0

Wien | KHM: Iron Men. Harnische der europäischen Renaissance

Landsknechtsharnisch für Wilhelm von Rogendorf, Detail, Kolman Helmschmid, Augsburg, 1523 (Kunsthistorisches Museum, Hofjagd- und Rüstkammer © KHM-Museumsverband)

Landsknechtsharnisch für Wilhelm von Rogendorf, Detail, Kolman Helmschmid, Augsburg, 1523 (Kunsthistorisches Museum, Hofjagd- und Rüstkammer © KHM-Museumsverband)

Im Frühjahr 2022 widmet sich das Kunsthistorische Museum in seiner großen Frühlingsausstellung einem bisher wenig beleuchteten, künstlerisch und kulturell aber hochbedeutenden Aspekt der europäischen Renaissance – dem Harnisch.

Harnische der europäischen Renaissance

Die Ausstellung „Iron Men“ wird einige der spektakulärsten Plattnerarbeiten vom späten 15. bis zum frühen 17. Jahrhundert erstmals an einem Ort vereinen. Gemeinsam mit ausgewählten Gemälden, Textilien und Skulpturen werden sie ein neues, mitunter überraschendes Licht auf dieses heute vielfach noch immer missverstandene Thema werfen.

Die Ausstellung wird sich in mehreren Kapiteln mit der symbolischen Bedeutung des Harnisches in der frühneuzeitlichen Gesellschaft auseinandersetzen. Sie illustriert dabei seine Bedeutung als politisches und dynastisches Symbol, als diplomatisches Geschenk sowie als persönliches und historisches Erinnerungsstück – und dies über religiöse, ideologische und auch geschlechtliche Grenzen hinweg.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Meisterwerke der Wiener Hofjagd- und Rüstkammer. Ergänzt werden diese Objekte durch Leihgaben etwa aus dem Metropolitan Museum of Art in New York und der Real Armeria in Madrid.

Quelle: Kunsthistorisches Museum, Wien

Iron Men. Harnische der europäischen Renaissance im KHM: Bilder

  • Landsknechtsharnisch für Wilhelm von Rogendorf, Kolman Helmschmid, Augsburg, 1523 (Kunsthistorisches Museum, Hofjagd- und Rüstkammer © KHM-Museumsverband)
  • Maskenhelm für Markgraf Albrecht von Brandenburg-Ansbach (1490–1568), Niederdeutsch um 1526 (Kunsthistorisches Museum, Hofjagd- und Rüstkammer © KHM-Museumsverband)
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.