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Frankfurt | Städel Museum: Im Paradiesgarten. Kunst und Naturwahrnehmung um 1400

Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 8. Dezember 2025
Meister des Frankfurter Paradiesgärtlein, Paradiesgärtlein, um 1410-1420, Mischtechnik auf Eichenholz, 26,3 x 33,4 cm (Städel Museum, Frankfurt)

Meister des Frankfurter Paradiesgärtlein, Paradiesgärtlein, um 1410-1420, Mischtechnik auf Eichenholz, 26,3 x 33,4 cm (Städel Museum, Frankfurt)

Im Zentrum der Ausstellung steht eines der berühmtesten und zugleich rätselhaftesten Gemälde des Städel Museums: „Das Paradiesgärtlein“ (um 1410/20) vom Meister des Frankfurter Paradiesgärtleins. Die Tafel – kaum größer als ein aufgeschlagenes Buch – erstaunt mit zahlreichen Details. Die Muttergottes sitzt darin mitten in einer höfischen Gesellschaft, während der umschlossene Garten sowohl als religiöses Symbol als auch als Ort weltlicher Liebe verstanden werden kann. Besonders eindrucksvoll ist die Nähe zur Natur innerhalb des Werks. Die Ausstellung rückt diese bahnbrechende Verbindung von Kunst und Naturwahrnehmung ins Zentrum und verortet das Paradiesgärtlein umfassend im historischen und künstlerischen Kontext Europas um 1400 – eine Zeit des Umbruchs, der Konflikte und des intellektuellen Austauschs.

Im Paradiesgarten. Kunst und Naturwahrnehmung um 1400

Deutschland | Frankfurt a. M.: Städel Museum
24.2. – 27.6.2027

Nachfolger des Robert Campin, Madonna mit Kind und Heiligen im umschlossenen Garten, um 1440–1460, Mischtechnik auf Holz, 122,2 x 151,2 cm (National Gallery of Art, Washington, inv.-Nr. 1959.9.3 (Samuel H. Kress Collection))
Nachfolger des Robert Campin, Madonna mit Kind und Heiligen im umschlossenen Garten, um 1440–1460, Mischtechnik auf Holz, 122,2 x 151,2 cm (National Gallery of Art, Washington, inv.-Nr. 1959.9.3 (Samuel H. Kress Collection))

Im Paradiesgarten. Kunst und Naturwahrnehmung um 1400 im Städel 2027

Rund 80 hochkarätige Leihgaben aus internationalen Museen – darunter die National Gallery in Washington D.C., das Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid, der Louvre in Paris und das Rijksmuseum in Amsterdam – machen diese Entwicklung anschaulich. Neben Gemälden von Jan van Eyck, dem „Meister von Flémalle“ und Antonio Pisanello sind unter anderem Skulpturen und Zeichnungen zu sehen. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine immersive Rauminstallation des Berliner Künstlers und Bühnenbildners Philipp Fürhofer, die die sinnliche Dimension des Paradiesgärtleins neu interpretiert und ein begehbares „Paradiesgärtlein“ schafft.

Kuratiert von Prof. Dr. Jochen Sander (Stellvertretender Direktor und Sammlungsleiter Holländische, Flämische und Deutsche Malerei vor 1800, Städel Museum) und Projektleitung von Dr. Corinna Gannon (Wissenschaftliche Volontärin, Holländische, Flämische und Deutsche Malerei vor 1800, Städel Museum).

 

Bilder

  • Meister des Frankfurter Paradiesgärtlein, Paradiesgärtlein, um 1410-1420, Mischtechnik auf Eichenholz, 26,3 x 33,4 cm (Städel Museum, Frankfurt)
  • Nachfolger des Robert Campin, Madonna mit Kind und Heiligen im umschlossenen Garten, um 1440–1460, Mischtechnik auf Holz, 122,2 x 151,2 cm (National Gallery of Art, Washington, inv.-Nr. 1959.9.3 (Samuel H. Kress Collection))
  • Meister von Flémalle (Robert Campin Werkstatt), Heilige Veronika, um 1428–1430, Mischtechnik auf Eichenholz, 151,8 x 61 x 0,4 cm (Städel Museum, Frankfurt)

ARTinWORDS.de Redaktion

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