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Dresden | Residenzschloss: Porzellankabinett im Turmzimmer Rekonstruktion mit original Meissner Porzellan

Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 21. August 2019
Dresden, Residenzschloss, Turmzimmer, 1896

Dresden, Residenzschloss, Turmzimmer, 1896

Gut 200 Jahre war das Turmzimmer in der Festetage des Dresdner Residenzschlosses prominenter Schauraum für die kurfürstlich-königliche Porzellansammlung. Besonders stolz war August III. darauf, die besten Erzeugnisse seiner einzigartigen und vielbeneideten Meissener Manufaktur seinen Besucherinnen und Besuchern vorführen zu können. Als König von Polen und Großherzog von Litauen bedurfte es sowohl der repräsentativen Geste – wie auch der ökonomischen Notwendigkeit, das Luxusprodukt Porzellan den Höfen Europas schmackhaft zu machen.

Porzellankabinett im Turmzimmer
des Dresdner Residenzschlosses

Deutschland | Dresden: Residenzschloss
ab 28.9.2019

Zudem präsentierte er im Porzellankabinett wieder kostbare Vasen aus China und Japan auf vergoldeten Konsolen vor rot lackierten Wänden. 80 Jahre nach seiner Zerstörung Endes des Zweiten Weltkriegs kehren Porzellane in das Residenzschloss zurück, die 75 Jahre im Depot der Porzellansammlung schlummerten. Zahlreiche leer bleibende Wandkonsolen erinnern an den Verlust eines Großteils der vor dem Krieg ausgelagerten Porzellane.

 

Meissener Porzellan im Dresdner Residenzschloss

Mit kleineren Veränderungen blieb das barocke Porzellankabinett bis zur Zerstörung des Schlosses 1945 bestehen und wurde zwischen 2013 und 2019 rekonstruiert. Zu den Prunkstücken der Meissener Manufaktur gehören die Elementvasen des Hofbildhauers und Modellmeisters Johann Joachim Kändler.

Der Dresdner Hofbildhauer, Modellmeister und spätere Leiter der plastischen Abteilung der Meissener Porzellanmanufaktur Johann Joachim Kändler erhielt 1741 den Auftrag für ein fünfteiliges Ensemble. Die drei Deckelvasen und zwei Kannen sollten als Kaminaufsatz dienen und stellen die vier Elemente dar, weshalb die Elementvasen genannt werden. Mit den Elementvasen entwarf er äußerst skulptural aufgefasste Objekte, die als diplomatische Gabe – unter anderem für Ludwig XV. von Frankreich – dienten. Kändler überformte die Vasen und Kannen mit grazilen Putti und Blumengirlanden, Delfinen, der Quadriga des Wassergottes Neptun (Wasser) und den blitzeschleudernden Jupiter (Feuer).

 

Residenzschloss, Porzellankabinett: Bilder

  • Dresden, Residenzschloss, Turmzimmer, 1896 © Reproduktion nach Römmler & Jonas, Das königliche Schloss zu Dresden, 1896, Tafel 20

Aktuelle Ausstellungen

14. Mai 2026
Genie, Idol, Star. Verehrung im 19. Jahrhundert im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg, 2026
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 14. Mai 2026

Nürnberg | Germanisches Nationalmuseum: Genie, Idol, Star. Verehrung im 19. Jahrhundert

Das Germanische Nationalmuseum in Nürnburg plant im Sommer 2026 eine Ausstellung zu „Genie, Idol, Star. Verehrung im 19. Jahrhundert“. Dabei nimmt es mit 170 Objekten die Entwicklung von Genie- und Starkult aber auch der Verehrung von Idolen in den Fokus.
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12. Mai 2026
Erwin von Steinbach zg. († 1318), teilweise nach Meister Rudolf dem Älteren († 1276), Teilansicht der Fassade des Straßburger Doms (Zeichnung A’), Detail, um 1260–1270, Feder und braune Tinte auf Pergament (Fondation de l’Oeuvre Notre-Dame, in der Obhut des Musée de l’Oeuvre Notre-Dame, Straßburg, D.22.995.0.11 [OND 2])
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 12. Mai 2026

New York | The Met: Gotische Anfänge der Architekturzeichnung

Was bedeutete es, im Mittelalter Architektur zu entwerfen? Diese Frage, so provokant sie klingt, steht im Zentrum einer der aufregendsten Entdeckungen der jüngeren Kunstgeschichte. Das Metropolitan Museum versammelt mehr als 90 gotische Architekturzeichnungen, um den Gestaltungsprozess und die Formfindung auf den Prfüfstand zu stellen.
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12. Mai 2026
Henri Matisse, La Tristesse du roi [Die Traurigkeit des Königs], 1952, Gouache papers, cut and pasted on paper mounted on canvas 292 × 386 cm (Centre Pompidou, Musée national d’art moderne, Paris © Succession H. Matisse Photo © Centre Pompidou, Mnam-Cci/Philippe Migeat/Dist. Rmn-Gp)
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 12. Mai 2026

Paris | Grand Palais: Henri Matisse 1941–1954 Malerei ohne Grenzen | 2026

Paris zeigt 2026 einen tiefen Einblick in Henri Matisses Spätwerk (1941–1954): Welche Rolle spielt "Jazz"? Erfahren Sie, wie der Künstler mit seinen revolutionären Scherenschnitten und der Gestaltung der Vence-Kapelle die Grenzen zwischen Farbe und Zeichnung auflöste.
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9. Mai 2026
Henry Moore, Three Piece Sculpture: Vertebrae, 1968–1969, Bronze, 280 × 710 × 355 cm (Henry Moore Foundation)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 9. Mai 2026

London | Kew Gardens: Henry Moore: Monumental Nature

Ab Frühjahr 2026 kann man die beeindruckende Größe und Schönheit von Henry Moores Skulpturen in der atemberaubenden Landschaft der Kew Gardens erleben.
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8. Mai 2026
Veröffentlicht von Alexandra Matzner von 8. Mai 2026

Venedig | Biennale: Florentina Holzinger im Österreich-Pavillon Seaworld Venice | 2026

Der Österreich-Pavillon auf der 61. Biennale von Venedig im Jahr 2026 wird von der international renommierten österreichischen Performancekünstlerin Florentina Holzinger (*1986, Wien) gestaltet. Holzinger wird für den Biennale-Beitrag unter dem Arbeitstitel „Seaworld Venice“ mit der Kuratorin Nora-Swantje Almes sowie einem Team aus Performer:innen, Musiker:innen, Stunt-Koordinator:innen und Produzent:innen zusammenarbeiten.
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8. Mai 2026
Rembrandt, Büste eines Greises mit goldener Kette, Detail, 1632 (Gemäldegalerie, Kassel, Inv. Nr. GK 233)
Veröffentlicht von ARTinWORDS.de Redaktion von 8. Mai 2026

Kassel | Schloss Wilhelmshöhe: Rembrandt 1632

Die Gemäldegalerie Alte Meister in Schloss Wilhelmshöhe, Kassel, zeigt im Sommer 2026 eine Ausstellung zum jungen Rmebrandt. „Rembrandt 1632. Entstehung einer Marke“ untersucht, wie der Maler nach Amsterdam zog und sein Stern als Porträtist aufzusteigen gegann. Gleichzeitig experimentierte er mit verschiedenen Gattungen wie dem Historienbild und der Kandschaft.
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Alexandra Matzner
Gründerin von ARTinWORDS * 1974 in Linz, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik in Wien und Rom. Seit 1999 Kunstvermittlerin in Wien, seit 2004 Autorin für verschiedene Kunstzeitschriften. Jüngste Publiktionen entstanden für das Kunsthaus Zürich, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Albertina und Belvedere in Wien.
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