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Dresden | Residenzschloss: Paraderäume September 1719 eröffnet – September 2019 rekonstruiert

Dresden, Residenzschloss, Paradeschlafzimmer, virtuelle Rekonstruktion

Dresden, Residenzschloss, Paradeschlafzimmer, virtuelle Rekonstruktion

Mit der Eröffnung der Paraderäume erreicht die Einrichtung des Dresdner Residenzschlosses ihren glanzvollen Höhepunkt: Im September 1719, anlässlich des einen ganzen Monat andauernden Hochzeitsfestes zu Ehren von Kurprinz Friedrich August und der Kaisertochter und Erzherzogin Maria Josepha, eröffnete August der Starken die Räume (→ Rembrandt - Tizian - Bellotto). In dieser Raumfolge inszenierte der sächsisch-polnische Kurfürst-König seine Herrschaft. 30 Jahre zuvor hatte er als junger Prinz auf Reisen den Glanz von Versailles auf dem Höhepunkt der Macht Ludwigs XIV. selbst erlebt und war tief beeindruckt.

Rekonstruktion der Paraderäume

1997 beschloss die sächsische Staatsregierung, die im Krieg völlig zerstörten Paraderäume soweit wie möglich wiedererstehen zu lassen, auch weil Teile des Mobiliars dank rechtzeitiger Auslagerungen erhalten sind: Der Audienzstuhl und seltene Silbermöbel, französische Prunkmöbel, aber auch die schon zu ihrer Entstehungszeit außergewöhnlich kostbaren Goldpilaster aus dem Audienzgemach und viele der dort einst aufgehängten Gemälde.

Dank Kupferstichen und Zeichnungen des Hochzeitsfestes von 1719, aber auch auf Grundlage späterer Aufnahmen und Quellen war die Rekonstruktion möglich. Die einzigartigen Textilien, mit denen die Wände einstmals bespannt waren, mussten auf Handwebstühlen neu angefertigt werden. Die beiden über 70 Quadratmeter großen, ursprünglich von Louis de Silvestre auf Leinwand geschaffenen Deckengemälde des Audienzgemachs und des Paradeschlafzimmers waren durch jeweils 34 Farbaufnahmen, die 1942/44 zu Dokumentationszwecken angefertigt wurden, rekonstruierbar.

Ausgestellt ist zudem die originale Garderobe August des Starken, die dieser zur Krönung 1697 sowie zur Hochzeitsfeier des Kurprinzen 1719, aber auch zu anderen festlichen Gelegenheiten trug – ein weltweit einzigartiger Schatz barocker Textilkunst und europäischer Herrschaftsgeschichte. Am Thron Augusts des Starken vorbei gelangt man künftig zu den königlichen Insignien, den Thronfahnen und den Thronschwertern Polens und Litauens und zuletzt zur „königlichen statua“ der Figurine mit dem Krönungsornat, das August der Starke 1697 in Krakau trug, hin zur Lebendmaske, die ihm 1704 abgenommen wurde. Die vom Eckparadesaal bis zum Paradeschlafzimmer sich erstreckende Raumflucht wurde in mehr als zehnjähriger Arbeit mit höchstem Aufwand und Expertenwissen sowie unter handwerklichen Höchstleistungen rekonstruiert und mit original erhaltenen Kunstwerken aus Rüstkammer und Kunstgewerbemuseum entsprechend der Ausstattung des 18. Jahrhunderts wiedereingerichtet.

Quelle: Pressetext

Paraderäume im Dresdner Residenzschloss: Bilder

  • Dresden, Residenzschloss, Kleiner Ballsaal, 1896
  • Dresden, Residenzschloss, Paradeschlafzimmer, virtuelle Rekonstruktion

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Mit dem „Bildnis des Zacharie Astruc“ in der Kunsthalle Bremen Manet ein programmatisches Statement zum Geschmack der Avantgarde. Die Ausstellung geht der Künstlerfreundschaft nach und stellt Bilder von Manet neben Grafiken und Skulpturen von Astruc.
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.