In über 40 Arbeiten zeigt das Kunstmuseum Bonn eine signifikante Auswahl ihrer Werke, deren motivischer Leitfaden die Auseinandersetzung mit sich selbst, ihrer (Körper-)Wahrnehmung sowie der Wahrnehmung des „Anderen“ bildet.
Wie eine emotionale und künstlerische Zerreißprobe spannt die Ausstellung „Maria Lassnig – Wach bleiben“ einen Bogen von den frühesten Werken der Künstlerin Maria Lassnig (1919–2014) bis hin zum letzten großformatigen Bild ihres Œuvres.
Deutschland | Bonn: Kunstmuseum Bonn
10.2. – 8.5.2022
Die im Titel angedeuteten Konnotationen von „nicht müde werden, sich nicht auszuruhen“ und zugleich von geistig „aufmerksam, neugierig bleiben“ charakterisieren nicht nur Lassnigs Werk, sondern auch ihre durchaus markante Persönlichkeit. In über 40 Arbeiten zeigt das Kunstmuseum Bonn eine signifikante Auswahl ihrer Werke, deren motivischer Leitfaden die Auseinandersetzung mit sich selbst, ihrer (Körper-)Wahrnehmung sowie der Wahrnehmung des „Anderen“ bildet. Die kreative Zerrissenheit ihres Denkens spiegelt sich in den einzelnen thematisch gefassten Ausstellungsräumen wider – z.B. in Sprache vs. Sprachlosigkeit oder Fotografie vs. Malerei. Dabei konzentriert sich Lassnigs Wahrnehmung nicht allein auf das Auge. Vielmehr avanciert ihr gesamter Körper zur Grundlage ihrer künstlerischen Auseinandersetzung, die für die Betrachtenden, besonders in Zeiten der Pandemie und der Erfahrung von Isolation und Selbstbeobachtung eine mehr als aktuelle Relevanz gewinnt.
Quelle: Kunstmuseum Bonn
Herausgegeben von Kunstmuseum Bonn
mit Beiträgen von Stephan Berg, Stefanie Kreuzer, Michael Hagner
216 Seiten, 91 Illustrationen
28 x 23 cm, Hardcover
ISBN 978-3-86832-681-9
Wienand Verlag