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Wien | Belvedere 21: Ugo Rondinone „Akt in der Landschaft“ verbindet zwei gegensätzliche Zugänge des Künstlers

Ugo Rondinone, thank you silence, 2013, Ausstellungsansicht im M Museum Leuven, Courtesy studio rondinone

Ugo Rondinone, thank you silence, 2013, Ausstellungsansicht im M Museum Leuven, Courtesy studio rondinone

Seit über zwanzig Jahren überschreitet Ugo Rondinone (* 1964) die Grenzen zwischen Medien und Disziplinen. Die Arbeiten des international renommierten Schweizer Künstlers basieren oft auf Themen und Motiven aus dem Alltag, die durch Isolation, Erweiterung oder eine spezifische Materialbehandlung eine poetische Dimension erhalten. Seine Landschaften, Sonnen, menschliche Figuren und Stillleben erforschen die emotionale und psychische Tiefe der menschlichen Erfahrung in Verbindung mit der Natur. In hochartifiziellen Installationen, die vielfältige Referenzen auf Kunstgeschichte und Populärkultur aufweisen, schafft er suggestive Stimmungen, die das Lebensgefühl unserer Zeit einfangen. Rondinone ist ein multimedialer Künstler zwischen Konzept und Romantik, dessen Bildwelten die Betrachterinnen und Betrachter mit einer neuen Wirklichkeit konfrontieren, von der sie unweigerlich Teil werden.

„Akt in der Landschaft“ im Belvedere 21 ist Rondinones erste museale Einzelausstellung in Österreich. Im lichtdurchfluteten Glaspavillon des Belvedere 21 vereint der Künstler neue Werkgruppen aus den klassischen Genres Akt und Landschaft. Neben speziell für Wien entworfenen „landscapes“, aus Erde geformte Skulpturen, die unter anderem auf die Minimal-Art Bezug nehmen, zeigt die Ausstellung hyperrealistisch gestaltete „nudes“, introvertiert scheinende nackte Figuren aus Klarwachs und Erde.

Ugo Rondinone wurde 1964 in Brunnen (Schweiz) geboren. Von 1986 bis 1990 studierte er an der Universität für angewandte Kunst in Wien bei Ernst Caramelle. 1998 zog er nach New York, wo er bis heute lebt und arbeitet. 2007 vertritt er die Schweiz auf der Biennale in Venedig. Heute befinden sich seine Arbeiten in musealen Sammlungen weltweit.

Kuratiert von Axel Köhne.
Quelle: Pressetext

Ugo Rondinone. Akt in der Landschaft: Bilder

  • Ugo Rondinone, NUDE (XXX), 2010, Klarwachs, Erdpigmente, 132 × 79 × 61 cm (Courtesy studio Rondinone)
  • Ugo Rondinone, thank you silence, 2013, Ausstellungsansicht im M Museum Leuven, Courtesy studio rondinone
  • Ugo Rondinone, NUDE (XXXXXXXXXXX), 2011, Klarwachs, Erdpigmente, 108 × 72 × 83 cm (Courtesy studio Rondinone)

Aktuelle Ausstellungen

23. Juni 2020
Angelika Kauffmann, Selbstporträt der Künstlerin am Scheideweg zwischen Musik und Malerei, Detail, Rom 1794, Öl/Lw, 147,3 x 215,9 cm (Nostell Priory, West Yorshire © National Trust Images/John Hammond)

Düsseldorf | Museum Kunstpalast: Angelika Kauffmann Bedeutendste Künstlerin Europas um 1800

Angelika Kauffmann (1741–1807) vertritt exemplarisch den neuen Typus einer europaweit vernetzten und weltgewandten Künstlerin. Ihr breitgefächertes Œuvre repräsentiert wesentliche Aspekte des internationalen Klassizismus im Zeitalter der Aufklärung und Empfindsamkeit.
19. Juni 2020
Peter Lindbergh, Uma Thurman, New York, 2016 © Peter Lindbergh (courtesy Peter Lindbergh, Paris)

Hamburg | MKG: Peter Lindbergh „Untold Stories“ feiert Lindberghs „Neue Frau“

Peter Lindbergh war einer der einflussreichsten Modefotografen der letzten 40 Jahre. Er fotografierte Menschen so wie sie sind, natürlich und authentisch, und prägte einen völlig neuen Typus des Supermodels.
18. Juni 2020
K. H. Hödicke, Entwurf, Detail, 1972, Bleistift und Wachsmalstift auf Papier, 297 x 210 mm (Staatliche Graphische Sammlung München, Schenkung S. K. H. Herzog Franz von Bayern 2019, Foto: Staatliche Graphische Sammlung München © VG Bild-Kunst, Bonn 2020)

München | Pinakothek der Moderne: K. H. Hödicke Arbeiten auf Papier in der Staatlichen Graphischen Sammlung München

K. H. Hödicke, der Berliner Maler, in der Pinakothek der Moderne und in einem zweibändigen Katalog, vorgestellt als Zeichner von duftigen DIN-A4-Blättern und monumentalen malerischen Gouachen. Der Erwerb von 53 Arbeiten auf Papier durch die Staatliche Graphische Sammlung München wie eine zweijährige Zusammenarbeit ihres Direktors Michel Hering mit dem Künstler ermöglichen, Hödicke als gewitzten, sich mit der Pop-Art, Konzeptkunst und seiner Umgebung höchst innovativ beschäftigenden Maler kennenzulernen.
4. Juni 2020
Gerhard Richter, 12.1.18, Detail, 2018, Bleistift und Farbstift auf Papier, 14,2 x 20,2 cm, Gerhard Richter Archiv, Staatliche Kunstsammlungen Dresden © Gerhard Richter 2020 (08022020)

Dresden | Albertinum: Gerhard Richter. Neue Zeichnungen 2017 bis 2020

Die neuen, im Albertinum ausgestellten Zeichnungen Gerhard Richters sind mit Blei- und Farbstiften aber auch Fettkreiden gestaltet. Mit Tagesdaten zwischen dem 5.11.2017 und dem 15.5.2019 betitelt, gliederte der Maler die Zeichnungen in mehrere Werkblöcke.
2. Juni 2020
James Tissot, The Gallery of HMS Calcutta (Portsmouth), Detail, um 1876, Öl/Lw, 68,6 × 91,8 cm (© Tate, London)

Paris | Musée d`Orsay: James Tissot Maler der Moderne zwischen Gesellschaft und Bibel

Das Musée d’Orsay präsentiert Tissot als Maler der „modernen Zweideutigkeit“, vereinte er doch in seinem Werk Gesellschaftsporträts mit moralisierenden, literarischen Themen, Beziehungsanalysen mit Bibelillustrationen.
27. Mai 2020
Adriaen van Ostade, Der Leiermann, Detail, um 1647

Winterthur | Reinhart am Stadtgarten: Adriaen van Ostade Haarlemer Genremaler als scharfer Beobachter in Malerei in Druckgrafik

Der Haarlemer Maler Adriaen van Ostade (1610–1685) ist berühmt für seine Bauerndarstellungen. Weniger bekannt ist sein grundlegender Stilwandel Ende der 1640er Jahre sowie seine Hinwendung zur Radierung.