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Bielefeld | Kunsthalle Bielefeld: Ausstellungen 2020 Welche Ausstellungen zeigt die Kunsthalle Bielefeld 2020?

Kunsthalle Bielefeld, Ausstellungen 2020

Kunsthalle Bielefeld, Ausstellungen 2020

Die einzige bisher angekündigte Ausstellung der Kunsthalle Bielefeld 2020 ist der Wiederentdeckung des Bildhauer Antonius Höckelmann gewidmet (ab 4.4.).

Noch laufende Ausstellungen:

  • Bis 8.3.2020: L’homme qui marche. Verkörperung des Sperrigen

Welche Ausstellungen zeigt die Kunsthalle Bielefeld 2020?

Antonius Höckelmann. Alles in Allem (4.4.2020–2.8.2020)

Die Kunsthalle Bielefeld präsentiert in dieser Ausstellung das weitgehend in Vergessenheit geratene Werk des westfälischen und später lange in Köln lebenden Antonius Höckelmann (1937–2000). Die Präsentation der Kunsthalle Bielefeld mit etwa 50 teils großformatigen Arbeiten auf Papier und Leinwand sowie 15 Skulpturen soll zu einer längst überfälligen Neuentdeckung dieses Künstlers beitragen.

Höckelmann hat hauptsächlich Skulpturen und Zeichnungen geschaffen. Abstrakte, organische Formen vereinen sich mit gegenständlichen Motiven in teils monumentalen Papierarbeiten oder plastisch geformten Gebilden aus Gips, Styropor, Aluminium oder Bronze. Ab den 1990er-Jahren treten außerdem Acrylbilder von expressiver Farbigkeit hinzu. Höckelmann setzt in seinen Werken plastische Energien frei. Mit stark bewegten Oberflächen und dynamischer Linienführung schafft er fantastische, rätselhafte Bildwelten, in denen sich frei gestaltete und figürliche Formen zu dichten Kompositionen verbinden. Motive erscheinen und verschwinden zwischen wuchernden und vegetabilen Schwellformen, Spiralen, Knollen und Knäueln. Seine Themen sind Sexualität, Geschlechterkampf, Mensch und Tier, Pferdesport und die Pflanzenwelt. Sein Schaffen zeichnet sich durch große mediale Vielfalt aus, bei dem nicht nur formal, sondern inhaltlich-motivisch schließlich „alles in allem“ in einem einzigartigen Kosmos verwoben ist.

Der 1937 in Oelde geborene Höckelmann wurde von 1951 bis 1957 bei Heinrich Lückenkötter zum Holzbildhauer ausgebildet. Anschließend nahm er an der Hochschule für bildende Künste in Berlin das Studium der Bildhauerei bei Karl Hartung auf. Ab 1961 lebte er als freischaffender Künstler in Berlin, bis er 1970 nach Köln zog, wo er drei Jahrzehnte lang die rheinische Kunstszene mitprägte. Höckelmann hat an der documenta 6 und 7 teilgenommen und war vor allem in den 1980er-Jahren neben Malerkollegen wie Georg Baselitz, Markus Lüpertz und A. R. Penck in den maßgeblichen deutschen Ausstellungen der Zeit vertreten.

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck.

Quelle. Kunsthalle Bielefeld