompidou, MNAM-CCI/Georges Meguerditchian/Dist. RMN-GP)

Paris | Centre Pompidou: Ettore Sottsass Italienischer Designer und seine „magischen Objekte“

Die Ausstellung „Ettore Sottsass. L’objet magique“ arbeitet besonders die emotionale, rituelle, symbolische, „magische“ Dimension seines Designs hervor. Immer wieder betonte Sottsass diesen Charakter seiner Werke, um eine neue Verbindung zwischen Mensch und Objekt zu knüpfen.
30. September 2021
Isamu Noguchi, 4.7.1947, Foto: Arnold Newman (© Arnold Newman Collection / Getty Images / INFGM / ARS – DACS)

London | Barbican: Isamu Noguchi Skulpturen, Möbel, Lichtobjekte und Land Art-Projekte des amerikanischen Modernisten

Erste Retrospektive mit mehr als 150 Werken des japanisch-amerikanischen Künstlers Isamu Noguchi, der Skulptur, Design und Land-Art miteinander verband.
18. September 2021
Alicja Kwade, Selbstporträt, 2020, Courtesy of the artist; KÖNIG GALERIE, Berlin/ London/ Seoul/ Decentraland, Foto: Roman März

Berlin | Berlinische Galerie: Alicja Kwade. In Abwesenheit

Alicja Kwade (* 1979) erarbeitet 2021 eine ortsspezifische Installation in der ersten großen Ausstellungshalle der Berlinischen Galerie.
12. September 2021
Christo & Jeanne-Claude, L'Arc de Triomphe, Wrapped, Paris, 1961–2021, Foto: Benjamin Loyseau © 2021 Christo and Jeanne-Claude Foundation

Christo verhüllt den Arc de Triomphe, Paris

„L’Arc de Triomphe, Wrapped” in Paris ist Christos letztes Werk. Bereits 1962 in einer Fotomontage vorgestellt, konnte der berühmte Künstler es seit 2017 vorbereiten. Vom 18. September bis zum 3. Oktober 2021 verwandelt sich der Arc de Triomphe in ein lebendiges Kunstwerk Christos!
22. August 2021
Pichler - Kiesler, Belvedere 21, front

Wien | Belvedere 21: Walter Pichler < > Friedrich Kiesler Dehnbarer Raum in Architektur und Kunst | 2024

Ausgangspunkt der Ausstellung ist ein biografischer Moment: 1963 reiste Walter Pichler nach New York, hier lernte er das Werk des bereits 1926 nach Amerika emigrierten Friedrich Kiesler kennen.
19. August 2021
Calder - Picasso

Atlanta | High Museum of Art: CALDER – PICASSO Dialog über Fläche, Raum, Leere und gemeinsame Motive

Die interessante Schau trifft Aussagen über gemeinsame Interessen, Fragestellungen, Motive und vor allem philosophische Diskurse. „Calder – Picasso“ gelingt ein überraschender Dialog zweier Titanen des 20. Jahrhunderts, der tief in die Kunst der Jahrhundertmitte einführt!
10. Juli 2021
Yayoi Kusama, Infinity Mirrored Room – Filled with the Brilliance of Life, 2011/2017 (Tate © Yayoi Kusama)

London | Tate Modern: Yayoi Kusama. Infinity Mirror Rooms Magie - Unendlichkeit - Selbstauslöschung

Die japanische Künstlerin und Schriftstellerin Yayoi Kusama erschafft mit den „Infinity Mirror Rooms“ Kunstwerke, in die man eintreten und eintauchen kann. Zwei große Installationen – „Infinity Mirrored Room - Filled with the Brilliance of Life“ (2012) sowie „The Universe as Seen from the Stairway to Heaven” (2021) – begeistern nun ein ganzes Jahr das Publikum.
22. Juni 2021
Bonn, Beuys - Lehmbruck

Bonn | Bundeskunsthalle: Beuys – Lehmbruck Denken ist Plastik

Im Jahr 1986 erhielt Joseph Beuys den Wilhelm-Lehmbruck-Preis. In seiner Dankesrede betont er die Bedeutung, die die Kunst des expressionistischen Bildhauers für ihn hatte. Zum 100. Geburtstag von Joseph Beuys geht die Ausstellung „Beuys – Lehmbruck. Denken ist Plastik“ dem Weg vom expressionistischen Bildhauer zur Sozialen Plastik nach.
1. Juni 2021
Joseph Beuys, Richtkräfte einer neuen Gesellschaft, 1974–1977 (erworben 1976 durch das Land Berlin, © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Mathias Völzke, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020)

Berlin | Hamburger Bahnhof: Joseph Beuys zum 100. Geburtstag Sprache als Ausgangspunkt von Beuys‘ Kunst

Zu Beuys‘ 100. Geburtstag rückt der Hamburger Bahnhof die Sprache in den Mittelpunkt einer Ausstellung, die Skulpturen, Zeichnungen, Installationen, Filme, Plakate und Dokumente – darunter der Zyklus „The secret block for a secret person in Ireland“ und die Installation „Das Kapital Raum 1970–1977“ – aus den Beständen der Nationalgalerie, der Sammlung Marx, des Kupferstichkabinetts und der Kunstbibliothek umfasst.
24. April 2021
Yayoi Kusama: Eine Retrospektive, Installationsansicht, 2021, Gropius Bau, (c) Foto: Luca Girardini

Berlin | Gropius Bau: Yayoi Kusama Yayoi Kusama in Berlin zeigt einen Überblick über 70 Jahre Kunst

Yayoi Kusama zählt zu den bedeutendsten Künstlerinnen der Gegenwart – nicht nur in Japan. Der Gropius Bau widmet im Herbst 2020 Kusama die erste umfassende Retrospektive in Deutschland, die einen Überblick über sämtliche Schaffensperioden der letzten siebzig Jahre bietet und neben aktuellen Gemälden einen neuen Infinity Mirrored Room und Installation der Künstlerin umfasst.
21. April 2021
Auguste Rodin, Der Denker, Studie, Detail, 1881 (Musée Rodin, S.01168)

London | Tate Modern: August Rodin

„The Making of Rodin“ in der Tate Modern zeigt Auguste Rodin als radikalen Plastiker, dessen hochexperimentelle Arbeiten aus Ton und Gips mit jahrhundertealten Traditionen brachen und ein neues Zeitalter der Skulptur einleiteten.
14. April 2021
Krefeld, Haus Lange, Lehmbruck-Kolbe-Mies van der Rohe

Krefeld | Haus Lange: Lehmbruck – Kolbe – Mies van der Rohe Künstliche Biotope der 1920er Jahre

Seit den 1920er Jahren fügte Ludwig Mies van der Rohe (1886–1969) figürliche Plastiken von Wilhelm Lehmbruck (1881–1919) und Georg Kolbe (1877–1947) in seine Gebäude ein. Erstmals treffen die drei herausragenden Künstler im Haus Lange in Krefeld in einer Ausstellung aufeinander.
26. März 2021
Lothar Wolleh, Joseph Beuys im Moderna Museet, Stockholm (vor seiner Arbeit „Plastischer Fuß Elastischer Fuß“), Detail, 1971 (© Lothar Wolleh Estate Berlin, VG Bild-Kunst, Bonn 2020)

Stuttgart | Staatsgalerie: Joseph Beuys – Der Raumkurator

Ausgangspunkt der Ausstellung ist der Beuys-Raum in der Staatsgalerie, den der Künstler im Jahr 1984 selbst eingerichtet hat. Über Fotografien, Filme und Objekte zeichnet die Ausstellung Beuys' sensibles Kuratieren seines Werkes in der Auseinandersetzung mit Betrachter und Museumsraum nach.
5. März 2021
Joseph Beuys (1921-1986), Paris, 1985 © Laurence Sudre / Bridgeman Images

Wien | Belvedere 21: Joseph Beuys Denken, Handeln und Vermitteln im Werk des deutschen Künstlers

Joseph Beuys (1921-1986). Denken. Handeln. Vermitteln. im Belvedere 21 stellt anlässlich seines 100. Geburtstags 2021 Ausstellungen, Aktionen und Vorträge des Künstlers in Wien vor
4. Februar 2021
Otto Piene, Blue Star Linz, 1980 (Courtesy Galerie Sprüth Magers, Berlin © Adagp, Paris 2021)

Metz | Centre Pompidou-Metz: Otto Piene, Blue Star Linz Sky-Art für AEC | 2021

Pienes „Blue Star Linz“ war am 9. September 1980, anlässlich eines „Sky Events“ im Rahmen des Musikfestivals Klangwolke (Österreich), erstmals zu sehen.
18. Dezember 2020
Olafur Eliasson, Life, Installationsansicht in der Fondation Beyeler © Fondation Beyeler, Foto Pati Grabowicz

Riehen b. Basel | Fondation Beyeler: Olafur Eliasson

Die Fondation Beyeler widmet dem Werk von Olafur Eliasson, mit der er Fragen der Wahrnehmung, Bewegung, Körpererfahrung und Selbstempfindung aufwirft, eine Ausstellung.
8. Dezember 2020
Ellswoth Kelly, White Ring, Detail, 1963, bemaltes Aluminium (© Ellsworth Kelly Foundation, Spencertown)

Amsterdam | Rijksmuseum Gardens: Ellsworth Kelly Neun Skulpturen des abstrakten Künstlers

Neun monumentale Skulpturen des amerikanischen Künstlers Ellsworth Kelly (1923–2015) werden den Sommer 2021 in den Rijksmuseum Gardens ausgestellt.
21. November 2020
In der Art des Leonardo da Vinci, Flora-Büste, Detail, 16. oder 19. Jh. (© Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst / Jörg P. Anders)

Leonardo da Vinci und das Geheimnis der „Flora“-Büste ARTE-Dokumentation zum Berliner Kunstskandal des frühen 20. Jahrhunderts

Wer schuf die „Flora“-Büste des Bodes Museums in Berlin? Eine mehr als 100-jährige Debatte über Leonardo da Vinci und/oder Rochard Cockle Lucas, über Wilhelm von Bodes Ankaufspolitik und neueste wissenschaftliche Ergebnisse.
5. November 2020
Sheila Hicks, Porträt, 2018, Musée Carnavalet, Paris, Foto © Cristobal Zanartu

Wien | MAK: Sheila Hicks Textilkünstlerin zu „Garn, Bäume, Fluss“

Sheila Hicks entwickelt eigens für die Ausstellung im MAK, Wien, raumgreifende Skulpturen sowie neue Werke und bezieht inspirative Objekte der MAK-Sammlung Textilien und Teppiche ein.
23. Oktober 2020
Reinhard Friedrich, Neue Nationalgalerie mit „Têtes et Queue“ von Alexander Calder, 1968, © Staatliche Museen zu Berlin, Zentralarchiv / Reinhard Friedrich

Berlin | Neue Nationalgalerie: Alexander Calder Minimal / Maximal versammelt Skulpturen und Mobiles zur Neueröffnung

Im Skulpturengarten der Neuen Nationalgalerie steht „Têtes et Queue [Köpfe und Schwanz]“ von 1965. Anlässlich der Wiedereröffnung der Natoinalgalerie wird dem amerikanischen Bildhauer eine Ausstellung gewidmet.
22. Oktober 2020
Stephan Balkenhol, Kalender 2020 (Januar), Detail, 2019, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020, Foto: Stephan Balkenhol

Duisburg | Lehmbruck Museum: Stephan Balkenhol Werkschau des deutschen Bildhauers

Ausgehend von seinen frühen Arbeiten aus der Mitte der 1980er Jahre spannt sich die Ausstellung bis in die Gegenwart und umfasst dabei auch mehrere Arbeiten, die extra für Duisburg angefertigt werden.
22. Oktober 2020
Michelangelo Buonarroti, Sterbender Sklave, Detail (Paris, Musée du Louvre department des Sculptures Musee du Louvre Musee du Louvre, dist RMN Grand Palais Raphael Chipault)

Paris | Louvre: Italienische Renaissanceskulptur von Donatello bis Michelangelo Neues Menschenbild der frühen Neuzeit | 2020/21

Die italienische Renaissanceskulptur ist berühmt für ihr neues Verständnis der menschlichen Figur und ihren Bewegungen. Mit großer Innovationskraft ausgestattet, brachten Bildhauer aus Ober- und Mittelitalien in der Darstellung des Menschen neue Qualitäten hervor.
10. Oktober 2020
Alberto Giacometti, La Clairière, 1950 (Fondation Giacometti, Paris © Estate of Alberto Giacometti / VGB 2020)

Stockholm | Moderna Museet: Giacometti. Face to Face

Die Ausstellung in Stockholm zeigt anhand von rund 100 Skulpturen und Gemälden die Entwicklung von Alberto Giacomettis Haltung – vom Nachkubismus über den Surrealismus zum Nachkriegsrealismus, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf seiner surrealistischen Zeit liegt.
1. Oktober 2020
Walter De Maria, The 2000 Sculpture, 1992, Gips und Hydrocal (Kunsthaus Zürich, Eigentum der “The 2000 Sculpture“ Foundation, 1994, Photos: Nic Tenwiggenhorn, Düsseldorf, © Estate of Walter De Maria)

Zürich | Kunsthaus: Walter De Maria. The 2000 Sculpture

„The 2000 Sculpture“ von Walter De Maria (1935–2013) ist mit 2000 Einzelteilen eine der größten für Innenräume konzipierten Bodenskulpturen weltweit. Das Kunsthaus Zürich zeigt die zwischen Monumentalität und Bewegung changierende Arbeit auf einer Fläche von 500 Quadratmeter.
21. September 2020
Rodin und Arp in der Fondation Beyeler

Riehen b. Basel | Fondation Beyeler: Rodin/Arp Erneuerer der Skulptur trifft auf Protagonisten der Abstraktion

Erstmals in einer Museumsausstellung trifft im Dialog zwischen Auguste Rodin (1840–1917) und Hans Arp (1886–1966) das bahnbrechende Schaffen des großen Erneuerers der Bildhauerei des späten 19. Jahrhunderts auf das einflussreiche Werk eines Protagonisten der abstrakten Skulptur des 20. Jahrhunderts.
16. September 2020

München | Pinakothek der Moderne: Anish Kapoor – Howl

Am 16. September 2020, exakt 18 Jahre nach Eröffnung der Pinakothek der Moderne, installiert Anish Kapoor eine neue ortsspezifische Arbeit in der Pinakothek der Moderne, München.
23. August 2020
Ute Klophaus, Joseph Beuys - Titus Andronicus/Iphigenie, 1969, Fotografie (Von der Heydt-Museum Wuppertal)

Wuppertal | Von der Heydt-Museum: Joseph Beuys: Aktionen – fotografiert von Ute Klophaus Mehr als 20 Jahre dokumentierte die Fotografin Beuys' Aktionen

Ute Klophaus' wichtigste Arbeiten entstanden in Zusammenarbeit mit Joseph Beuys, den sie über 20 Jahre lang begleitete, darunter Aufnahmen der Fluxus-Aktion „Titus Andronicus / Iphigenie“ bei der experimenta 3 vom 29. und 30. Mai 1969.
23. August 2020
Joseph Beuys, Scheveningen, Detail, 1976, Foto: Caroline Tisdall

Duisburg | Lehmbruck Museum: Lehmbruck – Beuys „Alles ist Skulptur“ als gemeinsames Motto

Beide Künstler, Lehmbruck wie Beuys, waren überzeugt, dass Skulptur die Kraft hat, nicht nur die Welt zu erklären, sondern sie zum Besseren zu verändern. Ausstellung über die künstlerische Verwandtschaft von Joseph Beuys und Wilhelm Lehmbruck 2021.
20. August 2020
Isa Genzken in her studio, Düsseldorf, 1982 (Foto: Andreas Schön, ©2020, ProLitteris, Zurich)

Basel | Kunstmuseum Basel: Isa Genzken Werke von 1973 bis 1983 Frühe Werke: Hyperbolos & Ellipsoide

Die Ausstellung im Kunstmuseum Basel | Gegenwart und im Neubau lenkt den Blick auf das herausragende künstlerische Werk, das Isa Genzken im ersten Jahrzehnt ihres Schaffens formuliert hat.
14. Juli 2020
Ernst Barlach, Der Asket, Kopf, 1925

Dresden | Albertinum: Ernst Barlach Barlach in Dresden fokussiert auf das Frühwerk, seine Verfemung und Rezeption nach 1945

Zum 150. Geburtstag des deutschen expressionistischen Bildhauers, Zeichners, Grafikers und Autors Ernst Barlach (1870–1938) wird die erste derart umfangreiche Retrospektive seines höchst einflussreichen Œuvres in Dresden stattfinden.
1. Juni 2020
Christo und Jeanne-Claude, The Pont-Neuf Wrapped, Paris, 1975 – 1985, © Christo 1985 / Photo © Wolfgang Volz

Paris | Centre Pompidou: Christo und Jeanne-Claude „Paris!“ widmet sich den Anfängen des populären Künstlerpaares

Christo und Jeanne-Claude von 1958 bis 1964: Das Centre Pompidou zeigt das Frühwerk des Verhüllungskünstlers Christo mit der Pont-Neuf und dem Triumphbogen.
30. Mai 2020
Charlotte Prosenenske, Installtionsansicht K20, Foto: Achim Kukulies

Düsseldorf | K20: Charlotte Posenenske

Der bisher umfassendste Überblick über die einzelnen Werkphasen der Künstlerin, darunter ihre experimentellen Papier und „Spachtelarbeiten“ aus den 1950er und frühen 1960er Jahren, ihre „Plastischen Bilder“, die Reliefs der „Serie A“, „Serie B“ und „Serie C“, die modularen Vierkantrohre aus galvanisiertem Stahlblech und Wellpappe der „Serie D“ und „Serie DW“ (1967) sowie ihre letzte Werkgruppe der Drehflügel der „Serie E“ (1967/68).
22. Mai 2020
Bruce Nauman, Violins Violence Silence, 1981/82. ARTIST ROOMS Tate and National Galleries of Scotland. Lent by Anthony d'Offay 2010. © ARS, NY and DACS, London 2020

London | Tate Modern: Bruce Nauman

Die Tate Modern organisiert die erste große Ausstellung von Bruce Naumans Arbeiten in London seit mehr als 20 Jahren (Herbst/Winter 2020/21).
22. Mai 2020
Jeff Koons, Rabbit, 1986 (Collection Museum of Contemporary Art Chicago, Photo: Nathan Keay, © MCA Chicago, © Jeff Koons)

Florenz | Palazzo Strozzi: Jeff Koons Größte Ausstellung Koons‘ und der „Schein“ seiner Werke

Jeff Koons zeigt im Herbst/Winter 2020 im Palazzo Strozzi, Florenz, seine größte Ausstellung in Italien. „Glanz“, daher der Titel „Shine“, ist ein Schlüsselmerkmal seiner Kunstwerke – von der postmodernen Neuerfindung des Vorgefundenen bis hin zu seiner Arbeit mit perfekt poliertem Metall.
16. März 2020
Josef Pillhofer, Stehende, Detail, 1947

Wien | Leopold Museum: Josef Pillhofer Österreichischer Bildhauer und Zeichner

Das Leopold Museum würdigt den bedeutendsten österreichischen Bildhauer und Zeichner Josef Pillhofer (1921–2010) im Winter 2020/Frühjahr 2021 mit einer umfassenden Retrospektive.
25. Januar 2020
Naum Gabo, Kopf Nr. 2, 1916 (vergroesserte Fassung 1964) (Tate)

St. Ives | Tate St. Ives: Naum Gabo Konstruktivist und Erneuerer der Skulptur im Überblick

Tate St. Ives stellt den aus Russland stammenden Bildhauer und Pionier des Konstruktivismus Naum Gabo in einer großen Überblicksausstellung vor.
3. Januar 2020
Olafur Eliasson, Test für eine neue Lichtinstallation für das Kunsthaus Zürich, 2019

Zürich | Kunsthaus Zürich: Olafur Eliasson Neue Lichtinstallation thematisiert Symbiose von Mensch mit seiner Umwelt

Neue, ortsspezifische Installation von Olafur Eliasson in Zürich zum Verhältnis von des Menschen zu den anderen Lebewesen und Spezies auf der Erde.
29. Dezember 2019
Max Klinger, Beethoven, Detail, 1902 © Museum der bildenden Künste Leipzig

Leipzig | Museum der bildenden Künste Leipzig: Klinger 2020 Werkschau anlässlich der 100. Wiederkehr des Todestags

Das MdbK besitzt die umfangreichste Sammlung an Werken des Leipziger Künstlers Max Klinger. Daher gedenkt das Museum in Leipzig dem Künstler mit einer großen Ausstellung: Klinger 2020.
27. August 2019
Henri Matisse, Nu de dos (I–II), 1908–1909, Bronze, 190 x 118 x 19 cm / 190 x 118 x 19 cm (Kunsthaus Zürich © Succession Henri Matisse / 2018 ProLitteris, Zürich)

Henri Matisse. Der Plastiker Kunsthaus Zürich zeigt „Matisse – Metamorphosen“

Henri Matisse, ein Plastiker? Neben seiner Arbeit als Maler wollte Henri Matisse auch als Bildhauer Anerkennung finden. Gleich einer Metamorphose wandeln sich seine Bronzen von einer Naturform zu einer Kunstform. Das Kunsthaus Zürich zeigt 2019 Fotografien, Skulpturen, Vorbilder.
12. August 2019
Karla Black, Festival d'Automne à Paris, École des Beaux Arts, Installationansicht, 20. Oktober 2017–17. Januar 2018, © Karla Black, Foto: Simon Vogel, Köln

Frankfurt | Schirn: Karla Black Raumskulptur der schottischen Künstlerin für die Rotunde

Karla Black wird für die SCHIRN eine neue Raumskulptur für die öffentlich zugängliche Rotunde entwickeln´(Herbst/Winter 2019).
15. Juli 2019
Olafur Eliasson, Stardust particle, 2014, Ø 1760 mm (Tate, Foto: Jens Ziehe, 2017)

London | Tate Modern: Olafur Eliasson Retrospektive zu Natur, Wissenschaft und Teilhabe unter dem Titel „In real life“

Der dänisch-isländische Künstler Olafur Eliasson (* 1967) war bereits 2003 für seine Installation „The weater project“ in der Tate Modern international gewürdigt worden. Im Juli 2019 kehrt er für eine großangelegte Ausstellung und ein Kunstwerk im öffentlichen Raum nach London zurück.
28. Juni 2019
Monica Bonvicini, Hy$teria, 2019, Aluminium, gewachst 73,5 x 200 x 2 cm, Foto: Roman März, © Monica Bonvicini und Bildrecht Wien

Wien | Belvedere 21: Monica Bonvicini „I Cannot Hide My Anger” ortsspezifische und raumgreifende Installation

Monica Bonvicini zeigt im Belvedere 21 eine ortsspezifische und raumgreifende Installation über Kontrollmechanismen und Machtdispositive.
28. Juni 2019
Antony Gormley, Clearing V, 2009, ca. 11 km von 12.7 mm Aluminiumröhre, Installationsansicht Kunsthaus Bregenz, Österreich © the Artist. Photo: Markus Tretter

London | Royal Academy of Arts: Antony Gormley Körper-Raum-Erfahrungen des britischen Objektkünstlers

Der Bildhauer Antony Gormley (* 1950) zählt seit über einem Jahrzehnt zu den bedeutendsten Künstlern in Großbritannien. Die Ausstellung in der Royal Academy of Arts vereint für diesen Anlass sowohl bestehende als auch dafür konzipierte neue Arbeiten, von Zeichnungen und Skulpturen bis hin zu experimentellen Environments.
5. Juni 2019
Kiki Smith, Born, 2002, Bronze, 99,1 x 256,5 x 61 cm (© Kiki Smith, courtesy Pace Gallery, Foto Ellen Page Wilson, courtesy Pace Gallery)

Kiki Smith: Procession Körperfragmente, Feminismus und das Verhältnis zum Tier

In über drei Jahrzehnten hat die amerikanische Künstlerin Kiki Smith (*1954 in Nürnberg) ein facettenreiches Werk geschaffen, das sich mit den politischen und sozialen, den philosophischen und spirituellen Aspekten der menschlichen Natur befasst.
7. Mai 2019
Wander Bertoni und Klaus Albrecht Schröder in der Albertina 2019, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS

Wander Bertoni schenkt Albertina bedeutende Skulptur „Das Rhythmische B“ ist bis auf weiteres in der Dauerausstellung zu sehen

Wander Bertoni und Klaus-Albrecht Schröder präsentierten heute die Schenkung des Künstlers an die Albertina: „Das Rhythmische B“ (Entwurf 1954) aus der Serie „Das imaginäre Alphabet“ (Entwurf 1954/55) ist erstmals neben Hauptwerken des Surrealismus und der Modernen Kunst zu sehen.
15. März 2019
Leopold Museum Wien 1900: Schiele, Klimt, Sigmund Freud

Leopold Museum: Wien um 1900. Aufbruch in die Moderne Neuaufstellung der Sammlung: Wiener Kunst von 1880 bis 1930

Die umfassende, sich über drei Ebenen erstreckende Ausstellung präsentiert den Glanz und die Fülle künstlerischer und geistiger Errungenschaften einer Epoche.
3. Februar 2019
David Annesley, Swing Low, 1964, Stahl, bemalt, 128,3 x 175,9 x 36,8 cm (© Tate Images credit, © David Annesley)

PalaisPopulaire: Objects of Wonder – britische Skulptur seit den 1950ern Revolutionäre Neudefinition der Bildhauerei bis zur zeitgenössischen Objektkunst

PalaisPopulaire in Berlin zeigt in Kooperation mit der Tate Britain britische Skulptur seit den 1950ern: Henry Moore, Barbara Hepworth, David Annesley, Gilbert & George, Damien Hirst bis Helen Marten.
28. Januar 2019
Klara Lidén, Warm up, 2014, 4:3 Film, 4:25 Min.

Secession: Klara Lidén. Auf jeden Fall Interventionen im öffentlichen Raum

In der Secession wird Klara Lidén Videos ihrer neuesten Interventionen zeigen – wie immer verwegen und witzig – in einer Installation, die sie speziell für die Ausstellung realisiert hat.
28. Januar 2019
Claes Oldenburg, Coosje van Bruggen, Spoonbridge and Cherry, 1985, Walker Art Center’s Minneapolis Sculpture Garden, Minnesota (Foto: m01229, via Flickr)

10 Dinge, die man über Claes Oldenburg wissen sollte „The Store“, „Mouse Museum“ und gigantische Skulpturen im öffentlichen Raum

Herkunft, Ausbildung, revolutionäre Soft Sculptures, "The Store", "Mouse Museum", Durchbruch, Documenta, Kunstmarkt=Supermarkt, Kunst im öffentlichen Raum
27. Januar 2019
Leopold Kiesling, Mars und Venus mit Amor, Detail, 1809, Carrara-Marmor, Höhe 222 cm (© Belvedere, Wien, Inv.-Nr. 2555)

Belvedere: Leopold Kiesling. Der Mythos von Mars und Venus mit Amor Römische Götter und eine Hochzeit im Hause Habsburg

Leopold Kiesling schuf „Mars und Venus mit Amor“ (1807–1809) in Rom, wo er im Atelier von Antonio Canova ein- und ausging. In Wien deutete man die Skulpturengruppe als Allegorie auf die Hochzeit zw. Napoleon und Marie Louise. Die 1809 geschlossene Ehe sollte den Kaiser der Franzosen mit einer der ältesten Dynastien Europas verbinden und - so hofften die Österreicher - dessen Machthunger stillen.
18. Januar 2019
Henri Laurens, Deux Ondines [Zwei Undinen], 1934, Bronze, 75 x 159 x 48 cm (Hamburger Kunsthalle, erworben 1961 Foto: Elke Walford © Hamburger Kunsthalle / bpk © VG Bild-Kunst, Bonn 2018)

Kunsthalle Mannheim: Henri Laurens. Wellentöchter Späte Werke des französischen Bildhauers

Henri Laurens (1885–1954) in der Kunsthalle Mannheim (Führjahr 2019): späte Plastiken rund um das Meer, Undine und Sirene.
11. Dezember 2018
Christian Kosmas Mayer, Ohne Titel, 2018 (© Christian Kosmas Mayer / Bildrecht Wien, 2018)

Christian Kosmas Mayer. Aeviternity Alternative Zeitvorstellung und künstliche Versteinerungsquelle im mumok Wien

Christian Kosmas Mayers installative und medienübergreifende Arbeiten basieren auf eingehenden historischen und zeitgeschichtlichen Recherchen. Diese dienen einer Neubewertung von Geschichte und Gegenwart, indem sie Evolutionäres und Naturhaftes in einen kulturgeschichtlichen und wissenschaftlichen Bezug stellen. Zentrale Bedeutung in seiner Arbeit besitzt die Auseinandersetzung mit Fragen des Archivierens und Konservierens als geschichtlichem, gegenwartsbestimmendem und zukunftsweisendem Handeln.
3. Dezember 2018
Bruno Gironcoli, Figur mit großen Scheibenformen und Spitzköpfen sowie zwei (nicht ausgeführten) Spiralformen, 1986–1990/1995, Eisen, Holz, Kunststoff, 300 x 245 x 210 cm (Gironcoli Museum, Herberstein, © the Estate Bruno Gironcoli, Foto: Hans Christian Krass)

Schirn | Bruno Gironcoli. Prototypen einer neuen Spezies Monumentale Plastiken und irritierende Environments

Der Österreicher Bruno Gironcoli (1936–2010) ist einer der wichtigsten Bildhauer seiner Generation. In einer persönlich gefärbten, individuellen Bildsprache schuf er ab den frühen 1960er Jahren in einer schier nicht enden wollenden erfinderischen Unersättlichkeit ein sehr eigenwilliges, singuläres Œuvre. Die Schirn zeigt einen Überblick über Gironcolis Werk mit Schwerpunkt auf den monumentalen Plastiken und Installationen.
3. November 2018
Alicja Kwade, DrehMoment, 2018, Installationsansicht Charlottenborg Kunsthal, Kopenhagen, 2018, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS.

Alicja Kwade: Out of Ousia Raum-Zeit und andere Bewegungsstudien

Alicja Kwade (* 1979) widmet sich in der Kunsthal Charlottenborg in Kopenhagen dem „Wesen“ von Zeit, Raum und Dingen. Konzise Schau der Berliner Künstlerin!
12. Oktober 2018
El Anatsui, Flag for a New World Power, Detail, 2004, Aluminum und Kupferdraht, 500 x 450 cm (Privatsammlung, Paris, Photo Courtesy: October Gallery, London)

El Anatsui. Triumphale Größe Haus der Kunst zeigt 2019 ghanaischen Bildhauer von Weltrang

Der ghanaische Bildhauer El Anatsui (* 1944 in Anyako) ist vielleicht der bekannteste lebende afrikanische Künstler. Die Ausstellung im Haus der Kunst, München (2019) – seine bislang größte und komplexeste überhaupt – wird Themen und künstlerische Anliegen aus seiner facettenreichen, inzwischen fünfzig Jahre umfassenden Karriere abdecken.
13. August 2018
Jannis Kounellis, Installationsansicht MKM, 2018 (Stedelijk Museum Amsterdam (l,m), Privatsammlung (r) © VG Bild-Kunst, Bonn 2018 / Foto: Henning Krause)

Kunst & Kohle. Hommage an Jannis Kounellis Beginn einer neuen Ära der Kunst im Ruhrgebiet

Jannis Kounellis (1936–2017) unterrichtete von 1993 bis 2001 an der Kunstakademie Düsseldorf. Der während der Vorbereitung zur Ausstellung verstorbene Arte Povera-Künstler war mit der Region und den Materialien Kohle und Stahl bestens vertraut. Ihm zu Ehren erweiterten die Ausstellungsmacher die Personale zu einer Gruppenausstellung mit Ayşe Erkmen, Anselm Kiefer, Michael Sailstorfer, Sun Xun, Timm Ulrichs und Bernar Venet.
4. Juli 2018
Anna Boghiguian, Un toute petite histoire de Nîmes, Detail, 2016, Ausstellungsansicht Castello di Rivoli Museo d’Arte Contemporanea, Rivoli-Turin, 2017, Courtesy die Künstlerin, Foto: Renato Ghiaz

Anna Boghiguian: Postkoloniale Erzählräume zwischen Poesie und Politik Künstlerbücher und Installationen der ägyptisch-kanadischen Künstlerin

Anna Boghiguian (* 1946) – ägyptisch-kanadische Künstlerin mit armenischen Wurzeln, die aktuell in Kairo lebt – wird mit einer großangelegten Retrospektive geehrt. Erstmals vereint die Ausstellung Notizbücher, Gemälde, Fotografien, Skulpturen und bühnenbildhafte Installationen. Das grafische Werk von Anna Boghiguian tritt in einen direkten und emotionalen Dialog mit dem Publikum – und ist doch im postkolonialen Diskurs zu verorten.
2. Juli 2018
Danh Vo, Twenty-Two Traps, 2012. Installation view, Mechanisms, Wattis Institute, San Francisco. Collection of Andrew Ong & George Robertson. Photo: Johnna Arnold

Anthony Hubmann: Andere Mechanismen Gruppenausstellung hinterfragt Werkzeuge der Produktivität

Anthony Hubmann kuratiert die Sommerausstellung 2018 der Wiener Secession: kritisches Hinterfragen, Ad-absurdum-Führen von Mechanismen (Werkzeuge, Regeln) in der Arbeit von Künstlerinnen und Künstlern steht im Zentrum seiner Analyse.
15. Juni 2018
Giambologna nach Michelangelo, Der Tag, Detail, Florenz, vor 1574, Alabaster (Skulpturensammlung © SKD, Foto: Wolfgang Kreische)

Giambologna, Michelangelo und die Medici-Kapelle Alabaster und Vervollständigung als Kriterien für neue Zuschreibung

Vier Tageszeiten aus Alabaster nach Michelangelos Allegorien in der Medici-Kapelle könnten Frühwerke von Giambologna (1529–1608) sein. Eine Ausstellung im Zwinger in Dresden stellt diese neue Zuschreibung vor.
8. Juni 2018
James Turrell, Ganzfeld APANI (Venice Biennial 2011), 2011, Installation, LED, 16 x 12 x 6 m (Foto: Florian Holzherr, Courtesy Häusler Contemporary München | Zürich)

James Turrell. Lichtkunst Museum Frieder Burda präsentiert die „Wahrnehmungsmaschinen“ des amerikanischen Künstlers

James Turrell (* 1943, Los Angeles) zählt zu den wichtigsten Künstlern unserer Zeit. Seit mehr als fünfzig Jahren widmet er sein gesamtes Schaffen der Auseinandersetzung mit der (Im-)Materialität und Wahrnehmung von Licht. Wie keinem anderen gelingt es ihm, Licht als künstlerisches Medium sinnlich und geistig erlebbar zu machen.
24. Mai 2018
Ydessa Hendeles, Crypt, Detail, 2016: Santos figure holding a candle, Italien, um 18. Jhd., Installationsansicht: The Power Plant, Toronto, 2017, Foto: Robert Keziere

Ydessa Hendeles: Death To Pigs über Zugehörigkeit, Entfremdung und soziale Ausgrenzung

Unzählige Gliederpuppen unterschiedlicher Größe sind in familiären Kleingruppen auf Kinderbänken aus dem frühen 19. Jahrhundert arrangiert. Eine rätselhafte hölzerne Armee, deren kollektiver Blick auf eine einzelne stehende Figur gerichtet ist. Befinden wir uns hier vor Gericht? Und worüber urteilt diese eingeschworene, wohl jahrhundertealte Gemeinschaft?
3. Mai 2018
Haegue Yang, Mountains of Encounter, 2008, Installationsansicht, Haegue Yang: ETA 1994-2018, Museum Ludwig, Köln, 2018 © Haegue Yang, Foto: Museum Ludwig, Saša Fuis, Köln

Haegue Yang im Museum Ludwig, Köln: Wolfgang-Hahn-Preis 2018 Ins Museum, um einmal auf Lukas Podolskis Barhocker zu sitzen

Gerade noch im Kunsthaus Graz zu sehen, eröffnete im Museum Ludwig in Köln die erste Retrospektive von Haegue Yang (*1971 in Seoul), welche die Schaffensjahre der Künstlerin von ihrer Studienzeit bis heute, 1994 bis 2018, präsentiert. Auch hierzulande ist die südkoreanische Künstlerin keine Fremde.
24. April 2018
Felix González-Torres, Untitled (Lovers - Paris), Detail, 1993, Installationsansicht Theseustempel 2018, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS.

Félix González-Torres: Untitled (Lovers – Paris) Romantische Lichterketten im Theseustempel, Wien

Zwei Mal 42 Glühbirnen, in unregelmäßigen Abständen zu zwei Lichterketten verknüpft, hängen von der tonnengewölbten, klassizistischen Decke des Theseustempels. Ihrer beachtlichen Länge zum Trotz winden sie sich am Boden zu kleinen Lichtanhäufungen. Félix González-Torres' „Untitled (Lovers – Paris)“ (1993) bringt romantische Stimmung in den Volksgarten.
16. April 2018
Sheila Hicks, Ligne de vie, Ausstellungsansicht © Centre Pompidou Philippe Migeat

Sheila Hicks im Centre Pompidou: Lebenslinien Handwerk, Farbe, Raum im Werk der amerikanisch-französischen Textilkünstlerin

Sheila Hicks (* 1934, Hastings, Nebraska) ist international seit mehr als 50 Jahren als eine Protagonistin der textilen Kunst bekannt. Ihre Arbeiten in Wolle und Leinen, Baumwolle und Seide stellen ästhetische Fragen, die bisher allzu oft übersehen wurden. Leuchtende Farbe, Material und Raum sind Hicks‘ zentrale Themen – dazu gesellt sich noch die komplexe technische Ausführung und Experimentierfreude.
16. April 2018
Niki de Saint Phalle und der Tarot-Garten (Benteli Verlag)

Niki de Saint Phalle: Tarot-Garten Fantasievoller Garten in der Toskana

Der Tarot-Garten (ab 1974) entstand mit Hilfe ihrer alten Freundin Marella Caracciolo Agnelli auf dem Hügel eines ehemaligen Steinbruchs bei Garavicchio. Inspiriert durch das „Tarot de Marseille“ aus dem 18. Jahrhundert, entwickelte Niki de Saint Phalle bis zu ihrem Lebensende einen schillernden Ort mit 22 farbigen und spiegelnden Skulpturen.
6. März 2018
Rachel Whiteread, Torso, Installationsansicht Belvedere 21, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS

Rachel Whiteread im Belvedere 21 Erinnerungsräume als Skulpturen

Die Londoner Objektkünstlerin Rachel Whiteread (* 1963) wird mit einer großen Retrospektive im 21er Haus vorgestellt - besonderer Schwerpunkt liegt auf ihrem Entwurf für das Holocaust Memorial am Judenplatz, Wien.
7. Januar 2018
Wilhelm Lehmbruck, Der Gestürzte, 1915, Steinguss, Kunststein, 78 x 240 x 82 cm (Staatsgalerie Stuttgart)

Wilhelm Lehmbruck. Variation und Vollendung Materialeinsatz des deutschen Expressionisten in Stuttgart hinterfragt

Wilhelm Lehmbruck (1881–1919) zählt zu den bedeutendsten deutschen Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Die Vielseitigkeit des Werks und das Erproben verschiedener Techniken und Materialien sind charakteristisch für die Generation der Expressionisten. Doch wie nutzte Lehmbruck die unterschiedlichen Materialien und Medien?
22. Dezember 2017
Cellini, Salzfass (Saliera), 1540–1543, Gold, Email, Ebenholz, Elfenbein, 28,5 cm × 21,5 cm × 26,3 cm (Kunsthistorisches Museum Wien)

Benvenuto Cellini: Saliera Goldenes Salzfass für Franz I. von Frankreich

Der Florentiner Goldschmied Benvento Cellini (1500–1571) schuf das Salzfass in den Jahren 1540 bis 1543 während seines Aufenthaltes am Hof des französischen Königs Franz I. (1494–1547).
11. Dezember 2017
Yayoi Kusama, Silver Dress, Detail, 1966, Stoffkleid, Kunstblumen, Farbe, Kleiderbügel, 137 x 90 x 20 cm (mumok Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, ehemals Sammlung Hahn, Köln, erworben 1978, Foto: mumok, © Yayoi Kusama, 2017)

Yayoi Kusama: Silver Dress Flower Power und Kunst für alle

Ein glitzerndes, silbernes Kleid, beklebt mit Rosen, Blumengirlanden und Seerosen und mit Metallicfarbe besprüht, ist eines einer Reihe von Kleidungsstücken und Environments, die die japanische Künstlerin Yayoi Kusama während der 1960er Jahre produzierte.
6. Dezember 2017
Antico, Büste des Marc Aurel, Detail, um 1500, Bronze, vergoldet, 72,5 x 60,0 cm (LIECHTENSTEIN. The Princely Collections, Vaduz–Vienna, Inv.-Nr. SK 1630)

Antico, Büste des Marc Aurel Antikenbegeisterung der Hochrenaissance

Antico (um 1455–1528) gehört zu den führenden Bronzebildhauern der Renaissance, da er Werke im antikischen Stil schuf. Diese "Büste von Marc Aurel" aus den Princely Collections Liechtenstein dürfte im frühen 16. Jahrhundert vielleicht für Isabella d'Este entstanden sein.
6. November 2017
Michelangelo, David, Oberkörper (Florenz, Galleria dell‘Accademia)

Michelangelo Bounarroti: David Entstehungsgeschichte der Statue, Analyse und Interpretation

Das bekannteste Werk des Florentiner Bildhauers Michelangelo ist zweifellos der „David“ (1501–1504), den er eigentlich für den Florentiner Dom fertigte. Ihr Aufstellung vor dem Palazzo Vecchio verdankt sie der herausragenden Qualität und dem überzeugenden Antikenzitat wie auch der respektierten Bedeutung ihres Schöpfers.
19. Oktober 2017
Robert Auer, Porträt der Frau des Künstlers mit Muff (Leopoldine Auer Schmidt), Detail, 1902, Öl auf Leinwand (© Privatsammlung)

Kunst in Wien und Zagreb um 1900 „Herausforderung Moderne“ im Belvedere

Kunst um 1900 in Zentraleuropa entstand in einem regen Dialog zwischen Wien, dem Zentrum des Vielvölkerstaates Österreich-Ungarn, und den Hauptstädten der Kronländer. Der Kulturaustausch zwischen Wien und Zagreb war ausschlaggebend für die Stilentwicklung der kroatischen Kunst um die Jahrhundertwende, die vom Historismus zur stilistisch heterogenen Moderne führte.
11. Oktober 2017
Paul Gauguin, Mahana no atua (Tag des Gottes), 1894 (The Art Institute of Chicago, Helen Birch Bartlett Memorial Collection)

Paul Gauguin. Der Künstler als Alchemist Keramiken, Kunsthandwerk und Druckgrafik des französischen Malers

Paul Gauguin (1853–1903) ist vor allem für seine farbenprächtigen Bilder von Frauen aus der Südsee berühmt. Aber Paul Gauguin, ein Alchemist? Leben und Werk sind auch noch multidimensional? Der außergewöhnliche Titel ist zugleich metaphorisch wie faktisch zu verstehen. Zum einen verweisen die Kuratorinnen und Kuratoren auf mannigfaltige Materialien und künstlerische Zugänge des französischen Autodidakten. Zum anderen verwandelt der Künstler-Kunsthandwerker diese metaphorisch in geheimnisvolle Objekte, die die Fantasie anregen.
28. September 2017
Mirosław Bałka, 48 x 24 x 21, 2017, Terrazzo, Stahl, Plastik, 48 x 24 x 21 cm (Courtesy der Künstler und Galleria Raffaella Cortese, Mailand)

Mit Mirosław Bałka auf Spurensuche Existentielle Themen im Museum Morsbroich

Mirosław Bałka (*1958 in Warschau) setzt sich in „Die Spuren“ im Museum Morsbroich intensiv mit den historischen Ereignissen im Europa des 20. Jahrhunderts auseinander, insbesondere nimmt er die Gräueltaten des Holocaust in den Blick. Bałkas feine, präzise künstlerische Setzungen initiieren beim Publikum Aufarbeitungsprozesse. Sie erzeugen in ihrer Simplizität ein investigatives Interesse, die Auflösung lässt den Atem stocken. Das Museum Morsbroich lädt in seinen spätbarocken Räumlichkeiten zur erinnerungskulturellen Spurensuche ein.
26. September 2017
David Shrigley, Life Model II, 2016, Mixed media 275,5 x 138 x 95 cm (Courtesy David Shrigley, Stephen Friedman Gallery, London, Anton Kern Gallery, New York, Galleri Nicolai Wallner, Copenhagen, and BQ, Berlin, © David Shrigley)

Partizipative Kunst im 21er Haus „Duett mit Künstler_in“ lädt zum kreativ-reflexiven Arbeitsprozess

Im Zentrum der Ausstellung „Duett mit Künstler_in“ im 21er Haus steht das Publikum und seine Rolle beim Entstehen eines Kunstwerks. Historische und aktuelle Positionen zeigen, wie Künstlerinnen und Künstler Menschen aktivieren und zur Handlung auffordern. Kunst als wesentlichen Teil des Lebens zu denken, an dem „alle“ teilhaben können, ist nicht nur grundlegend für das Kunstverständnis des 20. und 21. Jahrhunderts, sondern gehört zu den fundamental demokratischen Werten unserer Gesellschaft.
22. September 2017
Georg Herold, Kulturgut, 1990, Bimssteine, Holzstühle, zersägt, montiert, 68 x 522 x 97 cm (Stiftung Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017)

Georg Herold im Kunstmuseum Bonn Я не понимаю. Über das Verstehen von Kunst

Georg Herold (*1947 in Jena) betitelt seine jüngsten Fotografien mit kyrillischen Buchstaben, banalisiert Formen, erzeugt Bedeutung und vernichtet diese gleich wieder, lockt mit Bezeichnungen das Publikum auf falsche Fährten und arbeitet mit „ungehobelten" und "dummen“ Materialien. Das Kunstmuseum Bonn widmet dem in Köln lebenden Objektkünstler eine umfassende Personale.
18. September 2017
Herbert Albrecht, Idol 1, 2016, brasil. Marmor, 108 cm, Ausstellungsansicht KHM, September 2017 © Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS.

Herbert Albrecht im KHM Zeitgenössische Skulptur in der Antikensammlung

Herbert Albrecht (* 1927) ist der bedeutendste Steinbildhauer Vorarlbergs und für seine Auseinandersetzung mit der menschlichen Figur bekannt. Die Antike und das in dieser Epoche entwickelte Menschenbild dienen im Kunsthistorischen Museum als Folie und Dialogpartner für Skulpturen und Plastiken Albrechts aus allen Schaffensphasen.
5. September 2017
Joan Miró, Personnage devant le soleil [Figur vor der Sonne], 1975, Kohle, Pastellstift und Gouache auf Zeitungspapier, Collection Fondation Marguerite et Aimé Maeght, SaintPaul – France © Successió Miró / VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Max Ernst Museum Brühl: Welt der Monster von Joan Miró Augmented Reality erweckt Monster zum Leben

Miró-Monster für Zuhause: Nur wenige Tage nach der Gamescom Köln eröffnet einige Kilometer weiter südlich im Max Ernst Museum Brühl des LVR die Ausstellung „MIRÓ. Welt der Monster“, deren Kunstvermittlung sich in die Augmented Reality begibt. Zwar ohne VR-Brille, aber mit spezieller „Miró 2.0“-App ausgerüstet, können die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung nicht nur selbst ihre eigenen Monster à la Miró am Smartphone collagieren, sondern im Besitz des Ausstellungskatalogs zu Hause die Bronzeplastiken nochmals am Tablet zum Leben erwecken und von allen Seiten betrachten.
13. Juli 2017
Kunst ins Leben! Der Sammler Wolfgang Hahn und die 60er Jahre, Ausstellungsansicht Museum Ludwig, Köln 2017, Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln, Britta Schlier

Sammlung Hahn: Eine Wanderausstellung gegen Phantomschmerzen Die Sammlung Wolfgang Hahn kehrt temporär nach Köln zurück

Zwischen Wien und Köln liegen 750 Kilometer. Als 1978 die Kunstsammlung des Kölner Restaurators Wolfgang Hahn (1924-1987), welche zu diesem Zeitpunkt 385 Werke umfasste, von der Republik Österreich für das Museum des 20. Jahrhunderts (heute: mumok) erworben wurde, mag diese Distanz noch eine große Herausforderung bedeutet haben. Und tatsächlich hat es beinahe 40 Jahre gedauert, bis die exportierten Kunstwerke diesen Weg in entgegengesetzte Richtung angetreten haben. Was passiert nun, wenn eine Sammlung nach so langer Zeit an den Ort ihres Ursprungs zurückkehrt? Augenscheinlich dasselbe wie bei Menschen: vor allem viele revitalisierte Erinnerungen, welche von Idealisierung und Nostalgie gekennzeichnet sind.
11. Juli 2017
Erwin Wurm, Installationsansicht MKM, Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg 2017 © VG Bild-Kunst, Bonn 2017, Foto: MKM / J. Steinicke

ERWIN WURM hoch 2 in Duisburg Befreiung der Kunst oder eine österreichische Sauerei?

Erwin Wurm stellt diesen Sommer im großen Stil in Duisburg aus. In zwei Häusern wird das „Wurmiversum“ in Form einer zusammenhängenden Überblicksschau vorgestellt. Das Lehmbruck Museum widmet sich „dem männlichen Prinzip“, während im Museum Küppersmühle der Fokus auf textilen Arbeiten und Fotografie liegt.
29. Juni 2017
Friedrich Heinrich Füger, Kaiserin Maria Theresia im Kreise ihrer Kinder, 1776, Tempera auf Pergament 34,2 x 39 cm Rahmenmaße: 48 x 53 x 6 cm © Belvedere, Wien

Maria Theresia und die Kunst Kunst- und Kulturförderung in Wien während des 18. Jahrhunderts

Maria Theresias Ruf als Kunstförderin ist nicht herausragend: Häufig bevorzugte sie wenig avancierter Künstler am Wiener Hof. Aus heutiger Sicht ist die größte und wirkmächtigste kulturpolitische Leistung der mariatheresianischen Zeit die Öffnung der kaiserlichen Sammlung im Oberen Belvedere für das allgemeine Publikum. Die bildende Kunst erfuhr nicht nur aus propagandistischen Gründen kaiserliche Unterstützung, wobei der Landschaftsmalerei erstmals größere Bedeutung zukam.
25. Mai 2017
Erwin Wurm, House Attack, Performance 2012 © Gerald Y. Plattner

Erwin Wurm: Performative Skulpturen Ausstellung mit deformierten Objekten im 21er Haus

Wer eine Ausstellung von Erwin Wurm besucht, ist darauf gewappnet, dass von ihm Körper- und Geisteseinsatz eingefordert werden wird. Im 21er Haus zeigt der österreichische Bildhauer jedoch den Werkzyklus „Performative Skulpturen“: Hierfür warf sich Wurm höchstpersönlich gegen Tonklumpen, stieg auf tönerne Möbel und sägte furios durch gestaltete Erdklumpen.
23. Mai 2017
Bonaventure Soh Bejeng Ndikung, Pauline Doutreluingne, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS.

Bonaventure Soh Bejeng Ndikung: „Es geht um Zusammenkünfte, Formen des Miteinander!“ Wie über Kolonialismus nachdenken? Ndikung und Pauline Doutreluingne über ihre Festwochen-Ausstellung „The Conundrum of Imagination“

Bonaventure Soh Bejeng Ndikung, Curator at Large der documenta 14, unterstützt von Co-Kuratorin Pauline Doutreluingne, stellte für die Wiener Festwochen eine unter die Haut gehende, mit beeindruckenden Bildern arbeitende Gruppenausstellung zum Thema Kolonialismus zusammen. Künstlerinnen und Künstler repräsentieren die anti-hegemoniale Welt und werfen gleichzeitig eigene Blicke zurück - auf die Geschichte von Eroberung, Vernichtung, Neubenennung, Deutung, Klassifizierung seit dem 16. Jahrhundert. Ndikung und Doutreluingne gelingt eine vielseitige Schau, die durch Performances und Vorträge ergänzt und erweitert wird.
17. Mai 2017
Renate Bertlmann, Bilderwandlung oder der pädagogische Eros, 1979/2016, 7 S/W-Fotografien auf Leinwand je 50 x 70 cm, Gebetsschemel, Gebetsbuch, 7 Kerzenhalter, 7 Grabkerzen, Installationsmaße: 600 x 170 x 60 cm (Sammlung VERBUND).

Renate Bertlmann: Bilderwandlung oder der pädagogische Eros Feministische Rebellion zwischen Kitsch und Kunst

Gebetsgesang schwillt an. Mitten im sterilen White-Cube des mumok drängt sich plötzlich eine Wand in zartem Fliederviolett auf. Und mit ihr die Vision einer Nonne, die kniend die Bilder eines großen Dildos anfleht: „San Erectus Prega Per Noi“, „Hl. Erectus bete für uns“.
11. Mai 2017
Brigitte Kowanz & Erwin Wurm | Biennale 2017

Brigitte Kowanz & Erwin Wurm | Biennale 2017 Licht und Körper in Venedig

Bereits im Vorfeld warf die Entscheidung von Christa Steinle, Brigitte Kowanz und Erwin Wurm gemeinsam für die Biennale 2017 zu nominieren, Fragen auf. Zu unterschiedlich – ästhetisch wie inhaltlich – wären die beiden Positionen. Schwierig zu realisieren im ohnedies für ein Display herausfordernden Österreich Pavillon.
9. Mai 2017
Anish Kapoor, White Dark VIII, 2000, Fiberglas und Farbe, 160 x 160 x 64 cm (Privatbesitz), Foto: Anna-Maria Matzner, ARTinWORDS.

Intuition im Palazzo Fortuny Kuratiert von Axel Vervoordt und Daniela Ferretti (2017)

Intuition in der Kunst – über Kulturen, Zeiten und Regionen hinweg. Axel Vervoordt stellt einmal mehr für den Palazzo Fortuny eine atmosphärische Schau über das Unbewusste in der Kunst zusammen.
8. Mai 2017
Damien Hirst, Treasures from the Wreck of the Unbelievable, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS

Der unglaubliche Damien Hirst Ausstellung „Treasures from the Wreck of the Unbelievable“ im Palazzo Grassi und der Punta della Dogana

Damien Hirst nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Der ehemalige Sklave Cif Amotan II. – so die Legende – hätte das Schiff Apistos [„The Unbelievable“] voller Artefakte aus allen Herren Ländern in einem Sturm verloren. Im Jahr 2008 wäre es aufgefunden und die Objekte auf Kosten des Künstlers seither geborgen worden.
30. April 2017
Joannis Avramidis, Großer Kopf, um 1970, Bronze, H: 92,5 cm (Atelier Joannis Avramidis © Julia Frank-Avramidis, Foto: Lempertz)

Joannis Avramidis Der „Helene“ unter Österreichs Bildhauern

Joannis Avramidis (1922–2016) ist bekannt für Skulpturen, in denen er, der griechischen Proportionslehre folgend, nach strengen Gesetzmäßigkeiten ein konzeptuelles Menschenbild konstruierte. Damit orientierte sich Avramidis an Theorien der Antike und der Renaissance: Er sah die Klassische Antike als vorbildhaft an; Demokratie und Versammlungsorte der Polis bildeten gesellschaftliche Bezugspunkte für sein Werk.
29. April 2017
Michelangelo, Die Bestrafung des Tityos (Recto), 1532, Schwarze Kreide, The Royal Collection © 2009, Her Majesty Queen Elizabeth II.

Michelangelo Buonarroti: Werke Skulpturen, Fresken, Gemälde, Architektur

Hier findet du die wichtigsten Werke von Michelangelo Buonarroti in chronologischer Reihung: Madonnen, David, Fresken der Sixtina, Grabmäler, Architektur
29. April 2017
Sebastiano del Piombo zg., Portrait Michelangelos, um 1518–1520, Öl auf Holz, 88.5 × 74 cm (Galerie Hans, Hamburg © photo Archivio Opificio delle Pietre Dure, Florence)

Michelangelo Buonarroti: Leben Biografie des Florentiner Bildhauers, Malers und Architekten

Michelangelo Buonarrotis Leben und Werk sind geprägt von seiner Florentiner Herkunft und seinen wichtigsten Auftraggebern, den Päpsten Julius II., Leo X., Clemens VII. und Paul III. Er arbeitete sowohl in der Toskana wie in der Ewigen Stadt. Die bekannteste Skulptur Michelangelos ist sein David, der ursprünglich für den Dom geschaffen wurde. Auch wenn sich Michelangelo hauptsächlich als Bildhauer definierte, so machten ihn die Fresken in der Sixitnischen Kapelle Michelangelo weltberühmt. Das gefürchtete Genie entdeckte in der Bildhauerei das Unvollendete wie die in den 1530er Jahren die bildmäßige Zeichnung.
27. April 2017
Brigitte Kowanz, Metaphora II, 2017, Neon und Spiegel, 60 x 150 x 19 cm, poto Tobias Pilz, copyright Bildrecht, Vienna 2017

Brigitte Kowanz: „Das Licht ist einerseits Grundlage der Sichtbarkeit und andererseits Symbol der Erkenntnis“

Aktuelle Arbeiten der österreichischen Licht-Künstlerin Brigitte Kowanz erinnern an Erfolge des Vereinten Europa. Dafür geht sie von der Beobachtung aus, dass das Datum einzelner Ereignisse in die Geschichte eingehen, dass die Erinnerung aus dem Prozess von Geschehnissen und Handlungen einen Moment herausgreift.
25. April 2017
Kathleen Ryan, Bacchante, Installation Theseustempel 2017, Foto: Alexandra Matzner, ARTinWORDS.

Kathleen Ryan: Bacchante Theseustempel 2017

Die amerikanische Bildhauerin Kathleen Ryan (* 1984) legt ihre Bacchantin mitten in den Theseustempel. Für ihre erste Museumsaustellung – der Theseustempel wird vom Kunsthistorischen Museum bespielt und von Jasper Sharp kuratiert – lässt sie die Gefährtin des Gottes Bacchus (Dionysos) als Weintraube sensualistisch über einige Kaminrohre gleiten.
31. März 2017
Franz Würth, Maria Theresia, Medaille auf die Wiederherstellung der Hofämter in Siebenbürgen, Avers, Wien 1762, Gold (Wien, Kunsthistorisches Museum, Münzkabinett Inv.-Nr. 1862bβ © KHM-Museumsverband)

Maria Theresia. Medaillen Ausstellung im KHM, Münzkabinett

Das Münzkabinett besitzt etwa 300 Medaillen und damit die wohl quantitativ wie qualitativ größte Sammlung an Medaillen aus der Zeit Maria Theresias. Medaillen wurden zu allen wichtigen Ereignissen als handliche Kleinbronzen angefertigt und dienten als leicht transportierbare Propaganda-Werke dem Ruhm der Herrscherin. Sie repräsentieren wichtige Lebensereignisse auf allegorische Weise sowie Porträts von Familienmitgliedern und machten Maria Theresia schon zu Lebzeiten zu einem „Medienstar“.
30. März 2017
Vincent Fournier, Reem B #7 [Pal], Barcelona, Spain, 2010; Tintenstrahl-Fotodruck, 100 x 130 cm © Vincent Fournier, 2016

Vienna Biennale 2017. Roboter. Arbeit. Unsere Zukunft Ausstellungen und Projekte zu Robotik und kreativen Konzepten zur Arbeit der Zukunft

Viennale Biennale 2017 thematisiert grenzenlose Kommunikation zwischen Menschheit, Internet, Dingen – und macht sich Gedanken, wie diese Entwicklung die Arbeit der Zukunft verändern wird. Von Robotik fernab „herumlaufender Blechbüchsen“ (Thun-Hohenstein) bis Zukunft der Arbeit, von Klimawandel bis zur Vernetzung, aber auch Balance zwischen eigenen Ansprüchen und jenen der Gesellschaft (Ressourcenverbrauch) legt die Vienna Biennale „den Finger offensiv auf jenen Bereich, der unsere Zukunft entscheidend verändern wird“ (Gerald Bast).
28. März 2017
RAW Stillleben mit Früchtecrumble, Detail (© ARTinWORDS, Alexandra Matzner/ROHGENUSS, Michaela Russmann, Foto: © Jochen Russmann)

RAW Stillleben – ROHGENUSS interpretiert Clara Peeters Rezepte und Antworten zur gesunden Ernährung von Michaela Russmann

Inspiriert von Clara Peeters' Stillleben komponierte Michaela Russmann eine köstlich-gesunde Süßkartoffel-Pastete, ein Früchtecrumble mit Superfoods und eine Käseplatte. Um das luxuriöse Arrangement der barocken Prunkstillleben aufzubrechen, lud ARTinWORDS vier Künstlerinnen und Künstler ein, Salzgefäß und andere Goldschmiedearbeiten in den Stillleben zu ersetzen: Ihre Werke helfen, Produktionsbedingungen von Nahrung, das Verhältnis von Natürlichkeit und Künstlichkeit, sowie die Überflussgesellschaft zu hinterfragen.
23. März 2017
Erwin Wurm, Ohne Titel, 2016, (unter Verwendung von: Fritz Wotruba, Liegende Figur, 1953), Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner © Bildrecht, Wien 2017.

Erwin Wurm in Graz One Minute Scultpure als Wortskulpturen

Erwin Wurms Ausstellung im Kunsthaus Graz trägt den etwas komplizierten Titel „Fußballgroßer Tonklumpen auf hellblauem Autodach“. Darunter darf man sich eine amüsant-reflexive Weiterführung Wurm’scher Signature Works und referenzgesättigter, aber auch selbstironischer Auseinandersetzung mit den Werken berühmter Vorgänger vorstellen. Das Werk „Ohne Titel“ (2016), welches das Kunsthaus Graz als Sujet der Ausstellung gewählt hat, verbindet die „Liegende Figur“ von Friz Wotruba aus dem Jahr 1953 mit einer Wurstsemmel. Des Österreichers liebstes Mittagsmahl desavouiert eine ikonische Arbeit eines Nachkriegsheroen der österreichischen Kunst? Eine ironische Geste eines Kunstverächters oder gar Kunstignoranten? Eine Persiflage auf Manets „Frühstück im Grünen“? Eine „Entsockelung“ des auratisierten Objekts??
21. März 2017
Camille Henrot, Tuesday, 2017, (Filmstill 5) Image Research, Courtesy die Künstlerin, König Galerie, Berlin; kamel mennour, Paris/London und Metro Pictures, New York

Camille Henrot. If Wishes Were Horses Ausstellung der französischen Medienkünstlerin in der Kunsthalle Wien, Karlsplatz

Camille Henrot (* 1978) wurde mit Videos und Animationsfilmen bekannt, in denen sie kulturell und sexuell geprägte Bilder, Objekte und Symbole aus allen Zeiten und Orten der Welt einander überlagerte. Ihr Methodenrepertoire reicht von anthropologisch-wissenschaftlicher Forschung bis zur eigenen Intuition, wenn sie Mythen, Ökonomie, Wissenschaft und Tradition miteinander in Beziehung setzt. Die entstehenden Werke sind vieldeutig, ja widersprüchlich, und berühren Fragestellungen zu Politik, Wirtschaft und gesellschaftlichem Zusammenleben.
16. März 2017
Alfred Weidinger mit Pam Hogg, Foto: © Ouriel Morgensztern, Belvedere, Wien.

Alfred Weidinger: „Am Ende bezieht sich das alles auf eine Erlebniswelt, wie es sie im Barock gegeben hat“ Mode als skulptural-performative Kunstform

Rundgang mit Alfred Weidinger durch die Ausstellung „Vulgär? Fashion Redefined“ im Winterpalais des Prinzen Eugen von Savoyen. Die von Judith Clark und Adam Philipps für die Barbican Gallery kuratierte Schau verwebt Modegeschichte mit einer komplexen, weil auch englischen Begriffsdefinition des Vulgären als „Absenz des guten Geschmacks“. Weidinger über die Schwierigkeit eine Ausstellung zwischen zwei Kulturkreisen und Ausstellungsräumen zu übersetzen, Illusionismus, Performance und skulpturale Werte in der Mode.
15. März 2017
Jakob Lena Knebl und Alexandra Matzner im mumok

Jakob Lena Knebl: „Ich gönn‘ mir jetzt diesen Hedonismus!“

Jakob Lena Knebl über ihre Vorgangsweisen, Themenfelder und aufgebrochene Hierarchie in Kunstfeldern, die sie ihrer zweifellos außergewöhnlichen Personale und Neuaufstellung im mumok zugrunde gelegt hat. Das Gespräch für ARTinWORDS führte Alexandra Matzner.
6. März 2017
Schatz von Vălčitrăn, späte Bronzezeit, 2. Hälfte 2. Jt. v. Chr. (Sofia, Bulgarische Akademie der Wissenschaften, Nationales Archäologisches Institut mit Museum © Krassimir Georgiev, Naim)

Ada Tepe: Gold aus der Bronzezeit Ausstellung im KHM, Wien

Woher kam das Gold für Mykene und Troja? Vielleicht aus der bulgarischen Goldmine auf dem Ada Tepe! Als im Jahr 2007 im Südosten des heutigen Bulgarien diese prähistorische Goldmine entdeckt wurde, war das Erstaunen groß. Bis heute handelt es sich um die einzige bekannte Abbaustätte aus vorgeschichtlicher Zeit in Europa. Es wird in das zweite Jahrtausend v.u.Z. datiert. Aktuelle Forschungen legen zudem nahe, dass die sagenhaften Reichtümer antiker Hochkulturen im Ostbalkanraum abgebaut wurden.
1. März 2017
Carl Spitzweg, Der abgefangene Liebesbrief, Detail, um 1855, Öl auf Leinwand, 54,2 x 32,3 cm (Museum Georg Schäfer, Schweinfurt)

Carl Spitzweg – Erwin Wurm Ausstellung über Biedermeier und Neo-Biedermeier im Leopold Museum

Carl Spitzweg und Erwin Wurm! Geht das? „Geht sogar ausgesprochen gut!“, erklärt Hans-Peter Wipplinger, Direktor des Leopold Museums und Kurator des außergewöhnlichen Dialogs zwischen dem bayrischen Biedermeiermaler und dem Österreich-Vertreter auf der Biennale von Venedig 2017. Doch worin liegen die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden so unterschiedlichen Künstlern? Immerhin trifft biedermeierliche Gemütlichkeit auf die Neudefinition des Skulpturenbegriffs.
27. Februar 2017
Jakob Lena Knebl, Madame Tina, 2015, Digiprint, 80 x 120 cm, Photo: Ernst Herold © Jakob Lena Knebl

Jakob Lena Knebl im mumok Kunst, Design und Mode zu Begehrensräumen amalgamiert

Im mumok wohnen? Warum nicht! Für sechs Monate richtet die Künstlerin Jakob Lena Knebl (* 1970) im mumok eine Wohnlandschaft ein. Auf zwei Ebenen gruppiert und inszeniert Knebl die Sammlung neu, wobei sie sich besonders für die Klassische Moderne und die (utopische) Kunst der 1970er Jahre interessiert. Selbst an der Akademie und der Angewandten in den Klassen von Heimo Zobernig und Raf Simons ausgebildet, verbindet Jakob Lena Knebl Kunst, Design und Mode. Gesellschaftliche Visionen und sexuelle Befreiung in Gesellschaft und Kunst auf der einen Seite, Kommunikationscodes und soziale Konnotationen in Design und Mode auf der anderen provozieren Jakob Lena Knebl drei atmosphärischen Begehrensräumen zu kreieren.
25. Februar 2017
Bruno Munari, Supplemento al dizionario italiano – I Gesti, 1963 (© Bruno Munari, All rights reserved to Maurizio Corraini s.r.l.)

Mehr als nur Worte

Poetischen (Sprach)Bilder sind das Ziel von Luca Lo Pinto und Vanessa Joan Müller in der Kunsthalle Wien. Ausgehend von dem Konzept der poetischen Sprache des Linguisten und Semiotikers Roman Jakobson (1896–1982) – „Poesie ist Sprache in ihrer ästhetischen Funktion“ – gruppieren sie Kunstwerke „jenseits semantischer Eindeutigkeit“ (Müller).
22. Februar 2017
Skulptur Projekte Münster 2017 (Logo)

Skulptur Projekte Münster 2017: Künstlerinnen und Künstler Projekte im öffentlichen Raum zwischen Bildhauerei und performativer Kunst

Die fünfte Auflage der Skulpturen Projekte Münster 2017, kuratiert von Kaspar König, Britta Peters und Marianne Wagner, hat 35 Künstlerinnen, Künstler, Duos und Gruppen eingeladen, Kunstwerke im öffentlichen Raum zu entwickeln. Im Jahr 2017 prägen für dreineinhalb Monate 35 neue Projekte zwischen Bildhauerei und performativer Kunst das Stadtbild.
20. Februar 2017
Katarzyna Kobro, Kompozycja Przestrzenna (4) [Raumkomposition], 1929, Öl auf Metall, 40 x 64 x 40 cm (Muzeum Sztuki, Łódź)

Katarzyna Kobro und Władysław Strzemiński Konstruktivistische Avantgarde in Polen

Katarzyna Kobro (1898–1951) und Władysław Strzemiński (1893–1952) sind zwei Schlüsselfiguren der zentraleuropäischen Avantgarde. In Malerei und Skulptur schufen sie Werke der konstruktiven Abstraktion. Ausgehend vom Suprematismus, gehörten sie der Richtung des Neoplastizismus an, der mit Bauhaus und Konstruktivismus stilistisch verwandt ist. Als Konstruktivisten und Theoretiker gehörten sie im Polen der 1920er und 1930er Jahre zur Avantgarde. Nach der vorzeitigen Geburt der gemeinsamen Tochter Nika 1936 musste sich Kobro um ihre kränkliche Tochter kümmern und konnte kaum mehr künstlerisch tätig sein.
12. Februar 2017
Otto Freundlich, Sphärischer Körper, 1925, Pastell auf Papier, 65 x 50 cm (Privatsammlung), Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln

Otto Freundlich Leben & Werk

Otto Freundlich (1878–1943) war einer der frühesten Vertreter der abstrakten Kunst, Gründungsmitglied der Novembergruppe (1918) und gehörte zu den verfemten Künstlern des NS-Staats. Zwischen 1908 und 1914 lebte Freundlich in Paris und schloss sich der Avantgarde im Bateau Lavoir an. Als Maler und Bildhauer sowie Autor kunsttheoretisch-philosophischer Schriften verfocht er die Idee, dass Kunst eine universelle Sprache wäre. Die abstrakten Kompositionen Freundlichs bestehen aus farbigen Facetten, die das Ideal eines geeinten sozialen Gefüges widerspiegeln.
8. Februar 2017
Edgar Degas, Kleine Tänzerin im Alter von 14 Jahren, um 1878–1881, rotes Bienenwachs, Ton, Metallarmatur, Seil, Pinsel, menschliches Haar, Seide und Leinenband, Trikot aus Leinen, Baumwolle und Seidentutu, Leinenschuhe, Holzsockel, 98.9 x 34.7 x 35.2 cm (ohne Sockel), Gewicht: 22.226 kg (The National Gallery of Art, Washington, Collection of Mr. and Mrs. Paul Mellon, Inv.-Nr. 1999.80.28)

Sechste Impressionisten-Ausstellung 1881 Edgar Degas‘ „Kleine Tänzerin“ und der Triumph des Realismus

Im Vorfeld zur sechsten Impressionisten-Ausstellung 1881 kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den so genannten Impressionisten und Realisten in der Gruppe. Monet, Renoir und Sisley sagten ihre Teilnahme ab, um am Salon teilzunehmen. Die verbliebenen Künstlerinnen und Künstler scharten sich um Edgar Degas, der die Ausstellung organisierte.
28. Januar 2017
Svenja Deininger, Untitled, 2016, Öl auf Leinwand. Courtesy Galerie Martin Janda, Wien

Svenja Deininger | Gabriel Sierra | Angelika Loderer in der Wiener Secession

Svenja Deininger: Echo of a Mirror Fragment: neue Malerei und Künstlerbuch; Gabriel Sierra: The First Impressions of the Year 2018 (During the early days of the year 2017): Installation; Angelika Loderer: Skulpturen
28. Januar 2017
Eugène Druet, Auguste Rodin zwischen seinen Werken in seinem Atelier

Auguste Rodin: Werke "Das Höllentor", "Der Denker", "Der Kuss", "Die Bürger von Calais", ... #Rodin100

Es ging Auguste Rodin um die Allansichtigkeit seiner Plastiken. Ziel von Rodins Arbeit war, neue Kompositionen und Techniken zu erfinden, um leidenschaftliche Gefühle auszudrücken. Anstelle der Allegorie tritt bei ihm der Torso, das Fragment, der Mensch mit all seinen Leidenschaften. Die Körper sind von Schwerkraft, Bescheidenheit und Erzählung befreit, haben keinen perfekten Standpunkt, erlauben keine Interpretation durch Werktitel oder Attributen.
9. Januar 2017
Pascal-Désir Maisonneuve, Der Tartar, 1927/28, Assemblage verschiedener Muschelschalen (Foto: Claude Bornand, AN, Collection de l’Art Brut, Lausanne)

Jean Dubuffets Art Brut! Die Anfänge seiner Art Brut Sammlung erstmals im Museum Gugging

Jean Dubuffet (1901–1985) benutzte die Kunst von Outsidern, Kindern und Völkern Ende der 1940er Jahre als Schutzschild und Waffe gegen den Akademismus. Er prägte den Begriff Art Brut im Jahr 1947 – und über zwanzig Jahre setzte er sich in verschiedenen Texten mit seiner Theorie einer „brutalen, rohen, edel-herben Kunst“ auseinander. In der gleichen Zeit baute er eine Sammlung von internationalen Art Brut Künstlerinnen und Künstlern auf, die seit 1972 in Lausanne verwahrt wird. Das Museum Gugging zeigt 200 der wichtigsten Werke erstmals in Österreich – und feiert das 40jährige Bestehen der Collection de l’Art Brut in der Schweiz.
29. Dezember 2016
Edgar Degas, Tänzerin in Ruhestellung, um 1882/1885, Bronze, H. 45,5 cm (Von der Heydt-Museum Wuppertal) & Tänzerinnen (im Hintergrund), 1900–1905 (Von der Heydt-Museum Wuppertal Foto: Medienzentrum/Antje Zeis-Loi)

Degas & Rodin Wettlauf der Giganten zur Moderne im Von der Heydt Museum Wuppertal

Edgar Degas (1834–1917) und Auguste Rodin (1840–1917) revolutionierten beide auf ihre Weise die Kunst des späten 19. Jahrhunderts: Der Maler, Druckgrafiker und Plastiker Degas wählte moderne Motive, setzte einen fotografischen Blick ein und dachte über das moderne Großstadtsubjekt nach. Rodin stieg aufgrund seiner Themenwahl, der neuartigen Oberflächengestaltung und seiner revolutionären Auffassung des Denkmals ab 1880 zum Bildhauerfürsten Europas auf. Beide reflektierten den Prozess des Kunstmachens genauso wie ihre unterschiedlichen sozialen Rollen innerhalb des Kunstzirkels; beide verstarben vor genau 100 Jahren.
12. Dezember 2016
Jean-Baptiste Carpeaux, Ugolino und seine Söhne, 1860 (The Metropolitan Museum, New York)

Jean-Baptiste Carpeaux Bildhauer des Zweiten Kaiserreichs

Jean-Baptiste Carpeaux (1827–1875) war der führende Bildhauer des Zweiten Kaiserreichs. Der aus Valenciennes stammende Künstler gehörte zu den am höchsten dekorierten Akademiestudenten der 1840er Jahre. Während seines Rom-Stipendiums, das er zwischen 1856 und 1860 in Mittelitalien verbrachte, arbeitete er an „Ugolino und seine Söhne“ aus Dantes Göttlicher Komödie, die seinen Ruhm in Paris begründete. Als Porträtist der kaiserlichen Familie (Napoleon III. und Prinz) und seiner Künstlerfreunde (Alexandre Dumas Sohn, Charles Gounod) schuf er eine Unzahl von Büsten, die er mit Hilfe seiner Brüder gewerbsmäßig und massenhaft reproduzierte. Carpeaux‘ früher Tod 1875 machte den Weg für Auguste Rodin frei.
12. Dezember 2016
Albrecht Dürer, Traumgesicht, 1525, Aquarell, bezeichnet und signiert, 22,2 × 30,1 cm, in: Kunstbuch Albrecht Dürers (Wien, Kunsthistorisches Museum, Kunstkammer © KHM-Museumsverband)

Edmund de Waal trifft Albrecht Dürer Ausstellung des Keramikkünstlers im KHM

Bisher war Edmund de Waal (* 1964) bekannt für strahlendweiße Installationen, in denen er seine handgefertigten, teilweise versilberten Porzellanbehälter („vessels“) auf reinweißen Regalen arrangierte. Als Autor wird de Waal seit 2010 für sein Erinnerungsbuch „Der Hase mit den Bernsteinaugen“ weltweit gefeiert. Sein subtiler Umgang mit Sprache und dem Unsagbaren, seine Liebe zur Poesie wurde in Wien bereits in seiner Installation „Lichtzwang“ im Theseustempel (2014) vorgestellt. Als der Brite im Rahmen der Vorbereitungen von Jasper Sharp und dem Kunsthistorischen Museum eingeladen wurde, eine Ausstellung zu kuratieren, entschied er sich sein Interesse an den Dingen auf ihr Potenzial, Angst zu bannen, Unheimliches zu zeigen, den Kontrollverlust zu sublimieren und Einsamkeit zu füllen, auszuweiten.
30. November 2016
Edgar Degas, Tänzerinnen im Probensaal, 1895/96, Öl auf Leinwand, 70,5, x 100,5 cm (Von der Heydt-Museum Wuppertal Foto: Medienzentrum/Antje Zeis-Loi)

Edgar Degas: Werke & Bilder Bilder von Tänzerinnen und Jockeys

Rennplätze, Balletttänzerinnen, Badende und Modistinnen waren die Lieblingsmotive des Realisten unter den Impressionisten. Von ersten Historiengemälden über Familienporträts u skulpturalen und fotografischen Versuchen führen die Werke des "Koloristen mit der Linie" (Degas über sich selbst).
11. November 2016
Henry Moore, Three Piece Sculpture: Vertebrae, 1968-69 (Münster, LBS Westdeutsche Landesbausparkasse, Foto LWL/Hanna Neander)

Münster | LWL-Museum: Henry Moore. Impuls für Europa | 2016/17

Dem britischen Bildhauer Henry Moore (1898–1986) widmet das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster die umfangreichste Werkschau in Deutschland seit 18 Jahren.
11. November 2016
Edmund de Waal, 2014 © Edmund de Waal, Foto: Alexandra Matzner.

Edmund de Waal. Lichtzwang Weiße Porzellangefäße in weißem Raum

Was bedeutete es wohl für Edmund de Waal für eine Ausstellung nach Wien eingeladen zu werden? Beim Pressegespräch fand er dafür keine Worte, sie waren für ihn, der seine Familiengeschichte in Romanform aufgearbeitet hatte, nicht fassbar. Stattdessen schuf er im Theseustempel einen weißen Raum, meditative Grundstimmung und ein musikalisches Werk aus unzähligen, kleinen, aber individuell geformten Porzellanbechern in zwei Vitrinen. Das Regal erinnern nicht von ungefähr an eine aufgeschlagene Doppelseite einer Publikation.
4. November 2016
Alberto Giacometti, Homme qui marche [Schreitender Mann], 1960, Bronze, 190 × 112,5 × 28 cm (Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk, Donation: The New Carlsberg Foundation), Ausstellungsansicht Schirn 2016, Foto: Alexandra Matzner.

Giacometti – Nauman Konfrontation in der Schirn

Gleißendes Licht von Bruce Naumans „Lighted Center Piece“ (1967/68) empfängt die Besucherinnen und Besucher in der Schau „Giacometti–Nauman“ in Frankfurt. Das Licht und seine Reflexion sind so hell, dass die Augen schmerzen. Gegenüber, wenn auch in sicherer Entfernung, steht Giacomettis „L’objet invisible (Mains tenant le vide)“ (1934/35). Das titelgebende Objekt, das die Figur Giacomettis hält, ist unsichtbar und wird nur durch die Handhaltung erahnbar. Dieses genaue Betrachten möchte Kuratorin Esther Schlicht herausfordern – sogar wenn es weh tut, sogar wenn es unmöglich scheint. Genau hinzustehen, befähigt, die beiden so bekannten Künstler in neuem Licht zu sehen. Dabei geht es in der Schirn weniger um das Wie ihrer Arbeitsweisen, sondern das Was! Ein überraschender Vergleich, ausgehend von Leitbegriffen, der rundum gelungen ist!
26. Oktober 2016
Alberto Giacometti. Material und Vision. Die Meisterwerke in Gips, Stein, Ton und Bronze (Verlag Scheidegger & Spiess AG)

Alberto Giacometti. Material und Vision Die Meisterwerke in Gips, Stein, Ton und Bronze

Anlässlich des 50. Todestags von Alberto Giacometti sowie des Abschlusses von aufwändigen Restaurierungen unter der Leitung von Hanspeter Marty präsentiert das Kunsthaus Zürich erstmals 75 fragile Originalgipse, zwei Arbeiten in Plastilin und eine Steinskulptur, die 2006 als Schenkung von Bruno (1907– 2012) und Odette Giacometti an die Giacometti-Stiftung an das Kunsthaus Zürich gekommen sind. Darunter befinden sich manche nie in Bronze gegossene Meisterwerke, die bislang unbekannte Aspekte von Giacomettis Arbeitsweise beleuchten.
23. September 2016
Angelika Krinzinger, 2016 © Courtesy Galerie Krinzinger, Foto: Alexandra Matzner.

viennacontemporary 2016 Wiens Messe für Zeitgenössische Kunst

Auf der hochspannenden viennacontemporary 2016 zeigen noch bis zum 25. September 112 Galerien aus 28 Ländern aktuelle Kunst. Zweifellos ein MUSS für alle Kunst-Affictionados! Die diesjährigen Programmschwerpunkte: „Solo Expanded“, die von Severin Dünser interessant zusammengestellte ZONE1, „Nordic Highlights“ mit teils urromantischen Natur- und Landschaftsbildern, „Focus: Ex-Yugoslavia and Albania“ und „Cinema“ für Film- und Videokunst. Meinungsaustausch wird ganz groß geschrieben in den Diskussionsveranstaltungen von „Keys to Contemporary Art“ und vom „Collectors Forum“.
21. September 2016
Pablo Picasso, Frau mit gefalteten Händen, 1907, Musée national Picasso – Paris (links); Mutter mit Kind, 1907, Musée national Picasso – Paris (rechts), Ausstellungsansicht „Fremde Götter. Faszination Afrika und Ozeanien“ im Leopold Museum 2016/17, Foto: Alexandra Matzner © Bildrecht.

Picasso war ein Afrikaner! Afrikanische Kunst und Primitivismus in der Moderne

Was bedeutet(e) die Entdeckung der afrikanischen Kunst und etwas später der ozeanischen Kunst für die Entwicklung der Moderne in Europa? Die brüske Antwort Picassos lautete 1923: „Afrikanische Kunst? Die kenne ich nicht!“ Dass diese harsche Abwehr mitnichten des Pudels Kern beschreibt, ist in den letzten Jahren auch durch Ausstellungsprojekte vielfach herausgearbeitet worden. Der hohe Grad an Stilisierung und Abstraktion, der allerdings nicht als Zeichen für fehlenden Realismus in der afrikanischen Kunst gedeutet werden darf, irritierte und begeisterte das europäische Publikum. Dass die Radikalität der künstlerischen Produktion im frühen 20. Jahrhundert, ihre Brüche mit den Traditionen und ihre Formfindungen nicht ohne die Auseinandersetzung mit der als „primitiv“, d. h. nicht von der europäischen Zivilisation verbildeten, gesammelten und wertgeschätzten Kunst entstehen hätte können, muss nach diesem Museumsbesuch zweifelsfrei anerkannt werden.
8. September 2016
Thea Djordjoadze, Ausstellungskatalog Secession 2016

Thea Djordjadze – Yto Barrada in der Wiener Secession

Thea Djordjadze "To be in an upright position on the feet (studio visit)" und Yto Barrada "The Sample Book" in der Wiener Secession - ein Atelier und marokkanische Expeditionen...
26. August 2016
Constantin Luser: Musik zähmt die Bestie (Cover, Vfmk)

Constantin Luser: Musik zähmt die Bestie Mit Zeichnung, Körper und Musik im Kunsthaus Graz

„MEHR MU TZ UMZ EI CH NEN“ Verstanden? Seit Jahren schon steht im Regal gegenüber von meinem Schreibtisch ein Katalog der Wiener Secession: James Turrells „Perceptual Cells“, die der amerikanische Lichtkünstler 1992 in Wien präsentierte.
3. August 2016
Sterling Ruby, Pelvic Mirror / Peace Head Version, 2007 Bronze mit Silbernitratpatina, 118,1 × 79,1 × 76,2 cm, dahinter: FLAG (PINK SPACE), 2016, 426,7 × 538,5 cm & DEEP FLAG (5936), 2016, 391,2 × 792,5 cm, beide: gebleichter Jeansstoff, gebleichtes Fleece und Gummizug, Installationsansicht im Winterpalais/Wien, Foto: Alexandra Matzner.

Sterling Ruby Der Superstar aus den USA im Winterpalais des Belvedere

Ehrlichgestanden hat mich der Pressetext des Belvedere, den „umstrittensten und unberechenbarsten Künstler seiner Genration“ zu zeigen, eher ermüdet als inspiriert, die Ausstellung von Sterling Ruby zu besuchen. Zu sehr Klischee, zu sehr Markt, zu sehr Superlativ! Doch dann entpuppte sich der 1972 auf einem amerikanischen Luftwaffenstützpunkt im deutschen Bitburg geborene „Liebling der Modewelt“ als zurückhaltender, reflektierter Kreativer, der ohne Starallüren auf kriegerische Konflikte, US-Traditionen und auf Materialästhetik hinweist.
13. Juli 2016
Ai Weiwei, Circle of Animals/Zodiac Heads, 2010: Affe vor dem Oberen Belvedere, Private Sammlung, Foto: © Alexandra Matzner.

Ai Weiwei im 21er Haus Ein Tempel im Schwanzer-Bau

Konzeptkünstler, Dokumentarist, Aktivist und Künstler Ai Weiwei stellt für das Belvedere eine vielschichtige Schau zusammen, die auf aktuelle politische Probleme genauso reagiert wie auf Architektur und Umfeld der barocken Anlage und des modernen Ausstellungsbaus von Karl Schwanzer.
30. Juni 2016
Vincet Fecteau im Sommer 2016 in Wien, Installationsansicht in der Secession: © Alexandra Matzner.

Fecteau – de Boer – Adami in der Wiener Secession 2016

Drei höchst unterschiedliche Künstler bespielen im Sommer 2016 die Wiener Secession: Vincent Fecteau - Manon de Boer - Valerio Adami.
29. Juni 2016
Diego Rodríguez de Silva y Velázquez, Der ruhende Mars, um 1638, Öl auf Leinwand, 179 × 95 cm (Museo Nacional del Prado. Madrid, Inv.-Nr. P 1208)

Die Ära Velázquez Ausstellung zu Spaniens Malerei und Skulptur des 17. Jahrhunderts in Berlin und München

Der Begriff „El Siglo de Oro“ – das „Goldene Zeitalter“ – beschreibt die Blüte des Kulturschaffens Spaniens von ca. 1590 bis 1700. Die Berliner Gemäldegalerie und die Kunsthalle München widmen sich in einer spektakulären Schau der Vielfalt von Malerei, Skulptur und Zeichnung auf der Iberischen Halbinsel.
21. Juni 2016
Ausstellung „Sculpture on the Move 1946-2016“, Kunstmuseum Basel | Neubau, Erdgeschoss, Felix Gonzalez-Torres, "Untitled" (USA Today), 1990, The Museum of Modern Art, New York, Geschenk der Dannheisser Foundation, Jeff Koons, Rabbit, 1986, Museum of Contemporary Art Chicago, Teilschenkung von Stefan T. Edlis und H. Gael Neeson, 2000.21; Charles Ray, Male Mannequin, 1990, The Broad Art Foundation, Robert Gober, Playpen, 1986, Daros Collection, Schweiz, Katharina Fritsch, Warengestell mit Gehirnen, 1989/1997, Emanuel Hoffmann-Stiftung, Depositum in der Öffentlichen Kunstsammlung Basel 1997, Kunstmuseum Basel, Foto: Gina Folly

Skulptur seit 1946 Revolutionen im bildhauerischen Denken

Die Skulptur, so wird oft behauptet, hat wie kaum ein anderes Medium während des 20. Jahrhunderts grundlegende Veränderungen durchgemacht. Das Kunstmuseum Basel widmet sich anlässlich der Eröffnung des Erweiterungsbaues von Christ & Gantenbein der Bildhauerei vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis heute.
15. Juni 2016
Luisa Kasalicky, Installation in der Kunsthalle Krems, Ausstellungsansicht: Alexandra Matzner.

Kunst zwischen Fläche und Raum

Raumillusionierend, raumgreifend, raumerzeugend - all das kann (flächige) Malerei sein. Vor allem in der abstrakt geometrischen Ausprägung scheinen die ehemaligen Grenzen zu Skulptur und Installation schon seit ihrer Erfindung aufgebrochen. Die Verbindungen zu anderen Kunstgattungen sind eng, die in Krems ausstellenden Künstler_innen zeigen in den ihnen zugewiesenen Räumen mitunter hybride Malerei-Objekte.
26. Mai 2016
Aristide Maillol, Der Fluss, 1938–1943, Blei, 136,5 x 228,6 cm (Museum of Modern Art, New York)

Aristide Maillol Moderner Bildhauer in klassischer Tradition

Aristide Maillols (1861–1944) Ruhm als Bildhauer basiert auf dessen radikaler Absage an die erzählerische, dekorative Plastik des späten 19. Jahrhunderts. Der Bildhauerei wandte sich der Franzose erst mit etwa 40 Jahren zu, davor war er in Paris zum Maler ausgebildet worden und hatte sich zehn Jahre als Kunsthandwerker betätigt.
19. April 2016
Ron Mueck, Man in a Boat, Detail von vorne (2000-2002), Ausstellungsansicht Theseustempel, Wien 2016, Installationsfoto: Alexandra Matzner.

Ron Mueck „Man in a Boat“ im Theseustempel Ein Mann im Boot als Metapher für Leben und Tod

Ron Mueck ist weltberühmt für hyperrealistische Skulpturen, in denen er Ängste, ja "Archetypen" (Anthony d'Offay) ausdrückt. Leicht unterlebensgroß sitzt ab nun ein nackter Mann in riesigem Boot im Theseustempel. Was mag er wohl sehen?
8. April 2016
Wilhelm Lehmbruck, Kniende, 1911, Kneeling Woman, Bronze, 174,5 × 67,7 × 140 cm Privatbesitz.

Wilhelm Lehmbruck. Werke und Leben Mit überlängten Proportionen und Vergeistigung zur expressionistischen Skulptur

Wilhelm Lehmbruck (1881–1919) wurde mit überschlanken, vergeistigten Figuren in strenger architektonischer Bauweise berühmt. Als erster europäischer Bildhauer ignorierte er die menschliche Proportion, um von einer idealisierten Bildhauerei zum affektgeladenen Leib zu gelangen. Damit eröffnete er dem Menschenbild in der Skulptur völlig neue Darstellungsmöglichkeiten. Gemeinsam mit dem Lehmbruck Museum in Duisburg stellt das Leopold Museum den Bildhauer in einer umfassenden Gesamtschau vor – und Hans-Peter Wipplinger bringt ihn erstmals in Beziehung zu Egon Schiele (1890–1918).
29. März 2016
Berlinde De Bruyckere, Hommage to Zurbarán, 2016, Courtesy die Künstlerin und/the artist and Hauser & Wirth, Foto/Photo: Mirjam Devriendt.

Berlinde De Bruyckere über Missverständnisse, Körperarbeit und Material im Gespräch mit Alexandra Matzner anlässlich ihrer Ausstellung im Leopold Museum

Alexandra Matzner: Ihre Ausstellung im Leopold Museum wird als Überblicksschau konzipiert und zeigt Werke der letzten zwanzig Jahre. Sie haben in älteren Interwies immer darauf verwiesen, dass Sie auf die Orte, wo ihre Arbeiten gezeigt werden, reagieren möchten. Geht diese Retrospektive im White-Cube des Museums mit Ihrer Idee zusammen?Berlinde De Bruyckere: Es ist hier sogar noch komplexer, da ich die Einladung sehr spät erhalten habe. Wenn ich eingeladen werde, suche ich normalerweise die Räume auf und entwickle eigens dafür neue Arbeiten. Das Leopold Museum hat schöne, hohe Säle, die aber auch nicht die Struktur meiner Arbeiten stören. Ich möchte sie so belassen, wie sie sind. ...
20. März 2016
Anselm Kiefer, Himmelspaläste, Cover (Schirmer/Mosel).

Anselm Kiefer: Himmelspaläste Der Skulpturenzyklus in Höpfingen

Der genauso bedeutende wie umstrittene Künstler suchte aus Fundstücken und Fragmenten das darzustellen, was eigentlich unvorstellbar und daher auch undarstellbar ist: Die Kabbala berichtet in Gleichnissen und Metaphern von den Geheimnissen des Himmels und der Erlösung des Menschen, Mythen übersetzen menschliche Erfahrungen exemplarisch in Geschichten.
28. Februar 2016
Renate Bertlmann, Cover

Renate Bertlmann: AMO ERGO SUM Ein subversives Politprogramm

Renate Bertlmann (* 1943) ist eine der bedeutenden Wiener Feministinnen, die in ihrer Arbeit die Themen Liebe, Erotik und Sexualität verhandelt. Die Avantgardistin, die sich der Methoden der Performance, Fotografie, Video aber auch Zeichnung und Installation bedient, zeigt den Geschlechterkampf und demaskiert die Gesellschaft. Bertlmann spielt männliche und weibliche Rollen, um unterschiedliche Identitäten zu erkunden. Sie erforscht und reinszeniert beispielsweise mit dildohaften Schmetterlingen Vorstellungen einer männlichen, fetischversessenen Sexualität, die sie ins Absurde dreht.
12. Februar 2016
Abstract Loop Austria im 21er Haus, 2016, Installationsansicht: Alexandra Matzner.

Op Art und Konkrete Kunst in Wien Adrian, Kriesche, Philipp, Rockenschaub - Abstract Loop Austria

Von Op-Art, Kinetischer Kunst bis Neo-Geo und der Verbindung mit minimalistischer Skulptur – führt Axel Köhne im 21er Haus die Entwicklung der konkreten Kunst in Österreich von den 1960er Jahren bis heute exemplarisch vor. Klar, emotionslos, regelbasiert, intellektuell-spielerisch, maschinell aber auch so widersprüchlich wie rational und versteckt irrational-sinnlich sollte Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg sein. Köhne stellt Marc Adrian (1930–2008), Helga Philipp (1939–2002), Richard Kriesche (geb. 1940) und Gerwald Rockenschaub (geb. 1952) in den Kontext internationaler Künstler_innen wie u. a. Josef Albers, Dadamaino (Eduarda Emilia Maino), Kurt Kren, Richard Paul Lhose, François Morellet und Jorrit Tornquist. Adrian und Philipp eröffneten neue Möglichkeit, Kunst und mathematisch-rationale Wahrnehmungsexperimente miteinander zu vereinen. Kriesche ging als Erster den Schritt in Richtung Computer-Kunst, und Rockenschaub erweiterte das Spektrum m. E. um den Bild-Witz.
1. Januar 2016
Ai Weiwei with one of his photographs from Dropping a Han Dynasty Urn, Royal Academy of Arts, 2015. Photo courtesy of Royal Academy of Arts, London. Photography © Dave Parry.

Ai Weiwei in der Royal Academy Einführung in das Werk des chinesischen Konzeptkünstlers

Der chinesische Konzeptkünstler Ai Weiwei (* 1957) wird in der Royal Academy of Arts mit einer umfassenden Werkschau geehrt, die Adrian Locke und Tim Marlow gemeinsam mit dem Künstler kuratierten. Der seit 26. Mai 2011 als Ehrenmitglied aufgenommene Politrebell überzeugt in London durch präzise konzipierte Installationen. Seine Würdigung der chinesischen Kunsttradition, die in perfekt umgesetzten Möbel-Objekten und Skulpturen bzw. seinem kreativen Umgang mit historischen Materialien ihren Ausdruck findet, seine kritische Haltung der chinesischen Führung gegenüber, seine Unbeugsamkeit trotz schwierigster Bedingungen, sein Kampf für freie Meinungsäußerung ließen ihn mit Recht zu einem der bekanntesten Künstler der Welt werden.
26. Oktober 2015
Ron Mueck, Mother and Child, 2001–2003, Mischtechnik, 24 x 36 x 89 cm (Courtesy the artist und Hauser & Wirth), Installationsansicht "Rabenmütter": Alexandra Matzner.

Mütterbilder von 1900 bis heute Rabenmütter - Zwischen Kraft und Krise

Kinder profitieren von „Rabenmüttern“!? Damit, wenn auch verkürzt, ließ eine Harvard Studie jüngst aufhorchen. Nur, was auf Deutsch als „Rabenmutter“ wie eine Grimm’sche Märchenfigur betitelt und seit dem 19. Jahrhundert das Gegenteil zur innig liebenden, fürsorglichen Mutter bezeichnet wird, heißt auf Englisch „working mother“ oder in der Linzer Ausstellung „Mom of the Year“. Die Kuratorinnen aus Linz - Stella Rollig, Elisabeth Nowak-Thaller und Sabine Fellner - stellen sich angesichts aktueller Entwicklungen und Diskussionen der brennenden Frage nach den Veränderungen des Mutterbildes seit 1900.
20. Oktober 2015
Joseph Cornell, Wanderlust, Plakat der Royal Academy in London

Joseph Cornell Fernweh

Kurator Jasper Sharp bringt den amerikanischen Objektkünstler Joseph Cornell (1903─1972) ins Kunsthistorische Museum und erweitert damit - wenn auch nur temporär - die Kunstkammer um einige Stücke an „verarbeiteter Sammellust“. Joseph Cornell war als Künstler Autodidakt. In den späten 1920ern begann er in Ausstellungen die Kunst der Pariser Dadaisten und Surrealisten zu bewundern. Ab 1930 stellte er selbst Kunst her, anfangs kleine Collagen aus Buchillustrationen und Katalogbildern, die etwa zwei Jahre später in Schneekugel-Gläsern dreidimensional wurden. Das KHM präsentiert 80 Arbeiten, darunter drei Experimentalfilme des ausgewiesenen Cineasten.
16. September 2015
Museum Folkwang. Meisterwerke der Sammlung (Sieveking)

Museum Folkwang Meisterwerke der Sammlung

Sammlung Osthaus in Essen. Das Museum Folkwang ist „ein Fest für die Augen“, wie es Gertrud Osthaus 1913 formulierte. So auch dieser prächtige Sammlungskatalog, der die Höhepunkte der Kollektion vorstellt.
2. August 2015
Ernesto Neto, Variation on Color Seed Space Time Love, 2009, Detail, Installationsfoto: Alexandra Matzner.

Ernesto Neto. Werke Räume, Gerüche, Zellstrukturen

Organisch, anthropomorph, verknotet, duftend, interaktiv! Die skulpturalen Arbeiten des 1964 in Brasilien geborenen Ernesto Neto sind mit allen Sinnen zu erkunden. Mit Baumwolle, Kunststoff, Sand, Gewürzen, Blei und der Schwerkraft komponiert er raumfüllende Installationen, mit denen er seit Ende der 1990er Jahre zum Schauen, Tasten, Riechen, Hören - und neuerdings auch gemeinsam Singen - einlädt.
15. Juni 2015
Anonym, Blick auf das Parlament, um 1882, Österreichische Nationalbibliothek.

Die Wiener Ringstraße Geschichte, Architektur, Kultur

Als am 1. Mai 1865 die Wiener Ringstraße zwischen Hofoper (heute: Staatsoper) und Burgtor eröffnet wurde, war noch kaum ein Gebäude fertiggestellt. Knapp siebeneinhalb Jahre davor hatte Kaiser Franz Joseph I. seinen Willen zur Errichtung der Via Triumphalis, der Triumphstraße rund um die Innere Stadt, in einem „Handzettel“ kundgetan.
30. April 2015
Susan Philipsz, War Damaged Musical Instruments (Pair), Lautsprecher, 2015, Zweikanalklanginstallation, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin, der Tanya Bonakdar Gallery, New York, und der Galerie Isabella Bortolozzi, Berlin © Foto: KHM-Museumsverband.

Susan Philipsz War Damaged Musical Instruments (Pair)

Für die diesjährige Installation im Theseustempel beauftragte Jasper Sharp die britische Sound- und Installationskünstlerin Susan Philipsz. Die 1965 im schottischen Glasgow geborene Bildhauerin war jüngst auf der Manifesta 10 in St. Petersburg (2014) und der documenta 13 (2013) zu hören. Im Gespräch erklärt sie, wias sie aüf die Idee für das Wiener Stück brachte, und welche Schwierigkeiten bei der Umsetzung aufgetreten sind.
14. April 2015
Louise Bourgeois, Strukturen des Daseins: Die Zellen

Louise Bourgeois. Zellen Strukturen des Daseins

Neun weiße Stufen führen ins Nichts, umgeben von dunklen Strukturen, die abschirmen und flankieren. Mit „No escape“ (1989) führt Kuratorin Julienne Lorz im Haus der Kunst in München in das komplexe Werk von Louise Bourgeois (1911–2010) ein. Die Treppe leitet den Blick nach oben und gleichermaßen ins Nichts.
22. Februar 2015
Thomas Lawrence, Klemens Lothar Wenzel Fürst von Metternich, um 1815, Öl auf Leinwand, 105 x 131,2 cm © Fürst von Metternich Winneburg´sche Domäne Schloss Johannisberg –Rheingau, Foto: Stanislaw Chomicki, Wiesbaden.

Der Wiener Kongress 1814/1815 Belvedere zeigt "Europa in Wien"

Für die Friedenspolitik in Europa war der Wiener Kongress (1814–1815) von epochaler Wirkung. Nach Jahren militärischer Auseinandersetzungen folgte eine Phase der Restauration. Das in Wien gefundene Gleichgewicht der Mächte, versinnbildlicht durch die Grenzziehungen, verleiht dem Kongress bis heute eine wichtige Stellung in der Geschichte Europas.
30. Januar 2015
Maria Lassnig, Krankenhaus, 2005, Öl auf Leinwand, 150 x 200 cm, Privatsammlung, Courtesy Hauser & Wirth.

Schlaflos. Das Bett in der Kunst Ausstellung im 21er Haus, Wien

Mario Codognato, neuer Chefkurator am 21er Haus, wollte schon lange eine Ausstellung zum Thema Bett machen. Im 21er Haus geht es ab heute daher um alles, nur nicht ums Schlafen! Seiner traditionellen Funktion als Ruhestatt entkleidet, entpuppt sich das Möbel als Ort des Lebens, als Bühne für Eros und Thanatos. Anselm Kiefers „Himmelsschlucht“ (2011/12) zeigt bereits am Eingang den Weg von der Horizontale in die Vertikale. Wenn auch daneben „Wiege Nr. 1“ aus der Möbelmanufaktur Michael Thonet die Schau einleitet, kann man doch schnell in den Windungen des Rosé gefärbten Vorhangs verloren gehen. Geburt, Schmerz, Kindheit, Sex (Liebe), Krankheit, Tod und Anthropomorphes sind die großen Themen im Erdgeschoß. Gewalt, Politik, Einsamkeit und Mythos folgen im ersten Stock, ist die Ausstellung doch die erste, die sich über beide Etagen erstreckt.
19. Januar 2015
Albrecht Altdorfer (um 1480–1538), Die Anbetung der Könige, 1530/35, Lindenholz, 110 x 77,5 cm, Städel Museum, Frankfurt am Main, Foto: Städel Museum - U. Edelmann – ARTOTHEK.

Albrecht Altdorfer und das Expressive in der Kunst um 1500 Ausstellung "Fantastische Welten" im Städel und im KHM

Landläufig ist der Epochenbegriff Renaissance mit der Wiederentdeckung antiken Formenvokabulars und der realistische Wiedergabe des Gesehenen verbunden. Das Städel Museum in Frankfurt stellt hingegen das Expressive der mitteleuropäischen Kunst des frühen 16. Jahrhunderts in den Mittelpunkt.
14. November 2014
Cosima von Bonin, Installationsansicht, mumok: UNTITLED (THE GREY SAINT BERNARD WITH BOX), 2006, Diverse Materialien, 142 x 70 x 95 cm, im Hintergrund Mike Kelley, LUMPENPROLE, Detail, 1991, Acrylgran, Stofftiere, Acryl auf Papier, 610 x 915 cm, mumok, Leihgabe der Österreichischen Ludwig Stiftung, Foto: Alexandra Matzner.

Cosima von Bonin Hippies use side door. Das Jahr 2014 hat ein Rad ab

Die Kölner Künstlerin Cosima von Bonin ist den Wienerinnen und Wienern durch ihre temporäre Installation am Graben aus dem Jahr 2010 bereits bekannt. Jetzt erhält sie ihre erste europäische Retrospektive im mumok.
17. Oktober 2014
Alberto Giacometti. Pionier der Moderne (Cover des Ausstellungskatalogs), 2014

Alberto Giacometti. Werke und Biographie

Alberto Giacometti – ein Suchender, ein Getriebener, ein Workaholic, ein Jahrhundertkünstler. Das Leopold Museum schätzt sich glücklich, einige der bekanntesten Skulpturen und Plastiken, ergänzt durch Gemälde, Zeichnungen und Lithografien des Künstlers in Wien vorzustellen. Ausgehend vom Spätwerk Giacomettis wird ein Blick auf dessen künstlerische Entwicklung geworfen. Werke von Freunden und Kollegen, wie Miró und Masson, Balthus und Bacon, Picasso und Pollock, ergänzen den chronologischen Rundgang durch Giacomettis Leben und Werk.
3. Oktober 2014
Reliefs vom rechten Flügel des Gurker Westportals, Fragment eines typologischen Zyklus, mittleres Kompartiment mit Kreuzigung und Auferstehung Christi im Zentrum © BDA (P. Laubenstein).

Die romanischen Portalreliefs aus dem Dom zu Gurk Fokus Denkmal im KHM

Unter dem Titel „Fokus Denkmal. Die romanischen Portalreliefs aus dem Dom zu Gurk“ präsentiert das KHM in Kooperation mit dem Bundesdenkmalamt (BDA) die frisch restaurierten und erforschten Portalreliefs. Erst der Untertitel enthüllt, worauf der Fokus gelegt wird: Die Holzreliefs gehören zu den bedeutendsten Werken romanischer Kunst in Österreich, sind sie doch die einzigen erhalten, sakralen Türdekorationen im österreichischen Raum.
1. August 2014
Maja Bajević, „How do you want to be governed?“, 2009, ach: Raša Todosijević, Was ist Kunst?, 1976, 1 Kanal Videoinstallation, 10.40 Min. © 2013 Maja Bajević.

Kunst und Würde

Die Städte Wien, Sarajevo und Brünn gedenken des Ausbruchs des 1. Weltkriegs und der ersten Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner (1843–1914), indem sie gemeinsam eine Ausstellung mit dem Titel „Der Menschheit Würde…“ zusammenstellten. Der interkulturelle Dialog offenbart die Begriffs- wie Darstellungsproblematik, denn Würde hat man, sie ist jedoch schwer abbildbar. Die markantesten Formulierungen gelingen dann, wenn es um Würdelosigkeit und Herabwürdigung des Menschen geht, wenn die Würde des Menschen mit Füßen getreten wird. So gelingt es den Kurator_innen eine Schau über einen abstrakten Begriff zusammenzutragen, der die unterschiedlichsten Bereiche menschlichen Zusammenlebens ins Visier nimmt: Der Umgang mit Kindern (Stichwort Kinderrechte) wird dabei genauso berücksichtigt wie der Marktwert von Künstler_innen oder der Umgang mit Asylwerber_innen und Obdachlosen.
24. Juni 2014
Isa Genzken, Strandhäuser zum Umziehen, 2000 (Detail), Courtesy Sammlung FRAC Nord-Pas de Calais, Dunkerque und Galerie Buchholz, Berlin/Köln.

Wien | Kunsthalle: Isa Genzken I`m Isa Genzken, The Only Female Fool

Die deutsche Objektkünstlerin Isa Genzken (* 1948) wird zu den bekanntesten und einflussreichsten Künstlerinnen ihrer Generation gezählt. Die Ausstellung in der Kunsthalle Wien beleuchtet ihr knapp vierzigjähriges Werk unter dem Fokus des Architektonischen und versammelt so wichtige Werke wie die „Ellipsoiden“ (1976/2013) und „Hyperbolus“, mit denen Genzken Anfang der Achtziger Jahre berühmt geworden ist, mit den „Strandhäusern zum Umziehen“ (2000), den nach Freunden benannten Säulen und „New Buildings for Berlin“ (2001/2014).
9. Mai 2014
Pietro Lorenzetti, Christus als Schmerzensmann (um 1340), Tempera auf Holz, 35,3 x 26 cm, Lindenau-Museum Altenburg.

Deine Wunden Passionsimaginationen in christlicher Bildtradition und Bildkonzepte in der Kunst der Moderne

Zwischen „Ich habe es gesehen“ und „Man kann es nicht ansehen“ changieren menschliche Reaktionen auf Leid und Schmerz, bildlich darstellbar mit Hilfe von Wunden. Dass die Darstellung derselben in der spätmittelalterlichen, christlichen Kunst einen wichtigen Stellenwert einnahm, belegen die unzähligen Schmerzensmann-Darstellungen in Form von Gemälden und Druckgrafiken. Welche Verbindungen sich von der Imago pietatis über Francisco de Goyas „Desastres de la guerra“ zur Kunst der Moderne knüpfen lassen, darüber klärt der von Reinhard Hoeps und Richard Hoppe-Sailer herausgegebene Katalog zur Ausstellung „Deine Wunden“ auf. Über den Begriff der Verletzung lassen sich spätmittelalterliche schmerzensmann-Darstellungen mit Lucio Fontanas zerschlitzten Leinwänden und Arnulf Rainers Kreuzübermalungen miteinander in Beziehung setzen.
5. Mai 2014
Miró. The Exerience of Seeing. Late Works, 1963–1981 (Yale University Press).

Joan Miró. Skulpturen und Malerei Ausstellung „The Experience of Seeing. Late Works, 1963–1981“ zeigt das Spätwerk des Katalanen

Der jüngst von der Yale University Press, New Haven and London herausgegebene, 104 Seiten schmale Band über das Spätwerk von Joan Miró (1893–1983) besticht durch seine grafische Gestaltung und einem Interview mit dem bedeutenden katalanischen Filmemacher und Miró-Freund Pere Portabella (* 1929 Barcelona). Das von Marquand Books, Inc., Seattle betreute Buch wurde von Erica Anderson als kongeniales Pendant zur Malerei Mirós entwickelt. Es finden sich dessen kompositorische Strategien wie die harmonische Verteilung der Bildelemente über den weißen Grund, der spielerische Umgang mit Richtungen. Das Spielerische und Experimentelle in der Kunst des Katalanen wird in diesem Band äußerst geschickt auf der visuellen Ebene transportiert.
3. April 2014
Ai Weiwei, Stools im Martin-Gropius-Bau, Berlin 2014

Berlin | Martin-Gropius-Bau: Ai Weiwei – Evidence Sinnliche Konzeptkunst und Ruf nach Freiheit | 2014

Trotz aller unfassbaren Anfeindungen in seinem Land hat sich Ai Weiwei entschlossen, seine weltweit größte Einzelausstellung im Martin-Gropius-Bau, in Berlin durchzuführen. Auf 3000 m² in 18 Räumen und im spektakulären Lichthof zeigt er Werke und Installationen, die eigens für den Martin-Gropius-Bau entstanden oder noch nie in Deutschland gezeigt wurden.
2. April 2014
Der Wiener Volksgarten, Blick über das Rosarium zum Grillparzer-Denkmal und dem Naturhistorische Museum © Foto: Alexandra Matzner.

Wiener Volksgarten. Anlage, Caféhaus und Theseustempel

Die Geschichte des Wiener Volksgartens ist eng mit der Stadterweiterung und dem Bau der Ringstraße verknüpft. Am 1.Mai 1823 eröffnet, war der Volksgarten Schauplatz mannigfaltiger Veränderungen im 19. Jahrhundert: Bauwerke wie der Theseus-Tempel und der bei Nachtschwärmern so beliebte Volksgarten-Pavillon, aber auch Denkmäler für den Dichter Franz Grillparzer und der ätherisch schöne Kaiserin Elisabeth-Denkmalhain prägen den Park als einen Ort der Künste. Dass er heute auch eine vom Duft tausender Rosen erfüllte Ruheoase ist, verdanken wir der jüngeren Nutzung als Rosarium.
2. April 2014
Brunnen im Volksgarten von Ferdinand Kirschner (1821-1896), dahinter das Grillparzer-Denkmal und das Naturhistorische Museum © Foto: Alexandra Matzner.

Wiener Volksgarten. Brunnen und Café Meierei

Als im Frühjahr 1865 die Eröffnung der Ringstraße gefeiert wurde, waren die gartenplanerischen Arbeiten von Franz Antoine d. J. bereits abgeschlossen, die Ausstattung mit Brunnen und Denkmälern sollt erst danach erfolgen. Vor allem das Grillparzer-Denkmal und die Errichtung eines Denkmalhains für Kaiserin Elisabeth zeigen das Interesse von bürgerlichen gefolgt von aristokratischen Kreisen, den Volksgarten als Gedenkort zu etablieren. Die im 20. Jahrhundert vorgenommenen Ergänzungen wirken im Vergleich nahezu schüchtern.
2. April 2014
Das Grillparzer-Denkmal im Volksgarten, Gesamtansicht © Foto: Alexandra Matzner.

Wiener Volksgarten. Das Grillparzer-Denkmal (1876–1889)

Zwischen 1876 und 1878 erfolgte die Planung und am 23. Mai 1889 Enthüllung des Grillparzer-Denkmals von Rudolf Weyr, Carl Kundmann und Carl Hasenauer. Der im Jänner 1872 verstorbene Franz Grillparzer wurde von den Zeitgenossen bereits als „großer, vaterländischer Dichter“ gehandelt. Unter Johann Adolf Fürst zu Schwarzenberg konstituierte sich ein Komitee zur Errichtung eines Denkmals. Als Protektor konnte Erzherzog Carl Ludwig, Bruder von Kaiser Franz Joseph I., gewonnen werden. Die Aufstellung im Volksgarten wurde lange diskutiert, handelt es sich doch um das erste Denkmal für einen Bürger auf hofarräischem Boden.
2. April 2014
Kaiserin Elisabeth-Denkmal im Wr. Volksgarten vor dem Burgtheater, Friedrich Ohmann und Hans Bitterlich, 1907 eingeweiht, Foto: Alexandra Matzner.

Wiener Volksgarten. Kaiserin Elisabeth/Sisi-Denkmal

Der ruhigste Teil des Wiener Volksgartens ist sicherlich der Bereich rund um das berühmte Kaiserin Elisabeth-Denkmal, das am Ende einer Lindenallee aus weißem Laaser Marmor erstrahlt. Friedrich Ohmann und Hans Bitterlich konnten nach langwierigen Plänen 1907 diesen Hain für die ermordete Kaiserin als erstes dynastisches Denkmal, das von einem privaten Denkmalcomitee finanziert und projektiert worden ist, fertigstellen. Dem Prager Architekt gelang dabei die mustergültige Umsetzung eines secessionistischen Gartengesamtkunstwerks, in dem Architektur, Skulptur und Bepflanzung zu einem fast sakral anmutenden Ort zusammenfinden.
9. März 2014
Eric Fischl, Study for Floating Islands, 1985 © Courtesy des Künstlers und Galerie Jablonka, Köln.

Eric Fischl Friends, Lovers and other Constellations

Eric Fischl wurde in den 1980er Jahren mit Bildern von – zumeist nackten – Amerikanern und Amerikanerinnen der Mittelschicht bekannt, wobei er auch von erotischen Sehnsüchten und dem Ausleben derselben im Geheimen berichtete. Er warf einen kritischen Blick auf das gesellschaftliche Leben im trauten Heim, am Strand und den Country Clubs des Landes, ohne je pornografisch zu sein.
24. Februar 2014
Franz Lerch, Mädchen mit Hut, 1929, Öl auf Leinwand, 80 x 60 cm © Belvedere, Wien.

Kunst in Wien und Berlin (1900-1935) Kunst zweier Metropolen

Gemeinsam mit der Berlinischen Galerie, Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur erarbeitete das Belvedere die reiche Schau „Wien – Berlin. Kunst zweier Metropolen“. Der zeitliche Horizont spannt sich hierbei von den Secessionsbildungen 1897 in Wien und 1898 in Berlin bis in die frühen 30er-Jahre, d.h. stilistisch vom Jugendstil über den Expressionismus, hin zu Dada, Konstruktivismus und Neue Sachlichkeit.
12. Februar 2014
Ernst Oppliger, Arche Noah, 1987, Papierschnitt.

Papierschnitt als künstlerisches Medium Ausstellung "FINAL CUT" im Horst-Janssen-Museum

Das Horst-Janssen-Museum in Oldenburg präsentiert Papierarbeiten von 17 Künstler_innen aus Deutschland, Österreich, Belgien, der Schweiz, den USA und Japan. Die Kuratorinnen Paula von Sydow und Sandrine Teuber wählten jene zeitgenössische Positionen, in denen „das Ausschneiden als eine elementare Gestaltungsmöglichkeit mit künstlerischer Eigenständigkeit deutlich wird“ (Paula von Sydow). Der im Kerber Verlag erschienene Katalog belegt eindrucksvoll, wie Papier heute nicht nur als Träger verschiedener grafischer Techniken, sondern als Material für zwei- und dreidimensionale Objekte in Form von Bildern, Installationen oder Künstlerbüchern eingesetzt wird.
4. Februar 2014
Roswitha Ennemoser, white/yellow box I, 1996, Ölgrundierung auf Holz, 24 x 26 x 4 cm, Foto: Michael Wohlschlager © MUSA.

Roswitha Ennemoser Konkretisierung

Die 2008 verstorbene Wiener Künstlerin Roswitha Ennemoser wird unter dem Titel „Konkretisierung“ erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Bereits im Jahr 2000 kuratierten Berthold Ecker und Wolfgang Hilg