ARTinWORDS Logo, kleinARTinWORDS Logo, kleinARTinWORDS Logo, kleinARTinWORDS Logo, klein
  • Ausstellungen
    • Aktuelle Ausstellungen
      • Ausstellungen 2025
      • Ausstellungen in Deutschland
      • Ausstellungen in Österreich
      • Ausstellungen in der Schweiz
      • Ausstellungen in Frankreich
      • Ausstellungen in Großbritannien
      • Ausstellungen in Niederlande
      • Ausstellungen in Spanien
      • Ausstellungen in Italien
      • Ausstellungen in USA und Kanada
    • Ausstellungen Vorschau
      • Ausstellungen 2026
      • Ausstellungen 2027
      • Ausstellungen in Deutschland: Vorschau
      • Ausstellungen in Österreich: Vorschau
      • Ausstellungen in der Schweiz: Vorschau
      • Frankreich
      • Großbritannien
      • Italien
      • Niederlande
      • Spanien
      • Dänemark
      • USA und Kanada
    • Ausstellungen Archiv
      • Ausstellungen 2024
      • Ausstellungen 2023
      • Ausstellungen 2022
      • Ausstellungen 2021
      • Ausstellungen 2020
  • Künstler & Künstlerinnen
    • Berühmte Künstlerinnen
    • Alte Meister und Meisterinnen
    • Berühmte Künstler der Renaissance
    • Berühmte Künstler des Barock
    • Berühmte Künstler und Künstlerinnen: Romantik bis Jugendstil
    • Berühmte Künstler und Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts
    • Berühmte Künstler und Künstlerinnen von heute: die Megastars der Gegenwartskunst
  • Kunstgeschichte
    • Kunstgattungen
      • Malerei
      • Zeichnung & Druckgrafik
      • Druckgrafik
      • Fotografie & Medienkunst
      • Skulptur & Installation
      • Architektur
      • Design & Kunsthandwerk
    • Kunstbegriffe
  • Themen
    • Gespräche mit Persönlichkeiten aus der Kunstwelt
    • ARTinLIFE
    • Hotels
  • Newsletter
✕

London | Royal Academy of Arts: Antony Gormley Körper-Raum-Erfahrungen des britischen Objektkünstlers

Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 28. Juni 2019
Antony Gormley, Clearing V, 2009, ca. 11 km von 12.7 mm Aluminiumröhre, Installationsansicht Kunsthaus Bregenz, Österreich © the Artist. Photo: Markus Tretter

Antony Gormley, Clearing V, 2009, ca. 11 km von 12.7 mm Aluminiumröhre, Installationsansicht Kunsthaus Bregenz, Österreich © the Artist. Photo: Markus Tretter

Der Bildhauer Antony Gormley (* 1950) zählt seit über einem Jahrzehnt zu den bedeutendsten Künstlern in Großbritannien. Die Ausstellung in der Royal Academy of Arts vereint für diesen Anlass sowohl bestehende als auch dafür konzipierte neue Arbeiten, von Zeichnungen und Skulpturen bis hin zu experimentellen Environments.

Antony Gormley

Großbritannien / London: Royal Academy of Arts, Main Galleries
21.9. – 3.12.2019

Antony Gormley in London

Antony Gormley sieht die Ausstellung als „Testgelände“. Für ihn ist wichtig, die Sinne einzubeziehen, die Größenverhältnisse, Dunkelheit und Licht einzusetzen und elementare, organische und industrielle Materialien zu verwenden. Die Arbeiten treten in einen Dialog mit den Galerien der Royal Academy of Arts schaffen und eine Reihe unterschiedlicher Begegnungen. Obwohl Gormley seine Werke individuell präentiert, ergibt die Raumabfolge in Summe eine kollektive Erfahrung. Diese Ausstellung ist eine Zusammenfassung von Gormleys anhaltender Beschäftigung mit dem im Inneren liegenden Dunkelraum des Körpers selbst und das Verhältnis des Körpers zu seiner Umgebung: den Körper als Raum und den Körper im Raum. „Es gibt kein Thema, bis der Betrachter eintrifft und sich zu beschäftigen beginnt“, meint der Künstler über seine Werke selbst.

Die erste Arbeit, „Iron Baby“ (1999), wird im Annenberg-Hof zu sehen sein. Diese lebensgroße Figur eines neugeborenen Babys aus Gusseisen wirkt im Innenhof winzig, was auf die menschliche Verletzlichkeit hinweist, aber auch die Lebenskraft thematisieren soll.

In den Galerien legen frühe, selten ausgestellte Arbeiten aus den späten 1970er und frühen 1980er Jahren die experimentellen Ursprünge von Gormleys künstlerischer Praxis offen. Dabei werden die Verbindungen von Gormleys skulpturalem Denken in Richtung Land Art, Performance und Minimalismus deutlich herausgearbeitet. Zu den ausgestellten Werken gehören „Land, Sea and Air“ (1977–1979) und „Fruits of the Earth“ (1978/79), in die natürliche und von Menschenhand entwickelte Gegenstände in Blei eingewickelt sind. Diesen Prozess des Einhüllens von Objekten in Blei führte Gormley in den 1980er Jahren weiter zu seinen bekannten „Body-Case“-Skulpturen, die den eigenen Körper als Werkzeug, Material und Gegenstand verwenden. Ab den 1990er Jahren erarbeitete Antony Gormley eine Reihe konkreter Arbeiten, darunter auch „Flesh“ (1990, Sammlung Dürckheim). Jedes Volumen enthält die Körperform als eine Leerstelle in einer Position, die die umgebende Masse testet. Der Innenraum ist nur durch die Hände, Füße oder den Kopf sichtbar, die die Oberfläche des Blocks durchbrechen.

 

Antony Gormley, Flesh, 1990, Zement, 36 x 198 x 174 cm (Duerckheim Collection © the Artist. Foto: David Ward, London)
Antony Gormley, Flesh, 1990, Zement, 36 x 198 x 174 cm (Duerckheim Collection © the Artist. Foto: David Ward, London)
Antony Gormley, Lost Horizon I, 2008, Eisenguss, je 189 x 53 x 29 cm, Installationsansicht White Cube, Mason's Yard, London, England. Courtesy of the Artist and PinchukArtCentre (Kiev, Ukraine) © the Artist. Foto: Stephen White, London
Antony Gormley, Lost Horizon I, 2008, Eisenguss, je 189 x 53 x 29 cm, Installationsansicht White Cube, Mason’s Yard, London, England. Courtesy of the Artist and PinchukArtCentre (Kiev, Ukraine) © the Artist. Foto: Stephen White, London

 

Die Ausstellung lenkt das Publikum durch eine Reihe von Rauminstallationen, von denen einige speziell für die Galerien der Royal Academy of Arts neu konfiguriert werden mussten. Hier ist das Publikum aufgefordert, sich aktiv mit den Körpern Gormleys auseinanderzusetzen, sie im Ram zu navigieren. „Lost Horizon“ (2008, PinchukArtCentre, Kiew, Ukraine) verteilt 24 gusseiserne Figuren in unterschiedlichen Ausrichtungen an jeder Wand, dem Boden und der Decke, die die Wahrnehmung der Schwerkraft in Frage stellen. „Clearing VII“ (2019) besteht aus kilometerlangen, gewickelten, flexiblen Aluminiumrohren, die vom Boden bis zur Decke und von Wand zu Wand verlaufen. Hier kämpft sich die Besucherin bzw. der Besucher durch die raumfüllende Installation. Mit dieser „Zeichnung im Raum“ fängt Gormley die Besucherinnen und Besucher gleichsam ein.

„Matrix III“ (2019) wird in der größten Galerie zu sehen sein: eine Wolke aus sich kreuzenden, rechteckigen, dunklen Stahlnetzen, die über der Kopfhöhe hängen und jeweils einen Raum einschließen, der der durchschnittlichen Größe eines europäischen Schlafzimmers entspricht. Für Gormley ist es „der Geist der Umwelt, den wir alle als unser primäres Habitat zu akzeptieren gewählt haben“ und eine Arbeit, die den kritischen Dialog mit der Wahrnehmung fortsetzt, „indem ein optisches Labyrinth konstruiert wird, in dem es unmöglich ist, Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund in Einklang zu bringen.“

 

Antony Gormley, Matrix II, 2014, 6 mm Baustahl-Gitter, 550 x 750 x 1500 cm, Installationsansicht Galerie Thaddaeus Ropac, Pantin, France © the artist. Photo: Charles Duprat, Paris
Antony Gormley, Matrix II, 2014, 6 mm Baustahl-Gitter, 550 x 750 x 1500 cm, Installationsansicht Galerie Thaddaeus Ropac, Pantin, France © the artist. Photo: Charles Duprat, Paris

 

Elementar wird es in der zentralen Halle, wo Antony Gormleys „Host“ (2019) in einer angepassten Form eine ganze Galerie mit Meerwasser und Lehm (aus Buckinghamshire) füllt. Der Raum soll nicht betreten werden, Licht und Wärme formen die Materialien über die Laufzeit der Ausstellung hindurch. Meist trifft man auf eine spiegelnde, ruhig daliegende Lehmkuhle. Mit einer Tiefe von 23 cm erinnert der Raum an jene Substanzen, aus denen das Leben hervorging. Seit seiner Konzeption im Jahr 1997 wurde das Werk nur dreimal ausgestellt und wird zum ersten Mal in Großbritannien gezeigt.

 

Antony Gormley, Host, 2019. Buckinghamshire clay (51° 44’ 52.5” N 0° 38’ 42.6” W) and Atlantic seawater, dimensions variable. Ausstellungsansicht Antony Gormley, Royal Academy of Arts, London, 21.9.–3.12.2019 © the Artist. Photo: © Oak Taylor-Smith
Antony Gormley, Host, 2019. Buckinghamshire clay (51° 44’ 52.5” N 0° 38’ 42.6” W) and Atlantic seawater, dimensions variable. Ausstellungsansicht Antony Gormley, Royal Academy of Arts, London, 21.9.–3.12.2019 © the Artist. Photo: © Oak Taylor-Smith

 

Im Zentrum der Ausstellung, in der Central Hall, werden zwei von Gormleys frühen „Expansion Works“ zu sehen sein. „Body“ und „Fruit“ (beide 1991–2003) bestehen aus sieben Tonnen rostigem Eisen. Sie basieren auf der Abgussform eines Körpers in der Startposition eines Schwimmers vor dem Sprung ins Becken. Durch das Auferlegen von Holmen wird die Form des Körpers erweitert, um Objekte zu erzeugen, die die Eigenschaften von Bombe und Frucht aufweisen. Mit jedem Gewicht von mehreren Tonnen schweben die Werkstücke Zentimeter über dem Boden.

Neben der Bildhauerei versammelt die Ausstellung eine reiche Auswahl an Arbeiten auf Papier, von denen viele den Einsatz von ungewöhnlichen Materialien wie Erdöl, Blut und Wasser zeigen. Für Gormley ist das Zeichnen ein zentrales alltägliches Anliegen, das parallel zu seinen Bildhauerarbeiten verläuft und dieselben Anliegen auf unterschiedliche Weise untersucht. Die Personale von Antony Gormley in London bietet eine seltene Gelegenheit, bedeutende frühe Zeichnungen wie „Mold“ (1981, Privatsammlung) zu sehen. Zu den weiteren vertretenen Schlüsselserien zählen die aus Kohlenstoff und Kasein gefertigten Körper- und Lichtzeichnungen, die „Leinölwerke“ (1985–1990) wie „Double Moment“ (1987) und die „Red Earth“ Zeichnungen (1987–1998). Eine begleitende Ausstellung von Gormleys Arbeitsbüchern zeigt die kontinuierliche Untersuchung jener Ideen, die zu den bildhauerischen Arbeiten führen.

 

Antony Gormley, Double Moment, 1987, schwarzes Pigment, Leinsamenöl, Kohle/Papier, 38 x 28 cm © Antony Gormley
Antony Gormley, Double Moment, 1987, schwarzes Pigment, Leinsamenöl, Kohle/Papier, 38 x 28 cm © Antony Gormley

Antony Gormley, Earth, Body, Light, 1989, Erde, Hasenhautleim, schwarzes Pigment/Papier, 38 x 28 cm © Antony Gormley
Antony Gormley, Earth, Body, Light, 1989, Erde, Hasenhautleim, schwarzes Pigment/Papier, 38 x 28 cm © Antony Gormley

 

Antony Gormley in London: Werke

  • Antony Gormley, Flesh, 1990, Zement, 36 x 198 x 174 cm (Duerckheim Collection)
  • Antony Gormley, Body and Fruit, 1991/93, Eisenguss und Luft, verschiedene Größen, Installationsansicht Malmö Konsthall, Malmö, Schweden
  • Antony Gormley, Clearing V, 2009, ca. 11 km von 12.7 mm Aluminiumröhre, Installationsansicht Kunsthaus Bregenz, Österreich
  • Antony Gormley, Matrix II, 2014, 6 mm Baustahl-Gitter, 550 x 750 x 1500 cm, Installationsansicht Galerie Thaddaeus Ropac, Pantin, France
  • Antony Gormley, Full Bowl, 1977/78, Blei, 6 x 17 x 17 cm (Privatsammlung, Wien)
  • Antony Gormley, Lost Horizon I, 2008, Eisenguss, je 189 x 53 x 29 cm, Installationsansicht White Cube, Mason's Yard, London, England. Courtesy of the Artist and PinchukArtCentre (Kiev, Ukraine)
  • Antony Gormley, Mould, 1981, schwarzes Pigment, Leinsamenöl, Kohle/Papier, 60 x 84 cm © Antony Gormley
  • Antony Gormley, Double Moment, 1987, schwarzes Pigment, Leinsamenöl, Kohle/Papier, 38 x 28 cm © Antony Gormley
  • Antony Gormley, Earth, Body, Light, 1989 Erde, Hasenhautleim, schwarzes Pigment/Papier, 38 x 28 cm © Antony Gormley

Weitere Beiträge zur Zeitgenössischen Kunst

1. Mai 2026
Georg Baselitz, Sigmund fliegt mit Sex im Koffer, 2024, Öl und Plastik auf Leinwand (courtesy White Cube Bermondsey, London)
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 1. Mai 2026

London | White Cube Bermondsey: Georg Baselitz. Back Again

White Cube Bermondsey plant ab Juni 2026 neue, großformatige Gemälde und Arbeiten auf Papier von Georg Baselitz (1938–2026) zu zeigen. Neben bereits Bekanntem wie den expressiven und schonungslosen Selbstporträts, den Bildnissen seiner Ehefrau Elke widmete sich der Künstler zum Schluss noch goldenen Gottheiten Indiens. Man darf gespannt sein!
Gefällt es Dir?
Weiter lesen
1. Mai 2026
Georg Baselitz, Weißes Bett, weiß, 2022, Öl, Dispersionsklebstoff und Stoff auf Leinwand, 200 x 250 cm, © Georg Baselitz 2026, Foto: Jochen Littkemann
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 1. Mai 2026

Salzburg | Museum der Moderne: Baselitz 2026

Georg Baselitz feiert 2026 seinen 88. Geburtstag. Deshalb widmet ihm das Museum der Moderne Salzburg zwei Ausstellungen, die den Bogen schlagen von seinen frühen Zeichnungen bis hin zu seinem monumentalen Spätwerk.
Gefällt es Dir?
Weiter lesen
29. April 2026
Giovanni Segantini, Mittag in den Alpen, Detail, 1891, 77,5 x 71, 5 cm (Segantini Museum, St. Moritz)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 29. April 2026

Paris | Musée Marmottan Monet: Giovanni Segantini

2026 zeigt das Musée Marmottan Monet die erste Ausstellung zu Giovanni Segantini in Paris. Der Symbolist trifft dabei auf eine Hommage von Anselm Kiefer.
Gefällt es Dir?
Weiter lesen

Aktuelle Ausstellungen

2. Mai 2026
Francisco de Zurbarán, Hl. Margarethe von Antiochia, Detail, 1630–1634, Öl auf Leinwand 163 × 105 cm (© The National Gallery, London, Inv.-Nr. NG1930)
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 2. Mai 2026

London | National Gallery: Zurbarán

London | National Gallery: Zurbarán Zurbarán Großbritannien | London:National Gallery of Art, Sainsbury Wing2.5. – 23.8.2026 Francisco de Zurbarán (1598–1664) ist einer der wichtigsten Maler in […]
Gefällt es Dir?
Weiter lesen
2. Mai 2026
Charlotte Perriand im Refuge Bivouac, 1937, © Archives Charlotte Perriand.
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 2. Mai 2026

Salzburg | Museum der Moderne Mönchsberg: Charlotte Perriand

Charlotte Perriand zählt zu den bedeutendsten Designerinnen des 20. Jahrhunderts. Im Frühjahr 2026 widmet das Museum der Moderne Salzburg der Französin eine umfassende Ausstellung.
Gefällt es Dir?
Weiter lesen
1. Mai 2026
Georg Baselitz, Weißes Bett, weiß, 2022, Öl, Dispersionsklebstoff und Stoff auf Leinwand, 200 x 250 cm, © Georg Baselitz 2026, Foto: Jochen Littkemann
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 1. Mai 2026

Salzburg | Museum der Moderne: Baselitz 2026

Georg Baselitz feiert 2026 seinen 88. Geburtstag. Deshalb widmet ihm das Museum der Moderne Salzburg zwei Ausstellungen, die den Bogen schlagen von seinen frühen Zeichnungen bis hin zu seinem monumentalen Spätwerk.
Gefällt es Dir?
Weiter lesen
Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.
Copyright by ARTinWORDS
  • Publikationen
  • Biografie
  • Kontakt
  • Impressum