Zanele Muholi

Wer sind Zanele Muholi?

Zanele Muholi (19.7.1972, Umlazi, Südafrika) sind südafrikanische visuelle Aktivist*innen mit dem Ziel, die visuelle Geschichte der LGBTQI People of Colour in Südafrika neu zu schreiben. Dafür nutzt Muholi die Medien Fotografie, Video und Installation. Muholis Bekanntheit geht auf eine Serie von Fotografien der frühen 2000er Jahre zurück, darunter die Serie „Faces and Phases“ (seit 2006), in denen sie geoutete Personen als selbstbestimmte Menschen porträtierte. Mit ihren Werken wollen Muholi Debatte, gegenseitigen Respekt und Akzeptanz anregen, weshalb sie sich selbst nicht als Künstlerin definiert. Muholi bezeichnen sich als nichtbinär und verwenden im Englischen die Pronomen „they/them“, um sich als „menschliches Wesen“ zu beschreiben.

Zanele Muholi lebt und arbeitet in Johannesburg.

Ausbildung

Zanele Muholi studierten Fotografie beim Market Photo Workshop in Johannesburg, schlossen den Studiengang Documentary Media an der Ryerson University in Toronto ab und erhielten neben zahlreichen Auszeichnungen 2013 eine Honorarprofessur an der Hochschule für Künste in Bremen.

Werke

Muholis Ziel ist es, die visuelle Geschichte der queeren und transsexuellen People of Colour in Südafrika neu zu schreiben, um sie in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit zu rücken und rassistischen Hassverbrechen entgegenzuwirken.

Muholi sind Mitbegründer*innen des Forum for the Empowerment of Women (2002) und Gründer*innen von Inkanyiso (2009), einem Verein zur Förderung queerer publizistischer Arbeit.

Ausstellungen

Muholis Arbeiten waren unter anderem bei der Biennale di Venezia (2019), im Rietberg Museum in Zürich (2019) und dem Stedelijk Museum voor Actuele Kunst in Gent (2017) zu sehen. 2021/21 organisiert die Tate Modern, London, eine Einzelausstellung, die danach im Gropius Bau, Berlin, zu sehen ist.

Preise & Ehrungen

  • 2015: Shortlist für den Deutsche Börse Photography Prize
  • 2016: Infinity Award des International Center of Photography
  • 2016: Chevalier de Ordre des Arts et des Lettres
  • 2018: Honorary Fellowship of the Royal Photographic Society